Krebsvorsorge-Reform

Montag, 25. Mai 2020
Tag 43 im Home Office

Jetzt wollte ich nicht mehr täglich schreiben, aber das hier ist wichtig. Da die Medien voll sind von Corona, wird über andere Sachen kaum berichtet. Aber es gibt eine ganz schön gravierende Änderung bei der Krebsvorsorge beim Frauenarzt. Da war ich nämlich gerade. Hat mich zwei Stunden gekostet… Ehrlich, wenn der Arzt nicht so toll wäre, würde ich mir einen, mit einem besseren Zeitmanagement suchen…

Also, bisher war es ja so, dass man bei der regulären Untersuchung 1x im Jahr auch einen Abstrich bekommen hat, der auf Gebärmutterhalskrebs untersucht wurde. Diesen Abstrich hat die Krankenkasse bezahlt.
Seit dem 1. Januar 2020 ist das nicht mehr so. Seit dem werden Frauen in zwei Gruppen eingeteilt: Bis 35 und 35+. Frauen aus der ersten Gruppe bekommen weiterhin jährlich diesen Abstrich. Frauen ab 35 Jahre bekommen einen Abstrich und dieser wird auf das HPV-Virus untersucht. Ist man HPV-positiv, also trägt man das Virus in sich, bekommt man weiterhin jährlich diesen Abstrich. Ist man HPV-negativ, bekommt man ihn nur noch alle drei Jahre.

Diese Novellierung beruht auf der Annahme, dass Gebärmutterhalskrebs allein durch das HPV-Virus ausgelöst wird. Das stimmt aber nicht. Vor einigen Jahren dachte man das. Heute weiß man aber, dass das falsch ist und dass man auch Gebärmutterhalskrebs bekommen kann, ohne dass man dieses Virus in sich trägt.
Das ist die Krux an der Sache. Ist man HPV-negativ kann man also trotzdem Gebärmutterhalskrebs kriegen, und im schlimmsten Fall bleibt es 3 Jahre unbemerkt, weil man ja keinen Abstrich mehr bekommt…

Der andere Fall ist, dass viele Frauen laut Aussage meines Frauenarztes mit der Diagnose HPV-positiv überhaupt nicht zurecht kommen und regelrecht in Angstzustände verfallen. Dabei bekommen 95% der Frauen trotz Virus kein Gebärmutterhalskrebs.

Eine idiotische Änderung der Krebsvorsorge. Der Frauenärzte-Verband hat auch entsprechend reagiert, aber ob da überhaupt was wieder geändert wird… und wenn ja, dann dauert das ja sicher auch ewig.
Ansonsten kostet der Abstrich um die 20 Euro, was eine gute Investition ist.
Also Mädels, wisst ihr Bescheid 😉 Alle die noch unter 35 sind: Geht vorher unbedingt noch mal 😉

All good things (come to an end)

Mittwoch, 20. Mai 2020
Tag 42 im Home Office

42, die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.
Ist Home Office die Antwort auf alles?
Ich möchte kurz betonen, dass nach zwei Monaten Home Office meine Neurodermitis vollständig weg ist. Und dass ich mega entspannt und gelassen bin.

Das mit dem Home Office wird bei uns noch eine Weile so bleiben und ich werde nicht eine der ersten sein, die zurück muss. Meine Befürchtung war, dass ich wieder dort hin muss, weil ich keine Kinder habe und nicht in der Risikogruppe bin.
Aber die Rückkehr ins Büro findet auf freiwilliger Ebene statt. Es werden vorerst auch nur maximal 5 Leute gleichzeitig im Büro sein dürfen. Aber nicht vor dem 2. Juni. Bis dahin gelten noch die alten Maßnahmen.
Mein Arbeitgeber wollte den Mitarbeitern Masken zur Verfügung stellen, bisher sind die aber noch nicht da. Das ist scheinbar einer der Gründe, wieso wir noch immer von zu Hause arbeiten sollen.
Im Büro wurden Laufwege in Treppenhäusern gekennzeichnet, Abstandslinien vor den Aufzügen aufgeklebt und überall hängen Schilder, die an die Abstandsregeln erinnern. Noch dazu wurden vom Gebäudedienst Arbeitsplätze abgesperrt und diese Absperrung ist streng zu befolgen. Daran darf auch nichts eigenmächtig geändert werden.
Mein Arbeitsplatz ist (leider leider 😉) einer der abgesperrten Arbeitsplätze. Somit müsste ich mir auf jeden Fall einen anderen Tisch zum arbeiten suchen, wenn ich ins Büro gehe. Aber da die Rückkehr nachher sowieso auf maximal 5 Leute beschränkt ist und freiwillig ist, wird sich für mich hier vorerst nichts ändern. Ich bleibe so lange zu Hause, wie es geht. Meine Arbeit ist dadurch in keinster Weise eingeschränkt. Ich bin dadurch in keinster Weise eingeschränkt. Ganz im Gegenteil!

Und damit beende ich mein tägliches Home-Office-Update. So langsam wusste ich nämlich schon gar nicht mehr, was ich noch so erzählen soll 😉

Urlaubsplanung

Dienstag, 19. Mai 2020
Tag 41 im Home Office

Ich hab mal wieder Luxusprobleme. Ich muss noch diese Woche meinen Urlaub für den Rest des Jahres verplanen. Jetzt hab ich noch 6 Tage übrig, und weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll… immer hat schon jemand Urlaub. Im Juni der eine, im Juli die andere, im August wieder der eine. Im September hab ich dann, im Oktober erst die andere, dann wieder der eine. So, dann könnte ich im November noch ne Woche nehmen…
Ich muss das nachher mal mit dem Namenlosen besprechen. Wobei es ihm wahrscheinlich auch egal ist. Solange jemand da ist, der den Hund nehmen kann. Sofern man dann überhaupt wegfahren könnte. Und selbst wenn, würden wir es machen?! Vielleicht eine Ferienwohnung, als Selbstversorger-Urlaub irgendwo, wo man mit dem Auto hinkommt. Das lassen wir einfach auf uns zukommen.

Aber das ist halt ein bisschen das nervige daran. Wenn ich Urlaub hab, weil ich ihn ja nun mal nehmen muss, und wir nicht wegfahren, dann ist das ein bisschen ätzend für mich, weil der Namenlose trotzdem aufsteht, weil er dann nicht frei nimmt. Und dann werde ich jeden Morgen wach und kann nicht ausschlafen und mich so richtig erholen. Noch mal weiterschlafen, wenn er aus dem Haus gegangen ist, ist alles andere als wirklich erholsam. Das hab ich oft genug durch. Vielleicht frag ich mal meine Schwester, wie es bei ihr aussieht. Sie hat ja auch irgendwann Urlaub und wegfahren ist ja vielleicht eher schlecht. Dann könnte ich vielleicht dort hin fahren. Obwohl das natürlich auch alles andere als erholsam wäre 😉

Powernapping in der Mittagspause

Montag, 18. Mai 2020
Tag 40 im Home Office

Eine kurze Woche steht bevor, weil ich mir den Brückentag am Freitag freigenommen habe. Ursprünglich hatte ich gedacht, dass ich so ein langes Wochenende ja mal nutzen könnte, um meine Neffen zu besuchen, oder mit dem Namenlosen mal einen kurzen Trip zu machen. Tja… ist wohl alles nix. Wobei ich ja jetzt zu meinen Neffen fahren könnte… Aber das ist wohl jetzt etwas kurzfristig.
Na ja, dann komm ich wenigstens nicht in die Versuchung, mein Sportprogramm auszusetzen.

Am Samstag war ein Pausentag und ich hatte befürchtet, dass ich kaum kriechen könnte, aber es war eigentlich ok. Hat ein bisschen hier und da gezogen, aber nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.
Aber müde bin ich. Scheißmüde. Auch gerade hab ich ein richtiges Tief und würde mich am liebsten hinlegen… Am besten ich mach jetzt Mittagspause und döse mal 20 Minuten.

Ein kleines Futter-Update gibt es auch und wieder der Hinweis auf die Sammlung meiner Lieblingsrezepte und Standard-Mahlzeiten.
Zucchini-Kartoffel-Eintopf
– Strammer Max
Würstchengulasch
Ofenhähnchen
– Schlemmerfilet
– Hähnchen mit Linsensalat mit roter Bete

Love yourself

Freitag, 15. Mai 2020
Tag 39 im Home Office

Mal wieder was zum Thema Selbstliebe. Damit hab ichs ja nicht so, obwohl ich mir Mühe gebe und auch bereits Fortschritte erzielt habe. Es ist fast ein Jahr her, dass ich beschlossen habe, nichts mehr auf die Meinung anderer zu geben. Aber dieses Gefühl, das sich damals in mir breit gemacht hat, ist auch mit der Zeit wieder schwächer geworden. Dazu kam eine Unzufriedenheit mit meiner körperlichen Verfassung.
Ich habe zugenommen. Ich bin selbst bei zwei Stockwerken völlig außer Atem. Ich schaffe 25 Hampelmänner, und dann kollabiere ich fast. Mein Zustand ist definitiv nicht gesund und ich gefalle mir so auch nicht. Aber wie soll ich mich akzeptieren und sogar lieben, wenn ich mir nicht gefalle? Ich muss also was ändern.

Ich muss.

Das war wohl bisher so der Knackpunkt. Ich wusste immer, dass ich was ändern muss, aber ehrlich gesagt war ich zu faul dazu. Ich hatte keine Lust auf Sport. Immer hatte ich eine Ausrede. Zwei, drei mal hab ich mir ein Aerobic-Video rausgesucht und das gemacht und war nach 20 Minuten derartig am Arsch und am pumpen, dass erst recht keine Lust hatte, weiter zu machen.
Ich hatte auch keine Lust weniger zu essen. Wobei man sagen muss, dass es nicht an der Menge liegt, sondern an den Zutaten. Aber wenn ich Sahne an meine Soße machen will, dann will ich da Sahne dran machen. Und wenn ich Bock auf einen Döner habe, dann will ich einen essen. Ich will auch mal ein Stück Kuchen oder ein Eis essen. Fakt ist: Ich will mich nicht kasteien. Deshalb hab ich die Zuckerverzicht-Sache auch nach drei Tagen wieder aufgegeben.
Als ich gestern einkaufen war, hab ich nämlich mal auf die Zutatenlisten geachtet. In so gut wie jedem Lebensmittel ist Zucker drin. In jeder Wurst ist Zucker drin. Was soll ich denn dann noch essen? Ich will nicht nur Käse essen, der ist nämlich ohne Zucker. Und ich will auch nicht nur Obst und Gemüse essen. Es gibt auch so viel, was ich nicht mag und irgendwie bleibt da gefühlt nichts mehr übrig.
Also, wenn da jetzt 2g Zucker auf 100g in dieser Wurst sind… ja, drauf geschissen!

Außerdem hilft mir die Ernährung nicht, die Treppe ohne zu kollabieren hoch zu laufen.
Also bleibt wieder nur die alte Leier: Sport. Ich muss Sport machen. Und irgendwie will ich es jetzt auch mal. Ich hab auf Youtube so eine 4 Wochen Sommer-Body Challenge gefunden und ich will das jetzt mal durchziehen. Ich muss nicht, aber ich will.
Drei Tage hab ich schon geschafft und ich habe Muskelkater ohne Ende und zwar überall. Ich laufe wie gehbehindert die Treppe runter, ich kann mich nur unter ächzen auf die Couch setzen, wobei das eher ein fallen lassen als ein setzen ist und die letzten beiden Nächte bin ich wach geworden, weil ich beim Umdrehen meinen Muskelkater gespürt habe. So unfit bin ich und so wenig Muskeln habe ich, dass mich 15 Squats und Sit-ups so fertig machen!
Ich schaffe es nicht immer, alle Übungen durchzuhalten und ich musste bisher immer die einfache Variante einer Übung machen, weil ich es körperlich einfach nicht anders geschafft habe, aber ich will das jetzt mal die 4 Wochen durchziehen. Deshalb erzähle ich auch davon. Das baut mehr Druck auf 😉 (Ja ich komme mir blöd wegen der superkurzen Zuckerverzichts-Sache vor. Noch blöder komme ich mir vor, wenn ich das Sport-Ding jetzt nicht durchziehe!) Ich hab sogar Vorher-Fotos gemacht, die ich dann doch etwas erschreckend fand und deshalb hier nicht zeige 😉
Ich werde berichten. Tag 1, 2 und 3 von 28 sind geschafft. Morgen ist Pause und Sonntag geht es weiter. Drückt mir die Daumen!

Ich liebe es…

Donnerstag, 14. Mai 2020
Tag 38 im Home Office

…wenn ein Plan funktioniert! Ich habe ein Schlupfloch gefunden 😀
Ich hab bestimmt schon mal vom „Firmen-Skype“ erzählt?! Das ist unser firmeninternes Chat-Programm, mit dem wir telefonieren und Web-Meetings machen. Die Software dazu ist jetzt neu und man kann den Status nicht mehr ändern. Nach 10 Minuten Inaktivität schaltet der automatisch auf „Seit 10 Minuten inaktiv“ um. Ich kann nicht mehr selbst den Status eingeben. Bei der alten Software hab ich zB. „Mittagspause“ eingegeben, wenn ich Mittag gemacht hab. Dann wusste jeder, ich bin grad nicht da. Das geht jetzt nicht mehr. Erst nach 5 oder 10 Minuten kann der andere sehen, dass ich inaktiv bin. Das finde ich zum einen blöd und zum anderen finde ich das auch irgendwie Stasi-mäßig, wenn das dann im 5-Minutentakt hochzählt. Seit 15 Minuten inaktiv. Seit 55 Minuten inaktiv.

Super nervig. Ich war schon früher bei ICQ immer nur inkognito unterwegs, weil ich eigentlich überhaupt nicht wollte, dass jemand sieht, ob ich online bin oder nicht. Aus dem gleichen Grund hab ich auch die blauen Haken und den „zuletzt online-Zeitstempel“ bei Whatsapp ausgeschaltet. Ist mir zu viel „Überwachung“. Wenn ich jetzt also während der Arbeitszeit mal 10 Minuten am Handy rumdaddel oder so, dann fällt das gleich auf. Manchmal gibt es aber eben auch so Tage, da häng ich dann auch mal länger am Handy, weil dann einfach nichts zu tun ist, oder wenn ich auf Rückmeldung warten muss oder so… Ich fühle mich dadurch jedenfalls überwacht.
Also hab ich gegooglet und ein Skript gefunden, mit dem jede Minute eine Mausbewegung simuliert wird, solange es ausgeführt wird. 😉 Das funktioniert und somit ist mein Status dauerhaft aktiv 😁

10 Jahre

Mittwoch, 13. Mai 2020
Tag 37 im Home Office

Heute vor 10 Jahren ist meine Katze gestorben. Es war Himmelfahrt und ich hab ausgeschlafen. Irgendwann spät wurde ich wach und bin als erstes ins Bad gegangen. Dort lag meine Katze auf dem Duschvorleger. Ich dachte, sie würde schlafen und wollte nicht, dass sie sich erschreckt, wenn ich über sie drüber steige, um aufs Klo zu gehen. Also hab ich sie leise angesprochen und ihr vorsichtig über den Kopf gestreichelt. Normalerweise hat sie sich dann sofort geregt, aber dieses Mal nicht. Ich dachte erst, so tief kann sie doch nicht schlafen, also hab ich lauter gesprochen, aber irgendwie wusste ich gleich, dass sie nicht schläft. Ich wurde leicht panisch, ich hab sie angestupst, fast geschüttelt, und ihren Namen gerufen. Ich hab mich erinnert, dass ich irgendwann früher am Morgen wach wurde, weil ich Geräusche gehört hatte. Ich dachte im Halbschlaf, die Katze hustet oder hat gekotzt und hab mich umgedreht und weiter geschlafen. Mir wurde in dem Moment bewusst, dass ich ihre letzten Atemzüge gehört hatte. Ich hatte Angst, dass sie erstickt war, ich hatte Angst, dass sie, keine Ahnung, eine Tüte gefressen hat (warum auch immer sie das hätte tun sollen und woher auch immer sie die hätte haben sollen), also hab ich in ihr Maul geguckt, ob da was drin steckt. Jeden Moment hab ich damit gerechnet, dass ich eine von ihr gewischt kriege, weil ich es wage in ihr Maul zu gucken… Aber sie hat nicht mehr reagiert… Man, das war ein richtig schlimmer Scheißtag…

Pläne sind dazu da…

Dienstag, 12. Mai 2020
Tag 36 im Home Office

…um über den Haufen geworfen zu werden.
Eigentlich wollte ich heute einkaufen. Jetzt hock ich aber immer noch vor dem PC. Na dann geh ich morgen. Für heute ist noch was zu essen da, also kein Problem.

Für die Geschäftsführung müssen wir momentan Auswertungen zum Zahlverhalten der kunden machen. Die wollen daraus Risiken ableiten jetzt in der Corona-Krise. Es gibt sicher bei einigen Kunden früher oder später Zahlungsschwierigkeiten.
Jetzt sollen wir also jeden Tag melden, wie hoch die Zahlungseingänge waren und wie der Stand der offenen Posten, gerastert nach Fälligkeit ist.
Aussagekraft hat das ganze meiner Meinung nach nicht. Natürlich sind die Zahlen morgen anders als heute. Aber nur weil im Raster 1-30 Tage Fälligkeit die Zahlen sinken, heißt das nicht, dass das auch alles bezahlt ist.
Vielleicht sind sie in der Fälligkeit einfach ins Raster 30-60 Tage gerutscht. Ja, müsste man ja sehen, weil das dann ansteigt. Ok, aber wenn aus dem Raster 30-60 Forderungen bezahlt wurden? Dann bleibt das auf einem Niveau. Oder von da sind Forderungen nach >60 gerutscht…
Es könnte auch einfach sein, dass Gutschriften überfällig geworden sind. Wenn Kunden schlecht zahlen, halten wir Gutschriften manchmal zurück. Es könnte auch sein, dass sich nachträglich Zahlungen geklärt haben und die offenen Posten ausgeglichen wurden.
Es gibt einfach zu viele Faktoren, die dort reinspielen.

Und vor hin kam dann eine Mail, weil unsere Zahlen angeblich nicht stimmen und jetzt hab ich da ne Stunde rumgemacht, weil ich natürlich wieder mal als erstes dachte, wir hätten was falsch gemacht.
Weil wir gestern nur super wenig Zahlungseingang hatten, gab es einen Hinweis, dass das Forderungsmanagement aufpassen soll. Totaler Schwachsinn, das kann doch ein einmaliger Ausreißer gewesen sein! Wenn wir jetzt tagelang kaum Geld kriegen, dann kann man mal beim Forderungsmanagement anklopfen.
Jedenfalls ist in dem Zuge aufgefallen, dass unsere Auswertung und deren Auswertung nicht übereinstimmen, weil wir eine unterschiedliche Basis betrachten. Wir betrachten sämtliche Forderungen. Das Forderungsmanagement natürlich nur die einbringlichen… Tja, es wäre gut gewesen, wenn wir alle die gleiche Basis betrachten bzw. wenn man uns gesagt hätte, welche wir nehmen sollen. Aber dass wir diese Auswertung machen sollen war auch so übers Knie gebrochen. Wir brauchen die offenen Posten. Sortiert nach Fälligkeit. In Raster eingeteilt… Corona ist da, uiuiui, wir müssen das Zahlverhalten monitoren. Bei uns wird alles gemonitort…
Zumindest scheint durch die verschiedenen Betrachtungsgrundlagen das ganze noch weniger Aussagekraft zu haben.

Ich hab jetzt mal ausführlich dargelegt, was wir eigentlich genau auswerten. Jetzt ist Neu-Chefin (jetzt übrigens doch endlich mal offiziell) am Zug und soll mal klären, welche Basis wir verwenden sollen und ich mach Feierabend.

Keschu’s got talent

Montag, 11. Mai 2020
Tag 35 im Home Office

Ähm ja… Nachdem ich mir den blöden Haken für Entwicklungsmöglichkeiten in meinem Mitarbeitergespräch „erkämpft“ habe, gab es heute einen Info-Call zu weiteren Schritten.
Nur mit dem Haken ist man nicht automatisch in einem Talent-Pool. Wär ja wohl zu einfach. Nein, man muss sich darum bewerben. Toll… Man muss ein Bewerbungsformular ausfüllen und ein Interview machen und dann werden maximal 25 Leute in den Talent-Pool aufgenommen. Dann gibt es eine Veranstaltung, wo Workshops und Trainings stattfinden und wo man dann netzwerken kann (darauf freu ich mich ja schon am meisten *hust*) und dann arbeitet man 9 Monate lang an einem Projekt, das dann in ca. einem Jahr präsentiert wird und wo man noch mal die Chance zum Netzwerken hat.
In dem Info-Call heute waren 21 Leute, es gibt nächste Woche noch einen zweiten. Da schau ich auch noch mal rein, damit ich weiß, wie groß die Konkurrenz überhaupt ist 😉 Bis dahin überleg ich mir schon mal, welches Bullshit-Bingo sie am ehesten in dem Bewerbungsformular sehen wollen…

Mein Wochenende war wieder etwas faul… Mein Stoffpaket kam Samstag noch an, ich hab die Stoffe gewaschen und gebügelt und zwei neue Masken genäht. Der Stoff ist viel besser! Ich muss sie mal länger als 5 Minuten tragen, aber beim atmen hat sich der Stoff zumindest nicht ans Gesicht gesaugt!
Im Garten haben wir natürlich nichts gemacht, wir faulen Schweine! Aber zumindest waren wir mit dem Hund draußen. Die wird langsam echt alt… so eine Runde ums Feld macht sie inzwischen schon etwas fertig 😉 Es war aber auch super warm am Sonntag.

Und dann noch ein Futter-Update:
Neben Resten, weil ich zu viel gekocht hatte, gabs letzte Woche folgendes zu essen:
– Fleisch und grüner Salat
– Käse-Lauch-Suppe
– Nudelsalat und Fleisch
– Schweinefilet mit Rahmgemüse und Kartoffelrösti

Und weil ich echt speckig geworden bin, hab ich mir vor ein paar Tagen mal wieder eine Kalorienzähl-App runter geladen. Ich stelle wieder fest, dass ich eigentlich gar nicht zu viel esse. Aber ein bisschen das falsche, zu fettig… Und natürlich fehlt mir die Bewegung.
Ich will jetzt die nächsten Wochen wirklich mal versuchen auf zugesetzten Zucker zu verzichten. Obst und Gemüse gibts natürlich trotzdem, aber ich schau mir mal die Zutaten auf Verpackungen an und Süßigkeiten gibts dann jetzt erstmal auch nicht mehr. Das hat nämlich in den letzten Wochen auch zugenommen. Vielleicht geht meine Neurodermitis dann auch mal richtig weg. Sie ist jetzt schon lange nicht mehr so schlimm, und ich hab immer längere Ruhephasen, aber die Stellen flammen doch immer mal wieder auf. Vielleicht bringt der Zuckerverzicht was, ich versuche es mal. Und dann muss ich mich mal irgendwie zum Sport aufraffen… es gibt ja genug Kanäle auf Youtube, die Workouts anbieten, man muss ja also nicht mal was dafür bezahlen. Denn ein Fitnessstudio wäre bei mir wohl wieder bloß rausgeschmissenes Geld…

Who let the dogs out?

Freitag, 8. Mai 2020
Tag 34 im Home Office

Gestern wurde doch noch ein wenig spektakulär – leider. Hundipups hat sich beim Gassi gehen verletzt und wir mussten abends um 8 noch mal zum Tierarzt. Dieser Mann ist auch echt zu gut für diese Welt. Die Alternative wäre gewesen, in die Tierklinik zu fahren. Aber das ist uns erspart geblieben. Dort hätten wir bestimmt, wie in der Notaufnahme, erstmal ewig warten müssen. Aber wir konnten um 8 kurz zum Tierarzt hinfahren, er hat die abgeknickte Daumenkralle gezogen und dann waren wir nach 3 Minuten fertig.
Und weil wir grad da waren hat er sich auch das Humpelproblem vom Humpelhund angeschaut. In letzter Zeit war es besser geworden. Sie hat nicht mehr nach jedem Aufstehen gehumpelt und wenn, dann auch nicht mehr so doll. Man hat es eigentlich fast gar nicht mehr gesehen, daher dachte ich, es wäre besser geworden. Hundi hatte leider verstopfte Analdrüsen, die leider auch schon angefangen haben sich zu entzünden. Nicht so appetitlich 😉 Der Tierarzt meinte, es könnte davon sein. Nächste Woche müssen wir noch mal hin, dann drückt er sie noch mal aus und dann sehen wir weiter. Wenn es nicht davon kam, dann kann es langsam wohl auch einfach altersbedingt sein. Ich bin gespannt.

Der Abend war für den Hund gestern natürlich gelaufen. Sie wollte auch nicht mehr bei uns liegen, sondern hat sich relativ schnell ins Arbeitszimmer verzogen, wo sie immer schläft. Normalerweise geht sie dann irgendwann nachts oder früh morgens wieder zurück in ihr Körbchen im Wohnzimmer. Heute früh lag sie immer noch im Arbeitszimmer und ist erst nach Aufforderung aufgestanden.
Das war dann wohl hoffentlich genug Aufregung für die nächsten Monate!

Heute ist es bisher ansonsten so unspektakulär wie gestern. Laut Ankündigung sollte mein Stoffpaket heute kommen, dann hätte ich noch ein paar Masken nähen können. Ist ja nicht so, dass ich im Moment täglich eine bräuchte, aber ich will welche zum Wechseln haben. Und vor allem will ich schöne Masken haben 😉
Aber DHL war heute nicht in der Lage das Paket zuzustellen. Gründe: kein Zugang zum Gebäude, kein Schild an der Klingel oder Empfänger verzogen. Pf… stimmt alles nicht. Außerdem war ja vorgestern grad einer da und hat das Burgerfreundepaket zugestellt! Joa… danke dann…
Also nix mit nähen, dann können wir ja, je nach Wetter, mal einen Garteneinsatz machen… Wir müssen da dringend mal das ein oder andere Unkraut entfernen. Ich hasse Gartenarbeit…

Games people play

Mittwoch, 6. Mai 2020
Tag 32 im Home Office

Es gibt einen neuen „Kettenbrief“ im Social Media. Jetzt gehts ums trinken. Man filmt sich dabei, wie man erst etwas „Hartes“ zur „Desinfektion“ trinkt, danach ein Bier und zum Abschluss noch einen Schnaps. Und dann schickt man dieses Video an 5 Freunde, mit denen man mal wieder gern zusammen trinken möchte und nominiert sie damit, ebenfalls so ein Video zu machen. Und wenn man es nicht macht, schuldet man demjenigen einen Kasten Bier.

Oh man… so ein Blödsinn. Das ist ja so auch kein „zusammen trinken“, wenn man es allein vor der Kamera macht. Und überhaupt, ich möchte doch nicht zwei Schnäpse und ein Bier exen. Denn darauf läuft es hinaus, wie lang soll denn sonst das Video werden?? Ich kann auch kein Bier exen, dann krieg ich Schluckauf und außerdem möchte ich es genießen.
Jetzt bin ich also der Spielverderber, der bei sowas wieder nicht mitmacht. Na ja, dann ist es halt so. Wäre nicht das erste mal. Kettenbriefe werden eigentlich immer von mir unterbrochen.
Ich fand es als Kind schon blöd. „Schicke diesen Brief an 10 Freunde…“ so viele hatte ich gar nicht. Und außerdem war ich immer eine der letzten, die so einen Brief bekommen hat und dann waren ja auch keine 10 mehr übrig, die diesen Brief noch nicht hatten. Ein zweites Mal wollte keiner diesen Brief.
Na ja und heute… Ehrlich gesagt würden mir da jetzt auch keine 5 Freunde einfallen, denen ich diesen Video-Kettenbrief schicken würde 😉
Höchstens die Burgerfreunde.

Von denen haben wir gestern ein Care-Paket bekommen, damit wir sie nicht vergessen. Wie könnten wir denn?!? 😀 In dem Paket war für alle was dabei: Leckerli fürs Hundi, Pechkekse, Gummibärchen-Hamburger und verschiedene Süßigkeiten für uns, ein Mini-Vodak und Energy, Konfettibomben (die wir auf jeden Fall mit zu denen nach Hause nehmen, wenn wir mal wieder hin dürfen!!!!) und das „Beste“: Groschenromane 😀 für den Namenlosen ein Wild-West-Roman mit Cowboys und für mich natürlich eine Liebesschnulze, die tausendmal schlimmer ist als Rosamunde Pilcher und Nicholas Sparks zusammen 😀
Also wenn man solche Freunde hat, braucht man keine Feinde mehr 😉 Für mich waren in dem Paket noch schreckliche Labels mit Einhörnern und Regenbogen drauf und „handmade with love“ und so, die man sich an seine Klamotten nähen kann… Frau Burger bekommt also von mir noch eine Maske, wo sämtliche dieser Labels darauf genäht werden. Sie hat es nicht anders gewollt 😀
Irgendwas werden wir uns für die beiden noch überlegen 😉

Itsy bitsy spider

Dienstag, 5. Mai 2020
Tag 31 im Home Office

Woher kommen eigentlich Spinnen im Haus?? Wenn jetzt im Badezimmer, in der Badewanne eine Spinne sitzt, dann frage ich mich, wo die herkam.
Im Schlafzimmer ist Fliegengitter dran. Da kann sie eigentlich nicht her sein. Im Arbeitszimmer ist das Fenster eigentlich nie auf. Vielleicht mal zwei Minuten, aber das reicht nicht, um reinzukommen. Außerdem scanne ich den Fensterrahmen immer ab, wenn das Fenster auf ist, um eben zu vermeiden, dass so ein Vieh rein kommt! Das Fenster wäre schneller als Lichtgeschwindigkeit wieder zu!!
Also muss sie ja durchs Wohnzimmerfenster kommen. Also durch die Balkontür. Wenn der Namenlose rauchen geht, ist die Tür auf. Dann könnte die rein.
Das bedeutet aber auch, dass das Vieh durch die halbe Wohnung läuft, ohne bemerkt zu werden. Wieso sieht man sie nicht laufen? Läuft die nur nachts? Und wo war die denn noch überall? War sie auch im Schlafzimmer? Hat sie nachts oben in der Ecke gesessen und runtergeschaut? Ist sie auch schon übers Bett gekrochen? Wie ekelhaft diese Vorstellung ist!!
Und wieso geht sie dann ins Bad?
Oder kommt sie durch die Lüftung? Geht das? Wir haben im Bad so einen Lüfter. Wenn es draußen windig ist, klappert das Ding manchmal. Hat das also einen Ausgang nach draußen? Ich dachte, das wäre einfach nur ein… keine Ahnung wie das funktioniert! Gehen die Dinger nach draußen? Aber wie denn? 10 Meter durch die Decke oder wie? Dann kommt sie vielleicht auch von dort rein… Und dann krabbelt sie in die Badewanne um dort leider einen unschönen Tod durch Haarspray zu finden.

Es tut mir leid, Spinne. Aber du hättest einfach nicht in meine Wohnung kommen sollen!

Good day sunshine

Montag, 4. Mai 2020
Tag 30 im Home Office

Ich habe am Donnerstag ganz vergessen, das Futter der letzten Wochen aufzulisten, als Inspiration für alle Corona-Köche da draußen 😉 Und wer die gesammelten Werke noch mal sehen will, kann auch in meiner neuen Rezeptliste schauen. So hab ich nämlich auch alles auf einen Blick, wenn ich im Supermarkt stehe und nicht weiß, was ich kaufen soll. Das kommt jetzt zwar eigentlich nicht mehr vor, weil ich ja jetzt immer einen Plan mache, aber vielleicht muss ich ja mal kurzfristig umdisponieren.
Es gab folgendes:
Möhrenpfanne mit Bratwurst
Ofensüßkartoffeln mit Ziegenkäsequark (für den Namenlosen noch ein Rumpsteak dazu)
– Ofenschafskäse mit Gemüse und Hähnchenbrust
– Rumpsteak und Salat
– Spaghetti Bolognese (schon wieder)
– Kartoffelsalat (nicht selbst gemacht) und Würstchen
– Thai-Curry vom Thai-Imbiss und
– Döner

Heute haben wir noch Reste und morgen mach ich dann einen neuen Essensplan und gehe wieder einkaufen. Durch Döner und Thai holen war ich letzte Woche sogar 3x draußen 😉 abgesehen vom Gassigehen.

Dem Nähen hab ich am Wochenende auch wieder vermehrt gefröhnt. Ich habe nämlich noch eine halbfertige Tasche aus meinen Näh-Anfangszeiten gefunden. Die hab ich aufgetrennt. Es waren zwei Stoffe, einer mit Dreiecken und einer mit Sreifen. Aus dem Streifenstoff hab ich eine runde Maske genäht und mein innerer Streifenmonk ist vor Freude im (gleichseitigen) Dreieck gesprungen, weil alle Streifen in der Mitte perfekt aufeinander getroffen sind 😀 Aus dem restlichen Stoff habe ich Topflappen genäht. Erst gepatchworkt und dann gequiltet. Damit ist auch der Gedanke an eine Quilt-Decke gestorben, denn das ist mir viel zu aufwändig 😉 Aber ich glaube ein paar Topflappen mach ich trotzdem noch und verschenke sie mal wieder in der Familie 😀

Ich bin ziemlich gut drauf seit ein paar Tagen und ich hoffe, das hält sich noch eine Weile. Auch die Arbeit lief bisher heute sehr gut. Es ist wieder der 1. im neuen Monat und es ist wieder superviel zu tun. Aber bisher lief alles fehlerfrei, sodass mir Fehlersuch- und Korrekturaufwand erspart geblieben ist. Mal schauen, was der restliche Tag noch so bringt. Sonnenschein wohl eher nicht, aber das trübt meine Stimmung heute gar nicht!