Arbeit ist ein Tausch von Zeit gegen Geld

Genau so ist es. Dieser Artikel ist schon von 2015, aber er hat überhaupt nichts von seiner Aktualität verloren. Ich denke auch so oft, dass ich was falsch gemacht hab, weil ich noch nicht meine Erfüllung im Arbeitsleben gefunden hab. aber das ist auch begründet auf solchen Geschichten, dass Leute alle Zelte abbrechen und ihren Traum erfüllen. aber die meisten scheitern. wir gucken gern die Auswanderer. ich bewundere die Leute immer für ihren Mut, sich iiiirgendwo was aufbauen zu wollen, aber die meisten scheitern eben und gehen nach ein, zwei Jahren zurück nach Deutschland. Klar, sie haben es versucht. Hätte klappen können, aber so einfach ist es eben nicht.

Warum man für seinen Job nicht brennen muss

Jeder kennt sie, die inspirierenden Geschichten von Menschen, die ihrem Herzen folgen und in neuen Jobs glücklich werden. Alles Quatsch, sagt Buchautor Volker Kitz: Letztlich ist Arbeit nur ein Tausch von Zeit gegen Geld.

Kürzlich sollte ich einen Vortrag auf einer Tagung für Personaler halten. Mein Vorredner war ein prominenter Mann. Sein Thema: Glück bei der Arbeit. Seine These: Wer es noch nicht gefunden hat, ist selbst schuld. Sein Beleg: eine wahre Geschichte, die ans Herz geht.

Ein Herzchirurg in Zürich rettet Leben, verdient viel Geld, ist renommiert. Mit 56 Jahren fällt ihm ein, dass seine Leidenschaft das Lkw-Fahren ist. Er macht den Lkw-Führerschein, tauscht Skalpell gegen 460 PS und rollt mit 40 Tonnen über die Straßen Europas. Seine Geschichte erregte Aufsehen in den Medien, viele werden sie kennen.

Das Publikum schaut gerührt und nachdenklich: Ja, so einfach ist es, mit seiner Arbeit glücklich zu sein. Was mache ich nur falsch?

Ich beschließe, meinen vorbereiteten Vortrag zur Seite zu legen: „Stellen wir uns vor, die Geschichte hätte umgekehrt begonnen: Ein Lkw-Fahrer findet mit Ende fünfzig heraus, dass sein Lebenstraum darin besteht, als angesehener Herzchirurg zu arbeiten …“ Weiter komme ich nicht, denn das Publikum bricht in Gelächter aus. Die inspirierenden Geschichten von Menschen, die ihrem Herzen folgen und plötzlich etwas ganz anderes machen – manchmal müssen wir die Situation nur umdrehen, um zu merken, welchem Blödsinn wir aufsitzen.

Denn die Masse der Gesellschaft besteht nicht aus berühmten Herzchirurgen, sondern aus Lkw-Fahrern – wörtlich und im übertragenen Sinn. Der Lkw-Fahrer steht in diesem Beispiel für alle, die nicht einfach nur herausfinden müssen, was sie erfüllt, und daraus ab morgen einen Beruf machen. Bankangestellte, Krankenschwestern, Controller – die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung kann ihren Job nicht wechseln wie ein Profilfoto auf Facebook.

Das hat nicht nur mit Ausbildung und Hierarchieebenen zu tun: Es gibt mittlere Manager, die BWL-Studium, glänzende Referenzen und einen Traum haben, sagen wir, von der eigenen Surfschule in Kalifornien. Sie haben aber auch Ehepartner und Schulkinder und ein Haus gebaut. „Wenn die Surfschule dein Glück ist, worauf wartest du?“ Dieser Rat hilft der Abteilungsleiterin meist ebenso wenig wie ihrer Sekretärin. Auch das Alter ist nicht ganz so egal, wie es beim 56-jährigen Herzchirurgenbrummifahrer scheint: Was, wenn sein Kindheitstraum Profifußballer gewesen wäre?

Solche inspirierenden Geschichten richten Schaden an. Sie suggerieren, dass niemand sich im Arbeitsleben mit weniger als dem makellosen Glück zufrieden geben dürfte. Dass jeder etwas ändern muss, der seinen Job nicht mit bis an Besinnungslosigkeit grenzender Leidenschaft ausübt. Über Generationen hat dieser Leidenschaftszwang einen Schleier des Unglücklichseins gelegt. Millionen Menschen sitzen jeden Tag im Büro, stehen am Fließband oder kriechen für ihren Job auf dem Boden herum und fragen sich: „Was läuft falsch bei mir, wenn ich dabei keine Leidenschaft verspüre?“ Sie suchen, grübeln und trauern, weil in ihrem Leben offenbar „etwas nicht stimmt“.

Erfüllung kann das Leben in vielen Bereichen bieten

Die Unternehmen tragen ihren Teil dazu bei: kein Leitbild ohne Leidenschaft. Autos bauen, Überweisungen ausführen, Hoteltoiletten schrubben – all das wird heute mit, wenn nicht gar aus Leidenschaft gemacht. Als Kundenversprechen war das schon immer zweifelhaft, denn Leidenschaft hat nichts mit einem guten Arbeitsergebnis zu tun.

Rechtsanwälte beherzigen zum Beispiel die Regel, sich in wichtigen Angelegenheiten nicht selbst zu vertreten. Der Grund: zu viel Leidenschaft, weil man selbst betroffen ist, weil die Distanz fehlt. Auch für andere Tätigkeiten gilt: Rationale Entscheidungen, besonnenes Handeln und sorgfältige Arbeit gedeihen selten auf dem Nährboden der Leidenschaft. Ein nüchterner Kopf liefert bessere Ergebnisse als ein leidenschaftstrunkener. Und wer zu sehr in seine Arbeit vernarrt ist, wird kaum nach Möglichkeiten suchen, dasselbe Ergebnis mit weniger Arbeitsschritten hinzubekommen, also: effizienter zu sein.

Nichts gegen Menschen, die ihr Glück in der Arbeit finden. Wir freuen uns von Herzen über jeden Chirurgen, der seinen Kindheitstraum verwirklicht. Aber wir dürfen nicht so tun, als wäre das normal. Wir dürfen das nicht zur Messlatte erheben, an der die Mehrheit der Berufstätigen jeden Tag zerbricht.

Erfüllung kann das Leben in vielen Bereichen bieten, zum Beispiel durch Freunde, Familie, Freizeit. Für die Arbeit gibt es Geld. Das ist der Normalfall, und kein Leben läuft schief, wenn es so läuft.

Wer seinen Mitarbeitern diese Wahrheit sagt, statt ihnen von Leidenschaft vorzufaseln, wird sie überraschen und ihren Respekt gewinnen. Was einfach klingt, wäre ein revolutionärer Schritt in der Personalführung. In der Psychologie nennt man das eine paradoxe Intervention. Sie hat Macht und Wirkung. Eine Last wird abfallen, innere Widerstände werden schwinden. Mitarbeiter werden zufriedener und leistungsbereiter zur Arbeit kommen. Menschen motiviert man mit Ehrlichkeit, nicht mit Floskeln.

Der Herzchirurg hat übrigens das Lkw-Fahren nach ein paar Jahren aufgegeben. Der Wettbewerb in der Branche war zu erdrückend. Das erwähnte mein prominenter Vorredner auf der Tagung nicht. Vielleicht, weil er es nicht wusste. Vielleicht, weil er es nicht wissen wollte.

Quelle

Freitags-Füller 25/2016

1. In zwei Stunden gehe ich vielleicht was einkaufen. Mal gucken. Das ist abhängig davon, wie sich das Wetter entwickelt. Es gibt eine schwere Unwetterwarnung. Wenns nicht regnet, kaufe ich erst morgen ein.

2. Seit letzte Woche Donnerstag gabs wegen Geburtstag und Fußball laufend Gegrilltes… langsam haben wir es über und kochen lieber wieder. Vorerst gibts also nichts mehr vom Grill.

3. Gegen große Hitze hilft kein Jammern. Das sollte ich meinen Kollegen vielleicht mal mitteilen 😉

4. Schaffe, schaffe… alles muss erledigt werden, das bis 11, das nächste heute noch. man man man… Beim Arbeiten ist es leider egal wie müde ich bin.

5. Die Sommerferien werden für mich wieder etwas enspannt, weil die meisten Kollegen dann weg sind. Ich mach mich dann weg, wenn alle wieder da sind.

6. Dass ich heute um diese Zeit schon auf der Couch chille, finde ich unbedenklich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Sommerfest mit Kunstgeschichte und ihrem Freund, dem Namenlosen und lecker Fressi (hoffentlich regnet es nicht), morgen habe ich eigentlich noch nichts geplant und Sonntag möchte ich mich vielleicht doch ein kleines bisschen auf Montag freuen 😉!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Freitags-Füller 24/2016

1. Die Stimmung ist heute etwas gedrückt. Ich habe Kopfschmerzen, schon seit drei Tagen. Gestern hatte ich ab und an kurze Schwindelattacken, grad eben auch schon wieder. Gestern konnte ich das ja noch aufs Wetter schieben. heute weiß ich nicht, ob es nicht vom Alkohol und vom Schlafmangel kommt 😉 Ich vertrag ja wirklich gar nix mehr. Wir haben gestern leider leider in einen Geburtstag reinfeiern „müssen“, weil ja nun von Spielende bis Mitternacht kein so großer Unterschied mehr besteht… Tja, kurz vor eins waren wir dann im Bett. Ich hab zwar geschlafen, bevor mein Kopf das Kissen berührt hat, aber ich merks dann heute doch ganz deutlich. Und der Sekt um 12 war auch nicht gut!! 😉

2. Gleich sehen mich die Kollegen nur noch von hinten.

3. Ich freue mich über den Tag heute irgendwie trotzdem. Morgens war ich noch ein bisschen matschig, aber ich war heute sowas von produktiv!! ich habe richtig viel geschafft heute, was auch damit zusammen hängt, dass einige laute nervige Leute nicht im Büro sind 😉 Außerdem habe ich heute zum ersten mal allein den Mahnlauf gemacht und das hat problemlos funktioniert 🙂

4. Unser Student ist echt so ein Idiot! Er hat hier echt den Bogen überspannt, hat uns erzählt, er wäre für den ganzen Juni freigestellt, obwohl das nicht stimmt. Ich wusste das, weil mir das komisch vorkam und ich nachgefragt hab. Das wusste er jedoch nicht und hat sein Ding durchgezogen. Das hat entsprechend Wellen geschlagen, es gab ein klärendes Gespräch (zumindest den Versuch), aber jetzt versucht er genau das gleiche noch mal. Dieser Vollidiot! Wie kann man nur so dumm sein? Und wie kann er nur denken, dass ich so dumm wär und jetzt nicht besonders auf seine Termine schaue?? Oder er denkt, er versucht es halt mal. Ihm ist nur offenbar nicht bewusst, dass das dann natürlich Konsequenzen hat. Ganz schön großes Risiko.

5. Die Woche war insgesamt so scheiß anstrengend… Das Wetter macht mich echt fertig. Ich glaube es hat jetzt seit ungefähr 12 Stunden nicht mehr geregnet… das ist der längste Zeitraum seit… pf… gefühlt seit Monaten!.

6. Kürzere Haare sind nicht die schlechteste Variante…

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf leckeres Essen in gemütlicher Runde, morgen habe ich ausschlafen und faulenzen geplant und Sonntag möchte ich vielleicht mal darüber nachdenken, ob ich nicht doch mal wieder zum Friseur gehe!

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Freitags-Füller 23/2016

1. Heute beginnt ein Mädels-Wochenende, denn der Namenlose ist weggefahren und kommt erst Sonntag zurück. Morgen treffe ich mich mit dem Mädel aus der Arbeitsstadt, das Treffen neulich war echt gut und wir sind seitdem völlig unkompliziert über Whatsapp in Kontakt 😉 Klingt irgendwie dämlich 😀 aber mit den anderen beiden, mit denen ich mich schon mal getroffen hatte, ist das ganz schnell im Sande verlaufen. Ich wusste nicht, was ich ihnen hätte schreiben sollen und ihnen ging es wohl ähnlich. So viel, wie ich mit ihr schon geschrieben hab, hab ich nicht mal mit München oder Mittelpunkt geschrieben… Na ja und Sonntag treffe ich mich dann auch wieder mit ihr und mit noch ein paar anderen Mädels.

2. Jetzt gehen die nervigen vier Wochen wieder los, wo jeder, wirklich jeeeeeeder glaubt, er sei ein Fußball-Experte.

3. Mein Lieblings-TV-Snack ist eher salzig. Ich bin kein Fan von Gummibärchen und Schoki. Wenn ich die Wahl hab, ess ich lieber Chips oder Nüsse.

4. Wenn ich noch im Lotto gewinnen will, dann sollte ich zusehen, dass ich meine Chancen vergrößere. Vielleicht brauche ich doch mal eine Tipp-Gemeinschaft.

5. Wenn die deutsche National-Mannschaft spielt gibt es sicherlich leckere Snacks, Gegrilltes und Salate. und vor allem steht niemand am Buffett an, weil sie alle am Bildschirm kleben.

6. Fußball-Fanartikel finde ich eigentlich doof zur WM hatte ich eine Blumenkette, die hing im Auto an meinem Rückspiegel, aber eigentlich hat sie mich gestört. Hat mein Blickfeld so sehr eingeschränkt 😉 Und als ich sie dann zu einem Spiel getragen hab, hat sie nur gekratzt...

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf vielleicht einen Crêpe aufm Stadtfest bei Freunden, morgen habe ich Shopping und Kuchen essen geplant und Sonntag möchte ich auch Kuchen essen und was leckeres kochen, wenn der Namenlose zurück kommt. Vorschläge sind gern willkommen!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Talfahrt -28.05./29.05.

Samstag bin ich um 5:50 wach geworden. Ich bin dann aufgestanden, hab mich warm angezogen und hab mich auf den Balkon gesetzt. Die Sonne ging grad auf. Das Dorf lag noch total im Schatten, es war total still, keine Menschenseele draußen unterwegs und überhaupt war es da sooooo still, weil ja keine Autos fahren 🙂 Die Schafe am Hang gegenüber haben auch noch geschlafen 🙂

ich hab zugeguckt, wie sich das Licht über den Berg schiebt. Wie erst nur der Bergkamm erleuchtet war und dann die Sonne immer weiter gewandert ist. Richtig schön!
Am Matterhorn hing eine kleine Wolke und ich dachte, ich sitze hier einfach und warte, bis sie weggezogen ist, damit ich es dann endlich sehe und ein Foto machen kann.
Eine Stunde habe ich gesessen und gewartet und immer gedacht, gleich zieht die Wolke weg! die Zeit kam mir gar nicht so lange vor… Aber die Wolke blieb da wie festgesaugt.

Der Namenlose kam irgendwann dazu und hat ein Zeitraffervideo gemacht. Da kann man sehr schön sehen, wie sich die Wolke eigentlich die ganze Zeit um die Bergspitze dreht 😉 (Schade, das Video kann ich nicht hochladen, weil ich „nur“ Free-Mitglied bin)
Und über den Kamm schoben sich von der anderen Seite richtig dicke Wolken. Da, wo die Bergstation war, wo wir hin wollten.
Mit leerem Magen denkt es sich nicht gut, wir sind dann also im Ort in einer kleinen Bäckerei frühstücken gegangen und haben uns dann überlegt, dass wir nicht aufs Klein-Matterhorn hochfahren. Der Berg hängt eh in Wolken, die Webcam war sogar vernebelt, man hätte vermutlich gar nichts gesehen und wir haben uns gedacht, dass wir uns dann die 100 Franken pro Person (!!) sparen und nicht da hoch fahren.
Schade, aber dafür, dass ich nachher nix sehe, bin ich dann zu geizig.

Wir sind dann also gegen 10 mit dem Taxi zurück gefahren zum Auto, haben das Navi programmiert und wollten nach Freiburg. Ankunft 15 Uhr, ja das war doch eine gute Zeit.
Bis das Navi uns an einen Bahnhof geleitet hat. Das haben wir gar nicht gecheckt und sind erstmal vorbei gefahren. Das war natürlich falsch. Bis zum nächsten Ort, wo wir wenden konnten war es ein Stück. Zurück. Bahnhof also… Aaaah, jetzt hatten wir verstanden. es war ein Autozug durch den Berg.
Nach einem Kassensturz hatten wir noch ungefähr 28 Franken. Die Fahrt sollte 29,50 Franken kosten. Pro PW. Personenwagen?? Wir waren uns nicht sicher. Ich weiß im Nachhinein auch gar nicht, wieso wir nicht einfach die fehlenden 1,50 in Euro bezahlt haben… Was uns da abgehalten hat… Fakt ist, dass wir das Navi neu programmiert haben und Fähren aus der Navigation ausgeschlossen haben. Also mussten wir ein ganzes Stück weg zurück, mussten einen Umweg fahren und haben dann einen noch größeren Umweg gemacht, weil wir dann noch in Lausanne anhalten wollten. Gegen 14 Uhr waren wir da, haben am Hafen geparkt und einen Kaffee getrunken und ein Stückchen Kuchen gegessen, bevor es weiter ging nach Freiburg.

Freiburg war die einzige Station, wo wir nicht vorher ein Zimmer gebucht hatten. Wieso eigentlich nicht??
Auf jeden Fall war alles voll und wir haben dann das letzte teurer Zimmer im Novotel am Konzerthaus genommen. Immerhin hatten wir ja 200 Franken für die Bergfahrt am Matterhorn gespart 😉

In Freiburg zu übernachten war schon eine sehr gute Idee, weil es einfach anstrengend gewesen wär, am gleichen Tag noch bis nach Hause zu fahren. Wir sind noch ein bisschen durch die Altstadt gelaufen, haben sehr lecker gegessen, haben in einer Bar noch ein paar Shots getrunken und haben dann suuuuuuupergut in dem tollen Bett geschlafen. Das war ein ganz neues Bett mit irgendsoeiner schickimicki teuren Boxspring-Latexschaum-Matratze, was weiß ich 😉 ich hab jedenfalls richtig richtig gut geschlafen 🙂
auschecken mussten wir erst um 12, also sind wir morgens lange liegen geblieben, haben uns Kaffee gemacht, denn hier gabs eine Nespresso-Maschine 🙂 haben dann in Ruhe geduscht und den kleinen Regenschauer abgewartet, bevor wir zum Auto zurück gegangen sind.
Der Plan war, dass wir noch kurz nach Colmar nach Frankreich fahren, so weit ist das nämlich nicht, und da was zum Mittag essen und dann in Ruhe nach Hause fahren.

Aber der Plan ging nicht auf.
In Freiburg zu übernachten war nämlich keine sehr gute Idee, weil sie uns nachts das Auto aufgebrochen hatten… Wir kamen da also mega entspannt an, haben den Scherbenhaufen auf dem Sitz gesehen und einen Zettel von der Polizei, dass wir uns bitte melden sollen.
Die Polizeidienststelle war echt nur 50m Luftlinie weg… es wurden in der Nacht mehrere Autos aufgebrochen, sie haben den Täter auch erwischt, aber das half uns in dem Moment nix.
Also Planänderung: Zur Polizei, Anzeige unterschreiben und Wertsachen holen, die sie aus dem Auto genommen hatten. Dann den gröbsten Dreck beseitigen und zur Tanke fahren. Die restlichen Scherben wegsaugen, Brötchen und Kaffee holen und Heimfahrt antreten. Mit offenen Fenster. Bloß gut, dass es über 20 Grad war. Aber die Wolken sahen übel aus.
An einem Rasthof haben wir LKW-Fahrer nach Folie gefragt… die haben doch sowas… ich glaube einen Straßenzulassung hätte die Konstruktion nicht bekommen, aber zumindest hat es einen Zweck erfüllt, als wir eine viertel Stunde später in den Regen fuhren…

Das hätte zum Schluss echt nicht sein müssen, aber es war trotzdem ein sehr sehr schönes verlängertes Wochenende 🙂 Und das Fenster ist inzwischen repariert.

Von Berg zu Berg – 27.05.

Unser Zimmer war mit einem Wasserkocher und Kaffee und Tee ausgestattet und so gabs am nächsten Morgen einen Kaffee auf dem Balkon, mit Blick auf die Berge 🙂
Danach haben wir in Ruhe ausgecheckt, die Sachen ins Auto gebracht und im strahlendsten Sonnenschein ein kleines Frühstück genossen, bevor es weiter ging in Richtung nächstem Berg: dem Matterhorn.

Auf der Fahrt war es unglaublich warm und sonnig und irgendwie zog sich die Fahrt wie Kaugummi…
In Frankreich hatten wir noch tanken wollen, weil es in der Schweiz teurer ist. Wir haben also erst eine Tankstelle gesucht und nur eine gefunden, wo man vorher sagen musste, für wie viel man tanken will und man durfte auch nur 30 Liter tanken.
also haben wir eine andere Tanke gesucht und sind noch durch ein Nachbarörtchen gegurkt, haben hier und da Halt gemacht, um die schönen Häuschen anzuschauen und haben eine Sesselliftstation gefunden, die so richtig idyllisch aussah.
Mit vollem Tank gings dann weiter, ein Stück des Weges zurück, den wir am Vortag gekommen waren. Man kommt eben nur diesen einen Weg über den Berg. Durch den Mont-Blanc-Tunnel zu fahren hätte sich nicht gelohnt, das wär ein ziemlicher Umweg geworden. Unterwegs haben wir auch noch mal angehalten, weil wir einen Kaffee trinken wollten und noch Geld tauschen mussten.

Wir kamen dann endlich irgendwann in Täsch an. Nach Zermatt darf man ja nicht mit dem Auto fahren, es sei denn, man hat eine Sondergenehmigung.
Da wir die nicht hatten und auch keine 400 Euro Strafe zahlen wollten, mussten wir das Auto in Täsch parken und mit dem Taxi nach Zermatt fahren. Es gibt auch eine Bahn, aber wir waren dafür zu bequem 😉 Vor allem weil wir einen Koffer dabei hatten… jaaa… für eine Nacht… aber wir mussten ja alles einpacken, was wir brauchten. Wintermantel und so mussten wir auch mitnehmen, weil es oben auf dem Berg einfach scheiß kalt ist und Schnee liegt.

Unsere Unterkunft war ein ziemlich großes Apartment mit zwei Zimmern, einer kleinen Küchenzeile und Bad mit Fenster. Einen Balkon mit Blick aufs Matterhorn hatten wir sogar auch 🙂 Allerdings hatte es sich im Laufe des Tages etwas zugezogen, sodass wir es nicht sehen konnten.
Zuerst haben wir uns ein wenig geärgert, dass das Apartment so am Arsch der Welt ist, aber als wir dann durch Zermatt gelaufen sind (was auf dem Plan auch viel größer aussah als es ist) und uns das kleine nette Örtchen angeschaut haben, haben wir festgestellt, dass wir im Grunde eine Toplage haben.
Denn aus kaum einer anderen Unterkunft hat man das Matterhorn gesehen, weil immer ein anderes Gebäude die Sicht versperrte.

Zermatt besteht ja im Grunde echt nur aus Hotels, Apartments, Restaurants und Souvenirshops.
Und die Preise sind echt gepfeffert! Also die Schweiz ist ja generell ziemlich teuer, aber für eine Portion Spaghetti Bolognese zahlt man da 26 Franken. Und ein Crêpe geht bei 11 Franken los. Um in Euro umzurechnen muss man ungefähr mal 0,9 rechnen.

Wir hatten schon vorher überlegt, dass wir ja in Zermatt auch selbst was zu essen kochen können, wir haben ja schließlich eine komplett eingerichtete Wohnung mit Küche zur Verfügung. Und nachdem wir uns die Füße platt gelaufen hatten, zwei Caches gesucht, aber nicht gefunden hatten und einfach hungrig waren, haben wir das dann wirklich so gemacht. Einen Mann mit Hund haben wir angesprochen, weil wir dachten, dass der da wohnen könnte, wenn der da einen Hund hat 😉 war auch so, der konnte uns dann sagen, wo wir einen Supermarkt finden. Also haben wir eingekauft und haben uns total reich gespart 😀 Für zwei Personen haben wir mit Wein ca. 30 Franken ausgegeben und hatten ein sehr leckeres Essen auf dem Balkon mit Blick aufs Matterhorn 🙂 Und wir konnten danach direkt auf die Couch, von wo aus wir den Berg auch sehen konnten. Also fast… es hingen leider immer noch Wolken dran.

So viel laufen, gucken, fahren und auch das warme Wetter hat uns ganz schön geschlaucht, so dass wir einigermaßen pünktlich ins Bett gegangen sind. Wir wollten ja auch am nächsten Tag pünktlich raus, wir wollten ja noch auf den Berg.

Freitags-Füller 22/2016

1. Wenn ich jemals im Controlling arbeiten sollte, dann wird sich dieser Lehrgang, den ich diese Woche hatte, eher nicht als wirklich hilfreich erweisen.
Der Lehrgang war jetzt nicht wirklcih schlecht, aber nicht so sinnvoll, wie ich gehofft hatte. Andersrum muss ich zugeben, dass ich nicht richtig wusste, was mich erwarten würde, bzw. was ich davon erwarten sollte… Ich habe zumindest ein paar theoretische Kenntnisse aufgefrischt, aber das wars auch schon
.

2. So einen Lehrgang werde ich wohl in absehbarer Zeit nicht wieder machen, es sei denn ich habe vorher einen genauen Inhaltsplan.

3. Das Wetter spielt im Moment echt verrückt… Schlimm, was man da schon wieder in den Nachrichten sieht.

4. Wie der neue Mädelsanlauf nachher läuft, muss ich sehen.

5. Zu meinem Bedauern hab ich mich Schleppi-bezüglich zu früh gefreut. Es war offenbar das letzte Aufbäumen, als er noch einmal an ging. Ich hab also das Daten kopieren gestartet, leider hat er sich nach der Hälfte aufgehängt und jetzt hab ich nur die Hälfte sichern können. Was genau da dabei ist, konnte ich noch nicht sehen.

6. 50+ ist für mich der minimal mögliche Sonnenschutz.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf weiß ich noch nicht, morgen habe ich noch nichts weiter geplant und Sonntag möchte ich einfach die Füße hoch legen!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Roadtrip in die Berge – 26.05.

So, eeeeeendlich finde ich die Zeit, von unserem doch-noch-Urlaub zu erzählen 🙂
Mittwoch am frühen Abend konnten wir uns dann nämlich doch noch entscheiden. Berge. Seit wir auf der Zugspitze waren, hat uns das wohl irgendwie angefixt 😉 Ich hätte früher nie gedacht, dass mich das wirklich mal so fasziniert. Wobei ich immer noch denke, dass ein Entspannungsurlaub am Meer sein muss. In den Bergen ist es auch entspannend, aber da ist man viel aktiver als am Meer.

Also, Mittwoch, 19:30 Uhr. Zimmer für die ersten zwei Nächte waren gebucht und wir hatten aus dem letzten Roadtrip gelernt und haben uns vorbereitet! Wir sind noch schnell zum Lidl gefahren, haben Wasser, Kekse und Schoki gekauft, waren sogar noch mal tanken 😉 und haben dann eine Liste geschrieben, woran wir unbedingt denken müssen. Das Kissen zum Beispiel.

Donnerstag 5:10 Uhr Abfahrt nach … tätärätäääää… Chamonix-Mont-Blanc. Ja, wir wollten aufs Dach Europas 😉
Ganz so einfach ist das dann doch nicht. Man muss dann schon Bergsteigen wenn man auf den Gipfel will, aber soooo krass sind wir dann doch nicht drauf 😉
Gegen 7 Uhr waren wir in Freiburg und wollten noch einen Kaffee beim Mäcces holen, aber der hatte zu… Hat erst um 8 aufgemacht. an einer Autobahnraststätte. also das hab ich ja auch noch nicht erlebt!

Naja, weiter gings dann mit maximal 120 durch die Schweiz bis nach Montreux am Genfer See. Da haben wir einen kurzen Zwischenstopp eingelegt und einen Kaffee und ein Milchshake bei Mäcces geholt. Die Parkgebühren waren sogar ganz human. Aber die Trulla bei Mäcces hat uns total abgezockt.
Wir hatten noch keine Franken getauscht, weil wir ja erstmal bis nach Frankreich wollten. Man kann ja in der Schweiz auch überall mit Euro zahlen. Das wussten wir, weil wir vor ein paar Wochen an den Rheinfällen waren und in Stein am Rhein eine Bratwurst gegessen haben, die 11 Franken kosten sollte. Als wir gesagt haben, dass wir nur Euro haben, war das kein Problem. Uns wurde der Preis in Euro genannt: 11 😉

Lange Rede… Ein Kaffee und ein Milchshake sollten 7,50 CHF kosten. Euro ging, aber sie hat nur Scheine genommen. 10 Euro also, das Rückgeld war wieder in Franken. 1,60 CHF, was viel zu wenig ist, wie uns hinter aufgefallen ist. Aber egal. Umgerechnet ca. 6,70 für einen Kaffee und ein Mini-Milchshake war schon zu viel 😉

Wir haben dann am riesigen Genfer See gesessen und getrunken, bevor es dann weiter ging Richtung Frankreich.
In Chamonix angekommen haben wir erstmal ins Hotel eingecheckt und ich hab mich sogar getraut, das auf Französisch zu machen. Ich hab allerdings nichts von dem verstanden, was er mir danach erzählt hat 😀
Das Highlight des Tages war dann die Seilbahnfahrt auf den Aiguille du Midi, einem Vorgipfel am Mont Blanc-Massiv.

Auf 3777 m Höhe war es eiskalt und extrem windig. Leider schien die Sonne auch nicht, so dass wir uns darin nicht aufwärmen konnten. Aber wir waren ja warm angezogen und es gab ja auch Räumlichkeiten, in denen man sich aufhalten konnte. Bevor wir die letzte Seilbahn nach unten genommen haben, hab ich zum Beispiel im Café noch einen Tee für schlappe 3,50 getrunken 😉
Einen Cache gab’s da oben auch zu finden und da gefühlt nur drei andere Leute mit uns auf dem Berg waren, hat uns auch niemand gesehen, als wir den gesucht haben.

Das eigentliche Highlight da oben ist aber der Glaskasten. Step into the void – der Schritt ins Leere.
Wir haben unten schon Werbung dafür gesehen und ich wollte da unbedingt rein 😀 von der Bergstation fährt man mit einem Fahrstuhl noch mal ca. 60 m hoch, auf den Gipfel des Aiguille du Midi, auf 3842 m und dort ist noch mal eine kleine Aussichtsplattform und eben dieser Glaskasten. Der Warteschlangen-Aufbau zeigte ein Schild „Ab hier warten Sie 45 Minuten“ und wir waren wieder froh, dass keine Saison war und nur so wenig Leute oben waren. Wir konnten ohne zu warten mit dem Fahrstuhl hoch fahren und direkt in den Glaskasten steigen 😀
Oh man, ging mir die Muffe 😀 ich wusste nicht, ob ich lachen oder heulen soll, ich hab gezittert wie Espenlaub und mein Puls war mindestens auf 180 😀 aber es war ziemlich cool!

Von da ganz oben haben wir dann noch mal versucht den Mont Blanc zu sehen, aber es war sehr wolkig und er hat sich uns nicht gezeigt. Man sieht auf dem Bild, wo die Tafel mit drauf ist, wo er sein müsste 😉

Dann gings also mit der letzten Bahn wieder runter. Pro 150 m ein Grad wärmer, haben wir irgendwo gelesen… Kann hinkommen. Unten empfingen uns 23 Grad und wir haben uns erstmal wieder ausgezogen.
Ab ins Hotel, das eine Tür am Bad hatte 😉 und dann haben wir erstmal gepennt. Das war alles doch ganz schön viel für einen Tag!

Als wir gegen halb neun wieder wach waren, hatten wir Hunger und sind noch mal los und haben uns ein leichtes 3-Gänge-Menü gegönnt 😉 und sind dann kaputt und satt ins Bett gefallen.