Freitags-Füller 38/2017

1. Wenn ich heute endlich eine Stoffentscheidung getroffen habe, kann ich die Bestellung abschicken.

2. Puh, bis April hab ich keinen Samstag frei, abgesehen von den Ferien. Manchmal ist es besser nicht viel nachzudenken, sondern einfach weiter zu machen. Weiter, weiter immer weiter.

3. Ich muss daran denken, dass es nur zwei Jahre sind. Die gehen schnell rum.

4. Ich weiß immer nie, was ich kochen soll, deshalb gibt es oft das gleiche. Ich stöbere zwar immer mal hier und da aber wenn ich dann im Aldi stehe, weiß ich meistens trotzdem nicht, was ich kaufen soll. Der Namenlose äußert auch nie einen Wunsch, das macht es mir umso schwerer. Lasagne gibt es heute zum Abendessen.

5. Meine letzte Mail begann mit den Worten: „Wenn sie freigegeben sind, ja.“ Ich bin ein Fan von kurz und bündig. Wenn ich jemanden zuerst anschreibe, kommt natürlich ein Hallo sowieso, oder Sehr geehrte sowieso. Wenn ich aber eine kurze Rückfrage bekomme, spare ich mir die Schreiberei.

6. Abends lege ich meistens kaum meinen Kopf aufs Kissen und bin schon weg. Früher konnte ich nie so schnell einschlafen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Gläschen Wein und Lasagne, morgen habe ich geplant, nicht allzu müde dem Unterricht zu folgen und Sonntag möchte ich zumindest meine Zweitstimme verteilen. Die Direktkandidaten sind mir egal, die kenne ich alle eh nicht.!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

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Urlaub mal anders

Also so richtig Urlaub war das ja nicht, das muss man schon zugeben… zwei Kinder sind einfach so unfassbar anstrengend und ätzend! Und das sage ich über meine Neffen!

Meine ersten zwei Urlaubstage habe ich in Jogginghosen auf der Couch mit Lesen verbracht! Das war toll! Dann bin ich zu meiner Schwester gefahren und habe mal unbeabsichtigt getestet, wie schnell Udo ist. Die A4 war dreispurig und fast leer, da hab ich mal Gas gegeben und irgendwann bei 189 einen Blick auf den Tacho geworfen. Ups… Also ich hab das echt nicht gemerkt! Aber dann war ich wieder vernünftig und bin so um die 140 gefahren. Und im Tunnel wo nur 80 erlaubt war, bin ich schön mit Tempomat gefahren. Und ich den Baustellen auch. Das war super!

Dann war ich 3 Tage bei meiner Schwester, dann sind wir zusammen in den Urlaub gefahren und am dritten Tag dort bin ich wieder nach Hause gefahren und hatte dann noch 4 Tage (Donnerstag bis Sonntag) frei, in denen ich aber meinen ersten zwei Bibu-Stunden hatte…

Kurz hatte ich ehrlich gesagt überlegt, ob ich gar nicht mehr mitfahre in den Familienurlaub. Es wär auf jeden Fall erholsamer gewesen, denn das war der Urlaub definitiv nicht. Eigentlich bräuchte ich jetzt erstmal Urlaub vom Urlaub.
Der Große ist echt anstrengend. Wegen jedem Scheiß macht er Theater. Zähneputzen, Hände waschen, ins Bett gehen, alleine anziehen, Mittagsschlaf machen, weil keine Erdbeermilch da ist, sondern nur Kakao, weil nur Wasser oder Apfelschorle da ist, weil er nicht nach Hause will, weil er nicht mehr laufen kann… Echt, das nervt… Gleichzeitig tut er mir aber auch total leid, wenn er da sitzt und heult, weil Mama versucht sich durchzusetzen. In einer Situation hatte er seinen Bruder gehauen und war er oben in seinem Zimmer und meine Schwester hatte den Treppenschutz zugemacht, weil er oben bleiben sollte, es sei denn, er würde sich bei seinem Bruder entschuldigen.

Da saß er also oben auf der Treppe und heulte und mir tat es einfach nur furchtbar leid, weil ich glaube, er hat ihn gar nicht hauen wollen. Sondern er sieht bei uns, wie wir das kleine Moppi-Baby auf den dicken Windelpo tätscheln und er wollte das auch so machen. Nur dass das leider nicht so zärtlich ausgefallen ist und für die Eltern das eben aussah, als würde er den Kleinen hauen…
Also musste er nach oben, weil er sich auch nicht entschuldigen wollte. Ich befürchte nur, dass er überhaupt nicht verstanden hat, wieso er sich jetzt entschuldigen muss, und wir Erwachsenen nicht…
Ich hab das später zwar mit meiner Schwester besprochen, aber ich wollte mich da jetzt grundsätzlich auch nicht einmischen. Gerade nicht, wenn ich die Jungs ja nur so selten sehe und im Grunde nichts vom Familienalltag weiß und auch sonst nichts von seinem Verhalten mitbekomme…

Naja, trotz allem sind diese Wutjammer-Attacken echt anstrengend und wenn er nicht gejammert hat, dann eben der Kleine. Wobei der wenig jammert, das muss ich echt sagen. Selbst wenn er hinfällt, oder vom Großen eins überkriegt, heult der nicht so schnell. Nur nachts. Und dann ist er morgens um halb 7 wach und quietscht dann halt rum.

Ich hab die Nächte mit dem Großen in seinem Zimmer geschlafen. Es gibt ja kein Gästezimmer mehr, und wenn ich alleine komme, kann ich ja auch im Bett vom großen schlafen, aber vielleicht nehme ich nächstes Mal doch lieber die Couch unten im Wohnzimmer. Der Große macht nachts Geräusche und der Kleine heult öfter und ist zeitig wach, sodass ich keine wirklich erholsamen Nächte hatte. Im Urlaub hab ich dann auch mit dem Großen in einem Zimmer geschlafen, da gabs nur zwei Schlafzimmer mit Doppelbetten und da lag er in beiden Nächten mehrmals halb auf mir drauf, weil er sich durchs ganze Bett dreht…

Ich muss gestehen, ich war froh, als ich endlich zu Hause war. Ich liebe meine Neffen, aber das mach ich nicht noch mal. Erst wenn sie beide größer sind, durchschlafen und man keine Angst mehr haben muss, dass sie nachts aus dem Bett fallen.

Na ja, aber ansonsten war es schon wirklich schön. Ich habe in Winnie Pooh-Bettwäsche geschlafen, mir eine Jogginghose genäht, gesoffen, gefressen und sogar schon meine Kastanie gefunden. Dann habe ich mich in der Glasboden-Seilbahn amüsiert, einen Hubschrauber mit Gesicht gesehen und keine Einhorn-Cornflakes gekauft. Und als ich wieder zu Hause war, hab ich mich endlich endlich endlich über Harry Potter und die Zusammenfassung für Einsteiger gefreut und als Überraschung hab ich vom Namenlosen die hässlichste Zuckertüte bekommen, die er finden konnte 😀 gefüllt mit allem, was man so brauchen könnte 😉

Die vier Tage, die ich dann noch zum Ausruhen hatte, waren auch nicht übermäßig erholsam, denn der Namenlose steht ja trotzdem auf und geht arbeiten. Und irgendwie kriegen Männer es einfach nicht hin, morgens leise zu sein… Klar, ich kann weiterschlafen, wenn er die Wohnung verlassen hat, aber bis dahin bin ich wach *Augenroll* und Samstag musste ich ja genauso aufstehen, wie sonst unter der Woche, weil ich meinen ersten Samstagsunterricht hatte.

Donnerstag Abend hatte ich meine erste Unterrichtseinheit. Das war ja erstmal nur ein Einführungsblabla. Kennen lernen usw. Wir sind 22 Leute zwischen 23 und Ende 40, 4 Männer, Rest Frauen. Über die Hälfte ist zwischen 23 und 26, ein paar sind über 40 und ich hänge da dazwischen. Keiner kommt aus meiner Stadt, alle nur aus dem Umkreis, und keiner ist so richtig in meinem Alter… Aber gut, als erstes war mir zumindest wichtig, dass alle nett sind und das sind sie soweit. Da ist keiner dabei der einen unsympathischen ersten Eindruck gemacht hat und das Kennenlernen kommt ja mit der Zeit. Aber ich muss auch zugeben, dass ich mir erhofft habe jemanden aus meiner Nähe und in meinem Alter zu treffen.

Tiefgaragenmachtkampf

Normalerweise bin ich ein Mensch, der nachgibt und ausweicht. Wenn mir auf der Straße Menschen entgegen kommen, bin ich immer die, die ausweicht. Aber die meisten Menschen weichen auch aus. Meistens ist es eine stille Übereinkunft, dass man ein Stückchen nach rechts geht, so dass man aneinander vorbei gehen kann. Aber das machen nicht alle Menschen. Manche Leute bleiben einfach stur auf ihrer Linie, weichen keinen Millimeter und haben noch dazu auch die entsprechende Ausstrahlung, die schon von weitem sagt „mach Platz, hier komme ich!“. Solchen Menschen weiche ich aus und ärgere mich hinterher, dass ich wieder die war, die nachgegeben hat. Dass ich nicht auch mal meinen Standpunkt vertrete. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Heute morgen war mein Lieblingsparkplatz und meine zwei Ausweichplätze daneben schon besetzt, also bin ich eine Runde in der Tiefgarage gefahren, um mich auf die andere Seite zu stellen.
Da kam mir auf einmal ein VW-Bus entgegen. Den kenne ich, der steht immer auf einem der Parkplätze, wo ich jetzt hin wollte. Und er nimmt den kurzen Weg dort hin und fährt entgegen der Einbahnstraße in die Tiefgarage rein.
Nun standen wir uns also gegenüber und haben uns versucht durch Zeichensprache zu verstehen zu geben, wo wir hinwollen. Ich wollte auf diesen einen Parkplatz. Auf genau den wollte der Typ offenbar auch und sah sich im Recht, weil er ja schon davor stand und ich ihn ja jetzt blockiert habe. Aber dieses Mal hab ich nicht nachgegeben. Ich stand schon zu weit im Weg, als dass der Typ auf meinen Parkplatz rauf gekonnt hätte. Und ich bin nicht davon abgewichen, dass ich auf genau diesen Parkplatz will. Ich hätte auch auf einen anderen gekonnt. Ich hätte meinem Naturell entsprechend einfach in einen anderen Parkplatz einparken können, aber weil ich weiß, dass mich das wieder geärgert hätte, bin ich heute stur geblieben, bin langsam vorwärts gefahren, habe ihm noch mal zu verstehen gegeben, dass ich auf genau diesem Parkplatz einparken werde, noch dazu, dass das hier eine Einbahnstraße ist und dann hat er nachgegeben.
Das war mir ein Fest 😉

Kastanienbewegung 2017/2018

Also, wenns losgeht mit der diesjährigen Kastanienbewegung, sagt mir bitte bescheid. Ich bin vielleicht etwas früh dran, aber eine Kastanie habe ich heute vor der Feuerwehr gefunden. Eigentlich ist es die dritte. Die ersten beiden hat mir mein großer Neffe abgeluchst.
Kastanien sind ja immer so das untrügliche Zeichen dafür, dass der Herbst da ist… Und so ist es. Morgens ist es schon so frisch dass alles draußen nass beschlagen ist, die Blätter werden schon gelb und die ersten sind auch schon runter gefallen. Tagsüber kanns noch sehr schön sein und so warm, dass man ohne Jacke gehen kann, aber wenn abends immer früher die Sonne untergeht und es kalt wird dann weiß man, der Sommer ist vorbei.
Kastanie #3 ist jetzt in meiner Jackentasche und wird dann in den Wintermantel umziehen, wenns richtig kalt wird.

24.09.2017:
Als wir heute durch die Stadt geschlendert sind, habe ich ein paar Kastanien gesehen und noch eine fürs Auto mitgenommen (ohne Foto) und prompt sehe ich heute auch den entsprechenden Eintrag von Theo: http://theobromina.de/100prozentig-selbst-erlebt/2017/09/24/na-endlich-kastanienbewegung-201718/
Der Herbst ist da!

Freitags-Füller 35/2017

1. Jetzt kann ich gleich ins Wochenende gehen. Ich bin für heute durch. Noch mal durchgehen, ob ich was vergessen habe, und dann ab nach Hause.

2. Ich hab gar keinen Wetterbericht gehört, vielleicht wird es ja am Wochenede noch mal schön. Nichts ist unmöglich.

3. Es macht Spaß schon wieder ins Potterversum abzutauchen. Heute verschmilzt Fiktion und Realität.

4. Neben dem Autokauf und dem Beginn des Bilanzbuchhalters, kann ich sagen, mein Neffi-Urlaub nächste Woche wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich mal wieder wo die Zeit hin ist… Gibts nicht auch irgendein Buch oder einen Film wo es irgendwie um verlorene Zeit geht?.

6. Das Essen diese Woche war insgesamt ziemlich gehaltvoll… Es Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spielgelei, vorgestern hatten wir eine Wurst-Gemüse-Pfanne mit Schmand, gestern gabs Kartoffel-Bohnen-Salat mit Putenbrust und Tomaten-Schmand-Soße… na ja, aber das war es wert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf indisches Essen, morgen habe ich geplant, Wäsche zu waschen und Sonntag möchte ich Blätterteigschnecken mit Nutella essen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

„All was well.“

Heute ist „Neunzehn Jahre später“. Heute endet das letzte Harry Potter Buch. Mit einem Epilog, der einen Ausblick auf genau heute enthält. (Und heute beginnt das 8 Buch, aber das gehört nicht dazu. Nein, nicht!)
Ich weiß noch wie aufgeregt ich damals vor 10 Jahren war, als der letzte Band endlich rauskam und geliefert wurde. Es war genau vor 10 Jahren und 6 Wochen, als es morgens um kurz nach 7 klingelte. Ich hatte ja so gehofft, dass mir das Buch um Mitternacht zugegestellt wird 😀 aber gut, es war kurz nach 7 und ich wohnte damals im obersten Stockwerk des Studentenwohnheims und die Post hat immer nur unten bei allen geklingelt und alle kamen runter um ihr Paket abzuholen. Ich fuhr also mit dem Fahrstuhl runter und unterwegs stieg noch jemand mit ein. Aaaaaah, wieso muss der Fahrstuhl noch anhalten?! „Hast du auch das neue Harry Potter Buch bestellt?“, hab ich das Mädel freudestrahlend, vor Aufregung fast hüpfend und mit glänzenden Augen gefragt. „Äh nee…“, hat sie super skeptisch geantwortet 😀

Ich war so aufgeregt, ich konnte es kaum abwarten das Buch auszupacken! Ich riss vorsichtig die Verpackung auf und hielt es kurz ehrfürchtig in den Händen, habe den Umschlag bewundert und dann erstmal auf die letzte Seite geblättert, weil ich es nicht ertragen hätte, unter dieser Spannung das Buch zu lesen. 😀
Achtung Spoileralarm (es soll ja tatsächlich diese seltene Spezies von Menschen geben, die Harry Potter noch nicht gelesen haben… unvorstellbar!!)

The scar had not pained Harry for nineteen years. All was well.

Guuuut, als ich wusste, wie es ausgeht, mehr oder weniger zumindest, war ich zufrieden und konnte in Ruhe anfangen zu lesen.
Kurz vor Schluss wurde ich dann richtig wehmütig, weil ich nicht wollte, dass es zu Ende geht. Am liebsten hätte ich es gar nicht zu Ende gelesen, um diese Welt aufrecht zu erhalten… Und dann kam diese Epilog am Ende und dachte nur, wie scheiße ist das denn bitte??

Neunzehn Jahre später…

20 Jahre ist es nun her, dass der erste Band rausgekommen ist. Er kam raus, als Harrys letztes Schuljahr begann. Ich sag nur „I open at the close.“ Jaja… Verschwörungstheorien gibts auch bei Harry Potter 😉
Aber im Ernst: wie grandios ist das denn bitte? Alles? Diese Komplexität in der gesamten Geschichte, wie sich am Ende alles auflöst, wie durchdacht das alles ist!

In Deutschland begann der Hype ein wenig später. Und ich glaube bei mir selbst auch erst 2000. Meine Schwester bekam zum Geburtstag und Weihnachten die ersten vier Bände geschenkt. Ich müsste sie glatt mal fragen, wie das überhaupt kam. Ich hatte den Hype schon aus Prinzip satt 😉 Konnte mich dann aber doch nicht verwehren und habe heimlich das erste Buch aus ihrem Zimmer geholt, als sie mal nicht da war.
ich war so eingetaucht in die Welt von Harry, dass es nicht lange gedauert hat, und ich sie fragen musste, ob ich den zweiten Band schon lesen dürfte, noch bevor sie überhaupt mit dem ersten Buch fertig war. Erfreut war sie darüber nicht, aber gelassen hat sie mich dann trotzdem 😉 und ab dem 5. Band habe ich sie dann auf Englisch gelesen, weil ich nicht auf die deutsche Übersetzung warten wollte.

Tja, und nun bin ich immer noch total fasziniert von Harry Potter. Vor zwei Wochen bin ich mit dem englischen Hörbuch fertig geworden und bei den letzten Kapiteln war ich wieder richtig wehmütig. Wie damals beim Lesen. Und angespannt war ich, obwohl ich ja wusste, wie es ausgeht 🙂
Die Faszination geht so weit, dass ich letztes Jahr in Schottland Tränen in den Augen hatte, als der Hogwarts-Express über diese Brücke gefahren ist.
Ich möchte auch unbedingt mal nach London in die Harry Potter Studios, ich will auch noch mal zum Bahnhof King’s Cross. Ich war vor 13 oder 14 Jahren schon mal da und habe das Gleis 9 3/4 gesucht, aber nicht gefunden. Denn die Wand zwischen den beiden Bahnsteigen gibt es nicht! Für die Touristen und Fans wurde in der Halle des Bahnhofs ein Fotopunkt eingerichtet. Dort hängt ein Schild Gleis 9 3/4 und darunter ist ein halber Gepäckwagen und es sieht aus, als wäre der schon halb durch die Wand verschwunden 🙂

Ja… Harry Potter ist der absolute Oberhammer!

After all this time?
Always.

Alltäglicher Einheitsbrei

Heute zieht sich der Tag wieder wie Kaugummi. Jetzt ist es wenigstens schon halb 3, aber vor gefühlt 10 Stunden war es erst 12… Normalerweise vergeht die Zeit ja immer wie im Flug. Ich stehe auf, ich arbeite, ich blogge nicht, ich gehe nach Hause. Ich stehe auf, ich arbeite, ich blogge nicht, ich gehe nach Hause. Ich stehe auf… Ihr versteht das Prinzip…

Normalerweise denke ich montags immer, wie schlimm es ist, dass das Wochenende rum ist und dass eine neue Woche bevor steht, ich schleppe mich weiter und auf einmal ist dann schon Mittwoch und Freitags schreibe ich den Freitags-Füller und denke jedes mal „Mein Gott, es ist schon wieder Freitag, wie schnell die Woche wieder rumgegangen ist!“

Ich habe momentan einfach nichts zu erzählen, daher verschwimmen die Tage, es ist alltäglicher Einheitsbrei, und meistens ist auch an den Wochenenden nicht so viel los, so dass ich mir hinterher immer vorwerfe, die Zeit irgendwie verschwendet zu haben.

Letzten Samstag ist der Namenlose mal wieder sehr früh wach geworden und ist arbeiten gegangen. Ich bin dann auch aufgestanden und habe mein Kleid fertig genäht. Obwohl ich ja eigentlich „nur noch“ den Rock an das Oberteil nähen musste und Träger flechten und einfädeln musste, hat mich das ganze dann doch 3 Stunden gekostet. Denn so „nur noch“ war es nicht. Aber ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen 🙂
Am Sonntag hatten wir meine Hochszeitsfreundin mit Mann und Kind zum Kaffee eingeladen. Auf dem Spaziergang zum Esel und den Schafen um die Ecke, was die Kleine total super fand, hab ich das Kleid dann gleich mal ausgeführt 🙂

Jetzt muss ihc noch 3 Tage arbeiten (und den Rest von heute) und dann habe ich erstmal knapp zwei Wochen Urlaub. Das ist irgendwie noch so unwirklich für mich, wahrscheinlich weil der Namenlose nicht frei nehmen kann… Ich bin dann zwei Tage zu Hause, fahre dann zu meiner Schwester und wenn ich zurück komme, geht der Bilanzbuchhalter los.

Vielleicht habe ich dann wieder mehr zu erzählen, aber vermutlich habe ich dann weniger Zeit zu erzählen 😉

Freitags-Füller 34/2017

1. Heute könnte sich für mich doch noch ein kurzer Urlaub ergeben. Der Namenlose kann nämlich diesen September nicht weg, aber ich muss meinen Urlaub trotzdem nehmen und das würde ich gern noch, bevor die Weiterbildung los geht. Also fahr ich drei, vier Tage zu meiner Schwester, und weil die auch noch in den Urlaub wollen, fahr ich drei Tage mit und dann nach Hause, während die vier noch ein paar Tage länger bleiben.

2. Es heißt, im Sommer soll(te) ein Rewe im Einkaufszentrum eröffnen. Heute hätte ich grad mal überlegt, dort hin zu fahren, weil ich noch in den Idee-Laden wollte und ne Kordel kaufen wollte, dann wollte ich vielleicht mal nach neuen Oberteilen schauen und dann hätte ich direkt in den Rewe gehen können… Die Ankündigung hängt da schon seit Monaten, aber letztens war der Rewe immer noch nicht offen.

3. Bald können wir die letzten Harry Potter Filme gucken. Am Wochenende werde ich endlich endlich endlich meine „Zusammenfassung für Einsteiger“ 😉 in Druck geben, dann kann der Namenlose das lesen und dann können wir die Filme gucken. Den letzten Teil habe ich auch noch gar nicht gesehen!.

4. Es ist nicht immer leicht für mich, mit anderen Menschen. Ich steh zB auch nicht so auf Nähe zu Fremden. Und nur weil ich jeden Tag mit den gleichen Leuten im Büro sitze, sind die nicht „unfremd“ für mich. Wenn ich also mit jemandem rede, hab ich gern meinen Komfortzonen-Abstand zu dem. Wenn der einen Schritt auf mich zu macht, mach ich einen zurück. Blöd wenn der das aber nicht rafft und mir dann hinterher läuft. Da könnt ich...

5. Berlin verbinde ich mit sehr zwiegespaltenen Erinnerungen und Gefühlen.

6. Vor langer Zeit hatte ich Freunde, die ich dann aus den Augen verloren hab, bzw. wo der Kontakt fast komplett eingeschlafen ist. Neulich hab ich mich bei einer von ihnen gemeldet, weil ihre Tochter 1 Jahr alt wurde. Ich finde es unglaublich schade, dass wir kaum noch Kontakt haben, aber aus den Augen aus dem Sinn. Da ist leider einfach was dran.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein paar Folgen White Collar, morgen habe ich geplant, mein Kleid nicht aufzutrennen sondern fertig zu nähen, so schlimm kann es nicht sein, dass ich die Futter-Teile vertauscht hab und Sonntag möchte ich vielleicht meine Hochzeitsfreundin zum Kaffee einladen!

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Freitags-Füller 33/2017

1. Nach welchen Kriterien entscheidet mein Kopf eigentlich, ob er konzentrationsfähig ist, oder nicht?! Die letzten Tage waren schon wieder super ätzend, was das anging. Jedes kleine Geräusch bringt mich aus der Konzentration und irgendwann zur Weißglut. Da knistert zum Beispiel die Lampe, die eine Tastatur klingt wie eine Schreibmaschine aus den 20er Jahren, ein Kollege trommelt mit den Fingernägeln auf dem Tisch, ein anderer räuspert sich im Minutentakt...

2. Manchmal ertrage ich sowas leichter, aber grad scheine ich wieder eine Phase zu haben, in der es mich einfach nur tierisch nervt und ich habe deshalb heute wieder Kopfhörer dabei und höre Musik.

3. In meinem Bett wars so schön gemütlich und warm. Wär ich da bloß geblieben.

4. Ich hätte meine Karte für den PC „vergessen“ können und wäre dann nach Hause gefahren um „home office“ zu machen, wie die Kollegin gerade. Ich frage mich, wie sie dann überhaupt reingekommen ist, denn die PC-Karte ist auch gleichzeitig Gebäudezugangskarte. Aber schön für sie, ein Tag länger Wochenende, das hat sich doch wieder mal richtig gelohnt.

5. Anstatt sich auf das Schöne, Positive zu konzentrieren denke ich viel zu oft darüber nach, welche Vorteile andere sich dauert erschleichen und wozu ich zu dummehrlich bin.

6. Eigentlich könnten wir auch mal wieder schön ins Restaurant essen gehen am Wochenende. Haben wir länger nicht gemacht. Und einfach so, auch ohne Anlasse, ist das doch mal ganz nett.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf hoffentlich Info von meiner Schwester, dass ich in zwei Wochen ein paar Tage zu ihr kommen kann, morgen habe ich geplant, mit dem Namenlosen Pizza zu machen und Sonntag möchte ich mal wieder das Unkraut im Garten beseitigen. Wieso wächst das bloß so schnell?!

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12 von 12 im August 2017

Nachdem ich heute früh mit wieder um kurz vor 8 wach war, der Namenlose aufgestanden und arbeiten gegangen ist, hab ich fast zwei Stunden im Bett mit Youtube-Videos verbracht. Da kommt man aber auch echt vom hundertsten ins tausendste. Danach hab ich meine Mails gecheckt und mich über eine Nachricht von Kristinsch gefreut, die mich aber dann noch eine halbe Stunde im Bett gehalten hat 😁

Nachdem ich mich dann darüber geärgert hab, dass mein Paket seit Donnerstag irgendwo rumliegt, und nicht ausgeliefert wird, hab ich überlegt, ob ich die 12 von 12 heute nur aus Screenshots gestalte.

Als nächstes gab’s Potty. Nur noch fünf Kapitel dann bin ich leider durch 😦

Zum späten Frühstück gab’s dann Pfannkuchen

Und an der Stelle musste ich dann mit den Screenshots aufhören, sonst hätte ich euch das vorenthalten müssen.

Später sind wir auf die Idee gekommen, ins Einkaufszentrum zu fahren. Sonst hätten wir den ganzen Tag faul auf der Couch gelegen. So waren wir im Buchladen und Saturn stöbern, aber haben nichts gekauft. Außer Börek.

Im Saturn bin ich auf ein Relikt aus Urzeiten gestoßen 😉 unglaublich, dass es sowas noch gibt!

Wieder zu Hause hab ich endlich dran gedacht, diese Packung zu fotografieren. 😀

Dann gab es den kleinen Snack, der sich aber ehrlich gesagt nicht gelohnt hat…

Dann hat der Hund einen Snack bekommen

Und wir haben lieber was richtiges gegessen und liegen jetzt wieder auf der Couch. Ziemlich unspektakulär heute.

Wer sich die anderen Fotos von 12 von 12 anschauen möchte, findet bei Caro die anderen Teilnehmer.

Freitags-Füller 32/2017

1. Heute wird das Wetter wohl auch nicht besser als gestern. Das ist ja schlimmer als letztes Jahr in Schottland 😉.

2. Ich glaube ich habe ein kleines Loch im Zahn und wenigstens einer meiner Weisheitszähne müsste vielleicht raus… Aber jetzt müsste ich mir nach dem Umzug dann erstmal einen neuen Zahnarzt suchen und ich war jetzt echt schon wieder viel zu lange nicht beim Zahnarzt.

3. Vor meinem Fenster stehen zwei Kräne, ein paar Bäume und Häuser und Fahnenstangen. An die wedelnden Fahnen hab ich mich gewöhnt, das sehe ich schon gar nicht mehr, aber als die zwei Kräne jetzt dazu kamen, hab ich mich anfangs regelmäßig über die Bewegung im Augenwinkel gewundert.

4. Vor drei Wochen hab ich mir ja meinen kleinen Zeh so doll gestoßen, dass ich immer noch glaube, dass er gebrochen war. Denn heute ist es zwar viel besser als die ersten Tage, aber es ist noch nicht wieder in Ordnung. Er ist bei jedem Schritt spürbar und tut weh.

5. Es könnte sein, dass ich heute keine Lust habe etwas zu tun 😉.

6. Unfassbar, aber sogar im Duden steht hahaha!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Schläfchen. Ich bin total müde, hab die letzten paar Nächte nicht gut geschlafen und fühle mich einfach irgendwie nicht fit, morgen habe ich geplant, wenn meine Nähmaschinennadeln hoffentlich endlich angekommen sind, ein paar Sachen fertig zu nähen, die da jetzt schon seit zwei Wochen rumliegen und Sonntag möchte ich den Brunch bei Schwanger über die Bühne bringen und mich dann doch langsam von den Mädels verabschieden!

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Frau Keschu lernt wohl wieder

Ich glaube ich habe mich entschieden. Bzw. eigentlich hatte ich mich die ganze Zeit schon entschieden, nur hatte ich Angst vor meiner eigenen Courage.
Natürlich mach ich mir Gedanken darüber, ob ich es schaffe. Die Durchfallquote ist hoch, irgendwo hab ich gelesen, dass jeder zweite durchfällt. Das finde ich zwar etwas arg viel, aber es könnte ja sein. Man muss natürlich auch immer ein bisschen Glück mit den Fragen haben, aber das war auch bei allen vorhergehenden Prüfungen, die ich geschrieben habe so.

Tja, also es geht noch mal auf die Schulbank. Das ist mir eigentlich ganz Recht. Nach dem Wirtschaftsfachwirt habe ich gesagt, dass ich nie wieder was als Fernlehrgang machen will. Ich habe es jetzt trotzdem in Betracht gezogen. Ich habe auch ein Studium in Betracht gezogen, aber das ist nicht das was ich will.
Ob der Bilanzbuchhalter genau das ist, was ich will, kann ich ehrlich gesagt auch nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, aber es ist viel eher das was ich will, als ein allgemeiner BWL-Bachelor. Noch dazu dauert der Bachelor 8 Semester, eines könnte ich mir durch den Wirtschaftsfachwirt höchstens anerkennen lassen – das finde ich unverhältnimäßig und ungerechtfertig. Aber ok. Ich will eh kein allgemeiner Bachelor sein. Und rückblickend gesehen würde ich alles anders machen, wäre aber vielleicht trotzdem beim Bilanzbuchhalter gelandet.

Rückblickend muss ich sagen, dass der Wirtschaftsfachwirt mir überhaupt nichts gebracht hat. Fachlich. Persönlich bin ich dadurch natürlich gewachsen. Ich habe es durchgezogen, bis zum bitteren Ende. Habe mich komplett selbstorganisiert allem gestellt, um alles gekümmert… Aber fachlich finde ich ihn im Nachhinein umsonst.
Der Wirtschaftsfachwirt ist alles andere als auf die Art anerkannt, wie die IHK es weismachen will. Niemanden, den ich getroffen habe, konnte mit dem Wifawi etwas anfangen. Jedem musste ich erklären, dass das der Meisterprüfung im Handwerk gleichgestellt ist und trotzdem konnte sich wohl keiner richtig etwas darunter vorstellen. Dass man damit im mittleren Management arbeiten kann, halte ich für ein Gerücht.
Jeder, der nach der Ausbildung überlegt, ob der den Wirtschaftsfachwirt oder ein Studium machen soll, dem würde ich aus meiner Erfahrung zum Studium raten. In allen Stellenbeschreibungen, die ich gelesen habe, stand unter Voraussetzungen „abgeschlossenes Studium“. Selbst wenn da steht „oder vergleichbar“ nimmt der Arbeitgeber nachher den mit dem Studium, weil er sich darunter etwas vorstellen kann. Weil er wahrscheinlich denkt, dass ein Studium anspruchsvoller ist. Selbst dass der Wifawi staatlich anerkannt ist, bringt nichts, wenn niemand den Abschluss kennt. Also im Ernst, denkt nicht lange nach, macht ein Studium. Könnte ich noch mal entscheiden, würde ich es machen.

Aber selbst mit einem Studium würde ich jetzt an dieser Stelle stehen, und mich fragen, ob nicht der Bilanzbuchhalter mein Weg ist, denn ein Studium ist genauso allgemeingefächert, wie der Wirtschaftsfachwirt. Ich glaube, fachlich ist der BiBu genau mein Ding. Nur vor dem Pensum habe ich Respekt. Andersrum denke ich (und hoffe ich), dass einem etwas leicht fällt, wenn es einem Spaß macht. Ich hoffe natürlich auch, dass die Leute da nett sind, dass sich vielleicht auch eine kleine Gruppe bildet, mit der man zusammen lernen kann, oder sich auch darüberhinaus gut versteht. Das macht es einem ja auch leichter sich drei mal die Woche dazu aufzuraffen. Denn das würde es in Zukunft bedeuten: Dienstag und Donnerstag Abend und Samstag bis Mittag. Frei nur in den regulären Schulferien. Und das betrifft dann also nicht nur mich, sondern auch den Namenlosen. Er hat schon gesagt, dass es ihn nicht stören würde, wenn jetzt zwei Jahre lang auch samstags der Wecker um 7 klingelt. Aber das ist es ja nicht nur… Er hat sich ansonsten noch nicht dazu geäußert, wie er es findet, wenn ich das mache. Vermutlich, weil er weiß, dass ich meine Entscheidung nicht von ihm abhängig mache. Aber ich möchte natürlich trotzdem wissen was er denkt… Bisher hat er sich aber noch nicht so richtig auf ein Gespräch darüber eingelassen, ich hab es schon mehrfach angeschnitten, aber er sagt nix weiter dazu und nach zwei drei Sätzen zu dem Thema ist es irgendwie rum…

Dafür hab ich heute mit meinem Chef gesprochen. Er war total begeistert von der Idee und er hat da großen Respekt vor. Das war tatsächlich sehr ehrlich gemeint. Ich weiß ja wie er ist und er redet viel, wenn der Tag lang ist, aber er hat sich zum Beispiel sofort an seine Vorgesetzte gewandt, wegen der Kostenübernahme durch die Firma. Also wenns nach ihm geht, dann ist das schon in Sack und Tüten.
Wenns nach mir geht eigentlich auch, aber ich möchte schon auch den Namenlosen 100% hinter mir wissen…

Freitags-Füller 31/2017

1. Wie kann ich denn jetzt endlich zu einer Entscheidung kommen?

2. Jetzt haben wir lange keine Blumen gekauft. Im Frühling standen doch öfter mal Tulpen auf dem Tisch.

3. Meine Haare halten nie! kann mir mal einer erklären, wie man es hinkriegt, dass die nach zwei Stunden immer noch frisch frisiert aussehen?

4. Ich mach mir schon wieder viel zu viele Gedanken um alles. Zum Beispiel, ob ich den Bilanzbuchhalter mache und darüber, dass wenn ich ihn mache und es klappt am Ende nicht, also wenn ich durchfalle, dann war alles umsonst… Aber das sind 1. ungelegte Eier und 2. wieso sollte ich es nicht schaffen? Kopfkino aus. Jetzt.

5. Meine liebsten Früchte sind jetzt eigentlich fast alle roten Früchte. Himbeeren, Erdbeeren, rote Stachelbeeren, Wassermelonen, rote weintrauben… 😉 Aber auch gelbe Früchte wie Bananen, gelbe Kiwis, Honigmelonen und grüne Früchte wie grüne Weintrauben, grüne Kiwis usw. Ich ess schon vieles Obst gern, je nach Jahreszeit was es dann eben gibt.

6. Gedankenkarussellfreiheit – was war das nochmal?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Abend. Einfach den Abend. Ich finde es mal wieder erschreckend, dass die Woche schon wieder um ist, aber ich bin auch froh drum. So, morgen habe ich geplant, mit Freunden zu grillen und Sonntag möchte ich endlich mal das Potty-Buch für den Namenlosen drucken lassen 😉!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Weil ich keine Luftpumpe bin!

Neulich hab mich mit dem Namenlosen darüber gesprochen, wie sehr mich meine Kollegen nerven, bzw. deren Einstellung, einfach nur Dienst nach Vorschrift zu machen, aber sich dabei auch nicht tot zu machen und schon gar nicht mal über den Tellerrand zu blicken. Er hat sie als Luftpumpen bezeichnet.
Dabei kamen wir auch auf die Tätigkeiten von Herrn Doppelname zu sprechen, die ich ja jetzt übernehmen soll. Er macht (vorbereitende) Abschlusstätigkeiten. Ich muss noch mal für mich selbst genau definieren, was davon Abschlusstätigkeiten sind, und was vorbereitende Abschlusstätigkeiten sind. Auf jeden Fall sitze ich ja seit zwei, drei Monaten mit ihm zusammen, lasse mir alles zeigen und erklären und hab letzten Monat unter seiner Aufsicht alles gemacht und fands ja alles gar nicht so schlimm, wie immer suggeriert wird. Hab ja auch hier schon öfter erwähnt, dass er keine Rakenteforschung macht, aber dass das alle denken.

Wenn wir zusammen gesessen haben, musste ich mich aber jedes Mal massivst zusammenreißen, die Ruhe zu bewahren, weil mich seine langsame Arbeitsweise total angekotzt hat und auch den Umstand, den er aus allem gemacht hat.
Egal was er tut, er muss immer „Auswertungen fahren“ oder „Reports ziehen“ oder „Sachen einbinden“. Im Klartext heißt das „Listen in SAP aufrufen“, „Reports per Knopfdruck in SAP starten“ oder „Dateien auf dem Server abspeichern“. Ich könnt immer kotzen, wenn er von „Auswertungen fahren“ spricht. Und er braucht immer stundenlang für alles…

Ohne euch mit „Fachchinesisch“ langweilen zu wollen: Ich habe für eine Aufgabe des heutigen Tages ein Viertel der Zeit benötigt, die er gebraucht hätte. Und ich weiß, dass er die Zeit braucht, weil ich schon drei mal dabei gesessen hab.
Man muss eine Liste aus SAP ziehen, die man durch zwei kleine Einschränkungen sofort so gefiltert bekommt, wie man sie braucht. Diese Liste muss nach gewissen Kriterien summiert werden. Auch das geht durch eine Filteroption direkt in SAP. Also kann ich die vorgefilterte und summierte Liste 1:1 in meine Excel-Vorlage kopieren. Und ein S-Verweis gibt mir sofort in der richtigen Zelle genau den Wert aus, den ich brauche.
Excel ist ziemlich geil, wenn mans kann. Und ich kanns, weil ich weiß, wie viel es mir erleichtern kann. Und dann sitz ich auch mal 10 Minuten und suche den Fehler in einer Formel, nur um nicht händisch alles übertragen zu müssen.
Was der Kollege gemacht hätte, wäre folgendes: „Auswertung fahren“, Liste komplett nach Excel exportieren, Excel in seinem zigtausend Ebenen verschachtelten Ordnersystem abspeichern, Excel in dem zigtausend Ebenen verschachtelten Ordnersystem suchen und öffnen, Schriftgröße der Tabelle ändern, Spaltenbreite und -höhe automatisch anpassen, Zelleninhalt linksbündig ausrichten, Zelleninhalt per Zeilenumbruch formatieren, oberste Zeile fixieren, Spalten löschen, die man nicht braucht, Spalten verkleinern, wenn die Tabelle trotzdem noch nicht in kompletter Breite auf den Bildschirm passt, Filteroption hinzufügen, Tabelleninhalt sortieren, nach einem zweiten Kriterium sortieren, dann nach einem dritten Kriterium sortieren. Und immer Zwischendurch das Speichern nicht vergessen! Mindestens nach jedem zweiten Schritt.
So, dann den Tabelleninhalt auf das filtern, was man überhaupt braucht. Dann Teilergebnisse einfügen. Zellennummern der Teilergebnisse auf einen Zettel notieren. Zelle des Teilergebnisses vom Zettel in die eigentliche Tabelle einfügen.
Das alles ist natürlich sehr fehleranfällig, daher wird es noch zwei mal kontrolliert. und man muss sich die Bewegungen zu den einzelnen Tätigkeiten langsam vorstellen. Also nicht formatieren, filtern, löschen , klick klick klick. Sondern äh… Schriftgröße anpassen, ja… äh, speichern… Zellenhöhe optimieren, jetzt äh… ach ja, Spaltenbreite, oh, speichern, äh… nächstes… Ach ja, Zelleninhalt linksbündig…………. da wird man echt wahnsinnig wenn man da zugucken muss. Allein für das formatieren der Tabelle braucht der 20 Minuten! Ich hab auf die Uhr geguckt!

Na ja jedenfalls ist Herr Doppelname seit gestern in Urlaub und der Juli-Abschluss obliegt allein meiner Verantwortung. Fast, ich hab einen Kollegen, der mich eigentlich vertreten soll und daher das auch alles lernen soll, aber der hat nur zugeguckt und eigentlich hab ich alles alleine gemacht.
Und ich war um 3 mit allem fertig, obwohl es ein paar Unstimmigkeiten und Rückfragen gab, die ich natürlich ad hoc nicht beantworten konnte. Wie auch, wenn mir die jahrelange Erfahrung fehlt.
Aber trotzdem bin ich um 15 Uhr fertig. Und wieso? Weil ich keine Luftpumpe bin!

Und jetzt belohne ich mich mit Stoff 😉 Morgen geh ich mit Kunstgeschichte in eine Nähstunde, da soll die mir mal erklären, wie ich dünnen Webstoff versäubere, ohne dass alles zusammenkrumpelt.

Freitags-Füller 30/2017

1. Schon wieder Zeit für den Freitagsfüller. Und heute will mir so gar nix einfallen...

2. Mein Patronus ist übrigens der gleiche wie der von J.K. Rowling. Ein Baummarder. Damit wird jetzt alles Böse abgewehrt.

3. Die beste Pizza der Welt habe ich noch nicht gegessen, würde ich behaupten. Aber es gibt manchmal so Sonder-Editions im Tiefkühlregal, da gabs mal eine mit Hot Dogs. Die war schon ziemlich geil 😉 Oh irgendwie hab ich keine Lust nachher einkaufen zu fahren… hab ich ein Körbchen und Beutel vergessen. Vielleicht hol ich bloß TK-Pizza und fahr dann morgen richtig einkaufen.

4. Tja… also wer fragt, bekommt Antworten. Aber so richtig fällt mir sonst gar keine ein, eine Binsenweisheit.

5. Der Austausch von meiner Hochzeitsfreundin und mir hat sich auf ein ziemliches Minimum reduziert… Ich weiß auch nicht… Es ist ja irgendwie schade, aber es dreht sich auch echt immer nuuuuuur ums Kind. Und wenn sie dann erzählt, dass sie nicht schläft, nicht isst, heult, was auch immer, was soll ich dann machen? Äußerst hilfreiche Tipps einer Nicht-Mutter geben?! Ich kann mich null in die Lage einer Mutter versetzen, ich stelle nur immer wieder fest, dass ich Kleinkinder, die noch nicht sprechen können, immer mit unserem Hund vergleiche 😉 Das ist natürlich auch alles andere als hilfreich. Also hör ich mir das an, halte meine Fresse oder sage etwas Belangloses. Was beides scheiße ist… Und irgendwie weiß ich mir mit ihr auch nichts anderes mehr zu erzählen. .

6. Dummheit ist die Wurzel allen Übels. Aber da dumme Menschen wahrscheinlich gar nicht wissen, dass sie dumm sind, wird sich daran nichts ändern..

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nicht-schwäbelnde Umgebung. Tut mir leid ihr Schwaben, aber ich kann euren Dialekt einfach nicht ausstehen… und die neuen Kollegen strengen sich auch gar nicht an auch nur ansatzweise Hochdeutsch zu sprechen… es ist ja mit hessisch ähnlich, das mag ich auch nicht so, aber bei den meisten hier ist es nicht so furchtbar schlimm ausgeprägt… Aber wenn Thorsten nicht mehr Thorsten sondern Thorschden heischd, und wenn jeder, wirklich je-der ver-damm-te Satz mit „weisch?“ endet, da brichschd innerlich z’samme… aaaaah!, morgen habe ich geplant, Potty zu hören und dabei Eierwärmer stricken und Sonntag möchte ich irgendwas schönes machen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.