Freitags-Füller 39/2016

I1. Gestern abend gab es den Rest Spinatlasagne und anschließend die im Urlaub verpassten Folgen von Quantico.

2. Ob wir mal wieder frühstücken gehen, werden wir am Sonntag sehen.

3. Was ist schlimmer, diese Frage frei zu lassen, weil mir absolut nix einfällt oder sowas wie „Pilze oder Muscheln“ (weil ich beides super eklig finde) zu schreiben?

4. Die Herbstdeko ist nicht mehr so schön und bleibt im Schrank. Oder hängt noch vom letzten Jahr im Fenster? Gute Frage…ich glaube im Moment hängt gar nichts in meinem Fenster. Ich könnte mal was fürs Fenster vom Namenlosen kaufen 🙂.

5. Weil ich mich sonst so nackt fühle, ist Augen schminken (Wimperntusche, Lidschatten und Augenbrauen nachziehen) ein ist Teil meiner täglichen Routine.

6. Wenn ich durch meine Nachbarschaft laufe, dann denke ich doch immer öfter darüber nach, wie beengt es da doch ist...

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Kakao, dicke Socken und mein Buch, morgen habe ich ausschlafen und mir die Urlaubsfotos vom Namenlosen geben lassen geplant und Sonntag möchte ich mich darüber freuen, dass ich Montag nicht aufstehen muss!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Skye pur – 14.09.2016

Der Ausblick am morgen auf die Bucht, das zarte Licht – das war traumhaft! Und vor allem weil ich endlich mal ausgeschlafen war 🙂

Wir sind den ganzen Tag fast über die ganze Insel gefahren. Die Weite, die Unberührtheit… Wahnsinn. Einfach unglaublich schön. Überall laufen Schafe rum. Die liegen auf der Wiese, fressen und gucken den vorbeifahrenden Autos zu.
Wir sind mit dem Uhrzeigersinn um Skye gefahren. Irgendwo sind wir in eine winzige Straße abgebogen, weil wir dachten, wir kommen da runter zum Meer. Allerdings wurde die Straße immer schlechter, dann ein Schotterweg und ich hab den dicken Lewis schon feststecken sehen. In einem Anflug von Panik deswegen, hab ich den Namenlosen angepflaumt, dass er umdrehen soll.
Dabei sind wir dann auf die erste Hochlandkuh gestoßen 😉

Weiter gings bis nach Milovaig, fast am letzten Ende auf dem einen Zipfel von Skye. In Glendale haben wir dann in einem kleinen Café angehalten, haben einen Kaffee getrunken und eine warme Suppe gegessen. Es war nämlich doch recht frisch und immer mal etwas regnerisch an dem Tag.
In dem Café hab ich dann auch gleich die Zeit genutzt, um meine Postkarten zu schreiben. In Milovaig hatte ich nämlich einen Briefkasten am Arsch der Welt gesehen und irgendwie fand ich es lustig, die Karten in so einen einsamen Briefkasten zu stecken 😉
Hab ich dann später auch… Ich hätts lassen sollen, denn bis heute ist keine einzige Karte angekommen… 😦

Von Glendale ging es Richtung Claigan, dort soll es schöne Strände geben – die Coral Beaches. Unterwegs sind wir am Dunvegan Castle vorbei gekommen. Aber die Parkplätze waren voll, also sind wir weitergefahren. An den Coral Beaches gab es auch keinen Platz für uns. Wir wollten auch nicht riskieren uns festzufahren und außerdem fing es auch an zu regnen, da hätte ich keine 1,5km bis zum Strand wandern wollen.
Also weiter, den nächsten Zipfel hoch, nach Stein. Dort haben wir unten am Hafen Pause gemacht, uns ein Rührei gebraten (beim Toast in der Pfanne toasten haben wir wieder den Feuermelder ausgelöst 😉 ) und die Flut beobachtet.

Da es erst 15 Uhr war, wollten wir noch ein bisschen fahren. Wir hatten den Zeitplan so einigermaßen wieder eingeholt, aber im GRunde haben wir darauf nichts mehr gegeben. Man weiß vorher nicht, wie die Straßen sind, also wollten wir das Tageslicht noch nutzen und gucken, wie weit wir kommen.
Weiter gings also um die Bucht herum und den großen Zipfel hoch. In Uig haben wir getankt, auch wenn er noch halb voll war. Aber in der Einöde weiß man nie, wann die nächste Tanke kommt.

Ganz im Norden der Insel steht die Ruine des Duntulm Castles. Jetzt wohnen da Schafe 😉 Es ist natürlich abgesperrt, weil es direkt an der Klippe steht. Aber ein Mann ist da hinter der Absperrung rumgelaufen und hat Fotos gemacht und dann sind wir auch über den Zaun gestiegen 😉
Die ganzen Schafe, die sonst am Straßenrand, direkt an der Leitplanke liegen und gemütlich fressen und sich nicht drum scheren, dass ein dickes WoMo an ihnen vorbei fährt, rennen weg, sobald mal auf sie zu geht, weil man sie streichen will… pfff 😉
An der Ruine haben wir dann zufälligerweise das Paar vom Vortag noch einmal getroffen. So klein ist die Welt! Die haben uns angeraten, wie Coastal Route zu fahren, eine Küstenstraßen, weil sie so wunderschön wär. Das lag zwar nicht so richtig auf dem Plan, den ich gemacht hatte, aber egal. Der war ja eh verworfen.

Weiter nach Norden, um die Spitze rum trafen wir auf einsame Telefonzellen, die zwischen zwei Orten an der Straße stehen und einen der ebenso einsamen Briefkästen, in den ich dann die Karten eingeworfen hab…
Rush Hour hatten wir auch noch… Wir mussten die Kuhherde durchlassen 😀

Gegen 19 Uhr waren wir am Old Man of Storr, einem Felsen, der da einfach so rumsteht. Und eigentlich wollte ich da hin, aber vom Parkplatz aus war das ein etwa 2-stündiger Fußmarsch bis da hoch. Das hatte uns das englische Paar erzählt. Und nun war es schon spät. Gegen halb 8 ging die Sonne unter und der Wanderweg hatte sogar Öffnungszeiten. Zu gefährlich im Dunkeln.
Also sind wir weiter gefahren nach Portree, wo wir zum ersten mal wieder in richtiger Zivilisation übernachtet haben. Auf einem Parkplatz mitten in der Stadt. Wir haben uns dann aus unseren Trekkingklamotten geschält und Jeans angezogen, bevor wir dort essen und was trinken gegangen sind.
Und auch die nächste Nacht hab ich wieder gut geschlafen 😉

Abfahrt von Gleis 9 3/4 – 13.09.2016

Ach, was hatte ich wieder kacke geschlafen!! Dieses mal wollten wir nicht oben in den Alkoven kriechen, sondern haben uns unten das Bett gebaut. Das ist natürlich gleich ziemlich aufwändig… Tisch muss weg, Polster müssen umgebaut werden, Laken drüber ziehen… ach man… Und wie gesagt, besser geschlafen hab ich trotzdem nicht. Mir war erst kalt, dann war mir zu warm, es hat nachts gegossen wie aus Eimern und das war ziemlich laut. Ach ja und der Bach hat gerauscht…
Also wenn das die restlichen 10 Tage so geht, dann Prost Mahlzeit…

Aber erstmal gabs Kaffee und Cornflakes zum Frühstück, bevor wur uns auf den Weg nach Fort William gemacht haben. Bzw. eigentlich noch ein Stück weiter nach Banavie zu Neptune’s Staircase. Aber erstmal wollten wir in Fort William den Harry Potter Zug sehen, der da losfährt. (*hust* obwohl ich natürlich weiß, dass er eigentlich in King’s Cross vom Gleis 9 3/4 fährt… aber ich will mal nicht so sein 😉 ) Aber wir haben die Einfahrt zum Bahnhof verpasst und dann wars auch egal. Ich wusste nicht mal, ob er da überhaupt steht oder schon losgefahren war.
Also auf zu Neptune’s Staircase. Das ist eine Schleusentreppe vom Caledonian Canal ins Loch Eil. Die längste Schleusentreppe in Großbritannien übrigens. Sie besteht aus acht aneinander gereihten Schleusen, die die Schiffer passieren müssen, wenn sie da durch wollen.
Früher mussten die Schiffer die Schleusentore manuell öffnen und ihr Boot dann in die nächste Kammer ziehen, dann die Schleuse schließen und die nächste öffnen. Heute kann man die Tore mechanisch bedienen, aber der Prozess bleibt der gleiche.
Wir hatten grad Glück, zwei Boote schleusten sich gerade durch den Kanal und waren an einer der unteren Stufen angekommen.
An den Schleusen war auch irgendwo ein Cache, aber wir haben ihn nicht gleich gefunden und wir wollten dann da auch nicht ewig rumsuchen, denn ich wollte unbedingt weiter zum Glenfinnan Viaduct, das auf dem Weg nach Skye lag 🙂

Ich hatte über Google Streetview schon vorher geguckt, wo man da gut anhalten kann 😉 Vom Viadukt geht ein Weg zur Straße, da ist ein kleiner Parkplatz und von da hätte man gut laufen können.
Hätte ich mir aber sparen können, denn die haben da ein ganzes Besucherzentrum eingerichtet. Nicht nur für den Viadukt, sondern auch für das Glenfinnan Monument, das auf der anderen Straßenseite steht.
Aaaaaaber, das interessiert ja kaum noch einen, es geht ja allen nur noch um den Harry Potter Zug 😉
Ja, um den ging es mir auch, aber da ich wusste, dass der nur zwei mal am Tag da lang fährt (bzw. 4x, je 2x hin und zurück), hab ich mir keinen großen Hoffnungen gemacht, dass wir das zeitlich so abpassen können, dass wir genau dann da sind, wenn der Zug fährt.

Als wir auf dem Parkplatz ankamen hatten wir erstmal Glück, dass wir überhaupt noch einen Platz mit unserem dicken Lewis bekommen haben. Ein netter Einweiser hat uns einen Platz zugewiesen. Als hätte er auf uns gewartet 🙂
Und als wir ihn dann fragten, wann denn der Zug über den Viadukt fährt, meinte er in 20 bis 25 Minuten.
Waaaaaaaaaaaaaassss?? Yaaaaaaaaaaaay! 😀 Schnell, Schuhe anziehen, hoch hoch hoch!! Es gab da einen Felsen, von dem aus man gut gucken konnte, man konnte von unten auch schon Leute dort oben stehen sehen!
Oh ich war so aufgeregt 😀 wie ein kleines Kind am ersten Schultag. Wie Harry, als er zum ersten Mal nach Hogwarts gefahren ist 😉 (Und vielleicht auch wie sein Sohn James, als er nur 12 Tage zuvor zum ersten Mal drin gesessen hat ;D)

Also um das an der Stelle mal klar zu stellen: Dieser Zug ist der Jacobite Steam Train, der da schon ewig da lang fährt. Und der Viadukt (das klingt so komisch… ich dachte immer es heißt das Viadukt…) wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts gebaut.
Aber für den Hogwarts-Express war das natürlich das passendste an Kulisse überhaupt und deshalb hat das Ding und der Zug an so viel Bekanntheit gewonnen.
Ich gebe zu, dass ich sonst auch nichts davon gewusst hätte. Wir wären sonst daran vorbei gekommen und hätten wohl gesagt: „Oh guck mal, was für ne krasse Brücke. Und oooh guck mal, da fährt ne Dampflok drüber… das ist ja geil!“
Aber durch Harry Potter pilgern da die Massen hin. In der Zeit wo wir oben gewartet haben, kamen noch ein paar Reisegruppen an, die alle noch in völlig unpassenden Sachen den Weg hochgekrakselt sind und dann da im Matsch (denn es hatte wohl vorher ordentlich geregnet) gestanden und gewartet haben. Wir sind, weil wir die perfekte Ausrüstung an Klamotten hatten, noch den Berg am Aussichtspunkt ein Stück hochgeklettert, durch den Modder, weil wir, bzw. ich, ja keine Köpfe auf meinen Fotos haben wollte 😉 Hatte ich aber trotzdem. Aber nur am Rand, das kann ich abschneiden…

So… lange Rede… wir standen da und mussten noch eine halbe Stunde auf den Zug warten, weil er zu spät war!! Er hat auch schön einmal ge…tutet… gehupt? ihr wisst was ich meine… So wussten wir alle, dass er kommt und dass wir nun die Kameras bereithalten müssen ;D
und dann wars auch ganz schnell vorbei. Eigentlich völlig unspektakulär. Ein Zug fährt über eine Brücke und stößt Dampf aus. Aber ich fand das sooo schön, dass ich ein kleines bisschen heulen musste 😉

Nachdem wir dann da noch einen Kaffee getrunken und einen Muffi gefuttert hatten, und im Souveniershop die ganzen sinnlosen Potty-Sachen angschaut haben (Zauberstäbe, Schmuck usw.), hab ich da aber wenigstens ein paar Postkarten gekauft. Die sind aber immer noch nicht angekommen. Ich hab sie in der Pampa in einen Briefkasten gesteckt, vielleicht wird der nur ein mal wöchentlich geleert 😉
Wir sind dann weitergefahren nach Mallaig, wo wir mit der Fähre nach Skye rüber wollten. Und enttäuscht wurden, weil die Fähre bis zum nächsten Tag ausgebucht war… toll… Ich hatte noch im Internet gelesen, dass man die Fähre im Voraus buchen kann, aber ich hätte nicht gedacht, dass man das tun sollte… na ja, aber wir wären ja eh zu spät gewesen. In meiner Planung wären wir schon etwas eher gefahren, dh. hätte ich gebucht, wäre das Ticket verfallen…
Tja, das bedeutete nun für uns, dass wir über die Brücke nach Skye müssen. Grundsätzlich kein Problem… aber es ist weit… Wir mussten bis Fort William zurück, dann nach Norden und dann wieder nach Westen rüber zur Brücke.
Auf dem Umweg hielten wir noch kurz an den Silver Sands of Morar an – weißsandige Strände in der Nähe von Mallaig. Das war echt richtig schön da, der Sand war weißer als in der Domrep. an einem Baum hin ein Seil, da sind wir noch ein bisschen umhergeschaukelt 😉 Ich glaube nur nicht, dass die Flut so hoch kommt, dass man von da abspringen könnte…

Auf dem langen Weg zur Skye Bridge haben wir kurz vorher noch mal bei tief stehender Sonne am Eilean Donan Castle angehalten. Das ist die Burg aus dem Film Highlander und ist das meistfotografierte Schloss in Schottland. Wir haben uns das auch nicht nehmen lassen 😉 Auch wenn die Sonne dafür etwas ungünstig stand und so nicht die besten Fotos entstanden sind.
Auf dem Parkplatz hat dann noch ein englisches Paar, ebenfalls mit einem Camper, angehalten und wir kamen ins Gespräch. Mit WoMo kommt man immer gleich ins Gespräch 😉 man ist so eine Gang irgendwie. WoMo-Fahrer grüßen sich auch immer untereinander 😀
Jedenfalls, die hatten ein Riesenschlachtschiff an WoMo… ich hätt ja gern mal reingeguckt, aber ich hab mich nicht getraut zu fragen.

Dann ab über die Brücke nach Skye, dort haben wir direkt an einer Bucht in einem der ersten Orte einen Stellplatz gefunden. Dann haben wir uns die Räder geschnappt und sind in den Ort reingefahren und haben im Pub unser erstes Bier bzw. den ersten Cider im Urlaub getrunken. Prost!
Angetüdelt gabs im Camper dann noch irgendwas zu essen… Ich glaube Tortellini… Oder 5 Minuten-Terrine oder so… ich weiß es gar nicht mehr 😀 Es war jedenfalls köstlich und ich habe in der folgenden Nacht ganz hervorragend geschlafen! Endlich! 🙂

Kühe, Gräber, Pub & Wald – 12.09.2016

Nachdem wir am ersten Tag nur ca. 70 km gefahren waren, hab ich gedacht, dass wir unsere Route uuuuuunbedingt kürzen müssen. Wir hatten ungefähr 2/3 des ersten Abschnittes geschafft. Ich war völlig verzweifelt, weil ich das alles so falsch eingeschätzt hatte. Die Straße, auf der wir nachts gefahren waren, war eine kleine Katastrophe… man konnte nicht schnell fahren, laufend kam was entgegen und man musste ausweichen… also wenn das die ganze Zeit so geht, dachte ich, dann schaffen wir höchstens die Hälfte von dem, was ich geplant hatte…

Wir sind am ersten Morgen schon um halb 7 wach geworden. Ich hatte ja eh total schlecht geschlafen und lag schon seit einer halben Stunde wach. Ich hab dann gelesen, weil ich den Namenlosen nicht wecken wollte. Hätte ich aber, wenn ich über ihn rüber geklettert wär. Außerdem wär ich dann bestimmt runtergefallen 😉
Wir sind dann also aufgestanden, haben hinters WoMo gepischert 😀 und sind dann zurück in den letzten Ort gefahren, weil da ein See war. Da haben wir uns dann einen Kaffee gemacht (so scheiße wie befürchtet hat der lösliche Nescafe gar nicht geschmeckt 😉 ) und die Campingstühle rausgeholt und die Stille genossen. Echt es war soooo still. Man hört nichts. Ein leichtes Plätschern vom Wasser am Ufer, ein sanftes Rauschen vom Wind in den Baumen. Hier und da mal ein Vogel… Und ein Blöken oder Muhen 🙂

Als wir dann nach weiteren 1,5h endlich in Balloch am Loch Lomond ankamen, hatten wir Hunger und haben uns kein Müsli gemacht, sondern sind richtig frühstücken gegangen. Ein richtiges Frühstück musste her, mit Bohnen, Würstchen und Black Pudding. Was ich dann gar nicht so eklig fand, wie ich dachte 😉
Alles haben wir verputzt und sind dann mit den Rädern ein Stück am Loch Lomond lang gefahren. Den Berg hoch zu Schloss Balloch haben wir uns geschenkt, als wir gesehen haben, dass da ein Bauzaun drum war. Man muss ja nicht gleich am Anfang übertreiben.

Wir wollten am zweiten Tag eigentlich noch bis nach Oban, weil ich immer dachte, der Namenlose hätte da irgendwie eine sentimentale Verbindung hin. Hatte er aber nicht. Aber wir sind trotzdem hingefahren. Unterwegs haben wir einen Abstecher in die Bucht vom Loch Etive gemacht, einfach, weil wir von weitem schon gesehen hatten, dass es da schön aussah. Da war dann eine kleine Kirche und wir haben den ältesten Grabstein gesucht. So wie die aussahen, hätte man denken können, sie wären von 1600-irgendwas gewesen, aber der älteste war „nur“ von 1792.
Bevor wir dann nach Oban gefahren sind, haben wir noch am Dunstaffnage Castle angehalten, aber die wollten da Eintritt. Also haben wir uns nur die Ruine der zugehörigen Kapelle angeguckt, aber es fing dann so an zu regnen, dass wir zurück zum WoMo gelaufen sind und endlich nach Oban gefahren sind. Da ließ uns das Wetter dann wieder im Stich. Es fing an zu regnen. Erst nicht schlimm, so dass wir trotzdem ein bisschen durch die kleine Stadt spaziert sind, aber dann wurde es immer stärker. Wir sind dann in einen Pub geflüchtet, wo wir zwei Cola getrunken haben, weil wir dachten, es würde vielleicht noch aufhören.

Um dann noch ein bisschen Strecke zu machen und ein bisschen aufzuholen, sind wir dann weiter gefahren Richtung Fort William, wo wir am nächsten Tag hin wollten. Da der Namenlose ja doch nicht so verbunden mit Oban war, wie ich dachte, mussten wir da auch nicht länger bleiben. Es war auch ziemlich touristisch und voll da, das hat uns nicht so gefallen 😉
Wir wollten nicht wieder so lange fahren, wie am Vorabend, weil es einfach echt stockfinster ist, wenn sie Sonne dann weg ist und sind deshalb abgebogen nach Port Appin, weil wir dachten, dass man sich da schön hinstellen kann, mit Blick aufs Meer… Na ja Blick hatte man, aber Hinstellen konnten wir vergessen. Denn da war ein Fähranleger und direkt daneben ein Restaurant, das sehr sehr gut besucht war 😉 Wir hatten etwas Mühe unser Riesen-WoMo vor aller Augen zu wenden, aber wir haben es geschafft und ein paar Meilen weiter einen Parkplatz gefunden. Mitten im Wald, eigentlich für Wanderer, die von dort aus ihre Tour starten wollen.
Es war so dunkel dort, dass ich es fast gruselig fand. Der laute rauschende Bach daneben… man hätte uns nicht mal schreien hören, obwohl die nächsten Häuser gar nicht soooo weit weg waren. Also man hätte hin rennen können, wenn irgendwas gewesen wär 😉

Im Gegensatz zum Vortag haben wir doch einiges an Strecke geschafft, weil wir auch über etwas größere Straßen gefahren sind. Wo der Verkehr ganz normal auf einer zweispurigen Straße fährt, wo keiner ausweichen muss. Wo man auch mal schneller fahren kann.
Ich hatte Hoffnung, dass wir dann doch einen größeren Teil unserer Route schaffen könnten.
Aber darüber wollten wir uns die nächsten Tage erst Gedanken machen. nach zwei, drei weiteren Tagen konnte man besser abschätzen, wieviel man so schafft.

Hauptsache der Koffer kommt an! – 11.09.2016

Der Urlaub nach Schottland begann für mich mit einem mittelgroßen Aufreger. Wir hatten unseren Flug mit Lufthansa gebucht, und man ist es ja inzwischen gewöhnt, dass man sich selbst online eincheckt, oder auch an so einem Automaten am Flughafen. Wir sind ja ein Volk der Selbermacher, außerdem will ja jeder seinen Platz aussuchen und so weiter.
Ich check ja meistens auch online selbst ein, wenn ich irgendwohin fliege. Dann muss man sich zwar noch mal anstellen und sein Gepäck aufgeben, also könnte man sich das einchecken auch vorher sparen, aber grad, wenn man nur mit Handgepäck fliegt, ist das sehr komfortabel, weil man direkt zur Sicherheitskontrolle gehen kann.

So, jetzt hatten wir ja nun Gepäck dabei, haben uns erst an einem Automaten selbst eingecheckt und sind dann zum Schalter gegangen, wo man sein Gepäck aufgibt. Dieser Schalter war ein weiterer Automat…
Bei Lufthansa gibt man als „Billigpassagier“ der Economy-Class sein Gepäck selbst auf. Für die Businessclass gabs einen echten Schalter mit echtem Mitarbeiter zur Gepäckaufgabe. Aber so billig war der Flug gar nicht. Ist ja nicht so, dass Lufthansa mit Easyjet vergleichbar wär… nö… Also mich hat das wahnsinnig aufgeregt, dass überall am Service gespart wird, aber die Flüge nicht günstiger werden.
Da steht man also vor diesem Kackautomaten, muss sich von einem Mitarbeiter noch anfotzen lassen, weil man nicht sofort checkt wie das jetzt funktioniert und einen falschen Knopf gedrückt hat… Ganz im Ernst, ich hatte Angst dass einer oder beide Koffer im falschen Flugzeug landen… und wir hatten nicht gemischt gepackt…
Das ist das gleiche wie mit den Selbstscan-Kassen im Supermarkt. Das finde ich ne Frechheit. Die Produkte werden nicht billiger, wenn ich sie selbst scanne… Und wenn ich dann noch einen Fehler mache, wird mir nachher noch Diebstahl unterstellt…

Das nächste: an der Passkontrolle bin ich vorher stehen geblieben und hab mein Portemonnaie rausgekramt, wo mein Perso drin war, und dann motzt mich auch ein Mitarbeiter an, dass ich da jetzt durch gehen muss und zeigt auf die Passkontrolle.
Ähm… ja ich weiß du Blödmann! Ich bin ja nicht bescheuert!

Also eigentlich war der Tag für mich da gelaufen, ich war komplett genervt, hatte schlechte Laune und Hunger.

Im Flieger war dann aber alles vergessen, in Schottland erst Recht.
Der Flug über die Nordsee war sogar ziemlich spannend, weil man immer wieder große Containerschiffe sehen konnte, oder Windparks oder auch Ölplattformen.

Am Flughafen wurden wir mit dem Taxi abgeholt und zum WoMo-Vermieter gebracht. Wir hatten Glück und konnten schon eher hinkommen und das WoMo übernehmen. Wir hätten eigentlich bis 15 Uhr warten müssen.
Der Vermieter hat uns dann unser WoMo Lewis vorgestellt und uns erklärt, wie das alles funktioniert.
Es gab einen 110-Liter-Frischwassertank, es gab einen Abwassertank für Dusch- und Abwaschwassertank. Er hat uns gezeigt, wie man diese befüllt bzw. entleert. Die Entleerung des Klotanks ist in die Zuständigkeit des Namenlosen gefallen 😉 Aber das war auch halb so schlimm. Eine wirklich einfache und saubere Angelegenheit. Außerdem haben wir jedes öffentliche Klo und jeden Busch benutzt, um zu vermeiden, dass der Tank zu schnell voll wird 😉
Er hat uns erklärt, wo wir das Gas aufdrehen, was wir alles beachten müssen, wenn wir morgens wieder losfahren (Fenster alle zu ) und so weiter und so fort. Diese Einweisung hat doch relativ viel Zeit in Anspruch genommen, aber ich denke der Vermieter hat die Zeit auch genutzt um uns ein bisschen kennen zu lernen. Immerhin ist das sein Wertgegenstand, der ihm seinen Lebensunterhalt sichert und den er uns anvertraut.

Ein bisschen komisch war es dann, dass wir uns am ersten Urlaubstag nicht einfach erstmal aufs Bett schmeißen um ne halbe Stunde später an den Strand zu gehen. Sondern wir sind gleich losgefahren. Erstmal kurz eine kleine Runde in dem Industriegebiet, wo wir den Camper abgeholt haben, um ein bisschen vertraut zu werden.
Erster Stopp war dann die Forth Bridge ein Stückchen von Edinburg weg in Queensferry. Die Brücke ist eine Eisenbahnbrücke und ziemlich hoch und führt über den Forth of Firth. Da lag eigentlich irgendwo ein Cache, aber als wir einen Parkplatz für den Camper gefunden und losmarschiert waren, hatten wir alle Unterlagen vergessen. Na nicht so wichtig.
Erstmal hatten wir Hunger und haben uns in eins der Restaurants dort gesetzt und einen Salat und Fish&Chips gegessen und den Blick auf die drei Brücken genossen (die Eisenbahnbrücke, eine für Autos und eine neue, die grad gebaut wird)

Nächster Halt war dann am Falkirk Wheel, ein ziemlich abgefahrenes Schiffshebewerk, das wie ein Riesenrad funktioniert.
Leider waren wir zu spät da, das war dann geschlossen, sodass wir es nicht live sehen konnten, aber imposant war das ganze trotzdem!

Eigentlich wollte ich am ersten Tag noch bis ans Loch Lomond fahren und dort irgendwo übernachten, aber es wurde nun schon allmählich dunkel, wir hatten noch nichts zu essen eingekauft und wir waren auch kaputt.
Also haben wir einen Supermarkt gesucht, einen ganz winzigen gefunden und dort einen Rieseneinkauf gemacht, der die Kassiererin leicht überfordert hat 😉 und die Frau hinter uns, die nur Milch hatte, hat auch gekotzt…
Wir sind dann noch weiter gefahren Richtung Balloch über winzig schmale Straßen, die grad so breit waren, wie das WoMo. Alle paar Meter gabs Ausweichbuchten, aber es war auch einfach stockfinster sodass wir uns dann entschieden haben, uns einen Platz zu suchen, wo wir übernachten können.
In unserem Navi waren Wild Camping Spots eingespeichert und einer war nicht weit weg, also haben wir uns da einfach hingestellt und gepennt.
Etwas abschüssig, aber das war uns egal, wir waren einfach totmüde. Leider hab ich total besch… geschlafen. Wir haben oben im Alkoven gepennt, und ich hab mir beim Umdrehen ein paar mal den Ellenbogen angerammelt und es war so eng und irgendwie mit dem Dach so direkt über einem… also das war nicht so angenehm. Ich lag nämlich in dem vorderen Teil, weil ich kleiner bin 😉

Schottland

Ach, ich hänge selbst noch meinen Gedanken nach! Ich weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll. Ich weiß nicht, ob ich jeden Tag einzeln machen soll, oder mehrere Tage zusammenfassen…
Ich schau mal.

Ich fange mit einer Zusammenfassung an: aus geplanten 1.500 km durch Schottland wurden mehr, auch wenn ich das am ersten Tag nie geglaubt hätte. wir sind unglaubliche 2.193 Kilometer gefahren. Dabei sind noch nicht die zusätzlichen Kilometer mitgezählt, die wir durch Verfahr-Aktionen und sinnloses Rumgegurke in Edinburgh gefahren sind. Reine Route waren also knapp 2.200 Kilometer – unser Tacho hat etwa 1.450 Meilen angezeigt, was nach Umrechnung in Kilometer dann ca. 2.300 sind. Also das kommt schon ungefähr hin. Irgendwas dazwischen sind wir wohl gefahren.

unbenannt

Wahnsinn… Armer Schatz, der musste so viel fahren, denn ich bin nicht gefahren.
Zum einen, weil es in der Versicherung für das WoMo extra gekostet hätte, zum anderen, weil das WoMo einfach riesig war und ich mir das nicht zugetraut hab. An den Linksverkehr hat man sich doch recht schnell gewöhnt. Zumindest aus Autosicht. Als Fußgänger war ich bis zum Schluss immer noch verwirrt, von wo die Autos nun kommen 😉

Das WoMo… unser Lewis war riesig… also so von den Abmaßen. Es ist eben ganz was anderes als ein Auto, erst recht ganz was anderes als mein kleiner Peter, den ich ja nur gewöhnt bin. Und in einem Rechtslenker-WoMo wie man es nun mal in Schottland braucht, sitze ich nun mal auf der gleichen Seite, wie in meinem kleinen Peterle… und da fallen einem die Dimensionen erstmal richtig auf. Aber obwohl er so groß war, war es doch ganz schön eng und klein da drin. Man konnte kaum an einander vorbei, besser war es, einer ist auf den Sitz ausgewichen, damit der andere vorbei konnte 😉 Es ist nun mal alles auf engstem Raum da drin. Betten, Sitzecke, Schränke, Küche und Bad… Alles ziemlich opti da drin eingebaut. Geht schon für zwei Wochen. Ich kann mir aber ehrlich gesagt keinen Dauerurlaub da drin vorstellen. Obwohl… eigentlich pennt man ja da nur… na ja.

Also mit uns beiden hat das da drin jedenfalls ganz gut funktioniert. Wir sind uns nicht auf den Keks gegangen! Das war mir ja das wichtigste 😉 Obwohl ich eine ganz schlimme Frustphase hatte, aber dazu komme ich noch. Der Namenlose hat den Frust ertragen, der war auch berechtigt und er selbst war auch gefrustet.
Mein nächster Urlaub muss jetzt trotzdem irgendwo ans Meer gehen oder so, wo man doch etwas mehr Platz im Hotellzimmer hat, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, wieder so einen Urlaub zu machen! 🙂 In Island oder Norwegen 🙂

12 von 12 im September 2016 – Urlaubsedition

Etwas verspätet und etwas anders meine 12 von 12 im September. Eigentlich sind es zwölf mal 1 von 11, 1 von12, 1 von 13 usw… Denn passenderweise gab es in unserem Urlaub 12 Nächte und 12 WoMo-Standorte über Nacht.
Von einer Nacht gibt es zwei Standorte, weil wir gewechselt haben, die letzten zwei Nächte waren wir dafür am gleichen Standort – nämlich auf einem Campingplatz. Das war zum Schluss sehr angenehm so mit richtigen Klos und Duschen 😉
Wir waren an völlig einsamen, verlassenen Ecken, wo ich es fast gruselig fand, dass wir dort standen, wir waren aber auch auf Parkplätzen in der Stadt, von wo aus es nicht weit zum nächsten Pub war. Wir waren im Wald, auf Wiesen und am Meer. Alles dabei, alles wunderschön!

Freitags-Füller 36/2016

1. Was meint mein Chef eigentlich, wie naiv ich bin? Letztes Jahr verspricht er mir das Ausland. England. dann wurde aus England Ungarn. Und bis heute ist nichts, aber auch gaaaar nichts passiert. Nun verspricht er mir eine Gehaltserhöhung. Wie schnell wird da wohl etwas passieren? Genau, ich denke nie 😉.

2. Reden kann er nämlich viel, wenn der Tag lang ist. Das war schon immer so, da hat sich nichts verändert.

3. Der Begriff Urlaub ist aber jetzt viiiieeel interessanter für mich, weshalb ich hier gleich die Segel streiche und dann die nächsten 17 Tage mit keiner Silbe an irgendjemanden aus dem Büro denken werde.

4. Sonne, Regen, Nebel, Wolken? Wie wird wohl das Wetter in Schottland? Ich finde, das ist eine interessante Frage.

5. Die letzten Sommertage werde ich dann wohl eher auslassen und mich mit dem Namenlosen in den Highlands ins WoMo kuscheln.

6. Alkoholfreier Hugo, also Minzwasser mit Limette und einem Tropfen Holunderblütensirup ist das Lieblingsdrink dieses Sommers.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Treffen mit meiner Hochzeitsfreundin, wir stoßen endlich auf ihr Eigenheim an 🙂, morgen habe ich Koffer packen geplant und Sonntag möchte ich einen entspannten Flug genießen, unser WoMO beziehen und unsere Tour starten!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

1.495 km durch Schottland

Noch 2x arbeiten, noch 3x schlafen bis Schottland 🙂
Die Route steht. Es soll ja keine ganz festgelegte Route sein, es ist nur eine Orientierung.
Schottland
Es gibt nur zwei Punkte, die mir wichtig sind, die ich unbedingt dabei haben muss: das ist einmal das Glenfinnan Viaduct (zwischen F und G), wo der Jacobite Steam Train drüber fährt. Bekannter ist er wohl unter dem Namen Harry-Potter-Zug 😉
Jaaa ich würde eigentlich gern damit fahren, aber wir werden keine Zeit dafür haben. Außerdem müssten wir hin und zurück fahren, wir müssen ja wieder zum WoMo… Mist… 12 Tage sind viel zu wenig!!!

Das nächste, was für mich unbedingt dabei sein muss, ist der Besuch der letzten Highland Games des Jahres (bei L). Vielleicht ist es total unspektakulär, aber ich wills mal sehen.
Das einzig ungünstige dabei ist, dass die genau in der Mitte unserer Zeit liegen, aber nicht in der Mitte der Route, deshalb hab ich jetzt eine Schleife eingeplant. oh maaaaan… 12 Tage sind einfach viiiieeeel zu wenig 😉

ich freu mich schon wie blöd! Ich habe ungefähr eine Million Fotos von meinem Handy gelöscht. Eine neue Kamera hab ich mir nicht gekauft, denn ich hatte andere Ausgaben… Am Samstag waren wir beim Globetrotter und haben uns ordentliche Wanderschuhe gekauft und dazu gleich noch eine Softshell-Jacke.
Jetzt sind wir gut ausgerüstet und wehe ich kriege nasse Füße! dann bring ich die Schuhe direkt wieder zurück.
Ich hoffe so sehr, dass das Wetter einigermaßen hält. Wolken und Wind sind nicht schlimm, ein bisschen Niesel auch nicht, aber einigermaßen trocken wär schon toll…

Leseliste August 2016

Etwas verspätet kommt hier meine Leseliste für August. Ja, die erste Lese-Euphorie hat etwas nachgelassen, allerdings habe ich auch ein Stück gehäkelt und gestrickt an den letzten Wochenenden.
Im August waren es also nur zwei Bücher, eigentlich sogar nur 1,5… Aber das sind immerhin 1,5 mehr als die das ganze letzte Jahr zusammen 😉

Das Messias-Projekt von Markus Ridder
Totes Sommermädchen von B. C. Schiller
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Das Messias-Projekt von Markus Ridder

Craig erwacht mit einem schrecklichen Kater. Der 40-Jährige ist vollkommen orientierungslos, weiß noch nicht mal, wo er ist. Doch langsam dämmert es ihm: Er ist in Zürich, und es sind nur noch wenige Minuten, bis ein wichtiger Vortrag beginnt. Ein Vortrag, den er selbst halten muss. In aller Windeseile zieht er sich an und hastet zum Veranstaltungsort. Dort angekommen wundern sich die Leute: Craig kommt fast auf den Tag genau ein Jahr zu spät. Und keiner weiß, was er in diesem einen Jahr gemacht hat. Auch Craig nicht. Er setzt alles daran, herauszufinden was passiert ist. Doch nicht alle haben ein Interesse an der Wahrheit.

Dieses Buch war wirklich sehr spannend und fesselnd. Man sucht gemeinsam mit der Hauptperson nach dem verlorenen Jahr. Er kann sich an den letzten Tag erinnern und dann ist plötzlich alles weg. Er fährt wieder nach Zürich, wo sein verlorenes Jahr begann und begibt sich auf Spurensuche. Als Leser sucht man genauso mit, denkt mit, versucht aus dem Gelesenen Schlüsse zu ziehen…
Am Ende löst sich tatsächlich alles auf. Die Erinnerung kommt zurück. Craig erlebt Flashbacks, die sich mit der Gegenwart vermischen, aber am Ende ein logisches Gesamtbild ergeben.
Mit diesem Ende hätte ich definitiv nicht gerechnet! Es hat mich überrascht und irgendwie richtig zufrieden gestellt.
Gutes Buch! 🙂

Totes Sommermädchen von B. C. Schiller

An einem heißen Sommerabend brechen die Zwillinge Ulla und Britta gemeinsam mit ihrem Freund auf, um im Böhmerwald die Sommersonnenwende zu feiern. Doch in dieser Nacht passiert etwas Schreckliches, und am nächsten Morgen ist nur noch einer von den dreien übrig.
Zur selben Zeit erwacht das junge Medium Olin aus einem dreimonatigen Koma und sieht beunruhigende Bilder …
Inspektor Tony Braun und sein knapp vor der Pensionierung stehender Chef Greg Keller müssen ein blutiges Rätsel lösen, denn es gibt nur eine Leiche …

„Totes Sommermädchen“ geht 7 Jahre zurück und erzählt den Werdegang von Tony Braun bis zum Chefinspektor. Für neue Leser ist der Thriller der optimale Einstieg in die spannende Welt von Chefinspektor Tony Braun.
Für bestehende Tony Braun Fans, ist es interessant zu erfahren, wie alles begann.

Mit diesem Buch hab ich mich ein kleines bisschen schwer getan. Ich habe mich eigentlich bis kurz vor Schluss gefragt, was der Titel des Buchs mit dem Inhalt zu tun hat… Es hat sich dann am Ende aufgelöst und der Gedanke, dass das die Lösung sein könnte, kam mir auch am Anfang recht schnell… Allerdings fand ich das dann doch ziemlich abstrus, sodass ich den Gedanken wieder verworfen habe.
Ich fand, dass die Geschichte gerade zum Ende hin ziemlich konstruiert gewirkt hat und die Autoren (B. und C. sind ein Ehepaar) haben zu lange die Auflösung zurück gehalten, weil sie den Spannungsbogen noch nicht abbrechen wollten und dem Leser noch mal falsche Fährten legen wollten. Allerdings hätte die Geschichte es erfordert, dass man es auflöst. Oder man hätte es irgendwie charmanter verstecken müssen. Stattdessen war aber nur von „dem Besucher“ die Rede, oder von den weißen Sneakern, die das einzige waren, das man von „der Person“ sehen konnte. Im nächsten Kapitel lagen dann zufällig auch weiße Sneaker achtlos im Raum…
Ja… also es war ok, stellenweise auch spannend, aber irgendwie etwas holprig.

Freitags-Füller 35/2016

1. Ich bin wirklich ein Arsch. Diese Personalvermittlungsfirma hat sich mal wieder bei mir gemeldet und mir einen Job vorgeschlagen. Die tun ja dann immer so, als würde die Stelle schon morgen besetzt werden und ich fühle mich da immer überfallen und unter Druck eine Entscheidung zu treffen… Jedenfalls hat er mir vorgestern gesagt, dass ich heute ein Gespräch habe und ich wusste eigentlich von Anfang an, dass ich das nicht will, hab mich aber belatschern lassen. Kunde hat meinen Lebenslauf gekriegt, Kunde fand mich gut, wollte mich kennen lernen. Und dann sagt er mir, wo die sitzen… Tja, also sorry, ich bin nicht bereit über eine Stunde Fahrtweg pro Strecke auf mich zu nehmen. Ich hab echt überlegt, ob ich es mir trotzdem anhören soll… aber tief im innersten will ich es nicht, also hab ich es gerade eben abgesagt..

2. Die Entscheidung darüber ist gestern Abend gefallen, als ich noch mal mit dem Namenlosen darüber gesprochen habe und diese Entscheidung fand ich wirklich sehr beruhigend.

3. Wäre nächste Woche Weihnachten, dann würde ich jetzt in Panik verfallen, weil ich kein einziges Geschenk hätte. Nicht mal die Socken für meine Mutter sind fertig, die ich schon seit März stricke 😉.

4. Dass es also noch über drei Monate hin sind, das ist sehr bequem.

5. Wenn ich an Paris denke, dann erinnere ich mich an das Selfie, das ich mit meiner Hochzeitsfreundin da gemacht hab, als wir vor 5 Jahren dort waren. Es war ein Kurztrip übers Wochenende, es war früh und wir waren in einer kleinen Gasse unterwegs nach Sacre Coeur und ich hab mir einen Kaffee to go geholt, weil ich die Augen kaum aufgekriegt hab. Meine Freundin hat dann ein Selfie von uns gemacht und meine Mutter meinte hinterher zu mir, wie hübsch ich auf dem Foto wär, ich würde so richtig strahlen. Obwohl es wie gesagt früh und vor dem ersten Kaffee war. Tja… es war ungefähr eine Woche, nachdem ich den Namenlosen das erste mal getroffen hatte 😉.

6. Man nehme etwas Cola, koche sie zu Sirup ein, füge Tomatenmark, passierte Tomaten, Tabasco, Worcestersauce, Salz, Paprika und Curry dazu, und hat dann eine ziemlich geile Soße, die wir gestern Abend mit Bratwurst und Pommes gegessen haben… Njamnjam!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf When you say nothing at all und Life is a rollercoaster in der Jahrhunderthalle in Frankfurt, morgen habe ich Uptown girl beim Piano Man in der Commerzbank-Arena geplant und Sonntag möchte ich eigentlich mit meiner Hochzeitsfreundin auf den Kauf ihres Eigenheims anstoßen, aber das ist noch nicht ganz sicher. Also das Treffen, nicht der Kauf!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.