Keschu hat Husten – Bibu-Update IX

Weihnachten ist echt im Arsch, wenn ich die mündliche Prüfung nicht bestehe. Und meine Prüfung ist echt im Arsch, wenn meine Erkältung sich nicht zur Spontanheilung entschließt.

Ich bin im Arsch. Seit Tagen schlafe ich mal wieder schlecht. Ich träume von Präsentationen, von Fachgesprächen, von Fragen. Ich werde wach, weil die Nase verstopft ist oder vom Husten. Seit Tagen trinke ich Ingwertee mit Zitrone und Honig, Erkältungstees, habe Hühnersuppe gekocht und halte mich warm. Aber die Erkältung hält sich hartnäckig.
Ich habe Kopfschmerzen, konzentrieren fällt mir schwer, ich habe auch das Gefühl, mein Kopf ist leer und ich weiß gar nichts mehr. Ich habe Angst vor dem Fachgespräch.

Meine Präsentation zur mündlichen Bilanzbuchhalterprüfung finde ich echt gut. Meine IHK hat uns sogar einen Generalprobentermin organisiert, wo wir das ganze schon mal durchspielen konnten. Vor einem Fachmenschen, der selbst (an einer anderen IHK) die mündlichen Prüfungen abnimmt. Er weiß also, wovon er redet.

Und was soll ich sagen?! An meiner Präsentation hatte er nichts zu meckern! Außer, dass ich ein Quellenverzeichnis einfügen soll. Aber das ist ja die leichteste Übung. Er fand das Thema sehr gut, er fand es sehr gut aufbereitet und sehr schön strukturiert und übersichtlich dargestellt.
Und: er fand es rhetorisch sehr gut und mein anschließendes Kommunikationsverhalten war perfekt, hat er gesagt. F*ck you Wirtschaftsfachwirt-Prüfer, die mir damals empfohlen haben, doch mal einen Rhetorik-Kurs zu belegen!!
Ja, das nagt heute immer noch an mir, ich war und bin da echt beleidigt! Weil reden kann ich, wenn ich mir mein Thema selbst auswählen kann und mehr als 30 Minuten Zeit zur Vorbereitung habe. Reden kann ich, und in der Hinsicht habe ich auch auch meine Selbstsicherheit wieder. Reden kann ich, es sei denn meine Erkältung hat da andere Pläne für mich…

Ich habe eine sehr schöne Präsentation gebastelt, da steht auf jeder Folie jede Tabelle auf den Millimeter genau exakt übereinander. Da wackelt beim Weiterblättern nix rum! Und sie ist optisch ansprechend in grau und petrol gehalten (ich liebe petrol!). Ich habe super schöne Handouts gedruckt und gebunden und sogar Moderationskarten, die auf der Rückseite die Titelseite meiner Präsentation haben.
Ich weiß, das klingt super nerdig, aber ich finde, das sind die Kleinigkeiten, die eine Präsentation abrunden. Vielleicht fällt es niemandem auf, mir würde es aber auffallen und ich bin mir absolut sicher, dass ich mit meiner Präsentation punkten werde.

Aber ich habe richtig Schiss in der Hose vor dem Fachgespräch… Dazu findet man fast nichts im Internet. Und außerdem sind die Fragen ja extrem individuell. Sie sollen sich auf die Präsentation beziehen. Mit der kenne ich mich aus, und wenn sie tiefer gehende Informationen abfragen, kann ich da antworten. Aber sie müssen ja auch die Fachbereiche aus dem ganzen Unterrichtsstoff abdecken. Mindestens 3. Also muss ich auf alles vorbereitet sein. Es kommt auch sehr auf die Prüfer an, die fragen natürlich da, wo sie sich selbst am besten auskennen, mehr.
Ich hab Angst, dass mir spontan nicht die richtigen Sachen einfallen.
Ich habe Angst, dass sie Paragraphen abfragen (was richtig scheiße wäre, weil, die kann ich nicht auswendig, schließlich kann ich sie doch nachlesen, wenn ich sie brauche).
Ich habe Angst, dass sie meine Lücken finden, und sich daran festbeißen.
Und in der mündlichen noch durchzufallen, ist tatsächlich gar nicht so schwer. Laut Fachmenschen von der Generalprobe beträgt die Durchfallquote bei der mündlichen auch noch mal ca. 30%.

Aber: meine Präsentation ist gut und reden kann ich. Wenn ich annehme, dass ich allein mit der Präsentation nur 75% erreiche (was arroganterweise niedrig angesetzt ist), dann reichen mir 37% im Fachgespräch zum Bestehen. Und das werde ich doch wohl schaffen, oder nicht??
Man ich will jetzt einfach nur, dass es vorbei ist!

To do – Bibu-Update VII

Unterrichtsstunden 918/920
Im Grunde hab ich es geschafft. Unglaublich! Aber trotzdem haben wir noch 3x Schule. Morgen, Samstag und nächsten Dienstag.

Die letzte Woche war hammerhart. Eigentlich war es die letzte Sommerferienwoche, aber da die IHK sich ein wenig mit den Unterrichtsstunden verplant hatte, und wir die 920 nicht ganz voll bekommen hätten (was nachher für einige ein Anlass hätte sein können, gegen das Prüfungsergebnis Widerspruch einzulegen), haben sie uns letzte Woche eine „Repetitoriumswoche“ angesetzt. Mo-Do Unterricht, jeweils schon eine dreiviertel Stunde früher als üblich. Also war ich letzte Woche 21 Stunden in der IHK, zusätzlich zu meinen 38 Stunden Arbeit. Die Wäsche ist liegen geblieben, war ich nicht einkaufen, ich bin eigentlich nur morgens aufgestanden, abends zurück gekommen und wieder ins Bett gegangen.
Aber die Woche war schon sehr gut, das muss ich sagen. Der KÖ-Dozent, bei dem ich die ganze Zeit daran gezweifelt hab, dass er imstande ist, etwas simpel und kompakt zu erklären, hat sich von einer ganz anderen Seite gezeigt. Hätte er seinen Unterricht die ganze Zeit so gemacht, wie letzte Woche – ich hätte nie daran gezweifelt, dass KÖ eigentlich nicht so schwer ist!

Diese Woche ist ganz normal Unterricht, Dienstag noch mal ein zusätzlicher Tag, weil der Dozent ein paar mal eine Stunde früher Schluss machen musste und uns aber die Stunden nicht vorenthalten will. Ich finds gut, ich geh da auch hin. Das ist die letzte Gelegenheit noch mal Fragen zu stellen, er wiederholt sicher noch mal einiges und man nimmt immer was dabei mit!

Jetzt ist es nur noch ein Monat bis zur Prüfung… Ich schwanke stündlich zwischen Hoffnung, Zuversicht und Pessimismus.
In den nächsten 30 Tagen hab ich noch einiges zu tun…

Ich muss meine Gesetze neu präparieren.
In Abgabenordnung bin ich auf ein anderes Buch umgestiegen. Ich muss also meine Querverweise überarbeiten und auch die Post-its an den Seiten. Allerdings sind das so viele, dass ich eigentlich nicht genug Platz dafür habe. Da muss ich mir noch was überlegen.
In Einkommensteuer war ich zu faul meine tausenden Markierungen, Querverweise und Post-its in die Ausgabe von 2018 zu übertragen… Ich hab gedacht, ich arbeite einfach mit der aus 2017, ich hab geschaut, so viel hat sich tatsächlich nicht geändert. Jetzt bin ich aber doch unsicher, dass ich was übersehen haben könnte und überlege, ob ich doch noch mal alles übertrage. Aber das ist ne Sauarbeit!
In Umsatzsteuer hatte ich ja richtig doll Probleme, aber das hat sich inzwischen zu einem Großteil gegeben. Für USt hab ich mir jetzt ein neues Gesetz gekauft, weil ich die Markierungen neu machen will. Farbliche Unterscheidung nach verschiedenen Sachverhalten, damit man schneller findet, was man sucht.

Ich muss die Prüfungsaufgaben durchgehen.
Ich habe die Prüfungen der letzten zwei Jahre ausgedruckt und weil es in dieser Übergangszeit 2 Prüfungsverordnungen gab, hab ich also doppelt so viele Prüfungen zum lernen. Mit den Prüfungen zu lernen hat den Vorteil, dass man sich an die Art der Fragestellung der IHK gewöhnt und ein Gefühl dafür bekommt, was und wieviel die als Antwort hören wollen.
Außerdem schreibe ich nach Fächern und Themen sortiert alles auf, was mir dabei auffällt, worauf man achten muss. Das ist nachher ein guter kompakter Leitfaden zum Kurzzeitwiederholen zwei Tage vor der Prüfung. Schade, dass ich auf die Idee nicht schon vor einem halben Jahr gekommen bin.
Ich muss mir vor allem angewöhnen, meine Fragen nicht mehr auf Klebezettel zu schreiben, sondern am besten im Handy zu notieren. Klebezettel verschwinden nämlich ständig! Aber ich notier mir die Fragen ja nicht umsonst, ich will das mit meinen Lernmädels besprechen… Nächsten Freitag treffen wir uns wieder zum lernen. Dann sinds nur noch 3 Wochen. Oh man, ich hätts schon so gern hinter mir!

Ich muss mir die Kennzahlen und Formeln in den Kopf prügeln. Noch dazu, was sie bedeuten und wie man sie interpretiert.
Ich muss das Thema meiner mündlichen Prüfung anmelden. Dazu muss ich es ein bisschen ausformulieren und rechtzeitig bei der IHK abgeben.
Die erste Prüfung schreiben wir nicht im IHK-Gebäude. Ich muss gucken, wie ich da hin komme und wo ich da parken kann.
Ich muss nebenbei noch ein Geburtstagsgeschenk für den Namenlosen besorgen, und ein bisschen was zur Partyvorbereitung beitragen.
Ich muss meinen neuen Personalausweis beantragen und abholen.
Ich muss eine Packliste für Dublin machen. Ich muss ein Zugticket zu meinen Eltern buchen. Ich muss einen Rückflug aus Dublin buchen – dazu muss ich mit dem Namenlosen abklären, ob er am Freitag kommt und mich „abholt“ und ob wir dann noch bis Montag bleiben.
Und: Ich muss noch einen Stift suchen, mit dem ich die Prüfung schreiben kann. Die Kulis, die ich hab, sind entweder schon so alt, dass ich Angst habe, dass sie zwischendurch alle werden, oder sie liegen blöd in der Handy. Ich muss schließlich 4 Stunden lang damit schreiben…

Nervenbündel – Bibu-Update VI

Nur noch 9 Wochen.
Unterrichtsstunden: 888/920
Der Countdown läuft. Er läuft ja schon lange, ich zähl ja schon ewig die Tage runter… jetzt sind es also nur noch 9 Wochen. Und das hier wird ein richtiger Jammer-Eintrag.

Mir geht echt die Flatter. Ich bin innerlich so unruhig. Mir rennt die Zeit davon. Ich habe das Gefühl, dass ich so viel noch nicht weiß. Und dass ich vieles nur so ein bisschen kann!
Ich habe das Gefühl, dass ich keine richtigen Lernunterlagen hab. Ich hab tausend Sachen angefangen zusammenzufassen und kompakt zu schreiben, aber nix fertig. Das eine auf Karteikarten, das andere am PC, das dritte per Hand auf normalen Blättern… Weil ich nicht weiß, wie ich es anpacken soll. Ich finde alle drei Möglichkeiten blöd. Aber ich weiß auch nicht, wie ich es sonst will.

Ich frage mich, ob ich mir noch ein Buch kaufen soll. Aber wie viele Unterlagen will ich denn noch?? Ich hab Skripte von der IHK und Skripte von den Dozenten, ich habe Skripte von Endriss und massenhaft alte Prüfungen. Was will ich denn noch alles lesen, wenn ich doch das vorhandene noch nicht mal alles durch hab? Das geht doch nicht! Das schaffe ich auch zeitlich gar nicht mehr!

Ich schwanke momentan zwischen heulen und hysterisch lachen. Am liebsten würd ich mich einbuddeln. Ich kann mich auch so schlecht konzentrieren im Moment. Ich lese was, und verstehe nix. Dann lese ich noch mal, schreibe drei Stichpunkte und hab keine Lust mehr. Ich bin innerlich so angespannt und möchte manchmal aufspringen und schreien, um irgendwie den Druck loszuwerden! Ich hab Rückenschmerzen vom ständigen sitzen. Ich bin erschöpft und hab keine Lust was anderes zu machen. Gleichzeitig denke ich mir, dass ich mir gar keine Zeit nehmen darf, um was anderes zu machen. Aber dann bin ich frustriert, wenn ich nichts anderes gemacht hab. Und ich hab ein schlechtes Gewissen, wenn ich weder gelernt, noch was anderes gemacht hab…

In 6,5 Wochen hab ich Urlaub. Ich weiß nicht, ob und wie ich das aushalten soll bis dahin. Aber selbst wenn ich jetzt schon zu Hause wär… ich weiß nicht, wie viel ich zu Hause schaffen würde. Ich lasse mich ständig ablenken. Handy, Hunger, Klo, Handy, Vogel im Garten, Handy, Hund im Garten, Namenloser im Garten… So schön ich meinen Schreibtisch direkt am Fenster finde… sobald sich draußen was bewegt bin ich raus aus der Konzentration. Inzwischen sitze ich oft am Esstisch, mit dem Rücken zum Fenster. Und wenn ich mein Handy außer Reichweite hab, dann renn ich eben schon wieder aufs Klo oder an den Kühlschrank. Und wenn ich den Laptop an hab und was google, dann bleib ich garantiert bei irgendwas hängen und zack ist schon wieder ne viertel Stunde um.

Selbst auf der Arbeit fahr ich grad alles runter und mach hier nur das allerallernötigste… Schande auf mich… aber eigentlich passe ich mich da bloß an die allgemeine Arbeitseinstellung hier an… Ich hab mir ein paar IHK-Skripte eingescannt und schreibe hier Zusammenfassungen, aber auch hier gehts mir so, dass ich drei Stichpunkte schreibe und dann nicht mehr kann. Ich muss mich richtig doll zwingen, dass ich mal 15 Minuten am Stück konzentriert was mache… Aber dann ist doch wieder was anderes. Dann schreib ich ne Bewerbung zum Beispiel (drückt mir die Daumen) und aktualisiere nach dem dritten Stichpunkten schon wieder mein Postfach. Oder ich starre hier aus dem Fenster. Oder ich renn zum Tisch mit den Süßigkeiten. Und ich weiß nicht, wie ich das ändern soll. Das macht mir zusätzlich Druck und Angst, dass ich es nicht schaffen könnte.
Die verdammte Zeit rennt. Die letzten Wochen sind einfach so schnell vergangen. Selbst Kacktage wie Montage, die sich sonst wie Kaugummi ziehen, vergehen wie im Flug. Und ich komme nicht voran…

Montag war echt ein richtig beschissener Scheißtag. Ich hab mich vielleicht auch ein bisschen reingesteigert, aber ich schätze ich bin jetzt an einer Grenze angekommen.
Am Montag hab ich mich fürs heulen entschieden. Schon auf dem Heimweg im Auto. Dann musste ich zum Arzt ein Rezept holen. Ich hab extra angerufen vorher, damit sie das fertig machen, und musste trotzdem 25 Minuten warten. Das hat mich so genervt, weil ich nur daran gedacht hab, was ich in den 25 Minuten zu Hause hätte durcharbeiten können. Auch wenn ich mich bestimmt auch wieder ablenken lassen hätte, sodass ich sowieso effektiv nur 10 Minuten was gelesen hätte.
In der Apotheke hatten sie das Medikament dann nicht vorrätig, also musste ich am Dienstag noch mal da hin. Aber es hätte auch nichts gebracht, in eine andere Apotheke zu fahren, denn erfahrungsgemäß hat das nie eine da…
Dann musste ich noch zum Aldi, weil kein Brot mehr da war. Ich fress nämlich auch in letzter Zeit nur Scheißdreck. Einen Haufen Süßkram, der im Büro immer vorrätig ist, weil ich nie ein Brot dabei hab… Also wollte ich Brot holen. Und dann stand ich mit drei Sachen da und es war eine Kasse auf und gefühlt 100 Leute in der Schlange.
Ich hab kurz überlegt, ob ich einfach alles auf den Boden schmeiße, mich direkt dazu werfe und einen Heulkrampf kriege… Hab mich dann aber doch zusammen gerissen. Und Aldi war gnädig und hat zwei weitere Kassen aufgemacht.

Am Dienstag war ich dann trotzdem ohne Brot auf der Arbeit und hab mich von Hanuta, Oblaten und einem Apfel ernährt… Abends gabs dann Lasagne und ich hab mir auch gleich Brote für die Arbeit am Mittwoch gemacht.

Alles in allem war das ne Scheißwoche, daran wird auch heute und morgen nix mehr ändern, und ich mach mir ein paar Sorgen, dass das die nächsten 9 Wochen so weitergeht…

Freitags-Füller 19/2019

1. Ich persönlich glaube, heute mal wieder, dass ich meine Prüfung schaffe. Wie das morgen aussieht, weiß ich nicht. Es schwankt immer mal wieder zwischen

  • Zuversicht: Das wird schon. 50+!
  • Hoffnung: Hoffentlich schaff ich das…
  • Angst: Oh man, nur noch 126 Tage!
  • Panik: Ach du scheiße, nur noch 126 Tage, wie soll ich das alles in meinen Kopf kriegen? Ich weiß gaaaar nix!!!
  • Arroganz: Wenn ich mir angucke, wer das vor mir schon geschafft hat…
  • Niedrigstapeln: 50%, du musst nur für 50% schaffen, das schaffst du, du kannst zu allem ein bisschen sagen.
  • Realismus: Sei mal ehrlich zu dir, klar kannst du nicht alles, aber es sind auch noch 4 Monate und den Rest kriegst du bis dahin drauf. Natürlich schaffst du die Prüfung!

Das Problem ist, dass für mich ein Durchfallen überhaupt nicht in Frage kommt. Diesen Gedanken habe ich bisher einfach nicht zugelassen. Auch wenn mich Panik ergriffen hat, der Gedanke war immer „Natürlich schaffst du das, durchfallen ist keine Option!“ Aber je näher die Prüfung kommt, desto hartnäckiger kratzt der Gedanke „Und wenn du doch durchfällst?“ an meinem Bewusstsein. Und ich stelle fest, dass mich dieser Gedanke komplett überfordert, weil ich nicht weiß, wie ich dann damit umgehen soll. Ich habe keinen Plan B. Klar, dann steht ein halbes Jahr später der Zweitversuch an, aber ich wär erstmal richtig niedergeschmettert.

2. Aber den Gedanken schüttle ich jetzt schnell wieder ab. Denn es überwiegt immer noch die Zuversicht, dass ich die Prüfung schon schaffe. und mich mit was anderem verrückt zu machen ist totaler Quatsch.

3. Meine Nachbarn haben sich eine schwarze Katze gekauft, die immer am Fenster sitzt und rausguckt. Ich schätze, das wird eine reine Wohnungskatze bleiben. Wenn ich mir nämlich vorstelle, die stromert durch unseren Garten und trifft auf den Hund… eieiei… Und die anderen Nachbarn sind ein Paar. Das klingt erstmal nicht ungewöhnlich, aber sie wohnen nicht zusammen. Der eine Nachbar wohnt über uns, der andere unter uns.

4. Neulich hab ich Schuhe gekauft, das hatte ich im letzten Freitagsfüller schon erwähnt… Seit dem hatte ich die Schuhe kein einziges mal an und davor auch nur höchstens drei mal… Eigentlich hab ich das im Laden schon gewusst, ich war nicht so richtig von ihnen überzeugt, obwohl sie total bequem und weich sind… Aber das war ein Fehlkauf.

5. Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten Gerberer. Die Tulpensaison ist ja vorbei, jetzt gibt es überall Gerberer zu kaufen. Die letzten haben sogar richtig lange gehalten.

6. Gestern hatte ich Schule und als ich zurück kam, hatte mir der Namenlose die Reste von vorgestern warm gemacht: Tortellini Bolognese mit Käse überbacken hatte ich gestern zum Abendessen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend zu zweit, morgen habe ich geplant, zur Schule zu gehen und gut aufzupassen und Sonntag möchte ich nicht schon wieder im Garten ackern, aber vermutlich komme ich da nicht drum rum 😉 Schließlich will ich ja auch, dass er schön ist!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

ABC im April 2019

A wie ausgelaugt
Seit den letzten Ferien sind jetzt fast 13 Wochen vergangen. 13 Wochen, die vollgepackt waren mit Leben, Arbeit, Schule, Haushalt, Alltag, Gartenarbeit und sogar mit ein paar sozialen Interaktionen. Und ich muss wirklich sagen, es schlaucht und ich fühle mich richtig ausgelaugt. Ich bin so froh, dass wir wegfahren, denn Urlaub während der Namenlose arbeiten geht, ist alles andere als erholsam.

B wie bunte Eier
Ostereier wirds bei uns nicht geben. Ich hab das ab und zu schon mal gemacht, aber meistens bleiben die dann ewig liegen, keiner isst sie und am Ende werfe ich sie weg, weil ich mich dann ekle.

C wie Cortison-Salbe
Am Montag war ich shoppen, hauptsächlich, weil ich in die Apotheke wollte. Aber die Apotheke in dem Einkaufszentrum gibt es nicht mehr. Toll…
Ich brauch noch für die Reiseapotheke meine Cortison-Salbe, die ich immer auf meine Neurodermitis-Stellen schmiere, wenn sie schlimm werden. Aber dann hab ich überlegt, dass ich die noch nie im Urlaub gebraucht habe.

D wie durchtanzte Nacht
Am Samstag war ich mit drei Mädels aus dem Bibu-Kurs verabredet. Eine ist in der Woche vorher krank geworden, aber mit den anderen beiden bin ich abends losgezogen, nachdem wir Pizza gefuttert, gequatscht, gelästert und getrunken haben 😉 Wir sind in einen Club gegangen, die Musik war ganz gut, ich hab viel zu viel getrunken, aber irgendwie nichts davon gemerkt… Es hat echt viel Spaß gemacht und als ich irgendwann auf die Uhr geschaut hab, war es halb 4!!! Um 4 sind wir dann gegangen und um halb 5 war ich im Bett. Halb fünf!!!!
Schlauerweise hab ich noch vor dem Schlafen gehen 3 Gläser Wasser getrunken, so gings mir am nächsten Tag, abgesehen von der Müdigkeit, ganz gut 🙂

E wie Ende, Michael
Ich lese zum ersten mal Die unendliche Geschichte. Ich hab auch den Film noch nie gesehen!

F wie Frühjahrsmüdigkeit
Meine Frühjahrsmüdigkeit fällt dieses Jahr irgendwie schlimmer aus, hab ich den Eindruck. Vermutlich spielt aber alles zusammen: Stress, Zeitumstellung und dass es immer noch recht früh dunkel wird.

G wie Geocaching
Da der Urlaub vor der Tür steht, und wir da ja wieder cachen gehen, haben wir uns am Wochenende mal mit „Wherigo-Caches“ beschäftigt, die wir vorher noch nie gemacht haben. Bei uns in der Nähe ist einer, aber wir haben das noch nie gemacht, weil man dafür immer irgendwas runterladen musste und blabla… ich hab das immer nicht verstanden, wie das geht.
Neulich dachte ich aber, dafür muss es doch inzwischen eine App geben und Videos auf Youtube vielleicht… und so war es. Am Sonntag haben wir dann so einen Cache mal ausprobiert, haben verstanden wie es geht und können dann genau so einen Cache auch im Urlaub machen 😉

H wie Habit-Tracker
Seit dem 1.1. habe ich eine App, mit der man Gewohnheiten tracken kann. Das funktioniert bei mir tatsächlich ganz gut, weil ich eine Gewohnheit immer abhaken will 😉 Zum Beispiel bin ich seit Anfang Februar immer spätestens um halb 8 im Büro gewesen. Und bis auf 3 Tage hab ich jeden Tag gelesen. Auch wenns nur zwei, drei Seiten waren. Seit Mitte Januar halte ich mich auch an meine „maximal 30 Minuten Instagram am Tag“-Vorgabe.

I wie Intervallfasten
Seit Januar hab ich auch Intervallfasten ausprobiert und ich hab auch was abgenommen. Ich hab zumindest 2-3cm Umfang am Hintern verloren. Aber irgendwie ist es trotzdem nicht meins. Ich hab das 16/8-Fasten ausprobiert, dh. 8h Essen, 16 Stunden fasten. Die Schlafenszeit gehört in die Fastenzeit.
Ich hatte grundsätzlich kein Problem damit, erst ab 12 Uhr zu essen, aber es fiel mir die ganze Zeit total schwer, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das hat auch mit Habit-Tracker nicht funktioniert und ich hab das oft nicht eingehalten, sodass ich also kein wirkliches Intervallfasten gemacht habe, also lass ich das auch wieder sein und versuche mich einfach auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu besinnen, und mich von Zucker und Süßkram fernzuhalten.

J wie jammern
Nachdem ich den Eintrag jetzt fertig hatte, hab ich das ursprüngliche J durch jammern ersetzt. Weil es echt ein einziger Jammereintrag ist. Sorry dafür 😉

K wie Kosten-Leistungs-Rechnung
Am Samstag hab ich eigentlich KLR-Unterricht. Aber ich schwänze die Stunden, damit wir schon Freitag in den Urlaub fliegen können. Weil es Freitag einfach mal 400 Euro billiger war, als Sonntag zu fliegen.

L wie Lost Places
Für den Urlaub hab ich ein paar Caches rausgesucht, da sind auch wieder viele Lost Places dabei. Wir werden uns die Tage nicht so voll packen, wie beim letzten Mal, immerhin haben wir dieses mal mehr Zeit, aber ein paar Lost Places müssen sein! 🙂

M wie Motivationsloch
Im Moment bin ich so urlaubsreif und unmotiviert, dass ich seit 3 Wochen nichts gelernt habe! Ich hab mich vorher eigentlich immer 3x die Woche hingesetzt und hab was durchgearbeitet, abgeschrieben, gelernt… Seit 3 Wochen hab ich nichts mehr gemacht.

N wie nie wieder
Grad gestern haben wir uns vor dem Unterricht unterhalten, dass wir alle froh sind, wenns endlich vorbei ist. Die Chefin der einen meinte dann, sie soll sich doch mal gleich informieren, wie es mit dem Bilanzbuchhalter International ab Oktober aussieht. Unglaublich… Wir sind uns alle einig, dass wir nie wieder eine Weiterbildung machen 😉

O wie offline
Im Urlaub werde ich wieder so ziemlich offline sein. Ich hab ein Handy dabei, aber ohne Whatsapp, mal schauen, ob ich es im Flugmodus lasse, oder nicht. Aber zumindest gibts keine Mails und kein Whatsapp!

P wie Pausenbrot
Ich bin auch seit Wochen zu faul, mir ein Pausenbrot zu machen. Jedes mal, wenn ich mir in der IHK-Cafete was kaufen muss, ärgere ich mich über deren Preise… Aber selbst Schuld.

Q wie Quasselstrippe
Die eine Kollegin, die einem immer ne Kassette ins Ohr schiebt… Das ist auch die, die immer flüstert. Super ätzend! Ich weiß gar nicht, ob ich für die schon mal einen Namen hab. Aber Quasselstrippe trifft es auf den Punkt!

R wie Rasen
Die letzten Wochenenden haben wir mal wieder einiges im Garten gemacht, weil der momentan einfach scheiße aussah. Wenn alles wieder anfängt zu blühen, dann versucht man doch, es irgendwie schön zu machen… Mal schauen, ob wir dieses Jahr mal den Rasen hinkriegen… Die letzten zwei Jahre hatten wir Maulwürfe und Wühlmäuse, die alles umgegraben haben. Und vor allem haben wir sau viel Moos, Klee und Unkraut. Es ist halt auch leider ziemlich schattig und noch dazu Nordseite, sodass das mit dem Rasen echt nicht so leicht ist…

S wie Strand
Am Freitag! Endlich!

T wie Tolinohülle
Seit ich meinen Tolino habe, weiß ich jedes mal nicht, wie ich ihn einpacken soll, wenn ich in unterwegs dabei habe. Ich habe nämlich keine Hülle. Diese Cases finde ich blöd, und andere Hüllen waren einfach teuer oder hässlich. Oder beides. Jetzt habe ich letztens Filz gekauft und nähe einfach selbst welche. Eine für mich und eine für den Namenlosen.

U wie Unruhe
Wenn ich an die Prüfung und die wenige verbleibende Zeit denke, dann befällt mich eine Unruhe, die nicht mehr schön ist. Gerade auch, weil ich seit drei Wochen nichts mehr gelernt habe… Ich weiß, was ich noch alles tun muss… In Umsatzsteuer und internationale Besteuerung muss ich richtig aufarbeiten, in den anderen (Steuer)-Fächern ist es nicht so schlimm, aber trotzdem lückenhaft. Ich muss die Prüfungen durcharbeiten und die Besonderheiten rausarbeiten. Ich muss meine neuen Gesetzestexte präparieren… und ich habe Angst, dass mir die Zeit davon läuft.
Ich hoffe, ich kann im Urlaub wirklich abschalten.

V wie Vorabend-Check-in
Weil wir morgens um viertel vor 5 fliegen (was haben wir uns bloß dabei gedacht???), werden wir uns und unsere Koffer schon abends einchecken. Wir habens nicht weit zum Flughafen, da lohnt sich das, wenn man dafür morgens erst um 4 da sein muss, statt 3.

W wie Wasser
In letzter Zeit schaffe ich meine 2 Liter am Tag nur schwer…

X wie xxx
Ich mach drei Kreuze, wenn alles endlich rum ist!

Y wie Yay
Yay, nur noch 2 Tage arbeiten.
Yay, nur noch 5 Monate bis zur Prüfung, nur noch 4 Monate, bis die Schule vorbei ist. Das sind wegen der Sommerferien nur noch 10 reguläre Woche und eine Woche Repetitorium. Das bedeutet nur noch noch 33x Unterricht. Jetzt bloß nicht wieder unruhig werden…

Z wie Zähne
Ich glaube in letzter Zeit beiße ich im Schlaf meine Zähne sehr fest aufeinander. Morgens fühlt es sich jedenfalls so an. Ich bin auch echt unter Druck und kann mich echt nicht entscheiden, ob ich langsam einfach nur will, dass es vorbei ist, oder ob ich noch ein halbes Jahr länger bis zur Prüfung hab…

Urlaubsdrama again

Aaaach… dieses mal ist es wirklich ein Drama! Seit September weiß ich, dass ich dieses Jahr nur in den Ferien Urlaub machen kann. Geht wegen der Weiterbildung ja nicht anders. Jetzt sind Ferien. Ab Montag hab ich zwei Wochen Urlaub. Aber gebucht haben wir nix.
Das hat Gründe. Der Namenlose kann dieses Jahr definitiv nicht weg. Zumindest nicht jetzt im Juli. Auf gar keinen Fall. Das weiß ich, und damit habe ich mich arrangiert. Dieses ganz klare Nein gab es aber erst vor ein paar Tagen so richtig. Also hab ich auch erst vor ein paar Tagen überlegt, dass ich dann eben alleine wegfahre. Was er erst nicht so toll zu finden schien. Also hab ich nicht weiter gesucht, wo ich hin will und auch nix gebucht. Jetzt ist das aber geklärt, ich könnte alleine fahren.

Aber jetzt kommt das wirkliche Drama: Ich habe Angst. Ich wollte zB erst eine Kreuzfahrt auf der Ostsee machen. Die war dann aber leider ausgebucht, nachdem ich endlich mal den Arsch in der Hose hatte, das Thema mit dem Namenlosen final zu klären.
Ok, also keine Kreuzfahrt. Aber ich will nicht irgendwo bei 40 Grad rumschwitzen. Dann hab ich einen Wander-Zug-Urlaub in Schottland gefunden. Geht in Glasgow los, ein paar Etappen zu Fuß, ein paar mit dem Zug. Und alles organisiert: Unterkünfte, Zugtickets, Gepäcktransport für die Wanderetappen. Eigentlich ziemlich geil. Aber: ich hab Schiss alleine zu wandern. Außerdem ist es ein kleines bisschen kurzfristig, so etwas würde ich gern etwas besser vorbereiten. ZB. noch mal ne neue Hose kaufen, die auch etwas Regen abhält usw.
Ok, also auch nicht Schottland.
Dann vielleicht Kanaren? Da ist es warm, aber nicht so pralleheiß. Hoffe ich. Der Namenlose meinte, dann soll ich doch auf die Kanaren fliegen, mir da einen Mietwagen nehmen, dann kann ich ein bisschen rum fahren… Aaaaah… Da keimt in mir wieder Angst auf. Mietwagen? Ich? Im Ausland? Wo ich mich nicht auskenne? Um Gottes Willen!! Ich trau mich nicht, da zu fahren. Auch wenn ich weiß, dass Lanzarote zB nicht so schlimm war. Da hätte ich auch fahren können. Wieso trau ich mich nicht? Hier fahr ich doch auch.

Und das ist das eigentliche Drama daran: Ich trau mir selbst nix zu!
Deshalb wär die Kreuzfahrt so schön gewesen: Da hätte ich zB Ausflüge buchen können. Oder auch in Schottland. Es wäre alles organisiert und „vorgekaut“ gewesen. All Inclu auf Teneriffa? Wär ne Möglichkeit. Aber nach den eher aktiveren Urlauben, die wir gemacht haben, kann ich dem gar nicht mehr so viel abgewinnen. Ausflüge könnte ich dann zwar auch buchen… Oder mir dann vor Ort noch ein Auto für einen Tag mieten. Hach man, wieso bin ich bloß so schissig?

Bibu-Update II

Unterrichtsstunden: 342/920 noch nicht mal die Hälfte
Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Führungsmethoden, Kommunikation und Zusammenarbeit, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berufsausbildung planen und Berichterstattung
Heute kommt noch Umsatzsteuer und nach den Sommerferien kommt dann noch Gewerbe-/Grundsteuer und Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards dazu.

In Jahresabschluss machen wir seit längerem schon nur noch Prüfungsübungen, denn laut Dozent sind wir mit dem Stoff durch. Mir persönlich macht es Sorgen, dass für diesen Bereich so viele Stunden im Plan stehen und er will nach nicht mal einem Jahr mit dem Stoff durch sein?? Ich finde es ja gut, dass wir Prüfungen üben, aber bisher ist es ziemlich demotivierend, wenn ich vor der Aufgabe sitze und mich jedes verdammte mal frage, was die von mir wollen… Obwohl wir doch alles besprochen haben…

In Finanzwirtschaftlichem Management haben wir mit dem Thema Finanzierung weiter gemacht. Wir haben über Aktien gesprochen, wie das alles funktioniert… ich weiß gar nicht, ob wir schon mit dem dritten Block „Investition“ angefangen hatten… Das Fach haben wir erst wieder nach den Sommerferien, bis dahin finde ich das noch raus 😉

Führungsmethoden war weiterhin genauso lächerlich wie vorher. Ich kann den Typen einfach nicht ernst nehmen. Wir haben unter anderem über Motivation gesprochen. Motivation von innen heraus. Die gibt es für ihn nicht. Ich konnte mich nicht beherrschen ihm da zu widersprechen, denn wenn ich nicht von innen heraus motiviert wäre, dann würde ich da nicht 3x die Woche sitzen. Sowas kann nicht von außen motiviert werden. Wenn von außen einer sagt, ich soll das machen, oder wenn der Anreiz auschließlich mehr Geld ist, dann funktioniert das vielleicht am Anfang, aber wenn von innen, von mir selbst keine Motivation da ist, dann ist das zum Scheitern verurteilt!

Kommunikation und Zusammenarbeit ist weiterhin echt super. Die Dozentin mag uns, wir mögen sie, der Unterricht ist entspannt. Sie hat von unserem Vorgängerkurs erzählt, dass die sich alle gegen das Thema gesperrt haben, keine Gruppenarbeiten oder Präsentationsübungen machen wollen, dass sie einige Leute zur Prüfungsvorbereitung zum ersten mal gesehen hat…
Im Moment beschäftigen wir uns mit Personalauswahl. Es ist halt echt ein Schwafelthema, aber ich finde es ganz angenehm, dass wir nicht zu jedem Termin nur mit Paragrafen bombardiert werden.
Am Samstag vor den Sommerferien haben wir mit ihr den letzten Unterricht und sie hat letztes mal gesagt, dass sie eine Flasche Sekt mitbringt 😉

KLR hat sich normalisiert. Die Dozentin ist wirklich okay. Die erste Stunde mit ihr war ja für mich etwas einschüchternd, aber seit der zweiten Stunde, seit auch sie gemerkt hat, dass wir umgänglich, zugänglich, lernwillig und nett sind, ist sie auch nett zu uns. Nur dumme Fragen kann sie nicht ab. Aber wirklich dumme Fragen. Und das kann ich wiederum gut verstehen 😉

Abgabenordnung und Einkommensteuer haben wir bei den gleichen Dozenten. Sie sind zu zweit, teilen sich den Unterricht auf, aber nicht heute der eine, nächstes mal der andere, sondern sie sind beide immer da. Ein Mann und eine Frau. Ich hab sie für ein Ehepaar gehalten, sind sie aber nicht. Dann haben sie aber bestimmt eine Affäre 😉
Er ist ein richtiges Arschloch. Überheblich lässt er uns spüren, dass wir etwas nicht wissen. Er setzt im Grunde Steuerberaterwissen voraus. Tja… in seinen Augen können wir die Prüfung gar nicht schaffen, wenn wir ja „nur Debitoren buchen“. Puh…
Sie ist Kettenraucherin und Alkoholikerin, so sieht sie zumindest aus. Sie bringt ihn immer mal ein wenig runter, aber ich finde sie genauso ätzend wie ihn.
Es wird für mich wirklich schwierig da mitzukommen, weil ich oft den Gedankensprüngen nicht folgen kann. Ich werde auch keine Fragen mehr stellen, weil ich mir kein Augenverdrehen und Seufzen antun will. WIr haben uns über die schon beschwert. Die mögen uns genauso wenig wie wir die… aber ich glaube es gibt keine anderen Dozenten. Dabei sollten sie schnell neue suchen, denn wir sind der letzte Kurs, den sie unterrichten wollen. Das Niveau der Teilnehmer nimmt ja stetig ab, die haben ja immer weniger Vorwissen, darauf haben sie keine Lust mehr. Aha.

Körperschaftsteuer ist mega anstrengend. Der Dozent weiß alles, aber er schafft es nicht das zu vermitteln. Er hat uns den ersten Teil seines Skripts ausgeteilt. 200 Seiten… Da steht alles drin, wir brauchen keine anderen Bücher, wir brauchen nicht mal mitschreiben. „Ich weiß gar nicht, was Sie da alles aufschreiben, es steht doch alles im Skript?“ Tja… wenn man aber nicht weiß, worüber er gerade spricht, dann kann man auch nicht die entsprechende Seite aufschlagen und da eventuell ein paar Notizen machen.
Auch hier mache ich mir Gedanken, ob ich das in meinen Schädel kriege… In der letzten KÖ-Stunde war ich nicht da und habe noch nichts nachgearbeitet… das muss ich am WE dringend machen, denn nächste Woche gehts ja schon weiter im Stoff.
Der Typ ist wirklich… speziell… Wir dürfen im Unterricht nicht essen, was für mich nicht schlimm ist, weil ich vorher genug Zeit habe, aber viele kommen erst zum Unterrichtsbeginn und können auch nicht viel eher da sein. Wir dürfen kein Handy draußen haben, tuscheln dürfen wir eigenltich auch nicht, zu spät kommen ist auch nicht erwünscht… Wenigstens dürfen wir trinken, aber am liebsten wärs ihm, wir würden es lassen…
Seine Übungsaufgaben sind sinnlos, weil wir sie nicht lösen können. Er teilt sie aus und erzählt uns dann freudestrahlend, dass selbst seine Finanzamts-Kollegen mit 150 Jahren Berufserfahrung die nicht lösen konnten. Danke, das ist sehr motivierend! Da denkt man dann, man hätte einen Ansatz und dann kommt er mit einem grinsenden „Aaaaber…“ daher, das den ganzen Fall kippt und für mich nicht mehr nachvollziehbar macht… Wieso kann er uns nicht einfach ein paar ganz einfache Fälle vorlegen, ganz eindeutige Sachen, damit wir erstmal das Grundprinzip kapieren, die Herangehensweise?

Berufsausbildung planen ist genauso ein Schwafelfach wie Kommunkation. Für mich war das bisher nix neues. Rechte und Pflichten von Auszubildenden Jugendarbeitsschutz, Berufsbildungsgesetz.

Berichterstattung hatten wir erst einmal. Die Dozentin hat selbst erst 2016 ihre Bibu-Prüfung gemacht und weiß also, wie es uns geht. Sie schreibt unfassbar viel auf im Unterricht, ich werde nachher wohl einen dicken Ordner Mitschriften haben… Leider kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern, was wir in der ersten Stunde gemacht haben. Ist ja super hängen geblieben… Na ja, es geht letztlich um die Jahresabschlussanalyse, Berechnung von Kennzahlen und so, um den Jahresabschluss auswerten zu können.
Ich weiß noch nicht, wie gut ich ihren Unterricht finde… Sie schreibt alles auf Folien am Overheadprojektor auf, wir schreiben ab. Wer schreibt, der bleibt… Aber ich fänds sinnvoller, wenn sie das Thema wirklich erklären würde und sie dann von mir aus Zusammenfassungen diktieren würde. Mal sehen, nächste Woche sind wir wieder dran.

Umsatzsteuer und Gewerbe-/Grundsteuer machen mir jetzt schon ein bisschen Angst… Weil ich schon in Einkommensteuer und KÖ keinen richtigen roten Faden erkennen kann und noch nicht sehe, worauf das alles hinausläuft… Und Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards bringt mich hoffentlich nicht zu sehr mit den HGB-Richtlinien durcheinander…

Insgesamt bin ich momentan in einem kleinen Motivationsloch. Ich frage mich, wozu ich das mache, wenn ich Stellenausschreibungen lese, denke ich eh nur „kann ich nicht, kann ich nicht, hab ich noch nie gemacht“. Ich frage mich, ob ich damit wirklich weiter komme. Ich frage mich, ob ich das wirklich schaffe. Ich lerne viel zu wenig! Ich habe auf verschiedene Weisen probiert, zusammen zu fassen. Habe versucht eine Excelübersicht für Jahresabschluss und die handels- und steuerrechtlichen Bewertungsrichtlinien zu erstellen. Ich habe angefangen, selbst eine Art Skript zu schreiben, das sich am IHK-Rahmenlehrplan orientiert. Ich habe einen eigenen Blog erstellt, in dem ich nach Themen sortiert einiges zusammen fasse… Irgendwie finde ich alles nicht so gut und ich weiß noch nicht, wie ich weiter vorgehen soll… Das macht mir Druck und Angst. Es ist noch über ein Jahr bis zur Prüfung. Rational denkend, weiß ich, dass ich das schaffen kann. Aber trotzdem habe ich Angst, dass ich es nicht schaffe… Weil ich das Gefühl habe, in Jahresabschluss nichts zu wissen, in KÖ nichts zu raffen und ich Einkommensteuer und Abgabenordnung total dicht zu machen, weil die so asozial sind… Wenigstens habe ich Ordnung in meinen Mitschriften…