Freitags-Füller 04/2018

1. Den 1. Platz hab ich selten belegt. Ich war selten in irgendwas die Beste. Im Sport sowieso schon mal nie. Dazu war ich ein viel zu kleines Heemekin. Ich hab im Judo mal kampflos den 1. Platz belegt, weil es in meiner Gewichtsklasse (bis 22 Kilo, ich war 11 oder so) keinen Gegner gab 😉 ansonsten war ich immer die letzte. Die letzte im Rennen, die letzte im Weitsprung, im Kugelstoßen… die erste, die bei Völkerball rausgeflogen ist 😉 In der Bio- und Matheolympiade hab ich auch mal mitgemacht, aber bin nach der ersten Runde rausgeflogen. In Sprachen war ich immer gut, aber da gabs keine Wettbewerbe. Na ja und im Gedicht aufsagen war ich auch immer ziemlich gut… Aber auch da gabs auch keine Wettbewerbe… Aber neulich waren meine Kollegen extremst beeindruckt, dass ich „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ heute noch auswendig kann 😉.

2. In nicht mal mehr 3 Wochen, es sind nämlich nur noch 2 Wochen und 4 Arbeitstage, hat unser Flachpfeifenstudent endlich seinen letzten Tag bei uns. Dann sind die 3 Jahre endlich rum, schade aber auch.(NIIIIIICHT!)

3. Wenn ich mich verwöhnen möchte, dann gönn ich mir… gute Frage eigentlich. Mir fällt eigentlich nichts ein, was ich mir zB immer kaufe, wenn ich mir mal was gönnen will. Früher wären es die kleinen Dulcita-Cherrytomaten mit Mozzarellakugeln gewesen, aber ich glaube dass meine Neurodermitis schlimmer wird, wenn ich Tomaten esse, deshalb ess ich nur noch selten welche. Also, mir ist zumindest beim Thema verwöhnen als erstes Essen eingefallen, und keine Kosmetik oder sowas. Und da ich mir nicht selbst den Rücken kraulen kann, muss ich mich mit etwas zu Essen verwöhnen 😉.

4. Also manchmal ist meine Kollegin, mit der ich die Azubis und Studenten betreue echt nervig… Unser Flachpfeifenstudent ruht sich seine letzten Tage hier aus, kommt spät, geht früh, bucht sich immer Besprechungsräume und drückt sich so vor seiner kaum noch vorhandenen Arbeit. Eigentlich macht er gar nichts mehr. Mir ist es inzwischen egal, ich bin froh, wenn er weg ist, aber sie ist da voll hinterher. „Gestern ist er schon nach 6 Stunden gegangen.“ oder „Der ist nicht am Platz, was macht der denn? In dem Besprechungsraum da drüben brennt Licht. Ist das der 10er? Ist der da drin? Ich überleg schon, unter welchem Vorwand ich da mal reinplatzen kann. Oh, ich setz mal die Kollegin aus dem Nachbarbüro an und frag mal, ob er drüben ist. Nee ist er nicht. Haste mitgekriegt?“ Nein hab ich nicht, es ist mir auch egal… und dir sollte es auch egal sein, denn wir werden jetzt in den letzten Tagen sowieso nichts mehr daran ändern, also bleib locker.

5. Jedes Bild in meinem Kopf ist nur in meinem Kopf. Neulich haben wir die neue Staffel von Black Mirror gesehen (gute Serie übrigens, lohnt sich definitiv!), da gehts um etwas futuristische Lebensentwürfe, oder Entwicklungen was Technologien angeht. Na ja egal, also auf jeden Fall wurde in der einen Folge ein sogenannter Recaller verwendet, um die Erinnerungen und Gedanken im Kopf tatsächlich zu verbildlichen. Es ging um Zeugen, die einen Unfall beobachtet hatten und mit einem kleinen Gerät, das an die Schläfe gesteckt wurde, konnten diese Bilder auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden und so den Unfallhergang rekonstruieren und die Schuldfrage klären. Also wenn sowas irgendwann wirklich mal funktioniert, möchte ich nicht mehr da sein 😉 Diese Vorstellung finde ich absolut gruselig, denn seine Gedanken und Bilder kann man überhaupt nicht so bewusst steuern oder sich verbieten. Wenn ich mir verbiete, an etwas zu denken, denke ich ja schon dran… Und ich bin oft froh, dass nicht jeder meine Gedanken kennt 😉.

6. Gestern hatte ich wieder Schule und wir mussten relativ spontan in Dreiergruppen eine kurze Präsentation halten. Ooookay. Also reden und auch vor Leuten reden macht mir nicht so viel aus, wie den meisten, ich kann mit der Situation ganz gut umgehen. Ich bin natürlich auch aufgeregt, aber ich kann das ganz gut ausblenden. Die Dozentin hat uns hinterher Feedback gegeben und uns auf Sachen aufmerksam gemacht, die uns selbst überhaupt nicht bewusst waren. Ich hab zB. immer mal wieder die Kollegin aus meiner Gruppe angeschaut, die mir aber auch immer schön zugenickt hat. Und weil sie das einmal gemacht hat, hab ich mir offenbar immer mal wieder Versicherung und Bestätigung bei ihr geholt. Ja… war mir nicht bewusst. Andere haben mit dem Fuß aufgestampft oder sind auf die Zehenspitzen gewippt… Das war wirklich mal interessant und ich finde, das hat allen ein bisschen den Schrecken genommen. Trotzdem werden die wenigsten sagen, da haben wir Spaß gehabt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Cocktail im australian Pub, morgen habe ich geplant, nach der Schule meine Unterlagen gleich zu sortieren und Sonntag möchte ich anfangen die Decke für meine Hamburgfreundin zu nähen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

An acoustic evening with a-ha in der Festhalle Frankfurt

Der Namenlose ist äußerst aufmerksam. Als ich mitbekommen habe, dass a-ha in der Festhalle in Frankfurt spielt, habe ich das mal erwähnt und gesagt, dass ich eigentlich ganz gern hingehen würde. Ich hab dann sogar selbst nach Tickets geschaut, muss aber gestehen, dass ich um die 70 Euro für ein Ticket in der letzten Preiskategorie, also ganz ganz hinten, ein bisschen happig fand. Ein bisschen was sehen will man ja vielleicht auch, die Preise staffelten sich entsprechend hoch… 90 Euro für mittige Plätze… Und außerdem wusste ich, dass der Namenlose a-ha jetzt nicht so den Brüller findet und dann dachte ich, muss ich ihn da nicht mit hinschleppen, aber alleine gehen wär ja auch doof…
Als ich dann Anfang Dezember bei meiner Schwester war, ist a-ha ein einer Show im Fernsehen aufgetreten und hat Take on me live in der Akustik-Version gespielt und ich muss gestehen, dass ich etwas geschockt über die Leistung war. Es war schief, der hat irgendwie die Töne nicht getroffen… und da sag ich noch zu ihr: „na, dann ist es ja vielleicht doch nicht so schlimm, dass ich nicht zum Konzert gehe!“ 😉
Trotzdem habe ich ne Woche später noch mal nach der Ticketsituation geschaut, aber nicht gekauft.

Als ich dann zu Weihnachten mein Päckchen aufgemacht hab, und die Tickets gesehen hab, hab ich mich echt riesig gefreut und musste mir wirklich ein Freudentränchen verdrücken!
Gestern wars also nun soweit und heute bin ich arschmüde, weil wir erst um halb 12 zu Hause waren und ich dann natürlich noch nicht sofort schlafen konnte 😀

Pünktlich um 7 waren wir im Parkhaus, haben da noch 3x umgeparkt, weil wir nach der Erfahrung bei Ed Sheeran vor gut 3 Jahren noch wussten, wie lange das rausfahren gedauert hat, wenn hunderte Leute auf einmal ausparken wollen 😉 Wir haben gestern direkt vor der Ausfahrt gestanden und so hat das rausfahren dann auch nur 2 Minuten gedauert 😉

Bei milden 12 Grad sind wir vom Parkhaus zur Festhalle geschlendert, es war vollkommen entspannt, weil das ganze Konzert bestuhlt war, gab es kein Gerenne um die besten Plätze ganz vorne.
Wir hatten Plätze im ersten Rang hinten, also mit Frontalblick auf die Bühne. Über Leinwände konnte man auch ganz gut sehen, aber darauf kams eigentlich nicht an, weil sie keine Mega-Show gemacht haben. Morten Harket hatte einen Barhocker, von dem er sich eigentlich kaum wegbewegt hat und die anderen waren ja auch hinter ihren Instrumenten. Es ging eigentlich nur ums hören und die Akustik war wirklich gut!

Als der Vor-Act gespielt hat, kam der Bass etwas verzögert an, und obwohl der Typ deutsch gesungen hat, hat man eigentlich nichts verstanden. Ich hatte schon Schiss, dass das bei a-ha dann genauso kacke wird, aber die haben das super hinbekommen. Ton und Technik waren super aufeinander abgestimmt, man hat jedes Wort glasklar verstanden, kein Echo oder überlagerte Basstöne.
Es war ein Akustik-Konzert, die bekannten Hits wurden neu arrangiert und in fast besinnlichen Tönen gespielt und gesungen, und nicht geschmettert. Einige Songs von a-ha gehen ja eigentlich gut ab, aber auf dem gestrigen Konzern wurde aus allen das Tempo etwas rausgenommen und das war wirklich richtig schön!

Ich hatte mir vorab schon das unplugged-Album „Summer Solstice“, was nämlich Sommersonnenwende heißt, angehört. Diese CD ist die Aufnahme des eigentlichen unplugged-Konzerts, auf dem die Tour aufbaut. Das Video zu der Aufnahme hab ich gestern schon hier gepostet Ich seh gerade, es wurde gesperrt. jaja, ist das mit den Urheberrechten, man darf nicht einfach Sachen hochladen, die einem nicht gehören. Damit ist dann noch mal anhören und ansehen gestrichen. Schade, denn es war gestern einfach wirklich richtig toll! Ich habe drauf verzichtet Videos zu machen, der Klang übers Handy ist eh kacke und ich wollte es einfach nur genießen. Und das habe ich!

Es war einfach richtig gut, auf der Bühne waren drei Streicher, Klaviere, ein Cembalo, Klarinette… natürlich Schlagzeug und Gitarre… Diese reduzierte Begleitung hat einfach ein ganz besonderes Flair ausgestrahlt, es war so gut aufeinander abgestimmt, kein Instrument hat ein anderes übertönt oder ausgestochen, es war melancholisch, ruhig und trotzdem total kraftvoll, so dass es Gänsehaut bei mir erzeugt hat. Bei Stay on these roads sind bei mir irgendwie die Dämme gebrochen, ich weiß nicht, wieso mich dieses Lied so tief berührt, ich verbinde es mich nichts besonderem. Aber einfach alles… das ganze Arrangement, es ist so total anders, als die Studioversion. Klavier, Streicher, dazu haben sie über die Leinwände Landschaftsaufnahmen aus Norwegen gezeigt, die Stimme… irgendwie hats einfach den Nerv getroffen. Auch schon beim ersten Lied. This is our home. Ich war einfach völlig geflasht vom Klang, von den Instrumenten, von der ganzen Atmosphäre… da hab ich schon Gänsehaut bekommen.

und die Zeit ging viel zu schnell rum. Auf einmal haben sie sich schon verabschiedet. Nicht enden wollende standing ovations und Füße trampeln – alle haben eine Zugabe eingefordert, die sie auch zwei mal gegeben haben.

Es war wirklich toll, ich hab mich riesig gefreut, dass wir da waren, ich finde, ich hätte sonst was verpasst 🙂 Der Namenlose fands auch okay 😉 Er mag a-ha eigentlich nicht und sagt, er hat immer weggeschaltet, wenns mal im Radio lief. Er kannte auch bloß 3 oder 4 Lieder. Tja… wenn man auch immer wegschaltet 😀 ich kannte eigentlich alle, konnte nicht alle mitsingen, aber bis auf eins hatte ich alle zumindest schon mal gehört. Und ich fands jedenfalls total schön, dass er mir die Karten geschenkt hat und mitgekommen ist *Herzaugensmiley* 🙂

Freitags-Füller 03/2018

1. Ich glaube, heute ist ein sehr guter Tag. Heute ist immerhin Freitag. Heute fällt Yoga aus, dh. ich fahre püntklich nach Hause. Und ich kaufe gleich nur das nötigste für heute Abend ein und wenn ich zu Hause bin, nähe ich an meiner neuen Lieblingsjacke weiter.

2. In unserer Kultur wird ja viel mit Besteck gegessen. Es gibt sogar Leute, die ein Brot mit Käse mit Messer und Gabel essen. Das mach ich jetzt nicht, ein Brot nehm ich in die Hand. Aber ich hab auch schon traditionell nepalisch gegessen – mit den Fingern. Ich muss gestehen, Reis und Soße find ich jetzt nicht so geil mit den Händen zu essen, mir ist schon grundsätzlich Besteck lieber, aber ein Grillhähnchen esse ich am liebsten mit den Fingern.

3. Das Dschungelcamp bei RTL geht heute los, aber weil ich morgen um 8 in der Schule sein muss, haben wir die Einladung zur angemessenen Eröffnungsparty bei unseren Burgerfreunden abgesagt. Letztes Jahr haben wir da Mehlwürmer und Heuschrecken probiert 😀.

4. Ich glaube Essen geht immer, sogar in schlechten Zeiten.

5. Was Kaffee angeht, ich trinke meistens nur einen am Tag, das ist der morgens mit dem Namenlosen zusammen. Am Wochenende auch gern mal zwei oder drei, aber nur vormittags, sonst kann ich abends nicht schlafen.

6. Ich bin heute leicht unmotiviert, hier im Büro, das muss am Wetter liegen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Dschungelcamp, morgen habe ich geplant, nicht bei der Einführung ins Einkommenssteuergesetz einzuschlafen und Sonntag möchte ich mich erholen und langsam dran gewöhnen, dass ich jetzt wieder so ein Pensum hab!

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Freitags-Füller 02/2018

1. Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, dass ich nicht mehr nur die Freitagsfüller und 12 von 12 poste… Und nur ist schon wieder eine Woche ohne Eintrag rum und hier kommt der nächste FF. Das fängt ja gut an.

2. Ich bin Extremrechtshänder. Ich kann wirklich nichts mit links. Ich bin völlig ungelenk und schwach mit der linken Hand. Als ich meinen rechten Zeigefinger gebrochen hatte, musste ich zB. mit links Zähne putzen, allein das war schon eine Katastrophe! Ich kann nicht mal mit links trinken. Also ein Glas zum Mund führen… das ist ne wacklige Angelegenheit und deshalb hängt eigentlich alles an meiner rechten Hand.

3. Spät am Abend spiele ich neuerdings wieder Candy Crush. Wenn wir ins Bett gehen, dann könnte ich zwar noch lesen, aber irgendwie hab ich da momentan keine Lust ein echtes Buch zu lesen, der Namenlose hat den Tolino in Beschlag, daher kann ich da auch nicht lesen… Also spiele ich eine Runde Candy Crush bevor mir die Augen zu fallen.

4. Heute Abend treffe ich mich mit ein paar Leuten hier aus der Stadt. In dieser Facebook-Gruppe hat neulich eine geschrieben, die wirkte sehr nett und wohnt sogar im gleichen Stadtteil wie ich. Na ja, an diesen Post haben sich gleich irgendwie alle dran gehängt und jetzt sind für das Treffen heute inzwischen 12 Zusagen da… Das finde ich ja schon wieder anstregend viel, aber meiner Erfahrung nach sagen immer Leute im letzten Moment ab. Also sind wir vielleicht nur 8. Immer noch viel, aber ich werde hingehen und sehen was passiert.

5. Das Jahr 2017 habe ich in meinem Jahresrückblick-Stöckchen zusammengefasst.

6. Du weisst, dass du alt bist wenn… die senile Bettflucht losgeht 😉 Also ich bin noch nicht alt, ich bin morgens alles andere als wach!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf ein Treffen mit neuen Mädels, morgen habe ich geplant, weiterzunähen und Sonntag möchte ich dann jetzt doch endlich mal Ordner aus der Firma vom Namenlosen schnorren und meine Schulunterlagen ordentlich abheften!

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Freitags-Füller 01/2018

1. Gestern Abend war es so windig draußen, dass mir das richtig unheimlich war.

2. Ich muss mich besser organisieren dieses Jahr.

3. Das lustigste Geschenk, das ich letztes Jahr gemacht habe, war eine Kochschürze mit einem aus allen Löchern regenbogenblutendem Einhorn und passend dazu ein Glasschneidebrett mit einem regenbogenkotzendem Einhorn.

4. Urlaub dieses Jahr geht irgendwie nur in den Sommerferien. Wenn alle wegfahren. Also, wo soll es denn jetzt hingehen?

5. Ich sage „Was essen wir denn heute?“, und er sagt „Weiß ich nicht, ist mir egal.“ Immer.

6. … ähm, ja… Das hier… äh… hat sich versteckt, und wir müssen es irgendwie finden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf unsere Burgerfreunde und, Überraschung, Burger, morgen habe ich geplant, meinen Kater auszukurieren, denn mit Frau Burger eskaliert es leider immer ein wenig und Sonntag möchte ich das erste Mal in diesem Jahr in unserem Stammcafé frühstücken gehen. Der Geburtstagsbrunch bei Schwanger fällt nämlich aus, weil sie krank ist!

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BiBu-Update

Im Moment sind gerade Weihnachtsferien, noch dazu hat die IHK den Stundenplan schon eine Woche früher frei gelassen, und zwei Wochen sind jetzt noch, so dass wir auf vier volle Wochen schulfrei kommen 🙂 Das ist echt richtig gut! Ich hab nur schon ein bisschen Angst vor dem ersten Tag…
Aber wie ich im Jahresrückblick gesagt habe, ich hab mir das abendliche/samstägliche dort hocken echt schlimmer vorgestellt.

Anfangs habe ich Dienstag und Donnerstag so lange gearbeitet, dass ich pünktlich zum Kursbeginn bei der IHK war. Das habe ich inzwischen geändert. Ich mache ziemlich regulär Feierabend und fahre trotzdem schon hin. Dort habe ich dann Gelegenheit noch mal in die Unterlagen zu schauen und etwas zu essen. Und vor allem komme ich etwas runter. Dieser Abstand ist schon wichtig und vermutlich kann ich deshalb besser mit dem Pensum umgehen.

von 920 geplanten Unterrichtsstunden habe ich jetzt 132 hinter mir. Ja, ich Nerd hab mir einen Countdownzähler gebastelt 😀
Inhalt dieser 132 Stunden waren bisher Lern- und Arbeitsmethodik, Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Führungsmethoden, Kommunikation und Zusammenarbeit und wir hatten bisher eine Doppelstunde Kosten- und Leistungsrechnung.
Im Januar kommt dann das Fach Abgabenordnung hinzu, im Februar haben wir dann ein paar Stunden zum Thema Berufsausbildung planen, denn mit Abschluss des Bilanzbuchhalters ist man automatisch von der schriftlichen Prüfung für den Ausbilderschein befreit. Den hab ich zwar schon, aber es kann nicht schaden, sich das Thema noch mal anzuhören 😉 Im März kommt dann noch das Fach Körperschaftssteuer hinzu, damit sind wir dann mit Kommunikation und Zusammenarbeit und Führungsmethoden durch. Zumindest für das erste „Semester“. Zusätzlich geben wir uns im März und April dann die volle Breitseite KLR, daüfr ist dann Finanzwirtschaftliches Management erstmal durch.

In Jahresabschluss haben wir uns bisher eigentlich nur mit dem dritten Buch des Handelsgesetzes beschäftigt. Allgemeine Vorschriften für Kaufleute, wie Buchführungspflicht und Inventur, Aufstellung einer Bilanz, Ansatzvorschriften und Bewertungsgrundsätzen. Dazu haben wir ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften besprochen, Aufstellung einer GuV und Offenlegung und Prüfung eines Konzernabschlusses.
Der Dozent ist fachlich wirklich großartig. Er ist selbst seit Jahren auch im Prüfungsausschuss und in der Prüfungskommission und weiß daher genau, worauf es nachher ankommt. Allerdings ist er lehrtechnisch nicht so der Brüller. Aber ich komme damit zurecht, im Gegensatz zur Mehrheit des Kurses.

In Finanzwirtschaftlichem Management ging es zuerst um Grundlagen im Zahlungsverkehr und anschließend um Investitionsrechnung. Welche Verfahren es da gibt, um zu errechnen, ob sich eine Investition lohnt oder nicht und natürlich haben wir da gerechnet und gerechnet und gerechnet. Jetzt haben wir grad den Themenblock Finanzierung angefangen. Also, wo kommt die Kohle eigentlich her.
Der Dozent ist ganz gut. Wir hatten einen sehr unglücklichen Start, ich denke er hatte entweder einen furchtbar schlechten Tag, als wir die erste Stunde hatten, oder er wollte einfach gleich mal zeigen, wer das sagen hat und uns einschüchtern. Auf jeden Fall hat sich das aber gegeben, er ist ganz witzig und schafft es sein Thema wirklich anschaulich rüber zu bringen.

In Führungsmethoden ging es, ach wie überraschend, um Führungsmethoden. Tja, das war bisher eine Doppelstunde, der Typ der das lehrt ist in meinen Augen eine arrogante Witzfigur. Wenn das mein Chef wär, könnte ich den nicht ernst nehmen. Er hat vor Stolz fast platzend erzählt, dass er 500 Mitarbeiter „unter sich“ hat. Dann hat er immer mal wieder ein „Alltagsbeispiel“ aus seinem Berufsalltag eingeworfen, um den Stoff zu verdeutlich. Aber da gings laufend darum, dass er den „blöden Mitarbeiter“ irgendwie „loswerden“ will, aber nicht „nicht so einfach rauskriegt“ und sich dann halt „arrangieren muss“. Aber ist ja auch nicht mehr lange, der hat ja nur noch zwei, drei Jahre…
Man man man. Und rhethorisch ist der auch echt schlecht. Manchmal redet er so leise, dass man kaum was versteht und dann brüllt er wieder, dass es in den Ohren wehtut. Er denkt offenbar, dass das ein gelungenes Stilmittel in seiner Präsentation. Ich finde es einfach nur anstrengend. Und er nuschelt, das macht es auch noch schwieriger.
Insgesamt glaube ich, dass er einfach total unsicher ist und eigentlich Angst hat, vor uns zu stehen, und das durch diese ätzende Art und Weise verstecken will.

Kommunikation und Zusammenarbeit ist hingegen sehr lustig. Die Dozentin ist auch immer super nervös, das merkt man ihr an, weil sie manchmal so zu Schnappatmung neigt. Dabei muss sie das gar nicht. Wir haben sie alle wirklich gut angenommen, machen gut mit und eigentlich ist der Unterricht mit ihr echt entspannt.
Wir haben über die verschiedenen Formen der Wahrnehmung gesprochen. Und über Kommunikation im eigentlichen. Dass gesprochene Worte auf vier verschiedenen Ebenen gemeint sein und verstanden werden können. Sofern diese Ebenen nicht übereinstimmen, kommt es zu Missverständnissen.
Wir haben über Körpersprache gesprochen, welches Signal gewisse Körperhaltungen aussenden. Alles im Hinblick darauf, dass eine Führungskraft (und Bilanzbuchhalter sollen wohl potenzielle Führungskräfte sein) solche Sachen im Hinterkopf haben muss, damit er auf seine unterschiedlichen Mitarbeiter eingehen kann.

Lern- und Arbeitsmethodik hatten wir nur ganz am Anfang. Da gings halt drum, uns ein bisschen darauf einzustellen, dass jetzt eben ein anderes Leben anfängt 😉 Er hat uns sensibilisiert, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt und dass man seinen vielleicht noch rausfinden muss. Und er hat uns darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich zu strukturieren und sich feste Zeiten zum Lernen einzuräumen.
Kurz vor der Prüfung werden wir noch mal ein, zwei Stunden bei ihm haben, wo es noch mal um den Umgang mit Prüfungssituationen und Prüfungsangst geht.

Also bisher musste ich mich in der Hauptsache nur auf zwei Fächer konzentrieren. Da ist das alles noch nicht so tragisch. Die Abstände zwischen den Unterrichtseinheiten sind nicht so groß, man ist dann doch immer ganz gut dabei. Wenn es jetzt im neuen Jahr aber mit Abgabenordnung, Körperschaftssteuer und richtig KLR losgeht, dann muss ich mich echt auf meinen Arsch setzen und zu Hause wiederholen.
Das ist mir bisher nämlich noch nicht so gelungen. Die ersten zwei, drei Wochen hab ich sogar wirklich noch meine Notizen in Reinschrift gebracht. Das habe ich seit dem nicht mehr gemacht!! Dafür hab ich mich bemüht, gleich viel ordentlicher mitzuschreiben. Und in Zukunft muss ich mir aber, wie in den ersten Stunden Lern- und Arbeitsmethodik gelernt, wirklich einen Plan machen, in dem ich mir feste Zeiten zum Lernen vornehme.
Lernen meint in dem Sinne dann, dass ich den Stoff noch mal durchgehe, wiederhole, evtl. kleinere Zusammenfassungen schreibe… Das wird schwer, mich dazu aufzuraffen! Aber ich muss das machen. Ich kann nicht erst alles am Ende vor der Prüfung lernen. Vor allem wär es halt gut, wenn bis dahin alles soweit aufbereitet ist, dass ich nicht seeeeeitenweise Kram durchgehen muss…
Und gerade in KLR werde ich die zusätzliche Zeit zu Hause brauchen. Die Dozentin ist echt der Knaller. Im negativen Sinne… Eine Doppelstunde hatten wir erst und ich hasse sie! Ich weiß nicht, ob ich je mit ihr warm werde, aber irgendwie muss ich halt zusehen, dass ich mich auf sie einstelle. Und dazu werde ich die zusätzliche Lerneinheit brauchen, denn mir ging das alles viel zu schnell. Ich brauche in dem Fach einfach länger für gewisse Sachen und ich denke, ich muss gerade in diesem Unterricht mich davon befreien, gleich alles verstehen zu wollen. Ich muss es dann wohl irgendwie hinnehmen, dass ich einfach erstmal nur mitschreibe und mir dann zu Hause die Zeit nehmen, es nachzuvollziehen.

Im Dezember habe ich in einem Anfall von Aktionismus mal den Keller durchsucht. Ich war der Meinung, dass ich noch irgendwelche Unterlagen vom Wirtschaftsfachwirt haben muss. Und was soll ich sagen?! Ich war der Meinung, ich hätte alles bis auf ein, zwei Bücher weggeworfen 😀 Aber habe ich nicht. Sämtliche Lernhefte vom Fernkurs bei der SGD sind noch da gewesen und ich habe mir gleich mal die passenden für KLR, Jahresabschluss und Führung und Kommunikation rausgesucht.
Jetzt brauche ich noch Ordner. Bisher habe ich meine Blätter nur auf Heftstreifen abgeheftet und diese dann zum Unterricht mitgenommen. Aber das ist blöd. Zum einen sind es jetzt schon so viele Seiten, dass die Streifen langsam schlapp machen, zum anderen ist es einfach auch unpraktisch im Regal, die Blätter stehen ja nicht und alles zu stapeln ist auch nicht so praktisch.
Ich muss mich zusammenreißen und darf meinem Chaos-Gen in der Hinsicht keine Chance geben. Ich muss Aktenordner kaufen. Und ich hätte gern ganz viele bunte, weil ich jedem Fach eine andere Farbe zugewiesen habe. Oder ich nehme weiße und klebe bunte Schilder drauf. Das ist vielleicht einfacher…
Aber zumindest heißt es in Zukunft, strukturierter und geplanter vorzugehen. Nicht mehr so viel „ich schau mal was auf mich zukommt“, das kann ich vielleicht im Urlaub machen, aber an meinen schulfreien Tagen brauch ich genauso wie für die Unterrichtsstunden einen Lernplan, sonst verliere ich den Anschluss. Und wenn meine Unterlagen schön sind, macht das ganze auch mehr Spaß.

Im Grunde genommen sind das dann doch ein paar gute Vorsätze:
– Aktenordner besorgen
– alles sortieren, ordnen und wegheften
– regelmäßig alles durchgehen