Leseliste Februar/März 2019

Purple Sky von Lucia Vaughan

Zane McNamara hat das, wovon viele nur träumen: Eine glänzende Karriere, Geld im Überfluss und ein blendendes Aussehen. Doch hinter der schillernden Fassade lauern Dämonen, die ihn seit einem schweren Unfall verfolgen. Nie hätte er geglaubt, sich wieder einer Frau öffnen zu können, bis er der reizvollen Trish begegnet. Die charismatische Krankenschwester mit den türkisblauen Augen geht ihm sofort unter die Haut. Gleichzeitig ist sie ihm ein einziges Rätsel. Was steckt hinter ihrer Panikattacke, über die sie partout nicht sprechen will, und warum ist sie mit einem Mann liiert, den sie offenkundig nicht liebt? Als Trish nur knapp einer Entführung entgeht und um ihr Leben fürchten muss, legt Zane sich mit einem der mächtigsten Männer von Baltimore an – wohlwissend, auf welch gefährliches Terrain er sich begibt.

Ach ehrlich… es lohnt sich in der Regel nicht, 2-Euro-Ebooks zu lesen.

Totenfang von Simon Beckett

Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.
Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.
Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…

Als vor ein paar Jahren Die Chemie des Todes erschienen ist, war ich ziemlich gefesselt von den Thrillern um Dr. Hunter. Bei Totenfang war ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Seit Verwesung, dem vierten Buch in der Reihe, war ja jetzt doch ne ganze Menge Zeit vergangen.
Totenfang ist doch ziemlich actionreich, es passieren ganz schön viele gefährliche Sachen, die ich fast schon abstrus finde, vor allem in der Häufigkeit. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob auch die anderen Bücher so waren. Ich kann mich dunkel an ein paar Sachen erinnern… Also er entrinnt doch öfter mal dem Tod, der gute Hunter 😉
Dass jetzt so viel Zeit dazwischen lag, hat der Geschichte ein wenig einen Abbruch getan. Vieles, was in den vorhergehenden Bänden passiert, wird aufgegriffen und natürlich gibt es eine kurze Rückschau auf die Dinge. Aber wenn ich nicht vorher noch mal die Zusammenfassungen bei Wikipedia gelesen hätte, hätte ich das alles vermutlich nicht mehr so richtig einordnen können.
Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen, auch wenn das Ende mir dann doch ein paar Wendungen zu viel hatte. Das hatta ja schon fast was von Fitzek… *Augenverdreh* 😉
Der nächste Band, Die ewigen Toten, ist auch gerade erschienen. Mal sehen, obs da für mich weiter geht. Irgendwie muss ich ja bis zum nächsten Sebastian Bergman überbrücken 😉

Die Haarteppichknüpfer von Andreas Eschbach

In einer fernen Zeit … Schon seit je fertigen die Haarteppichknüpfer für den Kaiser Teppiche, die aus den Haaren ihrer Frauen bestehen. Von dem Erlös eines Teppichs kann eine ganze Generation der Knüpfer leben. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Welt, um dem Geheimnis der Haarteppiche auf den Grund zu gehen – einem Geheimnis, das alle Vorstellungskraft übersteigt.

Ich hab mich mal wieder an einen Eschbach gewagt. Und ich weiß auch dieses mal nicht so richtig… Das Geheimnis um die Haarteppiche (eigentlich ne ganz schön widerliche Vorstellung 😉 ) wird nach und nach aufgedeckt. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Person geschrieben, die mehr oder weniger ihren Teil zu dem Geheimnis und der Lösung beiträgt. Fast wie einzelne Kurzgeschichten. Zuerst geht es um einen Haarteppichknüpfer und seine Familie, dann um einen Haarteppichhändler, dann um die Passagiere eines Raumschiffs usw. Zwischendurch hat man Kapitel, die man so gar nicht einordnen kann, wo auch keine Personen benannt werden, aber am Ende… ja… wird alles aufgelöst und ergibt es alles einen Sinn.
Ich bin wohl einfach kein Sci-Fi-Fan… Und Eschbachs doch teilweise nüchterne Art ist auch nicht so meins.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Der gelöschte Tag

Wenn ihr mal einen Tag aus eurem Gedächtnis streichen wollt, dann nehmt eine Tavor 😉 Hilft ganz großartig!
Ich habe letzte Woche die Weisheitszähne gezogen bekommen. Nachdem mir vor etwa 15 Jahren gesagt wurde, dass sie drinnen bleiben können, solange sie keine Probleme machen, hatte ich halt einen Deal mit ihnen, dass sie mir keinen Stress machen, dafür dürfen sie drin bleiben 😉
Im Dezember war ich seit Jahren mal wieder beim Zahnarzt, die mir angeraten hat, sie jetzt aber doch ziehen zu lassen. Ich hatte einen oben links und einen unten rechts und das war leider genau das Problem: es stand hinten im Kiefer kein anderer Zahn gegenüber. Dadurch fingen die beiden Zähne an, über die Kaufläche hinaus zu wachsen, was in näherer Zukunft dann doch zu Problemen geführt hätte.

Im Februar war ich also bei einem Kieferchirurgen zum röntgen und zum Vorgehen besprechen. Die Zähne sahen gut aus, keine verqueren Wurzeln, sodass man sie unter örtlicher Betäubung einfach ziehen konnte. Keine OP notwendig. Falls es jemanden interessiert, die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Das wusste ich zB gar nicht.
Ich hab im Februar schon wie ein Häuflein Elend da gehockt und hatte Angst vor dem Ziehen. Bzw. nicht das Ziehen hat mir Angst gemacht, sondern die Spritzen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon heulend vor einem Arzt saß, weil ich eine Betäubung, eine Impfung oder Blut abgenommen kriegen musste… Ich hatte gehört, dass man für die Weisheitszähne eine Leck-mich-Tablette kriegen kann, aber die Frage danach war gar nicht nötig, sondern die Zahnärztin hat mir direkt gesagt, dass das geht.

Also saß ich letzten Mittwoch um halb 9 im Wartezimmer und hab eine Tavor genommen. Tavor ist angstlösend, sedierend, schlaffördernd und muskelentspannend. Hammerzeug!
Ich musste dann etwa eine Stunde warten, bis das Zeug richtig gewirkt hat. Ich saß im Wartezimmer und dachte erst, ich merk nix. Aber als ich aufgestanden bin, weil ich dran war, hab ich ganz schön geschwankt. Vom der Behandlung an sich kann ich mich nur an Bruchstücke erinnern. Ich hab trotzdem auf dem Stuhl geheult, als sie die Spritzen gesetzt hat, ich kann mich an einen Moment erinnern, wo es im Kiefer geknirscht hat, als sie den Zahn rausgedreht hat, ich kann mich erinnern, dass mich eine Helferin nach unten gebracht hat, wo der Namenlose mich abgeholt hat.
Ich weiß noch, dass wir dann in der Apotheke waren, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Medikamente bezahlt habe, geschweige denn, wie wir danach nach Hause gekommen sind. Angeblich waren wir sogar noch tanken. Am Nachmittag hab ich geschlafen und dann hab ich mich eigentlich ziemlich fit gefühlt und bin mit dem Hund eine Runde ums Feld gelaufen, aber ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht richtig erinnern. Ich hab danach sogar noch Brokkolicremesuppe gekocht, aber auch daran kann ich mich nicht richtig erinnern…
Also wirklich, richtig krasses Zeug, dieses Tavor…

Heute bin ich wieder arbeiten. Schön blöd auch, denn mir tut der Kiefer unten rechts immer noch weh. Oben links macht mir keine Probleme. Da piekst nur der Faden. Aber unten rechts… Ohne Ibu gehts noch nicht… Nachher fahr ich noch mal in die Praxis und dann ziehen sie mir hoffentlich die Fäden. Eigentlich wollen sie das erst am Mittwoch machen, aber die Fadenenden und Knoten pieksen mir von innen in die Wangen und das ist echt richtig unangenehm und die Stellen sind ganz wund.
Vielleicht kann ich dann auch anfangen wieder was ordentliches zu essen. Solange die Stellen aber wund sind, die Fäden pieksen und ich immer noch Schmerzen habe, bin ich da etwas vorsichtig. Aber so langsam kann ich die Obstquetschis mit Quark nicht mehr sehen…

Ostern auf Malle reloaded

Vor drei Jahren haben wir einen Malle-kompakt-Trip gemacht, als wir über Ostern 4 Tage dort waren. Damals haben wir, ganz entgegen unseres normalen Verhaltens, schon 2 Monate vor dem Reisetermin gebucht.
Dieses Jahr habe ich auch die Woche vor Ostern frei. Wegen der Schule geht es halt auch nicht anders, aber ich nehme nie wieder in den Ferien Urlaub 😉
Dieses mal haben wir das mit dem Urlaub buchen wie immer gemacht: 3-4 Wochen vorher. Sonntag haben wir also endlich Urlaub gebucht. Nachdem ich den Namenlosen fast dazu gezwungen hab!

Ich wollte jetzt endlich was buchen. Ich hatte mir auch eigentlich schon was rausgesucht, weil er es ja nicht geschafft hatte, sich zu äußern, wo er überhaupt hin will.
Erst war Ibiza im Raum. Dann Griechenland. Dann Kroation, Schottland und wieder Ibiza. Ich hatte dann was auf Gran Canaria rausgesucht, aber er wollte das nicht. Wie eigentlich immer, wenn ich was rausgesucht hab. Wozu mach ich mir die Mühe also? Kostet mich nur Nerven!
Sonntag hab ich ihn also nach dem Frühstück an den Schreibtisch gezwungen, weil wir sonst dieses Wochenende wieder nichts gebucht hätten. „Wir können auch drei Tage vorher last minute buchen.“ Jaaaa… können wir. Dann müssen wir aber nehmen was wir kriegen und vor allem wird es sicher nicht günstiger! So drei Tage vorher last minute können wir nächstes Jahr machen, wenn ich nicht auf Ferientermine angewiesen bin. Und außerdem wollte ich jetzt mal langsam einen Lichtblick haben.

Wir saßen also, haben ungefähr 3 Stunden lang gegooglet, gesucht, verglichen… ich hab mich aufgeregt, geärgert, rumgemotzt. Immer mal wieder fiel, dass das Hotel auf Malle doch so schön war und dass wir doch da noch mal hin könnten. Mir war es am Ende mal wieder herzlich egal, wo es hingeht. Ich wollte einfach nur wissen, DASS es irgendwo hingeht. Es wurde immer später, der Namenlose hat sich regelrecht in Trance gegooglet, ich war angepisst, dem Hund war langweilig, weil die das natürlich doof findet, wenn wir sie so lange ignorieren.
Letztendlich haben wir also das gleiche Hotel wie vor drei Jahren gebucht. Das war schön. Wir wissen, was wir kriegen. Malle war auch schön und wir haben ja in den 4 vollgepackten Tagen längst nicht alles gesehen. Im Megapark waren wir auch nicht, den Cache in Palma haben wir nicht gefunden. Es gibt noch ein paar Lost Places, die wir besuchen können, ein paar Höhlen. Und das Hotel hat jetzt einen Infinity Pool auf dem Dach 😀
Ich freu mich jedenfalls. Noch 24 Tage! (Und ich schwänze dafür den Samstag die Schule, weil es einfach mal 400 Euro teurer gewesen wäre, wenn wir erst Sonntag geflogen wären…)

Freitags-Füller 10/2019

1. Weil ich heute ein bisschen Langeweile habe, und das bloggen vermisse, dachte ich, ich fülle doch mal wieder einen Freitagsfüller aus. Ist jetzt schon fast ein Jahr her, dass ich den letzten gemacht habe… Wie die Zeit vergeht. Da ich aber kaum noch blogge, und mich eigentlich ärgere, dass ich so gut wie gar nichts von mir festhalte, dachte ich heute, es ist eben mal wieder an der Zeit. Den FF hab ich auch letztes Jahr eigentlich immer genutzt, um eine kleine Wochenzusammenfassung zu geben. Die Lücken werden also auch heute wieder sehr großzügig befüllt 🙂.

2. Vorgestern hatte ich mein Beurteilungsgespräch mit meinem Chef. Meine Beurteilung ist (ehrlich gesagt erwartungsgemäß) sehr sehr gut ausgefallen. Aber einen Kritikpunkt hatte er, und das hat er mir schon mal gesagt: Ich muss meinen Gesichtsausdruck unter Kontrolle kriegen. Ja, ich weiß, dass man mich lesen kann, wie ein offenes Buch. Und ich weiß, dass ich manches einfach hinnehmen soll und keine deutliche Ablehnung zeigen soll. Aber das fällt mir sehr schwer. Ich bin ein grundehrlicher Mensch und ich hasse es, wenn Leute mich anlächeln und hintenrum Arschloch denken. Wenn ich Menschen für ein Arschloch halte, oder wenn ich finde, dass ein Seminar kompletter Bullshit ist, dann will ich eigentlich auch, dass sie das merken. Ich bin halt ein emotionaler Mensch und ich kriege mich da schwer unter Kontrolle. Ich könnts vielleicht ändern, wenn ich sagen könnte, das ist der Auslöser, der hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin.

3. Jede Woche fliegt an mir vorbei… Und ich verbringe immer weniger Zeit mit sozialer Interaktion. Meine Hamburgfreundin hat vor fast einem Jahr ein Kind bekommen. Ich glaube wir haben seither 2x telefoniert und auch nicht viel öfter per Whatsapp geschrieben… Meine Hochzeitsfreundin hat vor drei Wochen ihr zweites Kind bekommen und ich glaube wir haben auch noch 2x geschrieben. Ich war auch noch nicht mal da. Wobei ich auch ganz ehrlich gestehen muss, dass ich eigentlich keine Lust habe. Es ist so gemein, aber das erste Kind wird jetzt 3 und langsam hatte ich gehofft, dass wir wieder anfangen können normale Gespräche zu führen. Und dann sagt sie mir, dass sie zum zweiten Mal schwanger ist und plötzlich dreht sich wieder alles nur um Ultraschall, Schwangerschaftsdiabetes, die doofen Ärzte, die sie verrückt machen und und und… Ich fühl mich echt schlecht gerade, aber was soll ich machen?.

4. Ich bin froh, wenn dieses Jahr rum ist, dann können wir nächstes Jahr endlich wieder außerhalb der Ferientermine Urlaub machen. Ich hab jetzt vor Ostern eine Woche Urlaub und ich würde gern wegfahren, weil ich es einfach nötig habe, aber ehrlich, die Preise, nur weil Ferien sind und weil leider Gottes auch noch Ostern ist, gehen mir gegen den Strich.

5. Das Beste am Tag ist der Moment, wenn ich ins Bett gehe. Das mit der Müdigkeit hatte sich zwischenzeitlich mal wieder gegeben, aber jetzt ist es wieder so, dass ich einfach nur kaputt bin. Ich schlafe um halb 10 auf der Couch ein und freue mich immer aufs Bett! Da lese ich noch mal zwei, drei Seiten und schlafe meistens relativ schnell ein.

6. Im Moment habe ich oft Kopfschmerzen und das nervt mich total!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Treffen mit der nächsten JGA-Gang. Ich habe mal wieder die Ehre, Trauzeugin zu sein. Der Junggesellinnenabschied ist soweit organisiert und heute Abend treffen wir uns in der Hochzeitslocation, essen da und gucken, wie die Räumlichkeiten so sind. Ich hab zwar keine Lust irgendwas aufzuführen, aber wenn alle wollen, dann mach ich halt mit… Ich hoffe der Abend wird nicht zuuuuu lang, denn morgen habe ich geplant, frisch und munter in der Schule zu sitzen, mich mit Kennzahlen berieseln zu lassen und anschließend bleiben noch ein paar Leute da und lernen und Sonntag möchte ich einfach nur meine Ruhe haben, auf der Couch liegen, vielleicht einen Käsekuchen backen, für den die Zutaten nämlich schon seit zwei Wochen im Kühlschrank stehen… Aber nix dickes. Sonntag wird entspannt!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr hier.