Alltagsungerechtigkeiten – Großraumbüro-Wahnsinn #11

Der Nachteil in einem Großraumbüro ist, dass man alles, wirklich alles mitbekommt, was die Kollegen so machen. Oder nicht machen.
Wenn sie privat telefonieren, hört es jeder. Wenn sie ihren Kaffee umrühren, bekommt es jeder mit. Wenn sie nichts zu tun haben auch, denn dann labern sie dumm rum… Dass die Raucher laufend rauchen gehen, bemerkt man jetzt natürlich auch… Und wenn sich jemand krank meldet, dann kriegen wir das auch alle sofort mit. Genauso, ob jemand seine Arbeitszeiten einhält oder nicht.

Das ist gewollt! Der soziale Druck, der dabei entsteht, dass man nicht der erste ist, der nachmittags geht, dieser Druck ist gewollt… Gegenseitige Überwachung. Obwohl es die meisten offenbar gar nicht interessiert, ob jemand merkt, dass sie faul sind.

Im Grunde möchte ich überhaupt nicht wissen, womit sich meine Kollegen den ganzen Tag beschäftigen. Also, eigentlich schon, aber ich merke, dass mich das einfach nur aufregt!
Ich mach auch Privatkram nebenbei (oder was ist das hier? 😉 ) aber ich brauche für diesen Eintrag dann auch ne Stunde, weil ich das nur mache, wenn ich einen Teil abgearbeitet hab und ich dann zB. auf eine Rückmeldung warte, oder weil ich mich grad mal 5 Minuten Pause gönne… Die Raucher gönnen sich auch laufend eine Pause. Ich kriegs ja live mit.
Einer hat erst angefangen zu rauchen, als wir hier ins Großraumbüro gezogen sind. Im Sommer und wenns warm ist, geht er laufend mit runter. Im Winter dann nicht…

Ein Kollege sitzt maximal 10 Minuten lang am Platz, bevor er rauchen, Kaffee holen, aufs Klo oder ein Pläuschchen halten geht.
Ich frage mich, was der in den 10 Minuten dann schafft? Da schafft man es doch gerade mal, sich in einen Vorgang einzudenken?
Aber der macht nichts. Der wälzt nämlich alles ab. in den letzten Wochen ist mir das so richtig deutlich aufgefallen.
Wir hatten die Wirtschaftsprüfer hier. Die wollten Stichproben zu Zahlläufen prüfen. Bevor was ausgezahlt wird, wird eine Vorschlagsliste erstellt, und die muss von einer zweiten Person geprüft und unterschrieben werden.
Er sollte eine Liste ziehen, an welchen Tagen wir Zahlläufe gemacht haben, damit die Wirtschaftsprüfer sich dann da die Stichproben raussuchen können.
Was macht er? Leitet die Anfrage an eine Kollegin weiter.
Ich wollte eine Liste von ihm, wann er die Mahnläufe gemacht hat, weil die WPs das auch prüfen wollten. Was macht er? geht zu einer Kollegin und fragt sie, ob sie dazu einen Report aus dem SAP ziehen kann…
Der regt mich so auf! der redet auch den ganzen Tag lang nur Scheiße! geht laufend zum Süßigkeitenschrank, steht ne halbe Minute davor, bis er entschieden hat, was er nimmt. Und dann sagt er so Sachen wie: „Oh, kann mich doch bitte mal einer hier von dem Schrank wegholen… ich darf doch gar nicht so viel Süßes essen…“ Oder: „Ah, ich mach einfach die Augen zu, was man nicht sieht, hat auch keine Kalorien.“

Ich muss mich immer tierisch zusammen reißen, dass ich nicht ausflippe. Manchmal hab ich sehr realistische Vorstellungen davon, wie ich ihm eine scheuere, ihn schüttle und anschreie, dass er gefälligst arbeiten und seine dämliche Fresse halten soll…

Ein anderer Kollege war Freitag im „Home Office“. Ich kann noch an einer Hand abzählen, wie oft ich in meinem Leben Home Office gemacht habe. Und ich habe wirklich gearbeitet. Nicht die vollen 8 Stunden, aber die habe ich mir dann auch nicht aufgeschriegen.
Eine Kollegin hat mir erzählt, der Chef hätte zu ihr gesagt, sie soll ruhig, wenn sie HO macht, sich ihre vollen Stunden aufschreiben und sich einen schönen Tag machen.
Alles klar, dann weiß ich ganz genau, was alle anderen machen, wenn sie „Home Office“ machen.

Ein nächster Kollege rief letzten Montag an und hat sich krank gemeldet. Die ganze letzte Woche. Und er hat direkt gesagt, dass es wahrscheinlich noch verlängert wird.
Da frage ich mich, wieso weiß er das schon am Montag? Und wieso wird er dann nicht gleich so lange krank geschrieben?
Tatsächlich rief er am Dienstag noch mal an und hat sich dann bis morgen krank gemeldet.
Seine Tochter wird heute eingeschult. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Von der garstigen Kollegin mal ganz abgesehen. die ist auch schon wieder seit über zwei Wochen krank. und vor ein paar Monaten hat sie schon angekündigt, dass sie im Oktober drei Wochen in Kur geht. Weswegen? einfach so, weil sies kann…
die ist sowieso laufend krank. mindestens immer vier Wochen im Jahr. Plus 6 Wochen Urlaub, plus 3 Wochen Kur, kommt sie dieses Jahr schon auf 13 Wochen. Und das Jahr ist noch nicht zu Ende…

Und ich muss mir bei 3 Kranktagen in diesem Jahr anhören, dass es klingt wie „Ich hab heute keine Lust“!!
Mich regt das echt so auf.

Den Vogel schießt aber gerade die Praktikantin hier ab. Die hat zwei Monate Praktikum gemacht, hat in der Zeit 3 Tage Urlaub bekommen, von denen zwei schon verbraucht sind.
Trotzdem hat sie heute Kuchen mit und ihren letzten Tag angekündigt. Wo sie den vierten Urlaubstag her kriegt, ist mir ein Rätsel. Überstunden kann sie nicht haben, denn Madam kommt um halb 9 und geht meistens um 3. da kann sich jeder mal ausrechnen, wie viel von 38h sie in der Woche gearbeitet hat!

Mich ärgert das alles so. Niemand nimmt seine Arbeit ernst, niemand legt mehr Pflichtbewusstsein an den Tag. Jeder springt auf den Zug auf. „Der geht laufend rauchen, dann kann ich auch laufend ein Schwätzchen halten.“ – „Der ist 6 Wochen krank, dann kann ich ja wohl wenigstens 2 machen.“ – Einer ist erkältet, dann „geht ja gleich die Grippe um“ und dann kann man drauf warten, dass fast alle Kollegen in den nächsten drei, vier Wochen mal drei, vier Tage fehlen.
Nicht mal die Azubis nehmen das alles ernst. Wie auch, wenn sie das so vorgelebt kriegen??
die neue Azubine ist jetzt seit drei Wochen da und fängt schon an, ihre Pause zu überziehen. niemand sagt was, bei 5 oder 10 Minuten, aber letzte Woche hat sie zwei mal 45 Minuten und einmal sogar eine ganze Stunde Pause gemacht. Ist aber trotzdem zu ihrer regulären Zeit gegangen…

Ich möchte nicht im Großraumbüro arbeiten, damit ich sowas alles nicht mitbekomme…

Freitags-Füller 34/2016

1. Ich fühle mich wohl in meiner Haut. Nicht. Sie ist trocken, sie juckt und spannt. Ich weiß langsam nicht mehr, was ich machen soll. Eincremen hilft nur bedingt. Selbst die sauteure Bodylotion und Duschgel aus der Apotheke nützt nix mehr...

2. Ich geh heute um 1. Mit dem Mahnlauf sollen sich die Kollegen mal austoben.

3. Alle Bilder auf meinem Handy müssen mal runter, damit ich wieder Platz für neue hab.

4. Außer Eis mag ich gar nichts am liebsten eiskalt.

5. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Mein Neffe wird groß… er ist schon ein richtig großer Junge. Hat in den letzten Wochen einen richtigen Entwicklungsschritt gemacht und sieht jetzt auch im Gesicht auf einmal „älter“ aus. Sofern man bei 2,5-jährigen von alt sprechen kann 😉

6. Und auch das Jahr ist ausserdem schon wieder fast zu einem Dreiviertel rum… die Tage werden schon wieder kürzer… das merkt man.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf häkeln, morgen habe ich häkeln geplant und Sonntag möchte ich häkeln!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Freitags-Füller 33/2016

1. Bei diesem Wetter … welches Wetter? Da wir hier automatische Jalousien haben, fahren die bei zu viel „Helligkeit“ runter und dann sieht man vom Wetter nix mehr.

2. Das dämliche Gebrabbel meiner Kollegen verursacht mir Unbehagen.

3. Ich habe gehört wie dämlich die sich alle anstellen, was die für Fragen stellen… Die machen Aufgaben, die bis letztes Jahr noch ich gemacht hab. Das ist wirklich nicht schwer aber die tun so, als wär es Raketenforschung. Und so werden sie auch bezahlt.

4. Etwas heißes hilft am besten gegen Mückenstiche.

5. Eiskalte Engel 😉.

6. Und nun ist die Woche fast schon wieder vorbei.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf zwei Tage Ruhe, morgen habe ich noch nichts geplant und Sonntag möchte ich nicht an Montag denken!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Henne vs. Ei oder: Die Krux beim Individualurlaub

Ach es ist tatsächlich jedes Jahr das gleiche. Deshalb hab ich dieses Jahr überhaupt nicht über das Entscheidungsdrama berichtet 😉 Ich fasse es nur kurz zusammen:

Ich im Juni: Hey, wo wollen wir denn dieses Jahr in den Urlaub hin?
Er: Ach, weiß nicht, ist ja noch Zeit. Schottland wär doch mal schön. Oder wieder Karibik. Oder Thailand?

Ich im Juli: Hey, guck mal hier, der Lidl-Reiseprospekt. Thailand, Kuba…
Er: Joa, cool. Oder doch Schottland?

Ich im August: Also ich würde jetzt doch gern mal langsam was buchen. Schottland finde ich gut.
Er: Ja dann machen wir das.
Ich: Ja gut, dann sollten wir mal nach Wohnmobilen gucken.
Er: Ich würde zuerst nach einem Flug gucken.
Ich: Na ja, fliegen kannst du fast täglich, vielleicht sollten wir zuerst gucken, ob und wann wir ein WoMo kriegen, dann wissen wir, wann wir überhaupt fliegen können.
Er googlet nach Wohnmobilen, ich nach Flügen. Er kontaktiert ein paar Vermieter.
Er: Oder guck mal hier, doch Thailand? 13 Tage
Da bin ich ganz leicht ausgeflippt und hab ihm aber ganz sachlich gesagt, wie anstregend ich seine Sprunghaftigkeit und Entscheidungsunfähigkeit finde…

So, das dazu, wie gesagt, jedes Jahr das gleiche Theater.
Gestern haben wir Flüge nach Edinburgh gebucht und ein WoMo haben wir auch. Das war echt nicht so einfach. Flüge von Frankfurt sind nicht grad günstig. Wir hatten überlegt von Düsseldorf zu fliegen. Fast um die Hälfte günstiger. Aber die konnten wir ja nicht buchen, solange wir kein WoMo hatten… nachher stehen wir in Edinburgh und brauchen ein Zimmer…
Das war ja auch das gleiche Problem, als wir über Silvester nach Oslo wollten.
Wenn du einen Flug hast, hast du vielleicht kein Zimmer. Wenn du ein Zimmer hast, kriegst du vielleicht keinen Flug. Henne, Ei, was war zuerst da?? Wie einfach ist es da bloß, einen Pauschalurlaub zu buchen 😉 Individualtourismus ist echt anstrengend!!

Ich glaube das größte Problem dabei ist aber die Kurzfristigkeit… Und das ärgert mich auch. Dass wir im September Urlaub machen, das wissen wir schon ewig. Das machen wir schon seit drei Jahren so, weil es für ihn die beste Zeit ist, von der Firma weg zu sein. Wir hätten also auch schon früher buchen können, hätten dann für September freie Auswahl für ein WoMo gehabt und hätten entsprechend nach den günstigen Flügen planen können. Aber nein, wir machen es wieder auf den letzten Drücker, sodass es fast in Stress ausartet. Ursprünglich wollten wir schon am 1.9. los. das wäre in gerade mal 3 Wochen gewesen…
Jetzt haben wir wenigstens noch 4,5 Wochen Zeit, in der ich einen Plan machen kann.

Er: Was willst du denn da planen? Wir fahren einfach los. Ich will nicht, dass das in Stress ausartet.
Ich: aber ich möchte wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Ich will einfach vorher wissen, was ich mir angucken kann und will mir davon dann was aussuchen. Ich will schon einen groben Plan haben…

Ihr seht, wir haben soooo unterschiedliche Herangehensweisen an die Urlaubsplanung, die uns beide Nerven kostet 😉 Aber am Ende wirds schön. Ich freu mich jedenfalls wie in Keks!

Freitags-Füller 31/2016

1. Ich bin noch am Leben und das obwohl ich shoppen war. Ich hasse shoppen. Und ich war im Primark!! Aber mir geht’s gut 😉

2. Ich habe zwar einige verstörende Sachen gesehen, und mich gefragt, wieso die 90er zurück kommen müssen, aber mir geht’s wirklich gut 😉

3. Was macht eigentlich mein Harry Potter-Buch, fragt ihr euch? 😀 ich bin fast fertig. Ich muss es noch einmal durchsehen und die Absätze und Seitenübergänge sauber machen. Dafür, dass es mit Word formatiert ist, ist es gar nicht so schlecht geworden.

4. Ich war übrigens das zweite mal innerhalb einer Woche beim Primark. Letzten Samstag mit dem Namenlosen. Eigentlich wollte ich mich zuerst weigern, aber dann gab’s da hammergeile Hogwarts-Flipflops… Ja, das war es wert.

5. Früher oder später kommt der Namenlose nach hause. Hoffentlich früher als später, ich hab nämlich schon Hunger

6. Ich kenne aus der Bravo noch Foto-Love-Stories, aber keine Instagram Stories.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf essen, morgen habe ich endlich Urlaub buchen geplant und Sonntag möchte ich mich endlich für Wolle entscheiden und bestellen!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Leseliste Juli 2016

Mein Tolino ist jetzt 4 Wochen alt und ich habe ihn viel genutzt 🙂 Ich hab in den ersten Tagen, als ich ihn hatte, massig Bücher runtergeladen, vieles davon kostenlos. Ich glaube ich hab mir 20 Bücher runtergeladen und insgesamt nur 35 Euro bezahlt 😉 Ein Buch davon ist sogar eine riesige Sammlung von Kindergeschichten, Alice im Wunderland, Die Abenteuer von Huckleberry Finn usw. hab ich alles noch nie gelesen und dachte, das ist bestimmt immer mal nett für zwischendurch.

Das ist also meine Leseliste vom Juli 2016. Auf Seite zwei steht meine Meinung dazu, falls es irgendwen interessiert 😉

Inseltage von Jette Hansen
The Blue Teil 1 von Jenny Bollow
The Blue Teil 2 von Jenny Bollow
Aschekinder von Wilhelm J. Krefting
Heiße Küsse à la carte (Die Kelly Brüder #1) von Crista McHugh
Dunkelkammer von Kurt Jahn-Nottebohm
Das Galgenweib von Swantje Berndt
Die Spinne von Paul Finch (Kurzthriller)
Das Messias-Projekt von Markus Ridder (erst halb durchgelesen)

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.