Neunundneunzig – Bibu-Update V

99 nicht Luftballons… sondern Tage übrig bis zur Prüfung. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie schnell die Zeit rumgegangen ist. Es sind noch 3 Monate. Oder 14 Wochen. Oder eben 99 Tage. Und nur noch 18x zur Schule. Achtzehn! Ich fass es nicht!

Unterrichtsstunden: 840/920

Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsmethoden, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berichterstattung, Umsatzsteuer, Gewerbe-/Grundsteuer, Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards, Internes Kontrollsystem, Internationale Besteuerung

Im Grunde sind wir durch. In manchen Fächern sind wir durch mit dem Stoff. In Jahresabschluss national und international machen wir schon länger nur noch Übungen. Dabei besprechen wir dann alte Prüfungsaufgaben und gehen auf die Besonderheiten und Unterschiede dabei ein. Und man stößt irgendwie immer auf ein Thema, das man noch nie besprochen hat. Das macht mir auch für die Prüfung dann ein bisschen Sorgen, dass doch irgendwas dran kommt, was man noch nie besprochen hat.
Mit Kosten- und Leistungsrechnung sind wir auch durch. Ich weiß noch, wie ich nach der ersten Unterrichtsstunde geschockt von der Dozentin war und noch dachte, wir werden nie Freunde 😀 Aber inzwischen ist KLR eins meiner Lieblingsfächer. Ach… eigentlich ist es mein Lieblingsfach! Es liegt mir einfach. In diesen Prüfungsteil lege ich auch echt große Hoffnungen, denn der wird zusammen mit Steuern geschrieben. Und da sind meine Hoffnungen nicht ganz so groß :-/

Ich hab immer noch große Lücken in Umsatzsteuer, da muss ich mich noch mal richtig auf den Arsch setzen. Das hab ich bisher immer ein bisschen vor mir hergeschoben… Aber jetzt muss das sein. Internationale Besteuerung hab ich komplett aufgegeben, aber das kann eigentlich nicht so kompliziert sein. Da muss ich mich auch noch mal reinknien.
Abgabenordnung und Einkommensteuer waren die Fächer, in denen wir zum Jahresanfang einen Dozentenwechsel hatten. Der neue Dozent zieht sehr systematisch noch mal alles durch und hat mit dem Stoff bei null angefangen. Das war eine sehr gute Entscheidung. Inzwischen habe ich da einen ganz gute Einblick, aber ich weiß, dass wir noch bis zum Ende also in noch 6 Unterrichtseinheiten, Stoff Stoff Stoff machen werden. Es wird nicht allzuviel Zeit zum Wiederholen bleiben. Das müssen wir allein machen.
Der letzte Unterricht in Körperschaftsteuer liegt jetzt drei Monate zurück, wir haben im August noch mal einen Block als Repetitorium. Ich glaube ich hab alles schon wieder vergessen… Ich hatte ja da eh meine Probleme, aber wir haben oft samstags nach dem Unterricht gesessen und die KÖ-Hausaufgaben gemacht. Das hat mir mehr gebracht als der Unterricht und eigentlich hatte ich es dann ganz gut begriffen. Da muss ich also auffrischen.
Gewerbesteuer liegt jetzt auch schon lange zurück, das muss ich vor dem nächsten Unterricht noch mal wiederholen. Das war eigentlich wirklich nicht schwer. Grundsteuer besprechen wir dann auch noch. Das scheint nicht viel zu sein, daher reicht ein kurzer Unterrichtsblock.

Nächste Woche haben wir die letzte Stunde Finanzwirtschaftliches Management, da muss ich dringend am Wochenende noch mal meine Unterlagen durchgehen, um den Dozenten noch mal nach dem ein oder anderen zu fragen. Da haben wir nämlich auch kein Repetitorium, das muss ich dann so auf die Kette kriegen.
In Berichterstattung sind wir eigentlich auch mit dem Stoff durch. Eigentlich heißt das Fach „Jahreabschlüsse aufbereiten und auswerten“, aber ich kann jetzt trotzdem keinen Jahresabschluss analysieren… Die Dozentin hat selbst keine Ahnung, das merkt man immer daran, wie sie ins Schwimmen und Stottern kommt, wenn mal einer genauer nachfragt… Wir haben sämtliche Kennzahlen durchgekaut, aber mehr so „Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital. Die Kennzahl setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital.“ Toll. Danke. Und was genau sagt das nun aus?! Das hat sie uns dann nicht erklärt. Diese ganzen Interpretationen muss ich mir also selbst noch irgendwo herholen.

In den restlichen Laberfächern Führung, Kommunikation & Zusammenarbeit, Internes Kontrollsystem und Berufsausbildung planen sind durch, in Kommunikation und Führung haben wir noch mal je eine Stunde. Das sind so Fächer, wo ich mir echt keine Sorgen mache. In allen drei Prüfungsteilen können Fragen aus diesen Themen dran kommen. Aber das sind Sachen, die man auch mit gesundem Menschenverstand lösen kann. Sowas wie „Wie sollte ein gutes Mitarbeitergespräch vorbereitet und strukturiert sein?“ Da muss man sich eigentlich nur mal an sein eigenes MA-Gespräch erinnern und darüber nachdenken, was gut war und was nicht.

Mit den beiden Mädels aus dem Kurs, mit denen ich im April feiern war, hat sich jetzt auch eine kleine Gruppe herauskristallisiert. Wir sind in den nächsten Wochen zum Lernen verabredet. Ich glaube wir ergänzen uns ganz gut. Die eine hat einfach echt ein breites Wissen und kann zu allem was beitragen. Ich wette, sie würde die Prüfung jetzt schon bestehen, wenn sie schreiben müsste. Sie hat auch ihre Lücken, besonders auch in den Steuerfächern, aber mit ihr über die einzelnen Themen zu reden ist immer sehr effektiv und gewinnbringend. Die andere ist Steuerfachangestellte und hat uns schon bei den KÖ-Sachen viel geholfen. Ich hab durch ihre Erklärungen mehr verstanden, als durch den Unterricht. Mit ihr hoffe ich auch, dass ich Umsatzsteuer und internationale Besteuerung noch soweit checke, dass ich wenigstens den Großteil der Punkte holen kann.
Sie hat so ihre Schwierigkeiten mit KLR. Da können wir anderen zwei ihr dann im Gegenzug gut helfen.

Ich bin ganz froh um das kleine Grüppchen. Wenn wir nach dem Unterricht in so einer großen Runde zusammen gesessen hatten, war das nur effektiv, wenn wir einen Plan hatten. Aber niemand hat sich so richtig dafür verantwortlich gefühlt. Es waren auch immer die gleichen, die gefragt haben, ob wir nach dem Unterricht noch die Hausaufgaben machen wollen. Ich zum Beispiel, oder die zwei aus meinem Grüppchen. Der Rest hat sich halt dran gehängt und profitiert, aber selbst nichts beigetragen.
Einmal wollten wir nur Lernen, ohne Hausaufgaben. Das war dann ziemlich chaotisch, wir wussten nicht, wo wir anfangen sollen, jeder hatte ein anderes Problem. Das waren einfach zu viele Leute.

Jetzt ist tatsächlich der Punkt da, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Es gibt viele, die kaum oder gar nicht mehr zum Unterricht kommen. Es gibt einige, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie riesige Lücken haben. Es gibt auch ein paar, die schon gesagt haben, sie melden sich im Herbst nicht zur Prüfung an.
Von anfangs 22 Leuten ist einer schon ziemlich schnell gegangen, dann kam eine aus dem Vorgängerkurs dazu. Die hat uns aber auch wieder verlassen. Bleiben 21. Von zweien weiß ich ganz sicher, dass sie die Prüfung nicht im Herbst schreiben. 19. Fünf weitere kommen immer mal zum Unterricht, dann wieder nicht. Ich hab nicht drauf geachtet, ob das nur bestimmte Fächer betrifft… Wie machen die das? Arbeiten die das zu Hause alleine auf? Ich würde das nicht schaffen… Ich brauche diesen Kurs. Wenn ich jetzt nicht mehr hingehen würde, zu den letzten 18 Unterrichtsblöcken, ich würde zu Hause auch nichts machen! Ich bin in letzter Zeit relativ faul zu Hause. Wenigstens sitze ich vor dem Unterricht in der IHK und lerne da. Und dann freue ich mich auf die Lerntreffen und ich hoffe, dass wir das in den Sommerferien öfter machen. Ich brauch das wirklich. Ich will Weizen sein! 😉

Leseliste April/Mai 2019

Die ewigen Toten von Simon Beckett

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren verlassen und heruntergekommen, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche aufgefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Leiche, das sieht Dr. David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als der forensische Anthropologe sie näher untersucht, stellt er fest, dass es sich um eine Frau handelt. Eine schwangere Frau. Beim Versuch, die Tote zu bergen, entdeckt die Polizei ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Tjahaaa… nahtlos weiter 😉 Und gewohnt gut. So, wie ich die anderen auch in Erinnerung hatte. Ich hab das Buch im Flugzeug angefangen zu lesen, weil ich leider einen Gangplatz hatte und somit meine Zeit nicht mit aus dem Fenster schauen rumgekriegt habe. Nach 6 oder 7 Tagen war ich damit durch!
Mir war zwar irgendwann klar, wer der Täter ist, aber nicht die ganzen Abgründe, die sich dann auftaten.

Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Begeistert liest er von den Abenteuern des Helden Atréju und seinem gefährlichen Auftrag: Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, zu retten. Zunächst nur Zuschauer, findet er sich unversehens selbst in Phantásien wieder. TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach einer langen Suche. Denn seine wahre Aufgabe ist es nicht, Phantásien zu beherrschen, sondern wieder herauszufinden. Wie aber verlässt man ein Reich, das keine Grenzen hat?

Hach, wie ich mir als Kind immer gewünscht hab, dass ich in der Geschichte dabei sein könnte… 🙂 Ich hätte Phantásien auch retten können 😉 Rückblickend schon schade, dass ich das Buch nicht schon als Kind gelesen hab.
Obwohl es schon von 1979 hat es nicht nicht viel an Aktualität verloren: Bastian wird gehänselt und gemobbt, er fühlt sich nicht gut genug und eifert einem Ideal nach um anerkannt zu sein und um sich wehren zu können, als er die Möglichkeit dazu hat. Aber am Ende merkt er, dass das nicht alles ist, und dass ihm Stärke und Mut nichts nützen, ohne Liebe.

Cottage mit Kater von Hermien Stellmacher

Schwere Zeiten für die Krimiautorin Nora: die Mutter gestorben, der Lebensgefährte auf und davon. Da kommt ihr die Einladung in ein Cottage an der Küste Cornwalls gerade recht. Endlich alles hinter sich lassen, Spaziergänge durch leuchtend bunte Blumenwiesen, Sonnenuntergänge am Strand und in Ruhe schreiben – wunderbare Aussichten!
Doch wieder einmal macht das Leben ihr einen Strich durch die Rechnung. Ein kleiner Kater, den sie von einer Klippe rettet, weicht ihr fortan nicht mehr von der Seite. Immer wieder schmuggelt er sich heimlich ins Haus und wirbelt ihren Alltag durcheinander. Mit dem neuen Manuskript geht es auch nicht wie erhofft voran. Es ist zum Verzweifeln!
Aber da ist noch Phil, der nette, gut aussehende Nachbar, der immer wieder seine Hilfe anbietet.

Über das Buch bin ich im Hugendubel-Newsletter gestolpert, und ja, ich habe es eigentlich nur gekauft, weil auf dem Cover eine Katze über den Titel läuft 😀
Ich glaube, ich bin nicht ganz die Zielgruppe für den Roman, ich konnte mich jedenfalls nicht so richtig mit Nora identifizieren. Dafür konnte ich mir das kleine Örtchen in Cornwall umso besser vorstellen, in dem sie gelandet ist. Sehr idyllisch und am liebsten wäre ich da jetzt auch und hätte dann natürlich auch gern so einen kleinen Kater 😉

Das Erbe der Insel: Isle of Wight Teil 1 von Wendy K. Harris

Die Schriftstellerin Jane erbt ein altes Cottage auf der Isle of Wight – von Lilly, der stets totgeschwiegenen Schwester ihrer Mutter. Auf der Suche nach Antworten fährt Jane auf die Insel und lernt Lillys Familie und Freunde kennen: den schweigsamen Fischer Neptun, die kauzige, aber warmherzige Emmeline und Marguerite, Lillys verträumte Tochter. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sich Jane willkommen und geliebt. Begeistert lauscht sie Emmelines Erzählungen von der wilden Zeit vor vierzig Jahren – doch die drängendsten Fragen bleiben unbeantwortet: Warum haben Janes Eltern die Insel damals Hals über Kopf verlassen? Und warum hüllen sich alle darüber in Schweigen? Bald wird Jane klar, dass die Antworten ihr Leben für immer verändern werden.

Dieses Buch ist 2005 schon mal unter dem Titel „Die fremde Schwester“ erschienen und ich finde ihn etwas passender. Der aktuelle Titel impliziert, dass es noch Folgebände gibt, aber die anderen Bücher von ihr, die auf der Isle of Wight spielen, handeln von völlig unabhängigen Sachen.
Das Buch hat mir rückblickend wirklich gut gefallen. Es war sehr bildlich. Ich sehe es alles vor Augen, das Cottage, die Personen… Als ich etwa ein Viertel gelesen hatte, dachte ich allerdings zu wissen, wie das Buch ausgeht und war erst etwas enttäuscht, weil ich dachte, es wäre so vorhersehbar. Das war aber nur ein Vorgeschmack auf das Drama, das nach und nach aufgedeckt wird.

Sturm von Uwe Laub

Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. Australien: Extreme Wasserverdampfung bringt Ökosysteme zum Einsturz. Sibirien: Nach einem signifikanten Temperaturanstieg taut der Permafrostboden. Gebäude sacken zusammen, Straßen und Städte werden zerstört. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Zahllose Tote und Verletzte werden geborgen, die Nation ist im Schockzustand. Es beginnt der Kampf gegen einen Feind, der uns alle umgibt …

Ich habe mich während des Lesens immer wieder gefragt, ob es diese ganzen Behörden und Institute wirklich gibt, von denen im Buch berichtet wird. Organisationen, die das Wetter beeinflussen. Oder zumindest damit experimentieren. Und wenn es nicht so spannend gewesen wär, hätte ich mehr zwischendurch gegooglet. Tatsächlich hat China 2008 vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking Wolken geimpft, damit es regnet und zur Eröffnungsfeier schönes Wetter ist. Im Nachwort wird gesagt, dass es die ganzen Institute wirklich gibt und was von den genannten Wetterkatastrophen Realtität war und was er sich ausgedacht hat.
Vom Wolkenimpfen an sich hatte ich schon mal gehört, das ist echt so abgefahren! Und natürlich hat alles eine Auswirkung, wenn man in die Natur eingreift. Im Buch wird das Schreckensszenario dargestellt, was passieren könnte, wenn man die Natur kontrollieren will.
Sehr spannend und gut zu lesen, auch wenn es mir zum Ende hin etwas zu hollywoodmäßig wurde.

Intuitiv abnehmen von Elyse Resch und Evelyn Tribole

Schluss mit dem Diätwahn und zurück zu einem natürlichen Körpergefühl und Essgenuss ohne schlechtes Gewissen – diese Botschaft vermitteln die beiden Autorinnen in ihrem Buch „Intuitiv Abnehmen“. Denn wer bewusst und ohne Schuldgefühle isst und auf seinen Körper hört, der wird lernen seinen Körper zu akzeptieren. So fällt es ganz leicht, stressfrei und auf natürliche Weise abzunehmen.

Bellona hat drüber geschrieben, Sternenkratzer dann auch. Da bin ich neugierig geworden.
Ich hab ein Vierteljahr lang Intervallfasten 16/8 ausprobiert. Ich hab sogar drei oder vier Zentimenter Umfang am Hintern verloren, aber so richtig hat es trotzdem nicht funktioniert. Ich hab es zwar hinbekommen, vor 12 Uhr nichts zu essen, aber es ist mir sehr schwer gefallen, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das 8 Stunden Essens-Intervall war mir zu kurz. Ich hatte abends manchmal richtige Heißhungerattacken, besonders dienstags und donnerstags nach der Schule und auch vormittags habe ich irgendwann immer richtig Hunger bekommen. Das ging dann zwar auch wieder weg und bis 12 Uhr oder sogar länger durchzuhalten war kein Problem, aber ich bin schon immer der Meinung, dass man auf sein Hunger- und Sättigungsgefühl achten muss aber dass man das erstmal wieder lernen muss, überhaupt wahrzunehmen. Nichts anderes beschreibt das Buch.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Ein großer Schritt zur Selbstliebe

Gestern habe ich beschlossen, dass es mir egal ist, was andere Leute denken. Gestern habe ich einfach eine kurze Hose angezogen, als wir wählen gegangen sind. Weil ich das wollte. Weil es warm war. Weil ich mich wohl gefühlt hab. Mit mir und in meinem Körper. In kurzen Hosen und flachen Schuhen. Und zum ersten Mal habe ich nicht darüber nachgedacht, ob jemand hinter mir läuft und über meine Waden lästert. Weil es da nichts zu lästern gibt.
Ich saß im Auto, meine weichen Oberschenkel haben aus der kurzen Hose rausgeguckt uns sahen im sitzen so richtig breit aus. Gestern habe ich zum ersten Mal nicht abfällig darüber gedacht. Meine Hand lag auf den Oberschenkeln und zum ersten Mal habe ich nicht reingekniffen um die Dicke der Speckschicht abzuwägen. Sondern ich habe drüber gestreichelt und einfach nur die Haut wahrgenommen. Meine Oberschenkel sind eben so. Ja, ich könnte sie trainieren, aber wenn ich es nicht mache, weil ich dafür gerade nicht so viel Zeit habe und mir die Zeit auch nicht nehme, dann ist es auch nicht schlimm. Im Gegenteil. Ich akzeptiere meine Oberschenkel.
Gestern habe ich mich zum ersten mal wohlwollend im Spiegel angesehen. Liebevoll. So habe ich mich noch nie angeschaut. Ich habe mein Spiegelbild mit „Na, Hübsche!“ bedacht. Unwillkürlich. Nicht, um mich selbst zu manipulieren. Nicht wie ein „Du bist schön, glaub an dich“-Mantra, das irgendwann in Fleisch und Blut übergehen soll sodass man irgendwann anfängt es zu glauben, sondern einfach ganz unbewusst.
Gestern hatte ich auch zum ersten mal das Bedürfnis, mir etwas gutes zu tun. Mich einzucremen nach dem duschen. Nicht einfach nur, weil meine Haut trocken ist und sonst juckt, sondern um mich damit zu verwöhnen. Ich hab darüber nachgedacht, mir die Nägel zu lackieren, aber dazu möchte ich erstmal die angeknibbelten Nagelbetten heilen lassen. Ich habe zum ersten mal drüber nachgedacht mir ein Kleid zu kaufen, um es im Alltag zu tragen. Nicht nur im Urlaub, wo mich keiner kennt. Oder in der Freizeit, wenns einfach nicht anders geht, weils so heiß ist.

Dieses Gefühl, das sich seit gestern in mir breit macht ist einfach schön. Es ist schwer zu beschreiben und irgendwie so pathetisch, aber zum ersten Mal fühle ich mich genügend. Ich fühle mich größer, aufrechter. Strahlend. Ich mag mich auf einmal, ich empfinde Zuneigung für mich. Ich akzeptiere und mag meinen Körper so wie er gerade ist. Und es tut mir wirklich leid, dass ich so lange so nachlässig mit ihm war und so lange so bösartig und gemein zu mir selbst war. Ich möchte mich selbst in den Arm nehmen und mich entschuldigen! Niemand hat verdient, dass man so mit ihm umgeht. Erst recht nicht man selbst.

Man mag mich nicht mehr oder weniger, wenn ich superdünn und austrainiert bin. Man mag mich, weil ich bin, wie ich bin. Weil ich tue, was ich tue. Weil ich für andere da bin. Weil ich ehrlich bin. Und das ist die schönste Eigenschaft, die man haben kann. Das ist es, was einen Menschen schön macht. Empathiefähigkeit, Selbstlosigkeit, sich für andere aufrichtig freuen können. Das ist es, was mich ausmacht, das ist es, was mich von innen schön macht. Meine Waden sind vielleicht unproportional zum Rest. Na und? Meine Oberschenkel sind weich. Na und? Ich habe ständig blaue Flecken an den käseweißen Beinen, weil ich mich ständig irgendwo stoße. Na und? Und das meine ich so, wie ich es sage. Mein Körper ist, wie er ist. Aber das ist es nicht, was mich als Mensch ausmacht. Und wenn andere mich darauf reduzieren… na ja… dann ist es mir egal. Dann sollen sie das oberflächlicherweise tun. Diese Menschen gehören nicht in mein Leben. In mein Leben gehören die anderen, die mich so akzeptieren und lieben, wie ich bin.

Ich wünsche mir, dass ich mir dieses Gefühl bewahren kann, dass ich diese Einstellung zu mir behalten kann. Ich fühle mich so gut seit gestern, einfach so innerlich zufrieden und glücklich. So habe ich mich noch nie gefühlt und ich möchte mich nie wieder anders fühlen. Ich habe kapiert, dass ich einfach liebenswert bin. So wie ich bin. Weil ich so bin, wie ich bin. Und dass ich mich so auch mögen darf und muss. Ich möchte daran arbeiten, dass es so bleibt und irgendwann mehr als nur ein mögen ist.

Freitags-Füller 20/2019

1. Wenn ich an die mündliche Prüfung denke, wird mir schlecht. Gestern saß ich vor dem Unterricht wieder in der Cafeteria, wo wir uns vor dem Unterricht immer treffen und quatschen, und dann kam eine, die zur mündlichen Prüfung in den Raum gerufen wurde. Und prompt wurde mir richtig schlecht. Es ist total bescheuert, weil ich ja zuerst überhaupt mal die schriftliche schaffen muss. Sagt mir mein Unterbewusstsein etwa, dass ich mir darum keine Sorgen machen soll? 😉 Man muss ja alles positiv sehen...

2. In Kartoffelsalat muss auf jeden Fall genug Flüssigkeit sein. Wenn man fast daran erstickt, weil zu wenig Mayo oder Essig/Öl, dann ist das einfach kein guter Kartoffelsalat. Ich mag beide Varianten ganz gern. Aber Gürkchen sollten schon mit drin sein!

3. Es ist hart mit anzusehen wenn Leute zwei Räume nicht unterscheiden können… Wir haben zwei kleine Besprechungsräume, die haben wir in Raum 1 und Raum 2 benannt und es gibt für jeden einen eigenen Kalender um ihn zu blocken. Wenn jetzt jemand Raum 2 gebucht hat, seine Besprechung dann aber in Raum 1 abhält, dann triggert mich das! Kann das so schwer sein? Wenn der andere Raum leer ist, ist das ja eeeeeigentlich kein Problem (außer für meine nerdige Psyche), aber grad wenn im anderen Raum jemand ist, und danach wieder jemand und sich das überschneidet, dann verschiebt sich alles und dann sitzt man am Ende im falschen Raum und muss dann raus, weil ein anderer rein will, weil er gebucht hat… klingt kompliziert? Ich hab nie gesagt, dass ich ein einfacher Mensch bin 😉.

4. Ich hab ja früher auch schon immer gesagt, dass die Zeit rennt, aber momentan ist das richtig schlimm. Durch die Schule ist die Woche so getaktet und plötzlich war man schon 2x in der Schule und dann ist auf einmal Freitag. Und vom Wochenende hat man auch irgendwie nicht so viel. Und dann geht die Woche an einem vorbei und irgendwie sind alle Wochen gleich, alles ist ein Einheitsbrei, weil ich ja auch nicht viel was anderes mache… Der Schnee schmilzt, die Bäume werden grün, abends nach der Schule ist es noch hell, wenn ich nach Haue fahre und zack ist auf einmal fast Juni.

5. Ich wette heute bleibt wieder die halbe Belegschaft im sogenannten „Home Office“. Chef ist nämlich nicht da. Aber abgesehen davon mach ich das nächste Woche auch mal. Mein Auto muss zur Inspektion und zum TÜV und ich hab keinen Bock mich in den Bus zu setzen (ich weiß nicht mal, wie ich mit den Öffentlichen zur Arbeit komme) oder mich vom Namenlosen bringen und abholen zu lassen. Und was mache ich an dem Tag? Na klar, Wäsche waschen, essen kochen, auf der Couch rumlümmeln 😉 arbeiten natürlich. Ein bisschen. Und lernen.

6. Der Wind in den Bäumen,
der Regen auf meinem Gesicht,
bin momentan mehr in Räumen,
darum merke ich das nicht
.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein hoffentlich gutes Essen in so einem blöden Hip-Restaurant, wo es natürlich nur nachhaltiges, und natürlich auch veganes Essen gibt und Öko-Brause mit wiederverwertbaren Strohhälmen. Hoffentlich ist das auch alles laktosefrei, glutenfrei und mindestens doppelbio, damit sich der doppelte Preis auch richtig lohnt. Ach ja, aber Hauptsache ne essreife Flugavocado dabei… die ist ja auch so richtig nachhaltig und umweltschonend. Aber ok, meine Freundin will da mal hin. Es gibt auch drei Fleischgerichte, ich werde also nicht verhungern 😉 Das würde mir ja grundsätzlich an Aktivität fürs Wochenende ausreichen, aber dieses WE ist richtig voll, morgen habe ich geplant, nach der Schule den Junggesellinnenabschied meiner Freundin zu feiern. Und ich hoffe, dass es nicht regnet (drückt mir die Daumen!), eigentlich wollten wir nämlich vorher picknicken. Die Prognose ist nicht berauschend. Nach dem Essen machen wir eine Comedytour in einem Sightseeingbus, da kanns von mir aus auch regnen, aber wenn wir dann noch ein wenig durch die Kneipen ziehen, dann wärs schön, wenns trocken wär. Aber ob das was wird? Schließlich sind da auch wieder Muttis dabei, die „eine kleine Maus“ zu Hause haben… Warum haben alle Mäuse zu Hause?? Als ob da nicht auch mal der Vater aufpassen könnte. Das sind keine Säuglinge mehr… So, und Sonntag möchte ich dann eigentlich nichts machen, aber wir sind mit dem Vater und dem Halbbruder des Namenlosen verabredet. Erfahrungsgemäß wird das sehr lustig, aber ich hab trotzdem schon jetzt keinen Bock drauf. Danach hab ich eigentlich Urlaub nötig. Ist mir alles etwas viel auf einmal grad!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Freitags-Füller 19/2019

1. Ich persönlich glaube, heute mal wieder, dass ich meine Prüfung schaffe. Wie das morgen aussieht, weiß ich nicht. Es schwankt immer mal wieder zwischen

  • Zuversicht: Das wird schon. 50+!
  • Hoffnung: Hoffentlich schaff ich das…
  • Angst: Oh man, nur noch 126 Tage!
  • Panik: Ach du scheiße, nur noch 126 Tage, wie soll ich das alles in meinen Kopf kriegen? Ich weiß gaaaar nix!!!
  • Arroganz: Wenn ich mir angucke, wer das vor mir schon geschafft hat…
  • Niedrigstapeln: 50%, du musst nur für 50% schaffen, das schaffst du, du kannst zu allem ein bisschen sagen.
  • Realismus: Sei mal ehrlich zu dir, klar kannst du nicht alles, aber es sind auch noch 4 Monate und den Rest kriegst du bis dahin drauf. Natürlich schaffst du die Prüfung!

Das Problem ist, dass für mich ein Durchfallen überhaupt nicht in Frage kommt. Diesen Gedanken habe ich bisher einfach nicht zugelassen. Auch wenn mich Panik ergriffen hat, der Gedanke war immer „Natürlich schaffst du das, durchfallen ist keine Option!“ Aber je näher die Prüfung kommt, desto hartnäckiger kratzt der Gedanke „Und wenn du doch durchfällst?“ an meinem Bewusstsein. Und ich stelle fest, dass mich dieser Gedanke komplett überfordert, weil ich nicht weiß, wie ich dann damit umgehen soll. Ich habe keinen Plan B. Klar, dann steht ein halbes Jahr später der Zweitversuch an, aber ich wär erstmal richtig niedergeschmettert.

2. Aber den Gedanken schüttle ich jetzt schnell wieder ab. Denn es überwiegt immer noch die Zuversicht, dass ich die Prüfung schon schaffe. und mich mit was anderem verrückt zu machen ist totaler Quatsch.

3. Meine Nachbarn haben sich eine schwarze Katze gekauft, die immer am Fenster sitzt und rausguckt. Ich schätze, das wird eine reine Wohnungskatze bleiben. Wenn ich mir nämlich vorstelle, die stromert durch unseren Garten und trifft auf den Hund… eieiei… Und die anderen Nachbarn sind ein Paar. Das klingt erstmal nicht ungewöhnlich, aber sie wohnen nicht zusammen. Der eine Nachbar wohnt über uns, der andere unter uns.

4. Neulich hab ich Schuhe gekauft, das hatte ich im letzten Freitagsfüller schon erwähnt… Seit dem hatte ich die Schuhe kein einziges mal an und davor auch nur höchstens drei mal… Eigentlich hab ich das im Laden schon gewusst, ich war nicht so richtig von ihnen überzeugt, obwohl sie total bequem und weich sind… Aber das war ein Fehlkauf.

5. Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten Gerberer. Die Tulpensaison ist ja vorbei, jetzt gibt es überall Gerberer zu kaufen. Die letzten haben sogar richtig lange gehalten.

6. Gestern hatte ich Schule und als ich zurück kam, hatte mir der Namenlose die Reste von vorgestern warm gemacht: Tortellini Bolognese mit Käse überbacken hatte ich gestern zum Abendessen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend zu zweit, morgen habe ich geplant, zur Schule zu gehen und gut aufzupassen und Sonntag möchte ich nicht schon wieder im Garten ackern, aber vermutlich komme ich da nicht drum rum 😉 Schließlich will ich ja auch, dass er schön ist!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Stürmischer Abschied – 19.04.2019

Heute gings in die nordöstliche Ecke. Der Namenlose wollte uuuuuunbedingt nach Cala Millor an der blöden Faneteria von den Büchners vorbei schauen. Ich kam mir vor wie ein blöder Gaffer 😒 Aber ok. Kurz einen Blick geworfen… Irgendwie ist das schon komisch, wenn man Orte, die man nur aus dem Fernsehen kennt, plötzlich real sieht. Irgendwie sieht es genauso aus, aber irgendwie doch ganz anders.
In Cala Millor wars extrem windig am Freitag. Eigentlich schon richtig stürmisch. Die Wellen waren sehr hoch, der Strand war teilweise komplett bis zur Promenade mit Wasser überspült. Gischt spritzte rum, sodass meine Brille nach kürzester Zeit schon total von Salz überzogen war und die Lippen salzig geschmeckt haben. Ein Kite-Surfer fand aber die optimalen Bedingungen und flog ziemlich hoch durch die Luft.

Ich persönlich fand schon beim letzten Mal und jetzt auch dieses Mal Cala Millor nicht schön, daher fand ich den Ausflug dahin auch eher langweilig. Wir tranken in der Fußgängerzogen dann eine heiße Schokolade und fuhren Weiter nach Cala Ratjada. Eeeeeigentlich hätte ich da gern diesen einen speziellen Cache gemacht, für den wir ja grad erst ein paar Wochen vorher einen Testlauf bei uns zu Hause um die Ecke gemacht haben, aber der Namenlose hatte keine Lust. Der hätte auch etwas länger gedauert und es war auch in Cala Ratjada sehr stürmisch und kalt im Wind.
Also so richtig viel gesehen von Cala Ratjada haben wir nicht, wir sind da nur ein kleines Stückchen am Strand entlang spaziert, aber dann weiter gefahren nach Capdepera, weil wir Hunger bekommen hatten. Dort gab es aber nur schmale Straßen, keine freie Parkmöglichkeit und überhaupt war der Ort irgendwie total ausgestorben, also sind wir immer der Nase nach gefahren und landeten in Provensals, wo zufällig noch ein Cache lag und sich eine interessante Steinformation und wegen des stürmischen Wetters ein tolles Naturschauspiel bot!
Die Wellen klatschen gegen die Felsen und spritzten hoch in die Luft, das sah richtig toll aus.

Da wir nun aber immer noch Hunger hatten, aber sich dort am Arsch der Welt nichts fand, fuhren wir zurück in Richtung Hotel und beschlossen in Manacor noch mal zu suchen und wurden nicht enttäuscht. Mit Händen und Füßen, drei Wörtern Spanisch von uns und 3 Wörtern Englisch und Deutsch von der Bedienung, bekamen wir viel und lecker zu essen und waren am Ende satt und glücklich. Ich hatte Baguettes mit Ibericoschinken und der Namenlose hatte irgendwas fischiges. Wir haben dann den Kellner gefragt, was das für Fisch ist, er wusste es halt nicht auf Englisch, also hab ich ihm mein Handy zum googlen gegeben. Gato meinte er, aber da spuckte Google nur Katzenbilder aus 😀 Das war der Lacher des Tages. „What? Cat? Is it a cattail?“, fragte der Namenlose empört 😀 Der Kellner war kurz nervös, aber dann hat er gemerkt, dass er gegrinst hat und nicht wirklich geglaubt hat, dass das Katze war. Am Ende fand er auch ein passendes Bild bei Google und sokamen wir drauf, dass es Katzenwels oder sowas in die Richtung gewesen sein muss.

Zum Abschluss des Urlaubs gingen wir noch mal in den Bierkönig, wir ertranken uns noch ein T-Shirt (man braucht ja mal eins zum Wechseln ;)) und flogen am nächsten Tag wieder zurück nach Hause. Dieses mal nebeneinander und am Fenster 🙂 Bei mir aber dann leider mit beginnender Erkältung… ich hatte mich beim Namenlosen angesteckt. Der Hund hat sich auch gefreut, dass wir wieder da waren und ich hab dann über die restlichen Ostertage meine Erkältung auskuriert und frierend auf der Couch vor mir hin vegetiert, obwohl das Wetter ja so toll war. Tja, so ist das manchmal.

Unter dem Meer – 18.04.2019

Gesund wird man am besten, wenn man schläft. Also ließ ich den Namenlosen schlafen, bis er alleine wach wurde. Nach einem verhältnismäßig späten Frühstück sind wir dann zum Aquarium Palma gelaufen, das nicht weit von unserem Hotel weg war. Da es ihm nicht soo gut ging, haben wir mal was ohne viel Action gemacht.
Vor dem Aquarium stellten wir fest, dass es das Doppelpack-Ticket nur online gab. Zwei Erwachsene konnten so beim Eintritt 10% sparen. Die Schlange war eh unendlich lang, also kauften wir vor der Tür online das Doppelticket und konnten uns dann an der kurzen Online-Schlange anstellen. Ein Hoch auf das mobile Internet und die Abschaffung der Roaming-Gebühren 😉

Am Donnerstag war das Wetter nicht so berauschend. Es war bewölkt, windig und frisch, so dass viele Leute die gleiche Idee hatten wie wir… Oh man… Was ist denn da bloß im Sommer erst los?! Es war voll und laut, man schob sich von einem Aquarienfenster zum nächsten… Und es waren nicht die Kinder, die genervt haben! Sondern da waren einige Erwachsene, die scheinbar keine gute Kinderstube genossen haben. Da gabs welche, die sich echt schonungslos nach vorne gedrängt haben, dann ihr riesiges Tablet hochgehalten haben und minutenlang gefilmt haben, wie die kleinen bunten Fische da rumschwimmen…
Neben den vielen kleinen Becken mit Fischen aus den verschiedensten Regionen der Erde gab es noch eine „Jungle-Area“, mit einem angelegten Wasserfall, Schildkröten und Bananenpflanzen in ziemlich feuchtwarmer Umgebung. Beim Rausgehen standen zwei Mitarbeiter mit einem bunten Papagei, mit dem man sich fotografieren lassen konnte. Natürlich nicht mit der eigenen Kamera.
Am Ausgang konnte man die Bilder dann käuflich erwerben. Genauso wie die Fotos, die direkt am Eingang vor einer bunten Pappwand mit aufgemalten Korallen geschossen wurde.

Um halb 2 sollten die Haie im großen Becken gefüttert werden und natüüüüürlich strömte Himmel und Menschen dort hin um zuzusehen. Man kam kaum noch durch. Das Haibecken ist das tiefste Becken in Europa erstreckte sich über zwei Etagen in dem Gebäude. Wir liefen also erstmal an der Menschentraube vorbei, da hätten wir ja eh nichts mehr gesehen und gingen nach unten, wo Sitzkissen auf dem Boden vor dem Becken lagen und man dort sehr gemütlich das Treiben im Becken beobachten konnte. Wir konnten zwar die Fütterung von dort nicht sehen, aber das war jetzt auch nicht so schlimm.
Wir saßen da sehr gemütlich auf den Kissen direkt vor der Scheibe. Das blaue Licht war beruhigend, immer mal wieder schwommen Haie, Rochen und andere Fische an uns vorbei und eigentlich war das der perfekte Platz um zu beobachten. Und zack! war bestimmt ne Stunde vorbei.

Am Ausgang wird man noch durch einen Souvenir-Shop geführt, wo man alles mögliche kaufen konnte. Schmuck, Plüschtiere… So eine Plüsch-Muräne ist doch super 😀 In dem Shop wurden wir auf die „Mallorca-Perlen“ aufmerksam. Wir hatten die Tage vorher auch schon neben der Autobahn Werbung für die Perlen gesehen und ich dachte bloß, dass ich noch nie von Mallorca-Perlen gehört hab. Ihr??
Google erklärte uns dann, dass das künstlich hergestellte Perlen sind, die nicht mal aus Perlmutt bestehen. Interessant… ist uns nicht aufgefallen, als wir das letzte mal dort waren.

Abends waren wir wieder im Bierkönig, denn wir hatten gesehen, dass Tim Toupet auftreten sollte. Also hat sich der Namenlose mit Medikamenten gedopet und wir sind hin. Wo wir doch schon Mickie Krause verpasst hatten!! 😉 Wir hatten ja gelernt und waren pünktlich da und ich hatte noch tagelang einen Ohrwurm von… ah ja… also… wenn man nüchtern und im seriösen Alltag drüber nachdenkt, ist es schon ein bisschen assi 😉 Aber im Bierkönig war es lustig 😉
Wir sind dann auch mal auf die Idee gekommen zu fragen, ob man für 1 Liter Sangria auch ein T-Shirt bekommt, weil ich schon gern eins haben wollte 😀 hätten wir ja schon mal eher fragen können, aber wir dachten halt, das gilt nur bei Longdrinks, so wie es auf allen Schildern stand. Aber es galt eben auch für Sangria und so konnte ich mir doch ein T-Shirt holen, das ich auch gleich ganz stolz angezogen hab 😀

Mandarinen pflücken – 17.04.2019

Für heute war auch gar nicht so viel geplant. Dem Namenlosen ging es nicht so richtig gut, der hatte sich scheinbar irgendwo eine Erkältung eingefangen. Vermutlich im Flieger, es war nämlich wirklich richtig kalt auf dem Hinflug. Oder als wir in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken haben, da war es nämlich auch ganz schön windig und frisch im Schatten und er hatte keine Jacke an… Tztztz…

Wie auch immer. Wir fuhren einfach mal drauf los. Auf der Liste standen Caches an einer Bucht, an einer ehemalige Schule und an einer ehemaligen Ferienanlage.
Los gings Richtung Bucht in Cala Pi. Weil der Namenlose wieder ohne Navi fahren wollte, sind wir erstmal durch El Arenal gefahren. Eieiei… Hat mich ein bisschen an Los Christianos auf Teneriffa erinnert. Enge Straßen, hohe Häuser, unten Geschäfte oder Cafés oben Balkons. Irgendwann kamen wir raus aus dem Ort und es ging weiter. Immer mal wieder sind wir in einen der kleinen Küstenorte abgebogen um zu gucken. Überall wird da gebaut und wahrscheinlich werden das auch alles mal Ferienfinkas oder Hotelanlagen.

In Puigderrós haben wir uns auf einem noch unbebauten Grundstück an die Steilküste gesetzt und die warme Sonne genossen bevor wir dann weiter gefahren sind nach Cala Pi, wo ein Cache versprach, dass wir dort einen der schönsten Ankerplätze auf ganz Mallorca finden sollen. Und es sah auch wirklich ganz hübsch aus da. Wir ließen uns ein bisschen im Sand nieder und hörten zu, wie das Wasser sacht ans Ufer plätscherte. Wir beobachteten Leute, wie sie versucht haben möglichst perfekte Fotos zu machen. Aus den unmöglichsten Winkeln und in den unentspanntestens Posen. Wir haben ihnen mal einen Instagram-Account unterstellt, der noch ein paar Likes braucht 😉 Ach schlimm unsere Lästereien… Ich will ja schließlich auch schöne Fotos und keine schiefen und unscharfen Schnappschüsse 😉
Weiter gings danach Richtung Campos zu einer ehemaligen Schule, die später in ein Restaurant umgebaut wurde, aber jetzt leer steht. Apropos Restaurant, wir bekamen Hunger! Da wir schon mal in der Nähe waren, fuhren wir nach Ses Salines, wo wir vor drei Jahren schon mal gut gegessen hatten. Und was soll ich sagen?! Da standen Orangenbäume an den Straßen!!
Zuerst wollten wir dort in das gleiche Restaurant wie vor drei Jahren, dann haben wir aber überlegt, dass wir doch auch mal was neues probieren könnten und setzten uns in eine andere kleine Tapas Bar. Da aber niemand kam, um zu fragen, was wir essen wollen (wir waren uns auch nicht sicher, ob das überhaupt offen war. Drinnen war niemand zu sehen) sind wir dann doch wieder in das Restaurant von vor drei Jahren gegangen.
Dem Namenlosen gings dann richtig kacke und so sind wir anschließend wieder zurück zum Hotel gefahren, nicht ohne vorher zwei Früchte vom Baum zu pflücken. Es waren zwar keine Orangen, sondern Mandarinen, aber die waren sooooooowas von sauer… kein Wunder, dass die da einfach so rumstanden und nicht abgeerntet waren. 😀
Statt das saure Vitamin C zu essen ist der Namenlose dann lieber in die Apotheke gegangen, weil ich in meiner Reiseapotheke mal wieder alles hatte, außer das, was er brauchte bzw. wollte: Ibu oder Aspirin Complex. Tja… so ist es doch immer. Den restlichen Tag habe ich lesend, der Namenlose schlafend, verbracht. War auch mal ganz schön und das Buch war ohnehin sehr spannend.

Touristenfrust – 16.04.2019

Ein etwas verkorkster Tag war das…
Zuerst wollten wir zu den Quellen Ses Fonts Ufanes in Campanet. Was uns aber nicht bewusst war, war der Fakt, dass es sich nicht um „normale“ Quellen handelt, sondern um intermittierende Quellen, aus denen nur Wasser sprudelt, wenn es viel geregnet hat. Wir haben also nur das trockene Flussbett vorgefunden.
Dann sind wir auf einer ganz schmalen Straße weiter gefahren Richtung Pollença. Vorbei an vielen Finkas und Landgütern. Da fragt man sich doch immer, wieso man da wohnt… Oder ob man da überhaupt wohnt oder ob das nur an Urlauber vermietet wird. Man hat halt völlig seine Ruhe, aber es ist echt richtig am Arsch der Welt. Wenn man da mal einen Notarzt braucht… puh…

In Pollença war dann gleich mal wieder richtig viel los. Menschenansammlungen… alle wollten zur Carrer del Calvari, einer Treppe, die hoch zu einer Calvari-Kirche führt. Es sind 365 Stufen, für jeden Tag eine. Man soll beim Hochgehen das vergangene Jahr reflektieren und beim Runtergehen Ziele fürs neue Jahr setzen.
Ziemlich schlecht getimed waren wir genau zur Mittagszeit da und ausgerechnet der Dienstag war der wärmste Tag der Woche. Nicht, dass das bei 23 Grad viel ausgemacht hätte, aber in Pollença ging kein Lüftchen und es zeigte sich kaum ein Wölkchen am Himmel.
Wir sind also zwischen den anderen 4893 Touristen in der Sonne die Treppe hochgedappelt. Bis Stufe 100. Dann sind wir wieder umgekehrt 😉 Weg von der Plaça dels Seglars, wo die Treppe und somit das touristische Zentrum mit all den Schnickschnack-Läden beginnt, waren wir dann im Schatten der Gässchen auf der Suche nach was zu futtern. So richtig fanden wir nichts, also tranken wir bloß einen café con leche und fuhren nach Port de Sóller, um dort etwas zu essen.

Bei Kitchen Impossible war der Mälzer mal in Port de Sóller zum kochen und der Namenlose fand, dass das lecker aussah und wollte da essen.
Dort angekommen stellten wir aber fest, dass dieses Restaurant erst abends auf machte. Toll… hätten wir bloß vorher gegooglet. Also spazierten wir nur eine Runde durch den Ort, hatten aber auch hier keine Lust auf die überfüllten Restaurants. Hungrig fuhren wir nach Sóller, das war nicht so touristisch, aber leider gab es in der Bar, die wir uns ausgesucht hatten, nichts zu essen, weil die Bedienung an dem Tag alleine war. Neeeeeeeein!!!

Im Supermarkt um die Ecke holten wir uns ein Frust-Eis, verdrückten noch ein plattgedrücktes Schokobrötchen aus dem Rucksack und fuhren zurück nach Hause und warteten darauf, dass das Abendessen losging.

So ein Theater! – 15.04.2019

Der Montag war zweigeteilt. Am Vormittag fuhren wir nach Santa Maria del Camí. Eigentlich wäre es sinnvoll gewesen, hier am Sonntag hinzufahren, denn sonntags findet dort ein Markt statt.
Wir haben darüber zufällig vor ein paar Wochen einen Bericht gesehen und der Markt wurde als traditionell und schön beschrieben. Mit frischen Oliven, Wurst und und und. Und überall an den Ständen dürfte man probieren.
Warum wir trotzdem montags in das Städtchen gefahren sind? Weil sonntags der Stoffladen geschlossen hat 🤷🏼‍♀️😁

Als ich vor gut zwei Jahren angefangen hab zu nähen, hab ich diverse Nähseiten und Nähblogs durchstöbert und eine hat vom mallorquinischen Zungenstoff berichtet. Da hab ich noch gedacht, wie schade, dass ich noch nicht vorher schon genäht habe, sonst hätte ich mir im Jahr davor Stoff als Mitbringsel kaufen können.
Dieses Jahr bot sich also die Chance!
Vorab hatte ich Geschäfte gegoogelt, in denen man die bekommt und mich wegen der Preise fast auf den A…llerwertesten gesetzt… Aber die sind wirklich aufwendig herzustellen und es ist alles Handarbeit.
In dem Laden in Santa Maria del Camí wo wir jetzt waren, konnte man sich die alten Webstühle anschauen, auf denen die Stoffe gewebt werden. Die sind um die 100 Jahre alt und tun noch fleißig, aber sehr laut ihren Dienst. Was die Stoffe aber so teuer macht, ist nicht das Weben, das ist schnell gemacht. Es ist das Färben vorher und das Auslegen auf dem Webstuhl. Das ist natürlich ein Firmengeheimnis, das haben sie nicht gezeigt.
Fakt ist, dass die Fäden in unterschiedlichen Abständen eingefärbt werden und diese Färbung ergibt dann nachher beim spannen auf dem Webstuhl das Muster. Echt abgefahren! Also, nicht die fertige Stoffbahn wird bedruckt, sondern das Muster steht schon vor dem Weben fest!
Der Laden wo wir waren hatte nur kleine Webstühle, sodass es auch nur 70cm breiten Stoff zu kaufen gab. In den anderen Geschäften (ich glaube eins war in Pollença, das andere weiß ich nicht mehr), hatten sie die „Standardbreite“ 1,5m im Angebot. Aber so viel brauchte ich ja gar nicht.
Nach ein wenig rumstöbern und fasziniertem zuschauen, hielt ich also meine Tüte mit Stoff für eine Tasche in der Hand 😊

Weiter gings nach Norden Richtung Alcúdia. Als wir vor drei Jahren dort entlang gekommen sind, haben wir von der Straße aus ein riesiges Gebäude gesehen, das durch die Grafittis außen und das verwilderte Gelände von uns direkt als Lost Place identifiziert war. Auch damals wusste ich schon, dass dort ein Cache ist, aber irgendwie hatte ich den nicht eingeplant. Ziemlich blöd von mir 😄 Denn dieses Gebäude war richtig cool!
Das ehemalige Revue-Theater Es Fogueró Palace in Alcúdia wurde 1989 eröffnet und 1992 wieder geschlossen, weil es sich nicht gelohnt hat. Zur damaligen Zeit gab es nicht genügend Besucher, der Tourismus war in dieser Ecke von Mallorca scheinbar noch nicht so ausgeprägt… Das mag man heute kaum glauben 😉 Also wurde der Laden dicht gemacht und verfällt seit dem leider. Die Leute haben alles, was nicht niet- und nagelfest ist geklaut und entfernt, sodass dort tatsächlich nur noch der Rohbau steht. Aber was für einer!
Unten in den Kellerräumen war offenbar mal eine Küche und auch Garderobe für die Schauspieler. Vom Keller aus kam man nämlich auch auf und hinter die Bühne.
Für den Cache haben wir im gesamten Gebäude, auf den Tribünen und der Terrasse nach versteckten Zeichen gesucht, um die Finalkoordinaten für die eigentliche Dose zu ermitteln, was uns am Ende auch gelungen ist.

Hungrig fuhren wir nach Alcúdia aber da gab’s nix zu essen für uns. Der Strand war unglaublich weiß und schön, aber es war super windig und bereits vor Ostern total voll. Also fuhren wir nach Sa Puebla, einem „Wohndorf“ und suchten uns da eine Tapas Bar.
Ich hatte dieses Mal leider total daneben gegriffen, denn ich wusste nicht, dass die für den „mallorquinischen Eintopf“ Innereien verwenden. Also hab ich nur die Kartoffeln und Paprika rausgepickt und die Niere dem Namenlosen überlassen 🤢 ich habs mich dann abends am Buffet satt gegessen.

Weil es immer noch einigermaßen früh am Nachmittag war, sind wir noch ein bisschen durchs „Hinterland“ gefahren und haben die schöne Landschaft genossen. Wir waren auch immer noch auf der Suche nach einem Orangenbaum, aber alle waren nur hinter Zäunen und ich bin natürlich nicht aufs Grundstück gegangen, um eine zu pflücken.

Abends wollten wir es doch noch mal im Megapark versuchen. Dieses Mal war keine große Schlange davor und wir sind direkt rein gegangen. Es war laut und voll da drin, es waren massenhaft Tische aufgereiht, an denen massenhaft Leute standen mit 1-Liter-Biergläsern und Ballermannstrohhälmen… Ich war etwas erschlagen von den Eindrücken und bin erstmal reingelaufen, um mich zu orientieren. Ich war außerdem auf der Suche nach der Bar und vor allem einer Karte mit der Getränkeauswahl und den Preisen. Der Namenlose kam gar nicht hinterher, weil ein Typ ihn am Arm gepackt hatte und an einen Tisch dirigieren wollte. Aber das wollten wir gar nicht, bzw. wir wollten den Tisch selbst aussuchen und überhaupt einfach erstmal gucken. Ich hatte gar nicht kapiert, was der Namenlose mit dem Typen da zu schaffen hatte, er hat es mir erst draußen erzählt. Wir sind nämlich nach zwei Minuten wieder raus, weil der Typ so aufdringlich wurde und ihn an den Tisch zerren wollte und gesagt hat, dass wir gehen sollen, wenn wir nichts trinken wollen.
Total unverschämt. Wir hätten ja was getrunken, aber wir lassen uns doch nicht so rumschubsen! Vor allem wissen wir gar nicht, was das für einer war. Erst dachte ich, ein Türsteher, aber im Nachhinein denke ich, es war ein Kellner, der da auf Provisonsbasis arbeitet. Deshalb wollte der uns an diese bestimmten Tisch zerren und am Tisch besteht Konsumpflicht.

Also haben wir den Abend wieder im Bierkönig ausklingen lassen. Da gibt es nämlich auch Kellner, die dich beim reinkommen schon fragen, was man trinken will, weil die scheinbar ne Provision dafür bekommen, aber die lassen einen in Ruhe, wenn man sagt, dass man es noch nicht weiß.

Militärzone – 14.04.2019

Carpe diem! Ja, das machen wir, und so war es erst kurz nach 8, als ich schon lesend auf dem Balkon gesessen hab, dick eingemummelt, weil es recht frisch war, und gewartet hab, dass der Namenlose wach wird.

Wir sind heute wieder Richtung Santa Ponça gefahren. Von El Toro kommt man zu einer ehemaligen Militärzone auf diesem Landzipfel, die als Naherholungsgebiet genutzt wird und dort sind noch Bunkeranlagen vorhanden. Dort liegt gleich eine ganze Cache-Serie und zwei davon wollten wir uns anschauen.
Ausgerüstet mit Wanderschuhen und Trekking-Hosen, Taschenlampen, Wasser, Sonnencreme und ein paar Keksen, sind wir losgelaufen. Auf dem Schotterweg waren wir ganz froh, dass wir so festes Schuhwerk hatten.
Zuerst suchten wir den Zugang zu der Bunkeranlage. Ich hatte ein paar wenige Fotos vorher gesehen und war mir nicht sicher, ob ich da runterklettern möchte. Nicht die Dunkelheit hat mich nervös gemacht, sondern die Angst, dass da Spinnen sein könnten 😉
Als wir oben am Schacht standen, hörten wir unten schon Leute da drin. Das Runterklettern erwies sich mit den Wanderschuhen als eher schwierig, denn man hatte durch die dicke Sohle nicht so viel Gefühl. Aber es ging schon. Ich war zwar am zittern, weil mir plötzlich eine nicht gekannte Höhenangst bewusst wurde, aber ich kam heile unten an. Ich hoffte nur, dass wir da nicht wieder hoch mussten 😉 Der Zugangsschacht war doch relativ schmal, und zur Höhenangst kam auch eine leichte Beklemmung deswegen, aber unten im Tunnel wars dann ziemlich geräumig. Der Tunnel war recht hoch und breit. Und ein Luftzug wehte auch, also alles gut 🙂

Der Cache-Beschreibung folgend kletterten wir dann allerdings durch eine Gittertür in einen schmalen Stollengang. Da war dann doch gleich wieder ein leichtes Beklemmungsgefühl da. Aber wir fanden den Cache und gingen zurück. Dann stromerten wir durch die gesamte Tunnelanlage. Früher wurden da offenbar Granaten gelagert. Es gab Aufzugsvorrichtungen, an denen man die wieder zur Oberfläche befördern konnte. In anderen Räumen standen früher wohl mal Generatoren oder so. Es roch teilweise nach Öl. Ansonsten war da unten außer Grafitti nichts zur finden.
Nachdem wir alle Gänge abgelaufen waren, fanden wir einen bequemen Ausgang mit Treppe.
Wir zogen weiter auf dem Gelände und schauten uns noch einige Ruinen an, die da rumstanden. Alles Gebäude aus der Zeit des Militärs. Wir suchten den zweiten Cache, fanden auch den Zugang, der uns auch wieder in den Tunnel führte, aber den zweiten Cache haben wir nicht gefunden. Also sind wir wieder raus. Inzwischen hatten wir nämlich auch Hunger bekommen.

Wir fuhren nach Santa Ponça und suchten etwas zu Essen, aber dort standen nur Villen. Scheint auch eine eher noble Gegend zu sein. Sogar die Villa Colani haben wir zufällig entdeckt. (Goodbye Deutschland-Gucker kennen den Fürst von Sayn-Wittgenstein 😉)
Wir fuhren weiter, Richtung Strand und fanden auf der Suche nach einem Parkplatz auch ein Restaurant nach unserem Geschmack. Und wir wurden wieder nicht enttäuscht. Es war sehr lecker und günstig. Keine Touristenpreise, wie direkt an der Strandpromenade.

Dort haben wir aber trotzdem einen Kaffee getrunken bevor wir weiter gefahren sind nach Peguera, wo wir einen kurzen Blick auf Krümels Stadl und das Schwarzwald-Café geworfen haben 😄 kurz den medialen Voyeurismus befriedigen 😉

An diesem Abend waren wir mal nicht im Bierkönig, sondern sind in die andere Richtung gegangen, denn da gab’s ein Pub. Da haben wir einen Abend der Schottland-Tradition mit Bier und Cider gefröhnt 😊

Höhlen und Knochen – 13.04.2019

Bevor wir am Samstag zum Frühstück gegangen sind, gab es unseren traditionellen morgendlichen Balkon-mit-Meerblick-Urlaubskaffee 😊 Der Hängekorbsessel war echt perfekt dafür. In den hab ich mich verliebt, den will ich hier auch 😍

Der Plan für heute sah eine Tropfsteinhöhle und einen Lost Place, ein verlassenes kleines Häuschen, vor.
Wir fuhren gemütlich gen Norden und die Spanier haben ja teilweise Kreisel auf der Autobahn statt Auf- und Abfahrten. Und weil das Navi schon 5x gesagt hatte „Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen“ haben wir auch kurz vor Manacor die zweite Ausfahrt genommen, und das war versehentlich eine zu früh. Aber das war natürlich Absicht, denn so sind wir ein bisschen durch Manacor gekurvt und im Vorbeifahren hab ich eine Trabrennbahn entdeckt, an der wir dann kurz gehalten und ein bisschen zugeschaut haben, wie sie ein noch recht junges Pferd trainieren.

Weiter gings vorbei an Mandelbaumplantagen, die in den letzten Zügen der Blüte waren. Das sieht bestimmt wirklich schön aus, wenn das alles rosa ist!

Beim letzten Mal Malle mussten wir uns von gewissen Leuten belächeln lassen, weil wir uns ja nur die Touristenecken angeschaut haben. Palma, Es Trenc, Cap Formentor, Ballermann… Eben nur die Küste. Und überhaupt, Ballermann ist ja auch eine Zumutung. Man müsste doch auch mal durchs Hinterland fahren. Das Hinterland wär doch viel schöner.
Ach ja…
Also haben wir das dieses Mal gemacht. Von Manacor ging es durch kleine schmale Straßen, die durch halbhohe Steinmauern gesäumt waren. Es hat mich fast ein bisschen an Schottland erinnert. Auch die Schafe, die immer mal wieder zu sehen waren. Wir fuhren an unzähligen Orangen- und Zitronenplantagen vorbei und haben immer darauf gehofft, dass mal ein Baum so dicht am Zaun steht, dass man Orangen pflücken könnte, wenn sie über den Zaun hängen.
Wenn es keine Orangenbäume waren, dann Olivenbäume oder einfach nur weitläufige Wiesen, auf denen sattgelbe und hellgelbe Blumen blühten. Und das beste: es begegnete uns kaum eine Menschenseele.

Am Ende kamen wir an unserem Zielort an: die Coves d’Artà in der Nähe von Canyamel. Das ist eine große und imposante Tropfsteinhöhle. Aber natürlich wollten wir nicht in diese Tropfsteinhöhle. Wir sind Geocacher und ein Cache führte uns ca. 200m entfernt in eine kleine, versteckte Tropfsteinhöhle. Eine, die nicht touristisch erschlossen ist. Eine, für die man keinen Eintritt zahlt. Und eine, von der, abgesehen von Geocachern und wohl dem ein oder anderen Anwohner, vermutlich kaum einer weiß 😊
Vor dem Eingang hingen zwei große Spinnennetze, man kam aber daran vorbei in die Höhle, ohne sie kaputt zu machen.
Zuerst kam man in einen Vorraum der Höhle in der uns aber schon Tropfsteinformationen in rötlich und grünlichen Färbungen begrüßte. In dem Bereich war Tageslicht, denn es gab vom Eingang und von oben Lücken im Gestein.
Wie sahen uns um und fanden einen Zugang in den hinteren Teil der Höhle und da war es wirklich stockfinster! Wie gut, dass wir vorher extra zwei Taschenlampen gekauft hatten. Einmal haben wir die Lampen ausgemacht, weil wir kaum glauben konnten, dass hier einfach kein Licht vordringt, aber es war echt einfach nur dunkel! Weil ich immer wieder an „The descent – Abgrund des Grauens“ denken musste, haben wir die Lampen schnell wieder angemacht 😄
Wir standen also in einem großen, hohen Raum und und waren umringt von Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagnaten. Ehrlich, mir ist fast die Luft weggeblieben. Es sah einfach so schön aus, welche Formen auch dabei entstehen. Manche Säulen waren fast glatt, wie Eiszapfen, andere sahen aus, als wären sie aus einzelnen Elementen gestapelt.
Sicher ist das in der Höhle von Artà noch mal spektakulärer, weil die noch größer ist, aber diese kleine Höhle war schon der Hammer. Und wir waren da allein! Wenn man leise war, konnte man es überall tropfen hören. Ich hätte tausende Fotos machen können, aber im Schein der Taschenlampe kommt das alles gar nicht so raus!

Ziemlich beeindruckt haben wir uns irgendwann von dem Anblick losgerissen und haben in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken. In dem Wissen, dass wir gerade wieder ein kleines Abenteuer erlebt hatten 😉 aber für heute stand uns noch eines bevor, nämlich ein verlassenes Häuschen in der Nähe.
Davon gibt es echt viele auf Mallorca. Da stehen Rohbauten jahrelang leer, oder ganze Häuser verfallen über die Jahre und niemand kümmert sich. Ich frag mich dann, ob das niemandem mehr gehört… Auf jeden Fall ist dieses Häuschen schon so lange verlassen, dass sogar ein Schaf (?), das da gestorben ist bis auf die Knochen verwest war 😕 Armes Schafi… Naja. Wir haben Fliesen und Fenstergitter gezählt und am Ende den Cache auch gefunden.

Nach so viel Abenteuer hatten wir Hunger und sind nach Son Servera in die nächste Seitenstraße gefahren, wo eine kleine Kneipe war und wir uns einen wirklich kleinen Snack gegönnt haben. Ganz simpel Baguette mit Schinken oder Hähnchen, dazu Oliven. Das war echt lecker!
Eigentlich wollten wir dann nach Hause fahren aber der Abzweig nach Costa des Pins klang schön und entspannt. Also sind wir da noch hin. Ein ziemlich nobles Wohnörtchen. Große Villen mit sehr hohen und blickdichten Zäunen. Da will keiner zeigen was er hat 😉 Und überall große Pinien. Es war wirklich ganz ruhig und entspannt da. Am Ende des Ortes ist an der Steilküste ein Aussichtspunkt aufs Meer. An einem Zaun hängen unzählige Liebesschlösser. Ein bestimmtes haben wir gesucht, weil man mit den Daten die Koordinaten zu einem Cache ermitteln konnte, aber den Cache haben wir dann nicht gefunden. Aber egal. Schön wars da trotzdem.

Abends im Bierkönig haben wir uns dann darüber gewundert, wieso der Grundpreis von einem kleinen Sangria günstiger ist, als bei einem großen. Ja… Typisch ich halt 😄

Zurück an der Playa – 12.04.2019

Alle saßen pünktlich um 4:30 Uhr im Flieger, wir beide hintereinander am Gang wohlgemerkt, bereit zu starten. Eigentlich sollte es um 4:45 Uhr losgehen, worüber wir uns schon gewundert hatten, denn eigentlich ist bis 5 Uhr Nachtflugverbot. Und so war es auch, der Pilot hat dann durchgesagt, dass wir bis 5 Uhr warten müssen. Was sich aber noch länger verzögert hat. Ich glaube wir sind letztlich erst kurz vor halb 6 gestartet. Ich frage mich, wo morgens um 5 bei den ersten Flugzeugen schon eine Verspätung herkommen kann, aber gut, man nimmt es hin.

Irgendwann sind wir dann gelandet und als wir auf unsere Koffer gewartet haben, wär ich am liebsten schon wieder nach Hause umgedreht, weil ich mein Handy vergessen hatte. Ich wollte eigentlich offline sein im Urlaub. Zumindest bei Whatsapp. Aber Whatsapp kann man ja nicht ausschalten. Also hatte ich mein Diensthandy soweit vorbereitet und wollte das mitnehmen. Das hat ja auch sone tolle Kamera und ich wollte schließlich ein paar „schöne“ Fotos machen. Ich hatte alle Apps drauf geladen, die wir brauchen, alle Caches in Offline-Listen gespeichert und wäre somit nicht mal aufs Hotel-Wlan angewiesen gewesen. Auf dem Handy war kein Whatsapp, ich hätte also einfach meine Sim-Karte da reingesteckt und wäre offline gewesen, aber hätte auch online gehen können, ohne dass Whatsapp-Benachrichtigungen eingehen. Weil man guckt ja dann doch und liest es. Und antwortet dann doch…
Aber das Handy war nicht da. Toll. Ich hätt echt kotzen können! Mich hat das so aufgeregt, vor allem, weil ich extra noch dran gedacht hatte, das andere Ladekabel einzustecken. Und dann lass ich das Scheißhandy zu Hause liegen… Oh man… Super Start in die Woche also.
Dann haben wir den Pick-up-Point für den Shuttle zur Mietwagen-Station fast nicht gefunden, was mich dazu bringt, nächstes mal lieber wieder ein Auto direkt am Flughafen zu holen… Auch wenns teurer ist. Und in der Station gabs dann ein Auto mit ungefähr 60% vollem Tank, das wir auch ungefähr 60% voll wieder zurückgeben sollten.
What?? Entschuldigung, wir haben „voll zu voll“ gebucht, wir hätten das auch gern so… Wir sind schließlich überkorrekte Deutsche. Wir wollen das so, wie gebucht! 😉 Tja… is nich. Dem Vormieter haben sie wahrscheinlich noch ne Pauschale aufgedrückt, als er ihn nicht voll zurück gegeben hat, aber haben sich die Pauschale eingesteckt und verkaufen uns das Ding dann 60 zu 60, statt an der Tanke direkt nebenan (!) vollzutanken.
Oh man… Und noch dazu gabs einen Nissan Micra und ich dachte erst, das ist nicht wahr! Ich komme mir grad sowas von urdeutsch vor, wenn ich das so schreibe 😀 Aber dann hätten wir ja doch die Miniklasse buchen können und hätten knapp 100 Euro weniger für die Woche bezahlt. Aber es war ein neuerer Nissan Micra, der war nicht so nuckelpinnig, wie wir das beim Namen erst befürchtet hatten. Er hatte zumindest 5 Türen, so haben wir die Koffer besser reingekriegt.

Gegen halb 10 im Hotel angekommen, hieß es dann, dass wir um halb 11 ins Zimmer könnten, also haben wir die Koffer abgestellt und sind ein bisschen an der Promenade entlang und haben da in einer Bar einen Kaffee getrunken.
Zurück im Hotel wurden wir vertröstet, es würde noch etwas dauern. Ja… ist ja nicht schlimm. Aber wir hatten gleich gesagt, dass wir sonst auch einfach was unternehmen und sie müssen sich mit dem Zimmer nicht beeilen. „Nein, nein, um halb 11 ist es fertig!“ Ja, das wurde dann nix. Also haben wir in der Lobby rumgesessen, wurden allmählich richtig müde. Und aus der „halben Stunde“ wurde eine ganze und dann noch mal 20 Minuten und wir haben uns eigentlich ein bisschen geärgert, dass wir nicht direkt doch gesagt haben, dass wir nachmittags zurück kommen und dann unser Zimmer beziehen…

Na ja, aber im Zimmer war dann alles gut, es war sehr schön, ganz oben mit schönem Blick und geräumig, weil wir uns eine Juniorsuite gegönnt haben 😉 Weil wir jetzt genug rumgegammelt hatten, sind wir losgefahren Richtung Santa Ponça. Da waren wir nämlich beim letzten mal gar nicht, in der Ecke. Unterwegs sind wir durch ein „Wohndorf“ gekommen. So haben wir Orte genannt, in denen es (fast) keinen Tourismus gibt, weil man kein Meer sehen kann 😉 Son Ferrer hieß der Ort. Es war ganz nett da, aber da war auch echt nix weiter. Da wohnt man einfach nur. Und zwar wohnen da die Einheimischen. Zu wenig bling bling für die Touris. Genau richtig also für uns. Im Restaurant El Capricho konnte der Besitzer fast kein Englisch, Deutsch auch nicht und wir ja nur mehr schlecht als recht Spanisch 😉
Zur Siesta ist es da wohl ziemlich üblich, dass es in den Restaurants dann ein Menü gibt. Sowas wie den Mittagstisch. Man kann für zwei Gänge und ein Dessert aus jeweils drei oder vier Möglichkeiten auswählen. Da ich ja mein „richtiges“ Handy dabei hatte, konnte ich ja den Google Übersetzer benutzen. Das hat ganz gut funktioniert, wir hatten am Ende was leckeres zu essen und waren hinterher satt und zufrieden.
Anschließend waren wir noch schnell im Supermarkt und haben Wasser und Milch gekauft und sind dann zurück gefahren ins Hotel, wo wir erstmal einen Kaffee (mit Milch) auf dem Balkon getrunken haben, denn wir hatten eine Nespresso auf dem Zimmer und ich war schlau genug, unsere alte Packung Kapseln mitzunehmen, die zu Hause rumlag, seit wir unsere Nespresso ausgemustert haben.

Dieses Mal hatten wir im Hotel Halbpension gebucht, weil wir 1. nicht jeden Abend suchen wollten, wo wir was essen gehen und es 2. an der Playa jetzt auch nicht so die megaguten Sachen gibt 😉 Currywurst und Pommes oder Pizza ist ja mal nett, aber wenn man ne Woche weg ist, wärs ja auch schön, mal was vernünftiges zu essen.
Also haben wir ein bisschen Schlaf nachgeholt, sind dann relativ spät was essen gegangen, weil das Essen in Son Ferrer doch mehr und später war, als wir eigentlich geplant hatten, und wollten uns dann auf den Weg in den Megapark machen, denn zuuuuuuufällig hatten Mickie Krause da heute einen Auftritt! Um halb 9. Uiuiuiuiui 😀 Also wenn man schon mal da ist, kann man das ja ruhig mal mitnehmen. Ist bestimmt ganz witzig. Und halb 9… pf… als ober um halb 9 anfängt mit seiner Show!

Joa. Hat er aber. Es war schon ca. 21:15 Uhr als wir am Megapark ankamen, da war ne Riesenschlange davor und wir überlegten, ob wir uns da jetzt anstellen… Dann kam eine Mitarbeiterin und hat die Plakate vor der Tür gewechselt, für das Programm am nächsten Tag, die hab ich dann gefragt, ob Mickie Krause schon spielt. „Ja, der ist gleich fertig. Viertelstunde vielleicht noch.“ Und auf meine entsetzte Nachfrage, wieso der schon so früh angefangen hat, meinte sie nur „Bei uns immer pünktlich.“
Also Leute merkt euch das 😉 Wenn 20:30 Uhr auf dem Plakat steht, dann heißt das auch 20:30 😉

Also sind wir in den Bierkönig gegangen, haben da einen Sangria getrunken, oder vielleicht auch zwei, und waren schon um 23 Uhr zurück im Hotel und waren einfach geschafft von dem Tag.
Wir sind langsam zu alt, um morgens um 2 aufzustehen und dann den ganzen Tag durchzuhalten 😉

Freitags-Füller 17/2019

1. Ich warte auf den Musenkuss, ehrlich gesagt, um meinen Urlaubsbericht zu schreiben. Leider ist aktuell im Büro viel los, sodass ich das nicht nebenbei hinkriege 😉 Das hält auch nächste Woche noch an… Und zu Hause hab ich ehrlich gesagt keine Lust, mich an den Laptop zu setzen. Und am Handy tippeln? Puh… nee das ist mir zu klein.

2. Der Monatsabschluss steht vor der Tür, ausgerechnet diese und nächste Woche sind aber sehr beliebte Urlaubswochen. Ostermontag und 1. Mai sind Feiertage… man merkt es morgens auf der Straße, dass die Leute im Urlaub sind. Ich mag das ja eigentlich, weil dann normalerweise im Büro Ruhe ist. Aber was hier die letzten zwei Tage schon wieder aufgeschlagen ist… Das bringt den ganzen Ablauf durcheinander und ist natürlich wieder mal hyperdringend… Der Standard-Rest ist aber wenigstens unchaotisch, denn wir (und damit meine ich die „neuen“ Kollegen, die mir das neue Arbeitsgebiet zeigen) arbeiten sehr sorgfältig.

3. Drei Dinge auf meinem Tisch:
– meine Müslischüssel, die ich mir in der Töpferei im Dorf meiner Eltern gekauft habe. Es war B-Ware, denn die hat einen Fehler. Meine Mutter meinte damals, als ich sie gekauft hab, ob ich die will, die hätte doch eine Narbe. Das muss zu Ostern nach meiner Blinddarm-OP gewesen sein und deshalb hab ich nur gesagt „Na und, ich doch auch!“
– meine Wasserkaraffe, die noch nicht leer ist. Im Moment tu ich mich etwas schwer, meine 2 Liter am Tag zu trinken
– ein Lindt Joghurt-Ei mit Himbeer-Vanille-Füllung. Das lag in der Süßigkeitenschale im Büro und verschwindet gleich in meinen Mund 🙂
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4. Der Hund hat seit Montag wieder ihre Sommerfrisur, seit dem ist sie wieder etwas übermütig.

5. Was macht eigentlich die Sache mit der Ausstrahlung und Selbstliebe? Tja… ich hab zwei Blazer gekauft, die ich ab und zu anziehe, aber ich fühl mich nicht soooo wohl damit. Ist halt etwas steif und nicht so bequem. Aber sieht schon ganz gut aus. Jetzt brauch ich trotzdem noch mal ein paar neue Schuhe. Neulich hab ich „ich brauch dringend welche, ja, die gehen schon“-Schuhe gekauft, aber ich hatte sie erst 2x an. Ich hätt sie lieber nicht kaufen sollen. Und ansonsten bin ich dazu übergegangen, mich nicht mehr (so) runter zu putzen, wenn ich mich im Spiegel sehe. Vielleicht kann ich bald immer auch mal nette Gedanken für mich übrig haben.

6. Grad vorgestern lag da im Gemüseregal beim einkaufen schon Rhabarber rum und da lief mir gleich das Wasser im Mund zusammen, als ich an das eingekochte Kompott mit Vanillesoße gedacht hab. Vielleicht kauf ich nachher mal Rhabarber.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Würstchengulasch. Das könnte ich ja ständig essen und solange der Namenlose sich nicht angewöhnt, mir zu sagen, was er am Wochenende essen will, gibt es eben das was ich möchte 😉 Gleich muss ich also noch einkaufen, morgen habe ich geplant, Wildblumen auf dem Grünstreifen neben der Einfahrt auszusäen und Sonntag möchte ich nicht in Panik verfallen, weil am Montag die letzten 11 Unterrichtswochen vor der Prüfung anbrechen.!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr hier.

Malle is‘ nur einmal im Jahr

oleeee oleeeeeeeee und schallalaaaaaa!

Ich bin wieder da. Schon seit Samstag. Aber aus meiner Nase kommen Sachen, die wollt ihr gar nicht wissen. Heute bin ich wieder arbeiten, weil nämlich alle, die mich letzte Woche vertreten haben, diese Woche weg sind… Gestern bin ich zu Hause geblieben, aber heute geht es mir schon besser und der Alltag hat mich wieder.
Malle muss aber noch sacken und ich sehe, hier hat sich auch einiges getan. Daher vertage ich die Urlausberichterstattung auf später und lese erstmal bei euch nach.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, wie ich es dieses Mal mache. Sonst mach ich das ja immer tageweise. Dieses Mal überlege, ich, ob ich das themenweise mache… Natur auf Malle, Saufen auf Malle, Bunker auf Malle… 😉 mal schauen. Vermutlich mach ich es wieder tageweise, das ist für mich beim nachlesen nachher schöner, wenn ich das so geordnet habe. Und glaubt mir, ich lese das oft nach *herzaugensmiley*

ABC im April 2019

A wie ausgelaugt
Seit den letzten Ferien sind jetzt fast 13 Wochen vergangen. 13 Wochen, die vollgepackt waren mit Leben, Arbeit, Schule, Haushalt, Alltag, Gartenarbeit und sogar mit ein paar sozialen Interaktionen. Und ich muss wirklich sagen, es schlaucht und ich fühle mich richtig ausgelaugt. Ich bin so froh, dass wir wegfahren, denn Urlaub während der Namenlose arbeiten geht, ist alles andere als erholsam.

B wie bunte Eier
Ostereier wirds bei uns nicht geben. Ich hab das ab und zu schon mal gemacht, aber meistens bleiben die dann ewig liegen, keiner isst sie und am Ende werfe ich sie weg, weil ich mich dann ekle.

C wie Cortison-Salbe
Am Montag war ich shoppen, hauptsächlich, weil ich in die Apotheke wollte. Aber die Apotheke in dem Einkaufszentrum gibt es nicht mehr. Toll…
Ich brauch noch für die Reiseapotheke meine Cortison-Salbe, die ich immer auf meine Neurodermitis-Stellen schmiere, wenn sie schlimm werden. Aber dann hab ich überlegt, dass ich die noch nie im Urlaub gebraucht habe.

D wie durchtanzte Nacht
Am Samstag war ich mit drei Mädels aus dem Bibu-Kurs verabredet. Eine ist in der Woche vorher krank geworden, aber mit den anderen beiden bin ich abends losgezogen, nachdem wir Pizza gefuttert, gequatscht, gelästert und getrunken haben 😉 Wir sind in einen Club gegangen, die Musik war ganz gut, ich hab viel zu viel getrunken, aber irgendwie nichts davon gemerkt… Es hat echt viel Spaß gemacht und als ich irgendwann auf die Uhr geschaut hab, war es halb 4!!! Um 4 sind wir dann gegangen und um halb 5 war ich im Bett. Halb fünf!!!!
Schlauerweise hab ich noch vor dem Schlafen gehen 3 Gläser Wasser getrunken, so gings mir am nächsten Tag, abgesehen von der Müdigkeit, ganz gut 🙂

E wie Ende, Michael
Ich lese zum ersten mal Die unendliche Geschichte. Ich hab auch den Film noch nie gesehen!

F wie Frühjahrsmüdigkeit
Meine Frühjahrsmüdigkeit fällt dieses Jahr irgendwie schlimmer aus, hab ich den Eindruck. Vermutlich spielt aber alles zusammen: Stress, Zeitumstellung und dass es immer noch recht früh dunkel wird.

G wie Geocaching
Da der Urlaub vor der Tür steht, und wir da ja wieder cachen gehen, haben wir uns am Wochenende mal mit „Wherigo-Caches“ beschäftigt, die wir vorher noch nie gemacht haben. Bei uns in der Nähe ist einer, aber wir haben das noch nie gemacht, weil man dafür immer irgendwas runterladen musste und blabla… ich hab das immer nicht verstanden, wie das geht.
Neulich dachte ich aber, dafür muss es doch inzwischen eine App geben und Videos auf Youtube vielleicht… und so war es. Am Sonntag haben wir dann so einen Cache mal ausprobiert, haben verstanden wie es geht und können dann genau so einen Cache auch im Urlaub machen 😉

H wie Habit-Tracker
Seit dem 1.1. habe ich eine App, mit der man Gewohnheiten tracken kann. Das funktioniert bei mir tatsächlich ganz gut, weil ich eine Gewohnheit immer abhaken will 😉 Zum Beispiel bin ich seit Anfang Februar immer spätestens um halb 8 im Büro gewesen. Und bis auf 3 Tage hab ich jeden Tag gelesen. Auch wenns nur zwei, drei Seiten waren. Seit Mitte Januar halte ich mich auch an meine „maximal 30 Minuten Instagram am Tag“-Vorgabe.

I wie Intervallfasten
Seit Januar hab ich auch Intervallfasten ausprobiert und ich hab auch was abgenommen. Ich hab zumindest 2-3cm Umfang am Hintern verloren. Aber irgendwie ist es trotzdem nicht meins. Ich hab das 16/8-Fasten ausprobiert, dh. 8h Essen, 16 Stunden fasten. Die Schlafenszeit gehört in die Fastenzeit.
Ich hatte grundsätzlich kein Problem damit, erst ab 12 Uhr zu essen, aber es fiel mir die ganze Zeit total schwer, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das hat auch mit Habit-Tracker nicht funktioniert und ich hab das oft nicht eingehalten, sodass ich also kein wirkliches Intervallfasten gemacht habe, also lass ich das auch wieder sein und versuche mich einfach auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu besinnen, und mich von Zucker und Süßkram fernzuhalten.

J wie jammern
Nachdem ich den Eintrag jetzt fertig hatte, hab ich das ursprüngliche J durch jammern ersetzt. Weil es echt ein einziger Jammereintrag ist. Sorry dafür 😉

K wie Kosten-Leistungs-Rechnung
Am Samstag hab ich eigentlich KLR-Unterricht. Aber ich schwänze die Stunden, damit wir schon Freitag in den Urlaub fliegen können. Weil es Freitag einfach mal 400 Euro billiger war, als Sonntag zu fliegen.

L wie Lost Places
Für den Urlaub hab ich ein paar Caches rausgesucht, da sind auch wieder viele Lost Places dabei. Wir werden uns die Tage nicht so voll packen, wie beim letzten Mal, immerhin haben wir dieses mal mehr Zeit, aber ein paar Lost Places müssen sein! 🙂

M wie Motivationsloch
Im Moment bin ich so urlaubsreif und unmotiviert, dass ich seit 3 Wochen nichts gelernt habe! Ich hab mich vorher eigentlich immer 3x die Woche hingesetzt und hab was durchgearbeitet, abgeschrieben, gelernt… Seit 3 Wochen hab ich nichts mehr gemacht.

N wie nie wieder
Grad gestern haben wir uns vor dem Unterricht unterhalten, dass wir alle froh sind, wenns endlich vorbei ist. Die Chefin der einen meinte dann, sie soll sich doch mal gleich informieren, wie es mit dem Bilanzbuchhalter International ab Oktober aussieht. Unglaublich… Wir sind uns alle einig, dass wir nie wieder eine Weiterbildung machen 😉

O wie offline
Im Urlaub werde ich wieder so ziemlich offline sein. Ich hab ein Handy dabei, aber ohne Whatsapp, mal schauen, ob ich es im Flugmodus lasse, oder nicht. Aber zumindest gibts keine Mails und kein Whatsapp!

P wie Pausenbrot
Ich bin auch seit Wochen zu faul, mir ein Pausenbrot zu machen. Jedes mal, wenn ich mir in der IHK-Cafete was kaufen muss, ärgere ich mich über deren Preise… Aber selbst Schuld.

Q wie Quasselstrippe
Die eine Kollegin, die einem immer ne Kassette ins Ohr schiebt… Das ist auch die, die immer flüstert. Super ätzend! Ich weiß gar nicht, ob ich für die schon mal einen Namen hab. Aber Quasselstrippe trifft es auf den Punkt!

R wie Rasen
Die letzten Wochenenden haben wir mal wieder einiges im Garten gemacht, weil der momentan einfach scheiße aussah. Wenn alles wieder anfängt zu blühen, dann versucht man doch, es irgendwie schön zu machen… Mal schauen, ob wir dieses Jahr mal den Rasen hinkriegen… Die letzten zwei Jahre hatten wir Maulwürfe und Wühlmäuse, die alles umgegraben haben. Und vor allem haben wir sau viel Moos, Klee und Unkraut. Es ist halt auch leider ziemlich schattig und noch dazu Nordseite, sodass das mit dem Rasen echt nicht so leicht ist…

S wie Strand
Am Freitag! Endlich!

T wie Tolinohülle
Seit ich meinen Tolino habe, weiß ich jedes mal nicht, wie ich ihn einpacken soll, wenn ich in unterwegs dabei habe. Ich habe nämlich keine Hülle. Diese Cases finde ich blöd, und andere Hüllen waren einfach teuer oder hässlich. Oder beides. Jetzt habe ich letztens Filz gekauft und nähe einfach selbst welche. Eine für mich und eine für den Namenlosen.

U wie Unruhe
Wenn ich an die Prüfung und die wenige verbleibende Zeit denke, dann befällt mich eine Unruhe, die nicht mehr schön ist. Gerade auch, weil ich seit drei Wochen nichts mehr gelernt habe… Ich weiß, was ich noch alles tun muss… In Umsatzsteuer und internationale Besteuerung muss ich richtig aufarbeiten, in den anderen (Steuer)-Fächern ist es nicht so schlimm, aber trotzdem lückenhaft. Ich muss die Prüfungen durcharbeiten und die Besonderheiten rausarbeiten. Ich muss meine neuen Gesetzestexte präparieren… und ich habe Angst, dass mir die Zeit davon läuft.
Ich hoffe, ich kann im Urlaub wirklich abschalten.

V wie Vorabend-Check-in
Weil wir morgens um viertel vor 5 fliegen (was haben wir uns bloß dabei gedacht???), werden wir uns und unsere Koffer schon abends einchecken. Wir habens nicht weit zum Flughafen, da lohnt sich das, wenn man dafür morgens erst um 4 da sein muss, statt 3.

W wie Wasser
In letzter Zeit schaffe ich meine 2 Liter am Tag nur schwer…

X wie xxx
Ich mach drei Kreuze, wenn alles endlich rum ist!

Y wie Yay
Yay, nur noch 2 Tage arbeiten.
Yay, nur noch 5 Monate bis zur Prüfung, nur noch 4 Monate, bis die Schule vorbei ist. Das sind wegen der Sommerferien nur noch 10 reguläre Woche und eine Woche Repetitorium. Das bedeutet nur noch noch 33x Unterricht. Jetzt bloß nicht wieder unruhig werden…

Z wie Zähne
Ich glaube in letzter Zeit beiße ich im Schlaf meine Zähne sehr fest aufeinander. Morgens fühlt es sich jedenfalls so an. Ich bin auch echt unter Druck und kann mich echt nicht entscheiden, ob ich langsam einfach nur will, dass es vorbei ist, oder ob ich noch ein halbes Jahr länger bis zur Prüfung hab…

Freitags-Füller 14/2019

1. Ich genieße nicht sooo viel grad, um ehrlich zu sein. Grad ist es eher so, dass mich alles ziemlich nervt, mehr als sowieso schon. Das ist ziemlich schlimm, weil ich echt aufpassen muss, dass ich meine schlechte Laune nicht an allen anderen auslasse.

2. Ostern ist für mich nix besonderes. Es sind freie Tage, und ich freu mich darüber. Kein religiöser Hintergrund für mich. Dieses Jahr sind wir vorher auf Malle, aber wir kommen am Samstag zurück und müssen uns dann leider noch in den Einkaufswahnsinn stürzen, damit wir die zwei Feiertage nicht verhungern.

3. Das erste Grün draußen ist so zart und wird immer stärker.

4. Wenn ich einen Snack möchte, nehme ich üblicherweise das was gerade da ist.

5. Bei meinem letzten Kinofilm, „Nur ein kleiner Gefallen“, mußte ich wieder darüber nachdenken, dass Blake Lively ne geile Sau ist 😉 .

6. Wenn nur schon alles vorbei wäre...

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nichts weiter. Meine Ruhe, ne Tüte Chips und Schlaf. Ich bin einfach totmüde, irgendwie macht mir die Zeitumstellung doch etwas zu schaffen. Also nicht zu spät ins Bett, denn, morgen habe ich geplant, mit ein paar Bibu-Mädels feiern zu gehen. Das wird schlimm glaube ich 😉 Hoffentlich kann ich nach der Schule ein bisschen Mittagsschlaf machen 😀 Eigentlich wollten wir zu viert gehen, aber eine hatte die Woche Magen-Darm, die bleibt zu Hause. Soll sie auch mal lieber, ich möchte mich nicht so kurz vor meinem Urlaub vielleicht noch anstecken. Geplant ist, dass wir erst Pizza bestellen und ein bisschen vorglühen und dann bin ich gespannt, ob wir nicht um halb 12 zu müde sind, um noch irgendwo hin zu fahren! Wir werden sehen. Auf jeden Fall wirds bestimmt lustig und ich freu mich sehr! So,und Sonntag möchte ich hoffentlich keinen Kater haben, aber dann sinds auch nur noch vier Tage, bevor ich mich hoffentlich entspannen kann!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr hier.

Leseliste Februar/März 2019

Purple Sky von Lucia Vaughan

Zane McNamara hat das, wovon viele nur träumen: Eine glänzende Karriere, Geld im Überfluss und ein blendendes Aussehen. Doch hinter der schillernden Fassade lauern Dämonen, die ihn seit einem schweren Unfall verfolgen. Nie hätte er geglaubt, sich wieder einer Frau öffnen zu können, bis er der reizvollen Trish begegnet. Die charismatische Krankenschwester mit den türkisblauen Augen geht ihm sofort unter die Haut. Gleichzeitig ist sie ihm ein einziges Rätsel. Was steckt hinter ihrer Panikattacke, über die sie partout nicht sprechen will, und warum ist sie mit einem Mann liiert, den sie offenkundig nicht liebt? Als Trish nur knapp einer Entführung entgeht und um ihr Leben fürchten muss, legt Zane sich mit einem der mächtigsten Männer von Baltimore an – wohlwissend, auf welch gefährliches Terrain er sich begibt.

Ach ehrlich… es lohnt sich in der Regel nicht, 2-Euro-Ebooks zu lesen.

Totenfang von Simon Beckett

Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.
Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.
Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…

Als vor ein paar Jahren Die Chemie des Todes erschienen ist, war ich ziemlich gefesselt von den Thrillern um Dr. Hunter. Bei Totenfang war ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Seit Verwesung, dem vierten Buch in der Reihe, war ja jetzt doch ne ganze Menge Zeit vergangen.
Totenfang ist doch ziemlich actionreich, es passieren ganz schön viele gefährliche Sachen, die ich fast schon abstrus finde, vor allem in der Häufigkeit. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob auch die anderen Bücher so waren. Ich kann mich dunkel an ein paar Sachen erinnern… Also er entrinnt doch öfter mal dem Tod, der gute Hunter 😉
Dass jetzt so viel Zeit dazwischen lag, hat der Geschichte ein wenig einen Abbruch getan. Vieles, was in den vorhergehenden Bänden passiert, wird aufgegriffen und natürlich gibt es eine kurze Rückschau auf die Dinge. Aber wenn ich nicht vorher noch mal die Zusammenfassungen bei Wikipedia gelesen hätte, hätte ich das alles vermutlich nicht mehr so richtig einordnen können.
Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen, auch wenn das Ende mir dann doch ein paar Wendungen zu viel hatte. Das hatta ja schon fast was von Fitzek… *Augenverdreh* 😉
Der nächste Band, Die ewigen Toten, ist auch gerade erschienen. Mal sehen, obs da für mich weiter geht. Irgendwie muss ich ja bis zum nächsten Sebastian Bergman überbrücken 😉

Die Haarteppichknüpfer von Andreas Eschbach

In einer fernen Zeit … Schon seit je fertigen die Haarteppichknüpfer für den Kaiser Teppiche, die aus den Haaren ihrer Frauen bestehen. Von dem Erlös eines Teppichs kann eine ganze Generation der Knüpfer leben. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Welt, um dem Geheimnis der Haarteppiche auf den Grund zu gehen – einem Geheimnis, das alle Vorstellungskraft übersteigt.

Ich hab mich mal wieder an einen Eschbach gewagt. Und ich weiß auch dieses mal nicht so richtig… Das Geheimnis um die Haarteppiche (eigentlich ne ganz schön widerliche Vorstellung 😉 ) wird nach und nach aufgedeckt. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Person geschrieben, die mehr oder weniger ihren Teil zu dem Geheimnis und der Lösung beiträgt. Fast wie einzelne Kurzgeschichten. Zuerst geht es um einen Haarteppichknüpfer und seine Familie, dann um einen Haarteppichhändler, dann um die Passagiere eines Raumschiffs usw. Zwischendurch hat man Kapitel, die man so gar nicht einordnen kann, wo auch keine Personen benannt werden, aber am Ende… ja… wird alles aufgelöst und ergibt es alles einen Sinn.
Ich bin wohl einfach kein Sci-Fi-Fan… Und Eschbachs doch teilweise nüchterne Art ist auch nicht so meins.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Der gelöschte Tag

Wenn ihr mal einen Tag aus eurem Gedächtnis streichen wollt, dann nehmt eine Tavor 😉 Hilft ganz großartig!
Ich habe letzte Woche die Weisheitszähne gezogen bekommen. Nachdem mir vor etwa 15 Jahren gesagt wurde, dass sie drinnen bleiben können, solange sie keine Probleme machen, hatte ich halt einen Deal mit ihnen, dass sie mir keinen Stress machen, dafür dürfen sie drin bleiben 😉
Im Dezember war ich seit Jahren mal wieder beim Zahnarzt, die mir angeraten hat, sie jetzt aber doch ziehen zu lassen. Ich hatte einen oben links und einen unten rechts und das war leider genau das Problem: es stand hinten im Kiefer kein anderer Zahn gegenüber. Dadurch fingen die beiden Zähne an, über die Kaufläche hinaus zu wachsen, was in näherer Zukunft dann doch zu Problemen geführt hätte.

Im Februar war ich also bei einem Kieferchirurgen zum röntgen und zum Vorgehen besprechen. Die Zähne sahen gut aus, keine verqueren Wurzeln, sodass man sie unter örtlicher Betäubung einfach ziehen konnte. Keine OP notwendig. Falls es jemanden interessiert, die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Das wusste ich zB gar nicht.
Ich hab im Februar schon wie ein Häuflein Elend da gehockt und hatte Angst vor dem Ziehen. Bzw. nicht das Ziehen hat mir Angst gemacht, sondern die Spritzen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon heulend vor einem Arzt saß, weil ich eine Betäubung, eine Impfung oder Blut abgenommen kriegen musste… Ich hatte gehört, dass man für die Weisheitszähne eine Leck-mich-Tablette kriegen kann, aber die Frage danach war gar nicht nötig, sondern die Zahnärztin hat mir direkt gesagt, dass das geht.

Also saß ich letzten Mittwoch um halb 9 im Wartezimmer und hab eine Tavor genommen. Tavor ist angstlösend, sedierend, schlaffördernd und muskelentspannend. Hammerzeug!
Ich musste dann etwa eine Stunde warten, bis das Zeug richtig gewirkt hat. Ich saß im Wartezimmer und dachte erst, ich merk nix. Aber als ich aufgestanden bin, weil ich dran war, hab ich ganz schön geschwankt. Vom der Behandlung an sich kann ich mich nur an Bruchstücke erinnern. Ich hab trotzdem auf dem Stuhl geheult, als sie die Spritzen gesetzt hat, ich kann mich an einen Moment erinnern, wo es im Kiefer geknirscht hat, als sie den Zahn rausgedreht hat, ich kann mich erinnern, dass mich eine Helferin nach unten gebracht hat, wo der Namenlose mich abgeholt hat.
Ich weiß noch, dass wir dann in der Apotheke waren, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Medikamente bezahlt habe, geschweige denn, wie wir danach nach Hause gekommen sind. Angeblich waren wir sogar noch tanken. Am Nachmittag hab ich geschlafen und dann hab ich mich eigentlich ziemlich fit gefühlt und bin mit dem Hund eine Runde ums Feld gelaufen, aber ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht richtig erinnern. Ich hab danach sogar noch Brokkolicremesuppe gekocht, aber auch daran kann ich mich nicht richtig erinnern…
Also wirklich, richtig krasses Zeug, dieses Tavor…

Heute bin ich wieder arbeiten. Schön blöd auch, denn mir tut der Kiefer unten rechts immer noch weh. Oben links macht mir keine Probleme. Da piekst nur der Faden. Aber unten rechts… Ohne Ibu gehts noch nicht… Nachher fahr ich noch mal in die Praxis und dann ziehen sie mir hoffentlich die Fäden. Eigentlich wollen sie das erst am Mittwoch machen, aber die Fadenenden und Knoten pieksen mir von innen in die Wangen und das ist echt richtig unangenehm und die Stellen sind ganz wund.
Vielleicht kann ich dann auch anfangen wieder was ordentliches zu essen. Solange die Stellen aber wund sind, die Fäden pieksen und ich immer noch Schmerzen habe, bin ich da etwas vorsichtig. Aber so langsam kann ich die Obstquetschis mit Quark nicht mehr sehen…

Ostern auf Malle reloaded

Vor drei Jahren haben wir einen Malle-kompakt-Trip gemacht, als wir über Ostern 4 Tage dort waren. Damals haben wir, ganz entgegen unseres normalen Verhaltens, schon 2 Monate vor dem Reisetermin gebucht.
Dieses Jahr habe ich auch die Woche vor Ostern frei. Wegen der Schule geht es halt auch nicht anders, aber ich nehme nie wieder in den Ferien Urlaub 😉
Dieses mal haben wir das mit dem Urlaub buchen wie immer gemacht: 3-4 Wochen vorher. Sonntag haben wir also endlich Urlaub gebucht. Nachdem ich den Namenlosen fast dazu gezwungen hab!

Ich wollte jetzt endlich was buchen. Ich hatte mir auch eigentlich schon was rausgesucht, weil er es ja nicht geschafft hatte, sich zu äußern, wo er überhaupt hin will.
Erst war Ibiza im Raum. Dann Griechenland. Dann Kroation, Schottland und wieder Ibiza. Ich hatte dann was auf Gran Canaria rausgesucht, aber er wollte das nicht. Wie eigentlich immer, wenn ich was rausgesucht hab. Wozu mach ich mir die Mühe also? Kostet mich nur Nerven!
Sonntag hab ich ihn also nach dem Frühstück an den Schreibtisch gezwungen, weil wir sonst dieses Wochenende wieder nichts gebucht hätten. „Wir können auch drei Tage vorher last minute buchen.“ Jaaaa… können wir. Dann müssen wir aber nehmen was wir kriegen und vor allem wird es sicher nicht günstiger! So drei Tage vorher last minute können wir nächstes Jahr machen, wenn ich nicht auf Ferientermine angewiesen bin. Und außerdem wollte ich jetzt mal langsam einen Lichtblick haben.

Wir saßen also, haben ungefähr 3 Stunden lang gegooglet, gesucht, verglichen… ich hab mich aufgeregt, geärgert, rumgemotzt. Immer mal wieder fiel, dass das Hotel auf Malle doch so schön war und dass wir doch da noch mal hin könnten. Mir war es am Ende mal wieder herzlich egal, wo es hingeht. Ich wollte einfach nur wissen, DASS es irgendwo hingeht. Es wurde immer später, der Namenlose hat sich regelrecht in Trance gegooglet, ich war angepisst, dem Hund war langweilig, weil die das natürlich doof findet, wenn wir sie so lange ignorieren.
Letztendlich haben wir also das gleiche Hotel wie vor drei Jahren gebucht. Das war schön. Wir wissen, was wir kriegen. Malle war auch schön und wir haben ja in den 4 vollgepackten Tagen längst nicht alles gesehen. Im Megapark waren wir auch nicht, den Cache in Palma haben wir nicht gefunden. Es gibt noch ein paar Lost Places, die wir besuchen können, ein paar Höhlen. Und das Hotel hat jetzt einen Infinity Pool auf dem Dach 😀
Ich freu mich jedenfalls. Noch 24 Tage! (Und ich schwänze dafür den Samstag die Schule, weil es einfach mal 400 Euro teurer gewesen wäre, wenn wir erst Sonntag geflogen wären…)