Sommer-Body-Challenge

Mittwoch, 10. Juni 2020
Tag 54 im Home Office

28 Tage, 21 Trainigs. Ich hab es durchgehalten. Ich bin schon so ein bisschen stolz auf mich. Man sieht es ein kleines bisschen, aber ich hatte mir irgendwie mehr erhofft… Ja, das ist vermutlich naiv. Und ich bin halt wieder so blöd, dass ich mich von vorher-nachher-Bildern auf Instagram blenden lasse, die beschönigt sind. Wenn ich nämlich meinen Bauch anspanne und so, dann sieht es auch ganz anders aus und ist ein großer Unterschied zu vorher. Aber ich stand vorher auf meinem Foto entspannt da und hab den Bauch nicht eingezogen, also mach ich das auch auf dem nachher-Bild nicht.

Da ich mich vorher nicht wiegen konnte, weil die Batterien unserer Waage leer sind, weiß ich nicht, ob sich mein Gewicht verändert hat. Aber vermutlich nicht, oder eher nach oben. Ich habe spürbar Muskeln am Bauch und an den Armen bekommen. An den Beinen kann ich es nicht so sagen, aber an den Armen fällt es auf und am Bauch merke ich es, wenn ich ihn anspanne.
Da ich mich also nicht wiegen konnte, hab ich ja Umfänge gemessen, weil ich dachte, dass das wohl die sicherste Variante ist, um einen Fortschritt festzustellen. Tatsächlich sind aber die Veränderungen aber absolut nicht nennenswert und liegen im Bereich zwischen +/- 0,5 bis 1 cm. Das könnte aber auch an Messfehlern liegen, weil ich vielleicht nicht exakt die gleiche Stelle gemessen hab oder das Maßband vielleicht etwas enger oder lockerer gehalten hab. Nur am Bauch hab ich tatsächlich 5cm verloren. Im direkten Fotovergleich ist es ein deutlicher Unterschied, aber da ich nie enge Klamotten trage, fällt das Außenstehenden wahrscheinlich gar nicht auf.
Wie gesagt, es ist naiv von mir gewesen, mich mit diesen Bildern vergleichen zu wollen… Immerhin ist ein Anfang gemacht.

Tja, also das Hochgefühl am Ende des Trainings fehlt aber noch immer. Ich weiß nicht, ob das jemals kommt. Ich weiß nicht, ob ich das jemals hatte. Doch, vermutlich schon. Es gab ja mal Zeiten, wo ich viel Sport gemacht hab, als meine Hamburgfreundin noch hier gewohnt hat, bin ich ja auch regelmäßig mit ihr ins Fitnessstudio gegangen. Da hab ich mich hinterher schon gut gefühlt. Sie ist an allem Schuld, weil sie weggezogen ist, hab ich damals aufgehört Sport zu machen 😉 Alleine hatte ich einfach keine Lust hinzugehen. Dann hatte ich mir mal ein andres Fitti gesucht war da auch ab und zu, aber ich hab auch viel zu lange für nix bezahlt…

Also ich bin stolz auf mich, dass ich das durchgezogen hab. Die vier Wochen waren doch jetzt viel schneller rum, als ich anfangs gedacht hätte. Das Pensum war und ist hart, aber ich habe mich verbessert. Am Anfang konnte ich keine Übung in der schweren Variante ausführen, inzwischen schaffe ich einige. Aber trotzdem ist es immer noch so, dass ich keines der Trainings einfach runterreißen kann. Es kommt immer der Punkt, an dem ich die Übung nicht mehr halten kann und wo ich absetzen muss oder zur leichten Variante schwenken muss. Aber wie gesagt, es ist besser geworden!
Das Home Office hat viel dazu beigetragen, dass ich das durchgezogen hab. An 5 Tagen die Woche zu trainieren ist zeitlich schon aufwendig. Die Trainings dauerten zwischen 40 und knapp 80 Minuten (insgesamt, also mit Warm up und Cool down) und so wie ich mich kenne, hätte ich mich oft nicht mehr dazu aufgerafft, wenn ich erst um halb 5 oder so zu Hause gewesen wäre. So habe ich eigentlich immer unmittelbar nach Feierabend angefangen. Manchmal habe ich sogar die Mittagspause genutzt (und überzogen). Am Wochenende hab ich dann immer vormittags gleich trainiert, weil ich nachmittags keine Lust dazu gehabt hätte.

Meine Haltung hat sich sehr verbessert. Auf dem vorher-Foto von hinten ist es mir so richtig aufgefallen, wie schlecht meine Haltung ist und wie krumm ich dastehe. Das ist viel besser geworden. Und auch meine Rückenschmerzen, die ich vom vielen Sitzen doch oft mal hatte, sind viel besser geworden.
Morgen fahre ich jetzt erstmal zu meiner Schwester und mache den Rest der Woche nichts (außer vermutlich mit meinen Neffen Fangen spielen und Trampolin springen). Aber am Montag will ich wieder anfangen und weiter machen. Ich weiß noch nicht womit. Ob ich einfach die gleiche Challenge noch mal mache, oder eine andere… Das weiß ich nicht. Aber ich habe mir Sportleggings gekauft (und eigentlich auch Schuhe, aber die waren erst gefühlt zu klein, aber die Nummer größer war auch nicht viel bequemer, also bin ich noch auf der Suche…) und die sollen ja jetzt nicht umsonst gewesen sein. In den Outfits komme ich mir gleich supermegasportlich vor… Und wenn ich darin so an mir runtergeschaue, dann finde ich schon, dass man die 4 Wochen sehen kann. Wenn ich dann aber nach dem Duschen nackt vor dem Spiegel stehe… na ja… dann empfinde ich das nicht so. Mein Fokus liegt mehr am Po und Oberschenkeln und da hat sich eben noch nichts getan, am Bauch sieht man es wie gesagt schon.

Freitags-Füller 23/2020

Freitag, 5. Juni 2020
Tag 51 im Home Office

1. Bei Rhabarber fällt mir als erstes der Geschmack von eingekochtem Rhabarberkompott mit Vanillesoße ein. Oh man, das ist so eine richtige Kindheitserinnerung. Meine Oma hatte immer Rhabarber im Garten. Ich hab den aber auch oft roh gegessen, in Zucker eingetaucht, weil er einfach so sauer war. Die Zähne sind immer ganz stumpf davon geworden. Dass da irgendeine giftige Säure drin ist, hat wohl damals niemanden interessiert 😉.

2. Was ich nie für möglich gehalten hätte ist eingetreten: Das Home Office hat negative Seiten. Waaaaaaas? Ja… Ich will trotzdem nicht zurück ins Büro, aber dieses ewige rumtelefoniere mit Leuten, die einem dann ständig ins Wort fallen (weil die Verbindung verzögert ist??), oder die mit der Technik nicht zurecht kommen und dadurch alles verzögern, oder die nicht raffen, dass man das Mikrofon auch stumm schalten kann und die dann wie Darth Vader hinein atmen… das neeeeervt. Und meine Zündschnur ist sehr kurz im Moment. Keine Ahnung wieso, was genau es auslöst. Ich könnte nämlich eigentlich rundum zufrieden sein. Bin ich etwa einfach eine unzufriedene Meckertante, die immer ein Haar in der Suppe suchen muss?? Schluss damit! Ich muss und will zu der Gelassenheit zurück, die ich in den ersten Tagen hatte. Denn ich will ja gar nicht zurück ins Büro!
Dieses Jahr war ich bisher übrigens öfter am heimisches Schreibtisch, als im Büro. In Anbetracht der Tatsache, dass Home Office bei uns bisher immer ziemlich verpönt war, finde ich diese Quote
spektakulär.

3. Ich verstehe nicht wie man Spaß an Gartenarbeit finden kann. Ich hasse Gartenarbeit. Ich hab es als Kind schon gehasst, wenn ich Unkraut zupfen musste, oder wenn ich zB Erdbeeren pflücken sollte. Ich hab immer Ausschlag an den Händen/Armen davon bekommen. Außerdem sind da immer Spinnen und Käfer rumgekrochen – ekelhaft! Jedenfalls wollte ich nie einen Garten haben, weil ich weiß, dass ich keine Lust habe, mich darum zu kümmern. Und was hab ich gemacht? Hab mir einen Mann angelacht, der einen Garten hat… Toll… Ich mein, wir beschränken die Gartenarbeit ja schon auf ein absolutes Minimum, aber selbst darauf hab ich schon nicht so Lust. Am Wochenende müssten wir mal wieder ein bisschen was tun...

4. Obwohl ich jeden Tag meine Pille nehme (und deshalb wissen müsste, welcher Wochentag ist) und obwohl ich jeden Tag am Computer sitze, wo das Datum bei jeder Mail und unten rechts in der Ecke ständig eingeblendet ist, weiß ich nie welcher Tag heute ist. Letztens dachte ich, es wäre Wochenende, obwohl ich an dem Tag gearbeitet hatte… Vermutlich liegts am Home Office, daran, dass ich nur noch 1x die Woche zum einkaufen gehe und sonst alle Tage einfach genau gleich sein, dass ich nie weiß „wann“ ich bin. Vielleicht sollte ich mir doch mal eine Uhr (mit Datumsanzeige) zulegen, denn offensichtlich bin ich momentan völlig zeitlos.

5. Das Gefühl von Stolz ist in letzter Zeit etwas in mir aufgekeimt, weil ich immer noch die Sommer-Body-Challenge durchhalte.

6. Sport ist aber nach wie vor Mord 😉 Mir fehlt immer noch das Hochgefühl am Ende, daher kann ich nicht sagen, das wäre wie für mich gemacht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Königsberger Klopse, morgen habe ich geplant, Brokkoli-Honig-Hähnchen zu kochen und Sonntag möchte ich Risotto mit Tomaten und Rucola machen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.