Bye-bye Aida – 18./19.02.2020

Der zweite Seetag verlief ähnlich unspektakulär wie der erste. Es war leider etwas kühler, sodass wir dieses mal nicht das Bett auf dem Balkon gebaut haben.
Stattdessen sind wir ein bisschen übers Schiff gelaufen, sind durch die Geschäfte getingelt und haben Kuchen gegessen. Man hat die Zeit schon ganz gut rumbekommen.
Am Nachmittag fand dann die „nautische Stunde“ statt, da stellt sich der Kapitän den Fragen von den Passagieren. Das war wirklich sehr interessant, weil einige Leute wirklich sehr interessante Fragen gestellt haben. Ich hab natürlich alles auch wieder vergessen 😉 Aber es war wirklich interessant und kurzweilig.

Am Abend hatten wir wieder einen Tisch in einem À-la-carte-Restaurant reserviert. Wir gingen ins French Kiss, da gab es auch sehr sehr leckere Sachen. Selleriesüppchen, Bouillabaisse, Tartar, Rinderfilet, Creme Brûlee… nomnom. Vooooollgefuttert waren wir dann noch mal im Pub und haben anschließend die Koffer schon mal gepackt.

Am Mittwoch war es dann auch schon so weit. Wir gingen von Bord. Leider war auch am Abreisetag nicht mehr genug Zeit, um einen Ausflug auf Teneriffa zu machen, also blieb uns nur, in Ruhe zu frühstücken. Wir wollten uns eigentlich im Snack-Corner, wo es belegte Brote und Brötchen gab was mitnehmen, für die Heimreise, aber das durfte man nicht. Man man man… Also haben wir beim Frühstück Brötchen geschmiert und heimlich eingepackt. Ich hatte vorausgeplant und hatte extra Tüten dafür im Rucksack 😉

Danach fuhren wir mit dem Bus zurück zum Flughafen und mussten uns dann in einer kilometerlangen Schlange zum einchecken anstellen. Boah wie die Leute da gekotzt haben. Die haben sich so maßlos aufgeregt, wie es nur Deutsche können 😉 Ich war drauf und dran das Pärchen hinter uns anzuranzen, dass sie doch mal die Klappe halten sollen, weil sie es doch eh nicht ändern können.
Irgendwann kam dann die Durchsage, dass alle Passagiere von unserem Flug sich separat anstellen sollen. Wir hatten die Zeit gar nicht im Blick, aber es war schon eine Stunde vor Abflug.
Wir also raus aus der Schlange und an den anderen Counter. Wir waren dann die letzten, die noch eingecheckt werden mussten und man teilte uns mit, dass man das nicht könnte, weil es ein technisches Problem gab.
Inzwischen wurde dann auch die Durchsage gemacht, dass die Passagiere eines anderen Fluges sich dort anstellen sollen und was ist passiert? Alle Leute sind aus der Schlange rausgerannt und nach vorne an alle Counter (und nicht nur den separaten Counter)… oh man 😀

Wir standen derweil immer noch am Check-in und hatten keine Plätze, aber man versicherte uns, dass noch welche für uns frei wären 😉
Irgendwann war es dann soweit, wir mussten dann aber noch durch die Sicherheitskontrolle, aufs Klo wollte ich auch noch mal und dann waren wir echt die letzten, die eingestiegen sind, aber man hat auf uns gewartet 😉 Unser Gepäck wurde auch noch eingeladen und dann konnten wir mit ca. 30 Minuten Verspätung abheben und uns auf den Weg in die Heimat machen.

Fazit:
Eine Seefahrt die ist lustig… jep… Ich würde nicht ausschließen, noch mal eine Kreuzfahrt zu machen. Ich fand es grundsätzlich cool, jeden Tag woanders zu sein, auch wenn ich zwischendurch dachte, dass zwei oder drei Tage auf der gleichen Insel auch schön wären.
Die vielen Leute haben mich echt genervt. Auch wenn ich das eigentlich wirklich nur beim Essen gemerkt habe, aber essen ist mir wichtig. Ich möchte nicht hektisch in mich rein schaufeln, das macht man im Alltag leider oft genug. Wenn ich im Urlaub bin, will ich in Ruhe und in schöner Atmosphäre essen.
Das Schaukeln fand ich im Nachhinein nicht so schlimm, nachdem ich mich daran gewöhnt hatte. Das Knarzen von irgendwelchen Teilen in der Kabine bzw. auf dem Balkon war allerdings schon manchmal nervig.
Das Schiff war mir persönlich auch zu groß und zu unübersichtlich, aber es war schon alles schön gemacht. Wenn man mit dem Fahrstuhl hoch und runter gefahren ist, waren die Decks unterschiedlich beleuchtet und eingerichtet. Ich frage mich gerade, ob da ein System hintersteckte. Ich glaube die Kabinendecks waren alle rot und da wo man bespaßt wurde, war es blau oder grün… hm… das hätte mir mal vorher auffallen sollen.
Naja, also wenn noch mal Kreuzfahrt, dann auf jeden Fall mit einem kleineren Schiff! Und von mir aus auch mit einer anderen Reederei. Einfach um mal zu gucken.

Madeira – 17.02.2020

Weiter gehts mit dem Urlaubsbericht!
Irgendwann erreichten wir also Madeira. Als ich um 7 wach war, war noch alles dunkel. Beim Frühstück um 8 saßen wir dann wieder draußen auf dem Lanai-Deck und sahen dem Sonnenaufgang zu. Heute mussten wir uns ein bisschen sputen, denn heute war der einzige Tag, an dem wir tatsächlich einen Plan hatten: Um 9 Uhr wurden wir abgeholt zum Canyoning. Und da sich sonst niemand angemeldet hatte, waren wir ganz alleine und hatten quasi eine Privattour 🙂

Canyoning ist wieder ein ganz toller Anglizismus… Auf deutsch könnte man Schluchtenwandern sagen, wobei ich zugeben muss, dass das nicht so spektakulär klingt. Man begeht dabei eine Schlucht, und muss sich dabei abseilen, springen oder rutschen.
Wir hatten das Anfänger-Paket gebucht, schließlich haben wir sowas noch nie gemacht und unser Fitnesslevel ist eher mies 😉

Zuerst fuhren wir über die halbe Insel, immer weiter ins Inselinnere und immer weiter bergauf. Dabei konnten wir die Landschaft und den Ausblick bewundern und sind schon mal mit dem Tourleiter warm geworden.
Am Ausgangspunkt angekommen haben wir uns in Neoprenhosen gequetscht, mit Neoprensocken und einem Neoprenpullover unter der Neoprenjacke. Dazu bekamen wir Wanderschuhe, einen Helm und einen Gurt. Ich kam mir vor wie ein Michelinmännchen. Ich glaube ich war zu dick für die Hose, die war sowas von eng und eigentlich hätte ich sie an den Unterschenkeln gern noch etwas höher gezogen, damit ich an den Knien mehr Spiel habe. Ich hatte beim laufen nämlich die ganze Zeit das Gefühl, ich müsste meine Beine gegen einen Widerstand heben und die Füße würden von einem Gummi zurückgezogen.
Zuerst liefen wir vom Auto ein bisschen durch den Wald. Dabei zeigte uns der Guide verschiedene Pflanzen, zB. Bananenpassionsfrucht, die es auch in der berühmten Markthalle für teures Geld zu kaufen gibt. Leider waren sie noch nicht reif 🙂 Er erklärte uns viel über die Gegebenheiten auf Madeira, zB. dass Madeira allein deshalb so grün ist, weil ständig die Wolken in den Bergen hingen. Wir liefen vorbei an Eukalyptusbäumen, an Rosmarin und Fenchel, trafen ein Schaf und eine Katze und stiegen dann die Böschung hinab zu dem kleinen Fluss durch den unser Canyoningabenteuer gehen sollte. Mit den Schuhen in den Fluss zu steigen war ganz schön komisch, und vor allem hatte man mit den Neoprensocken dann die ganze Zeit das Gefühl, dass da mindestens 2 Liter Wasser in den Schuhen rumschwappen.

Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir also durch den Fluss, stiegen über Steine und Bäume, seilten uns ein paar mal an Wasserfällen ab, einmal mussten wir von einem Vorsprung runterspringen und einmal rutschen. Immer mal wieder wateten wir durch hüfttiefes Wasser oder wir mussten sogar schwimmen und ich sag euch, das Wasser war wirklich kalt!!! Mit dem Neoprenanzug war das dann zwar wirklich nicht schlimm, aber der erste Moment, wenn man eingetaucht ist, und das Wasser auch in dem Anzug nach oben gestiegen ist, das war schon richtig kalt! Und auch die Hände taten fast ein bisschen weh von dem kalten Wasser.
Zwischendurch saßen wir in der Sonne und haben eine kleine Pause gemacht und am Ende mussten wir wieder zurück zum Auto laufen. Der Weg ging über Felder und Treppen wieder nach oben. Das war noch mal richtig anstrengend und in diesem Anzug echt kein Spaß für mich, weil ich wie gesagt immer diesen Gummiband-Effekt hatte. Der Muskelkater am nächsten Tag hat mich fast umgebracht!
Aber ansonsten war das echt cool und hat richtig Spaß gemacht! Ich hatte ein bisschen bedenken, dass ich Schiss davor habe, mich abzuseilen. Dabei muss man sich ja schon rückwärts über die Kante lehnen. Aber das hat mir gar nichts ausgemacht. Das Springen schon eher, dabei war das nicht so hoch, wie das Abseilen.

Gegen halb 3 waren wir zurück in Funchal und wir hatten Huuuuuuuunger! Also suchten wir uns eine kleine Kneipe und fanden was gutes. Nach einem superleckeren Sandwich bestellten wir noch einen Poncha, einen traditionellen madeirischen Zuckerrohrschnaps, der mit Zitronensaft und Honig gemischt wird. Der hat uns nach der Anstrengung dann den Rest gegeben, weil das nicht bloß ein Shotglas war, sondern ein normales Saftglas voll 😀

Zufrieden schleppelten wir wieder los ein bisschen durch die Gassen und Fußgängerzogen und besuchten dann noch die Markhalle Mercado dos Lavadores, die um die Zeit nicht mehr so ganz überlaufen war. An einem der Obststände konnten wir die ganzen vielen verschiedenen Früchte probieren, die es auf Madeira gibt. Ananasmaracuja, Bananenpassionsfrucht,… ich hab schon wieder vergessen, was es alles war. Gekauft haben wir aber nichts, wir hätten sonst eh nichts mit aufs Schiff nehmen dürfen.

So allmählich waren wir echt geschlaucht von diesem Tag und wir sind zurück zum Schiff gelaufen. Unterwegs haben wir noch zwei Caches gemacht und haben dann eine heiße Dusche und ein kleines Nickerchen gegönnt, bevor wir wieder im Buffetrestaurant essen waren.
Abends fand im Beach-Club eine Silent Party statt, auf die wir dann noch gegangen sind. Es waren drei DJs da, jeder bekam Kopfhörer und an denen konnte man umschalten, welche Musik man hören wollte. Zuerst fand ich das nicht so lustig, weil ich die Kopfhörer eigentlich gar nicht so laut machen wollte. Aber ich hab dann immer alle Leute gröhlen hören. Also musste ich die Musik dann doch ganz schön laut stellen, aber dann wars auch wirklich lustig. Und besonders witzig war es, wenn man die Kopfhörer abgenommen hat. Alle haben getanzt, aber unterschiedlich schnell und alle haben mitgesungen, was man durch die fehlende Musik dann alles hören konnte 😀
Während der Party sind wir dann zum zweiten Seetag ausgelaufen und haben uns auf den Rückweg nach Teneriffa gemacht.

Auf See – 16.02.2020

Vor 7 Uhr war für mich mal wieder die Nacht vorbei. Ich weiß nicht warum, das ist aber bei mir oft so, wenn ich frei hab. Dann werde ich früh wach. Und wenn ich arbeiten muss, könnte ich noch ewig weiter schlafen…
Wir fanden heraus, dass es eine Bar gab, in der man schon ab 6 Uhr morgens Kaffee bekam, also sind wir aufgestanden und dorthin gegangen, haben dann draußen gesessen und den Sonnenaufgang angeschaut.
Dann sind wir um 8 Uhr pünktlich zum Frühstück gegangen und haben uns anschließend unser privates Sonnendeck eingerichtet.

In der Kabine war ja eine Couch. Die kann zum dritten Bett aufgeklappt werden. Und über der Couch ist eine Klappe in der Decke, dort kann man ein viertes Bett ausklappen. So hatten wir also zwei Matratzen, die aus Allergiegründen mit einem gummiartigen Bezug überzogen sind und die wir uns dann ohne schlechtes Gewissen auf unseren Balkon gelegt haben. Mit Allergieüberzug wurde wenigstens nichts schmutzig 😉 Dort haben wir also stundenlang gelesen, gedöst und die Sonne genossen als sie nachmittags rum kam.
Irgendwann ziemlich spät sind wir Mittag essen gegangen und es war trotzdem total voll…

Abends haben wir auf dem Balkon den Sonnenuntergang angeschaut und sind nach dem (nervigen) Abendessen im Buffetrestaurant ins schiffseigene Fernsehstudio gegangen, wo „Wer wird Millionär“ gespielt wurde. Die ersten 400 Zuschauer in dem Studio bekamen Abstimmgeräte und so war der Andrang auch echt groß, aber wir waren rechtzeitig da. Leider waren wir bei der Auswahlfrage nicht schnell genug und konnten nicht auf den heißen Stuhl 😉
In diesem TV-Studio wird fürs Bordfernsehen produziert. Es gibt immer eine Art Late Night Show (die wir uns aber nie angeschaut haben) und solche Unterhaltungs-/Quizsendungen, die man dann nämlich auch auf der Kabine im Fernsehen schauen kann.
Bei den Quizsendungen kann man dann kein Geld aber Punkte gewinnen. Das geht dann los bei zB einem Cocktailgutschein über einen Gutschein in einem der Spezialitätenrestaurants bis hin zu einem weiteren Urlaub mit Aida als 1.000.000-Punkte-Gewinn.

Anschließend waren wir noch was trinken und sind dann zurück ins Schaukelbett gegangen. Weiter gings nach Madeira.

Gran Canaria – 15.02.2020

Ach ja, auf Gran Canaria hatte ich mich ja auch echt gefreut, weil ich da noch nicht war. Weil wir da sogar beide noch nicht waren. Aber irgendwie hatten wir beide schlechte Laune an dem Tag.
Ich hatte mal wieder scheiße geschlafen und war trotzdem um 7 wach. Beim Frühstück haben mich die Leute genervt. Ich wollte einfach bloß meine Ruhe und wir hatten für Gran Canaria mal wieder keinen Plan.

Hach… der Tag fing also super an. Zumindest gab es heute keine Schlange bei der Autovermietung. Wahrscheinlich, weil Gran Canaria An- und Abreisehafen war und daher gar nicht so viele Leute auf Ausflüge gegangen sind, wie in den anderen Häfen. Wir hatten wieder ein Auto reserviert und ich weiß nicht, was für eins für uns vorgesehen war, aber der Typ von der Vermietung hatte uns vor Ort noch die Schlüssel getauscht. Er hatte erst andere in der Hand, dann fragte er uns, ob wir nur zu zweit sind und dann hat er unter den Tisch gegriffen und einen anderen geholt. Vermutlich hat er auch noch gedacht, dass er uns einen Gefallen damit tut: Es war ein Fiat 500L… Cabrio… hach…
Auf der Fahrt hat mich das offene Dach eigentlich nur genervt, weil die Sonne reingeknallt hat und ich einfach nur Angst hatte, mich höllisch zu verbrennen. Also haben wir es wieder zu gemacht und zu gelassen.

Jaja… klingt super, ne? Mir ging meine Laune selber auf den Sack. Also hab ich versucht mich zusammen zu reißen.
Wir sind dann erstmal nach Maspalomas runter gedüst. Komplett für den Arsch sag ich euch! Spart euch das. Ja, da ist diese riesige Düne und die sieht schon cool aus, aber es ist windig und der Sand weht auch überall hin. Vor allem in die Augen. Und Maspalomas und die ganze Ecke da unten, ist nun auch echt nicht schön. Es ist voller Menschen und echt groß. Parken ist ne Katastrophe und es steht einfach bloß ein großer Hotelklotz am anderen.

Aber wir waren tatsächlich wegen der Düne da, weil ich halt gern hin wollte. Ich wär da auch gern ein bisschen rumgelaufen, hätts mir ein bisschen angeschaut, wenn ich nun eh schon da bin, aber der Namenlose hat sich nicht mal die Mühe gemacht seine Schuhe auszuziehen… Dann wollte ich da eigentlich gern einen Cache machen, dazu sollte man ein sogenanntes „Pano-Dash“ machen. Das ist ein Panoramafoto, wo man selbst mehrmals drauf ist.
Naja, der Namenlose hat da nicht so richtig viel Geduld für sowas. Wir haben eins gemacht, aber ich bin darauf verwackelt, und deshalb wollte eigentlich noch ein oder zwei machen, aber er hatte da ganz offen keinen Bock drauf.
Ja ok… Die Stimmung war am Tiefpunkt.
Ich hab mir dann überlegt, dass ich mich lieber mal mit Sonnencreme eincreme, weil die Sonne da ganz schön runtergeknallt hat. Mir war mega warm, ich hatte zu viel an, ich hab geschwitzt und mich eklig gefühlt, ich hatte Durst und langsam bekam ich auch Hunger. Ganz schlechte Kombi.

Also haben wir uns auf die Suche nach Futter gemacht, obwohl es noch gar nicht so spät war. Wir fuhren weiter nach Westen nach Lomo Quiebre. Das ist der letzte kleine zugängliche Ort von der GC1 aus gesehen. Alle anderen dahinter liegenden Orte sind nicht mehr so komfortabel zu erreichen.
Ja gut, Lomo Quiebre war sehr klein, sehr voll und touristisch erschlossen. Wir hatten im Vorbeifahren aber eine Einheimischenkneipe gesehen und wollten hin, aber obwohl da Leute draußen saßen und was getrunken und Domino gespielt haben, wurde uns gesagt, man hätte geschlossen… ok, also sind wir weiter gefahren. Weg vom Meer rein ins Inselinnere.
In Mogán sind wir von der Hauptstraße abgebogen und haben eine schöne Tapas-Bar gefunden, in der wir dann wirklich gut gegessen haben. Die Portionen waren riesig, obwohl wir gesagt haben, dass wir nur halbe Portionen wollen… Dass keine Preise auf der Karte standen, hätte uns stutzig machen sollen und wir hätten schlauerweise vorher fragen sollen, denn die Rechnung war unerwartet teuer, verglichen mit dem was wir sonst bezahlt haben, wenn wir am Arsch der Welt was gutes zu essen bekommen haben. Ich wette, wir haben Touristenpreise bezahlt! Ein paar der Google-Bewertungen vermuten übrigens das gleiche 😉

Zumindest war die Laune wieder gestiegen und wir hatten während des Essens einen Plan gemacht: Auf einen Berg klettern und dort einen Cache suchen.
Die Fahrt zum Ausgangspunkt hin ging über meistens gute Straßen stetig bergauf. Der Namenlose war wieder super gelaunt, weil er mit der kleinen Schlurre gut um die Kurven kam, mir wurde mulmig, weil die Serpentinen eng waren und man einfach nicht sehen konnte, ob etwas entgegen kommt und weil manchmal auch keine Leitplanke an der Seite war. Obwohl die uns eh nicht groß aufhalten würde, wenn wir da durchbrettern würden…
Der Parkplatz als Ausgangspunkt lag dann auf etwa 1500m und war selbst zu dieser Jahreszeit recht voll. Ich schätze, im Sommer muss man da sehr früh dran sein, weil der jetzt auch nicht allzu groß ist. Von dort ging ein Weg Richtung Roque Nublo, was ein ca. 80m hoher Vulkanfelsen ist, der da rumsteht. Die tatsächliche Größe lässt sich nur einschätzen, wenn man einen Menschen als Größenverhältnis dagegen sieht. Am Fuße dieses Felsens lag also der Cache und das bedeutete für uns etwa eine halbe Stunde noch ca. 250 Höhenmeter überwinden.
Klingt pillepalle, aber es war doch ganz schön herausfordernd und wir haben gepumpt wie ein Maikäfer! Alle Leute, die uns entgegen kamen, wirkten so cool und fit und ruhig und wir kamen uns noch unsportlicher und unfitter vor, als wir eh schon sind 😉 Aber wir haben es geschafft bis ganz oben, haben den Cache gefunden und hatten eine ganz nette Aussicht. Aber auch hier war es etwas trüb, was wohl an der Kalima lag.
Nachdem wir uns ausgeruht und akklimatisiert hatten, sind wir auch wieder zurück gelaufen und haben bemerkt, dass wir auch nicht mehr schnaufen, im Gegensatz zu allen, die uns entgegen kamen 😀 Damit hatte sich unser schlechtes Gefühl vom Hinweg doch ein bisschen relativert.
Unten am Parkplatz stand ein kleiner mobiler Verkaufsstand. Dort gab es Obst, Getränke und Eis. Ooooh ja, das war genau das richtige zur Belohnung 🙂

Weiter ging es über die Insel, grob Richtung Las Palmas. Aber natürlich wieder über kleine Straßen, durch Eukalyptuswälder und kleine Siedlungen. In einem kleinen Dorf tranken wir noch einen Cortado condensada für 90 Cent pro Kaffee! Wahnsinn. Wir hätten mit dem Essen also auch noch ein bisschen warten sollen und weiter ins Inselinnere fahren müssen.

Aber gut, inzwischen war es 18 Uhr und wir wussten nicht so richtig, wann wir auf dem Schiff sein müssen. Ups… 😀 Wir wussten, dass wir um 22 Uhr ablegen und an den anderen Hafentagen war es so, dass man 30 Minuten vorher an Bord sein musste.
Als wir auf Teneriffa angekommen sind, haben wir auch um 22 Uhr abgelegt, aber die an-Bord-Zeit war schon 20:30 Uhr. Jetzt waren wir uns also unsicher, wie das hier in Las Palmas war – es war ja auch ein An-/Abreisehafen.
Der Namenlose wollte eigentlich gern noch ein bisschen rumfahren und gucken, aber irgendwie wussten wir dann auch nicht richtig wo hin und so sind wir also doch zurück nach Las Palmas. Schließlich mussten wir auch noch tanken, und wir hatten keine genaue Adresse, wo wir das Auto zurück geben mussten. Wir wussten nur grob, wo wir hin müssen, allerdings ist der Hafen in Las Palmas etwas größer als der in Fuerteventura.

Zurück in Las Palmas war es dann auch schon ziemlich dunkel. Die Palmen waren alle mit Lichtschläuchen umwickelt, das sah echt schön aus. Ich konnte nur leider keine Fotos machen, weil wir das Handy brauchten, um zu einer Tankstelle zu navigieren. Direkt am Hafen war nämlich keine.
Nach zweimal verfahren, weil das Navi komische Ansagen gemacht hat, tanken, Wasser kaufen, Einfahrt zum Parkhaus suchen und Auto in die asozial kleine Lücke quetschen (weil die anderen einfach nicht parken können!!), kamen wir um 19:45 Uhr an der Sicherheitsschleuse an und fragten erstmal, wann wir denn zurück sein müssen. 20:30 Uhr – wie auf Teneriffa. Bloß gut sind wir nicht noch weiter über die Insel gefahren 😉

An diesem Abend hatten wir keinen Tisch reserviert, wir gingen also wieder in eins der Buffetrestaurants. Wegen der Seenotrettungsübung für die neuen Passagiere, waren die abendlichen Essenszeiten anders, da die komplette Besatzung ja auch wieder eine Evakuierungsübung gemacht hat.
Als wir dann zur späteren Öffnungszeit in das Restaurant gegangen sind, war kein einziger Tisch besetzt. Über 700 Plätze in diesem Restaurant waren leer, das war doch mal eine angenehme Atmosphäre 😉 Wir suchten uns einen Tisch am Fenster, genossen die Ruhe (zumindest für etwa eine halbe Stunde, dann wurde es doch noch voll) und waren nach 2 Tagen superleckerem Essen dann wieder etwas enttäuscht vom Buffetessen.
Um 22 Uhr liefen wir aus und machten uns auf den Weg nach Madeira. Dorthin waren es ungefähr 550 km, aber das Schiff fuhr sehr langsam, um die Reisezeit auszudehnen und so stand uns also der 1. Seetag bevor.

Trotz anfänglicher schlechter Laune fand ich Gran Canaria ganz schön und würde noch mal hinfahrne. Im Inneren der Insel war es wirklich schön und der Norden ist sehr grün und bestimmt entspannt. Es gibt sicher noch sehr sehr viele Orte zu entdecken, aber wir hatten eben nur die paar Stunden Zeit.

Hier noch mal ein kleiner Einblick, wie es eine Woche später in Gran Canaria aussah. Wegen des Sandsturms konnten keine Flugzeuge landen und starten. Passagiere kamen nicht aufs Schiff, bzw. waren am Flughafen gestrandet. Wir hatten echt Glück. In der Woche bevor wir gefahren sind war es scheinbar recht stürmisch und in der Woche nach uns dann der Sandsturm…

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Lanzarote – 14.02.2020

Als wir in der Nacht noch ankamen, hab ich ein Foto vom Balkon aus gemacht. Die Lichter von Arrecife sahen einfach schön aus. Als ich dann am nächsten Morgen wieder sehr sehr früh wach wurde (um 6.45 Uhr) hab ich mich noch ein bisschen zusammengerissen, damit der Namenlose weiter schlafen kann. Aber eine halbe Stunde später war auch er wach und ich hab quasi exakt das gleiche Bild noch mal bei Tageslicht gemacht 😀

Da wir ja vor knapp drei Jahren schon mal auf Lanzarote waren, haben wir uns kein Auto vorab reserviert, sondern wollten uns spontan überlegen, was wir machen. Die Idee war nämlich, dass wir auf dem Schiff bleiben und die Gelegenheit nutzen uns alles in Ruhe anzuschauen. An einem Hafentag ist ja auch weniger los, weil die meisten Leute ja doch einen Ausflug machen.
Da es noch so früh war, saßen wir also auf unserem Balkon und haben die Leute beobachtet, die alle ausgestiegen und auf die Busse zugelaufen sind. Ein bisschen haben wir gelästert, weil die jetzt zusammengepfercht über die Insel geschaukelt werden. Vermutlich fährt die eine Hälfte in den Timafaya-Nationalpark und lässt sich heiße Steine in die Hand drücken 😀 Die Andere Hälfte fährt wohl zur Jameos del Agua und guckt sich die kleinen blinden Krebse an 😉
Wir hatten dann überlegt, dass wir noch mal an den Surfer-Strand fahren wollen und dann wieder in dieser abgelegenen Tapas-Bar essen gehen.

Also haben wir uns nach dem Frühstück aufgemacht zur Autovermietung und haben uns auch heute in die Schlange gestellt. Allerdings hatten wir Pech. Alle vorhandenen Autos waren reserviert. Wir hätten 1-1,5h warten können, dann hätten sie uns vielleicht eins geben können, von Leuten, die nicht aufgetaucht sind.
Nö, darauf hatten wir dann auch keine Lust. An der Marina haben wir dann einen Kaffee getrunken und sind dann zurück aufs Schiff um unseren ursprünglichen Plan umzusetzen.

Auf Deck 17 hatten wir Glück und haben eine freie Strandmuschel gefunden. Die haben wir gleich erstmal mit Handtüchern, Wasserflaschen und Tolino blockiert und dann haben wir die Rutschen und Pools getestet.
Es gab drei Rutschen an Bord. Zwei, die „Racer“ gingen direkt parallel und unten war sogar eine Digitaluhr, die die Zeit gemessen hat 😀 die haben wir mehrmals benutzt. Die andere ging allein und man hatte ein größeres Stück, an dem die Rutsche transparent war. Aber das ging so schnell, dass man eigentlich nicht viel gesehen hat.
Als wir genug vom rutschen hatten, sind wir auf Deck 16 in den überdachten Poolbereich (der sogenannte Beachclub) gegangen und haben uns da ein bisschen im Wasser treiben lassen, bevor wir wieder auf Deck 17 hochgegangen und im Außenbereich noch in einen Whirlpool gegangen sind.
Danach haben wir Siesta in der Muschel gemacht und haben den Tag so vor uns hin gechillt.

Es war wirklich ganz nett, ohne die vielen Leute an Bord. Wir haben dann spät Mittag gegessen im Fuego-Restaurant, das als einziges Buffetrestaurant auch am Nachmittag noch bis 16:30 Uhr geöffnet hat.
Das Fuego-Restaurant ist so das Familien-Restaurant. Hier gibts auch Pizza, Burger und Nudeln und es gibt die Möglichkeit Babybrei warm zu machen und einen Spielbereich für Kinder.
Wenn man da keinen Bock drauf hat, kann man auch an der Street-Food-Meile fast den ganzen Tag essen. Dort gibt es Döner (der sich nicht so gelohnt hat, finde ich), Currywurst (haben wir nicht probiert, die Schlange war uns immer zu lang) und belegte Brote und Brötchen (die man aber nicht einpacken und mitnehmen darf).

Am frühen Abend haben dann vom Balkon aus zugesehen, wie alle Leute zurück gekommen sind, wie ein leichtes Chaos bei der Mietwagenrückgabe stattfand, weil es einfach mehr Autos als Parkplätze gab, wie die Sonne über der Insel untergegangen ist und wie wir ausgelaufen sind.
Es war relativ trüb, es gab wohl Kalima und wie ich am Wochenende auf Instagram-Fotos gesehen habe, gab es nach unserer Abreise einen Sandsturm auf Gran Canaria und die Flugzeuge konnten nicht starten und landen. Somit konnten einige Passagiere nicht aufs Schiff und andere kamen nicht vom Flughafen weg. Wir hatten da echt Glück!

Abends hatten wir wieder einen Tisch in einem À-la-carte-Restaurant reserviert, dieses mal im Fischrestaurant Ocean’s. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich da nichts zu essen finde, weil ich ja mit Fisch so ein bisschen pienzig bin… Aber es gab was mit Lachs und Spinat, das war wirklich sehr lecker. Vorab gab es ein geeistes Gurkensüppchen mit Krabben, die ich natürlich nicht gegessen habe, aber die Suppe war sehr sehr lecker.
Im Ocean’s gab es noch ein Buffet an dem man sich nach der Vorspeise einen Salat oder ein Fischbrötchen holen konnte, aber ansonsten wurden das Essen und die Getränke am Tisch serviert. Getränke haben wieder extra gekostet und es gab wieder unverschämt teure Weine, aber auch akzeptable Alternativen.
Anschließend saßen wir noch ein bisschen draußen an der Lanai-Bar und haben was getrunken, bevor wir wieder ins schaukelnde Bett gegangen sind, das uns über Nacht nach Gran Canaria gebracht hat…

Fuerteventura – 13.02.2020

Gegen 8 Uhr morgens haben wir in Puerto del Rosario auf Fuerteventura angelegt. Ich war schon laaaange wach. Schon seit halb 7. Konnte ja bei dem Geschaukel nicht schlafen…
Leider konnten wir auf dem Schiff unsere „wir trinken morgens immer einen Kaffee auf dem Balkon“-Tradition nicht weiterführen, denn gefühlt 3km zum Restaurant laufen und Kaffee holen war mega umständlich. Außerdem durfte man auch keine Getränke aus den Restaurants mit rausnehmen.

Also gabs den Kaffee in der sogenannten Lanai-Bar am Heck auf Deck 7. Da konnte man draußen sitzen, man durfte rauchen und so haben wir eigentlich jeden Morgen verbracht. Erstmal Kaffee (und für den Namenlosen ein Kippchen 🙄)
Danach haben wir auf dem Lanai-Deck draußen gefrühstückt. Es war zwar ein bisschen frisch, aber draußen war es nicht so voll und daher entspannter zum essen.
Alles drängelte sich am Buffet, die Schlange am Omelette war ewig lang, sodass ich einfach das bereits fertige Rührei genommen hab. Das Frühstück war insgesamt ganz gut. Es gab alles, was das Herz begehrte. Rührei, Spiegelei, Bohnen, Würstchen. Milchreis, Porridge, Müsli und Joghurt. Obst, Smoothies aber natürlich auch Brot und Brötchen, Wurst, Käse und Marmelade. Frühstück war also ok, und wir haben uns auch den Teller vollgeladen, damit wir nicht noch mal ans Buffet mussten.

Direkt am Pier war auch gleich ein Autovermieter. Wir waren schlau und hatten die Mietautos schon von Deutschland aus reserviert. Aber anstellen mussten wir uns trotzdem, weil noch viele andere genauso schlau waren 😉
Als wir da so in der Schlange standen, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass der Boden schwankt… Dabei hatten wir echt wenig Seegang in der ersten Nacht! Aber offenbar reagiert mein Körper da sehr schnell drauf, ich hatte auch am ersten Tag nach dem Urlaub noch ein Schwankgefühl.

Für Fuerteventura hatten wir keinen Plan und sind also, wie immer, einfach drauf losgefahren. Spontanes Ziel war Piedras Caídas im Süden von Fuerteventura. Hier lag der Cache, der die meisten Favoritenpunkte hatte.
Auf dem Weg dorthin sind wir nicht über die Hauptstraße gefahren, sondern über Land, durchs Innere der Insel. Eigentlich wollten wir nämlich auch in einem Supermarkt Wasser kaufen, denn wir hatten ja nix dabei. Wir fuhren also über schmale Straßen, durch karge Landschaften und fanden keinen Supermarkt bis wir durch Tuineje kamen, was relativ zentral auf Fuerteventura liegt.
Dort machten wir ein kurzes Päuschen, haben Wasser gekauft und einen Cortado condensada getrunken.
In Tuineje standen überall Dromedarfiguren rum, weil im 18. Jahrhundert der Ort von Engländern angegriffen wurde. Und dabei hat der Heilige Michael den Bauern im Ort mithilfe einiger weniger Dromedare, die sie hatten zum Sieg verholfen, weil die Engländer eine Michael-Statue beim Angriff kaputt gemacht haben. Tjaha, der Micha, die alte Hupe, war wohl ein bisschen rachsüchtig 😉 Und deshalb stehen da jedenfalls die Dromedarfiguren und es gibt ein Fest, das die Rache des Heiligen Michael ehrt.

Weiter gings dann also nach Süden. Wir haben den Cache gefunden (bei dem ich die Anzahl der Favoritenpunkte jetzt ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann, aber ok…) und sind dann noch weiter nach Süden, nach Morro Jable gefahren. Dort wären wir ein bisschen durch die Altstadt geschlendert, denn dort gab es einen Stadtführungs-Cache, aber wir haben keinen Parkplatz gefunden, und überhaupt war es da nicht so schön. Eine Touri-Bude mit Flipflops und Strandtüchern an der anderen und Himmel und Menschen unterwegs… Also sind wir umgedreht.

Es war inzwischen 13 Uhr und so allmählich fingen wir an, darüber nachzudenken, was wir noch machen können, was wir noch schaffen, bevor wir das Auto zurück geben und rechtzeitig an Bord gehen müssen. Obwohl es erst 13 Uhr war und wir erst um 19 Uhr an Bord sein mussten, setzte uns dieses Zeitlimit irgendwie unter Druck. Das kannten wir ja bisher nicht. Die Fahrt zurück würde etwa 45 Minuten dauern. Mit Auto betanken und zurückbringen also etwa eine Stunde. Dann müssen wir spätestens um 18 Uhr los. Wo fahren wir denn jetzt noch hin? So ganz ohne Plan wars irgendwie auch ein bisschen unkoodiniert.
Von der Straße aus konnten wir dann den endlosen Strand und das türkise Meer um die Gegend von Costa Calma sehen und wir wollten da hin. Also fuhren wir von der Autobahn runter und versuchten da hinzufahren. Wir fanden aber nur Sackgassen, Bauzäune und halbfertige Gebäude. Wir haben den Weg nicht gefunden, den die Wohnmobile genommen habe mussten, die wir da stehen sahen. Dafür fanden wir Streifenhörnchen 😀 Die sind da überall rumgesprungen und waren ja sowas von süß! Und so zutraulich. Die kamen immer ganz dicht rangelaufen, waren aber auch sofort wieder weg, wenn man sich bewegt hat. Und ich hab immer weggezuckt, weil ich ein bisschen Angst hatte, wenn sie zu nah kamen, dass sie mich beißen.

Als wir dann weiterfuhren, fanden wir einen Aussichtspunkt, an dem wir kurz anhalten wollten, und da fanden wir dann auch einen Zugang zum Strand über einen Schotterweg.
Ach das war so schön dort! Feiner, endloser Sandstrand. Keine Steine, keine Algen, keine Quallen und keine Fische! Nichts! Aber auch keine Liegen, keine Palmen, keine Hütten, kein Schatten. Im Sommer ist es bestimmt voller am Strand, aber ich schätze, dass sich über diesen Sandweg auch nicht allzuviele Leute dorthin verirren. Und wenn doch, dann ist da trotzdem genug Platz, weil der Strand an sich sehr breit ist und sich eben kilometerweit an der Küste entlang zieht.
Ich bin natürlich sofort ans Wasser und hab mein Standard-Füße-im-Wasser-Foto gemacht. Es waren sogar Leute baden! Die Sonne schien warm von oben, der Sand war warm, das Wasser hat sich auch an den Füßen gar nicht sooo kalt angefühlt, sodass ich den Namenlosen dazu überredet hab, spontan dort baden zu gehen.
Er wollte erst nicht. Wir hatten keine Handtücher dabei, aber ich hab ihn überredet. Wenn ich schon mal so spontan bin, dann muss er da doch mitmachen! 😀
Also sind wir im Februar im Atlantik baden gegangen 🙂 sind durch die Wellen gehopst, haben uns treiben lassen und haben uns anschließend vom Wind und von der Sonne trocknen lassen. Das war so schön und alles andere als kalt, das Auto hat 28 Grad angezeigt 😉

Schwimmen, frische Luft und rumwandern hatte uns nun hungrig gemacht und wir waren auf der Suche nach was leckerem zu Essen. Eine „Einheimischenkneipe“ sollte es natürlich wieder sein. Irgendwas abgelegenes. Also bogen wir ab nach Giniginamar. Ein winziger Ort direkt am Meer mit schwarzem Kiesstrand, aber leider ohne Kneipe. Beziehungsweise, das stimmt nicht ganz. Es gab eine Bar, aber die hatte geschlossen. Und wir haben ein Schild zu einem Restaurant gesehen, aber der Hinweis auf „Deutsche Küche“ hat uns abgeschreckt 😉
Also fuhren wir weiter zurück Richtung Hafen und machten einen Futterstopp in El Matorral direkt am Flughafengelände. Von der Autobahn sah es im ersten Moment aus, wie ein Gewerbegebiet. Aber das kam uns ganz recht. Dort fanden wir eine kleine abgelegene Tapas Bar und haben was leckeres zu Essen bekommen.

Wir hatten jetzt zwar noch Zeit, aber wir sind trotzdem zurück zum Schiff gefahren. Wir hatten Fressnarkose, waren kaputt und müde. Und wir mussten das Auto noch tanken und zurück bringen und wollten dann noch ein bisschen Siesta machen.
Abends hatten wir heute einen Tisch beim Italiener Cassa Nova, einem der À-la-carte-Restaurants, reserviert. Das hatten wir schon zwei Wochen vorher vorab gemacht.

Aida hat ein Reiseportal, wo man solche Sachen schon vorab buchen kann. Und es empfielt sich tatsächlich, nicht bis zum Reiseantritt damit zu warten. Wir hatten für 3 Abende Tische reserviert und wollten nach der Erfahrung im Buffetrestaurant vom ersten Abend vor Ort gern auch für die restlichen Abende noch Tische haben, aber das konnten wir vergessen! Es war alles voll!
Also: Spa, Massage, Tische… unbedingt schon vorher reservieren. Gerade mit den
À-la-carte-Restaurants macht man definitiv nichts falsch! Selbst Mäkelheinis wie ich finden da überall was zu essen. Das Essen war super lecker und vor allem heiß und man kriegt es serviert. Sehr angenehm. Nur die Getränke muss man dort extra bezahlen, die sind auch nicht in eventuell gebuchten Getränkepaketen enthalten. Aber rückblickend war es mir das wirklich wert! Eine Flasche Wasser, zwei Gläser Wein, da kam man etwa auf 15 Euro, wenn man nicht den übertrieben teuren Wein für 10,90 pro 0,2-Glas genommen hat 😉 Ich glaube ehrlich gesagt, so gut kann ein Pinot Grigio nicht sein, dass ich dafür 11 Euro bezahle, aber gut. Es gab ja Alternativen 😉
Aber wie gesagt, man sitzt in ruhiger Atmosphäre (außer man hat Pech und sitzt am Gang, dann laufen da ne Menge Leute vorbei…), muss nicht zum Buffet laufen und kann aus vier oder fünf Gängen auswählen. Hinterher ist man also genauso vollgefressen, wie in den Buffetrestaurants. Aber wenigstens ist man mit sehr guten Essen vollgefressen 😉
Daneben gibt es dann noch die Spezialitätenrestaurants auf dem Schiff, da muss man aber neben den Getränken auch das Essen noch extra bezahlen. Dort waren wir nicht, aber auch dort hätten wir für die übrigen Abende keinen Tisch mehr bekommen.

Beim Italiener gabs wirklich gute Sachen. Rindercarpaccio, Büffelmozzarella, Safranrisotto, bei einem Gericht waren Jakobsmuscheln dabei, es gab was mit Fisch, was mit Rinderfilet, Ricottacreme… die Speisekarte wechselt offensichtlich, denn ich hab beim googlen eine gefunden, auf der andere Sachen stehen, als wir angeboten bekommen hatten.
Vollgefressen wie wir waren sind wir hinterher in eine Bar auf dem Schiff gegangen, die mit Pub-Atmosphäre geworben hat. Es gab sogar Cider und Guinness. Aber beides hat nicht so gut geschmeckt. Dass Guinness außerhalb von Irland nicht schmeckt hab ich ja schon öfter gehört, aber ich hab das für ein Gerücht gehalten. Offenbar wird aber für den Export irgendwas anders gemacht. Das Bier war viel dünner aber viel bitterer als in Dublin. Und bei Cider ist es wie bei Apfelwein: die eine Sorte schmeckt, die andere nicht so.
Im apub wars trotzdem ganz nett. Voll aber nicht überlaufen. Wir bekamen einen Platz an der Theke, aber auch an einigen Tischen war noch was frei. Die Band die gespielt hat war auch nicht schlecht.

Fuerteventura ist sicherlich noch mal eine Reise wert. Auf den ersten Blick scheint die Insel zwar einfach bloß karg zu sein, aber ich denke das täuscht. Lanzarote war auf den ersten Blick damals auch einfach bloß karg, aber wir haben eine ganze Woche dort verbracht und jeden Tag was neues und abwechslungsreiches gesehen und erlebt.
So ist es sicher auch mit Fuerteventura. Im Norden waren wir jetzt beispielsweise gar nicht. Und auch die Westküste der Insel haben wir gar nicht gesehen. Ein Tag, bzw. 10 Stunden sind natürlich nicht genug. Aber zumindest konnte man einen Eindruck gewinnen und so überlegen, ob man noch mal hin möchte, oder nicht.

Bevor wir heute ins Bett gegangen sind, waren wir sogar schon am Zielhafen angekommen: In Arrecife auf Lanzarote. So weit ist es von Fuerteventura bis dahin ja auch nicht. Und ich hab mich auf eine Nacht mit weniger Schaukelei gefreut 😉

Kreuzfahrt ins Glück – 12.02.2020

Los gehts mit dem Urlaubsbericht von unserer Kreuzfahrt! Ein paar erste Eindrücke konnte man ja schon in den 12 von 12 bekommen, aber für die Erinnerungen will ich das alles noch etwas ausführlicher aufschreiben.

Ich wollte ja unbedingt mal eine Kreuzfahrt machen. Das ist ja so ähnlich wie mit dem Wohnmobil und das fand ich in Schottland ja so toll. Man hat all seinen Krempel dabei und ist jeden Tag woanders, aber man muss nicht immer alles ein- und auspacken, wie man das bei einem Roadtrip mit dem Auto und Airbnb’s oder Pensionen hätte.

Wir sind mit der AIDAnova eine Woche um die Kanaren und nach Madeira gefahren. Von Mittwoch bis Mittwoch. Von Teneriffa nach Teneriffa. Die gleich Route kann man auch von Freitag bis Freitag, von Gran Canaria nach Gran Canaria machen.
Wir hatten eigentlich ganz günstige Flugzeiten. Nicht zuuuu früh, allerdings waren wir dann mittags auf Teneriffa und es war leider nicht genug Zeit, um dort noch was zu unternehmen und anzuschauen. Aber da grad der Anreisetag ja doch aufregend ist, war das schon ok. Es waren genug Eindrücke für den ersten Tag!
Wir hatten alles über Aida gebucht, also war auch der Transfer vom Flughafen zum Schiff dabei und so sind wir also in den Bus eingestiegen und haben uns damit begnügt, Teneriffa durch die Scheibe zu sehen.
Natürlich hätte die Zeit noch gereicht, um sich Santa Cruz den Tenerife anzuschauen, aber wir waren dann doch neugierig aufs Schiff.

Am Schiff angekommen haben wir unsere Bordkarten bekommen, die man dann immer dabei haben muss. Ohne die Karte kommt man nicht mehr aufs Schiff. Beziehungsweise, man kommt sicher trotzdem rauf, aber es kostet einfach mehr Zeit. Und das ist bei bis zu 6.600 Passagieren schlecht. Alles auf dem Schiff ist auf Effizienz getrimmt. Mit der Bordkarte identifiziert man sich, man bezahlt damit überall, egal ob Bordshop oder Bar und muss nicht umständlich mit Geld rumhantieren. Bei dieser Anzahl an Menschen, muss es schnell gehen.
Wenn man aufs Schiff geht, wird ein Foto von einem gemacht, das wird mit der Bordkarte kombiniert, sodass man also nicht mit einer fremden Karte aufs Schiff kann oder etwas bezahlen kann.
Geht man dann vom Schiff, zieht man die Karte durch einen Lesegerät. Für den Mitarbeiter erscheint das Foto auf dem Bildschirm und man ist gebucht als „an Land“. So weiß dass Schiff auch ganz genau, wer noch da ist, und wer nicht. Wenn man dann wieder aufs Schiff will, kommt man ohne die Karte vorzuzeigen gar nicht aufs Hafengelände. Dann muss man vor der Sicherheitskontrolle noch mal vorzeigen, damit man nicht versehentlich am falschen Schiff durch die Kontrolle geht. Dann geht man durch eine Sicherheitsschleuse, wie am Flughafen. Der Rucksack und man selbst wird gescannt und auf verbotene Gegenstände untersucht. Waffen darf man natürlich nicht mitnehmen. Aber auch offene Lebensmittel wie zB frisches Obst darf man nicht mit aufs Schiff nehmen.
Wenn man dann das Schiff betritt, zieht man die Karte wieder durch einen Scanner, der Mitarbeiter sieht, dass Person und Foto übereinstimmen und das Schiff weiß, dass man wieder „an Bord“ ist.

Aber selbst, wenn das Schiff weiß, wie viele und welche Passagiere nicht zurück an Bord sind, fährt es zur angegebenen Zeit ab. Man muss also selbst dafür sorgen, rechtzeitig zurück zu sein.

Beim Bezahlen an Bord funktioniert es genauso: Der Mitarbeiter scannt die Karte mit einem Smartphone. Für den Mitarbeiter erscheint das Foto und dann muss man auf dem Touchpad unterschreiben. Wie beim Paketdienst. Damit spart man sich also das Kleingeldgesuche und durch das Foto ist ausgeschlossen, dass ich mit einer fremden Bordkarte bezahle.
Eigentlich, wie gesagt, effizient und praktisch, aber man verliert auch sehr schnell den Überblick über seine Ausgaben.
Aida ist nämlich keine All-Inclusive-Reederei. Auf dem Schiff hat man Vollpension. Zum Frühstück bekommt man Kaffee, Tee und ein paar Säfte und Smoothies. Cappuccino kostet aber zB extra. Zum Mittag und Abendessen gibt es den Tischwein, Bier, Wasser und Softdrinks dazu. Wenn ich aber einen anderen Wein möchte, oder einen Cocktail, dann kosten diese Getränke ebenfalls extra. Und genauso eben auch an den Bars und in den Cafés. Da muss man alle Getränke extra bezahlen.
Es sei denn, man bucht sich eins der diversen Getränkepakete dazu, die zwischen 10 und 30, je nach Route bis zu 35 Euro pro Tag und pro Person kosten. Wir haben das nicht gemacht, weil im Ernst: Wie viel kann man am Tag schon vertrinken? Vor allem, wenn man ja tagsüber unterwegs und eben nicht auf dem Schiff ist?
Wir haben uns an Land Wasser gekauft, weil das auf dem Schiff einfach unverschämt teuer war (aber das ist ja in allen Hotels so), und ansonsten haben wir auch mal einen Cappuccino oder in der Bar abends ein Bier getrunken. Wir kommen auf ca. 10 Euro pro Person und pro Tag, aber das ist eher sparsam. Nicht bewusst, aber wir waren abends meistens so platt, dass wir nicht mehr lange irgendwo an der Bar gehockt haben, sondern immer einigermaßen pünktlich im Bett waren.

Als ich gestern meine Fotos fertig sortiert hatte und für meine Eltern und ein paar Freunde eine kleine Dia-Show fertig gestellt hatte, ist mir erschreckend bewusst geworden, dass ich so gut wie keine Fotos vom Schiffsinneren gemacht habe. Ich hab nur von der Kabine ein paar Fotos gemacht, aber das wars. Keine Fotos von den Decks, keine Fotos von den Restaurants oder Bars…
Für einen Eindruck vom Schiff, kann ich also nur dieses Video anbieten:

Ich weiß nicht, wieso ich keine Fotos gemacht habe. Normalerweise mach ich immer Fotos von der Hotelanlage, aber auf dem Schiff hab ich das nicht gemacht.
Vermutlich, weil ich nicht restlos begeistert von allem gewesen bin. Ich bin auch heute selbst nicht so sicher, wie ich das ganze nun finden soll 😉

Wir sind also am 12.02.20 auf das Schiff gegangen und haben das natürlich erstmal erkundet. Ich war von der Größe doch etwas überfordert und auf Anhieb hab ich mich nicht so richtig gut zurecht gefunden. Man kommt nicht überall so direkt hin. Wenn zB der Ausgang auf Deck 3 war, dann kam man im hinteren Treppenhaus nur bis Deck 5 und musste dann vorlaufen zum mittleren Treppenhaus, um dort runter zu gehen aufs 3. Deck. Wenn mans weiß, kein Ding. Man muss es aber wissen.
Ich fands jedenfalls alles doch recht verwirrend und ich kann schon verraten, dass sich das bis zum Schluss nicht so richtig gegeben hat. Ich fand das Schiff einfach zu groß und sehr unübersichtlich und ich fand es auch sehr schlecht ausgeschildert.

Wie mir von vielen vorher prophezeit wurde, verläuft sich die Masse an Menschen dort aber tatsächlich recht gut. Ich war wirklich überrascht. Nur beim Essen hat man gemerkt, wie viele Menschen dort an Bord sind.
Essen gehen war echt zum kotzen. Es gibt bei Aida keine festen Tischzeiten. Was auf der einen Seite praktisch ist, weil man total flexibel zwischen 18 und 22 Uhr in einem der fünf Buffet-Restaurants zu Abend essen kann, ist auf der anderen Seite genauso ätzend, weil es egal ist, wann man geht. Wenn man früh geht, ist es voll, wenn man spät geht genauso. Es gibt Leute, die warten um fünf vor 6 vor der Absperrung, um als erste am Buffet zu sein. So wie manche aussahen, sind die um 18 Uhr und noch mal um 21.30 Essen gegangen 😉
In zwei der größeren Buffet-Restaurants gibt es zwei Essenszeiten, um die Leute etwas zu verteilen. Einmal von 18-19.30 Uhr und einmal von 20-21.30 Uhr. Das wussten wir am ersten Abend nicht. Ich weiß nicht, ich glaube wir haben da auch irgendein Einsteigerseminar „Aidanova für Anfänger“ oder so verpasst… Also gingen wir am ersten Abend um 19 Uhr essen und wurden von den Kellnern direkt begrüßt mit „Wir schließen aber in einer halben Stunde.“
Das Essen war okay. Es war nicht heiß, es war mittelmäßig lecker, wenns länger auf den Buffet-Schalen lag war es oben angetrocknet. Es hatte etwas von Kantine. Haben nur noch die Tabletts gefehlt. Für manche Leute wär das wohl auch sehr praktisch gewesen, die sind da teilweise gleich mit zwei Tellern rumgelaufen und haben sie sich vollgeschaufelt.
Eine feste Tischordnung gibt es bei Aida auch nicht, so dass zum Frühstück und zum Abendessen immer erstmal die Sucherei losgeht… das hat mich auch genervt, muss ich zugeben.

Um 21 Uhr mussten wir dann zur obligatorischen Seenotrettungsübung. Das war gleichzeitig eine Evakuierungsübung für das gesamte Schiffspersonal. Für uns Passagiere gabe es dabei im Grunde nichts zu tun. Wir mussten nur auf „unser“ Notsignal warten und zum Sammelpunkt gehen. Im Endeffekt ging es für uns wirklich nur darum, dass wir wissen, wie die Schwimmweste angelegt wird und wo unser Sammelplatz ist. Bei 6.600 Passagieren muss das ja geordnet ablaufen und es gibt mehrere Sammelpunkte an Bord.
Auch hier war die Kommunikation aber ziemlich unklar. Eine Info besagte, dass wir uns im Theater treffen sollten, eine andere Info besagte, dass wir an unsere zugewiesene Sammelstation gehen sollen (was ja viel sinnvoller ist, dann kennt man gleich den Weg).
Nun gut. Wir waren also evakuiert, wir waren satt, wir waren platt und müde. Es waren unglaublich viele Eindrücke an dem Tag und so haben wir um 22 Uhr noch auf dem Balkon gesessen und beim Ablegen zugeschaut und sind dann anschließend ins schaukelnde Bett gegangen.

Ich habe so unfassbar beschissen geschlafen in der ersten Nacht, dass ich am liebsten direkt wieder abgereist wäre. Das Schaukeln hat mich wahnsinnig gemacht, weil es sich im Liegen angefühlt hat, als wär ich besoffen. Speziell in diesem Bruchteil der Sekunde, bevor das Schiff wieder zurück schwankt. Das war ein ziemlich ekliges Gefühl. Noch dazu hat die Kabine leicht geknarzt… Klar, wenn sich so ein Koloss bewegt, dann herrschen da Kräfte, irgendwo muss das Material ja ein wenig nachgeben… und dann knarzt es.
Na ja… Also der Einschiffungstag wurde mit gemischten Gefühlen beendet… ich hab mich zumindest auf den Landgang am nächsten Tag gefreut. Es ging über Nacht nach Fuerteventura. Da war ich vorher noch nicht.

12 von 12 im Februar 2020 – Urlaubsedition

Am 12 eines jeden Monats ruft Caro von „Draußen nur Kännchen“ dazu auf, den Tag mit Fotos zu dokumentieren und 12 davon zu posten. Früher hab ich das öfter gemacht, aber inzwischen mach ich das nur zu besonderen Anlässen. Und wenn ich dran denke. Hier kommt also mein 12. Februar 2020. Eine Urlausedition. Wer sich die anderen Fotos von 12 von 12 anschauen möchte, findet bei Caro die anderen Teilnehmer.

Der Countdown auf meinem Handy zählte doch tatsächlich seit einem Monat die Tage herunter, bis zu unserer Kreuzfahrt ins Glück. So „langfristig“ buchen wir selten 😉 heute ist es also soweit. Der Wecker klingelte früh, schnell Zähne putzen und den Rest einpacken. Der Teddy ist nur ein kurzes Stück bis zur Hundeunterkunft mitgekommen 🙂

Am Flughafen ging es dann beim Check-in ziemlich schnell. Wir haben keine Sitzplätze nebeneinander bekommen. Leider auch wieder nicht am Fenster. Dafür war einer der beiden Sitze am Notausgang. Perfekt für den Namenlosen, der dann endlich mal seine Beine ausstrecken konnte!
Vor der Sicherheitskontrolle noch schnell ein teurer Kaffee (aber zumindest nicht so teuer wie bei Starbucks) und im Flugzeug gab’s dann mitgebrachtes essen. Heutzutage bekommt man ja im Flieger nix mehr und ich bin ehrlich gesagt zu geizig, mir für 5 Euro ein belegtes Brötchen zu kaufen.

Welcome back to Tenerife 🙂 Es ist so schade, dass wir nicht noch einen Tag mehr auf Teneriffa haben. Ich wäre so gern auf den Teide rauf gefahren (natürlich nicht gewandert!) und ich hätte dem Namenlosen so gern die geile Tapaskneipe gezeigt, wo ich essen war… Naja, aber das passt schon.
Im Bus mussten wir noch kurz eine Bestätigung ausfüllen, dass wir in den letzten zwei Wochen nicht in China waren und uns nicht potentiell mit Corona angesteckt haben.

Und dann waren wir endlich am Schiff. Was für ein Riesenkutter! Nach einer ersten Erkundungstour, wo es nette kleine Orientierungsschilder zu entdecken gab, haben wir uns einen Begrüßungsdrink gegönnt und mussten abends nach dem Essen noch zur obligatorischen Seenotrettungsübung.

Ein langer, aufregender Tag!