12 von 12 im Dezember 2020 – Jahresrückblickedition

Im November war es still um mich. Ich weiß eigentlich gar nicht warum… Na ja, es gab halt irgendwie nichts zu erzählen. Mein Alltag ist ein Einheitsbrei, jeder Tag ist einfach gleich und am nächsten Tag auch schon vergessen. Das klingt negativ, aber eigentlich stört es mich gar nicht so doll.
Momentan stricke und häkle ich viel, weil ich meine Weihnachtsgeschenke fertig bekommen möchte, Sport mach ich da kaum noch. Jetzt sind es schon zwei Wochen ohne… Ach ja, wenn man es einmal einreißen lässt… Im Januar starte ich wieder durch. Wie gesagt, jetzt sind mir die Weihnachtsgeschenke wichtiger.
Ansonsten hatte ich im November eine Woche Urlaub, die sterbenslangweilig war… Ich habe den ganzen Tag Netflix geschaut und war viel verlotterter, als an einem Arbeitstag. Das Home Office gibt mir also doch irgendwie Struktur. 8 Arbeitstage sind es dieses Jahr noch. Was für ein verrücktes Jahr… Das standardmäßige Jahresrückblick-Stöckchen gibt es dann auch wieder, aber heute mache ich schon mal einen kurzen Jahresrückblick in Form der 12 von 12.

Die 12 von 12 hab ich ja eigentlich immer gern gemacht – sofern ich dran gedacht habe… Aber vor allem hab ich sie mir gern bei anderen angeguckt. Da es aber dann doch irgendwie immer die gleichen Motive bei mir sind, hab ich irgendwann damit aufgehört. Jetzt mache ich die 12 von 12 nur noch zu besonderen Anlässen – sofern ich dran denke 😉 Heute also als Jahresrückblick. Drauf gebracht hat mich unser Geschäftsführer, der zur virtuellen Weihnachtsfeier eingeladen und ebenfalls einen Foto-Jahresrückblick gemacht hat.

Januar:
Ich bin krank geworden und lag eine Woche richtig flach. Im April habe ich mich irgendwann gefragt, ob ich vielleicht schon Corona hatte. Ich weiß es nicht. Meine Ärztin hat damals nichts besonderes, außer einem grippalen Infekt festgestellt. An Geschmacks- oder Geruchsverlust kann ich mich nicht erinnern, aber ich weiß, dass es mir hundeelend ging und ich mich eine Woche lang quasi nur in liegender Position befunden habe. Ich bin nicht mal mit Gassi gegangen.
Gegen Corona spricht aber, dass der Namenlose sich nicht angesteckt hat.

Februar:
Im Februar waren wir glücklicherweise noch mal im Urlaub, aber es gab auch noch ein anderes wichtiges Ereignis, nämlich die feierliche Zeugnisübergabe der IHK zum bestandenen Bilanzbuchhalter. Meine beiden Lernmädels und ich haben uns ganz schön einen hinter die Binde gekippt und das ganze ausgiebigst gefeiert. (Als hätten wir geahnt, dass es das letzte Mal für eine sehr lange Zeit sein würde) Die Männer der beiden Mädels haben gut mitgemacht, der Namenlose leider nicht, der hat uns gefahren 😉
In unseren schickimicki Kleidchen und Blazerchen sind wir anschließend noch in einen eher ranzigen Club gegangen, wo es aber immer lustig zugeht. Wir waren halt nur etwas overdressed, aber das war uns ja egal. Am Ende des abends taten mir aber derartig die Füße weh, dass ich meine Schuhe ausgezogen habe und mir dann die Füße vor Kälte weh getan haben, als ich barfuß durch Schneeregenmatsch vom Club zum Auto gewatschelt bin. Aber offenbar habe ich den Kälteschmerz als weniger schlimm empfunden, als den Schmerz, den die Pumps verursacht haben.

März:
Corona kam und blieb. Und ich hatte die letzte Packung Klopapier ergattert! Tja, seit dem weiß ich, wie lange eine Packung Klopapier reicht. 😉 Wahrscheinlich hat eine Packung früher länger gereicht, aber seit Mitte März bin ich ja auch im Home Office und war nur an zwei Tagen zurück im Büro, weil ich diese Talente-Ding im September hatte.

April:
Nach ein paar Wochen im Home Office überkam mich scheinbar eine Art Lagerkoller, denn ich hatte das dringende Bedürfnis, mir die Haare zu färben. Ich weiß nicht wo genau das herkam. Vielleicht waren das auch erste Anflüge von Midlife-Crisis? Keine Ahnung. Auf jeden Fall bin ich aus heutiger Sicht dann doch irgendwie froh, dass sich das alles rückstandslos wieder rausgewaschen hat 😀 So ein ewiger komischer Rotstich, der bei meiner letzten Färbeerfahrung übrig geblieben ist, hätte mich dann jetzt schon ziemlich genervt.

Mai:
Mai war der Monat der Veränderung. Keine Ahnung, vielleicht lags am Frühling oder der frischen Haarfarbe. Auf jeden Fall wollte ich mich plötzlich bewegen. Ich hab also mit Sport angefangen und das auch echt ganz gut durchgezogen. Man hat aber auch tatsächlich nach 4 Wochen gesehen, dass sich mein Körper verändert hat und das hat mich motiviert, dran zu bleiben.
Im September hatte ich dann mal zwei Wochen ein Tief, und grad auch wieder… Im Mai waren meine Prioritäten offenbar etwas anders.

Juni:
Im Sommer sind die Zahlen wieder gesunken und nachdem der Osterbesuch bei meinen Neffen ausgefallen ist, hab ich das im Juni nachgeholt. Meine Schwester musste einen Tag arbeiten, da war ich dann mit meinen Neffen bei meinen Eltern… hach… das Verhältnis zu meiner Mutter wird auch nicht besser. Nach 12 Stunden hatte ich den absoluten Overkill und konnte es nicht länger ertragen, auch wenn ich tagsüber versucht hatte, ihr aus dem Weg zu gehen.

Juli:
Im Juli fing es an, dass die Tage zu Einheitsbrei wurden. Nach dem anfänglich abenteuerlichen Home Office und dem täglichen Bloggen hab ich das schon Ende Mai wieder abgelegt, weil ich gemerkt habe, dass das doch länger so bleibt. Irgendwie hatte ich doch ganz schön naiv gehofft, dass bald alles wieder so wird wie vorher. Auch wenn ich natürlich nie wieder aus dem Home Office weg wollte 😉
Obwohl man sich im Sommer auch wieder mit ein paar Leuten treffen durfte, hab ich das kaum gemacht, denn dieses Abstand halten war immer noch etwas komisch für mich. Wenn man sich begrüßt und verabschiedet und sich dann so blöd gegenübersteht und aus zwei Armlängen Abstand sich zuwinkt… Find ich auch immer noch bescheuert. Und das Ellenbogengeben finde ich auch richtig doof. Also hab ich mich um Juli hauptsächlich um meine Tomaten gekümmert.

August:
Mein großer Neffe wurde eingeschult und ich bin zum zweiten Mal in diesem Jahr mit dem Auto hingefahren. Es ist immer ein Ritt… nach der Fahrt war ich echt richtig im Arsch – ich werde auch älter. Früher bin ich die Strecke durchgefahren. Jetzt muss ich zwischendurch eine Pause machen, weil es echt anstrengend ist.
Noch dazu war es gefühlt das heißeste Wochenende in dem Jahr. Mein Auto hat zeitweise 39 Grad angezeigt und ich hab natürlich die Klimaanlage angemacht. Sonst wäre ich ja gebraten worden. Ein offenes Fenster war ja auch nicht zu ertragen. Und natürlich hab mich auch ordentlich was weggeholt und dann auch erstmal ein paar Tage flach gelegen.

September:
Ich bin unter die Bäcker gegangen und habe angefangen Brot zu backen. Das hat erstaunlich gut geklappt! Leckere, knusprige, frische Bauernbrote… Echt lecker. Als ich die verschiedenen Mehlsorten gekauft hatte, kam ich mir schon ein wenig vor, wie ein Hamster 😀 Und ich glaube ich hab in meinem Leben noch nie so viel Mehl verbraucht, wie in den letzten Monaten.

Oktober:
Allmählich wurden die Temperaturen wieder kühler, die Tage kürzer. Morgens war es schon so dunkel, dass ich Licht zum Arbeiten an machen musste… Still und heimlich wurde es Herbst und uns hat wieder ein Eichhörnchen besucht. Da wir aus dem letzten Jahr noch super viele Walnüsse übrig haben, hab ich die nach und nach dem Eichhörnchen raugelegt, und hab mich immer gefreut, wie ein kleines Kind, wenn es tagsüber kam und die Nüsse weggeschleppt hat. Ein paar hat es in den Blumentöpfen auf dem Balkon verbuddelt und deshalb stehen die da jetzt immer noch rum. Ich möchte nicht verantworlich sein, wenn das Eichhörnchen im Winter seine Nüsse nicht findet 😀

November:
Es wurde immer dunkler, immer kälter… Regnerisch, grau, trüb… Oh, das ein oder andere gibts doch zu erzählen: Der Namenlose hat sein Auto geschrottet, ich hab mal eine Bewerbung geschrieben und es mal rechtzeitig geschafft, Adventskalender und Geburtstagsgeschenke zu verschicken. Wir hatten Jahrestag und haben beide gedacht, es wär schon der 10. aber es wir sind erst 9 Jahre zusammen. Eigentlich stellen wir uns jedes Jahr die Frage, wie lange wir jetzt schon zusammen sind und jedes Jahr denken wir, es wäre schon ein Jahr länger. Ich weiß auch nicht, was uns da immer durch den Kopf geht…

Dezember:
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Im Fernsehen liefen schon die ersten Jahresrückblicke, auf der Weihnachtsfeier gab es auch schon einen… Pünktlich am 1. Dezember gabs bei uns den ersten Schnee und ich muss mich jetzt ein bisschen zusammenreißen, dass ich nächste Woche meine Weihnachtsgeschenke fertig kriege. Nächsten Freitag würde ich gern alles verschicken. Ist vielleicht etwas früh, aber irgendwie habe ich Angst, dass es am Montag vor Heiligabend zeitlich dann doch nicht mehr reicht. Es ist ja jetzt schon so, dass Pakete einen oder sogar zwei Tage länger unterwegs sind, als man das so kennt. Also lieber kein Risiko.
Tschüss, 2020, wir trinken uns dich dann mal schön!

Die anderen Mitmacher der 12 von 12 findet ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen.

5 Gedanken zu “12 von 12 im Dezember 2020 – Jahresrückblickedition

  1. bonniepfotenpuff schreibt:

    Hab gerade auch wieder einen kleinen Durchhänger beim Sport. Allerdings fühle ich mich im Moment auch nicht richtig fit, da kann so eine Pause ja vielleicht auch nicht schaden. Heute habe ich zumindest ein bisschen Yoga gemacht, ist ja auch was.
    Ich werde das Geschenk für meine Nichte auch spätestens am Samstag wegschicken. Wenn es dann nicht pünktlich ist, dann ist das halt so.

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