Can’t get you out of my head

Dienstag, 24. März 2020
Tag 6 im Home Office

Ja, das Wochenende ist vorbei, der Montag war halt ein Montag und die Entspannung ist… na ja nicht dahin, aber Corona ist wieder allgegenwärtig und damit auch eine leichte Unruhe.

Heute morgen haben sie im Radio Marc Friedrich interviewt, der als „Crash-Prophet“ bekannt ist und in einem seiner Sachbücher den Wirtschafts-Crash für spätestens 2023 prognostiziert hat… Der hat also heute morgen, als ich noch im Halbschlaf war, ein worst-case-Szenario gemalt: Rezession, globale Depression, Unterbrechung des Wirtschaftskreislaufs, Deflation, Kollaps und schließlich Währungsreform. Und das ganze würde 5 bis 10 Jahre dauern, weil man einfach immer bei jeder anderen Krise Geld reingesteckt hat und versucht hat alles zu retten. Man hätte Banken auch bankrott gehen lassen müssen, dann hätte man jetzt mehr auf der hohen Kante gehabt und hätte die 5 bis 10 Jahre auf 3 verkürzen können…
Es gab Wirtschaftsexperten, die sich mit seinen Büchern befasst haben und seine Vorhersagen aus 2012 widerlegt haben, aber darum gehts grad nicht. Ich war gerade wach und man hört direkt als erstes das worst-case-Szenario… da gehen direkt die Gedanken wieder los und man wacht direkt mit Unruhe auf.

Dann wusste ich gar nicht, welcher Tag heute ist. Dadurch dass ich jetzt so lange nicht mehr draußen war, ist mein Zeitgefühl komplett verloren gegangen. Gestern Abend wusste ich schon nicht mehr, welcher Tag ist, und ob ich den Wecker anmachen muss oder nicht… Mir wär als wäre Samstag und auch heute morgen war ich dann verwirrt, dass der Wecker anging. Ich war überzeugt, dass es Sonntag wär…
Vielleicht ist es nicht verkehrt, dass ich nachher vor die Tür muss um einkaufen zu gehen. Mal ein bisschen in die Realität zurück kommen!

Die Arbeitsrealtität ist dafür ganz gut angelaufen heute. Ich habe einen neuen, sauberen Pulli an und ich bin geschminkt. Ich gehe davon aus, dass wir das Mitarbeitergespräch nicht per Video machen, aber egal. Dann seh ich zumindest zum Einkaufen später nicht aus, wie der Tod auf Latschen 😉
Jetzt werde ich meine to-do-Liste für heute abarbeiten und dann vielleicht auch etwas früher Feierabend machen und einkaufen fahren, dann kann ich länger in der Sonne stehen und auf Einlass warten 😉

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und denkt nicht so viel über Corona nach. Lest lieber ein Schnulzbuch, da kann man sich so schön wegtragträumen… Zumindest mal eine Woche lang, wenn man nicht zu schnell und nicht zu viel liest 😉

ABC im November 2019

A wie audiobook
Ich bin inzwischen echt auf den Geschmack von Hörbüchern gekommen. Und in letzter Zeit auch auf den Geschmack von englischen Hörbüchern. Wieso hab ich das nicht schon früher gemacht? Der nächste Schritt wäre dann jetzt wohl, auch mal Serien/Filme auf englisch zu schauen.

B wie Banane
Im Frühjahr haben wir überlegt, dass wir uns ruhig mal ein paar Pflanzen auf den Balkon stellen können. Da wir aber Nordseite haben, geht da auch nicht alles. Meine Tomaten zB waren nicht richtig geschmackvoll, obwohl es kleine Cherrytomaten waren. Aber die Sonne hat da wohl nicht ausgereicht.
Jedenfalls haben wir Bananenpflanzen gekauft, weil der Mieter über uns welche hat und die so schön aussehen und man gleich ein bisschen Urlaubsgefühl hat. Wir haben aber eine kleinere Sorte als er, was uns jetzt aber zugute kam, als wir die Töpfe ins Wohnzimmer geschleift haben. Mal schauen, ob sie den Winter bei uns überleben. Bei uns müssen Pflanzen hart im nehmen sein 😉

C wie Chemotherapie
Mein Stiefvater hat Lungenkrebs. Wir haben die Diagnose vor ungefähr 3 Monaten bekommen. Inzwischen ist er operiert worden und bekommt jetzt Chemo. Jetzt sind seine Leukozytenwerte total im Keller und er muss aufpassen, dass er nicht krank wird… oh man… ich hoffe so sehr, dass er alles gut übersteht!

D wie dunkel
Die Zeitumstellung vertrage ich dieses mal relativ gut. Wahrscheinlich, weil ich jetzt quasi wieder in der „Dublin-Zeit“ bin 😉 Aber dass es um 17 Uhr schon dunkel wird, ist nicht so schön. Und auch morgens ist es jeden Tag etwas dunkler, wenn ich zur Arbeit fahre. Ich sollte mal wieder anfangen, Kerzen anzuzünden, dann ist die dunkle Zeit gleich viel gemütlicher.

E wie Ergebnisse
Die Prüfungsergebnisse sind noch nicht da. Als ich in Dublin war, hab ich kaum daran gedacht. Aber jetzt, wo ich zurück bin, bin ich hibbelig und will jetzt endlich wissen, ob ich mich auf die mündliche oder die erneute schriftliche Prüfung vorbereiten muss…
Geplant sind die Ergebnisse in etwa 1,5 Wochen. Gesagt hab ich aber allen, dass sie erst Ende November kommen. Dann kann ich zwei Wochen still leiden, bevor ich es allen sagen muss…

F wie Freunde zum Altwerden
Letztens waren wir wieder bei den Burger-Freunden zur Geburtstagsfeier eingeladen. Es ist echt immer sooo unglaublich lustig mit denen und ich möchte sie in meinem Leben nicht mehr missen! Und sie uns auch nicht. Am nächsten Tag haben sie sich für den schönen Abend bedankt und gesagt, dass sie mit uns alt werden wollen 🙂

G wie Gesicht
Ich hab schon mal erzählt, dass man in meinem Gesicht lesen kann, wie in einem offenen Buch… ich krieg das auch nicht unter Kontrolle, ich seh mich ja nicht… Manchmal glaube ich aber, dass ich einfach ein blödes Gesicht mache, wenn ich konzentriert bin. Eine Lehrerin in der Schule hat damals schon immer gesagt, ich würde immer so böse gucken. Gut, ich mochte sie auch nicht, also vielleicht hat sie also einfach nur gesehen, was ich gefühlt habe 😉 Aber trotzdem glaube ich, dass mein Gesichtsausdruck im konzentrierten, gelangweilten, angestrengten oder auch entspannten Zustand immer genervt aussieht. Ein sogenanntes resting bitch face. Ja, ich musste das auch erstmal googlen 😉

H wie Hundepups
Unser Hund wird jetzt alt… Letztes Jahr mussten wir sie ja operieren lassen, weil sie einen Knoten an einer Zitze hatte… Tja… jetzt hat sie einen Knubbel an der Seite. Könnte ein Fetteinschluss sein. Könnte aber auch ein neuer Knoten sein. Wir werden es mal beobachten, ob es größer wird.

I wie Inselhüpfen
Der Wohnmobil-Urlaub in Schottland war einer der schönsten, den ich je gemacht habe. Ich will das auch noch in Irland, Island und Skandinavien machen. Da müssen wir erstmal rausfinden, ob man da mit dem WoMo frei stehen kann, wie in Schottland. Aber nichtsdestotrotz will ich auch unbedingt noch mal mit dem WoMo nach Schottland und die verschiedenen Inseln besuchen.

J wie Jobsuche
Läuft wieder.

K wie Klassentreffen
Vor vier Wochen oder so hatte ich in unserer Bibu-Whatsapp-Gruppe gefragt, ob wir nicht noch ein „Klassentreffen“ machen wollen, bevor die Ergebnisse da sind. von 22 Leuten haben sich 5 zurück gemeldet… und zwei von den 5 sind die Mädels aus meiner Lerngruppe. Zwei von den restlichen 3 hatten zugesagt, aber am Wochenende abgesagt.
Tja… also das wars dann wohl. Ich renn den Leuten nicht hinterher. Ich finds aber trotzdem schade. Zwei Jahre lang reden alle davon, wie toll unser Zusammenhalt in der Gruppe ist und dass wir unbedingt einen Stammtisch hinterher machen müssen. Ja, so viel also dazu.
Dann gehen meine Lernmädels und ich eben allein weg!

L wie lernfaul
Seit der Prüfung hab ich jetzt echt nichts mehr gemacht. Ich habe nichts für die Präsentation in der mündlichen Prüfung vorbereitet, nichts mehr gelernt… Weil ich ja noch nicht weiß, ob ich zur mündlichen zugelassen bin. Aber eigentlich ist es fatal, weil zwischen Ergebnissen und mündlicher Prüfung ist nicht mehr soooo viel Zeit. Warum sollte man sich also eigentlich diesen Druck machen?? Aber wenn ich sowieso nicht zugelassen bin? Tja, dann hätte ich trotzdem schon was machen können, weil ich es ja dann im Frühjahr noch mal versuche.

M wie müde
Auch wenn mir die Zeitumstellung dieses Mal nicht so sehr zu schaffen macht, fühle ich mich trotzdem jeden Abend wie erschlagen. Auf der Couch fallen mir die Augen zu und manchmal komme ich dann gar nicht mehr richtig zu mir. Das muss an der Dunkelheit liegen, denn tagsüber gehts.

N wie Nein!
Memo an mich: Ich werde mich nicht einmischen, solange ich nicht nach Hilfe gefragt werde!
Der schwule Kollege ist krank. Der, der hier immer alles irgendwie reißt und sich um alles kümmert. Der leider das meiste von dem abgefangen hat, seit ich mich raushalte. Jetzt ist er krank und ich muss mich zusammenreißen, dass ich nicht in alte Gewohnheiten verfalle. Ich hab spaßeshalber mal geschaut, was so anliegt… zwei E-Mails hab ich gelesen und mich gefragt, wieso… hätten die richtig gelesen, hätte das schon erledigt sein können.
Aber nein, solange ich nicht um Hilfe gebeten werde, mische ich mich nicht ein!

O wie Overlock
Ich hab jetzt wirklich wirklich lange nicht genäht. Ich würde schon mal gern wieder, aber ich trau mich nicht, was anzufangen, weil ich weiß, dass ich eigentlich ganz andere Sachen machen müsste. Präsentation für die mündliche Prüfung vorbereiten. Lernen, damit mein Wissen nicht in den hintersten Ecken meines Gehirns verschwindet…
Ich hatte gesagt, dass ich mir, wenn ich bestanden habe, eine Overlock-Nähmaschine schenke. Als Belohnung. Irgendwann bin ich aber dazu übergegangen zu sagen, dass ich mich mit einer belohne, auch wenn ich nicht bestanden habe. Allerdings… wenn ich nicht bestanden habe, werde ich wohl auch erstmal nicht nähen, weil ich dann für die nächste Prüfung lernen muss…
Oh man, ich will es jetzt endlich wissen!!!!!

P wie Pssst
Ich hätt so gern Stille um mich rum… Aber solange ich mich nicht selbstständig mache und in einem kleinen Kämmerlein allein vor mich hin arbeiten kann, wird mir das wohl nie vergönnt sein…

Q wie Quitte
Ich hab einen neuen Lieblingsapfelwein. Bisher mochte ich am liebsten den Rosé-Apfelwein, der mit Johannisbeere versetzt ist. Aber jetzt wo ich den mit Quitte kenne, finde ich den Rosé viel zu süß!

R wie Rauchentwöhnung
Ich hätte ja gern, dass der Namenlose aufhört zu rauchen. Aber er will das eigentlich nicht. Also kann ich da nicht viel machen. Als mein Stiefvater die Krebsdiagnose bekommen hat, war er natürlich gleich sehr sensibilisiert, aber inzwischen hat sich das auch wieder gelegt… :-/

S wie Selbstbewusstsein
Letztens ist mir der Unterschied zwischen meinen Kollegen und mir aufgefallen: Wenn auf der Arbeit irgendwas ist, wenn zB. einer anruft und einen Fehler meldet, dann suche ich als allererstes bei mir. Mein Kollege nicht, der geht mal selbstbewusst davon aus, dass die Lieferung, auf der aufbauend er was bearbeitet hat, fehlerhaft gewesen sein muss. Der zieht überhaupt nicht in Betracht, dass er was falsch gemacht haben könnte.
Diese Einstellung sollte ich mir auch mal aneignen.

T wie Tannenbaum
Weihnachten nähert sich mit großen Schritten. Wir werden dieses Jahr wieder bei uns sein und es uns hier gemütlich machen. Heiligabend sind wir dann wieder beim Vater vom Namenlosen, hoffentlich kocht er was Leckeres 😉 Auf jeden Fall wird das wieder ein sehr entspannter Abend, abgesehen von der komischen Freundin von ihm. Das ist so eine, die immer alles besser weiß und irgendwie sone blöde Art hat, dass ich einfach nicht widerspreche. Es ist einfach entspannter, wenn man der einfach zustimmt und sich seinen Teil denkt. Die bringt nämlich sonst einfach nur Totschlagargumente, gegen die man sowieso nicht ankommt. Die Nerven kann ich mir gleich sparen und trink lieber einen großen Schluck Wein, statt zu reagieren 😉

U wie Unternehmenskultur
Jetzt hat es mal ein Bauernopfer gegeben. Bei uns ist jemand fristlos wegen Arbeitszeitenbetrug entlassen worden. Nicht in meinem unmittelbaren Umfeld, aber in der Firma. Bekannt wurde es, weil der Betriebsrat das als Anlass gesehen hat, die „Unternehmenskultur“ in Frage zu stellen. Kollegen haben per Hand aufgeschrieben, wann derjenige gekommen und gegangen ist. Offenbar war denen mal auffällig geworden, dass er spät kommt und früh geht und haben sich gefragt, wie das funktioniert, dass er dann trotzdem Gleittage nehmen kann, oder freitags noch früher gehen kann.
Ja, petzen ist irgendwie Kindergarten und jemanden in die Pfanne hauen ist auch nicht die feine Art. Aber ich muss ehrlich sagen, ich stelle in der Sache trotzdem lieber die Einstellung des Zeitbetrügers in Frage und nicht die Einstellung der Petzer.
Wir haben keine Stechuhren, aber auch keine Vertrauensarbeitszeit. Wir müssen unseren Zeiten selbst im System eintragen, und da sind schnell mal 5 oder 10 Minuten mehr eingetragen. Ich finde es also viel schlimmer, dass man seine Zeit bescheißt, als dass man petzt. Was ist das für ein Mensch, der offenbar ohne schlechtes Gewissen seine Pflichten als Arbeitnehmer nicht erfüllt? Spät kommt, früh geht, Gleittage nimmt, trotzdem bezahlt wird und andere die Arbeit für ihn mit machen? Welche Kultur ist denn das bitte?

V wie Vierzig
Die Zeit rennt, wir werden langsam doch älter. Unglaublich, aber wahr. Jetzt gabs im Freundeskreis schon mehrmals die 40 zu feiern. Zu meinem 40. will ich eine Harry Potter Überraschungsparty 😀 Die Vorbereitungszeit ist ja lang genug und ich hab das auch schon kundgetan 😉 Jetzt muss ich das nur noch bis dahin wieder vergessen 😉

W wie was wäre wenn…?
Das ist eins meiner „Lieblingsspiele“. Stundenlang können sich meine Gedanken um hypothetische Sachen drehen. Was wäre, wenn… …ich damals nicht dieses Studium angefangen hätte? …ich damals in der S-Bahn sitzen geblieben wäre? …ich mich damals gegen den Umzug entschieden hätte? …ich mich für die andere Ausbildung entschieden hätte?
Manchmal wüsste ich gern, ob es doch Paralleluniversen gibt, in denen es alternative Realitäten gibt. Wo wäre ich? Und wer wäre ich dann heute?

X wie X
10 Jahre bin ich jetzt schon in dieser Firma und im Großen und Ganzen ist es schon ok hier. Ich mag halt meine Kollegen nicht so… Ich hoffe einfach, dass ich bald woanders unterkomme. Was hier mich am meisten stört, ist die Einstellung der meisten Leute. Schon in der Ausbildung wurde mir gesagt, ich solle langsamer arbeiten, sonst hätte ich ja nachmittags nichts mehr zu tun. Und diese Einstellung wird jedem Ausbildungsjahrgang aufs neue vermittelt. Daher wird sich hier niemals was ändern. Ich kann diese Einstellung nicht leiden. Das ist doch nichts, worauf man am Ende des Tages stolz sein kann…

Y wie why?
Das ist doch die ganz große Frage im Leben. Warum? Ich will gar nicht zu philosophisch werden, aber man fragt sich doch oft nach dem Warum, ich zumindest, auch wenn ich weiß, dass es keine Antwort gibt. Ich suche trotzdem immer nach einem Grund, nach einer Erklärung, warum die Dinge so gekommen sind, wie sie gekommen sind. Irgendwann gebe ich mich zufrieden und nehme es als gegeben hin und hinterfrage nicht mehr. Bis ein Kamel das Gras abfrisst, das gewachsen ist.
Es gibt keine Antwort. Höchstens: Darum. Weil das Leben so ist. Gläubige Menschen sagen wohl, weil Gott es so wollte und sie sind mit dieser Antwort zufrieden. Manchmal frage ich mich, ob gläubige Menschen glücklicher sind, weil sie immer jemanden verantwortlich machen können. Manche Sachen sind einfach so unglaublich (egal ob positiv oder negativ), dann frage ich mich, ob da vielleicht doch jemand ist, der die Strippen zieht. Der entscheidet, dass einem dieses widerfährt und jenes nicht.

Z wie Zahlen
Zurück zu was rationalem: Ich arbeite in der Buchhaltung und ich bin hier genau richtig. Ich liebe Zahlen, ich will immer, dass alles stimmt, ich bin in vielen Sachen ziemlich pedantisch. Eigentlich will ich, dass in den M&M’s-Tüten von jeder Farbe gleich viel drin sind… Ich zähle Stufen, Schritte, Güterzugwaggons, Brückenpfeiler, Besteck beim Spülmaschine ausräumen… und das mach ich schon seit ich denken kann. Ich konnte schon im Kindergarten bis 100 zählen, weil ich immer wissen wollte, welche Zahl danach kommt. System verstanden, also ging das zählen immer weiter. Tja, seit dem lassen mich Zahlen nicht mehr los.

Mandarinen pflücken – 17.04.2019

Für heute war auch gar nicht so viel geplant. Dem Namenlosen ging es nicht so richtig gut, der hatte sich scheinbar irgendwo eine Erkältung eingefangen. Vermutlich im Flieger, es war nämlich wirklich richtig kalt auf dem Hinflug. Oder als wir in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken haben, da war es nämlich auch ganz schön windig und frisch im Schatten und er hatte keine Jacke an… Tztztz…

Wie auch immer. Wir fuhren einfach mal drauf los. Auf der Liste standen Caches an einer Bucht, an einer ehemalige Schule und an einer ehemaligen Ferienanlage.
Los gings Richtung Bucht in Cala Pi. Weil der Namenlose wieder ohne Navi fahren wollte, sind wir erstmal durch El Arenal gefahren. Eieiei… Hat mich ein bisschen an Los Christianos auf Teneriffa erinnert. Enge Straßen, hohe Häuser, unten Geschäfte oder Cafés oben Balkons. Irgendwann kamen wir raus aus dem Ort und es ging weiter. Immer mal wieder sind wir in einen der kleinen Küstenorte abgebogen um zu gucken. Überall wird da gebaut und wahrscheinlich werden das auch alles mal Ferienfinkas oder Hotelanlagen.

In Puigderrós haben wir uns auf einem noch unbebauten Grundstück an die Steilküste gesetzt und die warme Sonne genossen bevor wir dann weiter gefahren sind nach Cala Pi, wo ein Cache versprach, dass wir dort einen der schönsten Ankerplätze auf ganz Mallorca finden sollen. Und es sah auch wirklich ganz hübsch aus da. Wir ließen uns ein bisschen im Sand nieder und hörten zu, wie das Wasser sacht ans Ufer plätscherte. Wir beobachteten Leute, wie sie versucht haben möglichst perfekte Fotos zu machen. Aus den unmöglichsten Winkeln und in den unentspanntestens Posen. Wir haben ihnen mal einen Instagram-Account unterstellt, der noch ein paar Likes braucht 😉 Ach schlimm unsere Lästereien… Ich will ja schließlich auch schöne Fotos und keine schiefen und unscharfen Schnappschüsse 😉
Weiter gings danach Richtung Campos zu einer ehemaligen Schule, die später in ein Restaurant umgebaut wurde, aber jetzt leer steht. Apropos Restaurant, wir bekamen Hunger! Da wir schon mal in der Nähe waren, fuhren wir nach Ses Salines, wo wir vor drei Jahren schon mal gut gegessen hatten. Und was soll ich sagen?! Da standen Orangenbäume an den Straßen!!
Zuerst wollten wir dort in das gleiche Restaurant wie vor drei Jahren, dann haben wir aber überlegt, dass wir doch auch mal was neues probieren könnten und setzten uns in eine andere kleine Tapas Bar. Da aber niemand kam, um zu fragen, was wir essen wollen (wir waren uns auch nicht sicher, ob das überhaupt offen war. Drinnen war niemand zu sehen) sind wir dann doch wieder in das Restaurant von vor drei Jahren gegangen.
Dem Namenlosen gings dann richtig kacke und so sind wir anschließend wieder zurück zum Hotel gefahren, nicht ohne vorher zwei Früchte vom Baum zu pflücken. Es waren zwar keine Orangen, sondern Mandarinen, aber die waren sooooooowas von sauer… kein Wunder, dass die da einfach so rumstanden und nicht abgeerntet waren. 😀
Statt das saure Vitamin C zu essen ist der Namenlose dann lieber in die Apotheke gegangen, weil ich in meiner Reiseapotheke mal wieder alles hatte, außer das, was er brauchte bzw. wollte: Ibu oder Aspirin Complex. Tja… so ist es doch immer. Den restlichen Tag habe ich lesend, der Namenlose schlafend, verbracht. War auch mal ganz schön und das Buch war ohnehin sehr spannend.

Jahresrückblick-Stöckchen 2018

Auch für 2018 gibt es den alljährlichen Jahresrückblick.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2019! Lasst das alte Jahr Revue passieren und kommt zur Ruhe. Es ist wie es ist, mit allen positiven und negativen Erfahrungen,die euch zu dem Menschen machen, der ihr seid. Und wenn euch etwas nicht gefällt, dann ist das neue Jahr ein guter Zeitpunkt, um Veränderungen anzugehen. Macht, was euch gut tut und haltet euch fern von dem, was euch nicht weiter bringt. Klingt so einfach. Ist es aber nicht, ich weiß. In diesem Sinne: wir strengen uns an 😉

Zugenommen oder abgenommen?
Ich glaube, auch wenn mir alle meine Klamotten noch passen, habe ich ganz schön zugenommen. Insgesamt ernähren wir uns zwar schon gesund. Essen Obst und Gemüse, kochen mindestens 5x die Woche frisch, würde ich sagen. Aber natürlich kochen wir nicht nur kalorien-/fettarm. Im Sommer essen wir viel Salat, dazu Pute oder Hähnchen, aber es gibt eben auch Nudeln, Soßen mit Sahne und auch deftiges Essen und klar gibts auch mal Döner, Pizza, Chips und Co 😉 Es fehlt definitiv die Bewegung um die Kalorienzufuhr irgendwie auszugleichen. Die Jeans sind enger als letztes Jahr, auch Oberteile kaufe ich manchmal doch lieber eine Nummer größer… Aber zumindest war ich jetzt im Dezember 3 Kilo leichter als im Mai. Meine Schwester hat nämlich ne Waage 😉

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr. Ich hab ja auch keine Zeit viel auszugeben 😉 Wobei ich in den letzten zwei Monaten doch ganz schön auf dem Shoppingtrip war. Ein kleiner Anfall von „Ich hab nix zum anziehen!“ und Kleidungsstiländerung um irgendwie an meiner Ausstrahlung zu arbeiten.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht war es ein bisschen hirnrissig alleine in den Urlaub zu fahren. Als ich angekommen war, hab ich jedenfalls ziemlich schnell nach Rückflügen gegoogelt, aber im Nachhinein war es doch ganz schön und gar nicht so hirnrissig.

Schlimmstes Ereignis?
Mit Udo liegen zu bleiben. Ich muss gestehen, dass das mein Vertrauen in das Auto etwas erschüttert hat… Auch wenn ich weiß, dass das jetzt repariert ist, hab ich immer noch ein leicht unwohles Gefühl, besonders dann, wenn er irgendwelche Geräusche macht, die mir neu sind. Also… das wird keine große Liebe mehr zwischen uns…

Schönstes Ereignis?
– meine langjährige Freundin zum ersten mal zu treffen
Paragliden in Südtirol

Die gefährlichste Unternehmung?
Autofahren auf Teneriffa
– Paragliden in Südtirol

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Meine Urlaube, wenn man das als Anschaffung betrachten möchte. Aber das war mir egal. Ich bin sonst so sparsam!

Das leckerste Essen?
Die rote Mojo in San Antonio war einfach der Hammer und die Schlutzkrapfen und Strauben in Südtirol waren auch soooooo lecker!

Das beeindruckendste Buch?
Ich hab auch dieses Jahr meine Leselisten weiter geführt. Die Geschichte der Bienen war tatsächlich beeindruckend. Nicht weil das Buch irgendwie wahnsinnig herausragend wäre, aber das muss man sich mal überlegen: In China werden Obstbäume per Hand bestäubt, weil es keine Bienen mehr gibt…

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– aber gefühlt mit dem dem Bibu-Kurs

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– aber auch mit dem Bibu-Kurs 😉

Die größte Veränderung des Jahres?
Ich glaube ich habe mich dieses Jahr gar nicht so verändert. Zumindest nicht optisch offensichtlich. Und innerlich… na ich hoffe, dass die Veränderung noch kommt. Dass ich mich vielleicht selbst besser akzeptieren kann. Dass ich selbstbewusster auftreten kann…

2018 zum ersten Mal getan?
– alleine im Urlaub gewesen und das auch noch auf Teneriffa, wo ich vorher auch noch nicht war und da bin ich auch noch zum ersten mal im Ausland Auto gefahren
– in Südtirol gewesen
– Paragliding

2018 nach langer Zeit wieder getan?
2018 bin ich mal wieder auf die hirnrissige (das hätte vielleicht auch gut oben hingepasst) Idee gekommen meine Gitarre rauszukramen. Irgendwie war ich der Meinung, ich bräuchte einen Ausgleich zum Bibu-Lernen 😉 Aber ich hab das nach kurzer Zeit direkt wieder aufgegeben, weil ich mich nicht traue zu spielen, wenn mich jemand hören könnte 😉

2018 leider gar nicht getan?
Den Job gewechselt. Aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich mir gesagt habe, dass es nun erstmal zu spät ist. Mit dem Lernpensum, das ich noch habe, wollte ich mir irgendwann nicht mehr zumuten, mich in einen neuen Job und ein neues Team einzufinden. Also akzeptiere ich die Situation wie sie ist und nutze die Zeit, in der ich sonst aus dem Fenster schauen würde, zum lernen.

Wort des Jahres?
Immer noch und noch mehr als 2017: Bilanzbuchhalter. Dieser Lehrgang bestimmt derzeit tatsächlich mein Leben. Meinen Urlaub, meine Familienbesuche und meine sozialen Kontakte richte ich komplett danach aus. Wer damit nicht umgehen kann… tja… ehrlich gesagt, für den tut es mir leid, aber der Lehrgang ist absolut Prio 1. Alles andere steht erstmal hinten an.
Es gibt ein paar Leute, die das verstehen können. Meine Hochzeitsfreundin sagt auch immer, dass sie das versteht, aber ich glaube sie ist eigentlich beleidigt. Immer kommen so kleine Spitzen. Jetzt ist sie ja das zweite mal schwanger und ja, es war bestimmt schon 6 Wochen her, dass wir uns das letzte mal gesehen hatten… aber wir haben uns vorher auch nicht ständig getroffen. Als wir jetzt eine Verabredung zum Brunch nach Weihnachten ausgemacht hatten, kam direkt ein „Schade, dass es nicht früher klappt“ und „du erkennst mich bestimmt gar nicht wieder“ zurück.

Erkenntnis des Jahres?
Dass ich mich mögen muss… Und dass meine Mutter genauso wenig gewollt war, wie ich.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Streit mit dem dynamischen Dozenten-Duo in unserem Lehrgang
– die Lautstärke im Büro
– vorgeschobene Gründe um nicht mit uns Silvester zu feiern. So wirkt es zumindest…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich einen Vertreter brauche. Und das habe ich geschafft. Auf einmal ging das… 2019 bin ich zu zwei Abschlüssen definitiv nicht da. Und ich wäre auch gern mal zu noch mehr Abschlüssen nicht da, weil ich gern auch mal meinen Urlaub so ausrichten würde, wie es mir passt… Und vielleicht wär ich dann irgendwann gern auch gar nicht mehr da 😉

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaube die Westernhagen-Konzertkarten sind super angekommen 🙂

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe mir selbst Ed-Sheeran-Karten für 2019 geschenkt 😉

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung… Es war schön, von der IHK-Tante bestätigt zu bekommen, dass alle Dozenten uns super finden, und dass wir eine tolle Lehrgangsgemeinschaft sind. Und es war schön von fast allen Dozenten zu hören, dass wir die Prüfung schon schaffen werden.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ach Gott, ich hab so viel gesagt…

2018 war mit einem Wort?
Lernreich

Leseliste 4. Quartal 2018

Unterleuten von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Mein erster Gedanke war, was bildet sich diese Trulla aus Bonn eigentlich ein, über Brandenburger zu schreiben? Denn immer wenn es um das Ost-West-Thema geht, fühle ich mich schnell angegriffen und stigamtisiert. Und was zu meinem Stigma-Gefühl hinzu kommt: Ich bin nicht nur aus dem Osten, ich bin aus Brandenburg. Ja, ich kenne das Lied „Brandenburg“. Jeder Brandenburger kennt es, glaubt mir. Und jeder Brandenburger ist es leid, dass das das einzige ist, was man zu hören bekommt, wenn man sagt, dass man aus Brandenburg ist…
So, also ich dachte, was bildet die sich ein, über Brandenburger zu schreiben? Bis ich dann herausgefunden habe, dass Juli Zeh in Brandenburg lebt. Ok. Gut. Dann zieht sie sich ja nicht alles aus den Fingern. Es soll also ein Gesellschaftsroman 20 Jahre nach dem Mauerfall sein. Es geht um Wessis, die im Osten wohnen, um Ossis, die mit den neuen Dorfmitbewohnern aus dem Westen auskommen müssen… ich verstehe, dass Brandenburg sich da anbietet, weil nun mal Berlin mittendrin liegt.

Also, um aber mal zum Buch zu kommen… es hatte ja ziemlich gute Kritiken überall, wurde doch ganz schön gehypt, Spiegel Bestseller… ich hatte schon mit Leere Herzen so meine Probleme und ich fand auch Unterleuten jetzt nicht so den Brüller. Vielleicht, weil ich mich permanent als dummer Brandenburger Ossi dargestellt fühle, der noch der guten alten Kommunistenzeit hinterher trauert.
Ich weiß, dass das im Grunde einfach mein Problem ist, dass ich mich bei sowas so schnell persönlich angegriffen fühle, aber ich weiß auch nicht, was ich dagegen tun soll. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einige Leute kenne, die genau in das Klischee vom „Früher war alles besser!“-Ossi, der sich nicht davon lösen kann, passen.
Aber auch so: Ich bin kein Fan von Juli Zeh. Ich mag ihre nüchterne Art zu schreiben nicht. Ich hatte bei Leere Herzen immer nur graue und wenig ausgeformte Bilder im Kopf. Und auch hier, obwohl ich bei Unterleuten in Farbe gedacht habe, waren es doch erstaunlich wenig Bilder, die sich beim Lesen formiert haben und das finde ich eigentlich schade. Das ist ja das, was Lesen für mich ausmacht.

Zeit im Wind von Nicholas Sparks

Es ist das letzte Highschool-Jahr für den draufgängerischen, überall beliebten Landon, als er sich beim Schulball notgedrungen mit der Außenseiterin Jamie arrangieren muss. Vollkommen überraschend aber wandelt sich Landons anfängliche Herablassung Jamie gegenüber, sobald er sie näher kennenlernt, und eine zarte erste Liebe erwächst. Allzu schnell ziehen Schatten über dem jungen Glück auf, als Jamie Landon ihr lang gehütetes erschütterndes Geheimnis preisgibt. Er wehrt sich mit allen Mitteln gegen das scheinbar Unabwendbare: Er ist bereit, alles für seine große Liebe zu tun.

Was ne Schnulze 😉 Aber ganz ok für zwischendurch. Ganz ok, wenn man einschlafen will, nachdem man sich aufgeregt hat und sich nachts um halb 2 immer noch die Gedanken im Kopf überschlagen.

The girl before von JP Delaney

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches. Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Auch wenn jedes Kapitel mit „damals“ oder „heute“ überschrieben war, fiel es mir doch schwer zu unterscheiden, bei welcher Person ich mich gerade befinde. Aber so sollte es wohl auch sein. Die Grundstory war ganz interessant, die Geschichte baut sich gut auf und löst sich nach und nach auf. Das Ende war überraschend und mal wieder hab ich vorher nichts gemerkt 😉 Ein ganz guter Krimi für zwischendurch.

Die Opfer die man bringt von Hjorth & Rosenfeldt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun? Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.

Mein Lieblingsarschloch Sebastian Bergmann!! Ich hab zwar nach dem letzten Band gesagt, dass es eigentlich reicht, aber als ich wusste, dass es doch einen weiteren Band geben wird, habe ich doch drauf hingefiebert. Über ein Jahr musste ich auf die Fortsetzung warten und normalerweise hätte ich das Buch jetzt auch noch gar nicht, weil ich eigentlich zu geizig für Hardcover bin 😉 Ich hätte mir das Buch eigentlich, wie die anderen alle, als Taschenbuch für 3 oder 4 Euro auf ebay geschossen… aber der Weihnachtsmann kam mir zuvor 😀
Ich weiß nicht, ob ich es dieses Jahr noch schaffe, aber ich strenge mich an.
Im vorherigen Band haben sich ja die Einzelschicksale des Teams zugespitzt und jetzt bin ich einfach gespannt, wie es weiter geht!

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Zusätzlich zu diesem recht schwachen Lesequartal habe ich Blinkist entdeckt. Blinkist ist eine App (bzw. es geht auch am PC), in der Sachbücher so zusammengefasst sind, dass man sie in durchschnittlich 15 Minuten lesen kann. Oftmals ist es ja so, dass Sachbücher ellenlange Ausführungen beinhalten, die sich tatsächlich auf wenige Kernaussagen runterbrechen lassen.
In der kostenlosen Basismitgliedschaft kann man jeden Tag ein zufälliges Blink (so heißen die zusammengefassten Bücher) lesen. Wenn man sich anmeldet, hat man zu Beginn 24h lang einen kostenlosen Premium-Zugriff und man hat in der Zeit Zugriff auf alle Bücher und kann so viel lesen, wie man in 24h schafft 😉 Der Premium-Testzugang läuft dann ab, man ist danach Basis-Mitglied und es entstehen keine Kosten, man hat kein Abo an der Backe oder so. Man muss nicht mal seine E-Mail-Adresse verifizieren, wenn man nicht will. Die App funktioniert trotzdem.
Ich finds echt gut, es ist alles gut leserlich und kurz und knackig zusammengefasst. Aufgrund meiner persönlichen Situation habe ich direkt mal ein paar Bücher gelesen, in denen es um Selbstfindung und so geht Sowas wie „Am Arsch vorbei führt auch ein Weg“ und sowas 😉 Falls ihr das interessant findet, und wenn ihr euch über den Link da oben registriert bekomme ich übrigens 7 Tage kostenlosen Premiumtarif 😉 Vielen Dank 😉

Leseliste 3. Quartal 2018

Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes

Einmal angenommen …

… dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher …

Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?

Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Das war jetzt das vierte Buch von Jojo Moyes und ich muss sagen, ich mag sie. Beim Lesen hab ich ganz starke Bilder vor Augen, wie ein Film. So mag ich Bücher. Und so plastisch schafft das nicht jeder Autor.
Die Geschichte ist gar nicht so besonders. Sie ist nett. Glaub ans Gute und tu Gutes und dir passiert Gutes. Eigentlich passiert gar nicht so viel, die Geschichte spielt sich in einem kurzen Zeitrahmen ab, es sind einfach die Charaktere und ihre Erzählweise, die es so sympathisch machen. Und die mich wirklich packen. Ich war total geschockt und musste fast heulen, als… ich verrate nix 😉
Es ist definitiv was leichtes für zwischendurch, wenn man mal abschalten will und sich in eine heile Welt flüchten will.

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Für den Müßiggänger Dorian Gray wird der ewige Menschheitstraum wahr: Er kann nicht altern. Stattdessen altert sein gemaltes Porträt. Sein Aussehen ebnet ihm den gesellschaftlichen Erfolg, Jahr ums Jahr zieht ins Land, aber Dorian Gray bleibt der begehrenswerte, blendend aussehende Jüngling. Während er immer maßloser und grausamer wird, bleibt sein Äußeres jung und makellos schön. Nur der Maler seines Bildes schöpft Verdacht, zu wunderlich scheint ihm Grays‘ Alterslosigkeit. Das Geheimnis droht entdeckt zu werden.

Puh, also die Grundidee von Dorian Gray kannte ich, aber es war sehr anstrengend zu lesen. Es zieht sich wie Kaugummi hin, wenn er sich mit Lord Henry unterhält, wenn er bei irgendwelchen Damen zum Tee hockt… Es ist teilweise sehr ausschweifend, aber langweilig ausschweifend. Ich habe vieles nur überflogen, weil es einfach unwichtig für die Story war.
Letztlich ist die Geschichte ziemlich dünn: Das Bild altert an seiner Stelle und jegliche Züge, die sich ins Gesicht graben, was aus schlimmen Erfahrungen her rührt, zeichnen sich ebenfalls nur im Bild und nicht auf seinem echten Gesicht ab. Dadurch wird er kalt und grausam und am Ende… tja… das wird nicht gespoilert.

The Chemist – Die Spezialistin von Stephenie Meyer

[…] der neue Ausnahme-Pageturner der Weltbestsellerautorin Stephenie Meyer – knallhart, kompromisslos und ultraspannend.
Sie hat für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung als Verhörspezialistin gearbeitet. Sie weiß Dinge. Zu viele Dinge. Deshalb wird sie jetzt selbst gejagt, bleibt nie länger an einem Ort, wechselt ständig Name und Aussehen. Drei Anschläge hat sie knapp überlebt. Die einzige Person, der sie vertraut hat, wurde umgebracht.
Doch jetzt hat sie die Chance, wieder ein normales Leben zu führen. Dafür soll sie einen letzten Auftrag ausführen. Was sie dabei herausfindet, bringt sie jedoch in noch größere Gefahr, macht sie verwundbar. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben gibt es einen Mann an ihrer Seite, der ihr wirklich etwas bedeutet. Und sie muss alles dafür tun, damit sie beide am Leben bleiben – mit ihren ganz eigenen Mitteln …

Ich möchte dazu echt nichts sagen. Ich bin froh, dass ich für so einen Scheiß kein Geld ausgegeben habe…

Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Die Geschichte der Bienen stand seit diesem Review auf meiner Leseliste, weil ich ja mal auf der Suche nach „was anderem“ war. Und dieses Buch ist wirklich mal was anderes. Ich hatte es in drei Tagen durchgelesen, weil ich einfach mit jeder der drei Figuren mitgefiebert habe und wissen wollte, welches Ende es nimmt.
Einiges habe ich zwischendurch gegooglet, weil ich wissen wollte, ob die Autorin sich das jetzt ausgedacht hat, oder ob es Fakten sind, einfach, weil ich kaum etwas über Bienen wusste. Und es ist Fakt, dass in China Obstbäume per Hand bestäubt werden. Jetzt schon, weil es keine Bienen mehr gibt. Und es ist auch Fakt, dass 2007 ein rätselhaftes Bienenverschwinden in den USA stattgefunden hat.
Wie wichtig Bienen sind, das ist einem gar nicht so bewusst. Es ist so selbstverständlich, dass an den Maispflanzen Kolben wachsen und dass Obstbäume Früchte tragen. Aber nur wegen der Bienen! Es ist wirklich ein sehr interessantes Buch und es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen!

Leere Herzen von Juli Zeh

Sie sind desillusioniert und pragmatisch. Sie haben den Zynismus der Politik genauso durchschaut wie den modernen Selbstoptimierungswahn oder das kleinbürgerliche Gutmenschentum. Sie haben sich in der Welt erfolgreich eingerichtet – und sie haben keine Lust, deswegen Schuldgefühle zu haben.
Zusammen mit dem Informatikgenie Babak Hamwi hat Britta Söldner eine kleine Firma aufgezogen, die beide reich gemacht hat. Was genau hinter der Firma steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.
Als ihre Firma unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald ist nicht nur Brittas Firma, sondern auch ihr Leben in Gefahr…
„Leere Herzen“ ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Und es ist zugleich ein verstörender Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

Auch das sollte mal „was anderes“ werden und auch das hatte ich vom Bücher-Inspirationsblog 😉 Ich hab es dem Namenlosen letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt, auch in der Absicht, es selbst zu lesen 😉
Also was anderes war es auf jeden Fall. Es spielt in naher Zukunft und ich bin überrascht, fast etwas erschrocken, wie realistisch dieses dystopisch angehauchte Szenario doch ist. Aber irgendwie war ich dann nicht so begeistert wie alle anderen. Mich hat das nicht so geflasht, oder verstört. Und das Ende hab ich auch nicht verstanden… Eigentlich passiert kaum was, aber man liest es trotzdem recht schnell weg. Es plätschert so ein bisschen lang hin. Vielleicht hab ich dabei was verpasst, dass ich das Ende nicht verstehe…
Wie auch immer. War nicht schlecht, Knaller aber auch nicht.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Entspannung – 15.07.2018

Mein Plan für Sonntag sah genau so viel vor:
Richtig. Nichts. Außer der Massage. Ich hab also auch wirklich nichts weiter gemacht, als auf dem Balkon zu sitzen und zu lesen. Ich hatte auch keine Lust an den Pool zu gehen. Es war sowieso kein Platz mehr im Schatten frei. Mittags bin ich noch mal ans Meer und hab noch mal bei schönem Wetter Fotos gemacht. Der Wind war nicht so viel besser geworden, perfekt für die Surfschule, die in der Nähe war. Außerdem ist mir aufgefallen, wie kurz die Schatten über die Mittagszeit sind 🙂
Zurück auf dem Balkon hab ich Besuch von Taubi bekommen. Hab mich voll erschrocken, als die da auf einmal auf dem Geländer lang lief und auf jedem Balkon geschaut hat, ob sie was zu fressen findet 😀
Als die Sonne rum kam, bin ich wieder rein und habe meinen Koffer schon mal gepackt. Das hatte ich echt noch nie! Niemals vorher war es so, dass ich wieder nach Hause wollte! Aber an diesem Sonntag war ich irgendwie doch froh, dass ich es fast geschafft hatte.
Am späten Nachmittag hab ich mich dann noch im Spa verwöhnen lassen. Das war echt richtig schön! Peeling und Massage… ich krieg jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke 😉
Abends war ich wieder im Pub. Wieder alleine. Wieder ohne bestellen zu müssen. Die Musik war wieder toll, ich hab nach dem großen noch einen kleinen Cider bestellt, den der Keller mir nicht abkassiert hat 😉

 

Leseliste 2. Quartal 2018

1984 von George Orwell

»Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst.«
Der Klassiker über einen allmächtigen Überwachungsstaat ist und bleibt beklemmend aktuell: Mit 1984 schuf George Orwell eines der einflußreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.

Ja, beklemmend ist es wirklich. Schon auf den ersten Seiten, wo über den Teleschirm erzählt wird, der in jedem Wohnzimmer hängt und Sender und Empfänger zugleich ist, wurde mir ganz anders. Alexa ist wohl nichts anderes… Wenn Fernseher anfangen Webcams zu haben, dann kann wohl auch niemand mehr erkennen, ob sich da jemand eingehackt hat und die Zuschauer auf dem Sofa beobachten…
Ich finde es immer noch unfassbar erstaunlich, wie man kurz nach dem 2. Weltkrieg, als die technische Entwicklung lange nicht so weit fortgeschritten war, wie heute, wie man also damals so eine unfassbare Fantasie haben konnte, wie man sich sowas, für damalige Verhältnisse, vollkommen abstruses ausdenken konnte! Und heute ist die Realtität so nah dran, dass es einem unheimlich sein muss!
Der große Bruder beobachtet dich. Ja, das macht er jetzt auch schon. Nur noch nicht so offensichtlich.
Was auf den ersten Seiten tatsächlich beklemmend war, hat sich im zweiten Teil eher zu einem politischen Manifest entwickelt und war im dritten Teil eigentlich nur eine Demonstration eines vollkommen totalitären Systems und es geht nur noch darum, ob es gewinnt oder nicht.
Ich fand es etwas anstrengend zu lesen, obwohl ich eine neuere Übersetzung hatte. Und obwohl es jetzt schon länger her ist, dass ich mit dem Buch fertig bin, kann ich nicht sagen, was ich davon halten soll. Irgendwie gleichgültig. Leer. Undefiniert.

Heidi Teil 2 von Johanna Spyri
War genauso heimelig und kurzweilig wie Teil 1.

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Neulich bin ich über „Mein Herz in zwei Welten“ gestolpert und dachte, das ist was seichtes für zwischendurch. Dann habe ich gemerkt, dass es eine Fortsetzung von Ein ganzes halbes Jahr sein muss und habe dann festgestellt, dass das bereits der dritte Teil ist. Also hab ich noch was auf dem Lesestapel 😉
Den Film Ein ganzes halbes Jahr kannte ich schon, von daher hat mich nicht schockiert oder überrascht was im Buch passiert ist. Es ist eine schöne Geschichte, ein polarisierendes Thema, das sich aber gar nicht so in den Vordergrund drängt, sondern der Liebesgeschichte den Vortritt lässt.

Sofies Welt von Jostein Gaarder

Mysteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15jährigen Sofie Amundsen in Oslo. Was sollen diese Fragen: »Wer bist du?«, »Was ist ein Mensch?« und »Woher kommt die Welt?«. Sofie ist irritiert. Die Briefe werden ausführlicher und entführen sie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen. Ihr unbekannter Briefeschreiber erzählt Sofie die Geschichte Europas, der Antike, des Mittelalters und der Renaissance und dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung.

Noch so ein Klassiker, den man irgendwie gelesen haben sollte. Ich weiß noch, wie meine Mitbewohnerin damals davon geschwärmt hat… Ich weiß nicht, ob ich irgendwie komisch bin… ich hab mich ziemlich schwer getan mit diesem Buch. Hab mich die ganze Zeit gefragt, was dieser Typ davon hat, diesem Mädchen Briefe schreibt und dass das alles kein Roman sondern einfach ein Abriss der Geschichte der Philosophie ist… Tja und dann hat es sich aufgelöst und ich habe nach über der Hälfte dann doch einen Zugang dazu gefunden und fand es wirklich charmant!

Die amerikanische Nacht von Marisha Pessl

Tief unten im Schacht liegt Ashley – sie ist tot – erst 24 Jahre alt – eine Leiche in einer verlassenen Lagerhalle Manhattans. Ein Unfall? Oder Selbstmord? Und was hat Cordova, der übermächtige Vater und besessene Filmemacher mit ihrem Tod zu tun? Der Schlüssel zum Geheimnis liegt in seinen magischen Filmen, die nach und nach zu einer Wirklichkeit werden, aus der es kein Entkommen gibt. Gnadenlos, packend und zuweilen verstörend ergründet Marisha Pessl die dunklen Seiten des Lebens.

Puh… ein dicker Wälzer, den ich in zwei Tagen weggelesen hab, weil er mich einfach gepackt hat! Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal bis um 2 Uhr nachts gelesen habe, weil ich ein Buch unbedingt zu Ende lesen wollte…
Die amerikanische Nacht ist eine Filmtechnik, bei der eine tagsüber gedrehte Filmszene mit Filtern und Beleuchtung in eine Nachtszene verwandelt wird. Was sagt dieser Buchtitel nun über das Buch? Dass es nicht so ist, wie es scheint? Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob es am Ende des Buches heißt „Cut, danke das wars!“ und damit die gesamte Handlung als ein Film abgetan wird… Oder dass sich am Ende alles als ein Traum herausstellt…
Ich meine, natürlich ist das eine ausgedachte Geschichte. Aber die Zufälle waren so kontruiert, dass cih zwischenzeitlich wirklich ein eine gescriptete Realität gedacht habe.
Der Tod von Ashley wird aufgeklärt. Zwei mal. Und wie war es nun wirklich? Das bleibt offen.
Gutes Buch, hat mich echt gefesselt!

Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes

«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.» Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.

In meinen Augen hätte es keine Fortsetzung gebraucht und angeblich war sie auch nicht geplant. Angeblich hätten die Leser alle gefragt, wie es mit Lou weiterging, deshalb hat Moyes dann diese Fortsetzung geschrieben. (Und weils dann wohl eine kleine Goldgrube war auch noch einen dritten Teil….)
Aber es ist trotzdem toll zu lesen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, auf Lous Schulter zu sitzen und direkt am Geschehen zu sein. Vielleicht aber auch nur, weil ich selbst jemanden verloren hab und eben genau weiß, was danach kommt. Lou geht in eine Trauergruppe und was da über Verlust und Verarbeitung erzählt wurde, konnte ich an ganz vielen Stellen genau so unterschreiben. Auch das Gefühlschaos, als sie einen neuen Mann kennen lernt.
Was ich etwas übertrieben und für die Geschichte nicht sonderlich förderlich fand, war der Konflikt der Eltern. Da habe ich mich immer gefragt, was das soll, das kam mir eher seitenfüllend vor. Aber gut. Es war trotzdem ein schönes Buch. Trotz der Thematik etwas seichtes für zwischendurch.

Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes

„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“ Diese Sätze hat Will Louisa mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Es hat lange gedauert, aber endlich ist sie bereit, seinen Worten zu folgen und wagt in New York den Neuanfang. Die glamouröse Welt ihrer Arbeitgeber könnte von Lous altem Leben in der englischen Kleinstadt nicht weiter entfernt sein. Dort ist ein Teil ihres Herzens zurückgeblieben: bei ihrer liebenswert chaotischen Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou versucht, New York zu erobern und herauszufinden, wer Louisa Clark wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zuhause ist?

Irgendwie seltsam, wie sehr ich mich auch in dieses Buch verloren hab, obwohl ich es eigentlich kitschig finde. Vielleicht, weil ich mich einfach gut mit Lou identifizieren kann. Es ist nicht nur der Verlust, sondern auch dieses sich selbst finden. Eigentlich nicht richtig zu wissen, wer man ist und was man will, weil man immer versucht hat, es anderen Recht zu machen. Vielleicht hat es mir deshalb so gut gefallen.

Flugangst 7A von Sebastian Fitzek

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein seelisch labiler Passagier.
Und ein Psychiater, der diesen Passagier dazu bewegen soll, die Maschine zum Absturz zu bringen – sonst stirbt der einzige Mensch, den er liebt.

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.

„In der Tradition…“ Also ob man das jetzt als eine Tradition bezeichnen will… weil da ein Buch war… man man man… Also… Das war besser als die früheren Bücher, hatte nicht ganz so viele obskure Wendungen. Ich glaub ich habs schon tausend mal gesagt, aber ich möchte manchmal Bücher noch mal lesen, wenn ich weiß, wie sie ausgehen, nur um Ungereimtheiten zu entdecken. Aber ich hab keinen Bock, das noch mal zu lesen.
Fitzek und ich werden wohl nie Freunde, aber ich wollte was zum schnell weglesen für zwischendurch, weil ich keine Lust auf sowas Anspruchsvolles wie Buddenbrooks hatte, was ich mir mal vorgenommen hab, weil ich das nicht kenne…

Ich finde dich von Harlan Coben

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Ich hab den Klappentext gar nicht gelesen, bevor ich das Buch angefangen hab. Und als dann das „Unglaubliche“ schon ziemlich weit am Anfang geschieht, hab ich mich gefragt, wie die restlichen Seiten nun mit „Ich finde dich“ gefüllt werden sollen. Aber es war gefüllt. Ich fand, es war nicht wirklich unvorhersehbar, wie sich alles entwickelt hat. Anfangs bestand noch die Möglichkeit, dass es in eine andere Richtung geht, aber als das ausgeschlossen war, war es doch irgendwie klar, wohin es geht. Vielleicht habe ich aber wirklich schon zu viele Krimis gelesen…
Aber nichtsdestotrotz hat mir die Art des Autors gut gefallen. Er spricht die Leser zwischendurch an. „Sie können sich vorstellen, dass…“ oder so. Ich fand das nett. Außerdem hält er sich nicht mit Namen von unwichtigen Leuten auf, die man nach drei Seiten wieder vergessen hat. Er gibt ihnen Spitznamen, die sich aus markanten Eigenschaften ableiten. Glitzeranzug für einen Typen, dessen Anzug leicht glänzt. Oder Bienenkorb für eine Frau, deren Haare aufgetürmt und festbetoniert sind, dass sie an einen Bienenkorb erinnern. Da ist das hier auch mache, fand ich das super sympathisch, auch wenn das Buch jetzt nicht soooo megaspannend war, wie ich mir das vielleicht erhofft hatte. Aber ich glaube ich habe einen neuen Thriller-Autoren gefunden, von dem ich noch ein, zwei Sachen lesen werde, bis der neue Sebastian-Bergmann-Krimi rauskommt 😉

Zwei an einem Tag von David Nicholls

15. Juli 1988, Emma und Dexter, zwei eigentlich füreinander bestimmte Menschen, lernen sich mit zwanzig kennen, aber schon am nächsten Tag trennen sich ihre Wege. David Nicholls beschreibt über zwanzig Jahre hinweg jeden 15. Juli im Leben der beiden – wie sie sich immer wieder treffen und immer wieder verpassen.

Das ist der was-weiß-ich-wievielte Versuch dieses Buch zu lesen. Ich hab es vor ein paar Jahren mal als Hörbuch gekauft, aber konnte mich nicht wirklich darauf einlassen. Auf der Couch bin ich eingeschlafen, damals im Fitnessstudio auf dem Crosstrainer hatte ich irgendwann auch abgeschaltet… Ich hab das Hörbuch dann verschenkt. Jetzt hab ich im Bücherschrank auf der Arbeit die Taschenbuchausgabe gefunden – das war ein Wink und ich dachte, ich versuche es halt noch mal. Im Juni schaffe ich es nicht mehr. Vielleicht schaffe ich es auch nie, weil ich mich schwer dazu aufraffen kann, es in die Hand zu nehmen. Irgendwie hatte ich es mir romantischer vorgestellt, wie sich die Wege von Emma und Dexter immer wieder kreuzen…

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Jahresrückblick-Stöckchen 2017

Auch für 2017 möchte ich einen kleinen Jahresrückblick machen. So macht man sich doch viel mehr bewusst, was man alles gemacht hat und ruft sich noch viel mehr in Erinnerung.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2018!

Zugenommen oder abgenommen?
Neulich hab ich gedacht, dass ich echt richtig zugelegt hab. Das ist mir auf einem Foto aufgefallen, dass ich im Gesicht richtig rund geworden bin. Tja… also zwei Abende die Woche, in denen ich mich doch noch mal meinen Fressgelüsten hingebe, wenn ich um halb 10 zu Hause bin, machen sich wohl doch nun auch sichtbar bemerkbar. Einen richtigen Essrhythmuss muss ich da noch finden. Und auch die Chips reduzieren, das hat sich in letzter Zeit auch wieder sehr gehäuft.

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr. Im Oktober kam noch der letzte Schritt der letzten Tarifrunde oben drauf, und ich bin ja grundsätzlich sparsam.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht Bilanzbuchhalter werden zu wollen. Ja, es ist eine Umstellung, aber noch ist es nicht so hart, wie ich es befürchtet habe. Ich befürchte im gleichen Atemzug, dass ich es zu leicht nehme. Durch zwei Abende Schule die Woche ist so eine Woche unglaublich schnell um und die kommenden gut 1,5 Jahre werden auch schnell vergehen. Aber ich merke jetzt schon, dass ich meine Urlaubspläne in 2018 einfach mal in die Tonne treten kann, weil sich nämlich Schulferien und Arbeitsaufgaben nicht zusammen gehen. Ostern ist um den Monatswechsel März/April. Da muss ich halt arbeiten. Urlaub? Vergiss es. Aber ok, Abstriche muss man halt immer machen.

Schlimmstes Ereignis?
Mein Verkauf von Peter. Für den ein oder anderen mag das eine Lappalie sein, aber mich von meinem ersten Auto zu trennen ist mir tatsächlich unglaublich schwer gefallen. Und auch heute, fast ein halbes Jahr später, denk ich immer noch manchmal wehmütig an ihn, auch wenn der Neue so viel Komfort bietet.

Schönstes Ereignis?
Der Harry-Potter-Marathon an bzw. nach den Weihnachtsfeiertagen 🙂
Der Namenlose war fertig mit lesen und wir haben die restlichen Filme geguckt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich nur die Filme 1-3 und 5 gesehen habe. Den 4. und 7.1 nur teilweise. Aber ich hätte geschworen, dass ich die Filme kenne und ich war wieder total beeindruckt und begeistert, wie gut die Filme zu meiner Fantasie gepasst haben, rein von der optischen Umsetzung! Hammer! Deshalb hätte ich nie bezweifelt, die Filme gesehen zu haben 😀
Aber: was die da alles weggelassen, verdreht und sogar dazuerfunden haben! Man man man…
Für alle, die Harry Potter nur gesehen haben: Der Fuchsbau wird nicht niedergebrannt!
Und: Wer von den Nicht-Lesern weiß, was es eigentlich mit dem Ring auf sich hatte und was das mit der Spiegelscherbe im Keller der Malfoys war. Was es mit dieser Scherbe überhaupt auf sich hatte? Und wisst ihr, dass Wurmschwanz eigentlich tot ist? Und wieso die Todesser so plötzlich herkamen, als sie bei Xeno Lovegood waren?

Die gefährlichste Unternehmung?
Ach dieses Jahr war ich so vernünftig, ich habe nichts gefährliches unternommen. Ich habe das Wort „gefährlich“ in 2017 nicht mal benutzt! 😉

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das teuerste in diesem Jahr war mein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Wenn ich mich daran bloß erinnern könnte… also bei unserem Lieblingsperser schmeckts immer hervorragend! Oh und als wir zum Jahrestag bei diesem Italiener waren, das war auch sehr sehr lecker. Aber auch die Burger bei unseren Freunden sind gut. Aber da ist es auch das Umfeld, was es einfach so lecker macht. Mit denen Zeit zu verbringen ist immer lustig und einfach schön!

Das beeindruckendste Buch?
2017 habe ich auch wieder einiges gelesen. Wer stöbern mag, kann das gern tun. Ich habe mich bemüht alles konstruktiv zu betrachten, was mir nicht immer gelungen ist 😉 Beeindruckend war dabei aber nichts.

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– mit der Ostsee

– mit meinem großen und meinem kleinen Neffen, die ich ein paar mal besucht hab und mit denen ich sogar ein paar Tage zusammen im Urlaub war.

Die größte Veränderung des Jahres?
Tatsächlich der Umzug und das nun dauerhafte „Aufeinanderhocken“ des Namenlosen und mir. Meine Wohnung war zu Ende Januar oder Februar gekündigt (ich weiß es schon gar nicht mehr genau) und seit dem gibt es eben keine wirkliche Rückzugsmöglichkeit mehr. Klar ich kann mich natürlich im Arbeitszimmer auf die Couch legen und lesen oder ich sitze da und nähe, während der Namenlose im Wohnzimmer fernsieht. Oder er arbeitet lange oder was weiß ich. Seit September mach ich ja nun auch noch die Weiterbildung, da reduziert sich die mögliche Aufeinanderhockzeit wieder. Aber sich wirklich jeden Tag zu sehen und das Bewusstsein, nicht mal ausweichen zu können (grad wenn man krank ist zB), ist halt doch was anderes.

2017 zum ersten Mal getan?
– auf Lanzarote gewesen

2017 nach langer Zeit wieder getan?
– Umgezogen und mit jemandem zusammen gezogen. Ich habe 6 1/2 Jahre in meiner kleinen, feinen Wohnung gewohnt, Höhen und Tiefen gehabt, Besuch gehabt, gekocht, getrunken, gekichert, geheult; sie im Urlaub tagelang nicht verlassen, sie später lange leer stehen lassen; umgeräumt, gestrichen, ausgemistet, in Chaos verwandelt und auf Hochglanz poliert und ich glaube ich habe ganze 2x die Fenster geputzt 😀
– die Haare kurz geschnitten. Tja, meine Schnittlauchlocken waren ziemlich lang, ungefähr bis zur Taille hingen sie und sie waren dünn und dann doch kaputt in den Spitzen. Ich wusste nie, was ich mit denen machen soll, hab immer nur einen Zopf getragen, niemals offen… tja, also die mussten ab und es war eine sehr gute Entscheidung!

2017 leider gar nicht getan?
Mich von Facebook fern gehalten. Ich verbringe wirklich zu viel Zeit dort am Handy. Aber ich kann es auch nicht über mich bringen, mich da anzumelden… Inzwischen habe ich auch angefangen, meine genähten Sachen dort zu posten um mein Ego zu streicheln… :-/ Bzw mehr um zu gucken, was andere so machen (und sich trauen anzuziehen)

Wort des Jahres?
Bilanzbuchhalter

Erkenntnis des Jahres?
Die Abendschule ist gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Selbstzweifel, zu wenig Selbstbewusstsein und zu viel Kritik an mir selbst.
Ich habe am letzten Freitag im Jahr, als kaum einer im Büro war, zum ersten Mal in meinem Leben ein Kleid zur Arbeit angezogen. Ein selbst genähtes legeres Hoodie-Kleid. Also nicht megaschick oder besonders weiblich. Trotzdem habe ich gemerkt, wie die Kollegen geguckt haben. Ob es kacke aussieht, war mein allererster Gedanke dazu… Das ist echt wieder typisch ich. Und selbst wenn es ihnen nicht gefällt, könnte es mir egal sein.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Andere, dass es unklug ist, mich zu unterschätzen. Hat (noch) nicht so geklappt, wie ich mir das dachte, aber die werden schon noch alle gucken!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, also ich glaube, dass eine gewisse Eulenhose ganz gut ankam 😀 Ich hätt sie am liebsten selbst behalten 😀

Eulenhose

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Und ja, ich hatte Pipi in den Augen 😉

Herzaugensmiley

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Im Ernst, gestern ist mir was eingefallen, was hier hin gemusst hätte, aber es ist mir wieder entfallen. Dann halt der hier: „Jetzt bist du wieder schön!“ Sagte mein großer Neffe zu mir, als ich bei meiner Schwester mit frisch geföhnten Haaren und frisch geschminkt morgens aus dem Bad kam. *Herzaugensmiley*

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Nur ein Strich! 😉

2017 war mit einem Wort?
Vollgepackt.

Leseliste September/Oktober 2017

Ich muss dringend meinen Handykosum reduzieren, dann würde ich vielleicht wieder mehr lesen. Es wäre vielleicht von Vorteil, so manche Apps zu löschen, aber ich bin noch nicht soweit.
Als ich im September Urlaub hatte, hab ich wieder angefangen zu lesen und habe mir endlich mal das letzte Eschbach-Buch vorgenommen. Den zweiten Teil hatte ich schon im Juli fertig, aber keinen Leselisten-Eintrag erstellt, wird hiermit nachgeholt. Den für September und Oktober gibts dann jetzt schon, auch wenn der Oktober noch nicht rum ist, weil ich das neu angefangene Buch eh nicht mehr innerhalb der letzten paar Tage schaffe.
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Hide Out von Andreas Eschbach

Hunderttausende Menschen, die im Gleichtakt denken, handeln, fühlen: Das ist die Kohärenz, die größte Bedrohung der Menschheit. Nur Christopher wagt es, den Kampf mit dieser gigantischen Macht aufzunehmen. Doch dann stellt Christopher zu seinem Entsetzen fest, dass er es mit einem ganz besonderen Gegner zu tun hat – einem Feind in seinem eigenen Kopf …

Time Out von Andreas Eschbach

Christopher und Serenity sind im Hide-Out zum Nichtstun verdammt. Während die Kohärenz ihre Fäden immer dichter spinnt, verlieren sie jeden Mut. Doch dann hat Christopher eine Idee, wo die Schwachstelle des globalen Netzwerkes Lifehook liegen könnte. Gemeinsam mit Serenity macht er sich auf, um das Unmögliche zu wagen.

Den ersten Teil Black Out fand ich ja wirklich ganz spannend zu lesen. Die Grundidee ist, dass man den Menschen Chips implantiert, mit denen sie in der Lage sind, sich zu vernetzen und auf alles Wissen in den Köpfen der anderen zuzugreifen. Einen Nachteil hat es aber, ein Teil der Kohärenz zu sein: Man ist nicht mehr man selbst. Man hat keine Vorlieben mehr, Essen ist beispielsweise nur noch Nahrungsaufnahme und hat keine Präferenzen in Geschmack oder Zutat.

Um dem Ziel, die gesamte Menschheit in die Kohärenz aufzunehmen, näher zu kommen, wird der Lifehook entwickelt. Das ist quasi ein Facebook für den Kopf. Die Jugend ist ganz scharf drauf, sich den einpflanzen zu lassen, über diesen können sie direkt in ihren Gedanken mit ihren Freunden kommunizieren, man kann Empfindungen vermitteln und muss nicht mal im selben Raum sein.
Wie Facebook, Whatsapp und Co.

Gruselige Vorstellung. Sicher hätte es Vorzüge, aber es ist auch gruselig. Ich bin ja heute schon manchmal von mir erschrocken, wie abhängig ich von meinem Handy bin (da wären wir wieder dabei, dass ich meinen Handykonsum reduzieren muss ;))
Na ja, die Bücher waren jedenfalls, trotz Jugendbuch, wirklich gut geschrieben. Das dritte Buch hab ich an zwei Tagen weggelesen und war sogar vom Ende positiv überrascht.
Klare Leseempfehlung, auch um sich mal kritisch mit dem Thema Technologieabhängigkeit auseinander zu setzen.

Das Mädchen das verstummte von Hjorth und Rosenfeldt

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe.
Konfrontiert mit seiner größten Angst:
Wieder ein Kind zu verlieren.
Die Bewohner von Torsby stehen unter Schock: Die Familie Carlsten wurde ermordet. Erschossen, im eigenen Haus. Kommissar Höglund und seine Kollegen von der Reichsmordkommission finden bald heraus, dass es eine Zeugin gegeben haben muss: Nicole, die zehnjährige Nichte der Carlstens. Ihre Fußabdrücke führen in den Wald. Und ihre Überlebenschancen schwinden stündlich.
Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman berührt der Fall, Nicole erinnert ihn an seine eigene Tochter. Die jetzt im gleichen Alter wäre. Die er nicht retten konnte. Bergman setzt alles daran, das Mädchen zu finden. Doch Nicole wechselt ihre Verstecke planvoll, getrieben von Todesangst. Denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass Nicole erzählt, was sie gesehen hat.

Mein Lieblingsarschloch Sebastian Bergmann! In diesem Buch hat er allerdings etwas überzogene Vaterallüren an den Tag gelegt. Seine Aufopferung für das Mädchen war mir etwas zu viel. Das passte einfach nicht zu ihm.
Aber ansonsten war das Buch wieder gewohnt gut. Der Teil davor (Die Toten die niemand vermisst) war ja etwas schwach, aber hier wurde es wieder besser. Nicht so viel an Nebenhandlung, dass die Haupthandlung untergeht, aber auch die bücherübergreifenden persönlichen Schicksale haben sich weiter entwickelt.

Die Menschen die es nicht verdienen von Hjorth und Rosenfeldt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe.
Er ist hochintelligent. Er liebt die Herausforderung.
Aber reicht das aus, um Leben zu retten?

Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Fernsehstar tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang.
Während Kommissar Höglund von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld sucht, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen.
Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler …

Jaaa, sehr interessanter Ansatz! Und sehr gut auf die Gesellschaft anwendbar 😉 Es stehen wirklich so viele Leute im Mittelpunkt und verdienen sich eine goldene Nase, die es eigentlich nicht verdienen. Weil sie zwar keine Intelligenzbestien sind, aber gleichzeitig auch schlau genug, sich zu vermarkten.
Daniela Katzenberger hat mal gesagt, dass sie eigentlich nichts kann, außer sich gut zu vermarkten. Ja… Das Konzept funktioniert. Hat es schon vor Jahren bei ihr und heute sind es noch viel mehr Leute, die eigentlich nichts können, außer sich zu vermarkten, und dadurch zu Stars und Influencern werden.
Ich bin ja froh, dass ich heute kein Teenie mehr sein muss. Das wär mir viel zu anstrengend, irgendwelchen Trends und Leute, die mir erzählen wollen, was ein Trend wäre, hinterher zu laufen…
Na ja, jedenfalls, das Buch: Das war wieder gewohnt gut! Keine übertriebenen Vaterallüren, keine lahme Handlung. Die buchübergreifenden Schicksale haben sich richtig zugespitzt. Ich weiß nicht, wie es weiter geht! Ob es überhaupt weiter geht. Das Ende ist offen genug, um weitere Bände zu schreiben, jedoch stellt dieses offene Ende paradoxerweise einen richtigen Abschluss dar. Ich schätze, das wars einfach, und das reicht dann eigentlich auch.

Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen …

Oh man ey… im Ernst in bin jetzt echt durch mit Fitzek. Ich hab jetzt bestimmt 5 Bücher von ihm gelesen und fand keins so herrausragend, wie er dargestellt wird. Ich hab nicht mal Lust, zu diesem Buch was zu sagen, außer dass ich nach wie vor finde, dass Fitzek maßlos überbewertet wird!
Es gibt auch zu Fitzek offenbar nur zwei Lager: die, die ihn überragend finden und sich in eine gefühlt 5km lange Schlange auf der Buchmesse stellen um sich ein Autogramm zu holen, und die, die ihn halt kacke finden. Dieser Typ verdient sich eine goldene Nase mit hingerotzten Büchern. Wenn der weiter in der Taktung Bücher veröffentlicht, dann kann das doch auch nichts gutes sein. Überlegt doch mal! Und wenn man dann seine Meinung öffentlich vertritt, dann wird man abgestraft von den Fitzek-Liebhabern.

Nein, von meiner Seite gibts für Fitzek definitiv keine Leseempfehlung und ich werde mir auch kein weiteres seiner Bücher antun.

Jahresrückblick-Stöckchen 2016

Letztes Jahr hab ich gar keins ausgefüllt, aber dieses Jahr wollte ich es wieder machen. So macht man sich doch viel mehr bewusst, was man alles gemacht hat und ruft sich noch viel mehr in Erinnerung.

Zugenommen oder abgenommen?
Es schwankte immer mal etwas, aber ich glaube langsam aber stetig wird es mehr. immer ein bisschen, so dass man es kaum bemerkt… Sollte ich mir mal wieder vornehmen, mehr Sport zu treiben??

Mehr Geld oder weniger?
Mehr

Der hirnrissigste Plan?
Je älter man wird, desto vernünftiger wird man ja 😉 Aber mit dem Camper in Edinburgh irgendwo übernachten zu wollen, war ne ganz schön hirnrissige Idee!

Schlimmstes Ereignis?
Dass uns die Fahrräder am letzten Urlaubstag noch geklaut wurden… Das ist jetzt nichts wirklich Dramatisches, ich hatte einfach das Glück, dass mir dieses Jahr nichts wirklich schlimmes passiert ist.

Schönstes Ereignis?
– noch mal Tante werden 🙂
– verschiedene (Kurz-)Urlaube

Die gefährlichste Unternehmung?
Das gefährlichste in diesem Jahr war, in Schottland über die Straße zu gehen. Speziell in Edinburgh. Also eigentlich nur in Edinburgh. Man hätte überall höchstens von Schafen überrannt werden können, aber in Edinburgh konnte ich mich einfach nicht daran gewöhnen, dass ich zuerst links gucken muss 😉

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das teuerste, was ich gekauft hab, waren wohl die Schubladen und Einlegeböden für den Kleiderschrank. Ich war dieses Jahr dann doch recht sparsam, dafür waren wir viel im Urlaub.
Die „sinnloseste“ Ausgabe war aber die für ein Portemonnaie. Wochenlang bin ich im Laden um das Ding geschlichen und habe mir irgendwann gedacht, ich gönns mir dann mal. Dann habe ich festgestellt, dass die Geldscheine nicht reinpassen, weil das kein deutscher Hersteller produziert hat… *Augenverdreh* Was die Ausgabe aber richtig sinnlos gemacht hat, war der Fakt, dass mir vor Weihnachten beim Einkaufen ein Becher Sahne im Einkaufskörbchen ausgelaufen aus. Das Portemonnaie lag natürlich ganz unten und war komplett eingesaut…

Das leckerste Essen?
Ich habe sehr viel leckere Sachen gegessen in 2016. Ganz frisch in Erinnerung ist noch das Silvesteressen.  Das war echt grandios! Aber auch zum 5-Jährigen, als wir in diesem Steakrestaurant waren, da haben wir fantastisch gegessen. Und nach einem vollgeladenen Tag in Schottland, an dem wir viel umhergefahren sind, viel gesehen haben und dann noch mit dem Fahrrad in den Pub gedüst sind, da haben die Tortellini mit Soße aus dem Glas ganz hervorragend geschmeckt 🙂

Das beeindruckendste Buch?
2016 habe ich richtig viel gelesen!  Fand ich etwas davon beeindruckend? Hm… Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich fand einige Bücher gut, aber manche auch richtig schlecht. Ich habs vorhin zu Bellona schon gesagt, ich bin irgendwie „satt“. Ich hab zu viel von der gleichen Sorte gelesen und ich bin allem überdrüssig. Irgendwie ist es alles immer das gleiche, es werden nur noch Klischees bedient, Charaktere sind nur noch misanthropische Arschlöcher… Irgendwann ist eben alles erzählt.

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– Außerdem mit Harry Potter, weil ich immer noch und wieder die Hörbücher gehört hab ❤

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– und mit meinem großen Neffen, den ich doch relativ oft besucht habe, dieses Jahr

Die größte Veränderung des Jahres?
Ich ziehe um! So richtig verändern wird sich das erst jetzt im Laufe des Januars, aber sich von Sachen zu trennen, alles zu kündigen und zu verkaufen hat was von Abschied und das ist schon Veränderung. Vor ein paar Wochen stand ich doch mit Tränen in den Augen in meiner Wohnung. 6 1/2 Jahre hab ich dort gewohnt. Auch wenn ich in den letzten zwei Jahren immer weniger dort war. Aber das war mein Zuhause, mein eigenes Heim. In dem ich mich so viel verändert hab, in dem ich gewachsen bin und wohin ich mich immer zurück ziehen konnte.

2016 zum ersten Mal getan?
– in einem Wohnmobil Urlaub gemacht
– auf einen Berg gestiegen mit der Seilbahn hochgefahren.  Und das sogar gleich noch ein zweites mal

2016 nach langer Zeit wieder getan?
– Umgezogen (ich bin noch dabei)

2016 leider gar nicht getan?
Die Haare abgeschnitten 😉 Aber das kommt noch. Ich weiß nur noch nicht wie. Ich dachte eigentlich an einen Bob, aber dann haben meine Mutter und meine Schwester Fotos von sich nach dem Friseurbesuch geschickt und ich will nicht auch noch aussehen, wie die beiden…

Wort des Jahres?
Wohnmobil

Erkenntnis des Jahres?
Aktivurlaub ist doch auch was echt schönes. 2016 waren wir superaktiv. Deshalb soll der nächste Urlaub dann doch auch wieder an den Strand gehen, denn das ist auch sehr schön 🙂

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Neurodermitis
– eine eingeschlagene Scheibe
– Großraumbüro

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
– Dass ich mehr kann, als man mir zutraut. Das hat bei meinem Chef vielleicht jetzt hoffentlich funktioniert – bei den ganzen Arbeitgebern, die meine Bewerbungen bekommen haben aber nicht.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
– Ich glaube die Kalender, die ich zu Weihnachten verschenkt habe, sind gut angekommen. Und die Weihnachtssocken für meine Mutter auch. Ach und die Decke für meinen zweiten Neffen auch.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
– hmmm… die selbstgebackenen Muffis und der große Strauß Tulpen zu meinem Geburtstag haben mich sehr gefreut 🙂

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Willst du nicht doch langsam mal offiziell bei mir einziehen?“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Jaaa!“ 😉

2016 war mit einem Wort?
Urlaubsreich

Leseliste November 2016

Im November habe ich keine einzige Seite gelesen. Ich war von den letzten Büchern so enttäuscht, dass ich überhaupt keine Lust hatte, irgendwas anzufangen. Außerdem musste ich ja auch häkeln… Also ich will wieder was lesen, aber ich weiß noch nicht was. Vielleicht sollte ich mal mit so Sachen anfangen, die man gelesen haben muss… da gibts ja so einige Listen im Internet. Vieles gehört ja so grundsätzlich zur Allgemeinbildung… Ich hab in Deutsch früher nie so viel aufgepasst. Hab eigentlich nie das gelesen, was wir sollten… wie ich die Klausur über Kabale und Liebe schreiben konnte, ohne auch nur eine Zeile darin gelesen zu haben, ist mir ein Rätsel 😉
Aber vielleicht sollte ich da mal ansetzen. Ich geh mal in die Bib und leih mir was aus. vielleicht auch erst im Januar. Im Dezember wird noch gestrickt und ein bisschen umgezogen 😉

Leseliste Oktober 2016

Die Toten, die niemand vermisst von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt
Tiefschwarze Melodie von Catherine Shepherd
Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. von Paula Hawkins
Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Die Toten, die niemand vermisst von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe
Ganz nah am Abgrund.
Beruflich und privat.

In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab. Sie überlebt. Jemand anderes hatte dafür weniger Glück: Aus der Erde vor ihr ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei vor Ort birgt sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Alle per Kopfschuss getötet.
Stockholm wird um Verstärkung gebeten, und Kommissar Höglund reist mit großem Tross in die Provinz. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand vermisst sie.
Als Höglund und Bergmann endlich auf eine brauchbare Spur stoßen, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein…

Sebastian Bergmans dritter Fall

Das ist bereits das dritte Buch um Sebastian Bergmann von dem Autoren-Duo, das ich gelesen habe und ich fand es ein wenig enttäuschend. Es waren dieses mal doch ziemlich viele Handlungsstränge die parallel liefen, der eigentliche Mordfall rückte dabei in den Hintergrund und schien mir irgendwie selbst nur eine Nebenhandlung zu sein.
Die ersten beiden Bücher mochte ich sehr. Sebastian Bergmann ist so ein richtiges Arschloch, irgendwie war mir das sympatisch 😉 Persönlich würde ich ihn sicher einfach nur ätzend finden, aber als Buchcharakter mag ich ihn sehr, gerade weil er so sehr aneckt.
Ich will gar nicht zu viel von seiner Vorgeschichte verraten, aber er hat sich im vorhergehenden Band in eine Sachen hinein manövriert, die nur nach hinten losgehen kann. Ich denke im nächsten Band wird das ganze ans Tageslicht kommen und eskalieren.
Die Kriminalgeschichte, in der im dritten Band ermittelt wurde, war mir insgesamt dann doch ein wenig konstruiert, es kamen mir viel zu viele Personen vor, zu denen ich als Leser keinen Bezug hatte und deren Namen ich deshalb durcheinander gebracht habe, aber am Ende hat sich der Fall aufgeklärt und damit war ich dann zufrieden 😉
Man kann die Bücher natürlich unabhängig voneinander lesen, aber ich denke es macht mehr Spaß, wenn man Sebastian von Anfang an kennen lernt.
Und ich werde es wohl riskieren und auch das vierte Buch lesen, in der Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Tiefschwarze Melodie von Catherine Shepherd

Zons 1497: Eine junge Novizin wird gekreuzigt in der Kirche aufgefunden. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg entdeckt eine Rose ohne Blütenblätter bei der Leiche des Mädchens. Noch bevor er ihrem Mörder auf die Spur kommt, muss eine weitere Frau ihr Leben lassen. Wieder schmückt ein Pflanzensymbol den Körper der Toten. Bastian steht vor einem Rätsel. Bei seiner Jagd nach dem raffinierten Frauenmörder stößt er auf ein grausames Geheimnis, das von einer tiefschwarzen Melodie wachgerufen wird …

Gegenwart: Oliver Bergmann ermittelt in einem neuen Fall. Eine Frau wurde ans Bett gefesselt und brutal erstochen. In der Hand hält sie einen Notenzettel mit einer mittelalterlichen Melodie und zwei beunruhigenden Worten: »Fortsetzung folgt«. Der Kölner Musikprofessor Engelbert findet heraus, dass der Notenzettel nur ein kleines Stück der gesamten Komposition beinhaltet. Doch bevor die Ermittlungen richtig anlaufen, wird bereits eine zweite Frau ermordet – und wenn der Professor recht behält, war das noch lange nicht das letzte Opfer. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Diese E-Book hab ich von Hugendubel kostenlos bekommen, als Dankeschön, weil ich mir die Tolino-App installiert habe 😉
Ja im Nachhinein bin ich auch froh, dass ich dafür kein Geld bezahlt hab… Es ist der 5. Band der Autorin, die eigentlich Katrin Schäfer heißt, sich aber den internationalisierten Künstlernamen Catherine Shepherd gegeben hat.
Die Bücher kann man auch alle unabhängig von einander lesen, aber „Kennste eins, kennste alle“, würde ich behaupten. denn alle sind gleich aufgebaut. Ich hab mir die restlichen Klappentexte durchgelesen und war beim zweiten schon gelangweilt.
Die Story ist ja irgendwie ganz nett, so im ersten Moment. Es auf 5 (und keine Ahnung wie viele noch folgen…) Bände aufzubauschen ist einfach sinnlos. Weil man als Leser dann beim zweiten Mal einfach weiß, wie der Hase läuft.
Auch ohne dass ich die anderen Bücher kannte, war Tiefschwarze Melodie furchtbar vorhersehbar für mich. Ich fands langweilig und bestätigt wieder mein Vorurteil, dass Frauen keine Krimis/Thriller schreiben können. Die Geschichte hatte für mich außerdem Lücken, da waren Zeitsprünge drin, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Außerdem waren Handlungspassagen drin, die meiner Meinung nach völlig überflüssig waren und die Geschichte null vorangetrieben haben und die meiner Meinung nach nur dazu da waren, um die Seitenzahl zu erhöhen.

Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. von Paula Hawkins

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Noch so ein Beispiel dafür, dass Frauenphantasie nicht krank genug für Thriller ist… Rachel beobachtet etwas Schockierendes. Ja da dachte ich, dass sie beobachtet, wie die Frau abgestochen oder erwürgt wird, oder was weiß ich. Aber es ist viel Banaler…
Tja, also von den 450 Seiten waren 300 ziemlich schleppend. Es ist nicht wirklich was passiert, man hat viel Vorgeschichte erfahren, und die Geschichte, die nach dem Ereignis, das Rachel gesehen hat, hat sich echt langsam aufgebaut.
Aber ab dann ist es etwas besser geworden und die letzten 100 Seiten waren dann doch noch ganz spannend. Die Geschichte löst sich auf, man erfährt, was mit „Jess“ passiert ist.
Warum das ein Platz-1-Spiegel-Bestseller ist, ist mir trotzdem ein Rätsel.

Das Buch wurde auch verfilmt und läuft aktuell im Kino. Wir sind in Edinburgh darauf aufmerksam geworden, die Werbung dafür war überall an den Bussen. Ich wollte aber erst das Buch lesen, bevor ich den Film sehe und wenn der Namenlose es gelesen hat, dann werden wir uns den Film ausleihen. (Laut Mittelpunkt war der übrigens auch im Kino sehr schleppend und erst in der letzten halben Stunde spannend)

Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach

Eine Verbindung von Mensch und Maschine: ein perfekter Soldat? Oder ein schwacher Invalide?

In einem kleinen irischen Fischerdorf lebt ein Mann, der ein Geheimnis hütet. Nein, mehr als das, er ist das Geheimnis …

Sie hatten ihm übermenschliche Kräfte versprochen. Stattdessen wurde er zum Invaliden. Er hatte gehofft, ein Held zu werden. Stattdessen muss er sich vor aller Welt verbergen. Denn Duane Fitzgerald ist das Ergebnis eines geheimen militärischen Experiments, eines Versuchs, der auf tragische Weise fehlgeschlagen ist. Für seinen Opfermut erhielt er die Freiheit, den Rest seines Lebens dort zu verbringen, wo er es sich wünschte. Im Gegenzug musste er sich verpflichten zu schweigen.

Doch es gibt da jemanden, der sein Geheimnis kennt – und er ist ihm bereits auf der Spur.

Mit seinem Roman Der Letzte seiner Art hat Bestsellerautor Andreas Eschbach eine Mischung aus Science Fiction- und Wissenschaftsthriller geschrieben, der bis zur letzten Minute fesselt!

Auch von diesem Buch war ich ein wenig enttäuscht. Im Grunde ist überhaupt nicht viel passiert. Ich habe auch das Gefühl, dass das Buch gar nicht fertig war. Mensch und Maschine? Ja, darauf wird sehr viel eingegangen, wie er zu dem geworden ist, das er ist. Und auch ein bisschen, was er damit ausrichten kann. Aber jemand kennt sein Geheimnis… wie ist er darauf gekommen? Das wird nur kurz angerissen. Was verspricht er sich davon, wenn er es aufdeckt? Auch das wird nur kurz behandelt.
Er bleibt nicht der einzige, der das Geheimnis kennt, was passiert mit den anderen Mitwissern? Wozu waren die überhaupt da? Ich hab denen viel mehr Bedeutung beigemessen und immer gedacht, dass da jetzt noch irgendwas wichtiges mit denen passiert. Aber nö…
Irgendwie war das Ende äußerst frustrierend, aber vielleicht ist das Eschbachs Art? Ich war auch vom Ende von „Eine Billion Dollar“ frustriert.
Vielleicht muss ich noch ein Buch von Eschbach lesen, aber ehrlich gesagt finde ich nach den zwei Erfahrungen, dass er überbewertet wird.

Leseliste September 2016

Drei Bücher im September. Trotz Urlaub. Normalerweise schaffe ich allein im Urlaub schon drei Bücher, aber dieses Jahr war das alles ein bisschen anders. Abends war ich meistens viel zu kaputt um noch was zu lesen 😉

Sie sehen mit dem Herzen, Mylord! von Sophia James
Der Sommer der Sternschnuppen von Ava Jordan
Passagier 23 von Sebastian Fitzek
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Sie sehen mit dem Herzen, Mylord! von Sophia James

Ein Kutschenunfall in einer eiskalten Winternacht beschert Beatrice ein unvergessliches Erlebnis: Sie und ihr Mitreisender Lord Taris Wellingham müssen in einer abgelegenen Scheune Unterschlupf suchen, wo sie sich überraschend schnell näher kommen. In seinen starken Armen, unter seinen zärtlichen Berührungen erwacht in ihr eine nie gekannte Leidenschaft. Doch als der Morgen graut, blickt Taris ihr nicht in die Augen. Voller Scham glaubt Beatrice, dass der Lord sie für zu unscheinbar hält und die Liebesnacht bereut. Sie ahnt nichts von seinem düsteren Geheimnis …

Lord Wellingham… allein schon der Name ist furchtbar schnulzig 😉 Das Buch war Schnulze pur, aber ich fand es trotzdem schön zu lesen. Es war doch sehr gewählt ausgedrückt, das war mal was anderes zu lesen! Als Leser ist einem natürlich klar, was passiert und wie es ausgeht, aber es war sehr entspannend zu lesen und ein bisschen in der Romantik zu schwelgen.

Der Sommer der Sternschnuppen von Ava Jordan

Ella ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Sie verlässt überstürzt New York und fährt nach New Harbor, den Ort ihrer Jugend. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendfreundin Tara wieder, sondern lernt auch den Schriftsteller David kennen. Aber das mit David ist kompliziert. Mindestens genauso kompliziert wie mit ihrem Ehemann Tom. Und was soll sie mit Mo tun, die viel zu früh Verantwortung für ein eigenes Kind übernehmen muss? Ein Roman übers Erwachsenwerden, übers Elternwerden und darüber, wie viel das Leben uns abverlangt. Nämlich immer grad so viel, wie wir aushalten können, auch wenn wir das nicht glauben. Auftakt zu einer neuen Reihe. Die einzelnen Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Der Sommer der Sternschnuppen Ein Regenbogen im Winter (folgt im Herbst 2016) Teil 3 – N.N. (folgt im Frühjahr 2017)

Ich hab den Klappentext vorher nicht gelesen. Ich dachte, es wär auch so eine seichte Lektüre, perfekt für den Urlaub. Ja, leicht war es auch, aber eigentlich überhaupt nicht mein Thema. Es ging ums Kinderkriegen, den Kinderwunsch an sich … na ja. Es war ok um die Zeit im Flieger und anschließend zwei, drei Abende vorm Schlafengehen zu füllen. Aber die Folgebände werde ich nicht lesen.

Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund zwanzig Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.

Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Dieses Buch haben wir am Flughafen noch gekauft und der Namenlose hat es ziemlich schnell weggelesen. Als er jetzt fertig war, hab ich es mir geschnappt und hab es ebenfalls ziemlich schnell weggelesen.
Es war mein erstes Buch von Fitzek. Ich weiß nicht, warum ich bisher immer einen Bogen um ihn gemacht hab… bei Thrillern war ich bisher immer sehr auf die skandinavischen Autoren eingeschossen, wahrscheinlich deshalb.
Aber es war sehr spannend, irgendwie auch mal schön, vertraute Städtenamen und Personennamen zu lesen.
Am Schluss gabs eine Wendung, die ich anfangs kurz in Betracht gezogen hab, von der Fitzek mich aber schnell wieder abgelenkt hat. Umso überraschter war ich, dass es dann am Ende doch so war und wie einfach ich mich davon abbringen lassen hab. Ganz schön naiv von mir 😉
Also… ich hatte kurz überlegt, ob wir eine Kreuzfahrt machen sollen im nächsten Urlaub… aaaber… hm… nach diesem Buch vielleicht lieber nicht 😀
Also insgesamt wirklich gutes Buch. Sehr fesselnd geschrieben und weglegen war eigentlich keine Option, weswegen ich es auch nach vier Tagen durch hatte.

Leseliste August 2016

Etwas verspätet kommt hier meine Leseliste für August. Ja, die erste Lese-Euphorie hat etwas nachgelassen, allerdings habe ich auch ein Stück gehäkelt und gestrickt an den letzten Wochenenden.
Im August waren es also nur zwei Bücher, eigentlich sogar nur 1,5… Aber das sind immerhin 1,5 mehr als die das ganze letzte Jahr zusammen 😉

Das Messias-Projekt von Markus Ridder
Totes Sommermädchen von B. C. Schiller
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Das Messias-Projekt von Markus Ridder

Craig erwacht mit einem schrecklichen Kater. Der 40-Jährige ist vollkommen orientierungslos, weiß noch nicht mal, wo er ist. Doch langsam dämmert es ihm: Er ist in Zürich, und es sind nur noch wenige Minuten, bis ein wichtiger Vortrag beginnt. Ein Vortrag, den er selbst halten muss. In aller Windeseile zieht er sich an und hastet zum Veranstaltungsort. Dort angekommen wundern sich die Leute: Craig kommt fast auf den Tag genau ein Jahr zu spät. Und keiner weiß, was er in diesem einen Jahr gemacht hat. Auch Craig nicht. Er setzt alles daran, herauszufinden was passiert ist. Doch nicht alle haben ein Interesse an der Wahrheit.

Dieses Buch war wirklich sehr spannend und fesselnd. Man sucht gemeinsam mit der Hauptperson nach dem verlorenen Jahr. Er kann sich an den letzten Tag erinnern und dann ist plötzlich alles weg. Er fährt wieder nach Zürich, wo sein verlorenes Jahr begann und begibt sich auf Spurensuche. Als Leser sucht man genauso mit, denkt mit, versucht aus dem Gelesenen Schlüsse zu ziehen…
Am Ende löst sich tatsächlich alles auf. Die Erinnerung kommt zurück. Craig erlebt Flashbacks, die sich mit der Gegenwart vermischen, aber am Ende ein logisches Gesamtbild ergeben.
Mit diesem Ende hätte ich definitiv nicht gerechnet! Es hat mich überrascht und irgendwie richtig zufrieden gestellt.
Gutes Buch! 🙂

Totes Sommermädchen von B. C. Schiller

An einem heißen Sommerabend brechen die Zwillinge Ulla und Britta gemeinsam mit ihrem Freund auf, um im Böhmerwald die Sommersonnenwende zu feiern. Doch in dieser Nacht passiert etwas Schreckliches, und am nächsten Morgen ist nur noch einer von den dreien übrig.
Zur selben Zeit erwacht das junge Medium Olin aus einem dreimonatigen Koma und sieht beunruhigende Bilder …
Inspektor Tony Braun und sein knapp vor der Pensionierung stehender Chef Greg Keller müssen ein blutiges Rätsel lösen, denn es gibt nur eine Leiche …

„Totes Sommermädchen“ geht 7 Jahre zurück und erzählt den Werdegang von Tony Braun bis zum Chefinspektor. Für neue Leser ist der Thriller der optimale Einstieg in die spannende Welt von Chefinspektor Tony Braun.
Für bestehende Tony Braun Fans, ist es interessant zu erfahren, wie alles begann.

Mit diesem Buch hab ich mich ein kleines bisschen schwer getan. Ich habe mich eigentlich bis kurz vor Schluss gefragt, was der Titel des Buchs mit dem Inhalt zu tun hat… Es hat sich dann am Ende aufgelöst und der Gedanke, dass das die Lösung sein könnte, kam mir auch am Anfang recht schnell… Allerdings fand ich das dann doch ziemlich abstrus, sodass ich den Gedanken wieder verworfen habe.
Ich fand, dass die Geschichte gerade zum Ende hin ziemlich konstruiert gewirkt hat und die Autoren (B. und C. sind ein Ehepaar) haben zu lange die Auflösung zurück gehalten, weil sie den Spannungsbogen noch nicht abbrechen wollten und dem Leser noch mal falsche Fährten legen wollten. Allerdings hätte die Geschichte es erfordert, dass man es auflöst. Oder man hätte es irgendwie charmanter verstecken müssen. Stattdessen war aber nur von „dem Besucher“ die Rede, oder von den weißen Sneakern, die das einzige waren, das man von „der Person“ sehen konnte. Im nächsten Kapitel lagen dann zufällig auch weiße Sneaker achtlos im Raum…
Ja… also es war ok, stellenweise auch spannend, aber irgendwie etwas holprig.

Leseliste Juli 2016

Mein Tolino ist jetzt 4 Wochen alt und ich habe ihn viel genutzt 🙂 Ich hab in den ersten Tagen, als ich ihn hatte, massig Bücher runtergeladen, vieles davon kostenlos. Ich glaube ich hab mir 20 Bücher runtergeladen und insgesamt nur 35 Euro bezahlt 😉 Ein Buch davon ist sogar eine riesige Sammlung von Kindergeschichten, Alice im Wunderland, Die Abenteuer von Huckleberry Finn usw. hab ich alles noch nie gelesen und dachte, das ist bestimmt immer mal nett für zwischendurch.

Das ist also meine Leseliste vom Juli 2016. Auf Seite zwei steht meine Meinung dazu, falls es irgendwen interessiert 😉

Inseltage von Jette Hansen
The Blue Teil 1 von Jenny Bollow
The Blue Teil 2 von Jenny Bollow
Aschekinder von Wilhelm J. Krefting
Heiße Küsse à la carte (Die Kelly Brüder #1) von Crista McHugh
Dunkelkammer von Kurt Jahn-Nottebohm
Das Galgenweib von Swantje Berndt
Die Spinne von Paul Finch (Kurzthriller)
Das Messias-Projekt von Markus Ridder (erst halb durchgelesen)

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Freitags-Füller 27/2016

1. Schade, es ist der erste Tag für die nächsten 9 Monate ohne unseren dämlichen Studenten und trotzdem beherrschte er heute einen Großteil meiner Arbeitszeit 😉 Wir haben das Protokoll ausgewertet, dass wir vor 4 Wochen im Gespräch mit ihm geführt haben, und haben direkt mal aufgelistet, welche Dinger er sich die letzten Tage hier geleistet hat. Heute fliegt er nach Australien und wollte deshalb gestern und vorgestern eher gehen. Tja, sorry Junge, dann hättest du Urlaub nehmen müssen, wenn es zu knapp ist… Ich werde ihn eher nicht vermissen 😉

2. Heute habe ich wieder eine Chance für einen frühen Freitagsfeierabend 😀 Die Chance werde ich auch nutzen und mich hier in einer halben Stunde vom Acker machen. Ich hoffe, mir kommt da nicht noch jemand in die Quere.

3. Ganz besonders frisch schmeckte mein Brot mit Frischkäse und Gurkenscheibchen.

4. Bei uns ind der Nähe ist ein Blumenfeld, wo man selbst pflücken darf. Dort stehen Lilien und später auch Sonnenblumen und andere schöne Sommerblumen.

5. Kurz vor dem Einschlafen habe ich sonst immer noch ein Level Candy Crush gespielt. Seit ich meinen Tolino habe, lese ich noch ein paar Seiten.

6. Das erste, was der Namenlose macht, wenn er nach Hause kommt, ist meist die Socken auszuziehen. Leider macht er das in dem Moment, wo er sich auf die Couch gefläzt hat und leider hat er die blöde Angewohnheit, Sachen und Dinge dort fallen und liegen zu lassen, wo er gerade steht. Seine Socken liegten meistens auf dem Sofa.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Büüüücher, morgen habe ich keinen Ausflug nach München geplant und Sonntag möchte ich hoffentlich im Sonnenschein ein Eis essen gehen!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Freitags-Füller 26/2016

1. Es reicht jetzt mit fauli rumliegen und fernsehen. Ich muss wieder mehr lesen. Letztes Wochenende dachte ich das auch, und ich habe das Buch gelesen, das ich vor einem halben Jahr geschenkt bekommen habe. Ich hatte noch nicht mal reingeguckt. Ich muss sagen, es war jetzt nicht so der Knaller, aber nett und irgendwie trotzdem schöner, als Fernsehen zu schauen. Und obwohl ich total auf echte Bücher stehe, habe ich mir jetzt einen Tolino gekauft 🙂

2. Wir kochen ja generell gerne und viel, nur hapert es immer an Ideen. Jetzt hatten wir drei mal eine Kochbox und waren da ganz zufrieden. Die Rezepte aus früheren Boxen kann man alle online einsehen. Oder über die App. Und da sind wirklich viele gute Sachen dabei. Wir haben schon einiges nachgekocht. Hello Fresh ist meine neuste Entdeckung im Bereich leckeres Essen.

3. Wiederholt sich so mancher Tag eigentlich? Manchmal hab ich so krasse Déjà-vues, dass ich das fast glauben mag… Oder?

4. Wasser mit Zitrone und Minze ist das allerbeste Sommergetränk.

5. Mit der linken Hand kann ich gar nix! Als ich mir meinen rechten Zeigefinger angebrochen hatte und der zusammen mit dem Mittelfinger eingegipst war, da hatte ich extreme Problem bei so einfachen Sachen wie Tür aufschließen oder Zähne putzen. Das war nicht schön...

6. Wenn der Hund Zecken hat, und die sitzen leider in jedem Busch, den sie beschnüffelt (sie hat sie dann immer direkt hinter der Nase…), und wenn sie die dann in der Wohnung verliert, das finde ich echt fies.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Buch 🙂, morgen habe ich Fubbes gucken und Pizza essen 😉 geplant und Sonntag möchte ich Schokoerdbeeren und ein Crêpe essen!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.