Leseliste April 2017

Ja, ich mache jetzt einen Fitzek-Marathon. Ich möchte mir eine Meinung bilden. Ist er wirklich so gut oder wird er überbewertet? Das kann ich nun mal nach zwei Büchern nicht sagen, deshalb lese ich noch ein paar andere. Und möglichst in der Reihenfolge, damit ich eine Entwicklung sehen kann.
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Die Therapie von Sebastian Fitzek

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

Es erinnert mich ein wenig an das Paket. Der Aufbau des Buchs ist gleich und Fitzek bleibt sich da offenbar treu. Was bei der Therapie funktioniert hat, sollte dann eben auch beim Paket funktionieren…
Die Therapie ist Fitzeks erstes Buch und ich muss sagen, dass es mich doch wirklich gefesselt hat. Es war so, dass ich es kaum weglegen konnte. Abends vorm Einschlafen war das ziemlich schlimm, denn immer hatte ich die Uhr im Blick. Ach, nur noch ein Kapitel. Aber ich wollte wissen, wie es weitergeht, wie es ausgeht, wie es sich auflöst. Ist alles eine Wahnvorstellung?
Tja, die Auflösung hat mich echt überrascht, aber auch hier gab es am Ende noch eine überraschende Wendung, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Für mich war das dann wieder der eine Moment zu viel, der bei mir dann eher ein Augenrollen verursacht 😉 ein unnützes Überhängsel wie der Epilog bei Harry Potter. Trotzdem hat es mir wirklich gut gefallen. Klare Lesemepfehlung 😉

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde.

Auch hier bleibt sich Fitzek wieder seiner Geschichte in der Geschichte treu. Studenten lesen in einem Experiment eine Patientenakte, die übrigens von Professor Viktor Larenz stammt. Diese Akte erzählt, wie der Seelenbrecher in der psychiatrischen Klinik mit Ärzten und Patienten eingeschlossen wird. Es ist aus der Sicht eines Patienten erzählt, der sich nicht einmal an seinen eigenen Namen erinnern kann, geschweige denn, wie er in diese Klinik gekommen ist. Im Verlauf der Akte kommt sein Gedächtnis zurück. Als Rahmen dieser Akte ist da der Psychologieprofessor, der ein paar Studenten eingeladen hat, die diese Akte als Experiment lesen sollen.
Ich muss sagen, dass es mir schwer gefallen ist, mich in das Buch zu finden. Dass die „Patientenakte“ wie ein Buch geschrieben ist, fand ich im ersten Moment ziemlich blöd, aber wie soll man es sonst anders machen. Außerdem waren da oft Sprünge drin, die ich schlecht nachvollziehen konnte. Eine Szene spielte beispielsweise im Röntgenraum, aber da war auch ein Aufzug?? Ich bin auch laufend mit den Personen durcheinander gekommen, konnte dann nicht mehr richtig zuordnen, wer wer ist… Das hat sich später gegeben, aber anfangs musste ich eben öfter zurück blättern.
Insgesamt war es schon spannend. Auch hier habe ich ziemlich hintereinanderweg gelesen. Aber auch hier gab es eine ach so überraschende Wendung am Schluss. Naja zwei Überraschungen. Eine hatte sich allerdings schon ziemlich zu Beginn angedeutet, war also am Ende eher eine Bestätigung als eine Überraschung… Hm… Überzeugt bin ich von dieser Wendung nicht. Wenn ich so nachdenke finde ich es doch seltsam, dass das so funktioniert haben soll.
Was am Ende mit den Studenten wird, bleibt völlig offen. Das Lesen der Patientenakte war ein Experiment. Am Ende wird aber gar nicht weiter drauf eingegangen. Es heißt nur, dass sie sich melden können, wenn sie sich komisch fühlen.
Warum die Akte jetzt ausgerechnet noch aus dem Patientennachlass von Viktor Larenz aus dem ersten Buch sein musste, habe ich nicht verstanden.
Also insgesamt war es nicht schlecht, aber die Therapie war besser.

Jetzt habe ich übrigens gerade „Der Augensammler“ von Fitzek angefangen. Er bleibt sich treu. Wieder gehts um einen Psychiater.

Freitags-Füller 17/2017

1. Keine Spur von dir, die Wohnung ist leeeeer, und mein Herz wie Blei so schweeeeer. Ich geh kaputt, denn du bist wieder bei ihm! 😀 so, wer hat jetzt noch einen Ohrwurm? 😉 Sorry...

2. Ich könnte jetzt sofort Urlaub, ein Eis, einen Cocktail, Strand, Sonne, fauli und ein Buch vertragen.

3. Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich nicht so viel, weil die Sonne scheint und deshalb die Außenjalousien runtergefahren sind. Das ist schade, andererseits habe ich eh keine Zeit aus dem Fenster zu schauen, weil ich ja gerade in die neuen Tätigkeiten eingearbeitet werde, und wenn ich dann damit fertig bin, arbeite ich netterweise immer noch mal was ab, was von meinen Kollegen liegen geblieben ist. Aber heute können die das vergessen. Solls halt knallen, dann merken sie mal, was ich alles weggeschafft hab.

4. Die Cannelloni am Dienstag war in dieser Woche bisher ein Highlight.

5. Im Gartencenter haben wir vor ein paar Wochen eine Truhe für den Balkon gekauft. Eigentlich haben wir gar nichts, was wir da rein machen können 😀 eine Gießkanne ist jetzt drin und ein Handfeger, mit dem wir ab und an den Balkon abfegen. Ich will ja eigentlich immer noch ein paar Blumentöpfe oder Kräuter auf dem Balkon haben, aber bei unseren ungrünen Daumen, gehen die uns eh ein 😉 .

6. Jetzt wo ich das nähen angefangen hab, hab ich so einige Sachen im Kopf. Die ersten Stücke (ein Blusentop und ein PUllover) sind nicht perfekt, aber auch gar nicht so schlecht geworden. Übung macht ja den Meister, und eine langärmlige Bluse, aber nicht so ne klassische spießige, und ein Sommerkleid muss ich unbedingt bald mal selber machen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen entspannten Abend, morgen habe ich geplant, mit meiner Hochzeitsfreundin und der Kleinen in den Zoo zu gehen und ein Eis zu futtern und Sonntag möchte ich mich darüber freuen, dass Montag noch frei ist und dass ich dann nur noch 4x arbeiten muss, bis wir in den Urlaub fliegen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Freitags-Füller 16/2017

1. Ich lese gerade wieder ein Buch von Fitzek. Ich bin hin und her gerissen zwischen seinem Ruf als Thriller-König und meiner Unart, etwas wegen seines Rufs, wegen eines Hypes oder was auch immer schon mal grundsätzlich und aus Prinzip boykottieren zu wollen. Also lese ich und bilde mir eine eigene Meinung.

2. Das hier, in Form der Kosmetiktasche „Susie“ von pattydoo, ist eine ziemlich gelungene Resteverwertungcollage-1492755853601.jpg

3. Am Montag geht es von vorne los...

4. In den letzten Nächten habe ich viel geträumt. Direkt nach dem Aufwachen konnte ich mich auch immer noch erinnern, aber dann war es weg. Ab und zu hab ich ja schon mal darüber geschrieben, was ich geträumt hab, meistens, wenn es total absurd war, oder wenn es gruselig war. Wenn ich zum Beispiel weglaufen will, aber nicht von der Stelle komme. Wenn ich dann irgendwann wach werde, bin cih immer wieder erleichtert, denn es war bloß ein Traum.

5. Im übrigen schlafe ich in letzter Zeit auch nicht mehr so besonders gut. Ich denke, es ist an der Zeit, mal neue Matratzen zu kaufen. Meine ist mir eigentlich viel zu weich, ich hab in meinem alten Bett schon immer besser geschlafen, als beim Namenlosen. Aber da sein Bett breiter ist als meins war, konnten wir meine Matratzen leider nicht mitnehmen beim Umzug.

6. Außerdem sind das auch noch die Matratzen, auf der auch schon seine Ex geschlafen hat. Also muss jetzt was neues her, besonders für mich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein hoffentlich fertiges Sommershirt, das ich gestern zugeschnitten hab und mich nachher zu nähen wage, morgen habe ich geplant, den Garten weiter zu ent-unkrauten. Letzten Freitag war dann irgendwann echt genug, das letzte Stück, wo aber irgendwie das meiste steht, haben wir uns aufgehoben… und alles andere ist schon wieder bewuchert! Ich könnt heulen… das ist echt ne Sisyphusarbeit und Sonntag möchte ich zur Belohnung für die Gartenarbeit vielleicht weiter nähen 🙂 ich hab viel zu viele Ideen im Kopf, aber ich bin vernünftig und halte mich mit dem Stoffkauf zurück!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Freitags-Füller 15/2017

1. Gesetzt den Fall wir hätten heute den Wecker vergessen auszustellen, dann wäre ich um 6:15 wach geworden. Gesetzt den Fall wir hätten die Schlafzimmertür offen gelassen, dann wäre der Hund rein gekommen und ich wäre gegen 7 wach geworden. So aber habe ich wirres Zeug geträumt, an das ich mich nicht mehr erinnern kann und war dann letztlich um 8 wach.

2. Früher gab es natürlich immer bunte Eier, aber inzwischen ist mir das alles nicht so wichtig. Es gibt nichts bestimmtes, von dem ich sage, es gehört für mich unbedingt zum Osterfest.

3. Eine Mini-Auszeit am Tag sollte ich mir ruhig immer gönnen… Ich werde mir angewöhnen meine Mittagspause einzuhalten und sie bei schönem Wetter auf der Dachterrasse zu verbringen. Dann kriege ich vielleicht auch ein kleines bisschen Farbe.

4. Ich habe schon lange nichts mehr gebacken.

5. Wenn die Kirschblüten vom Baum rieseln sieht es aus, als hätte es geschneit.

6. Gleich werden wir das Wetter nutzen und was im Garten schaffen. Eigentlich war nämlich für das ganze Osterwochenende Regen angesagt. Das aus meinem Mund, dabei sage ich eigentlich Gartenabeit, nein danke!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Lasagne
, morgen habe ich geplant die letzten Topfhandschuhe zu nähen und Sonntag möchte ich diese zum Geburtstag verschenken. Ich hoffe, sie gefallen!

Leseliste Januar bis April 2017

Tja, das war dann dieses Jahr bisher nicht so viel. Irgendwie macht mich nichts mehr so richtig an. Ich hätte es gern wieder, dass mich ein Buch so richtig fesselt und nicht, dass ich während des Lesens denke „ah… wieder so ein Arsch, der zwar ein absoluter Soziopath aber dafür natürlich ein absolutes Genie in seinem Gebiet ist“ Wie zB. Maarten Snijder, äh Verzeihung Maarten S. Snijder… *Augenverdreh*
Also… meine drei wenigen Bücherchen in den letzten Monaten:
Todesmärchen von Andreas Gruber
Das Paket von Sebastian Fitzek
Ihr liebt sie nicht von Belinda Bauer
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Wollen wir uns die Bücher doch mal genauer betrachten.

Todesmärchen von Andreas Gruber

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann …
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus.
Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon.
Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Tja… Also dieses Buche habe ich zu Gunsten des „Pakets“ sogar unterbrochen, so gut hat es mir gefallen 😉 Ich habe mich an Schluss durchgekämpft. Snijder ist ein Arschloch mit Cluster-Kopfschmerzen und tätowierten Akupressurdruckpunkten auf den Händen. Er kifft laufend gegen die Schmerzen und ist teamunfähig, weil er egoistisch ist und den Fall alleine lösen will.
Es werden zwei Handlungsstränge erzählt, die einen Abstand von ein paar Tagen haben und sich im Laufe des Buches annähern und am Schluss treffen. Einmal der Erzählstrang von Arschloch-Snijder und Nemez und dann der Strang von der Psychologin Hannah, die natürlich ein Kindheitstrauma erlitten hat, deshalb Psychologie studiert hat und nun frisch nach dem Studium Schwerstverbrecher therapieren soll. Ja, das ist bestimmt total realistisch. Piet van Loon, der eine Patient ist natürlich ein hyperintelligenter Sadist, der Hannah direkt durchschaut, aber sie ist natürlich super taff und hat sich voll unter Kontrolle, als er aus der Reserve locken will…
Oh man… also insgesamt fand ich das Buch echt nicht gut. Das mit den zwei Handlungssträngen hat mich hier gestört. Immer wenns dann doch mal spannend wurde, wurde die Handlung durch ein Kapitel aus dem anderen Strang unterbrochen. Und das hatte keinen spannungssteigernden Effekt bei mir, sondern es hat mich nur genervt. Die Auflösung war zwar unerwartet, aber es passte dann irgendwie zu dieser Story.
Von mir gibts keine Empfehlung, ich fand tatsächlich alle Personen unsympathisch und habe mich überhaupt nicht so richtig reingefunden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es auch gar nicht erst versucht habe, nachdem ich die ersten Arschlochallüren von Snijder erlebt habe. Der Namenlose hingegen fand das Buch gut.

Das Paket von Sebastian Fitzek

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt …

Das zwar mein zweites Buch von Fitzek. Passagier 23 fand ich ja wirklich gut. Das kann ich vom Paket allerdings nicht sagen. Nach diesem Buch bin ich eher zu der Aussage gekommen, dass Fitzek überbewertet wird. Aber nach zwei Büchern kann man so eine Aussage nicht treffen, daher lese ich grad wieder eins.
Jedenfalls, das Paket… War im Grunde eine Story in der Story. Die Psychiaterin ist im Gespräch mit ihrem Anwalt und erzählt die Geschichte. Es gibt also auch hier zwei Handlungsstränge. Die Gegenwart einige Zeit nach dem Überfall, und die eigentliche Geschichte. Der Überfall, und die Zeit danach. Wie einfach es ist, jemanden in den Wahnsinn zu treiben. Das Hotelzimmer, in dem sie untergebracht war, existiert nämlich gar nicht. Und überhaupt hat sie ja gar nicht in das Hotel eingecheckt. Wenn man dann psychisch labil ist, fängt man bestimmt wirklich an, an sich zu zweifeln.
Na ja, jedenfalls war das Buch jetzt insgesamt nicht so der Brüller. Irgendwie hat es mich nicht so gefesselt. Die Charaktere waren alle irgendwie nur oberflächlich angerissen, ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, ich kann nicht mal mehr sagen, wie der Mann von Emma hieß… oder der Hund… Am Ende löst es sich jedenfalls auf, denkt man, aber dann kommt eine überraschende Wendung. Ok, dann löst es sich halt anders auf, aber nein, dann kommt noch eine überraschende Wendung… eine hätte auch gereicht. Es war mir dann doch irgendwie zu konstruiert.
Der Namenlose fand das auch ein bisschen schwach.

Ihr liebt sie nicht von Belinda Bauer

Es ist Jagdsaison im englischen Exmoor. Doch die Beute ist nicht das Wild. Es sind die Kinder.Erst die dreizehnjährige Jesse, dann der neunjährige Pete. Innerhalb kurzer Zeit verschwinden zwei Kinder aus dem Auto ihrer Eltern. Zurück bleibt in beiden Fällen nur eine handgeschriebene Notiz: „Ihr liebt sie nicht.“ Mitten im Hochsommer fallen dunkle Schatten über Exmoor. Irgendjemand scheint Kinder zu stehlen – Jesse und Pete waren nur der Anfang. Es gibt keine Spuren, keine Lösegeldforderungen und keine Hoffnung. Der Polizist Jonas Holly versucht, sich in den Kopf des Entführers zu versetzen, um ihm auf die Spur zu kommen. Doch zumindest einer in dem kleinen Örtchen Shipcott ist überzeugt, dass der psychisch instabile Holly der Letzte ist, dem man vertrauen sollte …

Auf dem Buchrücken wird Belinda Bauer als die Thriller-Queen bezeichnet und irgendeine Zeitung nannte es in seiner Rezension „perfekt“. Tja, das kann ich jetzt nicht bestätigen. Beides nicht. Es ist lange nicht perfekt. Es werden mir zu viele Sachen angerissen, auf die im Buch dann aber nicht weiter eingegangen wird. Zum Beispiel wurde Steven im letzten Sommer angegriffen und fast ermordet. Was das genau mit der aktuellen Geschichte zu tun hat, ist mir ein Rätsel. Außer dass Steven dadurch erwachsener und ernsthafter geworden ist. Und der psychisch instabile Jonas Holly ist in Therapie und löst in einem Moment eine derartige Panik bei der Therapeutin aus, dass sie ihn für diensttauglich erklärt, weil sie nicht mehr weiter mit ihm allein in einem Raum zur Therapie sein will. Aber so genau wird nicht drauf eingegangen. Außerdem wird ihm vorgeworfen, dass er seine Frau ermordet haben soll und er hat immer wieder Erinnerungsfetzen, wie sie blutend auf der Vortreppe lag und dass er ein Messer in der Hand hat, aber auch darauf wird nicht weiter eingegangen…
Wer der Täter ist, war mir ziemlich schnell klar, es wird auch in der Mitte des Buches schon aufgelöst. Das Motiv wird dann auch klar und letztlich geht es dann nur darum, ob die entführten Kinder überleben oder nicht. Ein paar Sachen, die Jonas Holly betreffen versteht man im großen Finale vielleicht aus dem Zusammenhang heraus, offenbar hat er eine Art gespaltene Persönlichkeit und kann sich dann zeitweise nicht daran erinnern, was er getan hat. Vermutlich liegt das in seiner Kindheit begründet, denn er hat große Narbem am ganzen Körper und der Satz „Manche Menschen tun Kindern weh“ wird mehrfach wiederholt. Aber weiter drauf eingegangen wird nicht. Das erklärt aber vielleicht auch die Panik der Therapeutin, weil er plötzlich das Böse irgendwie ausstrahlt oder so… und vielleicht hat er seine Frau dann doch umgebracht? Man weiß es nicht.
Ich hab schon wieder vergessen, wie der leitende Ermittler hieß, obwohl ich das Buch erst am Sonntag fertig gelesen hab… aber der hatte auch irgendwie ne Störung. Ganz komische Personen da insgesamt… Und sprachlich hab ich mich auch nicht so gut reingefunden. Ich musste immer wieder Sätze neu anfangen zu lesen, weil ich über irgendwas gestolpert bin. ein Lesefluss ist das gar nicht aufgekommen.

So. Das wars. Hab ich mal wieder alles ganz schön zerrissen…

Freitags-Füller 14/2017

1. Ich finde es schade, dass gestern die Hälfte in meinem Stoffpaket gefehlt hat. Vielleicht kommt es auch in zwei Lieferungen, aber ich habe auch nur eine Versandinfo vom Händler bekommen. Gestern habe ich telefonisch niemanden mehr erreicht und daher nur ne Mail geschrieben. Mal gucken, ob ich da heute eine Antwort bekomme, ich möchte nicht von der Arbeit aus da anrufen und private Sachen hier klären.

2. Das Pesto vorhin sah aus wie Moppelkotze und geschmeckt hat es auch nur so lala – dabei ist es nicht so schwer wie man denkt.

3. Man merkt, dass der Hund sich auch am Frühling freut. Die ist immer ganz aktiv draußen, rennt durch den Garten und hat sogar den Ball aus den Büschen vorgeholt 🙂 und dann schmeißt sie den vor unsere Füße und will, dass ihn einer surch die Gegend schießt, damit sie hinterher fetzen kann 🙂

4. Auch wenn ich schlecht gelaunt bin und der Namenlosebgenervt, irgendwie finden wor trotzdem immer was zu lachen.

5. Ohne Socken bin ich selten unterwegs. Ich schlafe eigentlich grundsätzlich mit Socken. Im Hochsommer vielleicht nicht, aber sonst eigentlich immer. Und ich habe auch tagsüber eigentlich immer Socken an, außer ich trage offene Schuhe. Aber die trage ich eigentlich auch nur im Urlaub, weil es mir hier im Büro einfach zu kalt ist, für offene Schuhe. Selbst im Sommer. Die Klimaanlage leistet leider immer ganze Arbeit… Und wenn ich eins nicht leiden kann, dann sind es kalte Füße.

6. Süßstoff geht für mich gar nicht. Ich finde den Nachgeschmack so eklig. Für mich gibts also entweder Zucker oder keinen Zucker. Aber nichts statt Zucker.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf …jetzt nich mein Bett und vielleicht noch zwei Seiten im Buch, morgen habe ich geplant, meine Topfhandschuhe weiter zu nähen. Ein Teil war im Stoffpaket schließlich drin und Sonntag möchte ich mich vielleicht mal mit der ersten Jogginghose auseinander setzen!