Don’t speak

Mittwoch, 22. April 2020
Tag 23 im Home Office

Ich bin effizient. Vielleicht bezeichnen manche es als unhöflich oder sozial inkompetent. Aber ich will mich nicht schlecht machen, also bezeichne ich es als effizient. 😉

Bestes Beispiel: Mitteilung über die Fertigstellung einer Auswertung und Ablage am üblichen Speicherort

Was ein Kollege mir dann per Mail mitteilen würde:

Hallo Keschu,

ich hoffe es geht dir gut. Wie läuft es bei dir im Home Office?
Ich habe heute wieder die Auswertungen über blablabla und bliblablub gemacht. Es ist etwas ausführlicher geworden, als beim letzten mal und ich habe mit Farben die wichtigsten Zahlen gekennzeichnet. Jetzt ist auf den ersten Blick ersichtlich, was wichtig ist. Ich habe die Datei wieder auf dem Laufwerk A im Ordner Y abgelegt, aber du findest sie auch hier im Anhang.

Solltest du noch weitere Fragen haben, so komme bitte gern auf mich zu.

LG, eine schöne Restwoche und bleib gesund
Kollege

Was ich einem Kollegen per Chat mitteile:

Hi Kollege, die Auswertung ist fertig. VG, Keschu

Wenn ich nett bin, packe ich noch den Link zum Ordner auf dem Laufwerk dazu, wenn es allerdings der übliche Speicherort ist, dann lass ich es wahrscheinlich sein. Und ich gehe außerdem davon aus, dass der andere 1. sieht, wenn ich farblich die wichtigen Sachen hervorgehoben habe und 2. schon fragen wird, wenn er Fragen hat, ohne dass ich ihn explizit dazu auffordere.

Nächstes Beispiel: man hat einfach eine Frage

Was ein Kollege mit mir per Telefon besprechen würde:
Kollege: Hallo Keschu, na wie geht es dir? Was macht das Home Office?
Ich: Jup, läuft alles gut.
Kollege:
Ich: (stelle fest, dass eine Rückfrage erwartet wird) Und bei dir?
Kollege: Ja hier ist auch alles in Ordnung. (Es folgen Ausführungen über das Wetter, über das vergangene Wochenende, über das kommende Wochenende, über Gesundheit und die Aussicht aus dem Fenster)
Ich: … (weiß nicht, was ich außer „aha“ und „ok“ dazu sagen soll)
Kollege: Ja, weswegen ich eigentlich anrufe…
An dieser Stelle kommt die eigentliche Frage, die ich dann beantworte. Danach folgen wieder blabla und die momentan allseits übliche Floskel „Bleib schön gesund!“

Was ich mit einem Kollegen per Chat bespreche:
Ich: Hi, (an dieser Stelle folgt die Frage)
Kollege: Hallo Keschu, (beantwortet mir dir Frage)
Ich: alles klar, danke, bis dann!

Ich bin halt ein Fan von Informationsaustausch. Klare, kurze Anweisungen und Infos. Aber viele Leute haben die Anwandlung, total ausschweifend zu werden oder sich sogar zu rechtfertigen, warum man zB. eine Frage hat.
Ja, mir wird immer mal wieder bewusst, dass da noch Lernpotenzial habe. Dass dieser Smalltalk von vielen gewünscht und erwartet wird, aber meistens check ich das erst hinterher, dass es unhöflich wirken könnte. Wenn ich zB aus dem Urlaub zurück komme und mein Kollege neben mir mich dann begrüßt mit „Na Urlauberin, wieder da?“ dann war meine Reaktion früher immer „Joa“ und gedacht habe ich: Ja sieht wohl so aus, sonst wär ich ja nicht hier… Inzwischen habe ich gelernt, dass dann zumindest ein kurzer Abriss des Urlaubs erwartet wird. Und genauso auch andersrum. Wenn der Kollege neben mir aus dem Urlaub zurück kommt, erwartet er, dass ich frage, wie es war. Inzwischen mach ich das auch, aber ich muss gestehen, dass es mich meistens eigentlich nicht interessiert.
Diese Umgangsformen muss ich wohl bei Online-Kommunikation auch noch lernen…

How bizarre

Donnerstag, 2. April 2020
Tag 13 im Home Office

Langsam mache ich mir Sorgen, was passiert, wenn ich zurück ins Büro muss. Ich genieße die absolute Stille hier dermaßen, dass ich echt Angst vor der Geräuschkulisse habe, wenn die Zeit im Home Office vorbei ist. Und sie wird irgendwann vorbei sein und in der Art nicht wieder kommen, denn unser Geschäftsführer ist ein absoluter Home-Office-Gegner. Als es Ende letzter Woche darum ging, ob die geplanten 2 Wochen verlängert werden sollen, hat er gesagt, dass sie sich natürlich an die Empfehlungen von Regierung&Co. halten, aber „je weniger Home Office, desto besser natürlich“.

Bei uns bricht außerdem gerade eine ganz üble Diskussion über geplante Urlaube aus. Hab ich ja letztens schon mal kurz angerissen, aber was sich da jetzt für menschliche Abgründe auftun… Was bin ich erneut froh, dass ich diese Diskussionen nicht komplett mitbekommen muss. Das was ich über den Firmenchat mitbekomme, reicht mir schon. Wie trotzig und angepisst manche deswegen sind!!
„Das kotzt mich an!“ – „Was soll denn das?? Das ist doch kein Urlaub!“ – „Es hieß doch immer, dass jederzeit verschieben können…“ – „Ich bin doch nicht bescheuert und nehme jetzt meinen Urlaub!“ – „Das seh ich gar nicht ein!“
Und ich wette, einige denken dann schon darüber nach, womit sie sich krank melden können, damit sie den Urlaub zurück kriegen.

Geplanter und genehmigter Urlaub ist fix und nicht änderbar. Wenn der Arbeitgeber Verschiebungen zulässt, dann aus reiner Kulanz.
Auch wir müssen natürlich zum Ende des Jahres unsere Urlaubsplanung für das kommende Jahr abgeben, damit der Betriebsrat das auch prüfen kann. Bisher, unter Alt-Chefs Regiment, war es aber immer so, dass diese Planung nicht in Stein gemeißelt war. Er hat es uns immer erlaubt, die Urlaube zu verschieben, solange es unter uns geklärt und eine Vertretung sichergestellt war.
Neu-Chefin hätte das sicherlich auch so gehandhabt, allerdings haben wir jetzt Corona. Und natürlich will der Arbeitgeber vermeiden, dass jeder seinen Osterurlaub verschiebt. Denn natürlich will ja jeder was von seinem Urlaub haben und nicht in Zeiten von Kontaktverbot auf Balkonien eingesperrt sein.
Kann ich grundsätzlich verstehen. Allerdings ist Urlaub zur Erholung da. Und nur, weil wir von zu Hause arbeiten, heißt das nicht, dass wir jetzt keine Erholung mehr brauchen. Wir arbeiten trotzdem. Und außerdem, wohin wollen sie denn ihren Urlaub verschieben? Am besten in die Zeit, wenn man wieder vor die Tür gehen darf! Joa… und wann ist das??
Wir hatten letzte Woche eine kurze Telko mit allen Bürokollegen, um sich halt mal gehört zu haben und sich etwas auszutauschen, was so die Woche über ansteht, wie es läuft und allen geht. Da fing die Diskussion ja schon an. Und gestern hat selbst der Betriebsrat eine Info rumgeschickt, dass Urlaube nicht verschoben werden.
Wenn das nämlich einer genehmigt bekommt und sich die ganze Sache rumspricht, dann wollen das natürlich alle. Also sagt der Arbeitgeber strikt, dass geplanter Urlaub so zu nehmen ist, wie er genehmigt wurde. Ich finde das konsequent und gut! Ansonsten schieben alle ihren Urlaub. Erst auf Mai, dann auf Juni… und irgendwann sind alle gleichzeitig weg.

Hach… Da bin ich so weit vom Büro weg und rege mich trotzdem über die Kollegen auf. 🙄
Also zu was erfreulicherem: Gestern war ich bei strahlendem Sonnenschein unterwegs zum abgeschiedenen Lidl, wo ich auch letzte Woche war. Und es war wieder ziemlich leer dort und es gab alles! Klopapier, Reis, Nudeln, Aufbackbrötchen, Fleisch, Milch und Dosentomaten. Ich habe kein Klopapier gekauft, weil wir noch genug haben und ich mich dem Hamsterwahn nicht hingeben möchte. Trotzdem hab ich noch eine Packung Spaghetti und Fussili mitgenommen, obwohl wir noch Nudeln haben und ich für die nächste Woche kein Nudelgericht geplant habe… So ganz lässt sich der Hamsterwahn also nicht abstellen. Man ist doch zu sehr von den ganzen Bildern von leeren Regalen beeinflusst. Rational denkend stand ich da im Laden und dachte „Du hast noch drei Päckchen Fussili zu Hause. Und mindestens 2x Spaghetti.“ Und dann schaltete sich mein Hirn aus: „Ich nehm mal lieber von jedem noch ein Päckchen mit!“ 🤦🏼‍♀️🤷🏼‍♀️

Stillness of heart – Home-Office-Gelassenheit #4

Donnerstag, 26. März 2020
Tag 8 im Home Office

Leichte Aggressionen ziehen sich durch den Vormittag. Zuerst ist es die Technik, die nicht so will, wie wir alle. Dann sind es Kollegen, die einen nicht ausreden lassen, Arbeit doppelt machen und meine somit überflüssig und die andere Leute in den Himmel heben, weil sie Kram gemacht haben.

Unsere Web-Meeting-Plattform ist aktualisiert worden. Im Laufe der nächsten Wochen sollten wir wellenweise auf die neue Plattform wechseln. Jetzt, wo aber alle im Home Office arbeiten, wurde mitgeteilt, dass wir sofort auf die neue Plattform wechseln sollen.
Gesagt getan. Bei mir funktioniert alles.
Bei den anderen mal wieder nicht. Ich versteh das immer nicht, was die anderen immer für Scheiße bauen! Auch wenns um Updates geht. Bei mir läuft komischerweise immer alles problemlos durch. Bei den anderen nie und dann können sie immer stundenlang nicht arbeiten. (Ja, schon klar, dass das Taktik ist…)

Jetzt sollten wir mit dem Wechsel auf die neue Plattform auch scheinbar noch irgendeine Software aktivieren. Davon war in der Wechselaufforderung nichts erkennbar. Ein paar haben das offenbar gemacht. Ich nicht. Bei mir funzt alles. Bei einigen anderen nicht.
Wir haben vorhin echt 20 Minuten gebraucht, bis wir unser dämliches Web-Meeting zum laufen gebracht haben!! Und ich wette es hatte gar nichts mit der Plattform zu tun, sondern mit irgendeiner Einstellung. Das Problem sitzt in der Regel ja vor dem Rechner…
Ich überlege mir jedenfalls noch drei mal, ob ich diese zusätzliche Software aktiviere oder nicht, weil es bei mir auch problemlos ohne läuft und ich noch nicht den Sinn und den (neudeutsch sogenannten) „benefit“ darin sehe…

So, dann hatten wir es also endlich auf die Reihe gekriegt, auch der letzte konnte die anderen hören und wurde gehört und dann haben wir unser Ding besprochen.
Wir müssen immer eine Prognose darüber abgeben, wieviele der fälligen Rechnungen noch gezahlt werden. Ich finds ja immer sinnlos, weil das Glaskugelgucken ist, aber gut. Der Konzern möchte daraus Steuerungsmaßnahmen ableiten. Als ob da nicht gerade jetzt andere Sachen wichtiger sind… Jedenfalls bereite ich dazu eine Offene-Posten-Liste vor und kommentiere diese. Und mein Kollege hat das auch gemacht, aber eine andere Datei benutzt und ich frag mich jetzt, wozu ich das dann gemacht hab. Die Stunde Arbeit hätt ich mir sparen können, da hätt ich lieber gelesen! 😉
Die Datei die er benutzt hat, hat ein weiterer Kollege gebastelt, da wird weitestgehend alles automatisiert erzeugt und befüllt. Und dafür küssen ihm jetzt alle die Füße und ich denk mir so, der hätte sich mal lieber um andere Sachen gekümmert. Zum Beispiel um die Automatisierung der Kontenkommentierung zum Monatsende. Das ist nämlich nachher richtig ekelhaft, wenn man das händisch machen muss.

Aber ich bin ansonsten die Gelassenheit in Person. Ich genieße noch immer die Ruhe. Ich habe noch nicht angefangen, mit Gegenständen zu reden. Muss ich auch nicht, ich rede auch im Büro nur das, was ich muss. Für mich ist das alles also tatsächlich nicht so anders als sonst. Nur leiser.

Friday I’m in love – Großraumbüro-Wahnsinn #19

In Anlehnung an den neulichen Manic Monday, der ja gar kein Montag war, bin ich heute schon wieder in einer Zeitschleife gefangen und glaube, dass heute Freitag ist.
Wie kann das sein, an einem Montag???

Aufgrund des leeren, relativ stillen Büros fühlt es sich an wie Freitag, an dem ein Großteil entweder um 12 geht oder gar nicht erst da ist, weil sie im Home Office arbeiten. Leer und still ist es heute auch, weil der Notfallplan meines Arbeitgebers vorsieht, dass die Hälfte der Kollegen für 2 Wochen zu Hause arbeiten soll, um das Corona-Ansteckungsrisiko zu minimieren.
Inzwischen gibt es sogar einen bestätigten Fall im Bürogebäude nebenan, allerdings war derjenige vor und nach der Diagnose nicht mehr am Arbeitsplatz. Somit besteht keine Ansteckungsgefahr und somit auch kein Grund, doch alle Mitarbeiter ins Home Office zu schicken. Schade 😉

Am (echten) Freitag hat mich das schon tierisch genervt, dass ich nicht im ersten Home-Office-Schwung dabei bin. Und überhaupt finde ich diese Vorgehensweise komplett sinnlos… Da hat irgendeine hochintelligente Führungspersönlichkeit mal einen superschlau klingenden Vorschlag gemacht, aber ihn nicht zu Ende gedacht.
Als ob die Hälfte im Home Office sich jetzt nicht ansteckt. Die können sich genauso anstecken. Man geht ja trotzdem einkaufen oder trifft sich am Wochenende mit Freunden. Genauso wie die Bürohälfte. Der Unterschied ist: Die Bürohälfte ist dann gleich komplett verseucht, wenn einer sich was holt.

Aber trotz allem finde ich es heute ganz ok hier, weil es im Vergleich zu sonst ziemlich ruhig ist.

ABC im April 2019

A wie ausgelaugt
Seit den letzten Ferien sind jetzt fast 13 Wochen vergangen. 13 Wochen, die vollgepackt waren mit Leben, Arbeit, Schule, Haushalt, Alltag, Gartenarbeit und sogar mit ein paar sozialen Interaktionen. Und ich muss wirklich sagen, es schlaucht und ich fühle mich richtig ausgelaugt. Ich bin so froh, dass wir wegfahren, denn Urlaub während der Namenlose arbeiten geht, ist alles andere als erholsam.

B wie bunte Eier
Ostereier wirds bei uns nicht geben. Ich hab das ab und zu schon mal gemacht, aber meistens bleiben die dann ewig liegen, keiner isst sie und am Ende werfe ich sie weg, weil ich mich dann ekle.

C wie Cortison-Salbe
Am Montag war ich shoppen, hauptsächlich, weil ich in die Apotheke wollte. Aber die Apotheke in dem Einkaufszentrum gibt es nicht mehr. Toll…
Ich brauch noch für die Reiseapotheke meine Cortison-Salbe, die ich immer auf meine Neurodermitis-Stellen schmiere, wenn sie schlimm werden. Aber dann hab ich überlegt, dass ich die noch nie im Urlaub gebraucht habe.

D wie durchtanzte Nacht
Am Samstag war ich mit drei Mädels aus dem Bibu-Kurs verabredet. Eine ist in der Woche vorher krank geworden, aber mit den anderen beiden bin ich abends losgezogen, nachdem wir Pizza gefuttert, gequatscht, gelästert und getrunken haben 😉 Wir sind in einen Club gegangen, die Musik war ganz gut, ich hab viel zu viel getrunken, aber irgendwie nichts davon gemerkt… Es hat echt viel Spaß gemacht und als ich irgendwann auf die Uhr geschaut hab, war es halb 4!!! Um 4 sind wir dann gegangen und um halb 5 war ich im Bett. Halb fünf!!!!
Schlauerweise hab ich noch vor dem Schlafen gehen 3 Gläser Wasser getrunken, so gings mir am nächsten Tag, abgesehen von der Müdigkeit, ganz gut 🙂

E wie Ende, Michael
Ich lese zum ersten mal Die unendliche Geschichte. Ich hab auch den Film noch nie gesehen!

F wie Frühjahrsmüdigkeit
Meine Frühjahrsmüdigkeit fällt dieses Jahr irgendwie schlimmer aus, hab ich den Eindruck. Vermutlich spielt aber alles zusammen: Stress, Zeitumstellung und dass es immer noch recht früh dunkel wird.

G wie Geocaching
Da der Urlaub vor der Tür steht, und wir da ja wieder cachen gehen, haben wir uns am Wochenende mal mit „Wherigo-Caches“ beschäftigt, die wir vorher noch nie gemacht haben. Bei uns in der Nähe ist einer, aber wir haben das noch nie gemacht, weil man dafür immer irgendwas runterladen musste und blabla… ich hab das immer nicht verstanden, wie das geht.
Neulich dachte ich aber, dafür muss es doch inzwischen eine App geben und Videos auf Youtube vielleicht… und so war es. Am Sonntag haben wir dann so einen Cache mal ausprobiert, haben verstanden wie es geht und können dann genau so einen Cache auch im Urlaub machen 😉

H wie Habit-Tracker
Seit dem 1.1. habe ich eine App, mit der man Gewohnheiten tracken kann. Das funktioniert bei mir tatsächlich ganz gut, weil ich eine Gewohnheit immer abhaken will 😉 Zum Beispiel bin ich seit Anfang Februar immer spätestens um halb 8 im Büro gewesen. Und bis auf 3 Tage hab ich jeden Tag gelesen. Auch wenns nur zwei, drei Seiten waren. Seit Mitte Januar halte ich mich auch an meine „maximal 30 Minuten Instagram am Tag“-Vorgabe.

I wie Intervallfasten
Seit Januar hab ich auch Intervallfasten ausprobiert und ich hab auch was abgenommen. Ich hab zumindest 2-3cm Umfang am Hintern verloren. Aber irgendwie ist es trotzdem nicht meins. Ich hab das 16/8-Fasten ausprobiert, dh. 8h Essen, 16 Stunden fasten. Die Schlafenszeit gehört in die Fastenzeit.
Ich hatte grundsätzlich kein Problem damit, erst ab 12 Uhr zu essen, aber es fiel mir die ganze Zeit total schwer, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das hat auch mit Habit-Tracker nicht funktioniert und ich hab das oft nicht eingehalten, sodass ich also kein wirkliches Intervallfasten gemacht habe, also lass ich das auch wieder sein und versuche mich einfach auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu besinnen, und mich von Zucker und Süßkram fernzuhalten.

J wie jammern
Nachdem ich den Eintrag jetzt fertig hatte, hab ich das ursprüngliche J durch jammern ersetzt. Weil es echt ein einziger Jammereintrag ist. Sorry dafür 😉

K wie Kosten-Leistungs-Rechnung
Am Samstag hab ich eigentlich KLR-Unterricht. Aber ich schwänze die Stunden, damit wir schon Freitag in den Urlaub fliegen können. Weil es Freitag einfach mal 400 Euro billiger war, als Sonntag zu fliegen.

L wie Lost Places
Für den Urlaub hab ich ein paar Caches rausgesucht, da sind auch wieder viele Lost Places dabei. Wir werden uns die Tage nicht so voll packen, wie beim letzten Mal, immerhin haben wir dieses mal mehr Zeit, aber ein paar Lost Places müssen sein! 🙂

M wie Motivationsloch
Im Moment bin ich so urlaubsreif und unmotiviert, dass ich seit 3 Wochen nichts gelernt habe! Ich hab mich vorher eigentlich immer 3x die Woche hingesetzt und hab was durchgearbeitet, abgeschrieben, gelernt… Seit 3 Wochen hab ich nichts mehr gemacht.

N wie nie wieder
Grad gestern haben wir uns vor dem Unterricht unterhalten, dass wir alle froh sind, wenns endlich vorbei ist. Die Chefin der einen meinte dann, sie soll sich doch mal gleich informieren, wie es mit dem Bilanzbuchhalter International ab Oktober aussieht. Unglaublich… Wir sind uns alle einig, dass wir nie wieder eine Weiterbildung machen 😉

O wie offline
Im Urlaub werde ich wieder so ziemlich offline sein. Ich hab ein Handy dabei, aber ohne Whatsapp, mal schauen, ob ich es im Flugmodus lasse, oder nicht. Aber zumindest gibts keine Mails und kein Whatsapp!

P wie Pausenbrot
Ich bin auch seit Wochen zu faul, mir ein Pausenbrot zu machen. Jedes mal, wenn ich mir in der IHK-Cafete was kaufen muss, ärgere ich mich über deren Preise… Aber selbst Schuld.

Q wie Quasselstrippe
Die eine Kollegin, die einem immer ne Kassette ins Ohr schiebt… Das ist auch die, die immer flüstert. Super ätzend! Ich weiß gar nicht, ob ich für die schon mal einen Namen hab. Aber Quasselstrippe trifft es auf den Punkt!

R wie Rasen
Die letzten Wochenenden haben wir mal wieder einiges im Garten gemacht, weil der momentan einfach scheiße aussah. Wenn alles wieder anfängt zu blühen, dann versucht man doch, es irgendwie schön zu machen… Mal schauen, ob wir dieses Jahr mal den Rasen hinkriegen… Die letzten zwei Jahre hatten wir Maulwürfe und Wühlmäuse, die alles umgegraben haben. Und vor allem haben wir sau viel Moos, Klee und Unkraut. Es ist halt auch leider ziemlich schattig und noch dazu Nordseite, sodass das mit dem Rasen echt nicht so leicht ist…

S wie Strand
Am Freitag! Endlich!

T wie Tolinohülle
Seit ich meinen Tolino habe, weiß ich jedes mal nicht, wie ich ihn einpacken soll, wenn ich in unterwegs dabei habe. Ich habe nämlich keine Hülle. Diese Cases finde ich blöd, und andere Hüllen waren einfach teuer oder hässlich. Oder beides. Jetzt habe ich letztens Filz gekauft und nähe einfach selbst welche. Eine für mich und eine für den Namenlosen.

U wie Unruhe
Wenn ich an die Prüfung und die wenige verbleibende Zeit denke, dann befällt mich eine Unruhe, die nicht mehr schön ist. Gerade auch, weil ich seit drei Wochen nichts mehr gelernt habe… Ich weiß, was ich noch alles tun muss… In Umsatzsteuer und internationale Besteuerung muss ich richtig aufarbeiten, in den anderen (Steuer)-Fächern ist es nicht so schlimm, aber trotzdem lückenhaft. Ich muss die Prüfungen durcharbeiten und die Besonderheiten rausarbeiten. Ich muss meine neuen Gesetzestexte präparieren… und ich habe Angst, dass mir die Zeit davon läuft.
Ich hoffe, ich kann im Urlaub wirklich abschalten.

V wie Vorabend-Check-in
Weil wir morgens um viertel vor 5 fliegen (was haben wir uns bloß dabei gedacht???), werden wir uns und unsere Koffer schon abends einchecken. Wir habens nicht weit zum Flughafen, da lohnt sich das, wenn man dafür morgens erst um 4 da sein muss, statt 3.

W wie Wasser
In letzter Zeit schaffe ich meine 2 Liter am Tag nur schwer…

X wie xxx
Ich mach drei Kreuze, wenn alles endlich rum ist!

Y wie Yay
Yay, nur noch 2 Tage arbeiten.
Yay, nur noch 5 Monate bis zur Prüfung, nur noch 4 Monate, bis die Schule vorbei ist. Das sind wegen der Sommerferien nur noch 10 reguläre Woche und eine Woche Repetitorium. Das bedeutet nur noch noch 33x Unterricht. Jetzt bloß nicht wieder unruhig werden…

Z wie Zähne
Ich glaube in letzter Zeit beiße ich im Schlaf meine Zähne sehr fest aufeinander. Morgens fühlt es sich jedenfalls so an. Ich bin auch echt unter Druck und kann mich echt nicht entscheiden, ob ich langsam einfach nur will, dass es vorbei ist, oder ob ich noch ein halbes Jahr länger bis zur Prüfung hab…

Kahlschlag – Großraumbüro-Wahnsinn #18

Ja, der Wahnsinn geht weiter! Und mal wieder fährt der Grippezug 😉 Ich könnte den Eintrag vom letzten Jahr im Grunde genommen 1:1 hier übernehmen, denn mal wieder war letzte Woche Betriebsversammlung und mal wieder sind genau die Leute hingefahren, die immer hinfahren. Und einer der Kollegen, für den brauche ich mal einen Namen… IT-Spezi vielleicht… also der IT-Spezi (nicht, weil er das wirklich ist, sondern weil ihn alle dafür halten, wieso auch immer…), der ist normalerweise der erste, der sich krank schreiben lässt, sobald ein winziges Lüftchen von Erkältung weht. Er hat nen guten Arzt, der schreibt ihn immer gleich ein oder zwei Wochen krank.
Jedenfalls war letzte Woche Betriebsversammlung, und IT-Spezi kam am Dienstag morgen hier hustend, rotzend und röchelnd ins Büro geschleppelt… eieiei, da haben schon alle geschrien und gemeckert! „Du steckst uns alle an! Geh doch nach Hause!“ Ja und in dem Fall wäre es auch wirklich besser gewesen. Aber es war ja Betriebsversammlung! Wenn die nicht gewesen wäre, wäre er niemals in dem Zustand ins Büro gekommen, sondern hätte sich gleich zwei Wochen gelben Urlaub gegönnt. So hat er aber alle vier anderen Kollegen, die mitgefahren sind, angesteckt und noch dazu die Hälfte der Leute hier im Großraumbüro.

Auch mich.

Ich habs am Freitag schon gemerkt und Samstag gings dann richtig los. Sonntag gings mir zwar nicht gut, aber auch nicht sooo scheiße und Montag hab ich die gleiche Überlegung wie immer angestellt: Krank melden oder nicht?
Dieses mal hab ich mich dafür entschieden, bin zwei Tage zu Hause geblieben und das war auch gut so. Es motzen sowieso alle rum. Wenn ich komme, weils mir ja nicht sooo schlecht geht, dann meckern sie, dass ich alle anstecke. Wenn ich nicht komme, dann lästern sie, dass ich auf den Grippezug aufspringe. Man hat ja schließlich Freitag noch gar nichts gemerkt. Auf einmal ist sie krank? Ja klar… wohl zu viel gefeiert am Wochenende. Denn ausgerechnet hatte ich auch noch Geburtstag. So ein Zufall. Ein Schelm…
Tja… ausnahmsweise war es mir mal herzlich egal. Es ist eh verkehrt, egal wie man es macht, also mach ich es so, dass ich noch was davon hab.

Heute bin ich wieder da, schließlich steht der Monatsabschluss vor der Tür und der IT-Spezi ist diese Woche krank geschrieben. Zwei von den Mitfahrern sind krank geschrieben, einer hat sogar ne Lungenentzündung. Die zwei anderen Mitfahrer sind wieder da, lagen aber auch übers Wochenende flach. Meine Scheidungskollegin, die sich ja auch regelmäßig (und mir gegenüber meistens sogar mit Ankündigung) gelben Urlaub gönnt, war auch nicht da. Eine andere Kollegin hat nach einem Sturz geprellte Rippen und jetzt auch noch ne Erkältung und fällt schon seit einer Woche und mindestens noch eine Woche aus… Hier ist echt Kahlschlag im Büro. Dann könnte man ja doch mal Desk-Sharing einführen 😉

Was für ein Irrenhaus – Großraumbüro-Wahnsinn #17

Ich habe hier zwei Laptops. Einen, den ich nutze, einen, den die Azubis nutzen. Ich will die ja schließlich nicht den ganzen Tag auf meinem Schoß haben, also kriegen die natürlich ihren ganz eigenen Arbeitsplatz.
Die Azubis, die jetzt im September eingestellt wurden, sind neuerdings selbst mit Laptops ausgestattet worden, die sie die ganze Ausbildungszeit über benutzen und zu jedem Betriebseinsatz mitnehmen. Also brauchen wir meinen Azubi-Rechner eigentlich nicht mehr.

Jetzt war es so, dass mir mitgeteilt wurde, dass die Nutzungsdauer für meinen Laptop abläuft. Im Juni. Deshalb sollte der getauscht werden. Auf einen Win10-Laptop. Da hatte ich ja mal gar keine Lust drauf und hab gedacht, dass ich ja dann den Azubi-Laptop weiter nutzen kann. Wir kriegen im Sommer sowieso keinen Azubi, und wenn im September jemand neues kommt, hat der ja wieder einen Laptop.

Gesagt getan. Der eine Lappi wird abgemeldet, der Azubi-Lappi wird mein neuer.
So, was mir die blöde Tussi aus dem Seki nicht gesagt hat: Der Azubi-Laptop läuft im Oktober ab. Das hab ich dann vor zwei, drei Wochen erfahren, dh. es muss sowieso getauscht werden. Jetzt war es aber zu spät, den Regeltausch für meinen Rechner zu beauftragen, der kann nur noch gekündigt werden, mehr nicht.

Ich musste jetzt also meine Daten und alles auf den Azubirechner ziehen, alles dort neu einrichten (Laufwerke verknüpfen, Outlook-Einstellungen neu machen, meine ganze SAP-Formulardaten-Historie ist natürlich weg…), und dann mache ich das ganze, wenn der Abzubi-Rechner im Regeltausch ist, noch mal.

Jetzt kriege ich heute eine Mail, dass genau dieser Regeltausch ansteht. Aha, denke ich, ist ja frühzeitig informiert. Soll ja noch bis Oktober laufen. Tauschtermin: 30.7.
Ich dachte echt ich guck nicht richtig! So schnell? 3 Monate vor Ablauf? Nachdem ich gerade gestern mit der Einrichtung des Azubi-Rechners fertig geworden bin? Genau am Monatsabschluss? Wollen die mich verarschen???? UN-FASS-BAR!!

Aber weshalb mich das eigentlich so aufregt:
1. Weil meine Scheidungskollegin mir gestern schon angekündigt hat, dass sie sich krank schreiben lässt, die blöde Kuh… Regt sich immer auf, dass andere krank feiern und was macht sie?!
2. Weil mein blöder Arschlochkollege (für den ich noch keinen Namen hab, glaube ich, aber Arschlochkollege passt super) einfach ein so dämliches Arschloch ist. Ich hasse den! Der hat so eine widerliche überhebliche ätzende oberlehrerhafte asoziale Art an sich… ich kanns gar nicht beschreiben…
Das sind so Kleinigkeiten, die mich aufregen. Der sitzt zB. ganz vorne, ich muss immer an seinem Platz vorbei, wenn ich ins Büro komme oder rausgehe. Und immer wieder haut er mich an, und will irgendwas, wenn ich gerade vorbei komme. Wenn ich morgens komme und noch nicht mal meine Tasche abgestellt hab, wenn ich in die Küche gehe um mir Tee zu machen, wenn ich aufs Klo will… Wieso kann dieser blöde Wichser nicht seinen dämlichen Arsch selbst hochkriegen und zu mir kommen, wenn er was will? Nee, da wartet er immer, bis ich sowieso vorbei komme.
Oder er hält auch Informationen vor mir zurück. Soll er seine blöden Machtspielchen machen, meistens weiß ich sowieso, was er denkt, vor mir zurück zu halten, aber allein der Fakt ist einfach arschig.
Na ja, jedenfalls, ich räume vorhin mein Postfach auf, lösche mal den Gelöschte-Ordner und kriege eine Info, dass genau der Arschlochkollege eine Info angefordert hat, wenn seine Nachrichten gelöscht werden. Ob ich diese Info senden will.
NEIN NATÜRLICH NICHT DU BLÖDER IDIOT!!
Wer fordert denn eine Info über Löschung an?? Sind wir bei der Stasi? Das ist so sinnlos!
Es ist auch sinnlos, dass ich mich darüber aufrege, ich weiß, aber dieser Typ braucht nur atmen, da regt der mich schon auf! Dumme Sau!

So. Nachher kommt der Seki-Fuzzi (wieso kümmern sich eigentlich drei (!) Leute um einen Rechnertausch??), da werd ich ihm erstmal sagen, dass er sich seinen Tausch am 30.7. in die Haare schmieren kann. Noch so ein Wichtigtuer. Kam der letzte Woche und meinte, ich solle endlich auf den Azubi-Rechner umziehen, damit der andere gekündigt werden kann. Und „am besten vorgestern!“ Was denken die sich alle?

So, genug Luft abgelassen. Danke fürs Zuhören 😉

Grippezug – Großraumbüro-Wahnsinn #16

Der Grippezug geht um. Nein, nicht die Grippewelle, sondern der Zug, auf den alle aufspringen. Mal wieder. Kaum hört man von einem Kollegen, dass beim Kind im Kindergarten einer etwas hat, heißt es immer direkt „Ja, das geht ja grad um!“ Und nach so einer Aussage, kann man drauf warten, dass in den folgenden Wochen immer die gleichen Kollegen mal ein paar Tage gelben Urlaub haben.

Letzte Woche war Betriebsversammlung. Da waren dann wieder die gleichen Kollegen wie immer da. Abgesehen davon, dass ich gar keine Lust auf diese Arschkriecherveranstaltung hab, frage ich mich, was passieren würde, wenn mal fünf andere sagen, dass sie gern hin wollen. Wer macht denn dann die Arbeit?!
Na ja, jedenfalls hat dann der eine übliche Kollege am Freitag von zu Hause „gearbeitet“, weil es ihm „nicht so gut“ ging. Aha. Vermutlich Kater gehabt. Krank mit Ansage also. Und was ist? Genau, meldet sich gestern krank. Direkt mal wieder für ne Woche…

Man ich könnt kotzen. Und ich habs mir auch eingefangen. Wahrscheinlich weils hier letzte Woche so kalt war. Dazu waren wir Freitagabend bei der neuen Freundin zum Essen eingeladen. Bei denen war es auch hundekalt! Und ihr Freund hatte seine Erkältung gerade überstanden… Tja. Gestern früh gings dann eben auch bei mir los. Nicht so schlimm, nur Halsschmerzen, aber nervig. Und da ist die übliche Überlegung: Zu Hause bleiben und auskurieren, was noch gar nicht richtig da ist? Oder trotzdem arbeiten gehen, weil so schlimm ist es wirklich nicht…
Ich hab mich wie immer für letzteres entschieden.

Freitags-Füller 04/2018

1. Den 1. Platz hab ich selten belegt. Ich war selten in irgendwas die Beste. Im Sport sowieso schon mal nie. Dazu war ich ein viel zu kleines Heemekin. Ich hab im Judo mal kampflos den 1. Platz belegt, weil es in meiner Gewichtsklasse (bis 22 Kilo, ich war 11 oder so) keinen Gegner gab 😉 ansonsten war ich immer die letzte. Die letzte im Rennen, die letzte im Weitsprung, im Kugelstoßen… die erste, die bei Völkerball rausgeflogen ist 😉 In der Bio- und Matheolympiade hab ich auch mal mitgemacht, aber bin nach der ersten Runde rausgeflogen. In Sprachen war ich immer gut, aber da gabs keine Wettbewerbe. Na ja und im Gedicht aufsagen war ich auch immer ziemlich gut… Aber auch da gabs auch keine Wettbewerbe… Aber neulich waren meine Kollegen extremst beeindruckt, dass ich „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ heute noch auswendig kann 😉.

2. In nicht mal mehr 3 Wochen, es sind nämlich nur noch 2 Wochen und 4 Arbeitstage, hat unser Flachpfeifenstudent endlich seinen letzten Tag bei uns. Dann sind die 3 Jahre endlich rum, schade aber auch.(NIIIIIICHT!)

3. Wenn ich mich verwöhnen möchte, dann gönn ich mir… gute Frage eigentlich. Mir fällt eigentlich nichts ein, was ich mir zB immer kaufe, wenn ich mir mal was gönnen will. Früher wären es die kleinen Dulcita-Cherrytomaten mit Mozzarellakugeln gewesen, aber ich glaube dass meine Neurodermitis schlimmer wird, wenn ich Tomaten esse, deshalb ess ich nur noch selten welche. Also, mir ist zumindest beim Thema verwöhnen als erstes Essen eingefallen, und keine Kosmetik oder sowas. Und da ich mir nicht selbst den Rücken kraulen kann, muss ich mich mit etwas zu Essen verwöhnen 😉.

4. Also manchmal ist meine Kollegin, mit der ich die Azubis und Studenten betreue echt nervig… Unser Flachpfeifenstudent ruht sich seine letzten Tage hier aus, kommt spät, geht früh, bucht sich immer Besprechungsräume und drückt sich so vor seiner kaum noch vorhandenen Arbeit. Eigentlich macht er gar nichts mehr. Mir ist es inzwischen egal, ich bin froh, wenn er weg ist, aber sie ist da voll hinterher. „Gestern ist er schon nach 6 Stunden gegangen.“ oder „Der ist nicht am Platz, was macht der denn? In dem Besprechungsraum da drüben brennt Licht. Ist das der 10er? Ist der da drin? Ich überleg schon, unter welchem Vorwand ich da mal reinplatzen kann. Oh, ich setz mal die Kollegin aus dem Nachbarbüro an und frag mal, ob er drüben ist. Nee ist er nicht. Haste mitgekriegt?“ Nein hab ich nicht, es ist mir auch egal… und dir sollte es auch egal sein, denn wir werden jetzt in den letzten Tagen sowieso nichts mehr daran ändern, also bleib locker.

5. Jedes Bild in meinem Kopf ist nur in meinem Kopf. Neulich haben wir die neue Staffel von Black Mirror gesehen (gute Serie übrigens, lohnt sich definitiv!), da gehts um etwas futuristische Lebensentwürfe, oder Entwicklungen was Technologien angeht. Na ja egal, also auf jeden Fall wurde in der einen Folge ein sogenannter Recaller verwendet, um die Erinnerungen und Gedanken im Kopf tatsächlich zu verbildlichen. Es ging um Zeugen, die einen Unfall beobachtet hatten und mit einem kleinen Gerät, das an die Schläfe gesteckt wurde, konnten diese Bilder auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden und so den Unfallhergang rekonstruieren und die Schuldfrage klären. Also wenn sowas irgendwann wirklich mal funktioniert, möchte ich nicht mehr da sein 😉 Diese Vorstellung finde ich absolut gruselig, denn seine Gedanken und Bilder kann man überhaupt nicht so bewusst steuern oder sich verbieten. Wenn ich mir verbiete, an etwas zu denken, denke ich ja schon dran… Und ich bin oft froh, dass nicht jeder meine Gedanken kennt 😉.

6. Gestern hatte ich wieder Schule und wir mussten relativ spontan in Dreiergruppen eine kurze Präsentation halten. Ooookay. Also reden und auch vor Leuten reden macht mir nicht so viel aus, wie den meisten, ich kann mit der Situation ganz gut umgehen. Ich bin natürlich auch aufgeregt, aber ich kann das ganz gut ausblenden. Die Dozentin hat uns hinterher Feedback gegeben und uns auf Sachen aufmerksam gemacht, die uns selbst überhaupt nicht bewusst waren. Ich hab zB. immer mal wieder die Kollegin aus meiner Gruppe angeschaut, die mir aber auch immer schön zugenickt hat. Und weil sie das einmal gemacht hat, hab ich mir offenbar immer mal wieder Versicherung und Bestätigung bei ihr geholt. Ja… war mir nicht bewusst. Andere haben mit dem Fuß aufgestampft oder sind auf die Zehenspitzen gewippt… Das war wirklich mal interessant und ich finde, das hat allen ein bisschen den Schrecken genommen. Trotzdem werden die wenigsten sagen, da haben wir Spaß gehabt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Cocktail im australian Pub, morgen habe ich geplant, nach der Schule meine Unterlagen gleich zu sortieren und Sonntag möchte ich anfangen die Decke für meine Hamburgfreundin zu nähen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Bis 10 zählen – Großraumbüro-Wahnsinn #13

Es gibt so einige Sachen, die ich nicht ab kann. Alles einzeln ist nervig, aber ok. Ich kann ja nicht dauerhaft meine Laune rauslassen 😉

Aber es nervt mich zum Beispiel tierisch, wenn ich ins Büro komme und noch nicht mal an meinem Platz bin und schon angelabert werde.
Ich arbeite ja in einem Großraumbüro und habe das Glück ganz hinten zu sitzen. Somit rennt nicht jeder an mir vorbei, aber ich muss an allen vorbei. Wenn ich dann morgens rein komme, passiert es oft, dass der Kollege, der vorne direkt auf dem ersten Platz sitzt, mich direkt anlabert und mir irgendwas mitteilt. Als würde der nur drauf warten, dass ich durch die Tür komme, so kommts mir vor. Ich bin gedanklich noch gar nicht in der Verfassung, so überumpelt zu werden. Ich möchte mich erstmal auf meinen Platz setzen, meinen Rechner anmachen und solange der hochfährt ein Wasser holen.
Kann er nicht einfach solange mit seinem Kram warten? Und kann er es sich bitte ganz schenken, wenn er genau das 10 Minuten vorher per Mail geschickt hat?

Was mich noch nervt, ist der neue Kollege. Für den brauch ich noch einen Spitznamen… Am besten wär Trotzkopf. Der ist nämlich wie ein kleines Kind. Wenn ihm was nicht passt, wird er trotzig. Wenn er kritisiert wird, macht er erst Recht nichts mehr… Furchtbar der Typ.
Jedenfalls, der ist jetzt seit vier Wochen offiziell bei uns, ist aber schon seit Februar für uns eingesetzt und sollte eingearbeitet werden. Dann war er aber ewig krank, dann war dieses und jenes und jetzt ist es so, dass er einfach faul ist und nicht das macht, was er soll.
Er soll eigentlich ein ganzes Aufgabengebiet übernehmen, aber er macht bisher nur ein Bruchstück davon, weil er keine Lust hat und sich an dem bisschen ewig aufhält. Er fragt aber auch nicht mal. Ich kann ihn doch nicht ständig an die Hand nehmen.
Er soll zum Beispiel die eingehenden Mails bearbeiten. Da kommen ganz einfache Sachen, wie zB. Avise. Die muss er nur in einen Ordner wegsortieren und den Betreff aussagekräftig anpassen. Dann kommen Anfragen von anderen Konzerneinheiten, ob falsch eingezahlte Gelder zu uns gehören. Das muss man beantworten und eventuell buchen.
Das sind die einzigen beiden Sachen die er macht.
Aber da kommt noch viel mehr ins Postfach.
Kunden fragen nach Rechnungskopien. Ich hab ihm schon hundert mal gesagt, dass ihm kein Zacken aus der Krone bricht, wenn er auch mal ne Rechnungskopie aus SAP zieht und die dem Kunden schickt.
Das Forderungsmanagement will, dass wir Gutschriften auszahlen. Ich hab ihm x mal gesagt, dass er so eine E-mail wenigstens kenntlich machen soll, sonst geht die unter in der Flut.
Und heute ist er nicht da, wie gut für ihn, dass sich an solchen Tagen ja jemand anderes kümmert. Wir vertreten uns ja gegenseitig. Wenn ich nur schon wieder sehe, dass da 65 ungelesene Mails rumliegen, da krieg ich schon wieder echt einen zu viel! Was macht der den ganzen Tag? Der verbucht die Zahlungseingänge, dafür braucht er 3 Stunden… Das muss auch langsam mal schneller werden. Trotzdem bleiben ihm noch 5 Stunden und ich frage mich, was er in der Zeit macht, wenn trotzdem noch so viel liegen bleibt.

Mein schwuler Kollege ist manchmal auch ziemlich anstrengend. Jetzt war ich eine Woche nicht da und er war nicht mal alleine und trotzdem ist so viel liegen geblieben… Das ist unglaublich. Mich haben sie ne Woche alleine gelassen, da waren alle gleichzeitig im Urlaub und trotzdem war ich mit allem bei.
Aber ich weiß jetzt auch wieso der schwule Kollege sich üüüü-ber-haupt nicht wundern muss, dass er nicht alles schafft. Er übernimmt einfach für alles Verantwortung, hängt sich in jeden Vorfall rein und will am liebsten alles klären. Aber das geht nicht und es ist auch nicht sein Job. Vieles könnte er einfach liegen lassen, das könnten die Leute machen, die tatsächlich zuständig sind, machen. Aber nein, die verlassen sich ja inzwischen auf ihn.

Und dann noch der Faule. Der hat das Zeittotschlagen für sich perfektioniert. Es ist echt der Hammer! Ich hab den mal 20 Minuten beobachtet, als ich in einer langweiligen Telko saß und nur zuhören musste. In der Zeit hat er höchstens 5 Minuten gearbeitet. Die restliche Zeit hatte er sein Handy in der Hand, hat Whatsapp geschrieben, hat dann auf die Antwort gewartet, hat dann wieder geschrieben. Leider leider kam die Antwort immer genau in dem Moment, wo er gerade anfangen wollte, zu arbeiten. Er hatte gerade seine Finger auf die Tastatur oder die Maus gelegt, da kam die Antwort und er hing wieder am Handy.
Manchmal, wenn die Antwort nicht just in diesem Moment kam, hat er die Zeit mit kurz aus dem Fenster gucken überbrückt.
Alle Augenblicke rennt der zum Süßigkeitenschrank und lamentiert groß rum, was er denn nun davon nimmt. Dann geht er zum Platz zurück, Handy, Fenster, Handy, dann geht er rauchen. Wenn er zurück kommt Handy. Dann geht er aufs Klo, dann zum Schrank, dann macht er Mails und Exceltabellen auf und zu, wenn jemand hinter ihm steht. Wenn er damit fertig ist, labert er dummes Zeug, bevor er wieder am Handy hängt und dann rauchen geht.
Und wie alt ist der Zeittotschläger? Man könnte meinen er wär Mitte 60, seit 100 Jahren Beamter der nur noch auf seinen Ruhestand wartet. Aber nein… er ist tatsächlich erst 34!!
Im Übrigen fängt er angeblich gegen 5 Uhr an zu arbeiten, weswegen er hier regelmäßig um spätestens 13:45 die Segel streicht. Nie im Leben schafft der irgendwas vor halb 7, wenn dann die ersten anderen Kollegen eintrudeln. Und selbst dann schafft er nichts. Hab ich ja gerade schön erläutert.
Der Zeittotschläger soll eigentlich ab jetzt in meinem Aufgabenbereich eingesetzt werden. Aber er hat schon wieder rumgedruckst, vielleicht ab Montag… Faules Stück! Aber mein Chef setzt sich ja auch nicht durch…Der wird sich umgucken, wenn er mal wirklich was arbeiten muss.
(Ja, ich blogge hier auch gerade und beantworte Kommentare… Aber ich schaffe allein meinen Kram und noch mehr, helfe hier und da, beantworte Fragen meiner Kollegen, betreut die Azubine, ärgere mich über den blöden Studenten und bin hier sowas wie der Universalansprechpartner geworden. Letztens hat mich einer aus einer anderen Abteilung angerufen und als ich ihm gesagt habe, dass er gern ne Mails ans Postfach schreiben darf, dass ich ja nicht die einzige bin, die ihm helfen könnte, da meinte er: „Ach, wenn ich an Ihre Abteilung denke, dann denke ich immer nur an Sie.“ Das ist ja einerseits ein Kompliment aber zeugt ja auch davon, wie wenig sich die anderen mal einsetzen…)

Hab ich schon mal von meiner Flohmarktkollegin erzählt? Die bringt fast täglich irgendeinen Scheiß von zu Hause mit, den sie nicht mehr braucht. Zum Beispiel ein Mauspad, eine Tütensuppe (ja, im Ernst!), Malbücher für Kinder, einen Kerzenständer und und und. Aber statt dass sie diesen Müll einfach wegwirft, schleppt sie es immer zum schwulen Kollegen und fragt, ob der es brauchen kann. „Vielleicht was für den Flohmarkt“, sagt sie immer zu ihm. Und er? Kann nicht nein sagen…
Na ja, jedenfalls ist sie noch dazu einfach laut. Sie redet laut, sie lacht laut (und sie lacht dauernd über jeden Scheiß), sie stellt sich immer so dumm an… „Ist das nicht so, dass man das und das machen muss?“ Sie fragt immer so suggestiv. Eigentlich weiß sie es selbst, aber sie macht immer einen auf Dummchen. Vooooll anstrengend…

Tja, und an manchen Tagen (heute) kommt alles zusammen und dann muss ich mal ganz ganz tief einatmen und die Luft anhalten und bis 10 zählen. Oder 20. Sonst platze ich.

„Da geht was rum“ – Großraumbüro-Wahnsinn #12

ich kanns nicht mehr hören. Irgendjemand munkelt, da ginge was rum und jeder springt auf den Zug auf und meldet sich krank. ich brauch mich ja gar nicht wundern, dass mein Chef letztes Jahr gelacht hat, als ich mich krank gemeldet hab, wenn jeder sich immer so plötzlich was einfängt. Bloß gut, dass wir im Großraumbüro sitzen, da geht sowas ja sooo schnell um… Da glaubt einem doch jeder, dass man wirklich krank ist.
eine Kollegin hatte Freitag plötzlich Magen-Darm. ein andere Kollege meldet sich heute krank und hat mal wieder gleich für die ganze Woche eine Krankschreibung. Dann muss es ja was ernstes sein!
Komisch, dass Monatsanfang ist, wo die ganzen Verrechnungsabstimmungen mit den Kunden anstehen. und wo die neuen Kreditlimits vergeben werden.
ich könnt kotzen.

Die Arbeitsmoral einiger Kollegen lässt derart zu wünschen übrig… jammern alle rum, dass sie sooo viel zu tun haben, wimmeln Arbeit ab, wenn ihnen was neues übertragen werden woll und beschweren sich dann noch wenn die Unternehmenszielerreichung nur bei 103% liegt und die Bonuszahlung dann entsprechend gering ausfällt.
Die sollen doch mal alle froh sein, dass es überhaupt einen Bonus gibt. die sollen sich mal alle bewusst machen, was die hier für Luxusarbeitsbedingungen und -bezahlung haben. Die hocken hier alle schon seit zehn, zwanzig, fünfundzwanzig Jahren auf ihren fetten, faulen Ärschen auf diesem Arbeitsplatz, bekommen eine tarifliche Gehaltserhöhung nach der anderen und schieben hier aber ne äußerst ruhige Kugel. Mit der Zeit lernt man, seine Arbeit abzuwälzen und trotzdem mega beschäftigt und wichtig auszusehen.
Die wissen alle überhaupt nicht, wie es in der freien Wirtschaft aussieht. Ok, ich muss zugeben, ich weiß es auch nicht wirklich, aber ich weiß zumindest, dass unsere Arbeitsbedingungen und die Bezahlung hier echt gut ist. Das ist der Grund, wieso ich noch immer hier bin, obwohl ich immer mal wieder sehr frustriert bin. Aber woanders gehts mir nicht besser.

Neulich haben sich zwei Kolleginnen unterhalten. Haben darüber gelacht, dass hier eine Stelle bei uns ausgeschrieben ist mit soner geringen Gehaltsstufe. „Na ob sie jemanden finden, der bereit ist für so wenig Geld zu arbeiten?“
Ja, werden sie. Und das wird jemand sein, der tausend mal besser ist als ihr! Das wird so jemand sein wie ich. Der dann leider nach 6 Monaten frustriert ist, von der Faulenzerei hier, von der Arbeitsmoral.
Wenn ein Kollege schon zu einem sagt „arbeite mal nicht so schnell, sonst hast du ja Freitag nix mehr zu tun.“… also das sagt doch alles.

so jemand wie ich hat dann zwei Möglichkeiten: Sich darauf einzulassen, langsam zu machen, das gechillte Leben zu genießen. Oder verrückt zu werden, weil so ein Verhalten mit einem selbst vereinbar ist.

Tja, ich hab mich also für den zweiten Weg entschieden.

mein einziges Highlight, woran ich mich jetzt festhalte, ist die Unterkunft an der Ostsee für die Hochzeit meiner Freundin. Die ist 50m vom Strand entfernt und hat eine traumhafte Aussicht. Ich kann es nicht abwarten! Bitte, werde schnell Juni!

Alltagsungerechtigkeiten – Großraumbüro-Wahnsinn #11

Der Nachteil in einem Großraumbüro ist, dass man alles, wirklich alles mitbekommt, was die Kollegen so machen. Oder nicht machen.
Wenn sie privat telefonieren, hört es jeder. Wenn sie ihren Kaffee umrühren, bekommt es jeder mit. Wenn sie nichts zu tun haben auch, denn dann labern sie dumm rum… Dass die Raucher laufend rauchen gehen, bemerkt man jetzt natürlich auch… Und wenn sich jemand krank meldet, dann kriegen wir das auch alle sofort mit. Genauso, ob jemand seine Arbeitszeiten einhält oder nicht.

Das ist gewollt! Der soziale Druck, der dabei entsteht, dass man nicht der erste ist, der nachmittags geht, dieser Druck ist gewollt… Gegenseitige Überwachung. Obwohl es die meisten offenbar gar nicht interessiert, ob jemand merkt, dass sie faul sind.

Im Grunde möchte ich überhaupt nicht wissen, womit sich meine Kollegen den ganzen Tag beschäftigen. Also, eigentlich schon, aber ich merke, dass mich das einfach nur aufregt!
Ich mach auch Privatkram nebenbei (oder was ist das hier? 😉 ) aber ich brauche für diesen Eintrag dann auch ne Stunde, weil ich das nur mache, wenn ich einen Teil abgearbeitet hab und ich dann zB. auf eine Rückmeldung warte, oder weil ich mich grad mal 5 Minuten Pause gönne… Die Raucher gönnen sich auch laufend eine Pause. Ich kriegs ja live mit.
Einer hat erst angefangen zu rauchen, als wir hier ins Großraumbüro gezogen sind. Im Sommer und wenns warm ist, geht er laufend mit runter. Im Winter dann nicht…

Ein Kollege sitzt maximal 10 Minuten lang am Platz, bevor er rauchen, Kaffee holen, aufs Klo oder ein Pläuschchen halten geht.
Ich frage mich, was der in den 10 Minuten dann schafft? Da schafft man es doch gerade mal, sich in einen Vorgang einzudenken?
Aber der macht nichts. Der wälzt nämlich alles ab. in den letzten Wochen ist mir das so richtig deutlich aufgefallen.
Wir hatten die Wirtschaftsprüfer hier. Die wollten Stichproben zu Zahlläufen prüfen. Bevor was ausgezahlt wird, wird eine Vorschlagsliste erstellt, und die muss von einer zweiten Person geprüft und unterschrieben werden.
Er sollte eine Liste ziehen, an welchen Tagen wir Zahlläufe gemacht haben, damit die Wirtschaftsprüfer sich dann da die Stichproben raussuchen können.
Was macht er? Leitet die Anfrage an eine Kollegin weiter.
Ich wollte eine Liste von ihm, wann er die Mahnläufe gemacht hat, weil die WPs das auch prüfen wollten. Was macht er? geht zu einer Kollegin und fragt sie, ob sie dazu einen Report aus dem SAP ziehen kann…
Der regt mich so auf! der redet auch den ganzen Tag lang nur Scheiße! geht laufend zum Süßigkeitenschrank, steht ne halbe Minute davor, bis er entschieden hat, was er nimmt. Und dann sagt er so Sachen wie: „Oh, kann mich doch bitte mal einer hier von dem Schrank wegholen… ich darf doch gar nicht so viel Süßes essen…“ Oder: „Ah, ich mach einfach die Augen zu, was man nicht sieht, hat auch keine Kalorien.“

Ich muss mich immer tierisch zusammen reißen, dass ich nicht ausflippe. Manchmal hab ich sehr realistische Vorstellungen davon, wie ich ihm eine scheuere, ihn schüttle und anschreie, dass er gefälligst arbeiten und seine dämliche Fresse halten soll…

Ein anderer Kollege war Freitag im „Home Office“. Ich kann noch an einer Hand abzählen, wie oft ich in meinem Leben Home Office gemacht habe. Und ich habe wirklich gearbeitet. Nicht die vollen 8 Stunden, aber die habe ich mir dann auch nicht aufgeschriegen.
Eine Kollegin hat mir erzählt, der Chef hätte zu ihr gesagt, sie soll ruhig, wenn sie HO macht, sich ihre vollen Stunden aufschreiben und sich einen schönen Tag machen.
Alles klar, dann weiß ich ganz genau, was alle anderen machen, wenn sie „Home Office“ machen.

Ein nächster Kollege rief letzten Montag an und hat sich krank gemeldet. Die ganze letzte Woche. Und er hat direkt gesagt, dass es wahrscheinlich noch verlängert wird.
Da frage ich mich, wieso weiß er das schon am Montag? Und wieso wird er dann nicht gleich so lange krank geschrieben?
Tatsächlich rief er am Dienstag noch mal an und hat sich dann bis morgen krank gemeldet.
Seine Tochter wird heute eingeschult. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Von der garstigen Kollegin mal ganz abgesehen. die ist auch schon wieder seit über zwei Wochen krank. und vor ein paar Monaten hat sie schon angekündigt, dass sie im Oktober drei Wochen in Kur geht. Weswegen? einfach so, weil sies kann…
die ist sowieso laufend krank. mindestens immer vier Wochen im Jahr. Plus 6 Wochen Urlaub, plus 3 Wochen Kur, kommt sie dieses Jahr schon auf 13 Wochen. Und das Jahr ist noch nicht zu Ende…

Und ich muss mir bei 3 Kranktagen in diesem Jahr anhören, dass es klingt wie „Ich hab heute keine Lust“!!
Mich regt das echt so auf.

Den Vogel schießt aber gerade die Praktikantin hier ab. Die hat zwei Monate Praktikum gemacht, hat in der Zeit 3 Tage Urlaub bekommen, von denen zwei schon verbraucht sind.
Trotzdem hat sie heute Kuchen mit und ihren letzten Tag angekündigt. Wo sie den vierten Urlaubstag her kriegt, ist mir ein Rätsel. Überstunden kann sie nicht haben, denn Madam kommt um halb 9 und geht meistens um 3. da kann sich jeder mal ausrechnen, wie viel von 38h sie in der Woche gearbeitet hat!

Mich ärgert das alles so. Niemand nimmt seine Arbeit ernst, niemand legt mehr Pflichtbewusstsein an den Tag. Jeder springt auf den Zug auf. „Der geht laufend rauchen, dann kann ich auch laufend ein Schwätzchen halten.“ – „Der ist 6 Wochen krank, dann kann ich ja wohl wenigstens 2 machen.“ – Einer ist erkältet, dann „geht ja gleich die Grippe um“ und dann kann man drauf warten, dass fast alle Kollegen in den nächsten drei, vier Wochen mal drei, vier Tage fehlen.
Nicht mal die Azubis nehmen das alles ernst. Wie auch, wenn sie das so vorgelebt kriegen??
die neue Azubine ist jetzt seit drei Wochen da und fängt schon an, ihre Pause zu überziehen. niemand sagt was, bei 5 oder 10 Minuten, aber letzte Woche hat sie zwei mal 45 Minuten und einmal sogar eine ganze Stunde Pause gemacht. Ist aber trotzdem zu ihrer regulären Zeit gegangen…

Ich möchte nicht im Großraumbüro arbeiten, damit ich sowas alles nicht mitbekomme…

Gehört ja nicht mir – Großraumbüro-Wahnsinn #10

Es ist echt unmöglich, wie die Leute mit Sachen umgehen, die ihnen nicht gehören. Oder wie sie mit Sachen umgehen, um die sich ja jemand kümmert oder die für die Allgemeinheit sind.

ZB. unsere Teeküche. Ganz allgemein. Die sieht morgens schon aus wie hulle! Die Spüle ist dreckig, da sind überall Kaffeeflecken und Kaffeesatz, ringsrum ist alles nass. Ich versteh das überhaupt nicht, wie man das immer hinkriegt.
Aber es kommt auch niemand mal auf die Idee, da zu wischen. „Ich? Pff, ist ja nicht meine Küche. Außerdem haben wir ne Putzfrau.“ Genau. Weil die dafür da ist, nur hinter euch her zu räumen… „Ich? Nö, ich wisch doch nicht den Dreck der anderen mit weg.“ Ja… wenn du es nicht machst, macht es niemand, im Gegenteil.
Wenn jeder einfach gleich seinen Dreck weg machen würde, dann gäbs diese Diskussion überhaupt nicht. Das ist einfach egoistisch, unkollegial und asozial.

Ein Kollege hat neulich einen Kaffee gemacht und dann mitm Teelöffel umgerührt. Ja Mist, der Geschirrspüler lief grad. Wohin mit dem Löffel? Ach, werfen wir ihn doch einfach in die Spüle… Das macht dann jeder und irgendeiner ist dann blöd genug, das Zeug am Ende in die SpüMa zu räumen.
Einerseits will ich mich in sowas nicht einmischen. Es ist ja nur ein Löffel und ich will niemandem Vorschriften machen. Ja, aber das denkt sich der nächste auch. Ist ja nur ne Tasse, die jetzt dazu kommt. und der dritte denkt, dass er ja dann seinen Teller auch noch dazu stellen kann… Ich hab mich dann schon etwas geärgert, dass ich ihm nicht gesagt hab, dass er den Löffel doch einfach kurz per Hand abspülen kann. Vor allem weil das ja nun wirklich kein Aufwand gewesen wär, war ja nix verkrustetes dran…
Oder auch Wasserbehälter an der Kaffeemaschine nachfüllen. Wenns keiner sieht, dann lässt man es halt den nächsten machen. Der will ja Kaffee, soll er sich Wasser nehmen. „Wieso soll ich dem denn alles mundgerecht machen?“

Na ja, die Küche jedenfalls spricht Bände über den Umgang hier untereinander…

Schilderwald – Großraumbüro-Wahnsinn #9

Neuerdings haben wir einen Kaffeevollautomaten, der Kaffee, Espresso, Cappuccino und Latte kann. Und heißes Wasser, falls jemand Tee möchte.
Ich allerdings nutze zum Teekochen einen Wasserkocher und das Heißwasser aus der Kaffeemaschine nur dafür, den Kaffee auf ein Niveau zu verdünnen, dass man nicht gleich einen Herzkasper bekommt.
Wegen diesem Vollautomaten ist aber zumindest unsere Kaffeemaschinenausstellung reduziert. Jetzt steht da nur noch eine Senseo und eine Filterkaffeemaschine rum und man hat doch mal ein bisschen Platz.
Um dreckiges Geschirr abzustellen 😉

Seit wir keine Kaffeemaschinenausstellung mehr haben, hat sich der Schilderwald in der Küche vergrößert.
Während der Ausstellung hatten wir nur ein Schild an der Tür, das darauf hinwies, dass nur unsere zwei Teams die Küche benutzen dürfen. Ein zweites Schild am Schrank, erinnerte die, die das Türschild erfolgreich ignoriert hatten noch einmal, dass die Küche nicht für die Allgemeinheit ist und bedankte sich dafür, dass man hier nichts entwendete.
Jaa Leute, das ist Psychologie!! 😉

Jedenfalls, jetzt haben wir noch mehr Schilder. Es gibt hier eben Leute, die sich über alles aufregen, aber statt einfach den Mund aufzumachen, kleben sie Zettel.
Da klebt zum Beispiel ein Zettel auf dem Tisch neben dem Zuckerschälchen, dass doch derjenige, der den letzten Zucker nimmt, das Schälchen nachfüllen soll.
Dann klebt ein Zettel (so ein Streifen aus dem Etikettiergerät) am Wasserspender, dass man doch den Auslass bitte nicht Berühren soll.
Auf dem Vollautomaten klebt ein Zettel, dass das Fach oben mit der Klappe für die Reinigungstablette vorgesehen ist und nicht zum Wassernachfüllen.
Hier warte ich ehrlich gesagt noch auf den Zettel der sagt, dass doch bitte der, der das Wasser leer macht, auch den Tank nachfüllen soll. Oder dass der, der die Meldung kriegt, dass der Kaffeesatzbehälter geleert werden soll, das bitte auch tun soll.
Es gab übrigens auch nie einen Zettel an der Pumpkanne, die wir vorher hatten, dass doch bitte derjenige, der den letzten Kaffee holt auch neuen macht.
Wow… sind wir etwa so diszipliniert?
Nein 😉
Über der Spüle klebt ein Zettel, dass die Spüle kein Abstellplatz für dreckiges Geschirr ist, sondern dass andere Kollegen die Spüle vielleicht benutzen wollen. Was ja aber nicht geht, wenn sie voll ist mit dreckigem Geschirr. Und dass man das doch ruhig selbst spülen könnte, wenn der Geschirrspüler läuft.

Man man man…

Und eben wurde ich Zeuge, wie sich eine Kollegin bei nem anderen Kollegen darüber beschwert hat, dass die Latte-Gläser als Wassergläser benutzt werden!
Oh! Mein! Gott! 😉
Ich warte also auf das nächste Schild 😉

Bald kommt vielleicht noch eins, das erklärt, wie man den Müll trennt.
Oder dass man seine Reste aus dem Kühlschrank entfernen soll, wenn man sie nicht mehr möchte.
Oder dass man den Tisch abwischen soll, wenn man ihn dreckig gemacht hat.
Oder die Mikrowelle auswischen soll, nach Benutzung.
Oder oder oder.
Irgendwie sind das für mich teilweise auch selbstverständliche Sachen, aber die meisten bei uns denken sich, dass ja dafür die Putzfrau da ist…

Ich bin das Risiko

Hm, das ist er also, mein erster offizieller Eintrag bei Kack-Wordpress. Vielleicht sollte ich mir jetzt abgewöhnen von Kack-Wordpress zu sprechen… 😉
Irgendwie fühlt es sich noch komisch an. Diesen Eintrag will ich im Grunde schon seit zwei Stunden schreiben, aber ich hab mich noch gesträubt… Jetzt schreib ich ihn im Texteditor vor und kopier ihn dann rein 😉

Also, ich bin das Risiko. Warum? Heute kommt unser neuer Geschäftsführer zu Besuch. Wir sind ja zum 1.7. in eine anderen Tochtergesellschaft verlagert worden und nun will sich unser neuer Geschäftsführer mal angucken, was er sich da ins Haus geholt hat.
Dazu wird hier eine absolut durchgeplante Inszenierung aufgeführt. Wir haben eine Teampräsentation vorbereitet, in der wir uns und unsere ach so komplexen und überaus wichtigen Aufgaben vorstellen.
Es ist eine Selbstbeweihräucherung ohnegleichen.
Anschließend wird der neue Geschäftsführer durchs Büro gehen und bei einzelnen Kollegen am Platz sein und sich die Arbeit zeigen und vorstellen lassen.

Die Vorstellung der Präsentation ist richtig geübt worden. Regelrecht inszeniert worden. Es gab sogar eine Generalprobe! Mein Chef hat sogar den neuen Geschäftsführer gespielt und sie haben sogar die am-Platz-Runde geprobt.
Ich fand das ganze echt sooo affig und lächerlich! als ob man das festschreiben kann. das kommt eh anders!

Mein Chef hat vorher festgelegt, wer welche Folie ausarbeitet. Die garstige Kollegin sollte die Folie zu dem Aufgabengebiet machen, was ich übernommen hab. Und ich war geplant, diese Folie während der Präsentation vorzustellen.

Was hat die garstige Kollegin gemacht? Copy&paste der Homepage. Einfach mal hingerotzt, ne hässliche, vollgeklatschte Folie.
Chef war zufrieden, dass sie ihren „Beitrag“ geleistet hat, hat mich aber trotzdem aufgefordert, die Folie neu zu machen. Pf!
Er hat rumgetönt, wie wichtig das Thema ist und dass das unbedingt in die Präsentation soll. Ich soll mich hervortun… blablabla

Als wir dann in der ersten „Probe“ zusammen kamen, hab ich mich etwas zynisch verhalten, weil ich dieses ganze Schmierentheater einfach total affig fand.

Das Ende vom Lied ist, dass ich die Seite nicht präsentieren muss, dass ich die Seite ganz umsonst neu gemacht hab, weil sie in der Präsentation so gar nicht mehr auftaucht. Mein Kollege wird das Thema nur erwähnen, wenn er unseren gesamten Aufgabenbereich vorstellt.

Ich glaube mein Chef hat Angst, dass ich bei dem Theater nicht mitspiele und ihm seine Show vermassle 😉

Heute ist es also soweit. In einer halben Stunde gehts los. Premiere der Schmierenkomödie „Mach den Arsch auf, wir müssen da alle rein!“

Jammern auf hohem Niveau – Großraumbüro-Wahnsinn #8

Heute ist es megawarm draußen. Das wissen wir alle. Das sehen wir. Die Sonne brennt. Perfekter Sitz. Drei-Wetter-Taft… äh das war das Anderes 😉

Wir haben Außenjalousien, die normalerweise automatisch runterfahren, wenn die Sonne scheint. die halten auch die Hitze ganz gut ab.
So gut, dass es mit der Klimaanlage am Dienstag so kühl war, dass ich gefroren hab. Bei 22,1 Grad und Luftzug. Na ja, dann hab ich mir halt Söckchen angezogen.

Heute sind die Jalousien gesperrt, weil die Fenster geputzt werden. Die armen Kerle, die da in der prallen Sonne stehen müssen…
Das bedeutet dann aber auch, dass die Sonne seit sie aufgegangen ist in unser Büro scheint. Ostseite eben.
Wir haben jetzt tatsächlich „24,7 Grad im Büro! Das ist ja schon so viel wie gestern Nachmittag. 24,9. Das steigt jetzt rasant an.“
Aaaalter… Das ist doch noch ok. Was wollen die eigentlich? Ich versteh es nicht. Ihr müsstet die Gesichter von den Kollegen sehen, die hier gezogen werden. Total angepisst.
„Wir haben ja noch Ventilatoren, die können wir doch aufstellen.“
Jo, jetzt stehen hier plötzlich 3 Ventilatoren und pusten zum vorhandenen Luftzug noch mehr Luft umher.

Das ist soooo typisch für die Gattung Mensch: Es geht einem gut und man ist trotzdem nur am Jammern. ich will mich da gar nicht rausnehmen, ich mach das auch oft genug, aber grad fällts mir eben massiv auf und ich merke wie bescheuert das eigentlich ist.
Im alten Büro hatten wir schon morgens bestimmt 26 Grad.
und auf meiner alten Arbeit saß ich bei 29 Grad im Büro.
Und andere Leute müssen bei dem Wetter draußen arbeiten. Oder an einem Herd, weil sie Koch sind. Oder in einem kleinen, stickigen Zeitungskiosk. Und wir sitzen hier bei angenehmen 25 Grad im Schatten, weil wir ja innen auch noch Jalousien haben, die wir zuziehen können… Und die meckern immernoch. man man man man man.

PS: inzwischen sind es 25,2 Grad. „Guck mal, seit du hier stehst, sind es noch 0,5 Grad…“ U-(

Grippewelle 2015 – Großraumbüro-Wahnsinn #5

Ich glaube, die Grippewelle ist etwas, um das man dieses Jahr nicht drum rum kommt. Grippewelle 2015 – Ich war dabei! 😉 Es sei denn, man schirmt sich von allen und allem ab. Was im Großraumbüro schlecht geht.
An allen Ecken und Enden husten und schniefen die Kollegen. Von 23 Kollegen sind 12 krank. Nur 4 von denen sind zu Hause. Die restlichen 8 schleudern ihre Bakterien durch die Gegend. Von den Kollegen vom anderen Team, die hier ständig ein und aus gehen will ich gar nicht reden.

Früher hat man wenigstens nur die zwei, drei Leute aus seinem Büro angesteckt. Jetzt, steckt man gleich alle an. Mit der Luftumwälzungsanlage verteilt sich nämlich alles schön im ganzen Raum…
Oder man ist früher vielleicht einfach zu Hause gebelieben. Jetzt fällts halt gleich jedem auf, wenn man nicht da ist. Und Gerede gibts viel, das wissen wir alle…
Ob über die Kollegin, die schon die 4. Woche fehlt, oder über den Kollegen, der am Freitag doch noch ganz gut aussah und Montag, Dienstag auf einmal fehlt. Jaja, der macht sich wahrscheinlich ein verlängertes Wochenende…
Schlimm. Genau aus dem Grund bleibe ich auch nicht immer gleich zu Hause, weil ich mir einfach nichts nachsagen lassen will…

Ich frage mich gerade, wo ich jetzt am schnellsten Desinfektionsmittel herbekomme und versuche mich zu beherrschen, mir nicht alle Augenblicke ins Gesicht zu fassen.
Außerdem überlege ich, was ich heute schon alles angefasst habe, was die kranken Kollegen schon in der Hand hatten, und wer mir heute schon alles die Hand gegeben hat.
Wenn man das nämlich so mitbekommt, wie heftig und hartnäckig diese Erkältung/Grippe dieses Jahr ist, dann will man sich das einfach nicht einfangen! Mein armer kleiner Neffischatz und seine Eltern hats auch erwischt und jetzt ist die dritte Woche rum und so richtig weg ist es immer noch nicht.

ich will nicht krank werden! ich nehm gleich mal Meditonsin und geh mir die Hände waschen 😉

Komische Gestalten – Großraumbüro-Wahnsinn #3

In einem großen Büro mit allen Kollegen lernt man sich ja erstmal richtig kennen. Was man vorher nicht wusste, und auch nicht wissen wollte, das bleibt nun nicht mehr aus.

Vorher kannte man ja nur die Leute aus dem eigenen Büro.

Aber jetzt lernt man alle richtig gut kennen. Probleme mit Kindern, Versicherungsfälle melden, Karnevalsvereine, Friseurtermine, Arzttermine. Ich bin voll im Bilde!

Eine Kollegin steht voll auf Fasching. letztens hat sie einen Lehrvortrag über ihren Karnevalsverein gehalten. Ich weiß nicht, ob es irgendjemanden interessiert hat. der Typ dem sie das erzählt hat, der stand nach zwei Minuten auch nur noch aus Höflichkeit da. Außerdem redet die ohne Punkt und Komma und da findet man den Absprung einfach nie 😉

Diese Kollegin hat vorhin Geräusche gemacht. Weil die garstige Kollegin ihren Tisch hochgefahren hat und ich jetzt also ne 1,30 hohe Wand vor mir hab, seh ich ja nix mehr. ich hab also nur das Geräusch gehört und dachte, ihr wäre eine Flasche Sprudelwasser beim Öffnen übergelaufen. Das ganze war allerdings ein paar mal hinter einander und ich hab langsam schon an ihr gezweifelt…

Weil der Mensch ja neugierig ist, bin ich aufgestanden, unter dem Vorwand aufs Klo zu gehen. und was tat sie? Luftschlangen auspusten! ich dachte ich seh nicht richtig! die hat sie an ihr Schränkchen geklebt…

Von mir aus… jedem das Seine, aber mich soll sie in Ruhe lassen, wenn es soweit ist.

Ein anderer Kollege scheint es gewohnt zu sein, dass man ihm zuhört und nicht andersrum. deswegen lässt er nie jemanden aussprechen. auch nicht, wenn er zu mir kommt, wenn er ein Problem hat.

Mensch, dann soll er es doch gleich alleine rausfinden, wenn er sich eigentlich nicht von mir helfen lassen will.

Gestern kam eine Kollegin zu Besuch, die vor 6 Wochen ein Kind gekriegt hat. jaaa, das muss man als stolzes Muttertier ja erstmal vorführen. Mir würde das im Traum nicht einfallen, höchstens eine Rundmail würde ich verschicken. vielleicht noch ein Foto dran hängen. Aber, doch nicht morgens um 8 gleich den Chef anrufen, wenn das Kind in der Nacht um zwei da war…

Aber wie gesagt: Jedem das Seine. und außerdem gabs ja noch einen Gutschein für einen Babyladen, weil wir hier gesammelt hatten.

Ich hab mich also gestern höflich dazugestellt, hab alle übertrieben säuseln lassen und mich selbst zurück gehalten. Als dann alle Weibsen anfingen von ihren eigenen Kindern zu erzählen, da hab ich mich dann wieder zurück gezogen.

Ja, jeder hat so seine Eigenheiten. Bisher war mir das egal. Nur jetzt bekomm ich halt alles mit… aber mich finden die Leute wahrscheinlich auch komisch 😉