Boot auf dem Trockenen – 14.07.2018

Da war er nun dahin, der Plan, den ich mir gemacht hatte… Ursprünglich war der Plan, freitags auf den Teide zu fahren und samstags dann nach La Orotava. Nun war ich Freitag schon in La Orotava und wollte da heute nicht noch mal hingurken. Irgendwie war der ganze Samstag total vergammelt. Obwohl ich am Vortag festgestellt hatte, dass Autofahren üüüüberhaupt nicht schlimm ist, konnte ich mich nicht aufraffen, am Samstag noch mal loszufahren. Ich saß nach dem Frühstück auf dem Balkon, hab gelesen, Postkarten geschrieben und festgestellt, dass die Kalima so viel besser geworden ist, dass man sogar La Gomera sehen konnte!. Aber die ganze Zeit hab ich gedacht, dass ich meine Zeit besser nutzen müsste… Zu Fahren bereitete mir trotzdem ein Flattern im Magen. Was ist, wenn ich dann keinen Parkplatz finde… Wirklich dämlich.

Um 15 Uhr, als die Sonne voll auf meinen Balkon geknallt hat und ich nicht mehr draußen sitzen konnte, hab ich mich einfach zusammen gerissen, mich mit Juan im Partnerlook angezogen und bin noch mal losgefahren. Und als ich dann am Fahren war, war es auch wieder überhaupt nicht schlimm. Völlig selbstverständlich irgendwie. Ich bin noch mal nach Costa Adeje gefahren, da war ein Boot an der Straße. Daneben eine ganz winzige, alte Kirche. Den Cache, der da in der Nähe war (natürlich, sonst hätte ich das Boot wohl nie gefunden ;)), hab ich allerdings nicht gefunden.

Zufrieden mit mir, dass ich doch noch mal aus meiner Komfortzone rausgekommen bin, bin ich wieder zurück gefahren.
Auf dem Rückweg hab bin ich noch zu einer Tankstelle gefahren. Ich hatte Juan 3/4-voll bekommen und sollte ihn auch 3/4-voll zurück geben. Um mir also den Stress mit dem Tanken am Montag auf dem Weg zum Flughafen zu ersparen, wollte ich das gleich erledigen. Sehr clever von mir, fand ich 😉 Nicht so clever war allerdings, dass ich mir nicht hatte zeigen lassen, wo der Tankdeckel auf geht. Ich stand also vor der Zapfsäule (bloß gut auf der richtigen Seite!! :D) und hab auf der Fahrerseite nach einem Knopf gesucht, um den zu öffnen… hab keinen gefunden. Dann dachte ich, vielleicht geht der Deckel ja so auf und muss dann mit dem Schlüssel aufgeschlossen werden.
So war es auch. Die Klappe ging auf, nur war da kein Schlüssel, sondern direkt die Öffnung zum tanken, die allerdings irgendwie versperrt aussah. Also ich hab geguckt, wie ein Schwein ins Uhrwerk und hab auch nur gedacht, wie blöd, dass ich mir das nicht erklären lassen hab! Dabei hatten wir noch übers tanken gesprochen, weil ich noch 2x nachgefragt hatte, was ich tanken muss und wie das auf Spanisch heißt…
Ich hab dann einfach mal den Tankrüssel genommen und reingesteckt, diese Verschlussklappe ging dann auch zur Seite (ich hatte mit dem Finger gedrück, da hat die sich keinen Millimeter bewegt), aber tanken ging dann nicht. Hab gedrückt, aber da kam nix… Ich kam mir wirklich langsam vor, wie der erste Mensch. Wenigstens war niemand hinter mir, der sieht, wie blöd ich mich anstelle! 😉 Heute denke ich mir, wenn einer hinter mir gewesen wäre, hätte der mir helfen können. Auf einmal piepte dieser Tankrüssel 3x, dann fing die Zapfsäule an zu rauschen, als wär sie aktiviert worden und dann ging das auch mit dem Tanken.
Ganz seltsame Technik haben die da in Spanien! 😀

Zufrieden, dass ich auch dieser Hürde gemeister hatte, bin ich zum Hotel gefahren und hab einen noch viel besseren Parkplatz gefunden. Puh! Ich hatte irgendwie einen Lauf 😉 Das Essen abends war auch wieder sehr lecker, der Sonnenuntergang war richtig schön, nur fürs Pub hatte sich niemand gemeldet. Da bin ich halt alleine gegangen und kaum saß ich an der Bar, hatte ich meinen Cider vor mir. Der Kellner vom Vortag war da und wusste, was ich trinke 😉

Nuckelpinne – 13.07.2018

Der Tag der Tage! Autofahren im Ausland. Warum mich das vor so eine Herausforderung gestellt hat… ich weiß es nicht. Ich hab es mir halt einfach nicht zugetraut.
Ich bin zu der Tiefgarage gebracht worden, wo die Vermietung die Autos stehen hatte und bin da noch mal eingewiesen worden. Ich war sowas von aufgeregt, dass ich sehr froh war, dass die Mitarbeiterin eine Deutsche war! Ich kann gut Englisch, aber ich glaube ich hätte die Hälfte nicht verstanden.
Ich bin also mit dem Fiat Panda (ich hab ihn liebevoll Juan genannt) aus der Tiefgarage rausgefahren und wollte zum Pico del Teide und stand dann irgendwie mitten in Los Cristianos an einem vollen, zweispurigen Kreisel. Aber statt dass dieser Moment Panik in mir ausgelöst hätte, bin ich da einfach rein und rausgefahren, als hätte ich nie was anderes gemacht. Ich mein… es ist ja auch nicht anders als hier. Die Verkehrsregeln sind die gleichen, die Schilder sind ziemlich die gleichen… Es war einfach nur eine fremde, neue Situation, die mir (wie üblich) Angst gemacht hat.

Am Vortag hatte ich eine E-Mail bekommen, dass meine Seilbahnfahrt auf den Teide storniert wurde, weil die Wetterbedingungen zu schlecht waren. Es war zu windig, da fährt die Seilbahn nicht. Ich bin trotzdem hingefahren, weil ich dachte, vielleicht entscheiden sie sich spontan anders…
Der Teide war ausgeschildert und es gibt ja im Grunde auch nur fünf Straßen auf Teneriffa 😉 deshalb bin ich ohne Navi gefahren, weil ich mir meinen Akku für eine Rücknavigation aufsparen wollte. Ich hatte nämlich kein Kfz-Kabel dabei und Fotos wollte ich ja auch noch machen… Das war auch wirklich kein Problem, denn als ich erstmal auf der Straße zum Vulkan war, gabs keine Möglichkeit mehr sich zu verfahren.

Natürlich war die Seilbahn trotzdem geschlossen. Das war echt schade. Laut Vorhersage auf der Homepage sollte am Sonntag wieder geöffnet sein, aber alle Zeitslots, für die man Karten vorab kaufen konnten, waren bis 16 Uhr ausgebucht… Das ging natürlich nicht, weil ich am Sonntag um 16 Uhr meine Massage hatte.
Sehr schade. Also bin ich da „nur“ im Nationalpark ein bisschen rumspaziert, hab einen Cache gefunden und bin dann weiter Richtung Norden. Ich wollte nach La Orotava, weil das wohl ein hübsches Städtchen wär und da gabs auch einen Sightseeing-Cache.
Ich war inzwischen auf der Nordseite des Berges/der Insel angekommen. Dort hingen die Wolken fest und plötzlich war durch die Feuchtigkeit dort auch alles grün bewachsen. Ich musste durch die Wolkendecke fahren und kam mir kurz vor wie in Schottland, als wir durch die Wolke über den Gebirgspass gefahren sind 😉

Auch nach La Orotava konnte man sich nicht verfahren, denn vom Teide aus führte genau eine Straße dorthin. Im Ort wollte ich dann irgendwo parken, ich bin da also durch die Straßen gefahren, war dann mitten in der Altstadt mit ihren schmalen Gässchen und wirklich hübschen Häusern, aber es gab nirgends einen Parkplatz und die Straßen waren teilweise so schmal, dass genau ein Auto durchgepasst hat. Also auch nix mit anhalten und googlen, wo man parken kann, weil dann niemand hinter mir mehr durch kommt. Irgendwann war ich am Ortsausgang und dachte, ich fahr einfach zum nächsten Kreisel und dreh da um und guck noch mal. Aber wie es dann so ist: es kam kein Kreisel. Erst ewig später, da waren auch freie Parkplätze, also hab ich mich kurz da hingestellt um zu gucken, wo ich überhaupt bin und wie weit es jetzt zu dem Cache ist. Ich hätte ja vielleicht laufen können.
Inzwischen war es 14 Uhr, bis zum Cache waren es zwei, drei Kilometer und ich hatte irgendwie keinen Bock mehr. Ich war in San Antonio, was scheinbar ein Ortsteil von La Orotava ist, aber etwas außerhalb des eigentlichen Ortes liegt. Ich bin da etwas rumgelaufen, hab direkt um die Ecke von dem Parkplatz eine Tapas Bar gefunden und erstmal was gegessen. Die Kellner konnten so gut wie kein Englisch, ich ja kein Spanisch, aber irgendwie haben wir es trotzdem hingekriegt, dass ich Essen auf dem Tisch hatte 😉 Und die rote Mojo-Soße war unfassbar lecker!

Als ich dann um 3 fertig war mit essen, hatte ich die Wahl, noch mal nach Orotava oder nach Hause? Laut Google Maps brauchte ich noch 1,5h zurück zum Hotel. Auf der Nordseite der Insel war es zwar kühler aber die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Ich war klitschenass, kaputt und hatte eigentlich keine Lust mehr, also bin ich zurück gefahren. Den weiteren, aber sicher komfortableren Weg um die Nordspitze rum und über die einzige Autobahn zurück an die Südecke von Teneriffa. Da hab ich dann doch das Navi angemacht und hab tatsächlich 1,5h gebraucht. Die Autobahn war sogar teilweise 4-spurig, da hab ich mich doch gleich gefühlt wie zu Hause 😀 Mit einem Parkplatz hatte ich dann auch Glück (das war nämlich meine andere Sorge!)

Der Tag war der einzige, an dem es abends mal nicht geschmeckt hat, und das wo das der kanarische Abend war! 😉 Abends hab ich mich noch mal mit dem Paar vorm Vorabend im Pub getroffen, aber dieses mal gings nicht so lange.

Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass ich an diesem Tag nichts sinnvolles gemacht habe. Ich bin eigentlich ziemlich sinnlos einmal quer über die Insel gefahren, hab so zwar viel gesehen, aber ich hatte halt nichts von dem gemacht, was eigentlich der Plan war… trotzdem war das ein ziemlich guter Tag, weil ich mal ganz deutlich festgestellt hab, dass ich mir nicht immer so einen Kopf machen muss. Dass ich mir ruhig viel mehr zutrauen kann. Irgendwie, dass ich doch alles schaffen kann, was ich will.

 

Udo, Udo, Udo…

Was machst du bloß?
Bin auf dem Rückweg von den Neffis liegen geblieben. Bloß gut bin ich von der Autobahn runter gefahren, als er anfing zu stottern und nicht mehr beschleunigt hat. Ich hätte ungern 2h hinter der Leitplanke warten wollen. Womöglich noch in der prallen Sonne!
Auto in der Werkstatt, Katalysator im Arsch, Auspuff mit den Teilen zugesetzt. Wird repariert, alles Garantieleistung. Hab einen i20-Leihwagen, der nix kann, außer Klima… immerhin. Aber ich darf halt nicht vergessen, dass er nicht piepst beim einparken.
Wenigstens ist es auf dem Rückweg passiert und nicht auf dem Hinweg, wenigstens in Schlüchtern, nicht als ich auf dem Rastplatz zwischen Erfurt und Eisenach war. Oder als wir auf dem Weg nach Schönwalde waren… man man man…

Kacktag gestern… Ich hatte mir das alles anders vorgestellt. Ich bin so gut durch gekommen und wäre so gern schon halb 12 zu Hause gewesen und hätte den restlichen Tag gechillt. So wars dann halb 5 und chillen war nicht mehr. Ich hatte Kopfschmerzen und war einfach nur platt und todmüde. 4h fahren, 2h auf den Abschlepper warten, 2h in der Werkstatt warten, noch mal ne Stunde heim fahren… Unterwegs um die Zeit natürlich der dicke Feierabendverkehr mit Stau, noch dazu Weltuntergang, zentimeterhoch das Wasser auf der Straße und von oben so viel, dass die Scheibenwischer auch auf der höchsten Stufe nicht nachkommen…und das alles im nem fremden Auto. So fremd ist die Karre ja nicht, aber trotzdem…

Heute hock ich mehr oder weniger frisch im Büro, mal gucken, hoffentlich ist nicht so viel los. Schule hab ich nachher nämlich auch noch…

Jahresrückblick-Stöckchen 2017

Auch für 2017 möchte ich einen kleinen Jahresrückblick machen. So macht man sich doch viel mehr bewusst, was man alles gemacht hat und ruft sich noch viel mehr in Erinnerung.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2018!

Zugenommen oder abgenommen?
Neulich hab ich gedacht, dass ich echt richtig zugelegt hab. Das ist mir auf einem Foto aufgefallen, dass ich im Gesicht richtig rund geworden bin. Tja… also zwei Abende die Woche, in denen ich mich doch noch mal meinen Fressgelüsten hingebe, wenn ich um halb 10 zu Hause bin, machen sich wohl doch nun auch sichtbar bemerkbar. Einen richtigen Essrhythmuss muss ich da noch finden. Und auch die Chips reduzieren, das hat sich in letzter Zeit auch wieder sehr gehäuft.

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr. Im Oktober kam noch der letzte Schritt der letzten Tarifrunde oben drauf, und ich bin ja grundsätzlich sparsam.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht Bilanzbuchhalter werden zu wollen. Ja, es ist eine Umstellung, aber noch ist es nicht so hart, wie ich es befürchtet habe. Ich befürchte im gleichen Atemzug, dass ich es zu leicht nehme. Durch zwei Abende Schule die Woche ist so eine Woche unglaublich schnell um und die kommenden gut 1,5 Jahre werden auch schnell vergehen. Aber ich merke jetzt schon, dass ich meine Urlaubspläne in 2018 einfach mal in die Tonne treten kann, weil sich nämlich Schulferien und Arbeitsaufgaben nicht zusammen gehen. Ostern ist um den Monatswechsel März/April. Da muss ich halt arbeiten. Urlaub? Vergiss es. Aber ok, Abstriche muss man halt immer machen.

Schlimmstes Ereignis?
Mein Verkauf von Peter. Für den ein oder anderen mag das eine Lappalie sein, aber mich von meinem ersten Auto zu trennen ist mir tatsächlich unglaublich schwer gefallen. Und auch heute, fast ein halbes Jahr später, denk ich immer noch manchmal wehmütig an ihn, auch wenn der Neue so viel Komfort bietet.

Schönstes Ereignis?
Der Harry-Potter-Marathon an bzw. nach den Weihnachtsfeiertagen 🙂
Der Namenlose war fertig mit lesen und wir haben die restlichen Filme geguckt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich nur die Filme 1-3 und 5 gesehen habe. Den 4. und 7.1 nur teilweise. Aber ich hätte geschworen, dass ich die Filme kenne und ich war wieder total beeindruckt und begeistert, wie gut die Filme zu meiner Fantasie gepasst haben, rein von der optischen Umsetzung! Hammer! Deshalb hätte ich nie bezweifelt, die Filme gesehen zu haben 😀
Aber: was die da alles weggelassen, verdreht und sogar dazuerfunden haben! Man man man…
Für alle, die Harry Potter nur gesehen haben: Der Fuchsbau wird nicht niedergebrannt!
Und: Wer von den Nicht-Lesern weiß, was es eigentlich mit dem Ring auf sich hatte und was das mit der Spiegelscherbe im Keller der Malfoys war. Was es mit dieser Scherbe überhaupt auf sich hatte? Und wisst ihr, dass Wurmschwanz eigentlich tot ist? Und wieso die Todesser so plötzlich herkamen, als sie bei Xeno Lovegood waren?

Die gefährlichste Unternehmung?
Ach dieses Jahr war ich so vernünftig, ich habe nichts gefährliches unternommen. Ich habe das Wort „gefährlich“ in 2017 nicht mal benutzt! 😉

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das teuerste in diesem Jahr war mein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Wenn ich mich daran bloß erinnern könnte… also bei unserem Lieblingsperser schmeckts immer hervorragend! Oh und als wir zum Jahrestag bei diesem Italiener waren, das war auch sehr sehr lecker. Aber auch die Burger bei unseren Freunden sind gut. Aber da ist es auch das Umfeld, was es einfach so lecker macht. Mit denen Zeit zu verbringen ist immer lustig und einfach schön!

Das beeindruckendste Buch?
2017 habe ich auch wieder einiges gelesen. Wer stöbern mag, kann das gern tun. Ich habe mich bemüht alles konstruktiv zu betrachten, was mir nicht immer gelungen ist 😉 Beeindruckend war dabei aber nichts.

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– mit der Ostsee

– mit meinem großen und meinem kleinen Neffen, die ich ein paar mal besucht hab und mit denen ich sogar ein paar Tage zusammen im Urlaub war.

Die größte Veränderung des Jahres?
Tatsächlich der Umzug und das nun dauerhafte „Aufeinanderhocken“ des Namenlosen und mir. Meine Wohnung war zu Ende Januar oder Februar gekündigt (ich weiß es schon gar nicht mehr genau) und seit dem gibt es eben keine wirkliche Rückzugsmöglichkeit mehr. Klar ich kann mich natürlich im Arbeitszimmer auf die Couch legen und lesen oder ich sitze da und nähe, während der Namenlose im Wohnzimmer fernsieht. Oder er arbeitet lange oder was weiß ich. Seit September mach ich ja nun auch noch die Weiterbildung, da reduziert sich die mögliche Aufeinanderhockzeit wieder. Aber sich wirklich jeden Tag zu sehen und das Bewusstsein, nicht mal ausweichen zu können (grad wenn man krank ist zB), ist halt doch was anderes.

2017 zum ersten Mal getan?
– auf Lanzarote gewesen

2017 nach langer Zeit wieder getan?
– Umgezogen und mit jemandem zusammen gezogen. Ich habe 6 1/2 Jahre in meiner kleinen, feinen Wohnung gewohnt, Höhen und Tiefen gehabt, Besuch gehabt, gekocht, getrunken, gekichert, geheult; sie im Urlaub tagelang nicht verlassen, sie später lange leer stehen lassen; umgeräumt, gestrichen, ausgemistet, in Chaos verwandelt und auf Hochglanz poliert und ich glaube ich habe ganze 2x die Fenster geputzt 😀
– die Haare kurz geschnitten. Tja, meine Schnittlauchlocken waren ziemlich lang, ungefähr bis zur Taille hingen sie und sie waren dünn und dann doch kaputt in den Spitzen. Ich wusste nie, was ich mit denen machen soll, hab immer nur einen Zopf getragen, niemals offen… tja, also die mussten ab und es war eine sehr gute Entscheidung!

2017 leider gar nicht getan?
Mich von Facebook fern gehalten. Ich verbringe wirklich zu viel Zeit dort am Handy. Aber ich kann es auch nicht über mich bringen, mich da anzumelden… Inzwischen habe ich auch angefangen, meine genähten Sachen dort zu posten um mein Ego zu streicheln… :-/ Bzw mehr um zu gucken, was andere so machen (und sich trauen anzuziehen)

Wort des Jahres?
Bilanzbuchhalter

Erkenntnis des Jahres?
Die Abendschule ist gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Selbstzweifel, zu wenig Selbstbewusstsein und zu viel Kritik an mir selbst.
Ich habe am letzten Freitag im Jahr, als kaum einer im Büro war, zum ersten Mal in meinem Leben ein Kleid zur Arbeit angezogen. Ein selbst genähtes legeres Hoodie-Kleid. Also nicht megaschick oder besonders weiblich. Trotzdem habe ich gemerkt, wie die Kollegen geguckt haben. Ob es kacke aussieht, war mein allererster Gedanke dazu… Das ist echt wieder typisch ich. Und selbst wenn es ihnen nicht gefällt, könnte es mir egal sein.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Andere, dass es unklug ist, mich zu unterschätzen. Hat (noch) nicht so geklappt, wie ich mir das dachte, aber die werden schon noch alle gucken!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, also ich glaube, dass eine gewisse Eulenhose ganz gut ankam 😀 Ich hätt sie am liebsten selbst behalten 😀

Eulenhose

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Und ja, ich hatte Pipi in den Augen 😉

Herzaugensmiley

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Im Ernst, gestern ist mir was eingefallen, was hier hin gemusst hätte, aber es ist mir wieder entfallen. Dann halt der hier: „Jetzt bist du wieder schön!“ Sagte mein großer Neffe zu mir, als ich bei meiner Schwester mit frisch geföhnten Haaren und frisch geschminkt morgens aus dem Bad kam. *Herzaugensmiley*

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Nur ein Strich! 😉

2017 war mit einem Wort?
Vollgepackt.

Freitags-Füller 29/2017

1. Oh Mist, der Stammpostbote hat Urlaub und jetzt ging ein Brief an mich zurück an den Absender, weil der Vertreter nicht wusste, dass er meine Post mitsamt der Namenlosenpost in seiner Firma abgeben kann… Und doppelt Mist, denn ich habe meine Ed Sheeran CD in Peters CD-Player vergessen. Der Käufer wollte sie mir zurück schicken und ich hoffe, dass sie nicht auch schon wieder zurück gegangen ist. Also, seit gestern prangt dann jetzt doch mal endlich mein Name mit am offiziellen Briefkasten 😉.

2. Es ist Urlaubszeit und im Büro ist echt extrem wenig los. Noch dazu sind wir momentan mehr als genug Leute für die Arbeit und ich halte mich inzwischen komplett zurück, auch wenn ich anhand der Gespräche mitkriege, was da alles nicht so läuft, wie es sollte. Zum Beispiel sollte der Trotzkopf Zahlläufe prüfen, obwohl er noch nicht mal selbst einen Zahllauf erstellen kann. Der wusste auch gar nicht richtig, was er eigentlich prüfen soll, aber hat halt trotzdem unterschrieben. Als ich das mitbekommen hab, wollte ich mich kurz aufregen, aber dann sage ich mir: „Hey, bleib ruhig, ist nicht deine Unterschrift die da steht, wenns falsch ist. Ist auch nicht dein Bier, wenns Anschiss gibt. Chef muss sich im Zweifel verantworten“.

3. Wollte ich nicht sowieso entspannter werden??

4. Heute bin ich das zweite mal mit meinem neuen Auto zur Arbeit gefahren 😀 ein bisschen ungewohnt ist es noch, das Gaspedal ist viel empfindlicher als vorher und auch die Kupplung ist anders. Überhaupt ist alles irgendwie anders. Die Sitzfläche ist länger, das macht sich bei langen Fahrten bestimmt bemerkbar, die Schaltwege sind viel kürzer und überhaupt geht das Schalten butterweich. Der Blinker klingt anders, das Klackern ist sanfter. Gestern hats morgens ein bisschen geregnet, da ging ganz allein der Scheibenwischer an und wenn ich in die Tiefgarage fahre, dann geht mein Licht an 😀 Aber das beste ist natürlich der Parkpiepser!! *Herzaugensmiley* Ich hab auch heute gleich mal auf meinem Lieblingsparkplatz geparkt, weil der heute morgen frei war. Ich hab dafür erstmal ne Ehrenrunde gedreht, weil ich ein Auto direkt hinter mir hatte und ich wollte mir fürs erste Mal rückwärts einparken Zeit nehmen 😉 Es hat auf Anhieb geklappt, aber ich war auch echt gaaaaaaanz langsam, so mit 2 km/h, weil ich noch nicht weiß, wie schnell und empfindlich der Piepser reagiert. Joa, hinterher habe ich festgestellt, ich habe noch einen halben Meter Platz 😉 Ja, also jetzt bin ich mit ner ganzen Menge Schnickschnack unterwegs.

geht noch!

5. Die Modesünde des Sommers sind meiner Meinung nach die zurückgekommenen 90er 😉 Diese super hoch geschnittenen Hosen, die bis über den Bauchnabel gehen sind wieder total in. Dazu dann ein bauchfreies enges Shirt und darüber, oder gern auch um die Hüfte geknotet, ein kariertes Holzfällerhemd… Aber genauso schlimm finde ich persönlich Culottes… ganz schlimm!.

6. Einer nervt mich grad tierisch, weil er schrecklich juckt, aber sonst hatte ich diesen Sommer noch gar nicht so viele Mückenstiche.

7. Was das Wochenende angeht, heute (Abend) freue ich mich auf einen kleinen Einkauf im Stoffladen und einen Taschennähversuch, morgen habe ich geplant, mit dem Namenlosen endlich das Ausmistchaos im Schlafzimmer und Kleiderschrank zu beseitigen und Sonntag möchte ich nicht nur rumgammeln!

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Freitags-Füller 28/2017

1. Thema Nr. 1 ist im Moment mein Auto. Mein altes, mein neues, Verkauf, Kauf, Kreditvertrag, Versicherung, Abmeldung, Zulassung und und und… alles dreht sich darum und langsam macht es mich wahnsinnig und ich bin eigentlich froh, wenn das alles durch ist.

2. Der Interessent, der Samstag kommt, der will mein altes Auto direkt mitnehmen. So war das eigentlich nicht geplant. Mir wär lieber gewesen, der Käufer wäre aus der gleichen Stadt gekommen. Dann hätte er das Auto ummelden und danach holen können. Aber ein auf mich gemeldetes Auto wegzugeben, finde ich trotz vertraglicher Regeleungen nicht unbedenklich.

3. Gestern hätte ich fast vergessen, dass schon Donnerstag ist. Irgendwie ist mein Zeitempfinden diese Woche ganz komisch. Ich dachte laufend am Mittwoch, es wär erst Dienstag und heute morgen hat der Namenlose mich zwei mal gefragt, ob heute Freitag ist..

4. Da sich der Verkäufer noch nicht gemeldet hat, gehe ich nicht davon aus, mein neues Auto noch diese Woche holen zu können. Davon bin ich aber sowieso nicht ausgegangen, das erschien mir gleich etwas knapp. Dem potentiellen Käufer von Samstag hatte ich auch noch gesagt, ich bräuchte mein Auto noch bis Dienstag. Ich bin komplett eingestellt auf nächste Woche.

5. Es würde helfen, die ganze Sache etwas distanzierter zu betrachten. Aber so sehr ich es mir auch vornehme, es geht nicht. Auch heute bin ich wehmütig, denn mein Heimweg nachher wird ziemlich wahrscheinlich meine letzte Fahrt mit Peter sein.

6. Früher habe ich viel bei Amazon bestellt. Aber inzwischen kaum noch. Das letzte was ich da gekauft habe, war Nähzubehör. Da ich aber einen Tolino hab, kaufe ich keine Bücher mehr bei Amazon.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Schnaps mit Peter, morgen habe ich geplant, Peter zu verkaufen und Sonntag möchte ich mich damit abfinden!

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Peter und ich – eine Liebesgeschichte

Als ich fast 23 war lernte ich einen Mann kennen, in den ich mich schrecklich verliebte. Mit ihm war in meiner rosaroten Welt alles vorstellbar. Wir wohnten zusammen, zogen zusammen weg und fingen an, uns ein richtig sesshaftes, spießiges, festes, gemeinsames Leben aufzubauen.
Als er dann starb war von alledem nichts mehr übrig. Ich war allein und zutiefst erschüttert. Ich hatte nichts mehr. Nur Geld. Eine Entschädigungssumme, da sein Tod als „Arbeitsunfall“ gewertet wurde.

Dieses Geld ermöglichte mir, frisch in Ausbildung, ein normales Leben führen zu können, Miete zahlen zu können, Lebensmittel kaufen zu können ohne auf meine Eltern zurückgreifen zu müssen, die mich sonst natürlich unterstützt hätten. Aber ich wusste, dass sie selbst auch nicht viel übrig haben und ich war froh, ihnen nicht auf der Tasche liegen zu müssen.
Ich war schon immer und bin immer noch äußerst sparsam, aber etwas habe ich mir doch gegönnt: Ein Auto. Meinen Peter ❤
Peter bedeutete mir Unabhängigkeit, Freiheit. Irgendwie war er auch ein Trost. Ich sah ihn als Geschenk von "ihm". Ich war dankbar, dass mir in dieser schweren Zeit ein kleines bisschen Glück zugute kam und dass ich nicht nur Steine im Weg hatte.

Ich weiß noch genau, wie ich Peter damals gekauft hab. Es war ein Samstag, ich habe mir ein paar Autos angeschaut. Dann habe ich bei dem Händler angerufen, wo Peter auf mich gewartet hat. Es war schon nach 12 und er meinte am Telefon, dass sie um 1 schließen würden und dass ich zwar gern gucken kommen könnte, aber dass ich wohl keine Probefahrt mehr machen könnte. Ok, kein Problem, ich wollte trotzdem gucken.
Als wir dort ankamen sah ich ihn schon auf dem Hof und da wusste ich eigentlich schon, dass das mein Auto ist. Ich bekam den Schlüssel und setzte mich hinein. Stellte Sitz und Spiegel ein… Ja, das ist mein Auto.
Der Verkäufer hat mich vermutlich von drinnen gesehen, wie ich da freudestrahlend drin saß, denn er kam auf einmal mit Kennzeichen und meinte, ich könnte doch noch eine Probefahrt machen. Ich bin also einmal durch den Ort gefahren, hab irgendwo einmal rückwärts eingeparkt, bin zurück gefahren und zwang mich nicht zu euphorisch auszusehen, denn ich wollte eigentlich noch den Preis verhandeln. Als wir uns dann geeinigt hatten, bat ich kurz um Bedenkzeit, denn der Preis lag immer noch höher, als ich geplant hatte.
Ich sehe mich noch da sitzen, die Nummer meiner Eltern schon ins Handy getippt… Nein, dachte ich, das entscheide ich allein. Ich brauche mir nicht von meinen Eltern sagen lassen, was ich eh gefühlt habe.

Ich habe ihn also gekauft.

Ich kann mich an so viele Kleinigkeiten erinnern. Unsere Heimfahrt nach dem Kauf. So viele Fahrten zu meinen Eltern. In aller Frühe allein auf der Autobahn. Im dicken Nebel, auf Glatteis rutschend, in Staus stehend… So viel mal Einparken. Und darin wurde ich immer besser, als ich noch zur Berufsschule fahren musste… So viel Musik, ich hab ne ganze CD-Sammlung im Fußraum auf dem Beifahrersitz. Meine Schuhsammlung im Kofferraum… Im Sommer mit Schläppchen kann ich halt schlecht fahren 😉
Aber auch unschöne Momente. Wie er einmal gepiepst hat, als ich ihn am Bahnhof stehen lassen hab, weil ich mit der Bahn weiter gefahren bin und als ich zurück kam, war die Batterie leer… Tja… Lichtschalter war kaputt. Schalter war aus, Licht war trotzdem an. Wie mein Fensterheber nicht mehr funktioniert hat und mich 230 Euro gekostet hat! Wie mir im Winter die Scheiben von innen zufrieren… oder wie ich mich im Sommer halb tot schwitze, weil er keine Klimaanlage hat…
Aber Peter war immer treu. Er ist nie ernsthaft kaputt gegangen. 66.000 Kilometer sind wir zusammen gefahren. Und ich bin alle allein gefahren. Ok, 10 ist der Namenlose vielleicht mal gefahren, aber ich glaube er ist der einzige, den ich mit ihm fahren lassen hab. Ich glaube ich habe nicht mal meiner Mutter erlaubt zu fahren, obwohl die immer mit allen Autos fahren will 😉 66.000 Kilometer in 6,5 Jahren. Gerade habe ich die 111.111 km überschritten. Schade, dass ich grad auf der Autobahn war und kein Foto machen konnte 😉 😦

Mein Peter… und jetzt soll ich ihn also abgeben. Es bricht mir tatsächlich das Herz. 😦 Seit drei Tagen heule ich immer mal wieder. Mal mehr, mal weniger. Ich hänge wirklich sehr an ihm und es tut mir sehr weh, ihn wegzugeben. Gestern wars ganz schön schlimm. Denn ich habe mich für einen neuen entschieden.

Freitags-Füller 1/2017

1. Es ist kalt geworden und heute Morgen hatte ich sogar Angst, dass mein Auto nicht anspringt. Es klang ganz schön holperig beim Anlassen… Aber er lief dann doch ganz normal. Ich hatte gestern abend wenigstens daran gedacht, meine Folie über die Frontscheibe zu legen, so musste ich nur die Seiten freikratzen. Vorgestern hatte ich das vergessen und habe eine Weile gekratzt, bevor ich aufgegeben hab, und einfach das Enteisungsspray verwendet hab.

2. Ich mach ja wirklich immer alle Fenster frei. AUch die hinteren Seitenfenster. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn ich da nichts sehe, wenn ich rückwärts aus der Ausfahrt rausfahre. Andere stört das offenbar nicht, denn dass die so frei sind wie meins, sehe ich selten bei anderen Autos.

3. Im neuen Jahr brauche ich keine Miete mehr zahlen 😉 na ja, doch, im Januar noch mal und mit dem Namenlosen hab ich mich noch nicht geeinigt. ich hab ihm schon drei mal gesagt, dass ich ihm Miete zahlen will, aber er tut das immer ab….

4. Meine Kollegen mussten zwischen den Jahren ja alles alleine hinkriegen. Ich hab ja vorher schon angefangen, mich immer mehr rauszuhalten, wenn die was gemacht haben. Und in meinem Urlaub hab ich nur ganz wenige Gedanken an sie verschwendet. Und nach meinem Urlaub habe ich nichts kontrolliert von dem, was sie gemacht haben. Dass ich die Dinge doch loslassen kann ist irgendwie doch eine neue Entdeckung.

5. Unser Weihnachtsbaum steht noch im Wald, wo er hingehört 😉 wir hatten dieses Jahr keinen.

6. Wir haben nur noch den Kerzenständer mit den Weihnachtskugeln zu stehen und das ist ganz in Ordnung.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf stricken und Potty hören, morgen habe ich Kisten packen und Farbe kaufen geplant und Sonntag möchte ich Wände streichen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Talfahrt -28.05./29.05.

Samstag bin ich um 5:50 wach geworden. Ich bin dann aufgestanden, hab mich warm angezogen und hab mich auf den Balkon gesetzt. Die Sonne ging grad auf. Das Dorf lag noch total im Schatten, es war total still, keine Menschenseele draußen unterwegs und überhaupt war es da sooooo still, weil ja keine Autos fahren 🙂 Die Schafe am Hang gegenüber haben auch noch geschlafen 🙂

ich hab zugeguckt, wie sich das Licht über den Berg schiebt. Wie erst nur der Bergkamm erleuchtet war und dann die Sonne immer weiter gewandert ist. Richtig schön!
Am Matterhorn hing eine kleine Wolke und ich dachte, ich sitze hier einfach und warte, bis sie weggezogen ist, damit ich es dann endlich sehe und ein Foto machen kann.
Eine Stunde habe ich gesessen und gewartet und immer gedacht, gleich zieht die Wolke weg! die Zeit kam mir gar nicht so lange vor… Aber die Wolke blieb da wie festgesaugt.

Der Namenlose kam irgendwann dazu und hat ein Zeitraffervideo gemacht. Da kann man sehr schön sehen, wie sich die Wolke eigentlich die ganze Zeit um die Bergspitze dreht 😉 (Schade, das Video kann ich nicht hochladen, weil ich „nur“ Free-Mitglied bin)
Und über den Kamm schoben sich von der anderen Seite richtig dicke Wolken. Da, wo die Bergstation war, wo wir hin wollten.
Mit leerem Magen denkt es sich nicht gut, wir sind dann also im Ort in einer kleinen Bäckerei frühstücken gegangen und haben uns dann überlegt, dass wir nicht aufs Klein-Matterhorn hochfahren. Der Berg hängt eh in Wolken, die Webcam war sogar vernebelt, man hätte vermutlich gar nichts gesehen und wir haben uns gedacht, dass wir uns dann die 100 Franken pro Person (!!) sparen und nicht da hoch fahren.
Schade, aber dafür, dass ich nachher nix sehe, bin ich dann zu geizig.

Wir sind dann also gegen 10 mit dem Taxi zurück gefahren zum Auto, haben das Navi programmiert und wollten nach Freiburg. Ankunft 15 Uhr, ja das war doch eine gute Zeit.
Bis das Navi uns an einen Bahnhof geleitet hat. Das haben wir gar nicht gecheckt und sind erstmal vorbei gefahren. Das war natürlich falsch. Bis zum nächsten Ort, wo wir wenden konnten war es ein Stück. Zurück. Bahnhof also… Aaaah, jetzt hatten wir verstanden. es war ein Autozug durch den Berg.
Nach einem Kassensturz hatten wir noch ungefähr 28 Franken. Die Fahrt sollte 29,50 Franken kosten. Pro PW. Personenwagen?? Wir waren uns nicht sicher. Ich weiß im Nachhinein auch gar nicht, wieso wir nicht einfach die fehlenden 1,50 in Euro bezahlt haben… Was uns da abgehalten hat… Fakt ist, dass wir das Navi neu programmiert haben und Fähren aus der Navigation ausgeschlossen haben. Also mussten wir ein ganzes Stück weg zurück, mussten einen Umweg fahren und haben dann einen noch größeren Umweg gemacht, weil wir dann noch in Lausanne anhalten wollten. Gegen 14 Uhr waren wir da, haben am Hafen geparkt und einen Kaffee getrunken und ein Stückchen Kuchen gegessen, bevor es weiter ging nach Freiburg.

Freiburg war die einzige Station, wo wir nicht vorher ein Zimmer gebucht hatten. Wieso eigentlich nicht??
Auf jeden Fall war alles voll und wir haben dann das letzte teurer Zimmer im Novotel am Konzerthaus genommen. Immerhin hatten wir ja 200 Franken für die Bergfahrt am Matterhorn gespart 😉

In Freiburg zu übernachten war schon eine sehr gute Idee, weil es einfach anstrengend gewesen wär, am gleichen Tag noch bis nach Hause zu fahren. Wir sind noch ein bisschen durch die Altstadt gelaufen, haben sehr lecker gegessen, haben in einer Bar noch ein paar Shots getrunken und haben dann suuuuuuupergut in dem tollen Bett geschlafen. Das war ein ganz neues Bett mit irgendsoeiner schickimicki teuren Boxspring-Latexschaum-Matratze, was weiß ich 😉 ich hab jedenfalls richtig richtig gut geschlafen 🙂
auschecken mussten wir erst um 12, also sind wir morgens lange liegen geblieben, haben uns Kaffee gemacht, denn hier gabs eine Nespresso-Maschine 🙂 haben dann in Ruhe geduscht und den kleinen Regenschauer abgewartet, bevor wir zum Auto zurück gegangen sind.
Der Plan war, dass wir noch kurz nach Colmar nach Frankreich fahren, so weit ist das nämlich nicht, und da was zum Mittag essen und dann in Ruhe nach Hause fahren.

Aber der Plan ging nicht auf.
In Freiburg zu übernachten war nämlich keine sehr gute Idee, weil sie uns nachts das Auto aufgebrochen hatten… Wir kamen da also mega entspannt an, haben den Scherbenhaufen auf dem Sitz gesehen und einen Zettel von der Polizei, dass wir uns bitte melden sollen.
Die Polizeidienststelle war echt nur 50m Luftlinie weg… es wurden in der Nacht mehrere Autos aufgebrochen, sie haben den Täter auch erwischt, aber das half uns in dem Moment nix.
Also Planänderung: Zur Polizei, Anzeige unterschreiben und Wertsachen holen, die sie aus dem Auto genommen hatten. Dann den gröbsten Dreck beseitigen und zur Tanke fahren. Die restlichen Scherben wegsaugen, Brötchen und Kaffee holen und Heimfahrt antreten. Mit offenen Fenster. Bloß gut, dass es über 20 Grad war. Aber die Wolken sahen übel aus.
An einem Rasthof haben wir LKW-Fahrer nach Folie gefragt… die haben doch sowas… ich glaube einen Straßenzulassung hätte die Konstruktion nicht bekommen, aber zumindest hat es einen Zweck erfüllt, als wir eine viertel Stunde später in den Regen fuhren…

Das hätte zum Schluss echt nicht sein müssen, aber es war trotzdem ein sehr sehr schönes verlängertes Wochenende 🙂 Und das Fenster ist inzwischen repariert.