Freitags-Füller 23/2020

Freitag, 5. Juni 2020
Tag 51 im Home Office

1. Bei Rhabarber fällt mir als erstes der Geschmack von eingekochtem Rhabarberkompott mit Vanillesoße ein. Oh man, das ist so eine richtige Kindheitserinnerung. Meine Oma hatte immer Rhabarber im Garten. Ich hab den aber auch oft roh gegessen, in Zucker eingetaucht, weil er einfach so sauer war. Die Zähne sind immer ganz stumpf davon geworden. Dass da irgendeine giftige Säure drin ist, hat wohl damals niemanden interessiert 😉.

2. Was ich nie für möglich gehalten hätte ist eingetreten: Das Home Office hat negative Seiten. Waaaaaaas? Ja… Ich will trotzdem nicht zurück ins Büro, aber dieses ewige rumtelefoniere mit Leuten, die einem dann ständig ins Wort fallen (weil die Verbindung verzögert ist??), oder die mit der Technik nicht zurecht kommen und dadurch alles verzögern, oder die nicht raffen, dass man das Mikrofon auch stumm schalten kann und die dann wie Darth Vader hinein atmen… das neeeeervt. Und meine Zündschnur ist sehr kurz im Moment. Keine Ahnung wieso, was genau es auslöst. Ich könnte nämlich eigentlich rundum zufrieden sein. Bin ich etwa einfach eine unzufriedene Meckertante, die immer ein Haar in der Suppe suchen muss?? Schluss damit! Ich muss und will zu der Gelassenheit zurück, die ich in den ersten Tagen hatte. Denn ich will ja gar nicht zurück ins Büro!
Dieses Jahr war ich bisher übrigens öfter am heimisches Schreibtisch, als im Büro. In Anbetracht der Tatsache, dass Home Office bei uns bisher immer ziemlich verpönt war, finde ich diese Quote
spektakulär.

3. Ich verstehe nicht wie man Spaß an Gartenarbeit finden kann. Ich hasse Gartenarbeit. Ich hab es als Kind schon gehasst, wenn ich Unkraut zupfen musste, oder wenn ich zB Erdbeeren pflücken sollte. Ich hab immer Ausschlag an den Händen/Armen davon bekommen. Außerdem sind da immer Spinnen und Käfer rumgekrochen – ekelhaft! Jedenfalls wollte ich nie einen Garten haben, weil ich weiß, dass ich keine Lust habe, mich darum zu kümmern. Und was hab ich gemacht? Hab mir einen Mann angelacht, der einen Garten hat… Toll… Ich mein, wir beschränken die Gartenarbeit ja schon auf ein absolutes Minimum, aber selbst darauf hab ich schon nicht so Lust. Am Wochenende müssten wir mal wieder ein bisschen was tun...

4. Obwohl ich jeden Tag meine Pille nehme (und deshalb wissen müsste, welcher Wochentag ist) und obwohl ich jeden Tag am Computer sitze, wo das Datum bei jeder Mail und unten rechts in der Ecke ständig eingeblendet ist, weiß ich nie welcher Tag heute ist. Letztens dachte ich, es wäre Wochenende, obwohl ich an dem Tag gearbeitet hatte… Vermutlich liegts am Home Office, daran, dass ich nur noch 1x die Woche zum einkaufen gehe und sonst alle Tage einfach genau gleich sein, dass ich nie weiß „wann“ ich bin. Vielleicht sollte ich mir doch mal eine Uhr (mit Datumsanzeige) zulegen, denn offensichtlich bin ich momentan völlig zeitlos.

5. Das Gefühl von Stolz ist in letzter Zeit etwas in mir aufgekeimt, weil ich immer noch die Sommer-Body-Challenge durchhalte.

6. Sport ist aber nach wie vor Mord 😉 Mir fehlt immer noch das Hochgefühl am Ende, daher kann ich nicht sagen, das wäre wie für mich gemacht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Königsberger Klopse, morgen habe ich geplant, Brokkoli-Honig-Hähnchen zu kochen und Sonntag möchte ich Risotto mit Tomaten und Rucola machen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Powernapping in der Mittagspause

Montag, 18. Mai 2020
Tag 40 im Home Office

Eine kurze Woche steht bevor, weil ich mir den Brückentag am Freitag freigenommen habe. Ursprünglich hatte ich gedacht, dass ich so ein langes Wochenende ja mal nutzen könnte, um meine Neffen zu besuchen, oder mit dem Namenlosen mal einen kurzen Trip zu machen. Tja… ist wohl alles nix. Wobei ich ja jetzt zu meinen Neffen fahren könnte… Aber das ist wohl jetzt etwas kurzfristig.
Na ja, dann komm ich wenigstens nicht in die Versuchung, mein Sportprogramm auszusetzen.

Am Samstag war ein Pausentag und ich hatte befürchtet, dass ich kaum kriechen könnte, aber es war eigentlich ok. Hat ein bisschen hier und da gezogen, aber nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.
Aber müde bin ich. Scheißmüde. Auch gerade hab ich ein richtiges Tief und würde mich am liebsten hinlegen… Am besten ich mach jetzt Mittagspause und döse mal 20 Minuten.

Ein kleines Futter-Update gibt es auch und wieder der Hinweis auf die Sammlung meiner Lieblingsrezepte und Standard-Mahlzeiten.
Zucchini-Kartoffel-Eintopf
– Strammer Max
Würstchengulasch
Ofenhähnchen
– Schlemmerfilet
– Hähnchen mit Linsensalat mit roter Bete

Keschu’s got talent

Montag, 11. Mai 2020
Tag 35 im Home Office

Ähm ja… Nachdem ich mir den blöden Haken für Entwicklungsmöglichkeiten in meinem Mitarbeitergespräch „erkämpft“ habe, gab es heute einen Info-Call zu weiteren Schritten.
Nur mit dem Haken ist man nicht automatisch in einem Talent-Pool. Wär ja wohl zu einfach. Nein, man muss sich darum bewerben. Toll… Man muss ein Bewerbungsformular ausfüllen und ein Interview machen und dann werden maximal 25 Leute in den Talent-Pool aufgenommen. Dann gibt es eine Veranstaltung, wo Workshops und Trainings stattfinden und wo man dann netzwerken kann (darauf freu ich mich ja schon am meisten *hust*) und dann arbeitet man 9 Monate lang an einem Projekt, das dann in ca. einem Jahr präsentiert wird und wo man noch mal die Chance zum Netzwerken hat.
In dem Info-Call heute waren 21 Leute, es gibt nächste Woche noch einen zweiten. Da schau ich auch noch mal rein, damit ich weiß, wie groß die Konkurrenz überhaupt ist 😉 Bis dahin überleg ich mir schon mal, welches Bullshit-Bingo sie am ehesten in dem Bewerbungsformular sehen wollen…

Mein Wochenende war wieder etwas faul… Mein Stoffpaket kam Samstag noch an, ich hab die Stoffe gewaschen und gebügelt und zwei neue Masken genäht. Der Stoff ist viel besser! Ich muss sie mal länger als 5 Minuten tragen, aber beim atmen hat sich der Stoff zumindest nicht ans Gesicht gesaugt!
Im Garten haben wir natürlich nichts gemacht, wir faulen Schweine! Aber zumindest waren wir mit dem Hund draußen. Die wird langsam echt alt… so eine Runde ums Feld macht sie inzwischen schon etwas fertig 😉 Es war aber auch super warm am Sonntag.

Und dann noch ein Futter-Update:
Neben Resten, weil ich zu viel gekocht hatte, gabs letzte Woche folgendes zu essen:
– Fleisch und grüner Salat
– Käse-Lauch-Suppe
– Nudelsalat und Fleisch
– Schweinefilet mit Rahmgemüse und Kartoffelrösti

Und weil ich echt speckig geworden bin, hab ich mir vor ein paar Tagen mal wieder eine Kalorienzähl-App runter geladen. Ich stelle wieder fest, dass ich eigentlich gar nicht zu viel esse. Aber ein bisschen das falsche, zu fettig… Und natürlich fehlt mir die Bewegung.
Ich will jetzt die nächsten Wochen wirklich mal versuchen auf zugesetzten Zucker zu verzichten. Obst und Gemüse gibts natürlich trotzdem, aber ich schau mir mal die Zutaten auf Verpackungen an und Süßigkeiten gibts dann jetzt erstmal auch nicht mehr. Das hat nämlich in den letzten Wochen auch zugenommen. Vielleicht geht meine Neurodermitis dann auch mal richtig weg. Sie ist jetzt schon lange nicht mehr so schlimm, und ich hab immer längere Ruhephasen, aber die Stellen flammen doch immer mal wieder auf. Vielleicht bringt der Zuckerverzicht was, ich versuche es mal. Und dann muss ich mich mal irgendwie zum Sport aufraffen… es gibt ja genug Kanäle auf Youtube, die Workouts anbieten, man muss ja also nicht mal was dafür bezahlen. Denn ein Fitnessstudio wäre bei mir wohl wieder bloß rausgeschmissenes Geld…

Good day sunshine

Montag, 4. Mai 2020
Tag 30 im Home Office

Ich habe am Donnerstag ganz vergessen, das Futter der letzten Wochen aufzulisten, als Inspiration für alle Corona-Köche da draußen 😉 Und wer die gesammelten Werke noch mal sehen will, kann auch in meiner neuen Rezeptliste schauen. So hab ich nämlich auch alles auf einen Blick, wenn ich im Supermarkt stehe und nicht weiß, was ich kaufen soll. Das kommt jetzt zwar eigentlich nicht mehr vor, weil ich ja jetzt immer einen Plan mache, aber vielleicht muss ich ja mal kurzfristig umdisponieren.
Es gab folgendes:
Möhrenpfanne mit Bratwurst
Ofensüßkartoffeln mit Ziegenkäsequark (für den Namenlosen noch ein Rumpsteak dazu)
– Ofenschafskäse mit Gemüse und Hähnchenbrust
– Rumpsteak und Salat
– Spaghetti Bolognese (schon wieder)
– Kartoffelsalat (nicht selbst gemacht) und Würstchen
– Thai-Curry vom Thai-Imbiss und
– Döner

Heute haben wir noch Reste und morgen mach ich dann einen neuen Essensplan und gehe wieder einkaufen. Durch Döner und Thai holen war ich letzte Woche sogar 3x draußen 😉 abgesehen vom Gassigehen.

Dem Nähen hab ich am Wochenende auch wieder vermehrt gefröhnt. Ich habe nämlich noch eine halbfertige Tasche aus meinen Näh-Anfangszeiten gefunden. Die hab ich aufgetrennt. Es waren zwei Stoffe, einer mit Dreiecken und einer mit Sreifen. Aus dem Streifenstoff hab ich eine runde Maske genäht und mein innerer Streifenmonk ist vor Freude im (gleichseitigen) Dreieck gesprungen, weil alle Streifen in der Mitte perfekt aufeinander getroffen sind 😀 Aus dem restlichen Stoff habe ich Topflappen genäht. Erst gepatchworkt und dann gequiltet. Damit ist auch der Gedanke an eine Quilt-Decke gestorben, denn das ist mir viel zu aufwändig 😉 Aber ich glaube ein paar Topflappen mach ich trotzdem noch und verschenke sie mal wieder in der Familie 😀

Ich bin ziemlich gut drauf seit ein paar Tagen und ich hoffe, das hält sich noch eine Weile. Auch die Arbeit lief bisher heute sehr gut. Es ist wieder der 1. im neuen Monat und es ist wieder superviel zu tun. Aber bisher lief alles fehlerfrei, sodass mir Fehlersuch- und Korrekturaufwand erspart geblieben ist. Mal schauen, was der restliche Tag noch so bringt. Sonnenschein wohl eher nicht, aber das trübt meine Stimmung heute gar nicht!

Freitags-Füller 17/2020

Freitag, 24. April 2020
Tag 25 im Home Office

1. Au weia, es wäre echt lustig, wenns nicht so blöd wäre… Ich habe vor ein paar Wochen meiner Schwester sämtliche meiner Baumwollstoffreste geschickt, weil sie fürs Krankenhaus Gesichtsmasken und OP-Hauben genäht hat, weil die Beschaffung der Einwegdinger so schwierig war. Jetzt hab ich selbst aber keinen Stoff da, um uns Masken zu nähen… Ich hab welchen bestellt, aber das dauert ja momentan ewig. bis zu 14 Tage… Irgendwie fällt es mir auch noch schwer, mir vorzustellen, dass wir diese Masken vermutlich die nächsten sechs, acht, zwölf Monate brauchen...

2. Wir haben nicht mal alte Hemden vom Namenlosen, die ich zerschneiden könnte. Wenn eins zerschlissen war, haben wir es eigentlich direkt entsorgt. Ich hab mal angefangen mir ein Sommerkleid zu nähen. Das hängt inzwischen tatsächlich seit zwei Jahren auf der Schneiderpuppe, weil die Stoffauswahl für den Rockteil falsch war. Es ist eine Art Leinen und ist nicht so weich und fällt deshalb nicht schön und sieht echt blöd aus, daher hab ich das Kleid nie fertig genäht. Den Stoff vom Rockteil finde ich für Masken zwar nicht so geeignet, aber velleicht reicht der Stoff vom Oberteil. Der wär sogar schön. Der ist gemustert mit so 60er-Jahre-Pril-Blumen.

3. Im Grunde genommen ist es egal welchen Stoff man nimmt. Ich hätte zwar lieber den nicht dehnbaren normalen Baumwollstoff, aber ich hab bestimmt auch irgendwo ein zu eng gewordenes T-Shirt. Ist ja nicht so, dass ich in der Home-Office-Phase abgenommen hätte… Ich hab hier zwar nicht sinnlos in mich reingefressen, aber ich hab mich noch weniger bewegt als vorher. dass das überhaupt möglich ist...

4. Diese Woche gabe es bei uns folgendes zu essen:
– Wraps gefüllt mit den Resten vom Chili con carne
– marinierte Hähnchenbrust und Salat
– Spaghetti Carbonara (schon wieder)
– Thai-Curry à la Keschu (TK-Asia-Gemüsemischung, Hähnchen, Thai-Currpy-Paste und Kokosmilch)
– Schweinefilet und Spätzle
– Bouletten und Lauchgemüse
Heute gibt es Grillkäse und ein Kräuterbutterbaguette. Dazu mache ich einen Salat mit Melonenstückchen und panierten Feta-Würfeln. Das Salat-Rezept war mal in einer Hello Fresh Box und war sehr lecker und frisch
, dieses Rezept gehört für mich zum Sommeranfang.

5. Ich war gestern genau 2x für je 10 Minuten draußen. Als der Namenlose nach Hause kam und abends sind wir kurz mit dem Hund Gassi gegangen.

6. Ich schade mir ja bloß selbst… Mich nicht öfter und mehr zu bewegen ist eigentlich ganz schön dumm.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Skype-Chat mit meinen Lernmädels… Also ob ich mich da freue, da bin ich mir noch nicht so sicher. Ich glaube ich komme mir dabei blöd vor 😉 Aber es gibt Alkohl dazu, dann wird das schon, morgen habe ich geplant, Stoff zu suchen um wenigstens zwei Masken zu nähen und Sonntag möchte ich vielleicht noch mal zwei Masken nähen!

Den Freitags-Füller von Barbara findet ihr hier.

Walking on sunshine

Freitag, 17. April 2020
Tag 20 im Home Office

Ich war gestern Spargel kaufen! Yay! Endlich mal wieder draußen. Es war ja unglaublich warm. Da hätte ich sogar ein Kleid anziehen können, aber als ich zum Test auf dem Balkon war, kam es mir zu kühl dafür vor. Unterwegs hab ich dann aber schon ganz schön geschwitzt.
Der Hund hat sich auch gefreut, die durfte nämlich mit 🙂
Abends hat sie mir allerdings Sorgen gemacht, sie hat nämlich jedes Mal wenn sie aufgestanden ist, erstmal kurz gehumpelt. Vermutlich wird sie langsam einfach alt… Armes Hundi. Heute Morgen schien wieder alles ok gewesen zu sein. Keine Humpelei nach dem Aufstehen. Das müssen wir aber mal beobachten, nicht dass sie was mit der Hüfte hat.

Eigentlich hatte ich gestern so viel Spargel gekauft, dass ich von dem Rest heute Spargelsuppe machen wollte, aber dann haben wir doch gestern alles aufgegessen.
Das bedeutet, dass ich gleich noch einkaufen gehen muss. Hoffentlich ist nicht so viel los… Und wenn ich dann zurück bin, gestatte ich mir ein Faulenzer-Wochenende, falls ich keine Lust hab, aktiv zu werden.

Und zur Futter-Inspiration gibts hier noch unseren Speiseplan der letzten Woche:
Nudelauflauf mit Cherrytomaten und Mozzarella
Hähnchencurry mit Kichererbsen und Mango
– süß-saure Eier (ist im Grunde wie Senfeier)
– Cevapcici mit Djuvecreis
– Schnitzel mit Spargel und Sauce Hollondaise

Heute gibts Chili con carne.

Update: Haare & Futter

Mein Geist schrie also nach Veränderung. Irgendwie musste ich mal wieder ausbrechen, mal wieder tun, was keiner erwartet und mir auch offenbar nicht wirklich zutraut. Eine Freundin war ziemlich überrascht, als ich ihr eben ein Foto von meinen neuen Haaren gezeigt habe. „Du hast es wirklich gemacht!“
Ja… Hast du mir nicht geglaubt?
Meine Omi ist schockiert. Wie kann ich denn die schönen goldenen Haare… Die sind so selten und sowas Besonderes. Jetzt hab ich ja eine so gewöhnliche Haarfarbe, die ja jeder hat… Ach ja, meine Omi… Die ist echt ein Fall für sich.
Was hätte sie bloß gesagt, wenn ich doch grün gefärbt hätte??

Also das mit dem grün hab ich gestetet auf einem Haarbüschel aus der Bürste. Es sollte eigentlich ein blaugrün werden, aber mit meinen roten Haaren als Basis sah es aus wie eine Mischung aus grau und straßenköterblond mit verpfuschter Blondierung, die dann grün geworden ist. Es war einfach nur ein bräunlich-schmutziger graugrünlicher Farbton und ich war ziemlich froh, dass ich es wirklich auf dem Haarbüschel getestet hatte. Ich hatte es ja befürchtet.
Und genau deshalb hatte ich auch gleich noch eine Packung rot gekauft. Rot hatte ich schon mal, da wusste ich, dass es farblich was wird und mir gefallen wird und auch als Veränderung erstmal ausreicht.
Angeblich wäscht die Farbe sich nach 12-15 Haarwäschen raus, aber das bezweifle ich ein bisschen. Ich weiß von damals, dass diese Rotpigmente sehr hartnäckig sind.

So und dann gibt’s noch ein Futter-Update. Letzte Woche gab es folgendes:
– Marinierte Hähnchenbrust und grünen Salat
Kartoffel-Brokkoli-Gratin mit Schinken
– Grillhähnchen mit Farmersalat (nicht selbst gemacht, sondern vom Hähnchenmann)
– Kartoffelsuppe mit Würstchen
– Schnitzel mit Frankfurter grüner Soße und Bratkartoffeln

Heute gibt’s Frikassee und die übrige Brühe wird morgen für ein Risotto verwendet.

WTF

Freitag, 3. April 2020
Tag 14 im Home Office

Meldung im Gruppenchat gestern mittag:

Hallo wer kann helfen Zahlungsvorschlag ist abgelegt, ZL-Echtlauf ist nirgends zu finden bzw. keine Daten drin?

Der Zahlungsvorschlag und der Zahllauf müssen im Archiv abgelegt und unterschrieben werden. Der Zahllauf ist aber nicht ins Archiv gekommen.
Der Zahllauf war ausgeführt, aber er hatte keine Buchungsaufträge erzeugt.
Ja, das wäre ihnen (Zahllaufausführender und Zahllaufprüfer) auch aufgefallen, aber sie könnten es sich nicht erklären.
Es hat 7 Minuten gedauert, bis ich den Fehler gefunden hatten. Sieben!
Ich sage nicht, dass die beiden das auch so schnell hätten finden können, aber ich bin der Meinung, sie hätten es selbst finden können. Da muss man sich halt mal Gedanken machen und die üblichen Sachen durchgehen. Da muss man vielleicht mal einen Blick ins Protokoll werfen, dann sieht man doch, dass da was nicht stimmt… man man man.

E-Mail an den anderen Fachbereich gestern:

Bitte senden Sie mir den aktuellen Saldo des Kontos XY zu.

Ohne diesen Saldo kann ich nicht buchen. Früher haben wir den morgens immer im Postfach gehabt, seit drei Monaten müssen wir immer nachfragen und den einfordern.
Nachdem die Mail mittags immer noch nicht da war, hab ich die Verantwortliche noch mal angeschrieben. Ja, sie hätte keinen Zugang, den hätte nur die andere Kollegin, aber die ist krank. Aha, ok. Ja, und sie hätte es an zwei Kollegen weitergegeben. Ok, sag ich, sie soll doch bitte noch mal nachhaken, weil ich ohne die Zahl nicht buchen kann.
10 Minuten später hatte ich die Zahl. Wir sollten unbedingt dafür sorgen, dass wir selbst einen Zugang zu dem SAP-System kriegen. Nervt mich ja tierisch, wenn ich so abhängig bin.

E-Mail vom Controlling gestern um 16:30 Uhr (als ich eigentlich schon längst Feierabend gemacht haben wollte):

Betreff: AW: Abc Def
Hallo Frau Keschu, ich seh gerade, in einer meiner vorherigen Mails war ein Anhang falsch!
Anhang: Xyz

Ich hab sie dann telefonisch nicht erreicht, also such erstmal alle Mails von ihr ab, suche auf der Ablage auf dem Server nach der Datei Xyz, suche sogar in den Themen Abc und Def, aber nirgends finde ich was zu Xyz. Endlich erreiche ich sie und es stellt sich raus, dass nicht ein Anhang falsch war, sondern dass sie einfach vergessen hatte, Xyz zu schicken…
Man man man… Inzwischen war es dann 17 Uhr, dann hab ich die Buchung noch gemacht und dann wirklich endlich Feierabend gemacht, bevor noch irgendwas blödes eintrudeln konnte.

Heute morgen gabs aber keine neuen Hiobsbotschaften, und so kann der Tag heute hoffentlich regulär ablaufen. Ich klopfe sicherheitshalber mal 3x auf Holz 😉

Der Plan fürs Wochenende ist mal wieder nähen, lesen, Gassi gehen. Was soll man sonst auch machen?! Ach und vielleicht fahr ich doch mal zum Rewe und kaufe Alkohol. Wir haben nämlich so gut wie keinen Alkohol im Haus!! Wie soll man denn das ohne Alkohol überstehen?! 😉
So, und wo wir schon bei Getränken sind, geh ich gleich noch über zum Essen: Was gibt es bei euch so zu essen? Mir gehen langsam die Ideen aus und ich will nicht ständig das gleiche kochen…
Heute gibt es bei uns gefüllte Paprika. In den letzten Tagen hatten wir folgendes: (vielleicht sind da auch ein paar Ideen für den ein oder anderen dabei)
– Tortellini mit Spinat-Tomaten-Soße und Gorgonzola
Linseneintopf à la Bellonas Papa 🙂
– Gulasch
– Wraps gefüllt mit Salat und Hähnchen
– Lasagne
– Hähnchenbrust in Paprika-Sahne-Soße
– Risotto mit Tomaten, Feta und Rucola
– Fischstäbchen mit Spinat und Spiegeleiern
– Strammer Max
– Bouletten mit Kartoffelbrei und Mischgemüse
Käsespätzle
Bauerntopf
Lachs-Couscous-Päckchen
– Thai-Curry
– Pellkartoffeln und Quark/Matjes
– Spaghetti Bolognese
Zucchini-Kartoffel-Eintopf
Spaghetti Carbonara

Leseliste April/Mai 2019

Die ewigen Toten von Simon Beckett

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren verlassen und heruntergekommen, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche aufgefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Leiche, das sieht Dr. David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als der forensische Anthropologe sie näher untersucht, stellt er fest, dass es sich um eine Frau handelt. Eine schwangere Frau. Beim Versuch, die Tote zu bergen, entdeckt die Polizei ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Tjahaaa… nahtlos weiter 😉 Und gewohnt gut. So, wie ich die anderen auch in Erinnerung hatte. Ich hab das Buch im Flugzeug angefangen zu lesen, weil ich leider einen Gangplatz hatte und somit meine Zeit nicht mit aus dem Fenster schauen rumgekriegt habe. Nach 6 oder 7 Tagen war ich damit durch!
Mir war zwar irgendwann klar, wer der Täter ist, aber nicht die ganzen Abgründe, die sich dann auftaten.

Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Begeistert liest er von den Abenteuern des Helden Atréju und seinem gefährlichen Auftrag: Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, zu retten. Zunächst nur Zuschauer, findet er sich unversehens selbst in Phantásien wieder. TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach einer langen Suche. Denn seine wahre Aufgabe ist es nicht, Phantásien zu beherrschen, sondern wieder herauszufinden. Wie aber verlässt man ein Reich, das keine Grenzen hat?

Hach, wie ich mir als Kind immer gewünscht hab, dass ich in der Geschichte dabei sein könnte… 🙂 Ich hätte Phantásien auch retten können 😉 Rückblickend schon schade, dass ich das Buch nicht schon als Kind gelesen hab.
Obwohl es schon von 1979 hat es nicht nicht viel an Aktualität verloren: Bastian wird gehänselt und gemobbt, er fühlt sich nicht gut genug und eifert einem Ideal nach um anerkannt zu sein und um sich wehren zu können, als er die Möglichkeit dazu hat. Aber am Ende merkt er, dass das nicht alles ist, und dass ihm Stärke und Mut nichts nützen, ohne Liebe.

Cottage mit Kater von Hermien Stellmacher

Schwere Zeiten für die Krimiautorin Nora: die Mutter gestorben, der Lebensgefährte auf und davon. Da kommt ihr die Einladung in ein Cottage an der Küste Cornwalls gerade recht. Endlich alles hinter sich lassen, Spaziergänge durch leuchtend bunte Blumenwiesen, Sonnenuntergänge am Strand und in Ruhe schreiben – wunderbare Aussichten!
Doch wieder einmal macht das Leben ihr einen Strich durch die Rechnung. Ein kleiner Kater, den sie von einer Klippe rettet, weicht ihr fortan nicht mehr von der Seite. Immer wieder schmuggelt er sich heimlich ins Haus und wirbelt ihren Alltag durcheinander. Mit dem neuen Manuskript geht es auch nicht wie erhofft voran. Es ist zum Verzweifeln!
Aber da ist noch Phil, der nette, gut aussehende Nachbar, der immer wieder seine Hilfe anbietet.

Über das Buch bin ich im Hugendubel-Newsletter gestolpert, und ja, ich habe es eigentlich nur gekauft, weil auf dem Cover eine Katze über den Titel läuft 😀
Ich glaube, ich bin nicht ganz die Zielgruppe für den Roman, ich konnte mich jedenfalls nicht so richtig mit Nora identifizieren. Dafür konnte ich mir das kleine Örtchen in Cornwall umso besser vorstellen, in dem sie gelandet ist. Sehr idyllisch und am liebsten wäre ich da jetzt auch und hätte dann natürlich auch gern so einen kleinen Kater 😉

Das Erbe der Insel: Isle of Wight Teil 1 von Wendy K. Harris

Die Schriftstellerin Jane erbt ein altes Cottage auf der Isle of Wight – von Lilly, der stets totgeschwiegenen Schwester ihrer Mutter. Auf der Suche nach Antworten fährt Jane auf die Insel und lernt Lillys Familie und Freunde kennen: den schweigsamen Fischer Neptun, die kauzige, aber warmherzige Emmeline und Marguerite, Lillys verträumte Tochter. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sich Jane willkommen und geliebt. Begeistert lauscht sie Emmelines Erzählungen von der wilden Zeit vor vierzig Jahren – doch die drängendsten Fragen bleiben unbeantwortet: Warum haben Janes Eltern die Insel damals Hals über Kopf verlassen? Und warum hüllen sich alle darüber in Schweigen? Bald wird Jane klar, dass die Antworten ihr Leben für immer verändern werden.

Dieses Buch ist 2005 schon mal unter dem Titel „Die fremde Schwester“ erschienen und ich finde ihn etwas passender. Der aktuelle Titel impliziert, dass es noch Folgebände gibt, aber die anderen Bücher von ihr, die auf der Isle of Wight spielen, handeln von völlig unabhängigen Sachen.
Das Buch hat mir rückblickend wirklich gut gefallen. Es war sehr bildlich. Ich sehe es alles vor Augen, das Cottage, die Personen… Als ich etwa ein Viertel gelesen hatte, dachte ich allerdings zu wissen, wie das Buch ausgeht und war erst etwas enttäuscht, weil ich dachte, es wäre so vorhersehbar. Das war aber nur ein Vorgeschmack auf das Drama, das nach und nach aufgedeckt wird.

Sturm von Uwe Laub

Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. Australien: Extreme Wasserverdampfung bringt Ökosysteme zum Einsturz. Sibirien: Nach einem signifikanten Temperaturanstieg taut der Permafrostboden. Gebäude sacken zusammen, Straßen und Städte werden zerstört. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Zahllose Tote und Verletzte werden geborgen, die Nation ist im Schockzustand. Es beginnt der Kampf gegen einen Feind, der uns alle umgibt …

Ich habe mich während des Lesens immer wieder gefragt, ob es diese ganzen Behörden und Institute wirklich gibt, von denen im Buch berichtet wird. Organisationen, die das Wetter beeinflussen. Oder zumindest damit experimentieren. Und wenn es nicht so spannend gewesen wär, hätte ich mehr zwischendurch gegooglet. Tatsächlich hat China 2008 vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking Wolken geimpft, damit es regnet und zur Eröffnungsfeier schönes Wetter ist. Im Nachwort wird gesagt, dass es die ganzen Institute wirklich gibt und was von den genannten Wetterkatastrophen Realtität war und was er sich ausgedacht hat.
Vom Wolkenimpfen an sich hatte ich schon mal gehört, das ist echt so abgefahren! Und natürlich hat alles eine Auswirkung, wenn man in die Natur eingreift. Im Buch wird das Schreckensszenario dargestellt, was passieren könnte, wenn man die Natur kontrollieren will.
Sehr spannend und gut zu lesen, auch wenn es mir zum Ende hin etwas zu hollywoodmäßig wurde.

Intuitiv abnehmen von Elyse Resch und Evelyn Tribole

Schluss mit dem Diätwahn und zurück zu einem natürlichen Körpergefühl und Essgenuss ohne schlechtes Gewissen – diese Botschaft vermitteln die beiden Autorinnen in ihrem Buch „Intuitiv Abnehmen“. Denn wer bewusst und ohne Schuldgefühle isst und auf seinen Körper hört, der wird lernen seinen Körper zu akzeptieren. So fällt es ganz leicht, stressfrei und auf natürliche Weise abzunehmen.

Bellona hat drüber geschrieben, Sternenkratzer dann auch. Da bin ich neugierig geworden.
Ich hab ein Vierteljahr lang Intervallfasten 16/8 ausprobiert. Ich hab sogar drei oder vier Zentimenter Umfang am Hintern verloren, aber so richtig hat es trotzdem nicht funktioniert. Ich hab es zwar hinbekommen, vor 12 Uhr nichts zu essen, aber es ist mir sehr schwer gefallen, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das 8 Stunden Essens-Intervall war mir zu kurz. Ich hatte abends manchmal richtige Heißhungerattacken, besonders dienstags und donnerstags nach der Schule und auch vormittags habe ich irgendwann immer richtig Hunger bekommen. Das ging dann zwar auch wieder weg und bis 12 Uhr oder sogar länger durchzuhalten war kein Problem, aber ich bin schon immer der Meinung, dass man auf sein Hunger- und Sättigungsgefühl achten muss aber dass man das erstmal wieder lernen muss, überhaupt wahrzunehmen. Nichts anderes beschreibt das Buch.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Höhlen und Knochen – 13.04.2019

Bevor wir am Samstag zum Frühstück gegangen sind, gab es unseren traditionellen morgendlichen Balkon-mit-Meerblick-Urlaubskaffee 😊 Der Hängekorbsessel war echt perfekt dafür. In den hab ich mich verliebt, den will ich hier auch 😍

Der Plan für heute sah eine Tropfsteinhöhle und einen Lost Place, ein verlassenes kleines Häuschen, vor.
Wir fuhren gemütlich gen Norden und die Spanier haben ja teilweise Kreisel auf der Autobahn statt Auf- und Abfahrten. Und weil das Navi schon 5x gesagt hatte „Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen“ haben wir auch kurz vor Manacor die zweite Ausfahrt genommen, und das war versehentlich eine zu früh. Aber das war natürlich Absicht, denn so sind wir ein bisschen durch Manacor gekurvt und im Vorbeifahren hab ich eine Trabrennbahn entdeckt, an der wir dann kurz gehalten und ein bisschen zugeschaut haben, wie sie ein noch recht junges Pferd trainieren.

Weiter gings vorbei an Mandelbaumplantagen, die in den letzten Zügen der Blüte waren. Das sieht bestimmt wirklich schön aus, wenn das alles rosa ist!

Beim letzten Mal Malle mussten wir uns von gewissen Leuten belächeln lassen, weil wir uns ja nur die Touristenecken angeschaut haben. Palma, Es Trenc, Cap Formentor, Ballermann… Eben nur die Küste. Und überhaupt, Ballermann ist ja auch eine Zumutung. Man müsste doch auch mal durchs Hinterland fahren. Das Hinterland wär doch viel schöner.
Ach ja…
Also haben wir das dieses Mal gemacht. Von Manacor ging es durch kleine schmale Straßen, die durch halbhohe Steinmauern gesäumt waren. Es hat mich fast ein bisschen an Schottland erinnert. Auch die Schafe, die immer mal wieder zu sehen waren. Wir fuhren an unzähligen Orangen- und Zitronenplantagen vorbei und haben immer darauf gehofft, dass mal ein Baum so dicht am Zaun steht, dass man Orangen pflücken könnte, wenn sie über den Zaun hängen.
Wenn es keine Orangenbäume waren, dann Olivenbäume oder einfach nur weitläufige Wiesen, auf denen sattgelbe und hellgelbe Blumen blühten. Und das beste: es begegnete uns kaum eine Menschenseele.

Am Ende kamen wir an unserem Zielort an: die Coves d’Artà in der Nähe von Canyamel. Das ist eine große und imposante Tropfsteinhöhle. Aber natürlich wollten wir nicht in diese Tropfsteinhöhle. Wir sind Geocacher und ein Cache führte uns ca. 200m entfernt in eine kleine, versteckte Tropfsteinhöhle. Eine, die nicht touristisch erschlossen ist. Eine, für die man keinen Eintritt zahlt. Und eine, von der, abgesehen von Geocachern und wohl dem ein oder anderen Anwohner, vermutlich kaum einer weiß 😊
Vor dem Eingang hingen zwei große Spinnennetze, man kam aber daran vorbei in die Höhle, ohne sie kaputt zu machen.
Zuerst kam man in einen Vorraum der Höhle in der uns aber schon Tropfsteinformationen in rötlich und grünlichen Färbungen begrüßte. In dem Bereich war Tageslicht, denn es gab vom Eingang und von oben Lücken im Gestein.
Wie sahen uns um und fanden einen Zugang in den hinteren Teil der Höhle und da war es wirklich stockfinster! Wie gut, dass wir vorher extra zwei Taschenlampen gekauft hatten. Einmal haben wir die Lampen ausgemacht, weil wir kaum glauben konnten, dass hier einfach kein Licht vordringt, aber es war echt einfach nur dunkel! Weil ich immer wieder an „The descent – Abgrund des Grauens“ denken musste, haben wir die Lampen schnell wieder angemacht 😄
Wir standen also in einem großen, hohen Raum und und waren umringt von Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagnaten. Ehrlich, mir ist fast die Luft weggeblieben. Es sah einfach so schön aus, welche Formen auch dabei entstehen. Manche Säulen waren fast glatt, wie Eiszapfen, andere sahen aus, als wären sie aus einzelnen Elementen gestapelt.
Sicher ist das in der Höhle von Artà noch mal spektakulärer, weil die noch größer ist, aber diese kleine Höhle war schon der Hammer. Und wir waren da allein! Wenn man leise war, konnte man es überall tropfen hören. Ich hätte tausende Fotos machen können, aber im Schein der Taschenlampe kommt das alles gar nicht so raus!

Ziemlich beeindruckt haben wir uns irgendwann von dem Anblick losgerissen und haben in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken. In dem Wissen, dass wir gerade wieder ein kleines Abenteuer erlebt hatten 😉 aber für heute stand uns noch eines bevor, nämlich ein verlassenes Häuschen in der Nähe.
Davon gibt es echt viele auf Mallorca. Da stehen Rohbauten jahrelang leer, oder ganze Häuser verfallen über die Jahre und niemand kümmert sich. Ich frag mich dann, ob das niemandem mehr gehört… Auf jeden Fall ist dieses Häuschen schon so lange verlassen, dass sogar ein Schaf (?), das da gestorben ist bis auf die Knochen verwest war 😕 Armes Schafi… Naja. Wir haben Fliesen und Fenstergitter gezählt und am Ende den Cache auch gefunden.

Nach so viel Abenteuer hatten wir Hunger und sind nach Son Servera in die nächste Seitenstraße gefahren, wo eine kleine Kneipe war und wir uns einen wirklich kleinen Snack gegönnt haben. Ganz simpel Baguette mit Schinken oder Hähnchen, dazu Oliven. Das war echt lecker!
Eigentlich wollten wir dann nach Hause fahren aber der Abzweig nach Costa des Pins klang schön und entspannt. Also sind wir da noch hin. Ein ziemlich nobles Wohnörtchen. Große Villen mit sehr hohen und blickdichten Zäunen. Da will keiner zeigen was er hat 😉 Und überall große Pinien. Es war wirklich ganz ruhig und entspannt da. Am Ende des Ortes ist an der Steilküste ein Aussichtspunkt aufs Meer. An einem Zaun hängen unzählige Liebesschlösser. Ein bestimmtes haben wir gesucht, weil man mit den Daten die Koordinaten zu einem Cache ermitteln konnte, aber den Cache haben wir dann nicht gefunden. Aber egal. Schön wars da trotzdem.

Abends im Bierkönig haben wir uns dann darüber gewundert, wieso der Grundpreis von einem kleinen Sangria günstiger ist, als bei einem großen. Ja… Typisch ich halt 😄

Laufen laufen laufen – 12.07.2018

Am Donnerstag war die andere Richtung von der Strandpromenade dran. Auch da war ein Multi-Cache, der mich mehrere Stationen führen sollte. Als ich los wollte, hab ich mir spontan überlegt, das Rad für den Tag stehen zu lassen. Das war mir ein wenig nervig am Vortag, es die ganze Zeit zu schieben. Und grad bei einem Multi-Cache, wo man sich an jeder Station Notizen machen muss… nee… da lauf ich lieber. Eigentlich lauf ich sowieso lieber, als dass ich das Rad nehme.
Ich bin also losgelaufen und hab mich schon nach ein paar Metern gefreut, zu Fuß zu sein, weil man einfach auch viel besser aufs Meer gucken konnte. Ganz dicht am Hotel war ein Kieselstrand und ich fands einfach total beruhigend, wie die Wellen gerauscht haben. Und ich war auch ein bisschen fasziniert davon, wie sehr das Meer doch den Untergrund bewegt 😉 Ich hab auch noch an anderen Stellen Videos gemacht, weil ich so das Gefühl hatte, dem Namenlosen besser zeigen zu können, was ich sehe. Also eigentlich ist es total unspektakulär, aber ich hätte da echt sitzen bleiben und zuhören können 😉

Ich bin dann zur ersten Station von meinem Cache gekommen und gescheitert, weil ich die benötigte Information da nicht gefunden habe. Na gut, dann mach ich den nicht. Egal.
Ich bin trotzdem weiter gelaufen und es war ganz schön windig und das Meer hat ganz schön gegen das Ufer gepeitscht.
In Puerto Colon, wo die Katamarantour losging, bin ich auch auf der Mole bis zum Leuchtturm gelaufen. Der war genauso unspektakulär, wie der in Los Cristianos, nur war der grün 😉 Irgendwo da war auch ein Cache, allerdings konnte ich den alleine nicht bergen, weil er scheinbar in 2m Höhe in einem Rohr gesteckt hat. Es kam auch niemand, der nach Cacher aussah, den ich hätte fragen können 😉

Weiter gings, immer schön in der Sonne… aber ich hatte mich ja ordentlich mit meiner 50+ Sonnencreme eingeschmiert 😉 Ziel des Tages war ein Aussichtspunkt in Costa Adeje, wo das Meer wie eine Fontäne durch ein Loch im Felsvorsprung spritzt. Bloß gut, dass es heute so windig war! 🙂 Das war echt schön da. Ich hab da bestimmt ne halbe Stunde gestanden und zugeguckt, wie das Wasser da immer wieder hochschießt.
Aber auch da hab ich mich ein wenig verloren gefühlt. Ich hab mich gefreut wie ein Keks, wenn das Wasser da raus geschossen kam, und ich hätte so gern jemanden (am liebsten den Namenlosen) neben mir gehabt, den ich ständig hätte anstoßen können und dem ich immer hätte sagen können „Uuuiii guck mal guck mal!!“
Dank Internet konnte ich dem Namenlosen zwar direkt eine Whatsapp schicken, aber das ist natürlich nicht das gleiche. Und außerdem musste er ja auch arbeiten und ich wollte ihn nicht ständig stören.

Langsam bekam ich Hunger, mein Tagesziel hatte ich erreicht, also ging ich wieder zurück und wollte mir etwas zu essen suchen. An der Strandpromenade lag natürlich ein Restaurant am anderen, aber sowas wollte ich nicht. Ich bin vom Strand weggelaufen, ortseinwärts, weil ich dachte, hier muss es irgendwo sowas geben, wie in Lanzarote. Das war nämlich wie in Playa Blanca, wo wir dann in einer Bar an einem Taxistand hervorragend gegessen haben. Nur befindet sich Costa Adeje genau im touristischen Zentrum von Teneriffa. Da war ein Hotel am anderen. Ein Souvenirshop nebem dem nächsten. Ich lief und lief, immer bergauf und fand nichts zu essen. Nur Tücher, Magneten, Hotels.
Dann kam ich an eine größere Straße, vorbei an einem Einkaufszentrum und dann sah ich plötzlich Sonnenschirme, billige Plastikstühle und -tische, ein Kabuff ohne Fenster, mit Theke und da saßen ganz viele Leute. Normale Leute. Bauarbeiter, Security-Uniformierte, Spanier. Genau sowas hab ich gesucht! Ich hab erstmal gar keinen freien Tisch gesehen und bin etwas schüchtern da auf die Terasse. Ich hätt lieber am Rand gesessen, aber es war nur ein Tisch mittendrin in dem Trubel frei.
Etwas schüchtern hab ich dann ein Wasser bestellt und nach Tapas gefragt, weil auf der Karte auch nur Burger und sowas standen, aber auch ein Hinweis auf Tapas. Da haben sie vermutlich jeden Tag ein paar andere. Die waren in der Theke, ich bin also gucken gegangen und hab mir Hackfleischbällchen und ein Stück Kartoffelomelett bestellt. Und weil ich von den vorherigen Urlauben wusste, dass kleine Portionen vollkommen ausreichend sind, hab ich mir also auch nur kleine Portionen bestellt. Trotzdem war das Stück Kartoffelomelette echt viel und die Bedienung meinte eigentlich, dass eine kleine Portion Hackfleischbällchen nur 4 Stück wären und das hätte auch völlig ausgereicht. Aber vielleicht sah ich halb verhungert aus 😉

Es hat wirklich gut geschmeckt, ich war pappensatt hinterher und hätte auch diesen Moment gern mit dem Namenlosen geteilt. Hätte ihn gern gegenüber gehabt. Hätte mich gern mit ihm zusammen darüber gefreut, dass wir das hier gefunden hatten und nicht ne Tapasplatte für 25 Euro an der Strandpromenade gegessen haben… Ich war auch hier wieder ein bisschen stolz auf mich, dass ich weiter gesucht hab, dass ich mich da alleine reingesetzt hab… irgendwie komm ich mir grad blöd vor, das so zu sagen, auf so eine Kleinigkeit stolz zu sein, aber noch vor ein paar Jahren, hätte ich mich da niemals alleine reingetraut. Keine Ahnung wieso…
Nach dem essen hab ich mir noch einen Condensado, einen Kaffee mit süßer Kondensmilch bestellt und habe insgesamt nur 6,50 bezahlt! Unfassbar wie günstig das war!

Dann hab ich mich auf den Rückweg gemacht, habe mein obligatorisches Füße-im-Wasser-Urlaubsbild gemacht und trotz hohem Wellengang, der eine Strandbar komplett überflutet hat, ist meine Hose dabei dieses Mal trocken geblieben 😀 Zufälligerweise hatte ich die gleiche Hose an, wie auf Lanzarote 😉

Dieser Tag hat mir irgendwie trotz alleinsein-Gefühl einen ganz schönen Selbstbewusstseinsschub gegeben. Ich hab mich zum Abendessen richtig hübsch zurecht gemacht, und das macht echt was fürs Befinden aus… Dann hab ich in dieser App geschrieben, dass ich ab halb 10 im Pub bin und dass ich nichts gegen Gesellschaft habe und bin dann alleine dorthin gegangen. Hab ein Cider bestellt, hab der Live-Musik zugehört, die wirklich gut war und hatte einen schönen Abend. Ich hab immer mal wieder in die App reingeschaut und dann hatte sich tatsächlich noch ein Paar gemeldet, die auch tatsächlich gekommen sind und wir haben bis halb 2 da gesessen und gequatscht, da haben die uns von der Bar schon fast rausgeschmissen!

Freitags-Füller 35/2017

1. Jetzt kann ich gleich ins Wochenende gehen. Ich bin für heute durch. Noch mal durchgehen, ob ich was vergessen habe, und dann ab nach Hause.

2. Ich hab gar keinen Wetterbericht gehört, vielleicht wird es ja am Wochenede noch mal schön. Nichts ist unmöglich.

3. Es macht Spaß schon wieder ins Potterversum abzutauchen. Heute verschmilzt Fiktion und Realität.

4. Neben dem Autokauf und dem Beginn des Bilanzbuchhalters, kann ich sagen, mein Neffi-Urlaub nächste Woche wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich mal wieder wo die Zeit hin ist… Gibts nicht auch irgendein Buch oder einen Film wo es irgendwie um verlorene Zeit geht?.

6. Das Essen diese Woche war insgesamt ziemlich gehaltvoll… Es Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spielgelei, vorgestern hatten wir eine Wurst-Gemüse-Pfanne mit Schmand, gestern gabs Kartoffel-Bohnen-Salat mit Putenbrust und Tomaten-Schmand-Soße… na ja, aber das war es wert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf indisches Essen, morgen habe ich geplant, Wäsche zu waschen und Sonntag möchte ich Blätterteigschnecken mit Nutella essen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Feierabend einläuten

Ach im Moment hänge ich irgendwie im Sommerloch… Ich habe nichts zu erzählen, es passiert nicht außergewöhnliches, die Arbeit ist im Moment langweilig, ich will mich auch nicht laufend aufregen. Ich hoffe, dass ich langsam zu alt dafür werde 😉 Na ja, kleiner Scherz am Rande. Ich glaube, um mich aufzuregen, bin cih nie zu alt. Aber so reinsteigern, das müsste ich mal ablegen.

Im Moment nähe ich doch so einiges. Das macht mir wirklich großen Spaß. Es entspannt mich total. So ist das ja auch mit dem Stricken. Da fällt mir auch mein Langzeitprojekt Decke wieder ein… Wann hab ich die angefangen?? Ich hatte sogar Fotos vom Fortschritt gemacht. Ein Viertel ist auch schon fertig.
Aber Stricken ist dann wieder was für die Herbst-/Winterabende. Wobei ja das Wetter momentan alles andere als sommerlich ist.
Am Samstag hab ich eine kleine Tasche genäht, dir mir selbst so sehr gefällt, dass ich sie am liebsten selbst behalten würde 😀 dabei wollte ich sie eigentlich verschenken. Also näh ich noch eine zweite und mal sehen, welche ich dann behalte 😉
Als ich zwischendurch mal zum Bügeln gehen wollte, hab ich mir dermaßen den kleinen Zeh angestoßen, dass mir richtig schlecht vor Schmerz wurde. Ich glaube er ist gebrochen. Er tut auch heute noch weh, der Schuh drückt und der Zeh und das Gelenk sind geschwollen und warm und blau… Es ist aber schon besser geworden. Ich kann wieder laufen, das war am Samstag kaum möglich.

Samstag waren wir mal wieder im Kino und haben überlegt, wann wir da das letzte mal waren. Tatsächlich zum letzten Teil von „Die Tribute von Panem“. Samstag haben wir „Valerian“ geguckt. Das war ja für mich eher ein Reinfall 😉 Freunde hatten uns gefragt, ob wir mitwollen und wir wussten überhaupt nicht, worum es geht. Ich hatte auch noch nicht mal einen Trailer gesehen. Sind ja oftmals nicht die schlechtesten Voraussetzungen, so ist man wenigstens total unvoreingenommen. Aber total unvoreingenommen kann ich sagen, dass das nicht meins war und dass ich den Film noch dazu komplett fehlbesetzt fand. Ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken, dass das auch ein Sci-Fi-Highschool-Musical ist 😉 Der Typ in der Hauptrolle sollte wohl ein Mittdreißiger sein, würde ich schätzen, allerdings fand ich, dass der aussah wie 12 und ich konnte den deshalb die ganze Zeit nicht ernst nehmen. Dann war Cara Delevigne zu sehen und ich dachte, oh, hat die da ne Nebenrolle?? Aha… aber dann war die die ganze Zeit zu sehen und nach 5 Minuten hab ich gerafft, dass die die weibliche Hauptrolle spielt… Mit ihrer „Ich bin ein Mädchen – aber gleichzeitig ne richtig taffe Frau!“-Tour konnte ihc auch nix anfangen und war schnell genervt…
Aber der Trailer zu „The Circle“ klang vielversprechend. Vielleicht gehen wir dann doch mal wieder.

Zu Hause überbrücken wir gerade die Zeit bis zur nächsten Staffel House of Cards. Tja, zu dumm, dass die neue Staffel ja erst vor ein paar Wochen rauskam und wir leider schon durch sind… Das heißt also, ungefähr ein Jahr warten 😦 Lucifer lässt auch mit neuen deutschen Folgen auf sich warten und die zweite Staffel von Quantico mussten wir auch aufgrund fehlender deutscher Folgen unterbrechen.
Deshalb gucken wir jetzt The Man in the High Castle. Für die Serie hat man angenommen, dass die Achsenmächte den zweiten Weltkrieg gewonnen haben und die USA unter sich aufgeteilt haben. Ich weiß noch nicht so genau, ob ich damit richtig warm werde.
So, was haben wir noch? Dexter hatten wir mal angefangen, aber damit bin ich gar nicht warm geworden. Suits haben wir auch mal angefangen, aber sind irgendwie nie über die erste Folge hinaus gekommen 😉 Breaking Bad fanden wir nicht so cool wie alle anderen, sodass wir irgendwann in der vierten Staffel aufgehört haben. Von Game of Thrones haben wir neulich mal die erste Folge gesehen, aber mich hat das überfordert. Ich bin mit den Personen und deren Beziehungen zueinander nicht klar gekommen. Ok, muss man nach der ersten Folge natürlich nicht, aber wenn ich doch da schon nicht raffe, wer mit wem verwandt ist, wenn über genau die Leute gesprochen wird, dann kanns ja nicht besser werden.
Wir könnten mal wieder HIMYM gucken. Das war einfach eine zu geile Serie! Neulich lief irgendwo ein Interview mit allen Darstellern. War bestimmt schon älter, denn es ging nur um die Serie und die Charaktere. Ja, da fingen wir wieder an zu schwelgen 🙂 HIMYM war einfach so toll und ich glaube der Namenlose kann jetzt meine Begeisterung für Harry Potter verstehen. Denn diese Gefühl, als würde man dazugehören, als würde man alle kennen, als müsste man nur über die Straße gehen und wär im MacLaren’s… genau dieses Gefühl habe ich auch immer bei Harry Potter. Und bei meinen Pferdebüchern, die ich als Kind verschlungen habe auch 😉 Dieses Gefühl suche ich immer wieder bei Serien und Büchern, aber ich habs lange nicht gefunden.

So, zu guter Letzt: Ich mach jetzt Feierabend und fahre mit Udo (Peter, der Zweite wurde umbenannt in Udo) zum Aldi. Von gestern ist Gulasch übrig und ich mache eine Gulaschsuppe draus. Hoffe ich. Vielleicht nehme ich vorsichtishalber noch irgendwas anderes mit, falls es misslingt 😉
Und was gibts bei euch so zu essen? Da Frau Nougat ja schon ewig nicht mehr danach gefragt hat, mach ich das heute. Ich brauche Inspiration für den Rest der Woche!

Bienvenido a Lanzarote – 06./07.05.2017

Unsere Entscheidung nach Lanzarote zu fliegen, ging dieses Mal überdimensional schnell!! Normalerweise surfen wir ewig und drei Tage auf allen möglichen Reiseseiten, lesen Hotelbewertungen und wenn ich dann was gefunden habe, fängt der Namenlose garantiert noch mal an zu suchen, ober nicht doch noch was tolleres findet 😉
Dieses mal hatte ich überhaupt keine Lust zu suchen. Es war mir eigentlich auch vollkommen egal wo es hingeht. Ich wollte einfach nur weg. Wir haben uns also hingesetzt, ich hatte ein paar Äpfelchen und Möhrchen als Snack geschnippelt, weil ich wusste, wie der Nachmittag verlaufen würde… Aber auf einmal hatten wir gebucht 😉

Lanzarote also 🙂

Hinflug etwas über 4 Stunden, die ich fast die ganze Zeit am Fenster geklebt hab 😀 ich liebe fliegen und kann mich gar nicht sattsehen! Beim Start war unsere Position günstig. Jedes mal versuche ich unser Haus zu sehen, aber ich kann es so schnell nicht finden. Und dann ist man auch schnell schon zu hoch und zu weit weg.
Aber dafür hatte ich Gelegenheit, Spanien zu sehen, Lissabon, den riesenlangen Strand an der portugiesischen Küste und dann hatte ich eigentlich gedacht, dass man Afrika sehen kann, aber das war doch zu weit weg. Also gings weiter übers Wasser, man hat nur gesehen, wie die Sonne auf dem Meer glitzert und wie ein paar Schiffe ihre Bahnen gezogen haben.
Dann endlich gings an den Landeanflug. Wir saßen wieder günstig und konnten schon einen Blick auf Puerto del Carmen werfen, wo unser Hotel war.

Nach dem Koffer holen, haben wir unser Auto geholt und sind ins Hotel gefahren. Das ist uns ohne Navi geglückt, denn irgendwie waren wir zu blöd, die Hoteladresse ins Navi einzugeben… Im Hotel dann – Überraschung! – wir haben ein Zimmer-Upgrade auf eine Junior-Suite bekommen. Sowas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert! Aber das sollen wir natürlich auch nicht rumerzählen, also pssssst 😉 Also das Zimmer war groß, wir hätten das eigentlich nicht gebraucht, weil wir die Sitzecke dann eh nicht benutzt haben, aber nett war es trotzdem. Das Hotel wurde erst vor einem Jahr komplett renoviert, daher war in den Zimmern alles neu und modern, sauber und vor allem waren die Betten vernünftig. Zwar hat man im Hotel immer das Problem, dass man auf einer großen Matratze liegt und dann wackelt alles wenn sich einer umdreht… aber gut, so ist das im Urlaub. Im eigenen Bett schläft es sich eben immer am besten!

Der erste Tag wurde für eine erste Erkundung der Gegend genutzt. Um den Playa de los Pocillos waren einige Kneipen, Restaurants und Touri-Geschäfte. Mittags haben wir uns da erstmal einen Salat und Runzelkartoffeln mit grüner Mojo gegönnt. Ok und ein Bier und einen Cider 😉 Dann sind wir am Strand zurück spaziert. Das Wasser war kalt, der Sand hell, mit dunklen Spuren durchzogen.
An der Ecke gabs gleich einen Supermarkt, da haben wir uns erstmal mit Wasser und Wein eingedeckt, den wir eigentlich abends auf dem Balkon zwitschern wollten. Aber wie das so ist, es kam dann ganz anders.
Nach dem Abendessen sind wir noch mal an den Strand gegangen, um das Hotel rumgelaufen, haben hier und da ein wenig geguckt und waren doch ganz schön platt von dem Tag, von der plötzlichen Wärme, von dem Wein zum Abendessen… Also sind wir ins Bett gegangen.

Eine unruhige Nacht war das. Das Bett war ungewohnt und hart, das Kissen war zwar irgendwie gut, aber ungewohnt hoch, alles hat gewackelt, wenn der Namenlose sich umgedreht hat, die „Decke“ war mir zu dünn… war halt nur so ein Laken, wie das so üblich ist in den wärmeren Gefilden…
Ach ja, also so richtig erholsam war die Nacht nicht. Aber gut. Der Blick aus dem Fenster morgens hat entschädigt 🙂

Bei strahlendem Sonnenschein und Papageiengekrächze haben wir, wie immer, morgens erstmal einen Kaffee getrunken. Genau deshalb wollen wir immer ein zimmer mit Meerblick. Weil wir da morgens sitzen und gucken wollen. Der Namenlose organisiert immer Kaffee, falls es nicht eine Kaffeemaschine auf dem Zimmer gibt, und dann chillen wir da morgens im Schlüppi in der Sonne ;D

Sonntag war ganz schön vollgepackt. In Teguise ist sonntags immer ein Markt. „Oh jaa, ein Markt, das ist doch nett!“, habe ich in meiner naiven Verzückung gerufen, es könnte sich um einen richtigen, normalen Markt handeln 😀 so mit Obst und den normalen Leuten XD na ja, es war ein Markt… aber natürlich einer der touristischen Sorte. Himmel und Menschen, der halbe Ort war gesperrt und jede Freifläche zum Parkplatz umfunktioniert. Es war warm, die Sonne hat geknallt und eigentlich hatte ich schon keine Lust mehr. Weil überall gab es nur die gleichen schlimmen Touri-Strandkleider und -Tücher aus Polyester, Hüte, schlecht gefälschte Portemonnaies und Schmuck… und natürlich Fressstände… Aber weiter hinten, im alten Ortskern, in den ganz engen Gässchen, da wurde es doch noch ein bisschen gemütlich und irgendwie so, wie ich mir das vorgestellt habe. Wir haben dann gleich erstmal Teelichtständer aus Lava-Stein gekauft. Nicht ganz so furchtbar kitschig 😉 für uns und meine Eltern. Die freuen sich.
Danach sind wir aus Teguise raus und hoch auf den Vulkan, wo das Castillo de Santa Barbara steht. Wir sind aber nicht reingegangen, man hatte aber von außen eine nette Sicht in den Vulkankrater und auf Teguise. Von diesem Punkt aus konnten man übrigens die Nord- und die Südküste von Lanzarote sehen 😉 ist nicht so groß.

Vom Castillo ging es weiter nach Caleta de Famara, da war nämlich ein Cache versteckt. Die Gegend dort sah mehr nach Wüste aus, dahinter verbarg sich allerdings ein ziemlich langer und gut besuchter Strand. Das scheint da das Surferparadies zu sein. Es war ziemlich windig und gut wellig da. Wir haben uns abseits von allen Surfern dann eine kleine Steinkuhle gesucht, wo man etwas windgeschützter war. Überall dort an den Stränden sind so kleine Steinwälle aufgeschichtet, wie kleine Mini-Vulkankrater, da liegt man ziemlich geschützt.
Ich hab mich echt überwunden und bin mit ins Wasser rein. Bei so viel Wellengang, kann sich kein Fischi um meine Beine schlängeln, hab ich gedacht. Ganz wohl war mir trotzdem nicht und ich bin auch nicht weit reingegangen, bei dem Wellengang und der Strömung war das aber auch gar nicht nötig, da hätte ich mich wirklich nicht mehr wohlgefühlt.
Nach genug Wasser und Sonne haben wir noch den Cache gesucht und sind dann hungrig blind drauf los nach La Santa gefahren und haben in einer winzigen, ziemlich einheimisch aussehenden Tapas Bar in einer Seitenstraße ein paar Tapas gegessen. Kartoffelomelette, Tintenfisch, frittierter… irgendwas-Fisch, und irgendwas-Fisch-Salat… ich steh ja nicht so auf Fisch. Der Frittierte war aber ok für mich 😉 auch wenn das Omelette gereicht hätte. Das war echt mächtig.

Nach dem Abendessen haben wir dann noch auf der Suche nach einer Bar zwei Caches in der Nähe des Hotels gesucht, ich weiß gar nicht mehr, ob und wenn ja, wo wir an dem Abend was getrunken haben. Ich glaube wir sind einfach ohne Alkohol ins Bett gegangen 😉

Freitags-Füller 11/2017

1. Die ersten Frühlingstage sind nun scheinbar erstmal vorbei. Es war die letzten Tage schon richtig schön sonnig und warm in der Sonne, überall sprießen die Bäume und Blumen. Gestern dachte ich noch, dass die 12 von 12 ein paar Tage zur früh waren, gestern hätte man nämlich so viele herrliche Knospen fotografieren können 🙂 aber heute ist es wieder grau und ziemlich frisch und am Wochenende solls leider regnen.

2. Der Namenlose hat schon immer eine Putzfrau, was ein ziemlicher Luxus sein könnte. Wenn sie ordentlich arbeiten würde. Das tut sie aber nicht. Ich scheue mich ein wenig vor dem Gespräch mit ihr darüber. Ich habe früher nie was gesagt, weil ich da noch nicht beim Namenlosen gewohnt hab. Wenn wir Besuch bekommen haben, habe ich eben noch mal geputzt und mich darüber geärgert, wie schlampig die Putzfrau das macht. Aber jetzt, wo ich auch da wohne, kann ich da nicht mehr so drüber wegsehen. Die soll das ordentlich machen, immerhin wird sie dafür bezahlt. Sonst mach ich das, aber auch nur gegen Geld, denn ich hasse nämlich putzen und will eigentlich nie wieder saubermachen.

3. Ich habe dieses Jahr noch nicht eine Nähmaschine gekauft 😉 Was für ein krüppeliger Satz, aber mir fiel nix anderes ein. Ja, ich habe noch keine Nähmaschine gekauft. Meine Nähstunde bei meiner Schwester ist schon zwei Monate her. Meine erste Nähstunde im Nähkurs hab ich auch hinter mir. So richtig begeistert bin ich davon nicht. Sie lässt uns im Grunde alles alleine machen und wenn man nicht weiter kommt, dann erklärt sie trotzdem nicht wirklich was, sondern nimmt es einem ab. Das hilft mir natürlich nicht, denn damit lerne ich nichts. Mir sind zB. laufend die beiden Stofflagen verrutscht. Als ich sie gefragt hab, was ich da machen kann, hat sie nur gesagt „Also eigentlich dürfte das nicht passieren.“ Toll, danke für nichts… Dann kann ich mich auch mit Youtube hinsetzen.

4. Die letzten Tage war es so schön warm, dass die Narzissen schon losgehen. Vor der Arbeit ist ein Grünstreifen an der Straße, da wachsen immer welche und ich hab das Gefühl das wird jeden Frühling mehr. Tulpen und Narzissen sind meine liebsten Frühlingsblumen.

5. Bei dieser Frage denke ich darüber nach, ob ich wieder Snickers reinschreibe 😀 Die Frage hatten wir schon mal und ich muss gestehen, dass ich nach zwei zuckerfreien Wochen gestern tatsächlich mal so einen richtigen Jieper hatte… Das kenne ich so gar nicht von mir. Sowas Süßes wär mal wieder richtig geil. Obst ist auch süß, aber das ist einfach anders… Bloß gut lag gestern nix zu Hause rum, ich weiß nicht ob ich mich hätte beherrschen können, denn auch ohne Zuckerverzicht muss ich sagen, bei Snickers werde ich schwach.

6. Ich weiß überhaupt nicht, was ich am Wochenende zu essen planen soll. Ich weiß eigentlich nie was, meistens gucke ich kurz vor Feierabend bei Chefkoch rein oder google nach „was essen wir heute“ um mir Ideen zu holen. Immer wenn ich den Namenlosen frage, was wir essen wollen sagt er „Weiß ich nicht“ oder „Ist mir egal“ oder „Was du magst“. Langsam weiß ich aber nicht mehr, was ich noch will oder mag… Muss ich jetzt auch eine Rezeptesammel-Rubrik einrichten? 😉 Also Leute, was esst ihr am Wochenende? Her mit euren Ideen, ich weiß nämlich nix!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf irgendwas schönes zu Essen, das ihr mir vorgeschlagen habt 😉, morgen habe ich geplant, etwas zu kochen, was euren Ideen entsprungen ist und Sonntag möchte ich etwas essen, das ihr besonders lecker findet 😀!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

„Im Glas oder in der Tüte?“

Ich war mit Kunstgeschichte gestern im Kino (Manchester by night, absolut langweiliger, öder Film, der gefühlt 5 Stunden lang war…) und vorher waren wir in so einem hippen Burgerladen, wo man sich an der Theke sein Essen bestellt, und dann mit einem Piepser am Platz wartet, bis der anfängt zu leuchten und zu vibrieren. Und dann rennt man selbst noch mal zur Theke und holt sein Essen auch noch selbst. Das Vapiano-Prinzip. Zum kotzen. Hätte ich das vorher gewusst, wär ich lieber woanders mit ihr hingegangen. Für Kantinenatmosphäre muss ich nicht so viel Geld bezahlen…
Am schärfsten war aber, als wir unsere Getränke bestellt haben. „Im Glas oder in der Tüte?“ Ich glaubte, mich verhört zu haben und habe deshalb noch mal nachgefragt. Ja ich hatte richtig gehört. „Im Glas oder in der ‚Tüte‘?“ Sie betonte das Wort extra deutlich und dann zeigte sie uns einen Plastik-Zip-Beutel mit Bodenfläche. Fast wie ne Caprisonne, nur aus transparenter Plastikfolie. Das war der Moment, wo in einem Film dieses Geräusch abgespielt wird, wenn die Nadel über die Schallplatte rutscht… Ich hab sie völlig entgeistert angeguckt und gesagt „Im Glas bitte“ als wäre die Antwort völlig selbstverständlich und nur die Frage danach schon ne absolute Zumutung gewesen 😉 aber viele haben ihre Getränke in ner Tüte genommen. Ist ja auch voll hip. Und man kann dann auch gleich nach dem Essen ehen. Gut für den Laden, man blockiert keine Plätze mehr… Ist ja nicht so, dass essen gemütlich und kommunikativ sein könnte…

Also nee… Teller und Besteck gabs auch nicht. Burger und Pommes waren auf einem Tablett in einer Papiertüte, Sauerrahm auch in einem Papierbecher (nein, kein Pappbecherchen, sondern Papier… Das war ganz schnell durchgeweicht) also da kann ich auch zu Mäcces gehen.
Das ist nicht meine Esskultur. Ich bekomme gern die Karte an meinen Platz gebracht, suche dann in Ruhe aus und bekomme alles serviert. Und ich sitze nach dem essen gern noch, trinke in Ruhe aus oder bestell mir auch gern noch ein Getränk beim Kellner, der mich danach fragt. Das ist mir neben dem höheren Preis auch ein Trinkgeld wert. Beim Burgerladen hab ich mir die 2,57 auf Heller und Pfennig rausgeben lassen und ich habe nichts ins Trinkgeldglas geworfen. Und ich habe kein schlechtes Gewissen dabei. Ich geh da sowieso nie wieder hin, auch wenn der Burger ganz gut war.
Ich hätt mal sagen sollen, dass sie ruhig 2,60 machen soll xD man nan man… Tüte… Aber Hauptsache die haben recyclete Servietten in ansprechendem kackbraun 😉

Anti-Frust-Blog

Um mich ein wenig von meinem Frust abzulenken, habe ich mich entschieden zu bloggen. Ich ertrage das hier im Moment so schlecht, und irgendwie muss ich zusehen, dass ich mich nicht hineinsteigere, was mir unglaublich schwer fällt. Aber jammern und aufregen, so wie gestern, das will ja auch keiner mehr hören. Also mache ich heute mit bei Nougats Stöckchenwoche: Montag mit.

1. Welche Süßigkeit hast du heute schon gegessen?
Soll ich jetzt für gestern oder für heute antworten? Gestern habe ich zwei Kekse gegessen. Ich habe mich spontan mit einem Mädel aus einer Facebook-Gruppe zum Kaffee getroffen. Es war auch ganz nett, aber sie ist erst 22… so richtig… naja, da liegen doch ein paar kleine Welten dazwischen… aber nett war es trotzdem und sie näht auch 😀 und wenn ich jetzt auch damit anfangen möchte… mal gucken.
Aber um die Frage zu beantworten, ich habe gestern zwei frische Minztees getrunken und da war jeweils ein sehr leckerer Mürbeteig-Herzkeks dabei. Abgesehen von einem Apfel war das gestern das einzige Süße, das ich gegessen habe. Und heute, bisher noch gar nichts. Sogar dem Zucker im Kaffee habe ich inzwischen weg.

2. Schaffst du eine ganze Tafel Schokolade auf einmal?
Nein, auf gar keinen Fall. Dann wird mir schlecht! Zwei Stückchen, vielleicht drei, dann ist Schluss. Bloß gut 😉
Letzte Woche hatte eine Kollegin Schokoküsse mitgebracht, da hab ich einen gegessen und dann war mir schlecht.

3. Wenn es plötzlich keine Schoki, keine Gummibärchen und keine Chips mehr auf der Welt gibt, was futterst du dann abends beim Fernsehen?
Cherrytomaten!! 😀 Aber ich bin mir nicht sicher, ob meine Haut deshalb so schlimm ist, weil ich so gerne Tomaten esse. Ich liebe Tomaten! Jetzt habe ich eine Weile keine gegessen, aber Samstag und Sonntag wieder mal und dann gings auch gleich wieder mit der Haut ganz schlimm los. Ich weiß nicht, ob das wirklich zusammen hängt, aber ich werde es mal beobachten. Auf Tomaten verzichten zu müssen ist allerdings keine schöne Vorstellung für mich 😦

4. Welches Obst passt am besten zum Schokofondue?
Ich habe noch nie Schokofondue gegessen… Aber wenn Jahrmarkt oder so ist, dann esse ich gern Schokoweintrauben oder Schokoerdbeeren, also denke ich, dass das beides auch am Besten in ein Schokofondue passen würde.

5. Meine Lieblingseissorte ist: Vanille. Bzw. aus diesem kleinen süßen Eisladen das Mangosorbet. Das ist so lecker!

6. Die Nougatcornflakes von Aldi habe ich noch nie gegessen, aber ich glaube ich mag sie nicht, weil sie mir einfach zu süß sind.

Durch die Wolken – 15.09.2016

Nach einer getrennt geschlafenen Nacht (ich oben allein im Alkoven, der Namenlose wollte unbedingt in dem Doppelstockbett im hinteren Teil des WoMos schlafen) sind wir auf der Suche nach Frühstück durch Portree auf Skye gelaufen. Es war noch ziemlich früh (wir sind immer ziemlich früh aufgewacht) und die Stadt war noch ziemlich ausgestorben. Die Läden hatten alle noch zu und Touristen waren noch nicht unterwegs. Die saßen in ihren Frühstücksräumen und haben gefuttert. wir haben es draußen gerochen 😉
Weil es noch nirgendswo Frühstück gab, nicht mal einen Kaffee, sind wir aus der Stadt raus gefahren, haben uns irgendwo hingestellt und erstmal gefrühstückt und dann geduscht. Das waren irgendwie Sachen, die wir nicht auf dem Parkplatz in Portree machen wollten 😉

Anschließend sind wir weiter gefahren nach Armadale. Das ist der Ort, wo die Fähre von Mallaig ankommt, die wir zwei Tage vorher eigentlich nehmen wollten. In Armadale war ein Cache, der versprach, dass man dort Robben sehen könnte. Eigentlich sind wir nur deshalb hingefahren 😉 Aber die Straße war sehr gut, das ging dann echt ganz fix.
Vor Ort haben wir einen perfekten Parkplatz bekommen, weil grad einer mit seinem Bulli weggefahren ist 🙂
Dann sind wir losspaziert, haben endlich unseren ersten Schottland-Cache gefunden!! Yaaay 🙂 Und Robben haben wir auch gesehen. Wir sind dann noch ein wenig nach draußen auf die Felsen geklettert um sie noch etwas besser sehen zu können. Es war grad Ebbe, daher konnte man da gut rausgehen.
Der Namenlose kam dann auf die Idee den „Seeweg“ zurück zum Camper zu nehmen… „Wir müssen nur da um die Ecke, da in der nächsten Bucht stehen wir schon“, hat er gesagt. Und meine Unfähigkeit zur Orientierung ausgenutzt!! 😉
Es war dann doch weiter als gedacht, aber hatten ja gute Schuhe und Kleidung an. Wieder einmal waren wir echt froh darüber, dass wir noch im Globetrotter shoppen waren!

Wir hatten uns am Vorabend überlegt, dass wir unsere Route nach Applecross ausdehnen, das sollte laut unserem Vermieter sehr schön dort sein. Wir hatten von ihm einige Infos über verschiedene Routen in Schottland bekommen. Es gibt zB. eine Whiskey-Route, die einen an allen möglichen Destillen vorbei führt. die Coastal Route führt dann, wie der Namen sagt, an der Küste lang. Die sind wir gefahren.
Ich hatte ein bisschen Schiss vor der Fahrt, weil ich inzwischen geglaubt habe, das Straßensystem verstanden zu haben… und weiße Straßen waren schmal und nicht sooo toll. Und weiße Straßen mit einer Pfeilspitze waren steil! Aber gut, wir hatten ja jetzt keinen Winter… trotzdem war mir mulmig und ich sollte Recht behalten!! An der Passstraße stand noch ein Schild, dass diese nicht für Wohnmobile geeignet ist, aber das hat der Namenlose geflissentlich igoniert. Außerdem hatte ich gesehen, was da für ne fette Wolke am Berg hing.
Leute… ich wär fast gestorben! Es war echt schlimm für mich. Ich bin grundsätzlich kein schlechter Beifahrer, aber auf diesem Stück war so angespannt und hab laufend sowas wie „Pass auf!“ oder so gesagt… Die Wolke… wir waren so hoch… Wir konnten kaum 20m weit gucken, entgegen kommende Autos hat man erst gesehen, als sie schon direkt vor einem waren… und dann musste man auf dieser schmalen Straße im Zweifel rückwärts zur letzten Ausweichbucht fahren… Das war echt die Hölle für mich. Wir, und auch alle anderen, sind mit Warnblinker gefahren, weil wir uns eingebildet haben, dass man das durch den dichten Nebel besser und schneller sieht. Aber Pustekuchen! Und es waren echt einige Autos auf dieser Passstraße unterwegs. Oben auf dem Berg war ein Parkplatz und wir haben kurz angehalten. Normalerweise hat man da bestimmt eine unglaublich schöne Sicht. Was wir gesehen haben, war eine Wolke! Meine Haare waren nass als ich wieder eingestiegen bin.
Ich weiß auch, warum sie die Straße nicht für WoMos geeignet war… es gab ein paar Haarnadelkurven, wo man ganz schön ausholen musste. Da in den Kurven auch immer Ausweichbuchten waren, hätte man genug Platz gehabt, sofern dort nicht grad einer stand, der den Gegenverkehr durchlassen wollte… Wir konnten froh sein, dass unser Lewis nur sehr dick, aber nicht extrem lang war. Es ging alles. Aber das Paar, das wir am Vortag getroffen haben, die meinten, es war eine Katastrophe mit deren Riesending von Wohnmobil…
Ja, so Hinweisschilder können schon mal irgendwie sinnvoll sein…

Als wir dann endlich durch die Wolke durch waren, war ich echt fix und fertig. es war wieder hell, wir konnten wieder weit gucken… man das war erholsam für meine Nerven.
In Applecross angekommen haben wir im Applecross Inn eine Kleinigkeit gegessen und getrunken (Ich hab Haggis probiert, aber das ist nicht meins) und sind anschließend, obwohl es noch relativ früh war, dort an der Bucht stehen geblieben und haben da übernachtet. Es hat leider geregnet, so dass wir im WoMo saßen und gelesen haben. Aber später sind wir dann doch noch rausgegangen und sind da rumspaziert. Wir hätten gern den Hirsch gesehen, der da angeblich jeden Abend/Nacht an die Bucht kommt und Seegras frisst, aber der hatte im Regen wohl keine Lust dazu 😉

Dort die Nacht zu verbringen und nicht weiter zu fahren und irgendwo zu stehen, sollte sich am nächsten Tag als die beste Entscheidung überhaupt herausstellen! 🙂

Freitags-Füller 07/2016

1. Gar nicht in Frage kommt für mich, den Freitagsfüller auszulassen. Mein heutiger Arbeitstag (bzw. schon die ganze Woche) war wegen der neuen Aufgaben soooooo vollgepackt, dass ich bisher noch überhaupt zu nichts anderem gekommen bin. Sogar das Essen hab ich vergessen. Das ist nicht gut. Und ich hoffe, das bessert sich in nächster Zeit, wenn wir immer besser mit den neuen Aufgaben zurecht kommen.

2. Laufend wollte heute jemand was von mir. Erst musste ich mit meiner Kollegin die Beurteilung für den Studenten überarbeiten, dann wollte mein Chef mit uns genau darüber sprechen. Dann kamen Kollegen und wollten mit mir einige geklärte Rechnungseinwände besprechen, die ich nun mit dem Kunden verrechnen kann. Nachdem wir uns dann mit der Zweigstelle kurz auf den neuesten Stand gebracht hatten (die helfen ja, wenn wir Fragen haben), kam mein Chef noch mal, weil der Student und die Azubis neue Aufgaben übernehmen sollen. Wenn er sich da mal nicht ins Fleisch mit geschnitten hat… Na ja… neben all dem habe ich den ganzen Vormittag meine Arbeit nicht geschafft.

3. Am liebsten mag ich alle Tulpen.

4. Da ist noch so leckerer Joghurt in meinem Kühlschrank.

5. Ich werde schwach, wenn ich Rocher oder Snickers sehe.

6. Schreibt mir doch der Namenlose vorhin, völlig entgeistert, dass es schneit. Leute. Echt jetzt?? Ich brauch doch jetzt keinen Schnee (mehr).

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Marley Spoon Kochbox, morgen habe ich entspannen geplant und Sonntag möchte ich mich nicht mit dem Gedanken an Montag auseinander setzen!

Den Freitagsfüller von Barbara gibt es immer hier.

Silvester-Roadtrip nach München – 30.12.

Um euch nicht zu erschlagen, mach ich pro Tag getrennte Einträge 😉

Der Nordseeplan war nun also auch gestorben, wir haben frustriert unsere Pizza gegessen und uns dann überlegt, dass wir nicht im Strampler auf der Couch bleiben XD sondern auf die Zugspitze fahren. Da wollte ich eh mal hoch.
Hotels in Garmisch-Partenkirchen waren aber natürlich wegen des Neujahrsspringens restlos ausgebucht. Also haben wir überlegt, dass wir nach München fahren. Da ist Silvester vielleicht auch mehr los, als in Garmisch. Und ein Hotel findet man dort ganz sicher. Und wenn nicht zentral, dann eben außerhalb.

Die Koffer lagen gepackt im Auto und wir sind am 30.12. früh um 7 losgefahren.
Als wir schon in Richtung Autobahn abbiegen wollten, ist uns eingefallen, dass wir noch mal tanken müssten.
Als wir dann auf der Autobahn waren, ist uns eingefallen, dass wir ja mit dem verdammten Auto fahren und nicht mehr fliegen und wir also ruhig allen Scheiß hätten einpacken können… wir hätten also ruhig mal einen Anzug und ein Kleid für Silvester einpacken können.
Als wir noch weiter gefahren waren, ist uns eingefallen, dass wir das Kissen vom Namenlosen vergessen hatten… Er hat so ein Tempurkissen, das nimmt er immer mit, weil Hotelkissen meistens kacke sind. Und das war im Oslo-Koffer, aber wir hatten es wieder mit reingenommen.
Man man man, wir sind echt so Trottel! vollkommen planlos, irgendwie…

Aber gut. gegen 11 Uhr waren wir in München und hatten Hunger und sind erstmal durch die Einkaufsstraße geschlendert und haben ein Café zum Frühstücken gesucht. Von dort haben wir dann auch ein sehr zentrales und wirklich schönes Hotel gebucht (tatsächlich nur 500m vom Hauptbahnhof weg). Anschließend sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt gelaufen, waren bei Dallmayr gucken, aber da war es ja einfach nur vollvollvoll.
Als uns dann kalt wurde, sind wir noch ins Spielzeugmuseum gegangen und haben uns das ganze alte Spielzeug angeschaut. Einiges kannte ich sogar, weil ich es von meiner Mutter (oder vielleicht sogar Omi?) hatte. Richtig tolle Sachen gab es früher. So schön ist das heute alles gar nicht mehr. Na ja, dafür ist es anders.

Um 16 Uhr waren wir dann am Hotel. Da gabs sogar Parkplätze davor. Natürlich nicht kostenlos 😉 Aber auf dem Schild stand werktags von 9-18 Uhr. Das waren ja nur noch 2 Stunden und morgen früh könnten wir das Auto in ein Parkhaus bringen. 50 Cent für 12 Minuten macht nach Adam Riese 5 Euro… Alter Schwede! Aber ok.
Als wir die eingeworfen hatten, haben wir das zweite Schild gesehen, das besagte, dass werktags von 18-23 Uhr ebenfalls kostenpflichtig geparkt wurde. Pf… wieso schreibt man das nicht gleich zusammen?? Aber das war schon wieder mal total trottelig von uns 😉

Wir haben dann erstmal unser wirklich sehr schönes Hotelzimmer bezogen (groß, hell, sehr modern!) und nach Parkhäusern gegooglet. Haben dann das Auto in ein Parkhaus gefahren und sind durch das Treppenhaus zum Ausgang auf die Lobby eines Hostels gestoßen. Da war ne Bar unten drin, das sah echt super gemütlich und nett aus und die Preise waren auch sehr erträglich. Da könnten wir doch Silvester feiern.

Danach haben wir uns noch mal warm angezogen und sind zum Stachus gelaufen. Das waren auch nur ein paar hundert Meter entfernt. Da war eine Eisbahn und daneben eine Glühweinbude und wir haben da den Eisläufern zugesehen und den ersten Glühwein des Jahres getrunken, weil es bei uns bisher noch gar nicht so kalt war 😉
Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir dann gleich zwei Caches eingesammelt und beim selbsternannten besten Döner Münchens einen Salat mit Bulgur und ein Dürüm mitgenommen.
Also wenn das der beste Döner Münchens ist, dann muss man die anderen wirklich nicht probieren, aber auch der hat sich nicht sooo richtig gelohnt 😉