Freitags-Füller 31/2020

Freitag, 31. Juli 2020
Tag 89 im Home Office

1. Ich fühle mich wohl, in meinen Jogginghosen, barfuß am Schreibtisch und mit einem Hogwarts-T-Shirt. Natürlich könnte ich so niemals ins Büro gehen, aber das muss ich ja auch nicht.

2. Da wollte ich endlich mal wieder einen Freitagsfüller machen und mal wieder ein Lebenszeichen von mir abgeben, und dann fällt mir heute irgendwie nix ein… Das war dann wohl nix mit kreativ austoben.

3. Alle Bilder auf meinem Handy nehmen 5,7 GB Speicher ein. So viel Speicherkapazität hatte mein erster Laptop nicht mal im Ansatz! Und ehrlicherweise sind wahrscheinlich 99% davon Bilder, die man sich eh nie wieder anschaut.

4. Ich hab schmerzempfindliche Zähne und kriege außerdem Schluckauf, wenn ich kalte Getränke trinke, deshalb mag ich nur Eisam liebsten eiskalt.

5. Viel zu schnell ist aufgegessen, was man aufwändig gekocht hat. Das wird mir gerade wieder bewusst, wo ich mir überlege, was ich nachher fürs Wochenende einkaufen soll.

6. Am Herd ist außerdem viel zu warm, daher bleibt die Küche vielleicht mal kalt. Gurkensalat wär mal wieder schön.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Harry Potter und häkeln, morgen habe ich geplant, mit der neuen Sport-Challenge anzufangen nd Sonntag möchte ich nicht am Muskelkater zugrunde gehen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

The longest time

Dienstag, 14. Juli 2020
Tag 76 im Home Office

So schnell legt man also eine Gewohnheit wieder ab… Da schreib ich hier wochenlang täglich, finde scheinbar immer was zu erzählen, und dann auf einmal gehts aber auch wochenlang ohne…

Kurzer Abriss der vergangenen Wochen:
– Ich bin immer noch im Home Office und will hier nie nie nie wieder weg!

– Ich mache immer noch regelmäßig Sport, auch wenn ich nicht mehr streng nach Plan vorgehe. Manchmal lege ich einfach zwei Trainingstage zusammen oder lasse einen ausfallen.

– Ich treffe mich wenig mit Leuten und gehe an sich wenig raus. Das kommt meinem introvertierten Eigenbrödler-Ich sehr entgegen. Ich finde es zwar schön, mich ab und zu mit Leuten zu treffen, aber wie mir ganz deutlich bewusst wurde, gibt es Menschen in meinem Umfeld, mit denen ein Treffen eher energiezehrend als bereichernd ist.

– Ich lese viel. Ich lese jeden Abend vor dem Einschlafen noch ein paar Seiten und die faulenzigen Wochenenden verbringe ich auch lesend. Wir könnten auch was unternehmen, aber da haben wir beide keine Lust zu, also lese ich.

– Ich häkle wieder und höre dabei mal wieder Harry Potter.

– Ich hab seit Wochen nicht genäht, ach was, seit Monaten. Dabei hab ich so viel Stoff und eigentlich so viele Pläne… Aber ich hab keine Lust. Aber auch das kommt wieder.

– Ich hab das Interview für den Talent-Pool hinter mich gebracht, und es lief ganz gut. Ich hatte ein ziemlich gutes Gefühl hinterher und Neu-Chefin hat sich scheinbar über drei Ecken bei den Beteiligten erkundigt und mein Gefühl trügt scheinbar nicht. Ob ich da nun aber reinkomme, ist trotzdem nicht gewiss. Kommt drauf an, wie gut die ganzen anderen Bewerber sind. Ich kann mich ja nur mit denen vergleichen, die in meiner Bewerberrunde dabei waren.

– In ein paar Wochen wird mein großer Neffe eingeschult und ich werde tatsächlich meinen „Papa“ wieder sehen. Zumindest ist er eingeladen und hat zugesagt. Aber wer weiß, ob er nicht doch kurzfristig absagt. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es aber so aus, als würde ich ihn tatsächlich wiedersehen.
Nachdem ich jetzt ein paar Mal geheult hab deswegen, weil diese Vorstellung einfach irgendwie überwältigend ist, gehts mir gut mit dem Gedanken und ich freu mich. Ich weiß nicht, ob wir uns irgendwas zu sagen haben werden, ich weiß auch nicht, wie ich ihm gegenüber treten soll. Soll ich ihn umarmen? Ihm die Hand geben? Meine Mutter wird erwarten, dass ich ihn ignoriere, schätze ich…
Das macht mich grad ein bisschen fertig, dass sie erwarten wird, dass ich ihn mit dem Arsch nicht angucke. Nur weil sie immer noch in ihrem Stolz verletzt ist, sich nicht reflektieren kann und damit nicht abschließen kann. Sie hat immer noch so einen Groll auf ihn und ich befürchte, dass sie das auch von mir erwartet. Dass ich auf ihrer Seite stehe…
Das nervt mich ziemlich, dass ich mir darum Gedanken mache!
Na ja, ich lass es auf mich zukommen. Wenn ich da beim letzten Besuch bei meiner Schwester schon mal drüber nachgedacht hätte, dann hätte man vielleicht schon mal vorab ein Treffen organisieren können…
Hätte hätte. Ich muss es jetzt einfach auf mich zukommen lassen.

Ansonsten passiert bei mir echt nix aufregendes, nix neues. Es wechseln sich Lethargie-Phasen in denen ich fast ein bisschen depressiv bin mit Phasen ab, in denen ich gut drauf und motiviert bin. Es gibt Momente, in denen ich so viel in Frage stelle… Ich weiß nicht, ob das ausgeprägter ist, als früher, wenn ja, ob das durch Corona so ist oder ob ich einfach langsam eine Midlife-Crisis bekomme…