Corona-Koller

Tag 182 im Home Office

Eigentlich hätte ich ein bisschen was zu erzählen. Eigentlich wollte ich mich auch schon gestern über den Kackmontag aufregen. Aber ich bin so lustlos. Mir gehts irgendwie nicht so gut. Grad hab ich irgendwie ne komische Phase. Ein bisschen depressiv, lustlos, müde, antriebslos, traurig, genervt, unzufrieden… Aber auch selbstmitleidig. Ich weiß auch nicht so genau, woher das kommt. Letzte Woche dachte ich, es wäre einfach PMS, aber das könnte dann ja langsam mal vorbei sein…
Vielleicht ist es allmählich ein Corona-Koller. Mir ist das alles zu viel im Moment, es nervt mich alles. Alles!
Ich will einfach nur meine Ruhe. Ist ja nicht so, dass ich sie nicht den ganzen Tag hätte. Aber ich will sie komplett. Ich will nicht reden, ich will nicht sozial interagieren. Momentan hab ich das Bedürfnis, mich einfach nur in ein dunkles Loch zu verkriechen und zu lesen und in heile Welten zu fliehen. Es ging so weit, dass ich vorletztes Wochenende sogar geguckt hab, was der Wohnungsmarkt so her gibt. Mir ist das alles zu viel, aber ich kann es nicht mal genau bezeichnen. Ich sitze im Home Office, habe keine Kurzarbeit, keine finanziellen Einbußen oder existenzielle Ängste. Ich hab keinen Stress und bin gesund. Und trotzdem ist mir irgendwie alles zu viel.
Ich will alleine sein und meine Ruhe haben. Niemand macht was dreckig, was ich grad geputzt hab, niemand kommt ausgerechnet dann auf die Idee sich den Bart zu stutzen, wenn ich gerade das Bad sauber gemacht habe. Niemand lässt dich Milch draußen stehen, leere Verpackungen liegen, die Toastverpackung offen oder seine Socken rumliegen. Niemand verurteilt mich, wenn ich den ganzen Tag am Handy hänge und Youtube-Videos schaue oder Instagram durchscrolle, niemand zappt ständig durchs Programm, niemand dreht die Lautstärke hoch. Überhaupt macht niemand den Fernseher an.

Ach man… Ich hoffe, das ändert sich stimmungsmäßig bald mal wieder. Ich bin selbst schon von mir genervt.

Neues Jahr, neues…

Tag 166 im Home Office

Auf ein Neues also. Gestern habe ich erfahren, dass der Name Januar sich vom römischen Gott Janus ableitet, der immer mit zwei Gesichtern dargestellt wird, die in verschiedene Richtungen blicken. Janus gilt als Gott des Anfangs und des Endes. So wie Janus in zwei Richtungen schaut, blickt der Januar auch zurück ins alte und nach vorn ins neue Jahr.
Fand ich sehr interessant, das wusste ich noch nicht. Wenn das mal bei Wer wird Millionär gefragt wird, wisst ihr bescheid 😉

Heute ist der erste Arbeitstag im neuen Jahr. Ich tu mich sehr schwer, mich zu konzentrieren. Normalerweise fange ich nach dem Urlaub gern mit einer kurzen Woche an und nehme deshalb meistens Montag und Dienstag auch noch frei. Das geht aber zum Monatsabschluss nicht. Also bin ich heute früh mehr oder weniger frisch ans Werk gegangen…
Aber selbst wenn die Woche kurz wäre, wäre es mir heute wohl schwer gefallen, wieder rein zu kommen. Aber um dem was Positives abzugewinnen: Ich bin froh, dass ich nichts ins Büro musste 😉
Im Februar muss ich dann ein mal ins Büro, weil dann eine obligatorische Brandschutzübung stattfindet. Gut, dass ich das schon seit zwei Wochen weiß, so habe ich tatsächlich genug Zeit, mich darauf einzustellen 😀 Das wird sehr seltsam, wenn ich wieder ins Büro fahre. Aber da mein Arbeitsplatz abgesperrt ist, damit die Abstände eingehalten werden können, werde ich wohl auch nur zur Übung hinfahren, bevor ich mir da also für den einen Tag einen anderen Arbeitsplatz einrichte. Aber in dem Zuge werde ich sicher auch gleich mal das ein oder andere Gedöns aus dem Büro mit nach Hause nehmen. Ich hab zB ein Foto von meinen Neffen dort, das finde ich dann jetzt irgendwie seltsam, wenn ich eh nicht da bin 😉 Ich kann dann auch gleich meinen Tee und meine Tassen mit nach Hause nehmen. Wer weiß nämlich, wann ich mal wieder im Büro einen Tee trinke. Und dann kann ich auch eine Tasse aus der Teeküche verwenden.

Ich hatte jetzt 11 Tage frei, und wie schon im November, kam mir die Zeit unglaublich lang vor. Woran liegt das? ich hab nichts weiter gemacht. Ich hab gehäkelt, Hörbücher gehört, gelesen, Fernsehen geschaut. Wir sind auch nicht weggefahren. Früher ist die Zeit nie so langsam vergangen. Selbst wenn ich im Urlaub nur zu Hause gewesen bin. So langsam hätten früher mal 6 Wochen Sommerferien vergehen sollen! 😉
Ich war in den 11 Tagen auch nur einmal draußen zum einkaufen und auch da brauchte ich nur ein paar wenige Kleinigkeiten, weil ich alles andere ganz gut vorausgeplant und bereits gekauft hatte und außerdem haben wir uns mal wieder eine Hello fresh Box gekauft, somit haben wir uns die große Einkauferei zwischen den Feiertagen geschenkt 🙂
Hello fresh war auch wieder lecker, aber ich muss schon ehrlich sagen, ich finde es verhältnismäßig teuer. Natürlich muss das alles verpackt und verschickt werden, keine Frage. Aber deshalb bestellen wir so eine Box tatsächlich immer nur alle Jubeljahre mal. Viele Rezepte kann man ja trotzdem einsehen, das ist dann doch immer mal eine gute Inspirationsquelle. Die Gerichte von letzter Woche haben auch schon Einzug in unsere Lieblingsrezepte gefunden.

Und noch was: natürlich gabs auch mein jährliches Jahresrückblick-Stöckchen, aber da es nicht im Reader angezeigt wird (warum auch immer…), hat das wohl kaum jemand gesehen. Aber ich will es euch ja nicht vorenthalten 😉 (pf… jetzt, nach Veröffentlichung dieses Beitrags, isser doch im Reader. Das soll einer verstehen…)
Also, alles Gute fürs neue Jahr, vor allem Gesundheit. Und mit 2020 macht was ihr wollt – streichen, vergessen… ich behalte es trotz allem in guter Erinnerung, weil es für mich doch auch vieles Schöne bereit gehalten hat.

The longest time

Dienstag, 14. Juli 2020
Tag 76 im Home Office

So schnell legt man also eine Gewohnheit wieder ab… Da schreib ich hier wochenlang täglich, finde scheinbar immer was zu erzählen, und dann auf einmal gehts aber auch wochenlang ohne…

Kurzer Abriss der vergangenen Wochen:
– Ich bin immer noch im Home Office und will hier nie nie nie wieder weg!

– Ich mache immer noch regelmäßig Sport, auch wenn ich nicht mehr streng nach Plan vorgehe. Manchmal lege ich einfach zwei Trainingstage zusammen oder lasse einen ausfallen.

– Ich treffe mich wenig mit Leuten und gehe an sich wenig raus. Das kommt meinem introvertierten Eigenbrödler-Ich sehr entgegen. Ich finde es zwar schön, mich ab und zu mit Leuten zu treffen, aber wie mir ganz deutlich bewusst wurde, gibt es Menschen in meinem Umfeld, mit denen ein Treffen eher energiezehrend als bereichernd ist.

– Ich lese viel. Ich lese jeden Abend vor dem Einschlafen noch ein paar Seiten und die faulenzigen Wochenenden verbringe ich auch lesend. Wir könnten auch was unternehmen, aber da haben wir beide keine Lust zu, also lese ich.

– Ich häkle wieder und höre dabei mal wieder Harry Potter.

– Ich hab seit Wochen nicht genäht, ach was, seit Monaten. Dabei hab ich so viel Stoff und eigentlich so viele Pläne… Aber ich hab keine Lust. Aber auch das kommt wieder.

– Ich hab das Interview für den Talent-Pool hinter mich gebracht, und es lief ganz gut. Ich hatte ein ziemlich gutes Gefühl hinterher und Neu-Chefin hat sich scheinbar über drei Ecken bei den Beteiligten erkundigt und mein Gefühl trügt scheinbar nicht. Ob ich da nun aber reinkomme, ist trotzdem nicht gewiss. Kommt drauf an, wie gut die ganzen anderen Bewerber sind. Ich kann mich ja nur mit denen vergleichen, die in meiner Bewerberrunde dabei waren.

– In ein paar Wochen wird mein großer Neffe eingeschult und ich werde tatsächlich meinen „Papa“ wieder sehen. Zumindest ist er eingeladen und hat zugesagt. Aber wer weiß, ob er nicht doch kurzfristig absagt. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es aber so aus, als würde ich ihn tatsächlich wiedersehen.
Nachdem ich jetzt ein paar Mal geheult hab deswegen, weil diese Vorstellung einfach irgendwie überwältigend ist, gehts mir gut mit dem Gedanken und ich freu mich. Ich weiß nicht, ob wir uns irgendwas zu sagen haben werden, ich weiß auch nicht, wie ich ihm gegenüber treten soll. Soll ich ihn umarmen? Ihm die Hand geben? Meine Mutter wird erwarten, dass ich ihn ignoriere, schätze ich…
Das macht mich grad ein bisschen fertig, dass sie erwarten wird, dass ich ihn mit dem Arsch nicht angucke. Nur weil sie immer noch in ihrem Stolz verletzt ist, sich nicht reflektieren kann und damit nicht abschließen kann. Sie hat immer noch so einen Groll auf ihn und ich befürchte, dass sie das auch von mir erwartet. Dass ich auf ihrer Seite stehe…
Das nervt mich ziemlich, dass ich mir darum Gedanken mache!
Na ja, ich lass es auf mich zukommen. Wenn ich da beim letzten Besuch bei meiner Schwester schon mal drüber nachgedacht hätte, dann hätte man vielleicht schon mal vorab ein Treffen organisieren können…
Hätte hätte. Ich muss es jetzt einfach auf mich zukommen lassen.

Ansonsten passiert bei mir echt nix aufregendes, nix neues. Es wechseln sich Lethargie-Phasen in denen ich fast ein bisschen depressiv bin mit Phasen ab, in denen ich gut drauf und motiviert bin. Es gibt Momente, in denen ich so viel in Frage stelle… Ich weiß nicht, ob das ausgeprägter ist, als früher, wenn ja, ob das durch Corona so ist oder ob ich einfach langsam eine Midlife-Crisis bekomme…

All good things (come to an end)

Mittwoch, 20. Mai 2020
Tag 42 im Home Office

42, die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.
Ist Home Office die Antwort auf alles?
Ich möchte kurz betonen, dass nach zwei Monaten Home Office meine Neurodermitis vollständig weg ist. Und dass ich mega entspannt und gelassen bin.

Das mit dem Home Office wird bei uns noch eine Weile so bleiben und ich werde nicht eine der ersten sein, die zurück muss. Meine Befürchtung war, dass ich wieder dort hin muss, weil ich keine Kinder habe und nicht in der Risikogruppe bin.
Aber die Rückkehr ins Büro findet auf freiwilliger Ebene statt. Es werden vorerst auch nur maximal 5 Leute gleichzeitig im Büro sein dürfen. Aber nicht vor dem 2. Juni. Bis dahin gelten noch die alten Maßnahmen.
Mein Arbeitgeber wollte den Mitarbeitern Masken zur Verfügung stellen, bisher sind die aber noch nicht da. Das ist scheinbar einer der Gründe, wieso wir noch immer von zu Hause arbeiten sollen.
Im Büro wurden Laufwege in Treppenhäusern gekennzeichnet, Abstandslinien vor den Aufzügen aufgeklebt und überall hängen Schilder, die an die Abstandsregeln erinnern. Noch dazu wurden vom Gebäudedienst Arbeitsplätze abgesperrt und diese Absperrung ist streng zu befolgen. Daran darf auch nichts eigenmächtig geändert werden.
Mein Arbeitsplatz ist (leider leider 😉) einer der abgesperrten Arbeitsplätze. Somit müsste ich mir auf jeden Fall einen anderen Tisch zum arbeiten suchen, wenn ich ins Büro gehe. Aber da die Rückkehr nachher sowieso auf maximal 5 Leute beschränkt ist und freiwillig ist, wird sich für mich hier vorerst nichts ändern. Ich bleibe so lange zu Hause, wie es geht. Meine Arbeit ist dadurch in keinster Weise eingeschränkt. Ich bin dadurch in keinster Weise eingeschränkt. Ganz im Gegenteil!

Und damit beende ich mein tägliches Home-Office-Update. So langsam wusste ich nämlich schon gar nicht mehr, was ich noch so erzählen soll 😉

Who let the dogs out?

Freitag, 8. Mai 2020
Tag 34 im Home Office

Gestern wurde doch noch ein wenig spektakulär – leider. Hundipups hat sich beim Gassi gehen verletzt und wir mussten abends um 8 noch mal zum Tierarzt. Dieser Mann ist auch echt zu gut für diese Welt. Die Alternative wäre gewesen, in die Tierklinik zu fahren. Aber das ist uns erspart geblieben. Dort hätten wir bestimmt, wie in der Notaufnahme, erstmal ewig warten müssen. Aber wir konnten um 8 kurz zum Tierarzt hinfahren, er hat die abgeknickte Daumenkralle gezogen und dann waren wir nach 3 Minuten fertig.
Und weil wir grad da waren hat er sich auch das Humpelproblem vom Humpelhund angeschaut. In letzter Zeit war es besser geworden. Sie hat nicht mehr nach jedem Aufstehen gehumpelt und wenn, dann auch nicht mehr so doll. Man hat es eigentlich fast gar nicht mehr gesehen, daher dachte ich, es wäre besser geworden. Hundi hatte leider verstopfte Analdrüsen, die leider auch schon angefangen haben sich zu entzünden. Nicht so appetitlich 😉 Der Tierarzt meinte, es könnte davon sein. Nächste Woche müssen wir noch mal hin, dann drückt er sie noch mal aus und dann sehen wir weiter. Wenn es nicht davon kam, dann kann es langsam wohl auch einfach altersbedingt sein. Ich bin gespannt.

Der Abend war für den Hund gestern natürlich gelaufen. Sie wollte auch nicht mehr bei uns liegen, sondern hat sich relativ schnell ins Arbeitszimmer verzogen, wo sie immer schläft. Normalerweise geht sie dann irgendwann nachts oder früh morgens wieder zurück in ihr Körbchen im Wohnzimmer. Heute früh lag sie immer noch im Arbeitszimmer und ist erst nach Aufforderung aufgestanden.
Das war dann wohl hoffentlich genug Aufregung für die nächsten Monate!

Heute ist es bisher ansonsten so unspektakulär wie gestern. Laut Ankündigung sollte mein Stoffpaket heute kommen, dann hätte ich noch ein paar Masken nähen können. Ist ja nicht so, dass ich im Moment täglich eine bräuchte, aber ich will welche zum Wechseln haben. Und vor allem will ich schöne Masken haben 😉
Aber DHL war heute nicht in der Lage das Paket zuzustellen. Gründe: kein Zugang zum Gebäude, kein Schild an der Klingel oder Empfänger verzogen. Pf… stimmt alles nicht. Außerdem war ja vorgestern grad einer da und hat das Burgerfreundepaket zugestellt! Joa… danke dann…
Also nix mit nähen, dann können wir ja, je nach Wetter, mal einen Garteneinsatz machen… Wir müssen da dringend mal das ein oder andere Unkraut entfernen. Ich hasse Gartenarbeit…

Games people play

Mittwoch, 6. Mai 2020
Tag 32 im Home Office

Es gibt einen neuen „Kettenbrief“ im Social Media. Jetzt gehts ums trinken. Man filmt sich dabei, wie man erst etwas „Hartes“ zur „Desinfektion“ trinkt, danach ein Bier und zum Abschluss noch einen Schnaps. Und dann schickt man dieses Video an 5 Freunde, mit denen man mal wieder gern zusammen trinken möchte und nominiert sie damit, ebenfalls so ein Video zu machen. Und wenn man es nicht macht, schuldet man demjenigen einen Kasten Bier.

Oh man… so ein Blödsinn. Das ist ja so auch kein „zusammen trinken“, wenn man es allein vor der Kamera macht. Und überhaupt, ich möchte doch nicht zwei Schnäpse und ein Bier exen. Denn darauf läuft es hinaus, wie lang soll denn sonst das Video werden?? Ich kann auch kein Bier exen, dann krieg ich Schluckauf und außerdem möchte ich es genießen.
Jetzt bin ich also der Spielverderber, der bei sowas wieder nicht mitmacht. Na ja, dann ist es halt so. Wäre nicht das erste mal. Kettenbriefe werden eigentlich immer von mir unterbrochen.
Ich fand es als Kind schon blöd. „Schicke diesen Brief an 10 Freunde…“ so viele hatte ich gar nicht. Und außerdem war ich immer eine der letzten, die so einen Brief bekommen hat und dann waren ja auch keine 10 mehr übrig, die diesen Brief noch nicht hatten. Ein zweites Mal wollte keiner diesen Brief.
Na ja und heute… Ehrlich gesagt würden mir da jetzt auch keine 5 Freunde einfallen, denen ich diesen Video-Kettenbrief schicken würde 😉
Höchstens die Burgerfreunde.

Von denen haben wir gestern ein Care-Paket bekommen, damit wir sie nicht vergessen. Wie könnten wir denn?!? 😀 In dem Paket war für alle was dabei: Leckerli fürs Hundi, Pechkekse, Gummibärchen-Hamburger und verschiedene Süßigkeiten für uns, ein Mini-Vodak und Energy, Konfettibomben (die wir auf jeden Fall mit zu denen nach Hause nehmen, wenn wir mal wieder hin dürfen!!!!) und das „Beste“: Groschenromane 😀 für den Namenlosen ein Wild-West-Roman mit Cowboys und für mich natürlich eine Liebesschnulze, die tausendmal schlimmer ist als Rosamunde Pilcher und Nicholas Sparks zusammen 😀
Also wenn man solche Freunde hat, braucht man keine Feinde mehr 😉 Für mich waren in dem Paket noch schreckliche Labels mit Einhörnern und Regenbogen drauf und „handmade with love“ und so, die man sich an seine Klamotten nähen kann… Frau Burger bekommt also von mir noch eine Maske, wo sämtliche dieser Labels darauf genäht werden. Sie hat es nicht anders gewollt 😀
Irgendwas werden wir uns für die beiden noch überlegen 😉

Good day sunshine

Montag, 4. Mai 2020
Tag 30 im Home Office

Ich habe am Donnerstag ganz vergessen, das Futter der letzten Wochen aufzulisten, als Inspiration für alle Corona-Köche da draußen 😉 Und wer die gesammelten Werke noch mal sehen will, kann auch in meiner neuen Rezeptliste schauen. So hab ich nämlich auch alles auf einen Blick, wenn ich im Supermarkt stehe und nicht weiß, was ich kaufen soll. Das kommt jetzt zwar eigentlich nicht mehr vor, weil ich ja jetzt immer einen Plan mache, aber vielleicht muss ich ja mal kurzfristig umdisponieren.
Es gab folgendes:
Möhrenpfanne mit Bratwurst
Ofensüßkartoffeln mit Ziegenkäsequark (für den Namenlosen noch ein Rumpsteak dazu)
– Ofenschafskäse mit Gemüse und Hähnchenbrust
– Rumpsteak und Salat
– Spaghetti Bolognese (schon wieder)
– Kartoffelsalat (nicht selbst gemacht) und Würstchen
– Thai-Curry vom Thai-Imbiss und
– Döner

Heute haben wir noch Reste und morgen mach ich dann einen neuen Essensplan und gehe wieder einkaufen. Durch Döner und Thai holen war ich letzte Woche sogar 3x draußen 😉 abgesehen vom Gassigehen.

Dem Nähen hab ich am Wochenende auch wieder vermehrt gefröhnt. Ich habe nämlich noch eine halbfertige Tasche aus meinen Näh-Anfangszeiten gefunden. Die hab ich aufgetrennt. Es waren zwei Stoffe, einer mit Dreiecken und einer mit Sreifen. Aus dem Streifenstoff hab ich eine runde Maske genäht und mein innerer Streifenmonk ist vor Freude im (gleichseitigen) Dreieck gesprungen, weil alle Streifen in der Mitte perfekt aufeinander getroffen sind 😀 Aus dem restlichen Stoff habe ich Topflappen genäht. Erst gepatchworkt und dann gequiltet. Damit ist auch der Gedanke an eine Quilt-Decke gestorben, denn das ist mir viel zu aufwändig 😉 Aber ich glaube ein paar Topflappen mach ich trotzdem noch und verschenke sie mal wieder in der Familie 😀

Ich bin ziemlich gut drauf seit ein paar Tagen und ich hoffe, das hält sich noch eine Weile. Auch die Arbeit lief bisher heute sehr gut. Es ist wieder der 1. im neuen Monat und es ist wieder superviel zu tun. Aber bisher lief alles fehlerfrei, sodass mir Fehlersuch- und Korrekturaufwand erspart geblieben ist. Mal schauen, was der restliche Tag noch so bringt. Sonnenschein wohl eher nicht, aber das trübt meine Stimmung heute gar nicht!

Take me where the sun is shining

Mittwoch, 29. April 2020
Tag 28 im Home Office

Gestern Abend haben wir eine Doku über Schottland gesehen… hach, da verfalle ich wieder ins Träumen, vom Urlaub dort, vom Auswandern dorthin… hach ja 🙂 Es fällt mir schwer, mich in Geduld zu üben… Ich wüsste so gern, wann das alles vorbei ist, wann man wieder in den Urlaub fahren kann. Können wir im Oktober nach London?? Wann wird man das wissen? Da ist sie wieder, die Ungewissheit…

Gestern war ich das erste mal mit Maske einkaufen… Es war erst komisch, aber das ging schnell vorbei, weil man ja jetzt muss. Letzte Woche wäre ich mir vielleicht länger komisch vorgekommen. Zu Anfang war es nervig, weil ich es nicht hinbekommen hab, die Maske so anzuziehen, dass mir nicht ständig die Brille beschlägt. Obwohl ich eine mit Nasenbügel habe. Als ich es dann hatte, ging es eigentlich. Aber zum Ende hin (und ich war höchstes eine dreiviertel Stunde in dem Laden) hatte ich das Gefühl, dass die Maske undurchlässiger wurde. Das Atmen fiel mir schwerer, ich hatte das Bedürfnis tiefer einzuatmen, was dazu führte, dass die Maske sich an mein Gesicht gesaugt hat, was auch etwas nervig war. Ich weiß nicht, ob das einfach nur Kopfsache war oder ob die warme, feuchte Atemluft die Durchlässigkeit des Stoffs wirklich beeinträchtigt hat… Ich hoffe zumindest, dass mein Stoffpaket bald kommt, denn der Hemdenstoff ist vielleicht auch einfach zu dicht gewebt und daher nicht so super für die Masken geeignet.
Auf jeden Fall kann ich mir wirklich nicht vorstellen, so ein Ding den ganzen Tag im Büro zu tragen. Hut ab vor allen Menschen, die das auf der Arbeit schon immer müssen.
Meine Schwester meinte übrigen, dass das Brillebeschlagen mit den Einwegmasken nicht so schlimm ist. Ich hab sie nämlich gestern erstmal gefragt, wie sie ihren Arbeitsalltag so überleben kann 😉
Für alle Brillenträger ein Trick, den ich aber noch nicht ausprobiert habe: Man soll die Brille mit Seife waschen, dann hilft angeblich dagegen. Ich hab da jetzt schon zwei Varianten gehört. Entweder mit Seife waschen und polieren oder mit Seife einreiben und polieren. Ich probiere beides mal aus.
Wer sonst Tipps gegen beschlagene Brillengläser hat, immer her damit!

Sewing me, sewing you ;)

Montag, 27. April 2020
Tag 26 im Home Office

Die Zeit verging heute mal wie im Flug, weil viel zu tun war. Jetzt ist alles erledigt, ich habe meine Zeit ausgestochen, aber möchte meinen täglichen Home-Office-Bericht nicht versäumen.
Das Wochenende war gar nicht so furchtbar langweilig, obwohl ich nicht viel gemacht habe. Aber ich fand es dieses mal nicht so frustrierend. Der Namenlose war Samstag und den halben Sonntag in der Firma – er entwickelt neue Produktideen. Irgendwie muss er Umsatz generieren… Er merkt einen Rückgang in der Auftragslage. Seine Mitarbeiter sind auf Kurzarbeit gesetzt, er arbeitet gefühlt doppelt so viel wie vorher… Aber so ist das als Selbstständiger. Zumindest hat er Ideen und er setzt sie um. Jetzt hoffen wir, dass es ankommt.

Ich hab am Wochenende natürlich auch Masken genäht. Morgen oder übermorgen muss ich einkaufen… Dann brauch ich auf jeden Fall eine Maske.
Der Stoff vom Kleideroberteil hat für so eine runde Maske gereicht. Aber so richtig gut finde ich die nicht. Ich werde wohl einfach die „normalen“ mit den Falten nähen. Die sind auch einfacher zu nähen. Vom Namenlosen hab ich ein Hemd aussortiert, das er in den ganzen 8 Jahre bestimmt noch nie anhatte. Es ist war nämlich ein kurzärmeliges Hemd, aber er trägt keine kurzärmeligen Hemden.
Ein bisschen Skrupel hatte ich, es zu zerschneiden. Bei ein paar Nähten hab ich mir sogar die Mühe gemacht und sie aufgetrennt, um zu sehen, wie es genäht war. Ziemlich gut gemacht und ehrlich schade, daraus jetzt Masken zu machen… Aber wie gesagt, er hat das Hemd eh nie getragen.

Gilt die Maskenpflicht dann eigentlich auch unter Kollegen? Der Namenlose hat seine Maske heute mitgenommen, eine Mitarbeiterin ist da. Eigentlich müssten beide eine tragen, oder? Und wenn ich nächste Woche ins Büro zurück müsste, dann müsste ich wohl auch eine tragen… Ich bin ja echt gespannt, was das dann wird. Ich denke mal übermorgen werde ich Bescheid bekommen… Drückt mir die Daumen 😉

Und jetzt näh ich noch ein paar Masken.

Spending my time

Montag, 20. April 2020
Tag 21 im Home Office

Es ist schon wieder Montag. Die 6. Woche im Home Office beginnt.
Heute habe ich meinen ersten fremden sozialen Kontakt seit 6 Wochen gehabt. Unser Kühlschrank war kaputt und heute kam jemand, um ihn zu reparieren. Im Thermostat war Feuchtigkeit, ich hoffe, das war tatsächlich das Problem. Der Kühlschrank hat ständig eine Fehlermeldung gegeben und gepiepst, das war echt nervig. Manchmal hat er dann aufgehört zu piepsen, aber dann hatte er auch aufgehört zu kühlen.
Jetzt ist das Thermostat trocken, die Kühlschrankböden sind in der Spülmaschine und dann kann ich gleich wieder alles einräumen. Bloß gut, dass ich am Freitag nur einen kleinen Einkauf gemacht hatte. Ich musste nämlich den ganzen Kühlschrank ausräumen, damit der Monteur an die Thermostate dran kam.

Ja, jetzt ist er weg, die Spüma läuft und ich bilde mir die ganze Zeit ein, das Piepsen immer noch zu hören…

Am Wochenende hab ich ein bisschen an einer Bluse weiter genäht. Aber ich frage mich, was ich da beim Zuschnitt gemacht habe. Das Rückenteil ist länger als das Vorderteil… Das ist jetzt nicht furchtbar schlimm, das kann man auf eine Länge kürzen (sofern das Vorderteil jetzt nicht zu kurz geworden ist…), aber leider hat der Stoff ein Muster, und ich habe es eigentlich so zugeschnitten, dass es an den Seiten passen sollte. Dadurch dass jetzt aber hinten länger ist, ist das Muster jetzt also um genau das zu lange Stück verschoben. Das geht mir auf den Keks und deshalb hab ich dann nicht weiter genäht. Und was anderes hab ich gerade nicht zu nähen. Ich müsste erst zuschneiden. Und zuschneiden ist die ätzendste Arbeit am Nähen. Ich hätte gern schon alle Teile fertig, das wär super 😉
Aber vielleicht mach ich das jetzt einfach mal. Es ist wahrscheinlich nur ein Drangehen. Wie mit dem Spazieren auch. Wenn ich nämlich erstmal unterwegs bin, find ich es schön draußen.

Einkaufen am Freitag war übrigens ziemlich ätzend. Es war ganz schön voll und es gab einfach so viele rücksichtslose Leute, die keinen Abstand gehalten haben… Deshalb habe ich das Einkaufen so kurz wie möglich gehalten, und nur fürs Wochenende eingekauft. Dann muss ich zwar morgen schon wieder einkaufen, aber ich hoffe, dass es dann leerer ist, wie auch an den anderen Tagen, wenn ich einkaufen war.

Walking on sunshine

Freitag, 17. April 2020
Tag 20 im Home Office

Ich war gestern Spargel kaufen! Yay! Endlich mal wieder draußen. Es war ja unglaublich warm. Da hätte ich sogar ein Kleid anziehen können, aber als ich zum Test auf dem Balkon war, kam es mir zu kühl dafür vor. Unterwegs hab ich dann aber schon ganz schön geschwitzt.
Der Hund hat sich auch gefreut, die durfte nämlich mit 🙂
Abends hat sie mir allerdings Sorgen gemacht, sie hat nämlich jedes Mal wenn sie aufgestanden ist, erstmal kurz gehumpelt. Vermutlich wird sie langsam einfach alt… Armes Hundi. Heute Morgen schien wieder alles ok gewesen zu sein. Keine Humpelei nach dem Aufstehen. Das müssen wir aber mal beobachten, nicht dass sie was mit der Hüfte hat.

Eigentlich hatte ich gestern so viel Spargel gekauft, dass ich von dem Rest heute Spargelsuppe machen wollte, aber dann haben wir doch gestern alles aufgegessen.
Das bedeutet, dass ich gleich noch einkaufen gehen muss. Hoffentlich ist nicht so viel los… Und wenn ich dann zurück bin, gestatte ich mir ein Faulenzer-Wochenende, falls ich keine Lust hab, aktiv zu werden.

Und zur Futter-Inspiration gibts hier noch unseren Speiseplan der letzten Woche:
Nudelauflauf mit Cherrytomaten und Mozzarella
Hähnchencurry mit Kichererbsen und Mango
– süß-saure Eier (ist im Grunde wie Senfeier)
– Cevapcici mit Djuvecreis
– Schnitzel mit Spargel und Sauce Hollondaise

Heute gibts Chili con carne.

Update: Haare & Futter

Mein Geist schrie also nach Veränderung. Irgendwie musste ich mal wieder ausbrechen, mal wieder tun, was keiner erwartet und mir auch offenbar nicht wirklich zutraut. Eine Freundin war ziemlich überrascht, als ich ihr eben ein Foto von meinen neuen Haaren gezeigt habe. „Du hast es wirklich gemacht!“
Ja… Hast du mir nicht geglaubt?
Meine Omi ist schockiert. Wie kann ich denn die schönen goldenen Haare… Die sind so selten und sowas Besonderes. Jetzt hab ich ja eine so gewöhnliche Haarfarbe, die ja jeder hat… Ach ja, meine Omi… Die ist echt ein Fall für sich.
Was hätte sie bloß gesagt, wenn ich doch grün gefärbt hätte??

Also das mit dem grün hab ich gestetet auf einem Haarbüschel aus der Bürste. Es sollte eigentlich ein blaugrün werden, aber mit meinen roten Haaren als Basis sah es aus wie eine Mischung aus grau und straßenköterblond mit verpfuschter Blondierung, die dann grün geworden ist. Es war einfach nur ein bräunlich-schmutziger graugrünlicher Farbton und ich war ziemlich froh, dass ich es wirklich auf dem Haarbüschel getestet hatte. Ich hatte es ja befürchtet.
Und genau deshalb hatte ich auch gleich noch eine Packung rot gekauft. Rot hatte ich schon mal, da wusste ich, dass es farblich was wird und mir gefallen wird und auch als Veränderung erstmal ausreicht.
Angeblich wäscht die Farbe sich nach 12-15 Haarwäschen raus, aber das bezweifle ich ein bisschen. Ich weiß von damals, dass diese Rotpigmente sehr hartnäckig sind.

So und dann gibt’s noch ein Futter-Update. Letzte Woche gab es folgendes:
– Marinierte Hähnchenbrust und grünen Salat
Kartoffel-Brokkoli-Gratin mit Schinken
– Grillhähnchen mit Farmersalat (nicht selbst gemacht, sondern vom Hähnchenmann)
– Kartoffelsuppe mit Würstchen
– Schnitzel mit Frankfurter grüner Soße und Bratkartoffeln

Heute gibt’s Frikassee und die übrige Brühe wird morgen für ein Risotto verwendet.

How bizarre

Donnerstag, 2. April 2020
Tag 13 im Home Office

Langsam mache ich mir Sorgen, was passiert, wenn ich zurück ins Büro muss. Ich genieße die absolute Stille hier dermaßen, dass ich echt Angst vor der Geräuschkulisse habe, wenn die Zeit im Home Office vorbei ist. Und sie wird irgendwann vorbei sein und in der Art nicht wieder kommen, denn unser Geschäftsführer ist ein absoluter Home-Office-Gegner. Als es Ende letzter Woche darum ging, ob die geplanten 2 Wochen verlängert werden sollen, hat er gesagt, dass sie sich natürlich an die Empfehlungen von Regierung&Co. halten, aber „je weniger Home Office, desto besser natürlich“.

Bei uns bricht außerdem gerade eine ganz üble Diskussion über geplante Urlaube aus. Hab ich ja letztens schon mal kurz angerissen, aber was sich da jetzt für menschliche Abgründe auftun… Was bin ich erneut froh, dass ich diese Diskussionen nicht komplett mitbekommen muss. Das was ich über den Firmenchat mitbekomme, reicht mir schon. Wie trotzig und angepisst manche deswegen sind!!
„Das kotzt mich an!“ – „Was soll denn das?? Das ist doch kein Urlaub!“ – „Es hieß doch immer, dass jederzeit verschieben können…“ – „Ich bin doch nicht bescheuert und nehme jetzt meinen Urlaub!“ – „Das seh ich gar nicht ein!“
Und ich wette, einige denken dann schon darüber nach, womit sie sich krank melden können, damit sie den Urlaub zurück kriegen.

Geplanter und genehmigter Urlaub ist fix und nicht änderbar. Wenn der Arbeitgeber Verschiebungen zulässt, dann aus reiner Kulanz.
Auch wir müssen natürlich zum Ende des Jahres unsere Urlaubsplanung für das kommende Jahr abgeben, damit der Betriebsrat das auch prüfen kann. Bisher, unter Alt-Chefs Regiment, war es aber immer so, dass diese Planung nicht in Stein gemeißelt war. Er hat es uns immer erlaubt, die Urlaube zu verschieben, solange es unter uns geklärt und eine Vertretung sichergestellt war.
Neu-Chefin hätte das sicherlich auch so gehandhabt, allerdings haben wir jetzt Corona. Und natürlich will der Arbeitgeber vermeiden, dass jeder seinen Osterurlaub verschiebt. Denn natürlich will ja jeder was von seinem Urlaub haben und nicht in Zeiten von Kontaktverbot auf Balkonien eingesperrt sein.
Kann ich grundsätzlich verstehen. Allerdings ist Urlaub zur Erholung da. Und nur, weil wir von zu Hause arbeiten, heißt das nicht, dass wir jetzt keine Erholung mehr brauchen. Wir arbeiten trotzdem. Und außerdem, wohin wollen sie denn ihren Urlaub verschieben? Am besten in die Zeit, wenn man wieder vor die Tür gehen darf! Joa… und wann ist das??
Wir hatten letzte Woche eine kurze Telko mit allen Bürokollegen, um sich halt mal gehört zu haben und sich etwas auszutauschen, was so die Woche über ansteht, wie es läuft und allen geht. Da fing die Diskussion ja schon an. Und gestern hat selbst der Betriebsrat eine Info rumgeschickt, dass Urlaube nicht verschoben werden.
Wenn das nämlich einer genehmigt bekommt und sich die ganze Sache rumspricht, dann wollen das natürlich alle. Also sagt der Arbeitgeber strikt, dass geplanter Urlaub so zu nehmen ist, wie er genehmigt wurde. Ich finde das konsequent und gut! Ansonsten schieben alle ihren Urlaub. Erst auf Mai, dann auf Juni… und irgendwann sind alle gleichzeitig weg.

Hach… Da bin ich so weit vom Büro weg und rege mich trotzdem über die Kollegen auf. 🙄
Also zu was erfreulicherem: Gestern war ich bei strahlendem Sonnenschein unterwegs zum abgeschiedenen Lidl, wo ich auch letzte Woche war. Und es war wieder ziemlich leer dort und es gab alles! Klopapier, Reis, Nudeln, Aufbackbrötchen, Fleisch, Milch und Dosentomaten. Ich habe kein Klopapier gekauft, weil wir noch genug haben und ich mich dem Hamsterwahn nicht hingeben möchte. Trotzdem hab ich noch eine Packung Spaghetti und Fussili mitgenommen, obwohl wir noch Nudeln haben und ich für die nächste Woche kein Nudelgericht geplant habe… So ganz lässt sich der Hamsterwahn also nicht abstellen. Man ist doch zu sehr von den ganzen Bildern von leeren Regalen beeinflusst. Rational denkend stand ich da im Laden und dachte „Du hast noch drei Päckchen Fussili zu Hause. Und mindestens 2x Spaghetti.“ Und dann schaltete sich mein Hirn aus: „Ich nehm mal lieber von jedem noch ein Päckchen mit!“ 🤦🏼‍♀️🤷🏼‍♀️

Du hast die Haare schön

Mittwoch, 25. März 2020
Tag 7 im Home Office

Gestern hatte ich mein Mitarbeitergespräch. Meine Beurteilung ist ziemlich gut ausgefallen. Um nicht zu sagen hervorragend. Eigentlich bin ich in allen Bereichen überdurchschnittlich gut beurteilt worden, was mich natürlich freut. Aber irgendwie ist es auch ein bisschen übertrieben.
Ich mein, ich weiß, dass ich gute Arbeit leiste, dass ich zuverlässig bin und dass ich keinen Scheiß abgebe. Was ich mache, hat Hand und Fuß und ist richtig, zügig und ordentlich. Aber trotzdem… das grenzte schon an Bauchpinselei und ich weiß auch warum: Weil ich nämlich nicht den Haken für Entwicklungsmöglichkeiten bekommen habe. Den hatte mein alter Chef mir letztes Jahr schon nicht gegeben. Er hätte zwei andere vorgesehen (ich frag mich heute noch, wer damals der zweite war) und ich würde ihn auf jeden Fall dieses Jahr bekommen.
Nun ist Alt-Chef aber nicht mehr da und Neu-Chefin (immer noch nicht offiziell übrigens), wollte mir den nicht geben. Sie hätte zwei andere vorgesehen (WER, verdammt???), aber ich würde ihn auf jeden Fall nächstes Jahr bekommen.

Früher hätte ich meine Klappe gehalten. Früher hätte ich mich nicht getraut, was zu sagen, weil ja die Beurteilung so super ist. Das ist ja, als würde man ein Haar in der Suppe suchen. Also hätte ich gesagt, dass es ok wäre und hätte mich in Grund und Boden geärgert.
Aber ich bin nicht mehr wie früher. Gestern hab ich ihr gesagt, dass mir Alt-Chef genau das letztes Jahr auch schon gesagt hatte und dass ich das nicht so toll finde.

Heute früh bekam ich dann die Info, dass ich diesen Haken doch bekomme.
Ob das jetzt tatsächlich was bewirkt, das sei mal dahin gestellt. Zumindest komme ich aber in eine Art Talent-Pool und so hat man dann auch mal eher die Möglichkeit, zB. Job Visits zu machen, weil man „sichtbarer“ ist. Diese ganze Vitamin-B-Scheiße geht mir ja eigentlich ziemlich auf den Sack, aber anders geht es bei uns eben nicht. Eigentlich will ich ja schon länger mal ins Controlling und gucken, was da so abgeht. Ich glaube Controlling liegt mir mehr als Buchhaltung. Also abwarten. Solange die Situation aber ist, wie sie ist, wird das sowieso nichts mit Job Visits.

Trotz dieser guten Nachricht bin ich heute aber ziemlich unmotiviert. Mir ist kalt und eigentlich will ich mich nur auf die Couch verziehen und mein Schnulzbuch weiterlesen, in dem es eine so schöne heile Welt gibt… :-/

Einkaufen war gestern gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Die Idee, zu diesem etwas abgelegenen Lidl zu fahren, war vielleicht genau richtig. Vielleicht wäre aber auch in dem anderen wenig los gewesen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall waren da gestern nur 6 Autos auf dem Parkplatz und eben sehr wenig Leute im Laden.
Es war eigentlich ganz entspannt. Niemand hat gedrängelt, fast alle haben Abstand gehalten. Zumindest an der Kasse sind dann aber alle an den aufgeklebten Abstandsstreifen am Boden stehen geblieben und haben gewartet. Klopapier gabs natürlich nicht mehr, aber ich brauche ja noch kein neues. Ansonsten habe ich fast alles bekommen, was auf meiner Liste stand und deshalb hab ich auf dem Heimweg noch kurz bei einem Aldi angehalten, der ebenfalls ziemlich leer war.
Wenn ich so drüber nachdenke, war es wohl doch ganz gut, nicht montags und nicht früh einkaufen zu gehen. Ich schätze, gestern war es voll, weil viele nach dem Wochenende nichts mehr hatten, und morgens ist es bestimmt auch voll, weil alle Leute als erstes da sein wollen, weil ja dann potentiell die Regale noch voll sind.

Aber ehrlich, man muss sich da eigentlich wirklich keine Sorgen machen. Es gibt alles. Und ansonsten muss man eben mal ein bisschen umdisponieren. Dann macht man statt Erbsensuppe eben Linsensuppe.

Ich war trotz allem überrascht, wie viele Autos ich unterwegs getroffen habe. Es war zwar halb vier, also wahrscheinlich der Feierabendverkehr, aber ich hatte eigentlich gar nicht den Eindruck, dass weniger Menschen als sonst unterwegs sind.

Abends hab ich dann dem Namenlosen die Haare geschnitten! 😀 Als Frau hab ich zumindest das Problem nicht. Wenn meine Haare jetzt wachsen, dann ist das schon ok. Der Bob wächst halt einfach raus und ich mache dann einen Zopf. Aber er sah schon wieder aus wie ein Wischmopp. Auf seine Haare bin ich ja echt neidisch. Die sind so voll und so dick… aber wenn sie bei ihm zu lang werden, sieht es halt ein bisschen wild aus. Er müsste wohl länger durchhalten, dann wärs irgendwann bestimmt wieder gut, aber er ist nicht so der Typ für längere Haare 😉 Also musste die Wolle gestern runter.
Bloß gut, dass wir eine Schermaschine für den Hund haben 😀 sein Bartschneider hat das nämlich nicht geschafft.
Also zuerst hinten und an den Seiten kürzer scheren und oben hab ich dann beherzt die Schere genommen 😀 ist aber tatsächlich ganz gut geworden 🙂
Aber ich bin ja auch erfahren, was das angeht. Mit 22 oder so hab ich mir die Haare mal selbst kurz geschnitten, nachdem mein damaliger Freund Schluss gemacht hatte. Einer Freundin hab ich sie später dann auch kurz geschnitten. Meiner Schwester hab ich öfter den Pony geschnitten und als meine Haare später wieder lang waren, hab ich die Spitzen eigentlich immer nur selbst geschnitten, weil ich nicht eingesehen hab, beim Friseur 30 Euro dafür zu bezahlen.

Vielleicht machen wir wenn wir auswandern dann doch kein Katzen-Café auf, sondern einen Friseur. Offenbar hab ich meinen Beruf verfehlt 😀

Feeling good – Home-Office-Gelassenheit #2

Mittwoch, 18. März 2020
Tag 2 im Home Office

Mir ist langweilig.

WAR EIN WITZ! 😉

Nachher sollte ich mal den Schreibtisch aufräumen. Da liegt noch der ganze Nähkram rum. Ich muss mal schauen, wie ich das dann mache, weil ich ja auch nähen möchte. Also muss ich eigentlich beides, Arbeitsplatz und Nähplatz, jeweils immer wieder wegräumen und aufbauen.
Gestern und heute sitze ich zum Arbeiten der Einfachheit halber im Wohnzimmer am Esstisch. Und dabei mit dem Rücken zum Fenster, was ja eigentlich schade ist. Aber das ist mein Stammplatz und auf dem anderen kann ich nicht sitzen 😀
Also sollte ich lieber mein Nähzeug wegräumen und am Schreibtisch sitzen. Ist auf Dauer eh besser für den Rücken, weil mir der Esstisch so zum arbeiten nämlich eigentlich zu hoch ist. Und außerdem kann ich dann aus dem Fenster schauen.

Heute gäbs was zu sehen. Der Bauer macht sein Spargelfeld fertig. Der Namenlose hat letztens mit ihm gesprochen, weil die meisten Erntehelfer ja Polen sind. Er hat sie jetzt wohl schon ein paar Wochen früher hergeholt, weil ja Polen schon letztens die Grenzen dicht gemacht hat.
Damit die dann nicht sinnlos hier rumsitzen und warten, dass es losgeht, soll der Erntebeginn wohl auch vorgezogen werden.

Ansonsten könnte ich heute viele Vögel beobachten. Ein Eichelhäher sitzt irgendwo im Baum und schimpft mit dem Traktor 😀 Ein paar Elstern keckern rum, einen Raben hab ich auch gehört. Dann natürlich noch Meisen und Amseln. Die Sonne scheint, es ist richtig mild und frühlingshaft draußen…
Und ich fühle mich gut 🙂

Ich genieße wieder die Ruhe.
Gestern hab ich den halben Tag damit verbracht, mit diversen Kollegen unsere Web-Meeting-Plattform zu testen. Ich nenne es immer firmeneigenes Skype. Man kann darüber telefonieren, Videokonferenz machen, chatten und auch Dokumente hin und her schicken oder in einer Web-Konferenz seinen Bildschirm teilen, sodass man den anderen zeigen kann, woran man gerade arbeitet zB.
Die Nutzungsmöglichkeiten sind wirklich breitgefächert und waren ganz offensichtlich den meisten überhaupt nicht bewusst. Die meisten haben diese Software bis auf die Telefonfunktion noch überhaupt nicht benutzt und das mit der Telefonfunktion auch nur gezwungenermaßen, weil uns die Tischtelefone weggenommen und alles auf diese Software umgestellt wurde.

Naja. Man sieht mal wieder: wenn man MUSS, dann geht es auch irgendwie.
Ich bin jedenfalls immer noch sehr zufrieden, ich vermisse nichts und niemanden. Den Kaffee auf der Arbeit habe ich eh nicht getrunken, Tee kann ich mir auch hier machen, sogar ohne verkalkten Wasserkocher 😉 Hier tickt keine Uhr, hier flüstert niemand vor sich hin, wenn eine Nase beim Atmen pfeift, dann ist das meine und dann beseitige ich das. Bisher vermisse ich noch nicht mal die zwei großen Bildschirme, mit denen ich normalerweise arbeite. Warten wir mal den Monatsabschluss ab, da könnte es dann etwas nerven, dass ich nur den kleinen Laptopbildschirm hab. Aber wenn das der einzig negative Punkt am Home Office ist, dann kann ich damit leben!

Ich möchte übrigens auch betonen, dass ich mir sowohl gestern als auch heute die Zähne geputzt und sogar eine Jeans angezogen habe! Aber fragt mich da in zwei Wochen noch mal 😀

Freitags-Füller 10/2020

1. Weil ich heute so genervt bin, weil schon wieder zwei neue Baustellen auf dem Arbeitsweg sind und ich einen Umweg fahren musste, und weil es regnet und überhaupt, weil ich zur Arbeit musst, muss ich meine Gedanken rauslassen und fülle den Freitags-Füller aus.

2. Ich bin ehrlich und direkt, aber offenbar kommt das nicht immer gut an. Ich bin sicher auch mal undiplomatisch in meinen Äußerungen, aber Menschen, die mich schon lange kennen, sollten langsam damit umgehen können. Vor allem hab ich keine Lust vor jedem meiner Kommentare darüber nachzudenken, was ich jetzt sagen darf und was nicht, oder ob man das in den falschen Hals bekommen könnte. Ich bin auch mal beleidigt, wenn man mir ehrlich was vor den Latz knallt, aber ich nehme alle Menschen wie sie sind, aber ich bin eben auch wie ich bin. Das Leben hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin.

3. Jede Woche frage ich mich, wo die Zeit hingeht. Jetzt habe ich wieder so viel Zeit und trotzdem schaffe ich nichts….

4. Vom Arbeitgeber wird darüber diskutiert, wie man die Verbreitung von Corona stoppen kann. Es werden Notfallpläne errichtet, um die Geschäftsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Diese ganze Corona-Panikmache geht mir voll gegen den Strich.

5. Das Beste, also das „Beste“ ist, dass jetzt 50% der Mitarbeiter ins Home Office gehen sollen. Die anderen bleiben im Büro und nach zwei Wochen wird geschaut wie die Lage ist und eventuell getauscht. Ich finde das so idiotisch! Wieso schickt man nicht alle? Wenn es doch genau darum geht, die Ansteckung im Großraumbüro zu vermeiden, wieso lässt man dann nur die Hälfte der Belegschaft zu Hause und setzt den Rest weiter dem Risiko aus?.

6. Ja, eigentlich meckere ich nur rum, weil ich nicht zu den erste 50% gehöre, die sofort ins Home Office gehen dürfen. Da hätte ich wenistens meine Ruhe. Ich muss ehrlich sagen, das nervt mich total!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Feierabend. Mir geht das ganze Büro und Corona und diverse Baustellen echt auf den Sack und außerdem bin ich müde. Ich will bloß nach Hause und mich übers Wochenende von meiner schlechten Laune befreien, morgen habe ich geplant, verschiedene Schnittmuster und Stoffe vorzubereiten und Sonntag möchte ich mal wieder frühstücken gehen und ein bisschen nähen!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.

Und ein kleines Goodie: Ein Blick in die Vergangenheit
Freitags-Füller 10/2019
Freitags-Füller 11/2018

Freitags-Füller 8/2020

1. Beim Aufwachen dachte ich nur „Wie kann es denn jetzt schon Zeit sein??“ Heute wars gefühlt mal wieder viel zu früh zum Aufstehen. Saublöde Idee, direkt nach dem Urlaub wieder arbeiten zu gehen… Aber andersrum: Ich hätte eh nicht ausschlafen können, weil der Namenlose ja sowieso aufsteht. Und Männer können das einfach nicht leise 😉.

2. Nachdem ich im Urlaub an der ein oder anderen Stelle mal wieder gemerkt habe, wie unfit ich bin, habe ich ein weiteres Mal darüber nachgedacht, mich wieder im Fitnessstudio anzumelden. Ich sollte unbedingt wieder was tun, aber es fällt mir schwer.

3. Karneval feiere ich nicht. Das ist einfach nicht meins. Ich fands als Kind zwar toll, mich zu verkleiden, aber ich hab nicht verstanden, wozu man das macht. Und vor allem, warum man das nicht auch zwischendurch mal macht sondern bloß im Februar. Später hats mich dann eher genervt als belustigt. Es ist einfach nicht meins.

4. Kritik finde ich ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber sie muss konstruktiv und angemessen sein. Leere Worte, die eine Leistung einfach nur kaputt machen, helfen niemandem, sich weiter zu entwickeln. Wenn man also nix Vernünftiges zu sagen hat, kann man es auch lassen.

5. Die Fastenzeit ist mir ein bisschen egal. Ich bin nicht religiös, und brauche keine solche Zeit, um auf etwas zu verzichten. Ich versuche seit Anfang des Jahres meinen Zuckerkonsum wieder zu reduzieren. Die Süßigkeiten hatten wirklich etwas überhand genommen. Ich trinke also seit Januar meinen Kaffee auch wieder ohne Zucker und ich kaufe keine Süßigkeiten mehr ein. Und ich achte seit Anfang des Jahres auch wieder auf meinen Handykonsum. Auf Instagram hab ich zB eine Erinnerung, die nach 30 Minuten Nutzung am Tag aufpoppt. Und wenn ich im Urlaub bin, und mein Handy so gut wie gar nicht nutze, außer um Fotos zu machen und ich am Abend also immer noch 78% Akku habe, dann merke ich immer wieder, wie wenig ich das eigentlich alles brauche und wie sehr ich damit meine Zeit verschwende.

6. Ich hab ja ziemlich trockene Hände und müsste sie viel öfter eincremen. Aber ich hasse es, fettige Finger zu haben und viele Cremes ziehen nicht richtig ein, und es bleibt lange ein ekliger Film auf der Haut zurück. Von Florena gibt es eine, mit Olivenöl, die riecht gut und der zurückbleibende Film ist nicht ganz so schlimm, daher würde ich sagen, das ist eine gute Handcreme.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend, morgen habe ich geplant, mich mit meiner neuen Freundin zu treffen, die aber leider bald wegzieht und Sonntag möchte ich wieder was nähen und die Urlaubsfotos sortieren, damit ich nächste Woche mal mit meinen Berichten anfangen kann!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.

Flachgelegt

Letztens war ich mit meiner Hochzeitsfreundin essen und da hab ich noch zu ihr gesagt, dass ich wieder so richtig entspannt bin. Zack! Da hat ein kleiner Virus zugeschlagen und mich so richtig flachgelegt! Also echt, so schlimm krank war ich wirklich schon lange nicht mehr. Letzte Woche lag ich komplett flach. Schüttelfrost, Fieber, Schlappheit… Ich hab mich krank schreiben lassen und hab eigentlich die ganze Woche fast nur geschlafen. Ich bin auch gar nicht aus dem Haus gegangen. Wenn ich am Montag nicht zum Arzt gemusst hätte, wäre ich gar nicht vor die Tür gegangen. Ich bin auch nicht mit dem Hund Gassi gegangen. Ich hab die ganze Woche nur vor mir hin vegetiert und der Namenlose hat sich um alles gekümmert.
Am Mittwoch hab ich das erste mal den Fernseher angemacht und noch den Rest von Punkt 12 gesehen. Dass das immer noch läuft! Früher in den Ferien hab ich das immer geguckt 😀
Am Donnerstag hab ich dann die (gar nicht mehr sooo) neuen Folgen von Gilmore Girls geguckt. Schade… ich hätts lieber so in Erinnerung behalten sollen, wie es war…
Am Freitag bin ich vormittags einkaufen gefahren, weil ich mich wieder ganz fit gefühlt habe, aber ich war danach ganz schön kaputt und hab erstmal ein Mittagsschläfchen gemacht.

Am Wochenende ging es mir dann wieder besser, ich hab sogar genäht. Das hab ich als gutes Zeichen gewertet 😉 Und heute hat mich der Alltag wieder… Im Büro war letzte Woche total Kahlschlag, hab ich mir sagen lassen. Aber heute sind die meisten wieder da.

Ich bin froh, dass der Namenlose sich nicht bei mir angesteckt hat, denn nächste Woche Mittwoch fahren wir in den Urlaub!!! 🙂 Juhuuuuuu! Wir machen eine Kreuzfahrt und ich bin schon ganz gespannt. Das wollte ich ja schon lange mal machen. Jetzt machen wir eine kleine, feine Einsteigerkreuzfahrt um die Kanaren und nach Madeira. Da waren wir schon mal, da können wir auf jeden Fall alleine rum und müssen uns nicht in einen Reisebus mit 50 anderen Leuten setzen. Ich bin gespannt, ob ich diese Art von reisen toll oder kacke finde. Ich glaube es gibt nur die beiden Extreme. Ich finde es toll, jeden Tag woanders zu sein, aber vielleicht nervt mich genau das. Man ist dann so unter Druck, dass man das bestmögliche aus dem Tag rausholt. Deshalb ist es gut, dass wir die Kanaren zum Teil schon kennen. Dann haben wir diesen Druck nicht. Ich hab nur ein bisschen Angst, dass mich die vielen Leute ankotzen. Auch wenn jeder sagt, dass sich das auf dem Kutter verläuft. Zumindest haben wir eine Balkonkabine und müssen uns nicht wie die Ölsardinen an den Pool legen. Das sieht nämlich ganz schön ätzend aus.

Just another manic Monday

Ich bin zwar nicht zu spät auf der Arbeit und heute ist auch nicht Montag, aber es könnte einer sein…

Meine neue Overlockmaschine ist ein Träumchen!! 😍 Seit Samstag hab ich ganz viel rumprobiert und bin super zufrieden und will sie nicht mehr missen.
Gestern hab ich mir dann einen Cardigan genäht, den ich heute gleich angezogen hab. Er ist olivfarben, aber von innen ist der Stoff weiß und so ein kleines bisschen flauschig… Und ich war leider so blöd und hab einen schwarzen Pulli drunter gezogen 🙄 Ich seh aus heute! Und niemand hat ne Fusselrolle.
Aber verfusselt zu sein tut meiner Optik heute keinen Abbruch. Nach dem Zähneputzen und Haare kämmen hab ich mich nämlich angezogen und bin in die Küche um mir ein Brot für die Arbeit zu machen. Dann hab ich mich noch gewundert, wieso es noch so früh ist. Im Auto ist mir dann siedend heiß eingefallen, wieso ich so früh dran war: Ich hatte vergessen mich zu schminken 🤦🏼‍♀️ Oh man…
Im Büro angekommen hab ich dann erstmal an der Tür gezogen, obwohl ich seit über 5 Jahren weiß, dass man drücken muss…

Ich möchte bitte sofort wieder nach Hause. Kann mir jemand einen Entschuldigungszettel schreiben??

Freitags-Füller 2/2020

1. Man könnte meinen so eine Woche müsste sich jetzt wieder länger anfühlen. Jetzt wo ich keinen durchgetakteten Alltag mehr habe und meine Tage nicht mehr so pickepacke voll sind. Aber so eine Woche ist trotzdem ratzfatz um. Ich genieße momentan die Nachmittage auf der Couch mit einem Hörbuch und Strickzeug in der Hand 🙂

2. Die App, die ich letztes Jahr benutzt habe sagt Sonntag ist mein Lieblingstag der Woche, weil das wohl der einzige Tag war, an dem ich einfach bloß rumschimmeln konnte, wenn ich wollte. Auch wenn ich das (gerade zum Ende hin) nicht mehr ohne schlechtes Gewissen gemacht habe. Im Sommer hab ich zumindest jeden Sonntag Vormittag gesessen und gelernt. Im Herbst hat das nachgelassen, aber es war auch einfach genug. Jetzt bin ich mal auf diese Jahr gespannt, welcher Tag sich als Lieblingstag herauskristallisiert.

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3. Ich möchte bitte gerne einen neuen Job finden. Aber das ist nicht so einfach bei mir. Ich bin so bequem und verwöhnt, dass ich immer etwas auszusetzen finde. In ein paar Wochen findet unser jährliches Beurteilungsgespräch statt, da kann ich vielleicht mal ansprechen, wie es mit internen Veränderungen aussieht.

4. Zwischen den Jahren waren wir bei Freunden eingeladen. Dort habe ich ein Mädel kennen gelernt, mit der ich mich auf Anhieb derartig gut verstanden habe, dass ich es fast nicht glauben konnte. Und was ist der Haken? Sie zieht im Sommer weg. Nach Hamburg… ach man… Naja, aber auf jeden Fall fand sie die Hausschuhe vom Namenlosen und mir (ja wir sind in dem Alter, wo man Hausschuhe mitnimmt, wenn man irgendwo zu Besuch geht 😀 ) so toll, dass ich überlegt habe, ihr auch welche zu machen. Aldi hatte bei uns auch gerade wieder die Filzwoll-Pakete im Sortiment und es gab tatsächlich noch eins in lila (ihre Lieblingsfarbe). Jetzt stricke ich fleißig und würde (in Ermangelung anderer Käufe außer Lebensmitteln) sagen, das ist das Beste, was ich bis jetzt im neuen Jahr gekauft habe.

5. Wir brauchen neue Stühle. Unsere Stühle am Esstisch, also der Bezug der Stühle, löst sich nämlich so allmählich auf. Ich hatte überlegt, ob man sie einfach neu bezieht. Der Namenlose klang davon nicht so begeistern und meinte, das würde nicht gehen, aber das muss ja gehen. Da ich ihn jedenfalls kenne, und weiß, wie lange er so unwichtige Sachen vor sich herschiebt, kann ich es ja einfach mal versuchen.

6. Im Nachmittage-mit-sinnvollen-Dingen-vollpacken fehlt mir nach den vergangenen zwei Jahren ein bisschen die Übung.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf was schönes zu Essen. Eigentlich wollten wir heute bei einem der Lernmädels Raclette machen, aber die andere ist krank geworden, deshalb verschieben wir das und ich muss gestehen, ich bin nicht böse drum. Ich finde Raclette nämlich blöde… Aber mit der Meinung bin ich offenbar ziemlich alleine, morgen habe ich geplant, mir eine Overlockmaschine zu kaufenund Sonntag möchte ich damit ein bisschen nähen üben und werde mir daher erstamal eine oder zwei neue Jogginghosenunikate nähen!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.