Freitags-Füller 26/2019

1. Mir gefällt meine neue Einstellung zu mir selbst. Ich frage mich aber, wieso es mir plötzlich so selbstverständlich vorkommt, mich gut zu finden. Und wieso ich es früher so selbstverständlich fand, mich wegen jeder Kleinigkeit zu kritisieren.

2. Nächsten Samstag sind wir bei Herrn und Frau Burger, die jetzt endlich offiziell Herr und Frau Burger sind, eingeladen. Dann weihen wir unser Hochzeitsgeschenk ein (eine Fackel für den Garten) und es gibt ein paar Leckere Sachen vom Grill.

3. Die Auswahl an Getränken ist einfach momentan: Wasser, Wasser, Wasser.

4. Im März hab ich ja meine Weisheitszähne raus bekommen. Eigentlich hätte ich zwei Tage später einen Termin bei einem normalen Zahnarzt gehabt, aber den hab ich dann natürlich abgesagt und natürlich keinen neuen vereinbart… Jetzt schiebe ich das wieder vor mir her. Sie wollte eine Füllung ersetzen… hach… allein der Gedanke… vielleicht warte ich noch mit dem Termin beim Zahnarzt.

5. Die Sommerferien sind fast da. Nur noch morgen Schule und dann hab ich 5 Wochen meine Ruhe! Fast. Lernen muss ich ja trotzdem und ich hoffe, dass ich mich oft genug abends zum lernen hinsetze. Aber das sollte kein Problem werden, denn ich habe in letzter Zeit so einige kleinere und mittelgrößere Erfolgserlebnisse bei Übungsaufgaben gehabt. Speziell bei den Steuerfächern. Es ist also nicht Hopfen und Malz verloren.

6. Der Gedanke an die Prüfung bereitet mir trotzdem ein flaues Gefühl im Magen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Rest Eiswein, der noch im Kühlschrank steht, morgen habe ich geplant, hochkonzentriert an der Steuer-Probeklausur zu arbeiten und Sonntag möchte ich ein bisschen lernen, ein bisschen rumgammeln, ein bisschen Eis essen und mich ein bisschen über die nahende Freiheit freuen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Das Sommerkleid

Ich habe heute ein Kleid an! Im Büro! Das hab ich im Leben noch nicht gemacht. Zumindest nicht im Sommer. Im Winter, wenn ich Stiefel anziehen konnte, die meine Waden versteckt haben, dann hab ich das schon ab und zu gemacht. Aber eigentlich kann ich es an einer Hand abzählen.

Die letzten Tage war es unglaublich warm. Im Büro ja eher nicht, da ist es klimatisiert und es zieht mir eigentlich eher. Aber wenn ich Schule hab, dann muss ich halt auch noch in der IHK ein paar Stunden aushalten… Und da sind lange Ärmel und geschlossene Schuhe nicht so angebracht.
Bisher gabs also das Zwiebelprinzip und ich hatte Wechselschuhe im Auto. Letzte Woche hab ich mich irgendwann getraut und ein neues (selbstgenähtes) Kleid zur IHK angezogen. Ich hab mich im Auto umgezogen, weil ich mich nicht getraut habe, das Kleid gleich morgens schon zur Arbeit anzuziehen. Außerdem hatte ich Angst, dass ich sonst im Büro friere. Das hab ich am Dienstag auch wieder gemacht. Also 2x in kürzester Zeit mit Sommerkleid im Alltag. Absolute Premiere für mich!

Gestern sollten es 39 Grad werden (und verdammt, mein Auto hat das auch tatsächlich angezeigt!!) und da hab ich schon kurz überlegt, ob ich das nun auch mal im Büro ein Kleid tragen soll… hab mich aber nicht getraut. Zumindest hatte ich aber mal Sandaletten an und gar nicht so schlimm kalte Füße gehabt, wie befürchtet. Zur Not geh ich halt mal raus und wärme mich wieder auf, hab ich mir gedacht 😉 Und zur allergrößten Not hätte ich Ballerinas im Auto gehabt.

Heute hab ich wieder Schule und ich stand vor dem Kleiderschrank und hab überlegt, was ich heute für den Nachmittag einpacke. ich muss ja schon sagen, dass ich sogar recht viele Kleider hab, die ich aber kaum trage. Ich hab ein paar Sommerkleider, die ich im Urlaub an hatte, aber ich hab sogar auch drei bürotaugliche Kleider, eins mit kurzen, zwei mit längeren Ärmeln, die ich aber bisher nur an hatte, wenn wir zum Jahrestag essen gegangen sind…
Heute morgen dachte ich mir dann „scheiß drauf“ es ist Sommer, es ist warm, ich will auch mal ein Kleid anziehen! Ein paar Kolleginnen haben auch immer ein Kleid an in letzter Zeit… Und die frieren ja auch nicht… Und wie gesagt, zur Not geh ich kurz vor die Tür. Aber wie ich heute früh schon gemerkt hab, reicht es, wenn ich ein Stockwerk die Treppen hoch steige, um in Schweiß auszubrechen…

Ich trage also heute ein Kleid!
Und niemand hat einen dummen Spruch gemacht.
🙂

Neunundneunzig – Bibu-Update V

99 nicht Luftballons… sondern Tage übrig bis zur Prüfung. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie schnell die Zeit rumgegangen ist. Es sind noch 3 Monate. Oder 14 Wochen. Oder eben 99 Tage. Und nur noch 18x zur Schule. Achtzehn! Ich fass es nicht!

Unterrichtsstunden: 840/920

Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsmethoden, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berichterstattung, Umsatzsteuer, Gewerbe-/Grundsteuer, Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards, Internes Kontrollsystem, Internationale Besteuerung

Im Grunde sind wir durch. In manchen Fächern sind wir durch mit dem Stoff. In Jahresabschluss national und international machen wir schon länger nur noch Übungen. Dabei besprechen wir dann alte Prüfungsaufgaben und gehen auf die Besonderheiten und Unterschiede dabei ein. Und man stößt irgendwie immer auf ein Thema, das man noch nie besprochen hat. Das macht mir auch für die Prüfung dann ein bisschen Sorgen, dass doch irgendwas dran kommt, was man noch nie besprochen hat.
Mit Kosten- und Leistungsrechnung sind wir auch durch. Ich weiß noch, wie ich nach der ersten Unterrichtsstunde geschockt von der Dozentin war und noch dachte, wir werden nie Freunde 😀 Aber inzwischen ist KLR eins meiner Lieblingsfächer. Ach… eigentlich ist es mein Lieblingsfach! Es liegt mir einfach. In diesen Prüfungsteil lege ich auch echt große Hoffnungen, denn der wird zusammen mit Steuern geschrieben. Und da sind meine Hoffnungen nicht ganz so groß :-/

Ich hab immer noch große Lücken in Umsatzsteuer, da muss ich mich noch mal richtig auf den Arsch setzen. Das hab ich bisher immer ein bisschen vor mir hergeschoben… Aber jetzt muss das sein. Internationale Besteuerung hab ich komplett aufgegeben, aber das kann eigentlich nicht so kompliziert sein. Da muss ich mich auch noch mal reinknien.
Abgabenordnung und Einkommensteuer waren die Fächer, in denen wir zum Jahresanfang einen Dozentenwechsel hatten. Der neue Dozent zieht sehr systematisch noch mal alles durch und hat mit dem Stoff bei null angefangen. Das war eine sehr gute Entscheidung. Inzwischen habe ich da einen ganz gute Einblick, aber ich weiß, dass wir noch bis zum Ende also in noch 6 Unterrichtseinheiten, Stoff Stoff Stoff machen werden. Es wird nicht allzuviel Zeit zum Wiederholen bleiben. Das müssen wir allein machen.
Der letzte Unterricht in Körperschaftsteuer liegt jetzt drei Monate zurück, wir haben im August noch mal einen Block als Repetitorium. Ich glaube ich hab alles schon wieder vergessen… Ich hatte ja da eh meine Probleme, aber wir haben oft samstags nach dem Unterricht gesessen und die KÖ-Hausaufgaben gemacht. Das hat mir mehr gebracht als der Unterricht und eigentlich hatte ich es dann ganz gut begriffen. Da muss ich also auffrischen.
Gewerbesteuer liegt jetzt auch schon lange zurück, das muss ich vor dem nächsten Unterricht noch mal wiederholen. Das war eigentlich wirklich nicht schwer. Grundsteuer besprechen wir dann auch noch. Das scheint nicht viel zu sein, daher reicht ein kurzer Unterrichtsblock.

Nächste Woche haben wir die letzte Stunde Finanzwirtschaftliches Management, da muss ich dringend am Wochenende noch mal meine Unterlagen durchgehen, um den Dozenten noch mal nach dem ein oder anderen zu fragen. Da haben wir nämlich auch kein Repetitorium, das muss ich dann so auf die Kette kriegen.
In Berichterstattung sind wir eigentlich auch mit dem Stoff durch. Eigentlich heißt das Fach „Jahreabschlüsse aufbereiten und auswerten“, aber ich kann jetzt trotzdem keinen Jahresabschluss analysieren… Die Dozentin hat selbst keine Ahnung, das merkt man immer daran, wie sie ins Schwimmen und Stottern kommt, wenn mal einer genauer nachfragt… Wir haben sämtliche Kennzahlen durchgekaut, aber mehr so „Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital. Die Kennzahl setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital.“ Toll. Danke. Und was genau sagt das nun aus?! Das hat sie uns dann nicht erklärt. Diese ganzen Interpretationen muss ich mir also selbst noch irgendwo herholen.

In den restlichen Laberfächern Führung, Kommunikation & Zusammenarbeit, Internes Kontrollsystem und Berufsausbildung planen sind durch, in Kommunikation und Führung haben wir noch mal je eine Stunde. Das sind so Fächer, wo ich mir echt keine Sorgen mache. In allen drei Prüfungsteilen können Fragen aus diesen Themen dran kommen. Aber das sind Sachen, die man auch mit gesundem Menschenverstand lösen kann. Sowas wie „Wie sollte ein gutes Mitarbeitergespräch vorbereitet und strukturiert sein?“ Da muss man sich eigentlich nur mal an sein eigenes MA-Gespräch erinnern und darüber nachdenken, was gut war und was nicht.

Mit den beiden Mädels aus dem Kurs, mit denen ich im April feiern war, hat sich jetzt auch eine kleine Gruppe herauskristallisiert. Wir sind in den nächsten Wochen zum Lernen verabredet. Ich glaube wir ergänzen uns ganz gut. Die eine hat einfach echt ein breites Wissen und kann zu allem was beitragen. Ich wette, sie würde die Prüfung jetzt schon bestehen, wenn sie schreiben müsste. Sie hat auch ihre Lücken, besonders auch in den Steuerfächern, aber mit ihr über die einzelnen Themen zu reden ist immer sehr effektiv und gewinnbringend. Die andere ist Steuerfachangestellte und hat uns schon bei den KÖ-Sachen viel geholfen. Ich hab durch ihre Erklärungen mehr verstanden, als durch den Unterricht. Mit ihr hoffe ich auch, dass ich Umsatzsteuer und internationale Besteuerung noch soweit checke, dass ich wenigstens den Großteil der Punkte holen kann.
Sie hat so ihre Schwierigkeiten mit KLR. Da können wir anderen zwei ihr dann im Gegenzug gut helfen.

Ich bin ganz froh um das kleine Grüppchen. Wenn wir nach dem Unterricht in so einer großen Runde zusammen gesessen hatten, war das nur effektiv, wenn wir einen Plan hatten. Aber niemand hat sich so richtig dafür verantwortlich gefühlt. Es waren auch immer die gleichen, die gefragt haben, ob wir nach dem Unterricht noch die Hausaufgaben machen wollen. Ich zum Beispiel, oder die zwei aus meinem Grüppchen. Der Rest hat sich halt dran gehängt und profitiert, aber selbst nichts beigetragen.
Einmal wollten wir nur Lernen, ohne Hausaufgaben. Das war dann ziemlich chaotisch, wir wussten nicht, wo wir anfangen sollen, jeder hatte ein anderes Problem. Das waren einfach zu viele Leute.

Jetzt ist tatsächlich der Punkt da, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Es gibt viele, die kaum oder gar nicht mehr zum Unterricht kommen. Es gibt einige, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie riesige Lücken haben. Es gibt auch ein paar, die schon gesagt haben, sie melden sich im Herbst nicht zur Prüfung an.
Von anfangs 22 Leuten ist einer schon ziemlich schnell gegangen, dann kam eine aus dem Vorgängerkurs dazu. Die hat uns aber auch wieder verlassen. Bleiben 21. Von zweien weiß ich ganz sicher, dass sie die Prüfung nicht im Herbst schreiben. 19. Fünf weitere kommen immer mal zum Unterricht, dann wieder nicht. Ich hab nicht drauf geachtet, ob das nur bestimmte Fächer betrifft… Wie machen die das? Arbeiten die das zu Hause alleine auf? Ich würde das nicht schaffen… Ich brauche diesen Kurs. Wenn ich jetzt nicht mehr hingehen würde, zu den letzten 18 Unterrichtsblöcken, ich würde zu Hause auch nichts machen! Ich bin in letzter Zeit relativ faul zu Hause. Wenigstens sitze ich vor dem Unterricht in der IHK und lerne da. Und dann freue ich mich auf die Lerntreffen und ich hoffe, dass wir das in den Sommerferien öfter machen. Ich brauch das wirklich. Ich will Weizen sein! 😉