Immer mal was neues

Ich mags ja nicht, wenn so Änderungen vonstatten gehen. Jetzt gibt es hier einen neuen doofen Editor. Ich will aber einfach meinen alten zurück. Nervt mich ja grad, weil ich hier noch nicht herraus gefunden habe, wie ich ganz einfach Links einfüge… Im alten Editor gabs da Buttons. Und ich bin echt nicht gut in HTML, deshalb kann ich die leider nicht frei Hand hier eintippen… Dabei wollte ich doch mal wieder ein kleines Zwischenupdate geben und mich nur mal als noch lebendig melden 😉

Also ich lebe noch.
Ich mache immer noch Sport.
Und ich bin immer noch im Home Office.
Außer heute.
Heute bin ich im Büro. Nicht im Großraumbüro, aber zumindest im Bürogebäude. Wieso? Weil ich bei diesem Talenteding aufgenommen wurde. Zuerst musste ich ja so ein Bewerbungsformular ausfüllen (hab doch gefunden, wie das mit den Links geht), danach habe ich an dem Interview teilgenommen und das war tatsächlich erfolgreich für mich gewesen und jetzt sitze ich hier im virtuellen Einführungsmeeting. Grad ist Mittagspause und ich habe das Netzwerken ganz eindeutig nicht verstanden, denn statt mit den anderen die hier mit mir vor Ort sind in die Kantine zu gehen, bin ich alleine hier im Raum geblieben, hab mein Brot ausgepackt und muss jetzt noch etwas Zeit überbrücken, bis es weiter geht 😉
Ganz ehrlich: Ich würde ja netzwerken. Aber lieber mit anderen Leuten. Die beiden hier sind mir einfach … na ja… unsympathisch. Die sind beide so affektiert… Und ich fang auch schon an. Das ist mir schon öfter aufgefallen, dass ich sowas mache, wenn ich jemanden nicht mag. Dann rede ich denen zum Mund und vermeide alles was Konfliktpotenzial bieten würde. So entgehe ich Gesprächen, die über Smalltalk hinausgehen und vermeide Diskussionen, die ich mit Leuten, die ich nicht mag eh nicht führen will, weil es für mich verschwendete Zeit ist.
Aus den anderen Standorten sind aber ganz nette Leute dabei, zumindest ist das mein Eindruck, den ich virtuell gewinnen konnte. Echt schade, dass das Meeting nicht in echt stattfindet.

Das Brot, das ich gerade esse, habe ich übrigens selbst gebacken! Waaaaaas? Ja 🙂 So richtig selbst. Nicht mit ner Backmischung sondern so richtig richtig selbst, sogar mit Sauerteig und es ist sehr lecker. Es ist mein zweites Brot, beide sind ganz gut gelungen.
Das Rezept ist aus dem Buch „Der Brotdoc“, der auch ein ganz ähnliches Rezept in seinem Blog veröffentlicht hat.20200915_133349

Brötchen haben am Wochenende nicht funktioniert, irgendwas hab ich falsch gemacht. Es waren schwere Steine und keine fluffigen Brötchen. Bloß gut, dass ich noch Aufbackbrötchen als Backup hatte.
Aber die Pizza letzte Woche war grandios! Die kam tatsächlich ganz gut an unseren Lieblingsitaliener ran. Und auch die Hefezöpfe sind ganz gut geworden.
Tja… Alle Welt hat im März schon Mehl und Hefe gekauft. Ich bin da halt mal wieder spät dran. Allerdings hätte ich das wohl nicht versucht, wenn ich nicht Sauerteig-Anstellgut bekommen hätte. Bis man sich nämlich ein gutes Anstellgut gezüchtet hat, vergeht doch eine ganze Weile.

Das Anstellgut habe ich von meinem Papa bekommen 🙂 Jahaaaaa ich war nämlich vorletzte Woche bei ihm.
Die letzten zwei Wochen hatte ich Urlaub und ich bin schon wieder zu meiner Schwester gefahren, weil wir nicht wegfahren konnten und wollten und ich nicht die vollen zwei Wochen nur zu Hause rumgammeln wollte. Die letzte Woche, in der ich jetzt wirklich nur zu Hause war, hat sich schon gezogen… So lang kam mir Urlaub noch nie vor!!
Tja, also selbst mein großer Neffe hat gefragt, wieso ich denn schon wieder komme. Es ist jetzt das dritte mal in 4 Monaten gewesen. So oft war ich vermutlich noch nie da 😉
Jedenfalls haben wir an dem Samstag auch meinen Papa besucht 🙂 Das war echt schön. Total entspannt und irgendwie so richtig normal, als hätte ich schon immer dort hin gehört und nicht als wäre das der erste Besuch nach 22 Jahren Funkstille. Ich bin da wirklich froh drüber. Wir sind uns beide einig, dass wir den Kontakt jetzt halten wollen, er möchte mich gern öfter sehen und ich ihn auch. Und auch seine Frau…
Es ist ein komisches Gefühl, weil ich immer dachte, sie wollte mich nicht da haben. Dieses Gefühl willkommen zu sein, kriege ich noch nicht ganz mit diesem Gedanken überein. Ganz seltsam, wenn man nach 22 Jahren plötzlich weiß, dass es nie so war, wie man immer gedacht hat…
Wir haben nicht darüber gesprochen, wieso alles so gekommen ist. Es hat sich nicht ergeben. Das ist auch nicht so schlimm, das läuft uns nicht weg. Es hat einen kurzen Moment gegeben, wo es gepasst hätte, aber ich wollte dann auch nicht die Stimmung runterziehen. Es ist zu früh dafür. Ich bin mir sicher, irgendwann werden wir es besprechen, auch wenn es eigentlich ein bisschen egal geworden ist. Denn wir können es eh nicht mehr ändern.
Auch mit seinem Sohn verstehe ich mich ganz gut. Er ist ein Harry-Potter-Nerd wie ich und wir haben noch so einige Gemeinsamkeiten festgestellt, was lustig ist, weil wir nicht verwandt sind. Sein Papa ist zwar auch mein Papa, aber er ist eben nicht mein biologischer Vater.

Meine Mutter hat die Info, dass ich zu ihm fahre irgendwie nicht ganz so gut aufgefasst. Das war ja zu erwarten. Aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Ich brauche dazu nicht ihre Erlaubnis oder ihr Zugeständnis. Sie wird damit klar kommen müssen.
Ich fange halt nur jetzt schon wieder an mir Gedanken zu machen, wie ich das zukünftig dann mal machen will… Klar, ich könnte immer einen Tag auch dort hin fahren. Das wäre dann immer ein weiterer „Termin“ in den eh schon vollgepackten Wochenenden bzw. Besuchen dort.
Auf der anderen Seite hat er mir auch schon angeboten, dass der Namenlose und ich auch gern dort übernachten können. Ehrlich, wenn ich mir das vorstelle… Ich fahre zu ihm, meine Schwester und die Jungs kommen dann vielleicht dort hin… Meine Mutter sehe ich dann nicht? Oder soll ich von dort aus meine Schwester besuchen, und meine Mutter kommt da dazu? Der nächste Grund zum beleidigt sein ist dann, dass ich bei ihm übernachte und bei ihr nicht. Oh man… ja ok, das sind wieder ungelegte Eier und wie gesagt, sie wird damit klar kommen müssen. Es ist nicht mein Problem, wenn sie damit nicht klar kommt. Das muss ich mir wohl einfach immer wieder sagen.

8 Gedanken zu “Immer mal was neues

  1. nephi88 schreibt:

    Das Brot sieht aber auch gut aus! Wird Zeit dass du deine Geheimrezepte bloggst, Pizza wie vom Italiener würde ich auch gerne können 😀
    Schön dass es mit deinem Papa so gut läuft und du dort so willkommen bist 🙂 Dass die Vergangenheit mehr und mehr egal wird, ist doch das beste Zeichen dafür, dass dieser Teil jetzt dein Leben bereichert. Deine Mutter wird sich an die Situation gewöhnen. Unterm Strich klingt das so als müsstest du einfach öfter hinfahren um alles gerecht zu werden 🙂

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  2. der brotdoc schreibt:

    Brötchen gehören mit zu den Fortgeschrittenen-Gebäcken, wenn Du sie so fluffig haben willst, wie aus der Bäckerei. Du musst dann nämlich den Teig weicher machen als im Rezept und entsprechendes Geschick beim Formen, sowie ein hochwertiges 550er Mehl haben. Und die Reifezeit muss passen. Sehr schönes Ergebnis fürs zweite Brot!

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    • keschu schreibt:

      Danke schön 😊 das mit den Brötchen hab ich gemerkt. Die am Wochenende waren um Welten besser, als die allerersten, aber trotzdem noch etwas kompakt. Ich übe einfach noch ein bisschen weiter und werde mir noch einen Backstein und Saunasteine besorgen, dann kriege ich nämlich auch mehr Dampf in den Ofen.

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  3. bonniepfotenpuff schreibt:

    Das Brot sieht total lecker aus! Ich bin bei Brot sehr wählerisch und das allermeiste was so verkauft wird schmeckt mir nicht, also esse ich meist kein Brot bzw. hauptsächlich Knäcke (aber auch da ist die Sorte die ich gerne esse, anscheinend schon wieder aus dem Programm…).
    Wirklich schön, dass das der Kontakt zu deinem Papa wieder hergestellt ist. Was deine Mama angeht, würde ich einfach versuchen da offen mit ihr zu sein. Verheimlichen bringt da ja nur mehr Spannung zwischen. Vielleicht schaffst du es ja auch ihr klar zu machen, warum dir das wichtig ist, aber dass das ja auch nicht heißen soll, dass du dich dadurch von ihr abwendest. Was zwischen denen beiden vorgefallen ist, ist deren Geschichte, nicht deine. Kann mir aber vorstellen, dass das schwierig ist, sich dann auf mehrere Leute aufzuteilen und allen gerecht zu werden, so ein Wochenende oder Kurzurlaub ist ja doch immer total schnell rum.

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    • keschu schreibt:

      Mich stört an den meisten Broten, dass so viel Weizenmehl drin ist. Und wenn es Roggenbrote sind, haben sie meistens irgendwelche Körner mit drin, die ich auch nicht wirklich brauche…
      Mit deinen speziellen Vorlieben solltest du auch mal versuchen selbst eins zu backen 😉

      Ja, verheimlichen bringt gar nichts. Nur Stress, wenns rauskommt. Aber die Sache ist, ich will mit meiner Mutter da gar nicht drüber reden. Dann komme ich nur in eine Rechtfertigung. Sie soll es einfach akzeptieren und sich da nicht einmischen.
      Es ist schwierig. Ich muss einfach sehen, wie sich das mit der Zeit einspielt.

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      • bonniepfotenpuff schreibt:

        Ja, wenn wir irgendwann mal wieder eine eigene Küche haben, werde ich mich da mal ran wagen 🙂 Vorher ist mir das zu nervig, weil in der Schwiegereltern-Küche immer alles vollgestellt ist und kochen und backen, dann nicht wirklich Spaß macht.

        Das kann ich verstehen. Vielleicht gewöhnt sie sich mit der Zeit auch einfach an den Gedanken und es ist alles weniger krampfig.

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