Flachgelegt

Letztens war ich mit meiner Hochzeitsfreundin essen und da hab ich noch zu ihr gesagt, dass ich wieder so richtig entspannt bin. Zack! Da hat ein kleiner Virus zugeschlagen und mich so richtig flachgelegt! Also echt, so schlimm krank war ich wirklich schon lange nicht mehr. Letzte Woche lag ich komplett flach. Schüttelfrost, Fieber, Schlappheit… Ich hab mich krank schreiben lassen und hab eigentlich die ganze Woche fast nur geschlafen. Ich bin auch gar nicht aus dem Haus gegangen. Wenn ich am Montag nicht zum Arzt gemusst hätte, wäre ich gar nicht vor die Tür gegangen. Ich bin auch nicht mit dem Hund Gassi gegangen. Ich hab die ganze Woche nur vor mir hin vegetiert und der Namenlose hat sich um alles gekümmert.
Am Mittwoch hab ich das erste mal den Fernseher angemacht und noch den Rest von Punkt 12 gesehen. Dass das immer noch läuft! Früher in den Ferien hab ich das immer geguckt 😀
Am Donnerstag hab ich dann die (gar nicht mehr sooo) neuen Folgen von Gilmore Girls geguckt. Schade… ich hätts lieber so in Erinnerung behalten sollen, wie es war…
Am Freitag bin ich vormittags einkaufen gefahren, weil ich mich wieder ganz fit gefühlt habe, aber ich war danach ganz schön kaputt und hab erstmal ein Mittagsschläfchen gemacht.

Am Wochenende ging es mir dann wieder besser, ich hab sogar genäht. Das hab ich als gutes Zeichen gewertet 😉 Und heute hat mich der Alltag wieder… Im Büro war letzte Woche total Kahlschlag, hab ich mir sagen lassen. Aber heute sind die meisten wieder da.

Ich bin froh, dass der Namenlose sich nicht bei mir angesteckt hat, denn nächste Woche Mittwoch fahren wir in den Urlaub!!! 🙂 Juhuuuuuu! Wir machen eine Kreuzfahrt und ich bin schon ganz gespannt. Das wollte ich ja schon lange mal machen. Jetzt machen wir eine kleine, feine Einsteigerkreuzfahrt um die Kanaren und nach Madeira. Da waren wir schon mal, da können wir auf jeden Fall alleine rum und müssen uns nicht in einen Reisebus mit 50 anderen Leuten setzen. Ich bin gespannt, ob ich diese Art von reisen toll oder kacke finde. Ich glaube es gibt nur die beiden Extreme. Ich finde es toll, jeden Tag woanders zu sein, aber vielleicht nervt mich genau das. Man ist dann so unter Druck, dass man das bestmögliche aus dem Tag rausholt. Deshalb ist es gut, dass wir die Kanaren zum Teil schon kennen. Dann haben wir diesen Druck nicht. Ich hab nur ein bisschen Angst, dass mich die vielen Leute ankotzen. Auch wenn jeder sagt, dass sich das auf dem Kutter verläuft. Zumindest haben wir eine Balkonkabine und müssen uns nicht wie die Ölsardinen an den Pool legen. Das sieht nämlich ganz schön ätzend aus.

Geprüfte Bilanzbuchhalterin – Bibu-Update X

Call me Weizen 😉

Ja… also auch wenn sich jetzt vielleicht einige denken „Das war doch klar, dass sie das besteht“… Nein, die mündliche Bilanzbuchhalterprüfung ist nicht nur Makulatur! Man kann durchaus durchfallen und hat den Titel nicht automatisch in der Tasche. Die verschenken den Titel nicht und gerade wenn man schriftlich nur knapp bestanden hat, muss man sich in der mündlichen darauf gefasst machen, dass breitgefächerte Grundlagen abgeklopft werden.

Ich war mittags mit meiner Prüfung dran, aber natürlich war ich morgens schon wieder um halb 6 wach und konnte nicht weiter schlafen. Also hab ich morgens noch mal gelernt. Eigentlich dämlich, weil, was bis dahin nicht im Kopf ist, bleibt so kurz vorher auch nicht mehr hängen.
Aber irgendwas musste ich ja tun, um die Zeit zu überbrücken.
Gegen 10 Uhr bin ich dann zur IHK gefahren. Ich konnte einfach nicht länger zu Hause rumsitzen und die Zeit abwarten.

Meine Lernmädels waren schon da, und noch zwei andere Prüflinge aus meinen Kurs saßen da und hatten es schon hinter sich. Natürlich hab ich gleich erstmal durch die Tür gespäht um zu gucken wer in meinem Prüfungsausschuss sitzt. Und natürlich tauscht man sich mit den anderen darüber aus, wie es gelaufen ist und vor allem, was für Fragen im Fachgespräch gestellt wurden. Das war das wichtigste, denn darüber findet man so gut wie gar nichts, wenn man googlet!

Als ich dann dran war, war mir ganz schön schlecht. Zuerst wird man natürlich gefragt, ob man gesund ist (nein, ich bin erkältet, aber das hab ich kurz mal ignoriert) und die Prüfung antreten will, dann wird man gefragt, ob man Vorbehalte gegen den Ausschuss hat, die persönlichen Daten werden überprüft und man wird darauf hingewiesen, dass die Prüfung nicht öffentlich ist und dass man diese eben nicht mitschneiden darf. Irgendwie ist das ja selbstverständlich, obwohl mich eine Tonaufzeichnung schon interessieren würde, denn an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern!
Dann gings los.
Meine Präsentation lief ganz gut. Sie war nicht so locker wie zur Generalprobe und schon gar nicht so locker wie zu Hause. Das fand ich echt schade, weil ich mit meiner Präsentation ja wirklich zufrieden war und sie sowohl optisch als auch inhaltlich echt gut fand.
Wenn da aber drei Leute vor einem sitzen, von der eine unentwegt was mitkritzelt und die anderen beiden mit relativ verbissenen Blicken an die Wand starren… Also irgendwie hat mich das irritiert… Wenigstens hat meine Stimme aber durchgehalten.
Danach wurde ich kurz rausgeschickt, und vermutlich haben die sich darauf geeinigt, wie viele Punkte sie mir für die Präsentation, das Auftreten und das Vortragen geben und wer jetzt die Fragerunde leitet und welche Themen sie abfragen werden.
Ich war erleichtert, als ich raus kam, weil ich kein schlechtes Gefühl hatte, aber ich hatte richtig Angst vor dem folgenden Gespräch…

Im Gespräch war ich dann tatsächlich auch ein bisschen blank… ich wusste bei ein paar Fragen nicht, worauf sie hinaus wollten, sie mussten mir doch öfter einen Stupser in die richtige Richtung geben. Zuerst kamen ein paar Fragen tatsächlich zu meiner Präsentation. Ich hatte in meinem „komplexen Problem aus der betrieblichen Praxis“ ein Unternehmen vorgestellt, das kurz vor der bilanziellen Überschuldung steht. Also haben sie mich gefragt, wann denn dieser Fall eintritt und welche Konsequenzen das hat. Danach sind sie übergegangen zu den Maßnahmen, die ich erläutert habe, um diese Gefahr abzuwenden. Sie wollten wissen, welche Auswirkungen das zB auf verschiedene Kennzahlen hat, welche Alternativen es noch gäbe und welche Nachteile das hätte.
Dann hat mein Dozent, der in meinem Ausschuss saß, das Gespräch übernommen und ich wusste jetzt kommen Steuern dran… weil der Dozent kann nur Steuern… ich hatte so Angst davor, weil das einfach nicht mein Steckenpferd ist… Auch er musste mich bei einigen Fragen doch etwas leiten. Aber im Groben wusste ich doch alles. Ich war nur relativ vorsichtig in meinen Antworten, weil ich Angst hatte, dass ich sie mit dem was ich sage auf dumme Ideen bringe, noch tiefergehend zu fragen. Also hab ich tatsächlich nur die Fragen beantwortet, ohne etwas weiter auszuholen. Das hat mich bestimmt Punkte gekostet, weil das ganze ja ein Gespräch und kein Frage-Antwort-Spiel sein sollte…
Er hat mich zwei, drei Sachen zu Umsatzsteuer gefragt, dann wollte er Sachen zu Gewerbesteuer wissen, anschließend hat er mich ein paar Sachen aus Abgabenordnung gefragt und dann war ich erlöst. Puh!
Ich wurde also wieder rausgeschickt und der Ausschuss hat sich beraten. Ich hab draußen gewartet und hab mich eigentlich ganz gut gefühlt. Ich war mir eigentlich sicher, dass es zu gut gelaufen war, als dass sie mir jetzt sagen würden, dass ich durchgefallen bin. Aber als sie mich dann wieder rein geholt haben und mir gesagt haben, dass ich bestanden habe, musste ich trotzdem vor Erleichterung anfangen zu heulen 😉

Hinterher wollten wir eigentlich mit Sekt anstoßen, aber irgendwie hatten wir alle drei da keine Lust drauf. Also haben wir noch auf die letzte aus unserem Lehrgang gewartet, die grad noch im Fachgespräch war und sind dann was essen gegangen.

Jetzt warte ich auf mein Zeugnis und den Brief, in dem mir die detaillierten mündlichen Ergebnisse mitgeteilt werden – das interessiert mich jetzt natürlich schon. Davon, dass ich meine Gesamtnote auf eine 3 verbessern könnte, hab ich mich inzwischen verabschiedet. Es ist jetzt halt so. Ich habe es trotzdem bestanden. Auch wenn ein ganz ganz kleiner Stachel in mir nagt, weil ich natürlich weiß, dass meine Lernmädels beide viel besser waren als ich und ich meinen Abschluss damit als minderwertiger empfinde… Aber dann hätte ich für die mündliche mehr lernen müssen. Ich hätte mehr lernen können, aber ich muss auch zugeben, ich wollte am Ende nicht mehr. Ich wollte nur noch, dass es vorbei ist und ich hab mir gedacht, wenn es mit dem, was ich kann und weiß nicht reicht, na ja, dann hab ich es vielleicht auch wirklich nicht verdient.
Aber es ist ja alles gut gegangen. Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss 😉

Keschu hat Husten – Bibu-Update IX

Weihnachten ist echt im Arsch, wenn ich die mündliche Prüfung nicht bestehe. Und meine Prüfung ist echt im Arsch, wenn meine Erkältung sich nicht zur Spontanheilung entschließt.

Ich bin im Arsch. Seit Tagen schlafe ich mal wieder schlecht. Ich träume von Präsentationen, von Fachgesprächen, von Fragen. Ich werde wach, weil die Nase verstopft ist oder vom Husten. Seit Tagen trinke ich Ingwertee mit Zitrone und Honig, Erkältungstees, habe Hühnersuppe gekocht und halte mich warm. Aber die Erkältung hält sich hartnäckig.
Ich habe Kopfschmerzen, konzentrieren fällt mir schwer, ich habe auch das Gefühl, mein Kopf ist leer und ich weiß gar nichts mehr. Ich habe Angst vor dem Fachgespräch.

Meine Präsentation zur mündlichen Bilanzbuchhalterprüfung finde ich echt gut. Meine IHK hat uns sogar einen Generalprobentermin organisiert, wo wir das ganze schon mal durchspielen konnten. Vor einem Fachmenschen, der selbst (an einer anderen IHK) die mündlichen Prüfungen abnimmt. Er weiß also, wovon er redet.

Und was soll ich sagen?! An meiner Präsentation hatte er nichts zu meckern! Außer, dass ich ein Quellenverzeichnis einfügen soll. Aber das ist ja die leichteste Übung. Er fand das Thema sehr gut, er fand es sehr gut aufbereitet und sehr schön strukturiert und übersichtlich dargestellt.
Und: er fand es rhetorisch sehr gut und mein anschließendes Kommunikationsverhalten war perfekt, hat er gesagt. F*ck you Wirtschaftsfachwirt-Prüfer, die mir damals empfohlen haben, doch mal einen Rhetorik-Kurs zu belegen!!
Ja, das nagt heute immer noch an mir, ich war und bin da echt beleidigt! Weil reden kann ich, wenn ich mir mein Thema selbst auswählen kann und mehr als 30 Minuten Zeit zur Vorbereitung habe. Reden kann ich, und in der Hinsicht habe ich auch auch meine Selbstsicherheit wieder. Reden kann ich, es sei denn meine Erkältung hat da andere Pläne für mich…

Ich habe eine sehr schöne Präsentation gebastelt, da steht auf jeder Folie jede Tabelle auf den Millimeter genau exakt übereinander. Da wackelt beim Weiterblättern nix rum! Und sie ist optisch ansprechend in grau und petrol gehalten (ich liebe petrol!). Ich habe super schöne Handouts gedruckt und gebunden und sogar Moderationskarten, die auf der Rückseite die Titelseite meiner Präsentation haben.
Ich weiß, das klingt super nerdig, aber ich finde, das sind die Kleinigkeiten, die eine Präsentation abrunden. Vielleicht fällt es niemandem auf, mir würde es aber auffallen und ich bin mir absolut sicher, dass ich mit meiner Präsentation punkten werde.

Aber ich habe richtig Schiss in der Hose vor dem Fachgespräch… Dazu findet man fast nichts im Internet. Und außerdem sind die Fragen ja extrem individuell. Sie sollen sich auf die Präsentation beziehen. Mit der kenne ich mich aus, und wenn sie tiefer gehende Informationen abfragen, kann ich da antworten. Aber sie müssen ja auch die Fachbereiche aus dem ganzen Unterrichtsstoff abdecken. Mindestens 3. Also muss ich auf alles vorbereitet sein. Es kommt auch sehr auf die Prüfer an, die fragen natürlich da, wo sie sich selbst am besten auskennen, mehr.
Ich hab Angst, dass mir spontan nicht die richtigen Sachen einfallen.
Ich habe Angst, dass sie Paragraphen abfragen (was richtig scheiße wäre, weil, die kann ich nicht auswendig, schließlich kann ich sie doch nachlesen, wenn ich sie brauche).
Ich habe Angst, dass sie meine Lücken finden, und sich daran festbeißen.
Und in der mündlichen noch durchzufallen, ist tatsächlich gar nicht so schwer. Laut Fachmenschen von der Generalprobe beträgt die Durchfallquote bei der mündlichen auch noch mal ca. 30%.

Aber: meine Präsentation ist gut und reden kann ich. Wenn ich annehme, dass ich allein mit der Präsentation nur 75% erreiche (was arroganterweise niedrig angesetzt ist), dann reichen mir 37% im Fachgespräch zum Bestehen. Und das werde ich doch wohl schaffen, oder nicht??
Man ich will jetzt einfach nur, dass es vorbei ist!

Stürmischer Abschied – 19.04.2019

Heute gings in die nordöstliche Ecke. Der Namenlose wollte uuuuuunbedingt nach Cala Millor an der blöden Faneteria von den Büchners vorbei schauen. Ich kam mir vor wie ein blöder Gaffer 😒 Aber ok. Kurz einen Blick geworfen… Irgendwie ist das schon komisch, wenn man Orte, die man nur aus dem Fernsehen kennt, plötzlich real sieht. Irgendwie sieht es genauso aus, aber irgendwie doch ganz anders.
In Cala Millor wars extrem windig am Freitag. Eigentlich schon richtig stürmisch. Die Wellen waren sehr hoch, der Strand war teilweise komplett bis zur Promenade mit Wasser überspült. Gischt spritzte rum, sodass meine Brille nach kürzester Zeit schon total von Salz überzogen war und die Lippen salzig geschmeckt haben. Ein Kite-Surfer fand aber die optimalen Bedingungen und flog ziemlich hoch durch die Luft.

Ich persönlich fand schon beim letzten Mal und jetzt auch dieses Mal Cala Millor nicht schön, daher fand ich den Ausflug dahin auch eher langweilig. Wir tranken in der Fußgängerzogen dann eine heiße Schokolade und fuhren Weiter nach Cala Ratjada. Eeeeeigentlich hätte ich da gern diesen einen speziellen Cache gemacht, für den wir ja grad erst ein paar Wochen vorher einen Testlauf bei uns zu Hause um die Ecke gemacht haben, aber der Namenlose hatte keine Lust. Der hätte auch etwas länger gedauert und es war auch in Cala Ratjada sehr stürmisch und kalt im Wind.
Also so richtig viel gesehen von Cala Ratjada haben wir nicht, wir sind da nur ein kleines Stückchen am Strand entlang spaziert, aber dann weiter gefahren nach Capdepera, weil wir Hunger bekommen hatten. Dort gab es aber nur schmale Straßen, keine freie Parkmöglichkeit und überhaupt war der Ort irgendwie total ausgestorben, also sind wir immer der Nase nach gefahren und landeten in Provensals, wo zufällig noch ein Cache lag und sich eine interessante Steinformation und wegen des stürmischen Wetters ein tolles Naturschauspiel bot!
Die Wellen klatschen gegen die Felsen und spritzten hoch in die Luft, das sah richtig toll aus.

Da wir nun aber immer noch Hunger hatten, aber sich dort am Arsch der Welt nichts fand, fuhren wir zurück in Richtung Hotel und beschlossen in Manacor noch mal zu suchen und wurden nicht enttäuscht. Mit Händen und Füßen, drei Wörtern Spanisch von uns und 3 Wörtern Englisch und Deutsch von der Bedienung, bekamen wir viel und lecker zu essen und waren am Ende satt und glücklich. Ich hatte Baguettes mit Ibericoschinken und der Namenlose hatte irgendwas fischiges. Wir haben dann den Kellner gefragt, was das für Fisch ist, er wusste es halt nicht auf Englisch, also hab ich ihm mein Handy zum googlen gegeben. Gato meinte er, aber da spuckte Google nur Katzenbilder aus 😀 Das war der Lacher des Tages. „What? Cat? Is it a cattail?“, fragte der Namenlose empört 😀 Der Kellner war kurz nervös, aber dann hat er gemerkt, dass er gegrinst hat und nicht wirklich geglaubt hat, dass das Katze war. Am Ende fand er auch ein passendes Bild bei Google und sokamen wir drauf, dass es Katzenwels oder sowas in die Richtung gewesen sein muss.

Zum Abschluss des Urlaubs gingen wir noch mal in den Bierkönig, wir ertranken uns noch ein T-Shirt (man braucht ja mal eins zum Wechseln ;)) und flogen am nächsten Tag wieder zurück nach Hause. Dieses mal nebeneinander und am Fenster 🙂 Bei mir aber dann leider mit beginnender Erkältung… ich hatte mich beim Namenlosen angesteckt. Der Hund hat sich auch gefreut, dass wir wieder da waren und ich hab dann über die restlichen Ostertage meine Erkältung auskuriert und frierend auf der Couch vor mir hin vegetiert, obwohl das Wetter ja so toll war. Tja, so ist das manchmal.

Mandarinen pflücken – 17.04.2019

Für heute war auch gar nicht so viel geplant. Dem Namenlosen ging es nicht so richtig gut, der hatte sich scheinbar irgendwo eine Erkältung eingefangen. Vermutlich im Flieger, es war nämlich wirklich richtig kalt auf dem Hinflug. Oder als wir in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken haben, da war es nämlich auch ganz schön windig und frisch im Schatten und er hatte keine Jacke an… Tztztz…

Wie auch immer. Wir fuhren einfach mal drauf los. Auf der Liste standen Caches an einer Bucht, an einer ehemalige Schule und an einer ehemaligen Ferienanlage.
Los gings Richtung Bucht in Cala Pi. Weil der Namenlose wieder ohne Navi fahren wollte, sind wir erstmal durch El Arenal gefahren. Eieiei… Hat mich ein bisschen an Los Christianos auf Teneriffa erinnert. Enge Straßen, hohe Häuser, unten Geschäfte oder Cafés oben Balkons. Irgendwann kamen wir raus aus dem Ort und es ging weiter. Immer mal wieder sind wir in einen der kleinen Küstenorte abgebogen um zu gucken. Überall wird da gebaut und wahrscheinlich werden das auch alles mal Ferienfinkas oder Hotelanlagen.

In Puigderrós haben wir uns auf einem noch unbebauten Grundstück an die Steilküste gesetzt und die warme Sonne genossen bevor wir dann weiter gefahren sind nach Cala Pi, wo ein Cache versprach, dass wir dort einen der schönsten Ankerplätze auf ganz Mallorca finden sollen. Und es sah auch wirklich ganz hübsch aus da. Wir ließen uns ein bisschen im Sand nieder und hörten zu, wie das Wasser sacht ans Ufer plätscherte. Wir beobachteten Leute, wie sie versucht haben möglichst perfekte Fotos zu machen. Aus den unmöglichsten Winkeln und in den unentspanntestens Posen. Wir haben ihnen mal einen Instagram-Account unterstellt, der noch ein paar Likes braucht 😉 Ach schlimm unsere Lästereien… Ich will ja schließlich auch schöne Fotos und keine schiefen und unscharfen Schnappschüsse 😉
Weiter gings danach Richtung Campos zu einer ehemaligen Schule, die später in ein Restaurant umgebaut wurde, aber jetzt leer steht. Apropos Restaurant, wir bekamen Hunger! Da wir schon mal in der Nähe waren, fuhren wir nach Ses Salines, wo wir vor drei Jahren schon mal gut gegessen hatten. Und was soll ich sagen?! Da standen Orangenbäume an den Straßen!!
Zuerst wollten wir dort in das gleiche Restaurant wie vor drei Jahren, dann haben wir aber überlegt, dass wir doch auch mal was neues probieren könnten und setzten uns in eine andere kleine Tapas Bar. Da aber niemand kam, um zu fragen, was wir essen wollen (wir waren uns auch nicht sicher, ob das überhaupt offen war. Drinnen war niemand zu sehen) sind wir dann doch wieder in das Restaurant von vor drei Jahren gegangen.
Dem Namenlosen gings dann richtig kacke und so sind wir anschließend wieder zurück zum Hotel gefahren, nicht ohne vorher zwei Früchte vom Baum zu pflücken. Es waren zwar keine Orangen, sondern Mandarinen, aber die waren sooooooowas von sauer… kein Wunder, dass die da einfach so rumstanden und nicht abgeerntet waren. 😀
Statt das saure Vitamin C zu essen ist der Namenlose dann lieber in die Apotheke gegangen, weil ich in meiner Reiseapotheke mal wieder alles hatte, außer das, was er brauchte bzw. wollte: Ibu oder Aspirin Complex. Tja… so ist es doch immer. Den restlichen Tag habe ich lesend, der Namenlose schlafend, verbracht. War auch mal ganz schön und das Buch war ohnehin sehr spannend.

Malle is‘ nur einmal im Jahr

oleeee oleeeeeeeee und schallalaaaaaa!

Ich bin wieder da. Schon seit Samstag. Aber aus meiner Nase kommen Sachen, die wollt ihr gar nicht wissen. Heute bin ich wieder arbeiten, weil nämlich alle, die mich letzte Woche vertreten haben, diese Woche weg sind… Gestern bin ich zu Hause geblieben, aber heute geht es mir schon besser und der Alltag hat mich wieder.
Malle muss aber noch sacken und ich sehe, hier hat sich auch einiges getan. Daher vertage ich die Urlausberichterstattung auf später und lese erstmal bei euch nach.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, wie ich es dieses Mal mache. Sonst mach ich das ja immer tageweise. Dieses Mal überlege, ich, ob ich das themenweise mache… Natur auf Malle, Saufen auf Malle, Bunker auf Malle… 😉 mal schauen. Vermutlich mach ich es wieder tageweise, das ist für mich beim nachlesen nachher schöner, wenn ich das so geordnet habe. Und glaubt mir, ich lese das oft nach *herzaugensmiley*

Der gelöschte Tag

Wenn ihr mal einen Tag aus eurem Gedächtnis streichen wollt, dann nehmt eine Tavor 😉 Hilft ganz großartig!
Ich habe letzte Woche die Weisheitszähne gezogen bekommen. Nachdem mir vor etwa 15 Jahren gesagt wurde, dass sie drinnen bleiben können, solange sie keine Probleme machen, hatte ich halt einen Deal mit ihnen, dass sie mir keinen Stress machen, dafür dürfen sie drin bleiben 😉
Im Dezember war ich seit Jahren mal wieder beim Zahnarzt, die mir angeraten hat, sie jetzt aber doch ziehen zu lassen. Ich hatte einen oben links und einen unten rechts und das war leider genau das Problem: es stand hinten im Kiefer kein anderer Zahn gegenüber. Dadurch fingen die beiden Zähne an, über die Kaufläche hinaus zu wachsen, was in näherer Zukunft dann doch zu Problemen geführt hätte.

Im Februar war ich also bei einem Kieferchirurgen zum röntgen und zum Vorgehen besprechen. Die Zähne sahen gut aus, keine verqueren Wurzeln, sodass man sie unter örtlicher Betäubung einfach ziehen konnte. Keine OP notwendig. Falls es jemanden interessiert, die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Das wusste ich zB gar nicht.
Ich hab im Februar schon wie ein Häuflein Elend da gehockt und hatte Angst vor dem Ziehen. Bzw. nicht das Ziehen hat mir Angst gemacht, sondern die Spritzen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon heulend vor einem Arzt saß, weil ich eine Betäubung, eine Impfung oder Blut abgenommen kriegen musste… Ich hatte gehört, dass man für die Weisheitszähne eine Leck-mich-Tablette kriegen kann, aber die Frage danach war gar nicht nötig, sondern die Zahnärztin hat mir direkt gesagt, dass das geht.

Also saß ich letzten Mittwoch um halb 9 im Wartezimmer und hab eine Tavor genommen. Tavor ist angstlösend, sedierend, schlaffördernd und muskelentspannend. Hammerzeug!
Ich musste dann etwa eine Stunde warten, bis das Zeug richtig gewirkt hat. Ich saß im Wartezimmer und dachte erst, ich merk nix. Aber als ich aufgestanden bin, weil ich dran war, hab ich ganz schön geschwankt. Vom der Behandlung an sich kann ich mich nur an Bruchstücke erinnern. Ich hab trotzdem auf dem Stuhl geheult, als sie die Spritzen gesetzt hat, ich kann mich an einen Moment erinnern, wo es im Kiefer geknirscht hat, als sie den Zahn rausgedreht hat, ich kann mich erinnern, dass mich eine Helferin nach unten gebracht hat, wo der Namenlose mich abgeholt hat.
Ich weiß noch, dass wir dann in der Apotheke waren, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Medikamente bezahlt habe, geschweige denn, wie wir danach nach Hause gekommen sind. Angeblich waren wir sogar noch tanken. Am Nachmittag hab ich geschlafen und dann hab ich mich eigentlich ziemlich fit gefühlt und bin mit dem Hund eine Runde ums Feld gelaufen, aber ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht richtig erinnern. Ich hab danach sogar noch Brokkolicremesuppe gekocht, aber auch daran kann ich mich nicht richtig erinnern…
Also wirklich, richtig krasses Zeug, dieses Tavor…

Heute bin ich wieder arbeiten. Schön blöd auch, denn mir tut der Kiefer unten rechts immer noch weh. Oben links macht mir keine Probleme. Da piekst nur der Faden. Aber unten rechts… Ohne Ibu gehts noch nicht… Nachher fahr ich noch mal in die Praxis und dann ziehen sie mir hoffentlich die Fäden. Eigentlich wollen sie das erst am Mittwoch machen, aber die Fadenenden und Knoten pieksen mir von innen in die Wangen und das ist echt richtig unangenehm und die Stellen sind ganz wund.
Vielleicht kann ich dann auch anfangen wieder was ordentliches zu essen. Solange die Stellen aber wund sind, die Fäden pieksen und ich immer noch Schmerzen habe, bin ich da etwas vorsichtig. Aber so langsam kann ich die Obstquetschis mit Quark nicht mehr sehen…

Kahlschlag – Großraumbüro-Wahnsinn #18

Ja, der Wahnsinn geht weiter! Und mal wieder fährt der Grippezug 😉 Ich könnte den Eintrag vom letzten Jahr im Grunde genommen 1:1 hier übernehmen, denn mal wieder war letzte Woche Betriebsversammlung und mal wieder sind genau die Leute hingefahren, die immer hinfahren. Und einer der Kollegen, für den brauche ich mal einen Namen… IT-Spezi vielleicht… also der IT-Spezi (nicht, weil er das wirklich ist, sondern weil ihn alle dafür halten, wieso auch immer…), der ist normalerweise der erste, der sich krank schreiben lässt, sobald ein winziges Lüftchen von Erkältung weht. Er hat nen guten Arzt, der schreibt ihn immer gleich ein oder zwei Wochen krank.
Jedenfalls war letzte Woche Betriebsversammlung, und IT-Spezi kam am Dienstag morgen hier hustend, rotzend und röchelnd ins Büro geschleppelt… eieiei, da haben schon alle geschrien und gemeckert! „Du steckst uns alle an! Geh doch nach Hause!“ Ja und in dem Fall wäre es auch wirklich besser gewesen. Aber es war ja Betriebsversammlung! Wenn die nicht gewesen wäre, wäre er niemals in dem Zustand ins Büro gekommen, sondern hätte sich gleich zwei Wochen gelben Urlaub gegönnt. So hat er aber alle vier anderen Kollegen, die mitgefahren sind, angesteckt und noch dazu die Hälfte der Leute hier im Großraumbüro.

Auch mich.

Ich habs am Freitag schon gemerkt und Samstag gings dann richtig los. Sonntag gings mir zwar nicht gut, aber auch nicht sooo scheiße und Montag hab ich die gleiche Überlegung wie immer angestellt: Krank melden oder nicht?
Dieses mal hab ich mich dafür entschieden, bin zwei Tage zu Hause geblieben und das war auch gut so. Es motzen sowieso alle rum. Wenn ich komme, weils mir ja nicht sooo schlecht geht, dann meckern sie, dass ich alle anstecke. Wenn ich nicht komme, dann lästern sie, dass ich auf den Grippezug aufspringe. Man hat ja schließlich Freitag noch gar nichts gemerkt. Auf einmal ist sie krank? Ja klar… wohl zu viel gefeiert am Wochenende. Denn ausgerechnet hatte ich auch noch Geburtstag. So ein Zufall. Ein Schelm…
Tja… ausnahmsweise war es mir mal herzlich egal. Es ist eh verkehrt, egal wie man es macht, also mach ich es so, dass ich noch was davon hab.

Heute bin ich wieder da, schließlich steht der Monatsabschluss vor der Tür und der IT-Spezi ist diese Woche krank geschrieben. Zwei von den Mitfahrern sind krank geschrieben, einer hat sogar ne Lungenentzündung. Die zwei anderen Mitfahrer sind wieder da, lagen aber auch übers Wochenende flach. Meine Scheidungskollegin, die sich ja auch regelmäßig (und mir gegenüber meistens sogar mit Ankündigung) gelben Urlaub gönnt, war auch nicht da. Eine andere Kollegin hat nach einem Sturz geprellte Rippen und jetzt auch noch ne Erkältung und fällt schon seit einer Woche und mindestens noch eine Woche aus… Hier ist echt Kahlschlag im Büro. Dann könnte man ja doch mal Desk-Sharing einführen 😉

Outdoor-Profis – 08.10.2018

Ja, für heute stand die Wandertour um die Drei Zinnen an. Nachdem wir uns ja nun fast eine Woche lang an die höhere Lage gewöhnen konnten und uns etwas akklimatisiert hatten, und nachdem wir uns auch ein bisschen an das viele laufen gewöhnt hatten, sind wir an diesem Morgen sehr früh aufgebrochen, damit wir auf jeden Fall genug Zeit haben, um diese Tour zu schaffen. An der Rezeption wurde uns mitgeteilt, dass man wohl 4 Stunden dafür rechnen muss. Um den See rum haben wir auch schon etwas länger gebraucht, als auf dem Schild stand, also haben wir mal lieber 4,5 Stunden geplant.
Durch unsere Schottland-Outdoorklamotten waren wir bestens ausgestattet, an der Rezeption im Hotel hatten wir uns Wanderstöcke geliehen und obwohl ich mir anfangs ziemlich bescheuert damit vorkam, war ich dann echt froh, sie zu haben!
Wir sahen also aus wie erfahrene Wanderer, als würden wir reeeeegelmäßig in den Bergen wandern gehen 😀

An der Auronzohütte ist mit dem Auto über eine Mautstraße erreichbar (überall muss man bezahlen, nur weil man da hinfahren will…) und hat einen ziemlich großen Parkplatz. Wir waren um halb 10 da und da standen doch schon einige Autos.
Wir haben uns also unsere Wanderschuhe angezogen, ein paar Kekse und Wasser eingepackt und sind losgestakst. Es war sonnig, aber es wehte ein ganz schönes Lüftchen, sodass ich zum einen froh war, dass ich meine Mütze dabei hatte, sonst hätte ich ganz schnell Ohrenschmerzen bekommen, und zum anderen war die Sonne so erträglich. Aber ich hatte echt Angst, dass ich mir volle Kanne das Gesicht verbrenne, weil wir die Hälfte der Zeit die Sonne immer auf der rechten Seite hatten…
Nach 25 Minuten war der erste „Wegpunkt“, eine kleine Kapelle erreicht, die man schon vom Startpunkt aus gesehen hatte. Uns gings noch gut, der Weg war breit und ziemlich eben, es ging nicht steil bergauf oder bergab. So könnte man die 4 Stunden auf jeden Fall durchhalten.
Eine Halbe Stunde später sind wir an der Ostseite der Drei Zinnen angekommen. Und endlich konnte man sie dann auch mal sehen. Auf der Südseite, die wir bisher gegangen waren, hingen nämlich dicke Wolken davor. Wir habens ja immer so mit Wolken und Bergen 😉 An der Stelle haben wir eine kleine Pause gemacht, ein paar Kekse gefuttert und sind dann weiter, entlang der Nordseite und da gab es irgendwie keinen richtigen Weg mehr. Ich bin mir auch im Nachhinein nicht sicher, ob das der offizielle Weg war… Aber wir sind wie die Lemminge einfach ein paar anderen Wanderern hinterher gelaufen.
Das Stück über Stock und Stein (im wahrsten Sinne!!) dauerte über eine Stunde, bis wir an der nächsten Schutzhütte angekommen waren, wo wir uns noch mal 10 Minuten ausgeruht haben, bevor wir das letzte Stück zurück zum Parkplatz gelaufen sind.
Nach 3 Stunden und 20 Minuten waren wir rum! 😀 Ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass wir vermutlich eher eine Abkürzung genommen haben 😉

Mit einem wirklich zufriedenen Gefühl sind wir nach Toblach zurück gefahren, haben uns da noch mal eine supergeile Pizza gegönnt (also ich muss schon sagen, Pizza können die Italiener halt :D) und dann haben wir auch diesen Tag in der Sauna ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück zurück nach Hause. Ich hab leider auf der Autofahrt bemerkt, wie eine Erkältung sich einnistet… :-/ Ich war dann froh, dass ich den Rest der Woche noch frei hatte und mich auskurieren konnte. Der Namenlose hat sich natürlich angesteckt und hatte dann diese Woche damit zu kämpfen… :-/

 

Grippezug – Großraumbüro-Wahnsinn #16

Der Grippezug geht um. Nein, nicht die Grippewelle, sondern der Zug, auf den alle aufspringen. Mal wieder. Kaum hört man von einem Kollegen, dass beim Kind im Kindergarten einer etwas hat, heißt es immer direkt „Ja, das geht ja grad um!“ Und nach so einer Aussage, kann man drauf warten, dass in den folgenden Wochen immer die gleichen Kollegen mal ein paar Tage gelben Urlaub haben.

Letzte Woche war Betriebsversammlung. Da waren dann wieder die gleichen Kollegen wie immer da. Abgesehen davon, dass ich gar keine Lust auf diese Arschkriecherveranstaltung hab, frage ich mich, was passieren würde, wenn mal fünf andere sagen, dass sie gern hin wollen. Wer macht denn dann die Arbeit?!
Na ja, jedenfalls hat dann der eine übliche Kollege am Freitag von zu Hause „gearbeitet“, weil es ihm „nicht so gut“ ging. Aha. Vermutlich Kater gehabt. Krank mit Ansage also. Und was ist? Genau, meldet sich gestern krank. Direkt mal wieder für ne Woche…

Man ich könnt kotzen. Und ich habs mir auch eingefangen. Wahrscheinlich weils hier letzte Woche so kalt war. Dazu waren wir Freitagabend bei der neuen Freundin zum Essen eingeladen. Bei denen war es auch hundekalt! Und ihr Freund hatte seine Erkältung gerade überstanden… Tja. Gestern früh gings dann eben auch bei mir los. Nicht so schlimm, nur Halsschmerzen, aber nervig. Und da ist die übliche Überlegung: Zu Hause bleiben und auskurieren, was noch gar nicht richtig da ist? Oder trotzdem arbeiten gehen, weil so schlimm ist es wirklich nicht…
Ich hab mich wie immer für letzteres entschieden.

Rüsselseuche

Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten fast vier Jahren meine(n) Neffen besucht habe und wie oft ich mich dabei nicht bei ihnen angesteckt habe! Überhaupt war ich in den letzten zwei Jahren sehr wenig krank. Erkältet eigentlich gar nicht.
Das letzte Mal erkältet war ich im Januar 2016, das weiß ich noch, weil ich da drei Tage auf ne Dienstreise musste und an der Rezeption im Hotelzimmer noch das Zimmer getauscht hab, weil ich eine Badewanne wollte, damit ich ein Erkältungsbad nehmen kann…

Jetzt war ich am Wochenende wieder bei den Neffen, die alle die Rüsselseuche hatten. Bzw. die Jungs hatten eigentlich nichts mehr, aber meine Mutter und meine Omi. Und die konnten es natürlich nicht aushalten, mich nicht zur Begrüßung zu umarmen. Schönen Dank auch!
Am liebsten würde ich nach Hause gehen. Am liebsten wäre ich heute direkt zu Hause geblieben… Aber ich hatte einen Termin mit dem Chef. Und Schule hab ich nachher auch noch… Ach man ich will bloß schlafen! Vielleicht mach ich das morgen. Mal gucken.

Das Wochenende war wie immer viel zu kurz… Am Freitag waren wir noch im Kindergarten zum Advents“fest“. Es gab Waffeln und die Kinder haben ein paar Lieder gesungen und eine kleine Aufführung gemacht.
Am Samstag haben wir dann eingekauft und noch einiges vorbereitet und abends dann gefeiert.
Sonntag haben wir uns ausgeruht, die Reste mit den anderen aufgegessen und Montag sind wir zurück gefahren.

Irgendwie bin ich immer etwas ernüchtert nach so einem Wochenende… Der Große braucht immer noch echt lange, bis er mit mir auftaut. Und er hat einfach kein Verhältnis zu mir. Das merke ich immer wieder. Er will mich nie drücken, auch nicht beim Fernsehen an mich anlehnen…
Der Kleine kann ja noch nicht so weg, der fremdelt eigentlich auch gar nicht mit mir. Aber ich will mich ja auch nicht nur um ihn kümmern, der Große soll sich ja auch nicht zurückgesetzt fühlen.

Tja und insgesamt war es eben auch ernüchternd, weil der Geburtstag irgendwie so unspektakulär war… beim Großen war das irgendwie viel mehr was besonderes. Es gab ne Kuchentafel mit Kerze, es gibt ein Familienfoto wo alle davor sitzen und lächeln… beim Kleinen war die Kerze schon ausgepustet, bevor ich mitm Handy soweit war… und dann musste ich den Papa noch quasi dazu nötigen sich dazu zu stellen…
Die 30 auf dem Kuchen meiner Schwester wurde gar nicht angezündet und na ja ich muss auch gestehen, dass ihr Geburtstag ziemlich in den Hintergrund gerückt war…

Gestern früh haben wir auch noch verpennt… ich hatte extra keinen Wecker gestellt, weil ich dachte, dass wir doch bestimmt wach werden, wenn alle aufstehen. Tja, ich wurde dann wach um halb 8… da waren die Jungs schon fertig mit Frühstück, und fast bereit, in den Kindergarten zu gehen. Man hab ich gekotzt. So hatte ich mir den Abschiedsmorgen nicht vorgestellt… Noch dazu hat der Große dann angefangen zu heulen, weil irgendwas nicht so lief wie er wollte und letztlich hab ich mich dann von ihm überhaupt nicht verabschiedet.

Die Fahrt war dann auch ziemlich ätzend. 1,5h später als geplant sind wir losgekommen, wenigstens war nicht sooo viel auf den Straßen los. Aber noch dazu mussten wir eine Vollsperrung umfahren und haben dann ne Stunde länger gebraucht, als auf der Hinfahrt…

Ich war dann noch einkaufen und in der Apotheke und hab mich abends mit Grippostad vollgepumpt. Wenigstens hab ich dann echt gut geschlafen, aber trotzdem bin ich gerade echt müde und würde am liebsten nach Hause gehen.

noch 8,5 Tage arbeiten und 6x Schule, dann hab ich Urlaub.

Freitags-Füller 45/2015

1. An der Spitze von meinem Finger hängen Schnupfenbakterien, die ich jetzt überall hin verteile… 😈 .

2. Das Nordlicht will ich gern mal sehen. Das soll ja spektakulär sein.

3. Urlaubspläne für 2016 haben wir noch nicht. Wir haben nur mal rumgesponnen. Vielleicht ist aber ein Städtetrip nach Budapest dabei 😉 .

4. Ich bin schon wieder erkältet, diesen Umstand prangere ich an!

5. In der Vergangenheit lebe ich nicht mehr.

6. Bernd das Brot ist mein Lieblingsbrot.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf schlafen, morgen habe ich bzw. der Namenlose James Bond gucken geplant und Sonntag möchte ich im Lieblingscafé frühstücken gehen!

Den Freitags-Füller von Barbara gibts immer hier