Freitags-Füller 26/2017

1. Vorübergehend ist mal wieder der Gedanke an den Bilanzbuchhalter im Kopf. Und an eine Bewerbung hier weg. Und daran, allein Scheiß hier einfach liegen, und alle Kollegen mit dem Chaos gegen die Wand fahren zu lassen.

2. Grillen find ich ja eigentlich ganz nett. Man ist immer in einer netten Runde, weil es sich ja zu zweit eigentlich gar nicht lohnt, das Ding anzuschmeißen. Diesen Sommer gabs trotzdem erst zwei mal was vom Grill.

3. Ich könnte mal wieder kotzen 😉 Irgendwie ist dieses Gefühl ein Dauerzustand geworden und das kotzt mich auch an. Ein Teufelskreis. Aber ich will auch nicht wieder ständig rumjammern.

4. Jeden verdammten Morgen muss ich aufstehen, egal wie müde ich bin.

5. Mein Rezept für gute Laune ist besonders raffiniert: einfach Urlaub nehmen und wegfahren 😉 Wenn das nicht möglich ist, dann guck ich mir wenigstens die ganzen Videos von meinen Neffen an. Aber das, auf dem der Große fragt, ob ich morgen wieder komme, macht mich eigentlich eher traurig.

6. Aber herzerweichend süß ist es trotzdem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Mädelsabend, morgen habe ich geplant, Kettenkarussell zu fahren und einen Spieß Schoko-Erdbeeren zu essen und Sonntag möchte ich mich entscheiden, ob ich ein Kleid oder eine Hose aus dem neuen Stoff nähe. Hab jetzt genug an Täschchen geübt.!

Geobag von Pattydoo

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Ostsee-Trip – 14.06.-19.06.2017

Der schöne Trip an die Ostsee ist schon wieder über eine Woche her… ich will zurück!! Ich hab früher immer gesagt, dass ich mal am Meer wohnen will. Tatsächlich hab ich da auch mal kurz drüber nachgedacht, als ich Single und unabhängig war. Aber dann hab ich ja den Namenlosen kennen gelernt und der Rest ist Geschichte 🙂

Na ja, wir sind am 14.6. Super früh losgefahren. Um halb 6 nämlich schon. 700km sind einfach sooo weit, und wir wollten möglichst nicht in die Berufsverkehrszeit kommen.
Um 13 Uhr waren wir dann tatsächlich schon da und konnten unsere supertolle AirBnB-Wohnung beziehen. Eckwohnung im obersten Stockwerk in erster Meerlinie, direkt hinter der Düne. Der absolute Hammer!
Das Schlafzimmerfenster war bodentief und zimmerbreit und blickte frontal aufs Meer. Man konnte vom Bett aus den Strand und das Meer sehen. Das war der Hammer! Das Wohnzimmerfenster ging zur Seite raus, aber da nebendran nichts gebaut war, konnte man auch von dort direkt das Meer sehen. Vom Balkon aus sowieso. Und das Bad lag dahinter und hatte den gleichen Blick. Vom Klo aus 😀 und selbst aus der Dusche konnte man noch alles sehen. Ehrlich diese Wohnung war echt ein Traum!

Wir sind am Mittwoch nach der Ankunft noch direkt zum Hafen gelaufen, haben eine Norwegian Cruise Line beim Auslaufen gesehen und natürlich habe ich mir auch direkt einen Sonnenbrand im Gesicht geholt. Das war ja wieder mal typisch! *Augenverdreh* Und ich sag vorher noch: „Ich muss mich gut eincremen, ich will auf der Hochzeit am Samstag nicht wie ne Leuchtboje rumlaufen…“ Tja… Aber mal wieder habe ich die Ostseesonne unterschätzt.

Am späten Nachmittag hat der Namenlose ein kleines Schläfchen gemacht, immerhin ist er die ganze Strecke alleine gefahren, und ich hab mich ne Stunde an den Strand gesetzt und dem Meeresrauschen zugehört 🙂

Donnerstag haben wir uns Fahrräder geliehen und sind den Planetenweg gefahren. Das ist spezieller Wanderweg, auf dem ein maßstabsgerecht verkleinertes Modell des Sonnensystems dargestellt wird. Ich war ja schon mal in Warnemünde, aber die „Sonne“ am Leuchtturm und die Planetenschilder sind mir da nicht aufgefallen. Meiner Kollegin, die schon viel viel öfter da war, übrigens auch nicht 😉 Drauf gekommen bin ich natürlich nur, weil der mit einem Cache verbunden war 😉
Wir sind also knapp 6km an der Strandpromenade und außerhalb von Warnemünde an der Küste entlang gefahren und haben abgesehen von den Planeten (inkl. Pluto, der war noch dabei) auch noch den exakt 12. Längengrad überschritten. Puh, wie nerdig das klingt 😀

Auf dem Rückweg haben wir noch am Hundestrand ein kleines Nickerchen gemacht und die Hunde beobachtet, wie sie den Strand umgegraben haben um sich ein gemütliches Schlafiplätzchen zu schaufeln 😀

Freitag waren wir dann auf den Spuren meiner Kindheit. Ich war als 5-Jährige mal in Boltenhagen zur Kur und wollte mal wieder hin. Nun waren wir ja in der Nähe (es waren trotzdem knapp 100km von Warnemünde bis da, aber wir sind trotzdem gefahren). Vor Ort sind wir erstmal in die Touristeninfo und ich hab in Erfahrung bringen können, in welcher Klinik ich damals ziemlich wahrscheinlich war.
Ich kann mich natürlich an kaum noch was erinnern. Ich habe einzelne Bilder im Kopf. Zum Beispiel gab es in dem Gebäude eine Treppe, eine dunkle Holztreppe, die mit Linoleum belegt war, die aber bei jedem Schritt geknarzt hat. Ich musste die immer hoch, weil oben die Ärztin war, die mir morgens und abends meine Neurodermitis eingecremt hat.
Ich kann mich auch noch an den Strand erinnern, an dem wir jeden Tag waren. Dort stand ein Turm, wie mir heute bewusst ist, natürlich ein Wachturm, der die Flucht von DDR-Bürgern überwachen sollte. Boltenhagen war nämlich der westlichst gelegene Strandzugang der DDR.
Aber sonst weiß ich nicht mehr viel.
Wir sind also da hin, der Namenlose kennt ja da nix, und er ist einfach reingegangen in das Gebäude. Von außen hab ich es nicht erkannt, aber kaum war ich durch die Tür, hab ich die Treppe erkannt. Heute ist sie abgeschliffen (oder neu) jedenfalls in hellem Holz, aber durch den Lauf um die Ecke ins obere Stockwerk und das kleine Fenster trotzdem noch relativ dunkel.
Weiter sind wir aber nicht rein, auf den Fluren (an die ich mich dunkel erinnern kann, aber es kann auch einfach sein, dass ich das mit jedem anderen Flur mit vielen Türen verwechselt hab, den ich in meinem Leben gesehen hab) waren ja Patientenzimmer und da wollte ich nicht rumlaufen und vielleicht einen Anschiss kassieren…
Na ja, zum Strand waren wir jedenfalls auch noch, aber der Turm steht natürlich nicht mehr. Aber ungefähr dort wo er stand, ist jetzt ein Volleyballfeld.

Obwohl das ganze so lange her ist und ich mich, wie gesagt, kaum erinnern kann, war das doch ein ganz seltsames Gefühl dann doch etwas wiedererkannt zu haben. Irgendwie richtig überwältigend…
Drei Wochen war ich damals weg von zu Hause… und ich weiß noch, wie sehr ich Heimweh hatte und dass meine Omi und meine Mutter mir jeden Tag geschrieben haben. Jeden Tag gabs eine Poststunde, wo die Briefe vorgelesen wurden. Ich war die, die die meisten Briefe hatte.
Auf dem Rückweg sind wir noch kurz nach Heiligendamm gefahren, aber das war ziemlich enttäuschend. Diese winzige Örtchen war wie ausgestorben, so viele Häuser sind verfallen… Nur das Grand Hotel wo der G8-Gipfel war, war renoviert.

Samstag war dann die Hochzeit meiner Freundin, die zwar wirklich schön war, aber von der ich irgendwie mehr erwartet hatte… Die standesamtliche Trauung war in ihrem Heimatort in einem Hotel. Nach der sehr kurzen und doch relativ unpersönlichen Zeremonie (hat nur 20 Minuten gedauert und das fand ich fürs Brautpaar doch irgendwie schade), standen wir ewig auf dem Platz vor dem Hotel und haben gewartet, dass endlich jeder ein Glas Sekt hat, damit wir anstoßen können. Es hat sich auch niemand so richtig getraut zu gratulieren, weil Gratulation und Geschenkeübergabe ein eigener Punkt am späten Nachmittag war… Wir haben Boote aus Geldscheinen gefaltet und in einer Holzkiste verschenkt.
Dann sind wir rüber gegangen in den Schlosspark nebenan und haben Gruppenfotos gemacht. Zwei wo alle drauf waren. Danach ist das Brautpaar mit Eltern und Geschwistern weiter gezogen und hat noch mehr „Gruppenfotos“ gemacht.
ich hatte mir da etwas mehr vorgestellt. Ich habe gedacht, sie machen vielleicht auch ein Bild von der Braut mit all ihren JGA-Mädels… oder so… na ja, wir sind also zurück zum Auto und alle haben dort gewartet. Ich wollte dann eigentlich schon los nach Warnemünde zurück, weil wir ja da unsere Unterkunft hatten. Aber weil die anderen meinten, sie warten noch, wir könnten dann ja Kolonne fahren, hab ich den Namenlosen überredet auch zu warten.
Was sich als seltendämlich entpuppt hat. Weil wir an der ersten Ampel direkt den Anschluss verloren haben und dann zwar nach einem hektischen Zwischenstopp zu hause punktpünktlich in der Feierlocation ankamen aber ich darüber trotzdem genervt war. Wären wir bloß direkt gefahren, dann hätte ich mich ganz in Ruhe frisch machen können, ich hab nämlich in meinem Kleid geschwitzt wie ein Schwein. Dann wären wir ganz in Ruhe zur Feierlocation gelaufen und ich wäre nicht nach dem hektischen Frischmachen erneut in Schweiß ausgebrochen…
Außerdem hätte ich mir auch nicht die Schultern verbrannt, als wir in der Sonne auf das Brautpaar und die Eltern gewartet haben. Die Braut hätte eh nicht gesehen, dass wir schon weg sind, weil die gar nicht mehr bis auf den Parkplatz gekommen sind, sondern direkt vor dem Hotel in ihr Auto eingestiegen sind.
Aber gut, hätte hätte Fahrradkette…

In der Location haben wir erstmal unser Geschenk auf den Geschenketisch gestellt, von dem ich es hinterher wieder runter genommen hab, um es offiziell zu übergeben, als wir auch offiziell gratulieren durften. Das war um 18 Uhr und das war das erste persönliche Wort, das ich an dem Tag mit der Braut gewechselt hab. Ich mein, klar, sie hatte 70 oder 80 Gäste und jeder will was von ihr… und ich steh nun mal nicht ganz vorne…
Das hab ich aber auch deutlich an der Tischplatzierung gemerkt. Wir saßen mit dem Rücken zum Brauttisch und noch dazu mit zwei Kleinkindern… Ich will nicht schlecht reden, aber ich muss gestehen, dass mich das richtig enttäuscht hat. Sie weiß, wie wir zu Kindern stehen und sie hat andere Freunde, die da mit Sicherheit besser hingepasst hätten… und überhaupt mit dem Rücken zur Braut… das hab ich ihr auch übel genommen. irgendwie… na ja. Es war ja nur zum Essen, der Namenlose hat versucht mich wieder runter zu holen… Ja, aber auch bei den Reden hab ich dann natürlich blöd gesessen und gesehen. Eigentlich ist es egal, wenn ich es im Nachhinein betrachte, aber ich war in dem Moment wirklich enttäuscht. Ich weiß auch nicht was ich erwartet hab, aber ich dachte irgendwie, dass ich ihr „mehr wert“ bin… vor allem, weil sie nach der Verlobung noch gesagt hat, dass sie mich als Trauzeugin gewählt hätte, wenn sie noch hier gewohnt hätte. Aber vielleicht hat sie das nur so gesagt…
Ist ja auch egal.
Tatsächlich saß ich auf dem Kackplatz nur zum Essen, das Baby am Tisch hat nicht gekotzt und nicht gebrüllt, das kleine Mädchen war auch gut genug erzogen und danach war ich entweder auf der Tanzfläche, an der Bar oder draußen auf der Terrasse.
Aber auf der gesamten Feier hab ich kaum ein Wort mit der Braut gewechselt, ich habe auch nur sehr wenige Fotos gemacht, und war nicht mal richtig betrunken. Irgendwie war ich insgesamt ein wenig enttäuscht, dabei kann ich doch überhaupt keine Ansprüche stellen… Ich weiß nicht was ich erwartet hab, aber dass es mehr so ist wie immer, wenn wir uns sehen… Den Brautstrauß hab ich auch nicht gefangen, weil sich eine blöde Kuh in einem absolut unpassenden Kleid vorgedrängelt hat.

Sonntag haben wir dann ausgeschlafen so gut es ging, gefrühstückt und haben uns dann einen Strandkorb gemietet und dort gechillt, die Sonne genossen und die Möwen beobachtet, die so frech Angriffe auf jeden gestartet haben, der etwas zu essen in der Hand hatte. Über eine Decke sind sie rüber gelaufen und haben die Tüte vom Bäcker auseinander gepflückt 😀 Das haben viele gesehen, aber keiner hat sich verantwortlich gefühlt… ich bin dann aufgestanden, hab die Tüte weggenommen und den Rest gerettet. Ich hätte mir auch gewünscht, dass jemand mein Essen rettet. Oder auch dass jemand reagiert, wenn einer meine Tasche klauen würde…

Montag sind wir dann zurück gefahren. Der Tag war sehr unspektakulär. Wir haben gepackt, gefrühstückt, ein letztes Mal in der geilen Dusche geduscht und die Wohnung zurück gegeben und sind dann fast ohne Stau abends wieder zu Hause gewesen.

Freitags-Füller 25/2017

1. In genau 8 Stunden und 4 Minuten sehe ich meine Neffen wieder. Mal gucken ob der Große dann wieder seine Zeit zum warm werden braucht, oder ob er sich gleich knuddeln lässt.

2. Wie fit ich morgens um 6 immer bin, wenn ich irgendwo hinfahre, worauf ich mich freue. An normalen Arbeitstagen bin ich zu solcher Uhrzeit nicht zu gebrauchen.

3. Es gibt keine Fußstützen mehr im Zug. Toll. Früher gab’s die. Das war schon mal ganz angenehm, wenn man einen Fuß irgendwo aufstellen konnte. Jetzt hat man nur die Möglichkeit einfach auf seinem Platz zu sitzen, denn auch der Sitzabstand ist inzwischen größer geworden und ich als kleiner Mensch kann nicht mehr im Stuhl nach vorn rutschen und mich mit den Knien am Vordersitz anlehnen.

4. Ich muss gestehen hier fällt mir nichts ein außer: Totgesagte leben länger.

5. Wenn es heiß ist trinke ich am liebsten  Wasser. Nicht zu kalt. Und ohne Kohlensäure. Von kalten Getränken mit Kohlensäure bekomme ich Schluckauf.

6. In dieser Hinsicht bin ich doch eher verdrossen, soviel zum Thema Politik.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das ins Bett bringen von meinem kleinen Neffen und mit dem Zug und dem Müllauto spielen mit dem Großen, morgen habe ich geplant, den Kleinen zu füttern, zu schunkeln und durch die Gegend zu schieben und je nach Wetter mit dem Großen ein bisschen im Pool zu planschen und Sonntag möchte ich den Geburtstagskaffee mit meiner Omi überleben 😉 !

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Bis 10 zählen – Großraumbüro-Wahnsinn #13

Es gibt so einige Sachen, die ich nicht ab kann. Alles einzeln ist nervig, aber ok. Ich kann ja nicht dauerhaft meine Laune rauslassen 😉

Aber es nervt mich zum Beispiel tierisch, wenn ich ins Büro komme und noch nicht mal an meinem Platz bin und schon angelabert werde.
Ich arbeite ja in einem Großraumbüro und habe das Glück ganz hinten zu sitzen. Somit rennt nicht jeder an mir vorbei, aber ich muss an allen vorbei. Wenn ich dann morgens rein komme, passiert es oft, dass der Kollege, der vorne direkt auf dem ersten Platz sitzt, mich direkt anlabert und mir irgendwas mitteilt. Als würde der nur drauf warten, dass ich durch die Tür komme, so kommts mir vor. Ich bin gedanklich noch gar nicht in der Verfassung, so überumpelt zu werden. Ich möchte mich erstmal auf meinen Platz setzen, meinen Rechner anmachen und solange der hochfährt ein Wasser holen.
Kann er nicht einfach solange mit seinem Kram warten? Und kann er es sich bitte ganz schenken, wenn er genau das 10 Minuten vorher per Mail geschickt hat?

Was mich noch nervt, ist der neue Kollege. Für den brauch ich noch einen Spitznamen… Am besten wär Trotzkopf. Der ist nämlich wie ein kleines Kind. Wenn ihm was nicht passt, wird er trotzig. Wenn er kritisiert wird, macht er erst Recht nichts mehr… Furchtbar der Typ.
Jedenfalls, der ist jetzt seit vier Wochen offiziell bei uns, ist aber schon seit Februar für uns eingesetzt und sollte eingearbeitet werden. Dann war er aber ewig krank, dann war dieses und jenes und jetzt ist es so, dass er einfach faul ist und nicht das macht, was er soll.
Er soll eigentlich ein ganzes Aufgabengebiet übernehmen, aber er macht bisher nur ein Bruchstück davon, weil er keine Lust hat und sich an dem bisschen ewig aufhält. Er fragt aber auch nicht mal. Ich kann ihn doch nicht ständig an die Hand nehmen.
Er soll zum Beispiel die eingehenden Mails bearbeiten. Da kommen ganz einfache Sachen, wie zB. Avise. Die muss er nur in einen Ordner wegsortieren und den Betreff aussagekräftig anpassen. Dann kommen Anfragen von anderen Konzerneinheiten, ob falsch eingezahlte Gelder zu uns gehören. Das muss man beantworten und eventuell buchen.
Das sind die einzigen beiden Sachen die er macht.
Aber da kommt noch viel mehr ins Postfach.
Kunden fragen nach Rechnungskopien. Ich hab ihm schon hundert mal gesagt, dass ihm kein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch mal ne Rechnungskopie aus SAP zieht und die dem Kunden schickt.
Das Forderungsmanagement will, dass wir Gutschriften auszahlen. Ich hab ihm x mal gesagt, dass er so eine E-mail wenigstens kenntlich machen soll, sonst geht die unter in der Flut.
Und heute ist er nicht da, wie gut für ihn, dass sich an solchen Tagen ja jemand anderes kümmert. Wir vertreten uns ja gegenseitig. Wenn ich nur schon wieder sehe, dass da 65 ungelesene Mails rumliegen, da krieg ich schon wieder echt einen zu viel! Was macht der den ganzen Tag? Der verbucht die Zahlungseingänge, dafür braucht er 3 Stunden… Das muss auch langsam mal schneller werden. Trotzdem bleiben ihm noch 5 Stunden und ich frage mich, was er in der Zeit macht, wenn trotzdem noch so viel liegen bleibt.

Mein schwuler Kollege ist manchmal auch ziemlich anstrengend. Jetzt war ich eine Woche nicht da und er war nicht mal alleine und trotzdem ist so viel liegen geblieben… Das ist unglaublich. Mich haben sie ne Woche alleine gelassen, da waren alle gleichzeitig im Urlaub und trotzdem war ich mit allem bei.
Aber ich weiß jetzt auch wieso der schwule Kollege sich üüüü-ber-haupt nicht wundern muss, dass er nicht alles schafft. Er übernimmt einfach für alles Verantwortung, hängt sich in jeden Vorfall rein und will am liebsten alles klären. Aber das geht nicht und es ist auch nicht sein Job. Vieles könnte er einfach liegen lassen, das könnten die Leute machen, die tatsächlich zuständig sind, machen. Aber nein, die verlassen sich ja inzwischen auf ihn.

Und dann noch der Faule. Der hat das Zeittotschlagen für sich perfektioniert. Es ist echt der Hammer! Ich hab den mal 20 Minuten beobachtet, als ich in einer langweiligen Telko saß und nur zuhören musste. In der Zeit hat er höchstens 5 Minuten gearbeitet. Die restliche Zeit hatte er sein Handy in der Hand, hat Whatsapp geschrieben, hat dann auf die Antwort gewartet, hat dann wieder geschrieben. Leider leider kam die Antwort immer genau in dem Moment, wo er gerade anfangen wollte, zu arbeiten. Er hatte gerade seine Finger auf die Tastatur oder die Maus gelegt, da kam die Antwort und er hing wieder am Handy.
Manchmal, wenn die Antwort nicht just in diesem Moment kam, hat er die Zeit mit kurz aus dem Fenster gucken überbrückt.
Alle Augenblicke rennt der zum Süßigkeitenschrank und lamentiert groß rum, was er denn nun davon nimmt. Dann geht er zum Platz zurück, Handy, Fenster, Handy, dann geht er rauchen. Wenn er zurück kommt Handy. Dann geht er aufs Klo, dann zum Schrank, dann macht er Mails und Exceltabellen auf und zu, wenn jemand hinter ihm steht. Wenn er damit fertig ist, labert er dummes Zeug, bevor er wieder am Handy hängt und dann rauchen geht.
Und wie alt ist der Zeittotschläger? Man könnte meinen er wär Mitte 60, seit 100 Jahren Beamter der nur noch auf seinen Ruhestand wartet. Aber nein… er ist tatsächlich erst 34!!
Im Übrigen fängt er angeblich gegen 5 Uhr an zu arbeiten, weswegen er hier regelmäßig um spätestens 13:45 die Segel streicht. Nie im Leben schafft der irgendwas vor halb 7, wenn dann die ersten anderen Kollegen eintrudeln. Und selbst dann schafft er nichts. Hab ich ja gerade schön erläutert.
Der Zeittotschläger soll eigentlich ab jetzt in meinem Aufgabenbereich eingesetzt werden. Aber er hat schon wieder rumgedruckst, vielleicht ab Montag… Faules Stück! Aber mein Chef setzt sich ja auch nicht durch…Der wird sich umgucken, wenn er mal wirklich was arbeiten muss.
(Ja, ich blogge hier auch gerade und beantworte Kommentare… Aber ich schaffe allein meinen Kram und noch mehr, helfe hier und da, beantworte Fragen meiner Kollegen, betreut die Azubine, ärgere mich über den blöden Studenten und bin hier sowas wie der Universalansprechpartner geworden. Letztens hat mich einer aus einer anderen Abteilung angerufen und als ich ihm gesagt habe, dass er gern ne Mails ans Postfach schreiben darf, dass ich ja nicht die einzige bin, die ihm helfen könnte, da meinte er: „Ach, wenn ich an Ihre Abteilung denke, dann denke ich immer nur an Sie.“ Das ist ja einerseits ein Kompliment aber zeugt ja auch davon, wie wenig sich die anderen mal einsetzen…)

Hab ich schon mal von meiner Flohmarktkollegin erzählt? Die bringt fast täglich irgendeinen Scheiß von zu Hause mit, den sie nicht mehr braucht. Zum Beispiel ein Mauspad, eine Tütensuppe (ja, im Ernst!), Malbücher für Kinder, einen Kerzenständer und und und. Aber statt dass sie diesen Müll einfach wegwirft, schleppt sie es immer zum schwulen Kollegen und fragt, ob der es brauchen kann. „Vielleicht was für den Flohmarkt“, sagt sie immer zu ihm. Und er? Kann nicht nein sagen…
Na ja, jedenfalls ist sie noch dazu einfach laut. Sie redet laut, sie lacht laut (und sie lacht dauernd über jeden Scheiß), sie stellt sich immer so dumm an… „Ist das nicht so, dass man das und das machen muss?“ Sie fragt immer so suggestiv. Eigentlich weiß sie es selbst, aber sie macht immer einen auf Dummchen. Vooooll anstrengend…

Tja, und an manchen Tagen (heute) kommt alles zusammen und dann muss ich mal ganz ganz tief einatmen und die Luft anhalten und bis 10 zählen. Oder 20. Sonst platze ich.

Freitags-Füller 24/2017

1. Mir schmeckt Fisch einfach meistens nicht. Und da ist es egal, ob ich in Spanien bin, wo es superviele Fischgerichte gibt, oder ob ich an der Ostsee bin, wo es frische Scholle gibt. Fisch ist einfach nicht so meins.

2. Vorhin waren wir zufällig in einem Einkaufszentrum und mir ist eingefallen, dass ich für morgen noch ein Armband und Ohrringe kaufen wollte. Also sind wir in dem Bijou Brigitte gegangen und ich hab was hübsches glitzerndes gefunden ohne groß zu überlegen.

3. Regen wäre morgen nicht so schön. Wäre dann zwar auch nicht zu ändern, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre mir trockenes Wetter morgen lieber

4. Ein Kaffee auf dem Balkon mit Meerblick ist die beste Art den Tag zu beginnen.

5. Fast hätte ich ich eben nicht aufgehört zu duschen. Meerblick mit untergehender Sonne aus der Dusche ist einfach der absolute Knaller! .

6. In einer besseren Welt wohne ich in dieser Wohnung 😀.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Bötchen aus Geldscheinen falten… Nicht. Ich hasse basteln 😉, morgen habe ich geplant, bei hoffentlich Sonnenschein die Hochzeit meiner Hamburgfreundin zu feiern und Sonntag möchte ich im Strandkorb meinen Kater auskurieren!

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Liebe Ostsee… 

Du bist wundervoll. Auch wenn du kalt bist. Und rau. Nicht jeder soll dich mögen. Du sortierst aus. Ich mag dich. Sehr. Kein anderes Meer ist wie du.
Kein Meer ist so flaschengrün und dunkelblau. Mit weißen Schaumkronen, die sich rauschend auf deinen brechenden Wellen bilden. Dein Rauschen ist beruhigend. Fast schon meditativ. Ich sitze hier, im Schatten eines Strandkorbs und genieße die Geräuschkulisse. Falle fast in einen tranceartigen Zustand. Ich genieße die Stille obwohl dein Rauschen nicht still ist. Ich wiege mich entspannt im Takt. Dein Rauschen bereitet mir inneren Seelenfrieden.
Kein Meer riecht wie du. Nach Salz, Seetang, Fisch. Diese Mischung ist einzigartig. Sie ist vertraut. Ich atme tief ein und sauge die frische, salzige Luft in meine Lungen. Die Brise weht um mich, verwirbelt meine Haare und streichelt meine Haut. Deine Luft tut mir so gut.

Ich sitze hier in deinem feinen Sand, der selbst in der Karibik nicht feiner war, schließe die Augen, atme ein und wiege mich. Bin ganz bei mir. Entspannt. Bin sorgenlos. Frei. Alles andere ist gerade so weit weg. Nur du und ich.
Liebe Ostsee, ich bin so gerne bei dir!

Freitags-Füller 23/2017

1. Wenn ich könnte wie ich wollte, dann würde ich aber, und dann hätte ich! Aber hallo! ;D Ja, wenn ich könnte wie ich wollte, dann würde ich meine Neffen öfter besuchen. Öfter in den Urlaub fahren. Weniger arbeiten. Mehr essen, aber weniger wiegen 😉.

2. Ab nächsten Dienstag habe ich schon wieder Urlaub.

3. Nein, wir werden nicht groß wegfahren, sondern „nur“ an die Ostsee. Meine Hamburgfreundin heiratet und weil es 700km sind, wollte ich nicht Freitag hin und Sonntag zurück, sondern einfach ein paar, hoffentlich sonnige Tage dort verbringen.

4. Normalerweise habe ich immer ein Brot dabei. Mit Käse oder Wurst. Und Obst. Eine Zeit lang hab ich Müsli gegessen. Aber heute hatte ich mal ein Nutellabrot zum Frühstück.

5. Es ist immer schön wenn Freitag ist. Und heute ist er besonders schön, weil er irgendwie so unverhofft ist. Durch den freien Montag diese Woche bin ich total in meinem Zeitempfinden verschoben und hab mich daher doppelt gefreut, als ich heute festgestellt habe, dass schon Freitag ist..

6. Mit Sneakers und Sweatjacke (weil mir im Büro immer so kalt ist) ist mein Kleidungsstil heute extra bequem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Erholung vom Shoppingnachmittag, ich brauche nämlich noch ein Kleid, morgen habe ich geplant, noch mal shoppen zu fahren, wenn ich heute Nachmittag nichts finde und Sonntag möchte ich eine Liste machen, was wir für den Kurzurlaub und für die Hochzeit alles brauchen, denn ich will nichts vergessen!

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Leseliste Mai 2017

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge.

Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt…

Schon wieder ein Fitzek… Tja und schon wieder war ich nicht so begeistert. Ich bin irgendwie unschlüssig. Auf der einen Seite liest man die Bücher zwar echt schnell weg und ich will schon auch wissen, wie es weiter geht, bzw. wie es ausgeht, wer der Täter ist, was sein Motiv ist, aber trotzdem fehlt es seinen Büchern und speziell seinen Charakteren an Tiefe. Dass ich das Buch gelesen habe, ist gerade mal 4 Wochen her. Noch nicht mal, ich habe es erst im Urlaub fertig gelesen, aber ich kann mich nicht mal an den Namen der Hauptperson erinnern.
Auf jeden Fall war er mal wieder ein Psychologe. Er war mal Polizeipsychologe und arbeitet aber jetzt als Journalist, weil er wegen eines Vorfalls, der auch am Anfang aufgegriffen wird, nicht mehr in diesem Beruf arbeiten kann. Ich versuche mich gerade zu erinnern, ob das für die Story in irgendeiner Weise wichtig war… Irgendwie nicht.

Das ganze Buch spielt sich in einem gewissen Zeitrahmen ab, nämlich in den 45 Stunden, die das Ultimatum für die Suche läuft. Damit bleibt er sich wieder mal sehr in seinem Stil treu. Beim Seelenbrecher hießen die Kapitel immer „Noch 3 Stunden 25 Minuten bis zu Angst“. Hier hieß es immer „Noch 3 Stunden 25 Minuten bis zum Ablauf des Ultimatums. Auch beim Paket waren die Kapitelüberschriften ähnlich gestaltet.

Der Täter kam natürlich wieder mal aus dem unmittelbaren Umfeld, was man natürlich wieder bis zum Schluss überhaupt nicht geahnt hat. Hat er doch so sehr versucht zur Ermittlung beizutragen… Manchmal, wenn es so unerwartete Wendungen gibt, möchte ich noch mal lesen, um auf Hinweise oder Unstimmigkeiten zu achten… Aber das wollte ich mir hier nun nicht antun.
Fakt ist, am Ende werden Identität und Motiv des Augensammlers gelüftet. Ich hab natürlich keine Ahnung, wie ein Psychopath denkt, aber diese Denkweise erscheint mir doch sehr naiv und konstruiert. Ich finde Fitzeks Bücher immer konstruiert. Trotzdem lese ich sie weg wie nix.
Allerdings muss man auch sagen, dass da nicht viel drin steckt in den Büchern. Große Schrift, dickes Papier und allzu dick sind sie auch nicht. Es gibt vergleichbare Bücher mit mehr Inhalt.

Da der Augensammler am Ende aufgedeckt wird, könnte es zu Ende sein. Allerdings ist das Ende offen. Nicht nur offen, sondern man erwartet eine Fortsetzung. Ja, die gibt es natürlich. Der Augenjäger… Toll… also muss ich noch ein Fitzekbuch lesen. Danke.

Amokspiel von Sebastian Fitzek

Heute ist ein guter Tag zum Sterben Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören … »Unterhaltsamer als Amokspiel kann eine Jagd quer durch die Hauptstadt kaum sein.« Focus Online

Der Namenlose ist Fitzek-Fan und hatte noch das Amokspiel mit im Urlaub. Na gut… Also (schon wieder) Kriminalpsychologin Samin will sich nach dem Tod ihrer Tochter umbringen. Alles ist vorbereitet. Jetzt fehlt ihr nur noch eine Coca Cola Lemon. Also so oft, wie die Cola Lemon vorgekommen ist, hab ich mich gefragt, ob er einen Werbevertrag mit Coca Cola hat… Das zog sich echt durchs ganze Buch. Etwas nervig.
Jedenfalls, ihre Giftpillen will ist mit Coca Cola Lemon trinken. Da sie keine mehr da hat, muss sie runter zur Tanke wo sich ein Türke und ein Russe gerade gegenseitig abknallen wollen. Ok, es spielt in Berlin, aber trotzdem… etwas übertrieben. So, sie, Kriminalpsychologin und Stamm-Coca-Cola-Lemon-Käuferin an der Tanke, will dazwischen gehen, aber dann kommt plötzlich das SEK und sie wird abeführt? What?? Ja, denn obwohl sie Alkoholikerin ist und nicht mehr so wirklich diensttauglich, will ein Geiselnehmer nur mit ihr verhandeln.

Soweit so unrealistisch und übertrieben. Das alles spielt sich schon auf den ersten Seiten ab. Der Geiselnehmer hat sich spektakulär in eine Radiostation eingeschleust und hält da den arroganten Morning Show Moderator und ein paar Radio-Besucher fest. Die hatten alle eine Führung beim Sender gewonnen. Der Geiselnehmer auch. Das hat er alles irgendwie gedreht.
Übers Radio will er nun, das alle Leute hören, was er zu sagen hat. Er sucht seine Verlobte, die seit 8 Monaten tot ist, aber obwohl sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, hat sie ihn noch kurz danach angerufen und gesagt, dass er nichts glauben soll, was ihm erzählt wird.
Nun sucht er sie also, will die Wahrheit wissen und weiß sich keinen anderen Rat, als im Radio Leute zu erschießen, wenn er nicht zum Ziel kommt.

Der Geiselnehmer ist natürlich auch wieder ein Psychologe, ein sehr guter, und so battlen sich er und die Alkoholikerin die ganze Zeit.

Meine Güte, ihr merkt, mir hat das Buch nicht sonderlich gefallen. Es war mir einfach alles zu übertrieben, zu abgehoben, zu konstruiert. Es ist voll von Korruption im deutschen Staats- und Polizeiapparat. Das könnte ja sogar sein, aber als es dann noch Verbindungen zur Mafia gibt…
Das ist irgendwie alles einer zu viel.
Auch hier wieder eine rasante Wendung nach der anderen… Eigentlich hätte ich vor lauter Augenverdrehen überhaupt nicht mehr lesen können dürfen. Aber trotzdem wollte ich auch hier wissen wie es ausgeht. Wie kann das nur so zwiegespalten sein? Wie kann man an etwas, was man blöd findet, doch so kleben?

Blackout von Andreas Eschbach

Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik – ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.

Das Buch ist Teil 1 von 3. Ich stecke gerade mitten in Teil 2, habe allerdings seit dem Urlaub kaum noch gelesen. Dabei ist es eigentlich echt ganz spannend. Bei Eschbach bin ich mir ja auch immer nicht so ganz sicher, ob ich den mag oder nicht. Die Bücher sind ja gut geschrieben, haben Tiefe, man merkt, dass die Themen nicht einfach oberflächlich angerissen werden, sondern dass er sich echt damit beschäftigt hat, gut recherchiert hat. Aber am Ende war ich bei Eschbach immer irgendwie ernüchtert. Für mich waren die Bücher an der Stelle immer noch nicht zu Ende.
Ich bin gespannt wie es hier ist.
Diese Trilogie ist eigentlich ein Jugendbuch, haben wir hinterher herausgefunden. Der Namenlose hat sie einfach mal gekauft. Es dreht sich eben auch die ganze Zeit nur um die Jugendlichen und auch deren pubertäre Probleme in Bezug auf Figur, das andere Geschlecht usw. werden angerissen. Aus meiner erwachsenen Sicht eher plump und klischeehaft. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, wenn ich mein Tagebuch lese, als ich 15 war, da standen genau diese Sachen drin 😉
Ohne der Geschichte zu viel vorweg zu nehmen… Es ist ein Thriller, ein Science-Fiction-Thriller für Jugendliche eben, aber mal ehrlich, so unrealistisch erscheint mir das gar nicht. Es geht darum, dass Menschen Chips implantiert werden, die es möglich machen, dass man jederzeit in den Kopf des anderen einsteigen kann. Als würde man also beide Gehirne benutzen, sein eigenes und das von dem anderen der einen Chip hat. Man kann auf alle Gedanken, Erinnerungen und auf alles Wissen zugreifen, der andere natürlich auch.
Christopher ist ein Hacker und er schafft es durch seine Fähigkeiten den Chip zu kontrollieren und auszuschalten und mit Jeremiah will er nun versuchen die Welt zu retten, denn die Chip-Entwickler haben vor, jedem Menschen auf der Welt so einen Chip einzupflanzen.

Es werden ziemlich aktuelle Themen angesprochen, gewissermaßen auch übertrieben, aber dafür ist es nun mal Sci-Fi und wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass das gar nicht soooo weit hergeholt ist. Lasst uns noch mal 20, 30 Jahre warten, dann geht das los.
Aber es geht sonst auch darum, wie abhängig man sich von der Technik macht und es zeichnet eben ein Szenario, wo das hinführen könnte.

Bisher finde ich es wirklich spannend, ich stecke wie gesagt mitten im 2. Teil und hoffe, dass ich nicht am Ende des 3. Teils wieder ernüchtert vom Ende bin 😉

Freitags-Füller 22/2017

1. Es ist die Aufgabe von Essen mich satt zu machen. Aber irgendwie klappt das im Moment nicht so richtig. Ich könnte laufend in mich reinfressen...

2. Ich muss schon wieder shoppen gehen. Mein „Hochzeitskleid“ passt nicht mehr. Jetzt ist in drei Wochen die Hochzeit von meiner Hamburgfreundin und mein Kleid ist zu eng geworden 😦 oder ich geh erst mal zum Schneider und frag ob er es weiter machen kann. Das kann ich nicht.

3. Wenn ich morgen im Lotto gewinne dann kündige ich. Sollen die doch hier mal zusehen, wie sie ohne mich klar kommen! Eigentlich dürfte ich gar nicht so frustriert sein, wie ich gerade wieder bin. Ich erweitere gerade mein Aufgabenspektrum, mir macht auch grundsätzlich Spaß was ich mache, aber es regt mich tierisch auf, und es frustriert mich massiv, wie sich andere Leute auf meinen Schultern ausruhen.

4. Heute und morgen werden die Leute wieder einkaufen, als gäbs drei Monate lang nix zu essen! Das wird nachher nervig. Da braucht man echt Geduld.

5. Erdbeeren mit Zucker ergeben eine Schüssel voll eingesafteten Erdbeeren. Wenn man da einen Schuss Kaffeesahne dran macht, schmeckt das wie Erdbeereis. Superlecker. Oh ja, das will ich am Wochenende!!.

6. Ich esse gar nicht so viel Eis. Wenns irgendwo Kugeln gibt, nehme ich gern Vanille, da weiß man was man hat 😉 Aber auch Snickers oder Rocher kommt in meinen Becher. Bei Hägen Dasz gibts das leckere Karamelleis und das Kaktus-Wassereis mit der Knusperspitze ist auch super 😉 Aber so richtig habe ich kein Lieblingseis.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Feierabend, die Woche war echt zum Kotzen… ich komm zu nix!, morgen habe ich geplant, Mittelpunkts Geburtstag zu feiern und mich hinterher möglichst nicht leer zu fühlen und zu ärgern, dass ich wieder hingegangen binund Sonntag möchte ich eigentlich nicht, aber muss ich, bzw. wir den Hunde mal wieder scheren!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Feuerberge, Bücher & Bars – 12.-14.05.2017

Weiter gehts mit dem Lanzarote-Bericht. Oh man ich komm hier echt zu nix…

Wir wollten ja auch noch in den Timanfaya-Nationalpark. Ein paar typische Touri-Sachen machen wir ja schon mit 😉 Vulkane gehören dazu.
Wir wollten eigentlich schon am Mittwoch hin, aber als wir an der Einfahrt vorbei kamen und die Schlange an der Schranke gesehen haben, sind wir woanders hingefahren.
Freitag waren wir etwas früher dran und wir hatten nur zwei Autos vor uns.

An der Schranke: „Two persons? Twenty Euros please.“ Wir, völlig paralysiert, holen das Portemonnaie raus und zahlen 20 verdammte Euro für den Eintritt…
Auf der Zufahrt wurde uns das erst bewusst 😉
Am eigentlichen Centro wurden wir wild winkend von einem Einweiser in einem Ranger-Kostüm in unseren Parkplatz eingewiesen. Kaum ausgestiegen wies uns ein zweiter Ranger den Weg. „The orange bus!“ Hä?? Kann ich mich erstmal umsehen? Was ist das hier? Wo sind wir eigentlich? Himmel und Menschen!! Ein Bus nach dem anderen quälte sich durch die Massen. Da war ein Gebäude. Was ist da drin? „German? English? The orange bus, please!“
Wie die Lemminge sind alle aus den Autos zu dem Bussen getrottet und eingestiegen. Als wir drin saßen, hab ich erstmal total abgekotzt. Sowas regt mich ja tierisch auf. Das hab ich regelrecht als Entmündigung empfunden. Ich hätte mich gern erstmal akklimatisiert. Hätte gern erstmal geguckt, was da alles ist. Das ging da auch bergauf, man hatte eigentlich eine nette Sicht…

So, wir saßen also in diesem scheiß Bus und mussten warten, bis der voll ist. Bloß gut fehlten nicht mehr viele Leute, denn es war extrem warm.
Der Bus fuhr los, durch die neuen Menschenmassen, die da ankommen, und fuhr um die Vulkane rum. Dazu lief ein Band auf Spanisch, Englisch und Deutsch und hat was zur Geschichte von Lanzarote und den Vulkanen erzählt. Immer mal wieder hielt der Bus an und die Menschen klebten an den Scheiben um Videos und Fotos zu machen. „Links sehen Sie…“ Ein Wunder, dass der Bus nicht umgekippt ist, bei der plötzlichen Gewichtsverlagerung…
Ja, also diese Tour ging ungefähr eine halbe Stunde und war ja aber dann ganz nett. Man darf halt selbst nicht mit dem Auto da rumgurken. Verständlich.

Als wir zurück waren, kamen wieder die Ranger und haben die ganzen Lemminge gleich zu nächsten Attraktion geleitet. Dem Loch im Boden, wo sie Stroh anzünden. Überall standen da Mitarbeiter in ihren Kostümen, und haben den Leuten Steine in die Hand gegeben. Kleine Steinchen, die da überall rumlangen. Die waren scheiß heiß! 😉 Dann standen alle um das Loch, und der Ranger hat einen trockenen Busch reingesteckt. Der hat sich dann allein durch die vorhandene Erdwärme entzündet.
Die andere Variante um die Erdwärme zur Schau zu stellen, ist die Wasserfontäne. Es gibt da ein paar „Schornsteine“ die aus dem Boden ragen, da qualmt es die ganze Zeit raus. Dann gießen sie da einen Eimer Wasser rein und nach ein paar Sekunden schießt eine Wasserdampfwolke heraus. Alle erschrecken sich, weil das auch noch zischt und Krach macht 😉

So, wenn du das alles gesehen hast, wars das fast. Es gibt noch einen Grill, der auch nur mit der Erdwärme funktioniert. Da grillen Sie Hähnchen, die man in dem Restaurant sicherlich bestellen kann.
Dann gibts noch einen Souvenir-Shop aber das wars. Eigentlich sollst du dann auch schnell wieder weg, damit dein Parkplatz für den nächsten frei wird…

Echt der Hammer, wie viele Leute die da am Tag durchschleusen. Und wir waren jetzt im Mai da. Im Hochsommer ist ja da noch mehr los…
Hätten wir diesen Ausflug übrigens bei unserem Reiseveranstalter gebucht, hätten wir noch ein Essen dort im Restaurant dabei gehabt und hätten pro Person 54 Euro bezahlt. Die Rundfahrt und die Feuer- und Wasser-„Show“ wäre aber genau die gleiche gewesen. Aber klar, der Busfahrer muss ja bezahlt werden und TUI will auch noch seinen Anteil.

So, der Tag war noch jung, aber wir waren eigentlich mit unserem Programm durch. Also sind wir einfach blind drauf los an die Küste gefahren, in einen winzig kleinen Ort. Tenesar. Dort war nichts, außer ein paar Häuschen. Selbst die Straße war nur ein Sandweg. Wir haben uns etwas abseits direkt an der Küste dort auf die Steine gesetzt und zugeschaut, wie das Meer hochpeitscht und welche Strömungen da so wirken. Also da will man echt nicht ins Wasser fallen. 😉
Je nach dem wie hoch da das Wasser steigt, werden die Steine überspült und in den Löchern sammelt sich das Wasser. Da die Steine schwarz sind und die Sonne drauf knallt, verdunstet das Wasser und zurück bleibt nur das Salz. Wir hätten uns also eigentlich unser eigenes Fleur de Sel mitnehmen können 😉

Nun ja, irgendwie hatten wir alles gesehen, was wir sehen wollten, so richtig wussten wir nicht mehr, was wir noch machen wollen, also sind wir zurück gefahren ins Hotel. Unterwegs haben wir in einem kleinen Restaurant angehalten und etwas gegessen und haben den Nachmittag dann lesend im kühlen Hotelzimmer verbracht und den Abend dann wieder im Irish Pub 🙂

Samstag waren wir zu Fuß in die andere Richtung vom Hotel aus gesehen in Puerto del Carmen unterwegs. Mittags haben wir in einem kleinen englischen Imbiss gegessen (wie viele Engländer und Schotten da sind! Unglaublich!!), aber es war echt eklig. Wir haben uns hinterher geärgert.
Auch Samstag haben wir sonst nur gelesen und gefaulenzt.

Sonntag hatten wir dann noch den ganzen Tag Zeit. Das hat hervorrangend gepasst, weil der Namenlose gern Formel 1 gucken wollte ;D in unserem Stammpub war das möglich. Anschließend haben wir an der Poolbar im Hotel noch einen Smoothie getrunken und sind dann zum Flughafen gefahren und hätten fast noch das Tanken vergessen 😀 das ist echt so typisch wir 😉

Insgesamt war das ein sehr schöner Urlaub. Wir haben wieder alles richtig gemacht XD außerhalb der Hochsaison, Mietwagen und natürlich durchs Geocaching auch wieder Ecken gefunden, die wir sonst nicht gesehen hätten. Auch, dass die letzten beiden Tage so gechillt waren, war perfekt. Ich hab nämlich mal wieder echt viel gelesen 🙂