Leseliste 2. Quartal 2018

1984 von George Orwell

»Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst.«
Der Klassiker über einen allmächtigen Überwachungsstaat ist und bleibt beklemmend aktuell: Mit 1984 schuf George Orwell eines der einflußreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.

Ja, beklemmend ist es wirklich. Schon auf den ersten Seiten, wo über den Teleschirm erzählt wird, der in jedem Wohnzimmer hängt und Sender und Empfänger zugleich ist, wurde mir ganz anders. Alexa ist wohl nichts anderes… Wenn Fernseher anfangen Webcams zu haben, dann kann wohl auch niemand mehr erkennen, ob sich da jemand eingehackt hat und die Zuschauer auf dem Sofa beobachten…
Ich finde es immer noch unfassbar erstaunlich, wie man kurz nach dem 2. Weltkrieg, als die technische Entwicklung lange nicht so weit fortgeschritten war, wie heute, wie man also damals so eine unfassbare Fantasie haben konnte, wie man sich sowas, für damalige Verhältnisse, vollkommen abstruses ausdenken konnte! Und heute ist die Realtität so nah dran, dass es einem unheimlich sein muss!
Der große Bruder beobachtet dich. Ja, das macht er jetzt auch schon. Nur noch nicht so offensichtlich.
Was auf den ersten Seiten tatsächlich beklemmend war, hat sich im zweiten Teil eher zu einem politischen Manifest entwickelt und war im dritten Teil eigentlich nur eine Demonstration eines vollkommen totalitären Systems und es geht nur noch darum, ob es gewinnt oder nicht.
Ich fand es etwas anstrengend zu lesen, obwohl ich eine neuere Übersetzung hatte. Und obwohl es jetzt schon länger her ist, dass ich mit dem Buch fertig bin, kann ich nicht sagen, was ich davon halten soll. Irgendwie gleichgültig. Leer. Undefiniert.

Heidi Teil 2 von Johanna Spyri
War genauso heimelig und kurzweilig wie Teil 1.

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Neulich bin ich über „Mein Herz in zwei Welten“ gestolpert und dachte, das ist was seichtes für zwischendurch. Dann habe ich gemerkt, dass es eine Fortsetzung von Ein ganzes halbes Jahr sein muss und habe dann festgestellt, dass das bereits der dritte Teil ist. Also hab ich noch was auf dem Lesestapel 😉
Den Film Ein ganzes halbes Jahr kannte ich schon, von daher hat mich nicht schockiert oder überrascht was im Buch passiert ist. Es ist eine schöne Geschichte, ein polarisierendes Thema, das sich aber gar nicht so in den Vordergrund drängt, sondern der Liebesgeschichte den Vortritt lässt.

Sofies Welt von Jostein Gaarder

Mysteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15jährigen Sofie Amundsen in Oslo. Was sollen diese Fragen: »Wer bist du?«, »Was ist ein Mensch?« und »Woher kommt die Welt?«. Sofie ist irritiert. Die Briefe werden ausführlicher und entführen sie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen. Ihr unbekannter Briefeschreiber erzählt Sofie die Geschichte Europas, der Antike, des Mittelalters und der Renaissance und dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung.

Noch so ein Klassiker, den man irgendwie gelesen haben sollte. Ich weiß noch, wie meine Mitbewohnerin damals davon geschwärmt hat… Ich weiß nicht, ob ich irgendwie komisch bin… ich hab mich ziemlich schwer getan mit diesem Buch. Hab mich die ganze Zeit gefragt, was dieser Typ davon hat, diesem Mädchen Briefe schreibt und dass das alles kein Roman sondern einfach ein Abriss der Geschichte der Philosophie ist… Tja und dann hat es sich aufgelöst und ich habe nach über der Hälfte dann doch einen Zugang dazu gefunden und fand es wirklich charmant!

Die amerikanische Nacht von Marisha Pessl

Tief unten im Schacht liegt Ashley – sie ist tot – erst 24 Jahre alt – eine Leiche in einer verlassenen Lagerhalle Manhattans. Ein Unfall? Oder Selbstmord? Und was hat Cordova, der übermächtige Vater und besessene Filmemacher mit ihrem Tod zu tun? Der Schlüssel zum Geheimnis liegt in seinen magischen Filmen, die nach und nach zu einer Wirklichkeit werden, aus der es kein Entkommen gibt. Gnadenlos, packend und zuweilen verstörend ergründet Marisha Pessl die dunklen Seiten des Lebens.

Puh… ein dicker Wälzer, den ich in zwei Tagen weggelesen hab, weil er mich einfach gepackt hat! Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal bis um 2 Uhr nachts gelesen habe, weil ich ein Buch unbedingt zu Ende lesen wollte…
Die amerikanische Nacht ist eine Filmtechnik, bei der eine tagsüber gedrehte Filmszene mit Filtern und Beleuchtung in eine Nachtszene verwandelt wird. Was sagt dieser Buchtitel nun über das Buch? Dass es nicht so ist, wie es scheint? Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob es am Ende des Buches heißt „Cut, danke das wars!“ und damit die gesamte Handlung als ein Film abgetan wird… Oder dass sich am Ende alles als ein Traum herausstellt…
Ich meine, natürlich ist das eine ausgedachte Geschichte. Aber die Zufälle waren so kontruiert, dass cih zwischenzeitlich wirklich ein eine gescriptete Realität gedacht habe.
Der Tod von Ashley wird aufgeklärt. Zwei mal. Und wie war es nun wirklich? Das bleibt offen.
Gutes Buch, hat mich echt gefesselt!

Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes

«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.» Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.

In meinen Augen hätte es keine Fortsetzung gebraucht und angeblich war sie auch nicht geplant. Angeblich hätten die Leser alle gefragt, wie es mit Lou weiterging, deshalb hat Moyes dann diese Fortsetzung geschrieben. (Und weils dann wohl eine kleine Goldgrube war auch noch einen dritten Teil….)
Aber es ist trotzdem toll zu lesen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, auf Lous Schulter zu sitzen und direkt am Geschehen zu sein. Vielleicht aber auch nur, weil ich selbst jemanden verloren hab und eben genau weiß, was danach kommt. Lou geht in eine Trauergruppe und was da über Verlust und Verarbeitung erzählt wurde, konnte ich an ganz vielen Stellen genau so unterschreiben. Auch das Gefühlschaos, als sie einen neuen Mann kennen lernt.
Was ich etwas übertrieben und für die Geschichte nicht sonderlich förderlich fand, war der Konflikt der Eltern. Da habe ich mich immer gefragt, was das soll, das kam mir eher seitenfüllend vor. Aber gut. Es war trotzdem ein schönes Buch. Trotz der Thematik etwas seichtes für zwischendurch.

Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes

„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“ Diese Sätze hat Will Louisa mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Es hat lange gedauert, aber endlich ist sie bereit, seinen Worten zu folgen und wagt in New York den Neuanfang. Die glamouröse Welt ihrer Arbeitgeber könnte von Lous altem Leben in der englischen Kleinstadt nicht weiter entfernt sein. Dort ist ein Teil ihres Herzens zurückgeblieben: bei ihrer liebenswert chaotischen Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou versucht, New York zu erobern und herauszufinden, wer Louisa Clark wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zuhause ist?

Irgendwie seltsam, wie sehr ich mich auch in dieses Buch verloren hab, obwohl ich es eigentlich kitschig finde. Vielleicht, weil ich mich einfach gut mit Lou identifizieren kann. Es ist nicht nur der Verlust, sondern auch dieses sich selbst finden. Eigentlich nicht richtig zu wissen, wer man ist und was man will, weil man immer versucht hat, es anderen Recht zu machen. Vielleicht hat es mir deshalb so gut gefallen.

Flugangst 7A von Sebastian Fitzek

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein seelisch labiler Passagier.
Und ein Psychiater, der diesen Passagier dazu bewegen soll, die Maschine zum Absturz zu bringen – sonst stirbt der einzige Mensch, den er liebt.

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.

„In der Tradition…“ Also ob man das jetzt als eine Tradition bezeichnen will… weil da ein Buch war… man man man… Also… Das war besser als die früheren Bücher, hatte nicht ganz so viele obskure Wendungen. Ich glaub ich habs schon tausend mal gesagt, aber ich möchte manchmal Bücher noch mal lesen, wenn ich weiß, wie sie ausgehen, nur um Ungereimtheiten zu entdecken. Aber ich hab keinen Bock, das noch mal zu lesen.
Fitzek und ich werden wohl nie Freunde, aber ich wollte was zum schnell weglesen für zwischendurch, weil ich keine Lust auf sowas Anspruchsvolles wie Buddenbrooks hatte, was ich mir mal vorgenommen hab, weil ich das nicht kenne…

Ich finde dich von Harlan Coben

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Ich hab den Klappentext gar nicht gelesen, bevor ich das Buch angefangen hab. Und als dann das „Unglaubliche“ schon ziemlich weit am Anfang geschieht, hab ich mich gefragt, wie die restlichen Seiten nun mit „Ich finde dich“ gefüllt werden sollen. Aber es war gefüllt. Ich fand, es war nicht wirklich unvorhersehbar, wie sich alles entwickelt hat. Anfangs bestand noch die Möglichkeit, dass es in eine andere Richtung geht, aber als das ausgeschlossen war, war es doch irgendwie klar, wohin es geht. Vielleicht habe ich aber wirklich schon zu viele Krimis gelesen…
Aber nichtsdestotrotz hat mir die Art des Autors gut gefallen. Er spricht die Leser zwischendurch an. „Sie können sich vorstellen, dass…“ oder so. Ich fand das nett. Außerdem hält er sich nicht mit Namen von unwichtigen Leuten auf, die man nach drei Seiten wieder vergessen hat. Er gibt ihnen Spitznamen, die sich aus markanten Eigenschaften ableiten. Glitzeranzug für einen Typen, dessen Anzug leicht glänzt. Oder Bienenkorb für eine Frau, deren Haare aufgetürmt und festbetoniert sind, dass sie an einen Bienenkorb erinnern. Da ist das hier auch mache, fand ich das super sympathisch, auch wenn das Buch jetzt nicht soooo megaspannend war, wie ich mir das vielleicht erhofft hatte. Aber ich glaube ich habe einen neuen Thriller-Autoren gefunden, von dem ich noch ein, zwei Sachen lesen werde, bis der neue Sebastian-Bergmann-Krimi rauskommt 😉

Zwei an einem Tag von David Nicholls

15. Juli 1988, Emma und Dexter, zwei eigentlich füreinander bestimmte Menschen, lernen sich mit zwanzig kennen, aber schon am nächsten Tag trennen sich ihre Wege. David Nicholls beschreibt über zwanzig Jahre hinweg jeden 15. Juli im Leben der beiden – wie sie sich immer wieder treffen und immer wieder verpassen.

Das ist der was-weiß-ich-wievielte Versuch dieses Buch zu lesen. Ich hab es vor ein paar Jahren mal als Hörbuch gekauft, aber konnte mich nicht wirklich darauf einlassen. Auf der Couch bin ich eingeschlafen, damals im Fitnessstudio auf dem Crosstrainer hatte ich irgendwann auch abgeschaltet… Ich hab das Hörbuch dann verschenkt. Jetzt hab ich im Bücherschrank auf der Arbeit die Taschenbuchausgabe gefunden – das war ein Wink und ich dachte, ich versuche es halt noch mal. Im Juni schaffe ich es nicht mehr. Vielleicht schaffe ich es auch nie, weil ich mich schwer dazu aufraffen kann, es in die Hand zu nehmen. Irgendwie hatte ich es mir romantischer vorgestellt, wie sich die Wege von Emma und Dexter immer wieder kreuzen…

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Das Herz im Gesicht

Viele Leute tragen ihr Herz auf der Zunge und sagen was sie denken. Ich trage es eher im Gesicht. Man sieht mir sofort an, ob ich jemanden leiden kann oder nicht, ob mich ein Thema interessiert oder nicht, ob ich mit einer Entscheidung zufrieden bin oder nicht.
Von meinem Chef gabs dazu grad einen Mini-Einlauf. Er wüsste damit umzugehen, er wüsste, wie er mich nehmen müsste. Aber irgendwann hab ich auch mal einen anderen Chef. Und ich soll was nicht so deutlich zeigen. Ich darf sowas nicht so deutlich zeigen. Ich muss so viel schauspielerisches Talent aufbringen, dass man das nicht sieht.

Tja… ich weiß, mein Gesicht ist ein offenes Buch. Ich weiß, das ist manchmal nicht gut. Aber dann denke ich, ich bin wie ich bin, nimm mich so, oder lass es. Aber offenbar kann ich im Beruf nicht so denken. Da gehts dann wohl nur um Fassade. Ich hasse das. Ich will mich nicht verstellen. Ich will nicht so tun, als würde ich den ganzen Bullshit, der hier gesprochen und geschrieben wird gut finden! Was denken sie sich jetzt wieder aus? Arbeite doch bei irgendwelchen Projekten mit. Der neue „heiße Scheiß“ bei uns ist, dass man einen Teil seiner Arbeitszeit für die Mitarbeit in einem Projekt in einer fremden Abteilung aufbringt. Da haben ja alle was von. Am meisten der Arbeitgeber, weil er für das Projekt niemanden neu einstellen muss.
Oder wie viel Wert hier auf die Stimmungsumfrage gelegt wird. „Ich kann die Strategie von meinem Arbeitgeber nachvollziehen“, „Ich halte die Wertschätzung die mir entgegengebracht wird für angemessen“, „Ich würde meinen Arbeitgeber als attraktiv bezeichnen“. NEIN! Verdammt. Aber wenn ich nein ankreuze, ändert das gar nichts! Deshalb hab ich diese Umfrage früher nie mitgemacht. Mein Chef legt aber soooo großen Wert drauf, weil das Reputation gibt, wenn das gut ausfällt! Aha. Mir doch egal. Mir ist sowas nicht wichtig. Ich ziehe mich nicht an sowas hoch, im Gegensatz zur kompletten Führungsetage.
Aber das darf ich nicht zeigen.

Bibu-Update II

Unterrichtsstunden: 342/920 noch nicht mal die Hälfte
Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Führungsmethoden, Kommunikation und Zusammenarbeit, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berufsausbildung planen und Berichterstattung
Heute kommt noch Umsatzsteuer und nach den Sommerferien kommt dann noch Gewerbe-/Grundsteuer und Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards dazu.

In Jahresabschluss machen wir seit längerem schon nur noch Prüfungsübungen, denn laut Dozent sind wir mit dem Stoff durch. Mir persönlich macht es Sorgen, dass für diesen Bereich so viele Stunden im Plan stehen und er will nach nicht mal einem Jahr mit dem Stoff durch sein?? Ich finde es ja gut, dass wir Prüfungen üben, aber bisher ist es ziemlich demotivierend, wenn ich vor der Aufgabe sitze und mich jedes verdammte mal frage, was die von mir wollen… Obwohl wir doch alles besprochen haben…

In Finanzwirtschaftlichem Management haben wir mit dem Thema Finanzierung weiter gemacht. Wir haben über Aktien gesprochen, wie das alles funktioniert… ich weiß gar nicht, ob wir schon mit dem dritten Block „Investition“ angefangen hatten… Das Fach haben wir erst wieder nach den Sommerferien, bis dahin finde ich das noch raus 😉

Führungsmethoden war weiterhin genauso lächerlich wie vorher. Ich kann den Typen einfach nicht ernst nehmen. Wir haben unter anderem über Motivation gesprochen. Motivation von innen heraus. Die gibt es für ihn nicht. Ich konnte mich nicht beherrschen ihm da zu widersprechen, denn wenn ich nicht von innen heraus motiviert wäre, dann würde ich da nicht 3x die Woche sitzen. Sowas kann nicht von außen motiviert werden. Wenn von außen einer sagt, ich soll das machen, oder wenn der Anreiz auschließlich mehr Geld ist, dann funktioniert das vielleicht am Anfang, aber wenn von innen, von mir selbst keine Motivation da ist, dann ist das zum Scheitern verurteilt!

Kommunikation und Zusammenarbeit ist weiterhin echt super. Die Dozentin mag uns, wir mögen sie, der Unterricht ist entspannt. Sie hat von unserem Vorgängerkurs erzählt, dass die sich alle gegen das Thema gesperrt haben, keine Gruppenarbeiten oder Präsentationsübungen machen wollen, dass sie einige Leute zur Prüfungsvorbereitung zum ersten mal gesehen hat…
Im Moment beschäftigen wir uns mit Personalauswahl. Es ist halt echt ein Schwafelthema, aber ich finde es ganz angenehm, dass wir nicht zu jedem Termin nur mit Paragrafen bombardiert werden.
Am Samstag vor den Sommerferien haben wir mit ihr den letzten Unterricht und sie hat letztes mal gesagt, dass sie eine Flasche Sekt mitbringt 😉

KLR hat sich normalisiert. Die Dozentin ist wirklich okay. Die erste Stunde mit ihr war ja für mich etwas einschüchternd, aber seit der zweiten Stunde, seit auch sie gemerkt hat, dass wir umgänglich, zugänglich, lernwillig und nett sind, ist sie auch nett zu uns. Nur dumme Fragen kann sie nicht ab. Aber wirklich dumme Fragen. Und das kann ich wiederum gut verstehen 😉

Abgabenordnung und Einkommensteuer haben wir bei den gleichen Dozenten. Sie sind zu zweit, teilen sich den Unterricht auf, aber nicht heute der eine, nächstes mal der andere, sondern sie sind beide immer da. Ein Mann und eine Frau. Ich hab sie für ein Ehepaar gehalten, sind sie aber nicht. Dann haben sie aber bestimmt eine Affäre 😉
Er ist ein richtiges Arschloch. Überheblich lässt er uns spüren, dass wir etwas nicht wissen. Er setzt im Grunde Steuerberaterwissen voraus. Tja… in seinen Augen können wir die Prüfung gar nicht schaffen, wenn wir ja „nur Debitoren buchen“. Puh…
Sie ist Kettenraucherin und Alkoholikerin, so sieht sie zumindest aus. Sie bringt ihn immer mal ein wenig runter, aber ich finde sie genauso ätzend wie ihn.
Es wird für mich wirklich schwierig da mitzukommen, weil ich oft den Gedankensprüngen nicht folgen kann. Ich werde auch keine Fragen mehr stellen, weil ich mir kein Augenverdrehen und Seufzen antun will. WIr haben uns über die schon beschwert. Die mögen uns genauso wenig wie wir die… aber ich glaube es gibt keine anderen Dozenten. Dabei sollten sie schnell neue suchen, denn wir sind der letzte Kurs, den sie unterrichten wollen. Das Niveau der Teilnehmer nimmt ja stetig ab, die haben ja immer weniger Vorwissen, darauf haben sie keine Lust mehr. Aha.

Körperschaftsteuer ist mega anstrengend. Der Dozent weiß alles, aber er schafft es nicht das zu vermitteln. Er hat uns den ersten Teil seines Skripts ausgeteilt. 200 Seiten… Da steht alles drin, wir brauchen keine anderen Bücher, wir brauchen nicht mal mitschreiben. „Ich weiß gar nicht, was Sie da alles aufschreiben, es steht doch alles im Skript?“ Tja… wenn man aber nicht weiß, worüber er gerade spricht, dann kann man auch nicht die entsprechende Seite aufschlagen und da eventuell ein paar Notizen machen.
Auch hier mache ich mir Gedanken, ob ich das in meinen Schädel kriege… In der letzten KÖ-Stunde war ich nicht da und habe noch nichts nachgearbeitet… das muss ich am WE dringend machen, denn nächste Woche gehts ja schon weiter im Stoff.
Der Typ ist wirklich… speziell… Wir dürfen im Unterricht nicht essen, was für mich nicht schlimm ist, weil ich vorher genug Zeit habe, aber viele kommen erst zum Unterrichtsbeginn und können auch nicht viel eher da sein. Wir dürfen kein Handy draußen haben, tuscheln dürfen wir eigenltich auch nicht, zu spät kommen ist auch nicht erwünscht… Wenigstens dürfen wir trinken, aber am liebsten wärs ihm, wir würden es lassen…
Seine Übungsaufgaben sind sinnlos, weil wir sie nicht lösen können. Er teilt sie aus und erzählt uns dann freudestrahlend, dass selbst seine Finanzamts-Kollegen mit 150 Jahren Berufserfahrung die nicht lösen konnten. Danke, das ist sehr motivierend! Da denkt man dann, man hätte einen Ansatz und dann kommt er mit einem grinsenden „Aaaaber…“ daher, das den ganzen Fall kippt und für mich nicht mehr nachvollziehbar macht… Wieso kann er uns nicht einfach ein paar ganz einfache Fälle vorlegen, ganz eindeutige Sachen, damit wir erstmal das Grundprinzip kapieren, die Herangehensweise?

Berufsausbildung planen ist genauso ein Schwafelfach wie Kommunkation. Für mich war das bisher nix neues. Rechte und Pflichten von Auszubildenden Jugendarbeitsschutz, Berufsbildungsgesetz.

Berichterstattung hatten wir erst einmal. Die Dozentin hat selbst erst 2016 ihre Bibu-Prüfung gemacht und weiß also, wie es uns geht. Sie schreibt unfassbar viel auf im Unterricht, ich werde nachher wohl einen dicken Ordner Mitschriften haben… Leider kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern, was wir in der ersten Stunde gemacht haben. Ist ja super hängen geblieben… Na ja, es geht letztlich um die Jahresabschlussanalyse, Berechnung von Kennzahlen und so, um den Jahresabschluss auswerten zu können.
Ich weiß noch nicht, wie gut ich ihren Unterricht finde… Sie schreibt alles auf Folien am Overheadprojektor auf, wir schreiben ab. Wer schreibt, der bleibt… Aber ich fänds sinnvoller, wenn sie das Thema wirklich erklären würde und sie dann von mir aus Zusammenfassungen diktieren würde. Mal sehen, nächste Woche sind wir wieder dran.

Umsatzsteuer und Gewerbe-/Grundsteuer machen mir jetzt schon ein bisschen Angst… Weil ich schon in Einkommensteuer und KÖ keinen richtigen roten Faden erkennen kann und noch nicht sehe, worauf das alles hinausläuft… Und Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards bringt mich hoffentlich nicht zu sehr mit den HGB-Richtlinien durcheinander…

Insgesamt bin ich momentan in einem kleinen Motivationsloch. Ich frage mich, wozu ich das mache, wenn ich Stellenausschreibungen lese, denke ich eh nur „kann ich nicht, kann ich nicht, hab ich noch nie gemacht“. Ich frage mich, ob ich damit wirklich weiter komme. Ich frage mich, ob ich das wirklich schaffe. Ich lerne viel zu wenig! Ich habe auf verschiedene Weisen probiert, zusammen zu fassen. Habe versucht eine Excelübersicht für Jahresabschluss und die handels- und steuerrechtlichen Bewertungsrichtlinien zu erstellen. Ich habe angefangen, selbst eine Art Skript zu schreiben, das sich am IHK-Rahmenlehrplan orientiert. Ich habe einen eigenen Blog erstellt, in dem ich nach Themen sortiert einiges zusammen fasse… Irgendwie finde ich alles nicht so gut und ich weiß noch nicht, wie ich weiter vorgehen soll… Das macht mir Druck und Angst. Es ist noch über ein Jahr bis zur Prüfung. Rational denkend, weiß ich, dass ich das schaffen kann. Aber trotzdem habe ich Angst, dass ich es nicht schaffe… Weil ich das Gefühl habe, in Jahresabschluss nichts zu wissen, in KÖ nichts zu raffen und ich Einkommensteuer und Abgabenordnung total dicht zu machen, weil die so asozial sind… Wenigstens habe ich Ordnung in meinen Mitschriften…

Was für ein Irrenhaus – Großraumbüro-Wahnsinn #17

Ich habe hier zwei Laptops. Einen, den ich nutze, einen, den die Azubis nutzen. Ich will die ja schließlich nicht den ganzen Tag auf meinem Schoß haben, also kriegen die natürlich ihren ganz eigenen Arbeitsplatz.
Die Azubis, die jetzt im September eingestellt wurden, sind neuerdings selbst mit Laptops ausgestattet worden, die sie die ganze Ausbildungszeit über benutzen und zu jedem Betriebseinsatz mitnehmen. Also brauchen wir meinen Azubi-Rechner eigentlich nicht mehr.

Jetzt war es so, dass mir mitgeteilt wurde, dass die Nutzungsdauer für meinen Laptop abläuft. Im Juni. Deshalb sollte der getauscht werden. Auf einen Win10-Laptop. Da hatte ich ja mal gar keine Lust drauf und hab gedacht, dass ich ja dann den Azubi-Laptop weiter nutzen kann. Wir kriegen im Sommer sowieso keinen Azubi, und wenn im September jemand neues kommt, hat der ja wieder einen Laptop.

Gesagt getan. Der eine Lappi wird abgemeldet, der Azubi-Lappi wird mein neuer.
So, was mir die blöde Tussi aus dem Seki nicht gesagt hat: Der Azubi-Laptop läuft im Oktober ab. Das hab ich dann vor zwei, drei Wochen erfahren, dh. es muss sowieso getauscht werden. Jetzt war es aber zu spät, den Regeltausch für meinen Rechner zu beauftragen, der kann nur noch gekündigt werden, mehr nicht.

Ich musste jetzt also meine Daten und alles auf den Azubirechner ziehen, alles dort neu einrichten (Laufwerke verknüpfen, Outlook-Einstellungen neu machen, meine ganze SAP-Formulardaten-Historie ist natürlich weg…), und dann mache ich das ganze, wenn der Abzubi-Rechner im Regeltausch ist, noch mal.

Jetzt kriege ich heute eine Mail, dass genau dieser Regeltausch ansteht. Aha, denke ich, ist ja frühzeitig informiert. Soll ja noch bis Oktober laufen. Tauschtermin: 30.7.
Ich dachte echt ich guck nicht richtig! So schnell? 3 Monate vor Ablauf? Nachdem ich gerade gestern mit der Einrichtung des Azubi-Rechners fertig geworden bin? Genau am Monatsabschluss? Wollen die mich verarschen???? UN-FASS-BAR!!

Aber weshalb mich das eigentlich so aufregt:
1. Weil meine Scheidungskollegin mir gestern schon angekündigt hat, dass sie sich krank schreiben lässt, die blöde Kuh… Regt sich immer auf, dass andere krank feiern und was macht sie?!
2. Weil mein blöder Arschlochkollege (für den ich noch keinen Namen hab, glaube ich, aber Arschlochkollege passt super) einfach ein so dämliches Arschloch ist. Ich hasse den! Der hat so eine widerliche überhebliche ätzende oberlehrerhafte asoziale Art an sich… ich kanns gar nicht beschreiben…
Das sind so Kleinigkeiten, die mich aufregen. Der sitzt zB. ganz vorne, ich muss immer an seinem Platz vorbei, wenn ich ins Büro komme oder rausgehe. Und immer wieder haut er mich an, und will irgendwas, wenn ich gerade vorbei komme. Wenn ich morgens komme und noch nicht mal meine Tasche abgestellt hab, wenn ich in die Küche gehe um mir Tee zu machen, wenn ich aufs Klo will… Wieso kann dieser blöde Wichser nicht seinen dämlichen Arsch selbst hochkriegen und zu mir kommen, wenn er was will? Nee, da wartet er immer, bis ich sowieso vorbei komme.
Oder er hält auch Informationen vor mir zurück. Soll er seine blöden Machtspielchen machen, meistens weiß ich sowieso, was er denkt, vor mir zurück zu halten, aber allein der Fakt ist einfach arschig.
Na ja, jedenfalls, ich räume vorhin mein Postfach auf, lösche mal den Gelöschte-Ordner und kriege eine Info, dass genau der Arschlochkollege eine Info angefordert hat, wenn seine Nachrichten gelöscht werden. Ob ich diese Info senden will.
NEIN NATÜRLICH NICHT DU BLÖDER IDIOT!!
Wer fordert denn eine Info über Löschung an?? Sind wir bei der Stasi? Das ist so sinnlos!
Es ist auch sinnlos, dass ich mich darüber aufrege, ich weiß, aber dieser Typ braucht nur atmen, da regt der mich schon auf! Dumme Sau!

So. Nachher kommt der Seki-Fuzzi (wieso kümmern sich eigentlich drei (!) Leute um einen Rechnertausch??), da werd ich ihm erstmal sagen, dass er sich seinen Tausch am 30.7. in die Haare schmieren kann. Noch so ein Wichtigtuer. Kam der letzte Woche und meinte, ich solle endlich auf den Azubi-Rechner umziehen, damit der andere gekündigt werden kann. Und „am besten vorgestern!“ Was denken die sich alle?

So, genug Luft abgelassen. Danke fürs Zuhören 😉