Jahresrückblick-Stöckchen 2018

Auch für 2018 gibt es den alljährlichen Jahresrückblick.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2019! Lasst das alte Jahr Revue passieren und kommt zur Ruhe. Es ist wie es ist, mit allen positiven und negativen Erfahrungen,die euch zu dem Menschen machen, der ihr seid. Und wenn euch etwas nicht gefällt, dann ist das neue Jahr ein guter Zeitpunkt, um Veränderungen anzugehen. Macht, was euch gut tut und haltet euch fern von dem, was euch nicht weiter bringt. Klingt so einfach. Ist es aber nicht, ich weiß. In diesem Sinne: wir strengen uns an 😉

Zugenommen oder abgenommen?
Ich glaube, auch wenn mir alle meine Klamotten noch passen, habe ich ganz schön zugenommen. Insgesamt ernähren wir uns zwar schon gesund. Essen Obst und Gemüse, kochen mindestens 5x die Woche frisch, würde ich sagen. Aber natürlich kochen wir nicht nur kalorien-/fettarm. Im Sommer essen wir viel Salat, dazu Pute oder Hähnchen, aber es gibt eben auch Nudeln, Soßen mit Sahne und auch deftiges Essen und klar gibts auch mal Döner, Pizza, Chips und Co 😉 Es fehlt definitiv die Bewegung um die Kalorienzufuhr irgendwie auszugleichen. Die Jeans sind enger als letztes Jahr, auch Oberteile kaufe ich manchmal doch lieber eine Nummer größer… Aber zumindest war ich jetzt im Dezember 3 Kilo leichter als im Mai. Meine Schwester hat nämlich ne Waage 😉

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr. Ich hab ja auch keine Zeit viel auszugeben 😉 Wobei ich in den letzten zwei Monaten doch ganz schön auf dem Shoppingtrip war. Ein kleiner Anfall von „Ich hab nix zum anziehen!“ und Kleidungsstiländerung um irgendwie an meiner Ausstrahlung zu arbeiten.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht war es ein bisschen hirnrissig alleine in den Urlaub zu fahren. Als ich angekommen war, hab ich jedenfalls ziemlich schnell nach Rückflügen gegoogelt, aber im Nachhinein war es doch ganz schön und gar nicht so hirnrissig.

Schlimmstes Ereignis?
Mit Udo liegen zu bleiben. Ich muss gestehen, dass das mein Vertrauen in das Auto etwas erschüttert hat… Auch wenn ich weiß, dass das jetzt repariert ist, hab ich immer noch ein leicht unwohles Gefühl, besonders dann, wenn er irgendwelche Geräusche macht, die mir neu sind. Also… das wird keine große Liebe mehr zwischen uns…

Schönstes Ereignis?
– meine langjährige Freundin zum ersten mal zu treffen
Paragliden in Südtirol

Die gefährlichste Unternehmung?
Autofahren auf Teneriffa
– Paragliden in Südtirol

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Meine Urlaube, wenn man das als Anschaffung betrachten möchte. Aber das war mir egal. Ich bin sonst so sparsam!

Das leckerste Essen?
Die rote Mojo in San Antonio war einfach der Hammer und die Schlutzkrapfen und Strauben in Südtirol waren auch soooooo lecker!

Das beeindruckendste Buch?
Ich hab auch dieses Jahr meine Leselisten weiter geführt. Die Geschichte der Bienen war tatsächlich beeindruckend. Nicht weil das Buch irgendwie wahnsinnig herausragend wäre, aber das muss man sich mal überlegen: In China werden Obstbäume per Hand bestäubt, weil es keine Bienen mehr gibt…

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– aber gefühlt mit dem dem Bibu-Kurs

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– aber auch mit dem Bibu-Kurs 😉

Die größte Veränderung des Jahres?
Ich glaube ich habe mich dieses Jahr gar nicht so verändert. Zumindest nicht optisch offensichtlich. Und innerlich… na ich hoffe, dass die Veränderung noch kommt. Dass ich mich vielleicht selbst besser akzeptieren kann. Dass ich selbstbewusster auftreten kann…

2018 zum ersten Mal getan?
– alleine im Urlaub gewesen und das auch noch auf Teneriffa, wo ich vorher auch noch nicht war und da bin ich auch noch zum ersten mal im Ausland Auto gefahren
– in Südtirol gewesen
– Paragliding

2018 nach langer Zeit wieder getan?
2018 bin ich mal wieder auf die hirnrissige (das hätte vielleicht auch gut oben hingepasst) Idee gekommen meine Gitarre rauszukramen. Irgendwie war ich der Meinung, ich bräuchte einen Ausgleich zum Bibu-Lernen 😉 Aber ich hab das nach kurzer Zeit direkt wieder aufgegeben, weil ich mich nicht traue zu spielen, wenn mich jemand hören könnte 😉

2018 leider gar nicht getan?
Den Job gewechselt. Aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich mir gesagt habe, dass es nun erstmal zu spät ist. Mit dem Lernpensum, das ich noch habe, wollte ich mir irgendwann nicht mehr zumuten, mich in einen neuen Job und ein neues Team einzufinden. Also akzeptiere ich die Situation wie sie ist und nutze die Zeit, in der ich sonst aus dem Fenster schauen würde, zum lernen.

Wort des Jahres?
Immer noch und noch mehr als 2017: Bilanzbuchhalter. Dieser Lehrgang bestimmt derzeit tatsächlich mein Leben. Meinen Urlaub, meine Familienbesuche und meine sozialen Kontakte richte ich komplett danach aus. Wer damit nicht umgehen kann… tja… ehrlich gesagt, für den tut es mir leid, aber der Lehrgang ist absolut Prio 1. Alles andere steht erstmal hinten an.
Es gibt ein paar Leute, die das verstehen können. Meine Hochzeitsfreundin sagt auch immer, dass sie das versteht, aber ich glaube sie ist eigentlich beleidigt. Immer kommen so kleine Spitzen. Jetzt ist sie ja das zweite mal schwanger und ja, es war bestimmt schon 6 Wochen her, dass wir uns das letzte mal gesehen hatten… aber wir haben uns vorher auch nicht ständig getroffen. Als wir jetzt eine Verabredung zum Brunch nach Weihnachten ausgemacht hatten, kam direkt ein „Schade, dass es nicht früher klappt“ und „du erkennst mich bestimmt gar nicht wieder“ zurück.

Erkenntnis des Jahres?
Dass ich mich mögen muss… Und dass meine Mutter genauso wenig gewollt war, wie ich.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Streit mit dem dynamischen Dozenten-Duo in unserem Lehrgang
– die Lautstärke im Büro
– vorgeschobene Gründe um nicht mit uns Silvester zu feiern. So wirkt es zumindest…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich einen Vertreter brauche. Und das habe ich geschafft. Auf einmal ging das… 2019 bin ich zu zwei Abschlüssen definitiv nicht da. Und ich wäre auch gern mal zu noch mehr Abschlüssen nicht da, weil ich gern auch mal meinen Urlaub so ausrichten würde, wie es mir passt… Und vielleicht wär ich dann irgendwann gern auch gar nicht mehr da 😉

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaube die Westernhagen-Konzertkarten sind super angekommen 🙂

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe mir selbst Ed-Sheeran-Karten für 2019 geschenkt 😉

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung… Es war schön, von der IHK-Tante bestätigt zu bekommen, dass alle Dozenten uns super finden, und dass wir eine tolle Lehrgangsgemeinschaft sind. Und es war schön von fast allen Dozenten zu hören, dass wir die Prüfung schon schaffen werden.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ach Gott, ich hab so viel gesagt…

2018 war mit einem Wort?
Lernreich

Leseliste 4. Quartal 2018

Unterleuten von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Mein erster Gedanke war, was bildet sich diese Trulla aus Bonn eigentlich ein, über Brandenburger zu schreiben? Denn immer wenn es um das Ost-West-Thema geht, fühle ich mich schnell angegriffen und stigamtisiert. Und was zu meinem Stigma-Gefühl hinzu kommt: Ich bin nicht nur aus dem Osten, ich bin aus Brandenburg. Ja, ich kenne das Lied „Brandenburg“. Jeder Brandenburger kennt es, glaubt mir. Und jeder Brandenburger ist es leid, dass das das einzige ist, was man zu hören bekommt, wenn man sagt, dass man aus Brandenburg ist…
So, also ich dachte, was bildet die sich ein, über Brandenburger zu schreiben? Bis ich dann herausgefunden habe, dass Juli Zeh in Brandenburg lebt. Ok. Gut. Dann zieht sie sich ja nicht alles aus den Fingern. Es soll also ein Gesellschaftsroman 20 Jahre nach dem Mauerfall sein. Es geht um Wessis, die im Osten wohnen, um Ossis, die mit den neuen Dorfmitbewohnern aus dem Westen auskommen müssen… ich verstehe, dass Brandenburg sich da anbietet, weil nun mal Berlin mittendrin liegt.

Also, um aber mal zum Buch zu kommen… es hatte ja ziemlich gute Kritiken überall, wurde doch ganz schön gehypt, Spiegel Bestseller… ich hatte schon mit Leere Herzen so meine Probleme und ich fand auch Unterleuten jetzt nicht so den Brüller. Vielleicht, weil ich mich permanent als dummer Brandenburger Ossi dargestellt fühle, der noch der guten alten Kommunistenzeit hinterher trauert.
Ich weiß, dass das im Grunde einfach mein Problem ist, dass ich mich bei sowas so schnell persönlich angegriffen fühle, aber ich weiß auch nicht, was ich dagegen tun soll. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einige Leute kenne, die genau in das Klischee vom „Früher war alles besser!“-Ossi, der sich nicht davon lösen kann, passen.
Aber auch so: Ich bin kein Fan von Juli Zeh. Ich mag ihre nüchterne Art zu schreiben nicht. Ich hatte bei Leere Herzen immer nur graue und wenig ausgeformte Bilder im Kopf. Und auch hier, obwohl ich bei Unterleuten in Farbe gedacht habe, waren es doch erstaunlich wenig Bilder, die sich beim Lesen formiert haben und das finde ich eigentlich schade. Das ist ja das, was Lesen für mich ausmacht.

Zeit im Wind von Nicholas Sparks

Es ist das letzte Highschool-Jahr für den draufgängerischen, überall beliebten Landon, als er sich beim Schulball notgedrungen mit der Außenseiterin Jamie arrangieren muss. Vollkommen überraschend aber wandelt sich Landons anfängliche Herablassung Jamie gegenüber, sobald er sie näher kennenlernt, und eine zarte erste Liebe erwächst. Allzu schnell ziehen Schatten über dem jungen Glück auf, als Jamie Landon ihr lang gehütetes erschütterndes Geheimnis preisgibt. Er wehrt sich mit allen Mitteln gegen das scheinbar Unabwendbare: Er ist bereit, alles für seine große Liebe zu tun.

Was ne Schnulze 😉 Aber ganz ok für zwischendurch. Ganz ok, wenn man einschlafen will, nachdem man sich aufgeregt hat und sich nachts um halb 2 immer noch die Gedanken im Kopf überschlagen.

The girl before von JP Delaney

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches. Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Auch wenn jedes Kapitel mit „damals“ oder „heute“ überschrieben war, fiel es mir doch schwer zu unterscheiden, bei welcher Person ich mich gerade befinde. Aber so sollte es wohl auch sein. Die Grundstory war ganz interessant, die Geschichte baut sich gut auf und löst sich nach und nach auf. Das Ende war überraschend und mal wieder hab ich vorher nichts gemerkt 😉 Ein ganz guter Krimi für zwischendurch.

Die Opfer die man bringt von Hjorth & Rosenfeldt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun? Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.

Mein Lieblingsarschloch Sebastian Bergmann!! Ich hab zwar nach dem letzten Band gesagt, dass es eigentlich reicht, aber als ich wusste, dass es doch einen weiteren Band geben wird, habe ich doch drauf hingefiebert. Über ein Jahr musste ich auf die Fortsetzung warten und normalerweise hätte ich das Buch jetzt auch noch gar nicht, weil ich eigentlich zu geizig für Hardcover bin 😉 Ich hätte mir das Buch eigentlich, wie die anderen alle, als Taschenbuch für 3 oder 4 Euro auf ebay geschossen… aber der Weihnachtsmann kam mir zuvor 😀
Ich weiß nicht, ob ich es dieses Jahr noch schaffe, aber ich strenge mich an.
Im vorherigen Band haben sich ja die Einzelschicksale des Teams zugespitzt und jetzt bin ich einfach gespannt, wie es weiter geht!

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Zusätzlich zu diesem recht schwachen Lesequartal habe ich Blinkist entdeckt. Blinkist ist eine App (bzw. es geht auch am PC), in der Sachbücher so zusammengefasst sind, dass man sie in durchschnittlich 15 Minuten lesen kann. Oftmals ist es ja so, dass Sachbücher ellenlange Ausführungen beinhalten, die sich tatsächlich auf wenige Kernaussagen runterbrechen lassen.
In der kostenlosen Basismitgliedschaft kann man jeden Tag ein zufälliges Blink (so heißen die zusammengefassten Bücher) lesen. Wenn man sich anmeldet, hat man zu Beginn 24h lang einen kostenlosen Premium-Zugriff und man hat in der Zeit Zugriff auf alle Bücher und kann so viel lesen, wie man in 24h schafft 😉 Der Premium-Testzugang läuft dann ab, man ist danach Basis-Mitglied und es entstehen keine Kosten, man hat kein Abo an der Backe oder so. Man muss nicht mal seine E-Mail-Adresse verifizieren, wenn man nicht will. Die App funktioniert trotzdem.
Ich finds echt gut, es ist alles gut leserlich und kurz und knackig zusammengefasst. Aufgrund meiner persönlichen Situation habe ich direkt mal ein paar Bücher gelesen, in denen es um Selbstfindung und so geht Sowas wie „Am Arsch vorbei führt auch ein Weg“ und sowas 😉 Falls ihr das interessant findet, und wenn ihr euch über den Link da oben registriert bekomme ich übrigens 7 Tage kostenlosen Premiumtarif 😉 Vielen Dank 😉