An acoustic evening with a-ha in der Festhalle Frankfurt

Der Namenlose ist äußerst aufmerksam. Als ich mitbekommen habe, dass a-ha in der Festhalle in Frankfurt spielt, habe ich das mal erwähnt und gesagt, dass ich eigentlich ganz gern hingehen würde. Ich hab dann sogar selbst nach Tickets geschaut, muss aber gestehen, dass ich um die 70 Euro für ein Ticket in der letzten Preiskategorie, also ganz ganz hinten, ein bisschen happig fand. Ein bisschen was sehen will man ja vielleicht auch, die Preise staffelten sich entsprechend hoch… 90 Euro für mittige Plätze… Und außerdem wusste ich, dass der Namenlose a-ha jetzt nicht so den Brüller findet und dann dachte ich, muss ich ihn da nicht mit hinschleppen, aber alleine gehen wär ja auch doof…
Als ich dann Anfang Dezember bei meiner Schwester war, ist a-ha ein einer Show im Fernsehen aufgetreten und hat Take on me live in der Akustik-Version gespielt und ich muss gestehen, dass ich etwas geschockt über die Leistung war. Es war schief, der hat irgendwie die Töne nicht getroffen… und da sag ich noch zu ihr: „na, dann ist es ja vielleicht doch nicht so schlimm, dass ich nicht zum Konzert gehe!“ 😉
Trotzdem habe ich ne Woche später noch mal nach der Ticketsituation geschaut, aber nicht gekauft.

Als ich dann zu Weihnachten mein Päckchen aufgemacht hab, und die Tickets gesehen hab, hab ich mich echt riesig gefreut und musste mir wirklich ein Freudentränchen verdrücken!
Gestern wars also nun soweit und heute bin ich arschmüde, weil wir erst um halb 12 zu Hause waren und ich dann natürlich noch nicht sofort schlafen konnte 😀

Pünktlich um 7 waren wir im Parkhaus, haben da noch 3x umgeparkt, weil wir nach der Erfahrung bei Ed Sheeran vor gut 3 Jahren noch wussten, wie lange das rausfahren gedauert hat, wenn hunderte Leute auf einmal ausparken wollen 😉 Wir haben gestern direkt vor der Ausfahrt gestanden und so hat das rausfahren dann auch nur 2 Minuten gedauert 😉

Bei milden 12 Grad sind wir vom Parkhaus zur Festhalle geschlendert, es war vollkommen entspannt, weil das ganze Konzert bestuhlt war, gab es kein Gerenne um die besten Plätze ganz vorne.
Wir hatten Plätze im ersten Rang hinten, also mit Frontalblick auf die Bühne. Über Leinwände konnte man auch ganz gut sehen, aber darauf kams eigentlich nicht an, weil sie keine Mega-Show gemacht haben. Morten Harket hatte einen Barhocker, von dem er sich eigentlich kaum wegbewegt hat und die anderen waren ja auch hinter ihren Instrumenten. Es ging eigentlich nur ums hören und die Akustik war wirklich gut!

Als der Vor-Act gespielt hat, kam der Bass etwas verzögert an, und obwohl der Typ deutsch gesungen hat, hat man eigentlich nichts verstanden. Ich hatte schon Schiss, dass das bei a-ha dann genauso kacke wird, aber die haben das super hinbekommen. Ton und Technik waren super aufeinander abgestimmt, man hat jedes Wort glasklar verstanden, kein Echo oder überlagerte Basstöne.
Es war ein Akustik-Konzert, die bekannten Hits wurden neu arrangiert und in fast besinnlichen Tönen gespielt und gesungen, und nicht geschmettert. Einige Songs von a-ha gehen ja eigentlich gut ab, aber auf dem gestrigen Konzern wurde aus allen das Tempo etwas rausgenommen und das war wirklich richtig schön!

Ich hatte mir vorab schon das unplugged-Album „Summer Solstice“, was nämlich Sommersonnenwende heißt, angehört. Diese CD ist die Aufnahme des eigentlichen unplugged-Konzerts, auf dem die Tour aufbaut. Das Video zu der Aufnahme hab ich gestern schon hier gepostet Ich seh gerade, es wurde gesperrt. jaja, ist das mit den Urheberrechten, man darf nicht einfach Sachen hochladen, die einem nicht gehören. Damit ist dann noch mal anhören und ansehen gestrichen. Schade, denn es war gestern einfach wirklich richtig toll! Ich habe drauf verzichtet Videos zu machen, der Klang übers Handy ist eh kacke und ich wollte es einfach nur genießen. Und das habe ich!

Es war einfach richtig gut, auf der Bühne waren drei Streicher, Klaviere, ein Cembalo, Klarinette… natürlich Schlagzeug und Gitarre… Diese reduzierte Begleitung hat einfach ein ganz besonderes Flair ausgestrahlt, es war so gut aufeinander abgestimmt, kein Instrument hat ein anderes übertönt oder ausgestochen, es war melancholisch, ruhig und trotzdem total kraftvoll, so dass es Gänsehaut bei mir erzeugt hat. Bei Stay on these roads sind bei mir irgendwie die Dämme gebrochen, ich weiß nicht, wieso mich dieses Lied so tief berührt, ich verbinde es mich nichts besonderem. Aber einfach alles… das ganze Arrangement, es ist so total anders, als die Studioversion. Klavier, Streicher, dazu haben sie über die Leinwände Landschaftsaufnahmen aus Norwegen gezeigt, die Stimme… irgendwie hats einfach den Nerv getroffen. Auch schon beim ersten Lied. This is our home. Ich war einfach völlig geflasht vom Klang, von den Instrumenten, von der ganzen Atmosphäre… da hab ich schon Gänsehaut bekommen.

und die Zeit ging viel zu schnell rum. Auf einmal haben sie sich schon verabschiedet. Nicht enden wollende standing ovations und Füße trampeln – alle haben eine Zugabe eingefordert, die sie auch zwei mal gegeben haben.

Es war wirklich toll, ich hab mich riesig gefreut, dass wir da waren, ich finde, ich hätte sonst was verpasst 🙂 Der Namenlose fands auch okay 😉 Er mag a-ha eigentlich nicht und sagt, er hat immer weggeschaltet, wenns mal im Radio lief. Er kannte auch bloß 3 oder 4 Lieder. Tja… wenn man auch immer wegschaltet 😀 ich kannte eigentlich alle, konnte nicht alle mitsingen, aber bis auf eins hatte ich alle zumindest schon mal gehört. Und ich fands jedenfalls total schön, dass er mir die Karten geschenkt hat und mitgekommen ist *Herzaugensmiley* 🙂

Feuerberge, Bücher & Bars – 12.-14.05.2017

Weiter gehts mit dem Lanzarote-Bericht. Oh man ich komm hier echt zu nix…

Wir wollten ja auch noch in den Timanfaya-Nationalpark. Ein paar typische Touri-Sachen machen wir ja schon mit 😉 Vulkane gehören dazu.
Wir wollten eigentlich schon am Mittwoch hin, aber als wir an der Einfahrt vorbei kamen und die Schlange an der Schranke gesehen haben, sind wir woanders hingefahren.
Freitag waren wir etwas früher dran und wir hatten nur zwei Autos vor uns.

An der Schranke: „Two persons? Twenty Euros please.“ Wir, völlig paralysiert, holen das Portemonnaie raus und zahlen 20 verdammte Euro für den Eintritt…
Auf der Zufahrt wurde uns das erst bewusst 😉
Am eigentlichen Centro wurden wir wild winkend von einem Einweiser in einem Ranger-Kostüm in unseren Parkplatz eingewiesen. Kaum ausgestiegen wies uns ein zweiter Ranger den Weg. „The orange bus!“ Hä?? Kann ich mich erstmal umsehen? Was ist das hier? Wo sind wir eigentlich? Himmel und Menschen!! Ein Bus nach dem anderen quälte sich durch die Massen. Da war ein Gebäude. Was ist da drin? „German? English? The orange bus, please!“
Wie die Lemminge sind alle aus den Autos zu dem Bussen getrottet und eingestiegen. Als wir drin saßen, hab ich erstmal total abgekotzt. Sowas regt mich ja tierisch auf. Das hab ich regelrecht als Entmündigung empfunden. Ich hätte mich gern erstmal akklimatisiert. Hätte gern erstmal geguckt, was da alles ist. Das ging da auch bergauf, man hatte eigentlich eine nette Sicht…

So, wir saßen also in diesem scheiß Bus und mussten warten, bis der voll ist. Bloß gut fehlten nicht mehr viele Leute, denn es war extrem warm.
Der Bus fuhr los, durch die neuen Menschenmassen, die da ankommen, und fuhr um die Vulkane rum. Dazu lief ein Band auf Spanisch, Englisch und Deutsch und hat was zur Geschichte von Lanzarote und den Vulkanen erzählt. Immer mal wieder hielt der Bus an und die Menschen klebten an den Scheiben um Videos und Fotos zu machen. „Links sehen Sie…“ Ein Wunder, dass der Bus nicht umgekippt ist, bei der plötzlichen Gewichtsverlagerung…
Ja, also diese Tour ging ungefähr eine halbe Stunde und war ja aber dann ganz nett. Man darf halt selbst nicht mit dem Auto da rumgurken. Verständlich.

Als wir zurück waren, kamen wieder die Ranger und haben die ganzen Lemminge gleich zu nächsten Attraktion geleitet. Dem Loch im Boden, wo sie Stroh anzünden. Überall standen da Mitarbeiter in ihren Kostümen, und haben den Leuten Steine in die Hand gegeben. Kleine Steinchen, die da überall rumlangen. Die waren scheiß heiß! 😉 Dann standen alle um das Loch, und der Ranger hat einen trockenen Busch reingesteckt. Der hat sich dann allein durch die vorhandene Erdwärme entzündet.
Die andere Variante um die Erdwärme zur Schau zu stellen, ist die Wasserfontäne. Es gibt da ein paar „Schornsteine“ die aus dem Boden ragen, da qualmt es die ganze Zeit raus. Dann gießen sie da einen Eimer Wasser rein und nach ein paar Sekunden schießt eine Wasserdampfwolke heraus. Alle erschrecken sich, weil das auch noch zischt und Krach macht 😉

So, wenn du das alles gesehen hast, wars das fast. Es gibt noch einen Grill, der auch nur mit der Erdwärme funktioniert. Da grillen Sie Hähnchen, die man in dem Restaurant sicherlich bestellen kann.
Dann gibts noch einen Souvenir-Shop aber das wars. Eigentlich sollst du dann auch schnell wieder weg, damit dein Parkplatz für den nächsten frei wird…

Echt der Hammer, wie viele Leute die da am Tag durchschleusen. Und wir waren jetzt im Mai da. Im Hochsommer ist ja da noch mehr los…
Hätten wir diesen Ausflug übrigens bei unserem Reiseveranstalter gebucht, hätten wir noch ein Essen dort im Restaurant dabei gehabt und hätten pro Person 54 Euro bezahlt. Die Rundfahrt und die Feuer- und Wasser-„Show“ wäre aber genau die gleiche gewesen. Aber klar, der Busfahrer muss ja bezahlt werden und TUI will auch noch seinen Anteil.

So, der Tag war noch jung, aber wir waren eigentlich mit unserem Programm durch. Also sind wir einfach blind drauf los an die Küste gefahren, in einen winzig kleinen Ort. Tenesar. Dort war nichts, außer ein paar Häuschen. Selbst die Straße war nur ein Sandweg. Wir haben uns etwas abseits direkt an der Küste dort auf die Steine gesetzt und zugeschaut, wie das Meer hochpeitscht und welche Strömungen da so wirken. Also da will man echt nicht ins Wasser fallen. 😉
Je nach dem wie hoch da das Wasser steigt, werden die Steine überspült und in den Löchern sammelt sich das Wasser. Da die Steine schwarz sind und die Sonne drauf knallt, verdunstet das Wasser und zurück bleibt nur das Salz. Wir hätten uns also eigentlich unser eigenes Fleur de Sel mitnehmen können 😉

Nun ja, irgendwie hatten wir alles gesehen, was wir sehen wollten, so richtig wussten wir nicht mehr, was wir noch machen wollen, also sind wir zurück gefahren ins Hotel. Unterwegs haben wir in einem kleinen Restaurant angehalten und etwas gegessen und haben den Nachmittag dann lesend im kühlen Hotelzimmer verbracht und den Abend dann wieder im Irish Pub 🙂

Samstag waren wir zu Fuß in die andere Richtung vom Hotel aus gesehen in Puerto del Carmen unterwegs. Mittags haben wir in einem kleinen englischen Imbiss gegessen (wie viele Engländer und Schotten da sind! Unglaublich!!), aber es war echt eklig. Wir haben uns hinterher geärgert.
Auch Samstag haben wir sonst nur gelesen und gefaulenzt.

Sonntag hatten wir dann noch den ganzen Tag Zeit. Das hat hervorrangend gepasst, weil der Namenlose gern Formel 1 gucken wollte ;D in unserem Stammpub war das möglich. Anschließend haben wir an der Poolbar im Hotel noch einen Smoothie getrunken und sind dann zum Flughafen gefahren und hätten fast noch das Tanken vergessen 😀 das ist echt so typisch wir 😉

Insgesamt war das ein sehr schöner Urlaub. Wir haben wieder alles richtig gemacht XD außerhalb der Hochsaison, Mietwagen und natürlich durchs Geocaching auch wieder Ecken gefunden, die wir sonst nicht gesehen hätten. Auch, dass die letzten beiden Tage so gechillt waren, war perfekt. Ich hab nämlich mal wieder echt viel gelesen 🙂 

Highland-Highlight – 16.09.2016

Natürlich war eigentlich der Viadukt mein Urlaubs-Highlight. Aber ich wollte unbedingt Highland-Rinder sehen. Eine Kuh hatten wir ja schon gesehen, aber die war hinterm Zaun. Und die war nicht so schön rot 😉 Mein Klischeebild einer Highland-Kuh ist rothaarig, zottelig, gemächlich mit riesigen Hörnern 😉
Das hab ich bekommen!

Wir sind in Applecross sehr früh wach geworden. Nachdem wir jetzt alle möglichen Schlafvarianten ausprobiert hatten, haben wir die auf dem Bett unten, was man jeden Tag bauen muss, als die beste Variante empfunden. Und um es vorweg zu nehmen, ich hab den restlichen Urlaub gut geschlafen. Meistens, weil ich von so viel frischer Luft, so viel Aktivität und einem oder zwei Cidern am Abend einfach so knülle war, dass ich auch auf einem Holzbrett hätte schlafen können 😉

Also morgens in Applecross haben wir Kaffee gemacht, die Stühle rausgeholt und draußen am Meer den Kaffee getrunken. Es war so ruhig und schön, total windstill, sodass es kaum Geräusche vom Wasser gab. Leider optimale Bedingungen für Mücken… Aber mit Autan ging das schon.
Unser Nachbar in dieser Nacht war auch schon früh auf den Beinen. Ein Rentner, der zusammen mit seiner Frau und Hund Holly WoMo-Urlaub macht. Er hat uns ein Gespräch aufgedrückt, aber ich hab ihn mehr schlecht als recht verstanden. Alter hatte der einen Akzent! Und er hat nicht mal ansatzweise versucht, deutlicher zu sprechen, nachdem wir bei jedem zweiten Satz nachfragen mussten 😉

Wir haben uns dann verabschiedet und sind losgefahren. Weiter die Küste hoch nach Norden. Es war noch kein Mensch unterwegs, nur ein paar Schafe. Das Wetter war super. Man hatte klare Sicht nach Raasay, einer Insel zwischen dem Festland und Skye. Die Sonne ging grad auf und auf einem Parkplatz haben wir angehalten und versucht, das Licht einzufangen. Was uns natürlich nicht gelungen ist, aber wir haben es trotzdem versucht 😉
Als wir dann über die nächste Bergkuppe gefahren sind, waren sie da: die Rinder! Die Sonne stand noch so tief, dass sie total warm und orange-gelb geleuchtet hat, wir hatten die Sonne im Rücken und es war echt der perfekte Moment! Das Fell der Kühe hat gestrahlt in dem schönen Licht. Ein Auto kam hinter uns, aber die haben nur zwei, drei Fotos gemacht und sind dann weiter gefahren. Ich hätte meine ganze Speicherkarte voll knipsen können, so begeistert war ich von den Tieren und dem Licht.
Es war so toll! Die Kühe sind am Straßenrand entlang gelaufen, haben gefressen und sich überhaupt nicht von uns stören lassen. Bevor wir ausgestiegen sind, kam eine ans WoMo rangelaufen und hat neugierig geguckt, was das ist 😀 Wir hatten ein wenig Angst um unseren Spiegel und den Lack. Die Hörner sind doch echt gewaltig und respekteinflößend. Überhaupt sind die einfach sehr groß, wenn die vor einem stehen. Und massig. Also wenn die losrennen und einen anrempeln… puh… Da sie auch Kälbchen hatten, hab ich mich zuerst auch nicht so dicht rangetraut. Ich bin in der Hocke auf sie zugegangen, weil ich nicht wollte, dass sie mich als Bedrohung empfinden. Aber die waren sehr ruhig und sanftmütig. Wahrscheinlich dachten sie, ich wär ihre Schwester 😀

Schweren Herzens hab ich mich dann losgerissen und wir sind an der Küste weiter gefahren. Wir haben kaum ein Auto getroffen, es war ja immer noch früh am Tag.
Wir hätten alle paar Meter anhalten können, um Fotos zu machen, es sah einfach so schön aus! In Kinlochewe haben wir dann wieder getankt und anschließend Pause gemacht, bevor wir weiter gefahren sind in Richtung Ullapool.

Ullapool – ultracool 😉 Wir wollten da hin, weil es da die besten Fish&Chips der Welt gibt 😉 Der Namenlose war in seiner Schottland-Zeit damals einmal kurz in Ullapool hatte welche gegessen und er wollte da unbedingt noch mal hin.
Unterwegs haben wir ein paar super schöne Buchten gesehen. Bei Ebbe ist das ziemlich faszinierend, weil das Wasser sooo weit zurück geht…
In Ullapool mussten wir feststellen, dass der beste Fish&Chips-Laden geschlossen hatte… na toll! Ausgerechnet! Wir haben dann in einem anderen „award winning“ Imbiss Fish&Chips geholt. Das muss ja mindestens der zweitbeste gewesen sein 😉
Im Tesco haben wir anschließend noch unsere Vorräte aufgefüllt, bevor wir immer weiter nach Norden gefahren sind. An einer Straße stand dann wieder dran, dass sie nicht für Wohnmobile geeignet ist… das hat den Namenlosen aber wieder nicht gestört. Ich hab an den super engen Stellen und Kurven einfach die Augen zu gemacht…

In Inverkirkaig, am Arsch der Welt, haben ungefähr 5 Leute gewohnt, dafür ungefähr 100 Schafe 😉 Es gab eine Telefonzelle und einen Briefkasten und ich hab beschlossen, die Pause zu nutzen um noch ein paar Karten zu schreiben, die ich in Ullapool nachgekauft hatte.

Ach, als ich am Freitag übrigens erzählt hab, dass die Karten immer noch nicht da sind, haben mich dann doch noch ein paar Nachrichten erreicht, dass sie nun doch angekommen waren. Wenn man vom Teufel spricht also 🙂 Deshalb werde ich jetzt auch gleich darüber wettern, dass die vier Karten, die ich dort eingesteckt hab, auch immer noch nicht angekommen sind!! Und ich hoffe, dass sich das damit heute von selbst erledigt 😉
Selbst die Karte an meinen Chef-Arsch ist gestern angekommen, obwohl ich sie noch 5 Tage später abgeschickt habe…

Von Inverkirkaig gings dann das letzte Stück nach Lochinver, wir die Nacht am Hafen verbracht haben. Nicht ohne vorher in den Campingstühlen den Sonnenuntergang anzuschauen und dabei ein Dosenbier/-cider zu trinken und anschließend noch im Hafenpub ein frisch gezapftes Bier und Cider 😉

Roadtrip in die Berge – 26.05.

So, eeeeeendlich finde ich die Zeit, von unserem doch-noch-Urlaub zu erzählen 🙂
Mittwoch am frühen Abend konnten wir uns dann nämlich doch noch entscheiden. Berge. Seit wir auf der Zugspitze waren, hat uns das wohl irgendwie angefixt 😉 Ich hätte früher nie gedacht, dass mich das wirklich mal so fasziniert. Wobei ich immer noch denke, dass ein Entspannungsurlaub am Meer sein muss. In den Bergen ist es auch entspannend, aber da ist man viel aktiver als am Meer.

Also, Mittwoch, 19:30 Uhr. Zimmer für die ersten zwei Nächte waren gebucht und wir hatten aus dem letzten Roadtrip gelernt und haben uns vorbereitet! Wir sind noch schnell zum Lidl gefahren, haben Wasser, Kekse und Schoki gekauft, waren sogar noch mal tanken 😉 und haben dann eine Liste geschrieben, woran wir unbedingt denken müssen. Das Kissen zum Beispiel.

Donnerstag 5:10 Uhr Abfahrt nach … tätärätäääää… Chamonix-Mont-Blanc. Ja, wir wollten aufs Dach Europas 😉
Ganz so einfach ist das dann doch nicht. Man muss dann schon Bergsteigen wenn man auf den Gipfel will, aber soooo krass sind wir dann doch nicht drauf 😉
Gegen 7 Uhr waren wir in Freiburg und wollten noch einen Kaffee beim Mäcces holen, aber der hatte zu… Hat erst um 8 aufgemacht. an einer Autobahnraststätte. also das hab ich ja auch noch nicht erlebt!

Naja, weiter gings dann mit maximal 120 durch die Schweiz bis nach Montreux am Genfer See. Da haben wir einen kurzen Zwischenstopp eingelegt und einen Kaffee und ein Milchshake bei Mäcces geholt. Die Parkgebühren waren sogar ganz human. Aber die Trulla bei Mäcces hat uns total abgezockt.
Wir hatten noch keine Franken getauscht, weil wir ja erstmal bis nach Frankreich wollten. Man kann ja in der Schweiz auch überall mit Euro zahlen. Das wussten wir, weil wir vor ein paar Wochen an den Rheinfällen waren und in Stein am Rhein eine Bratwurst gegessen haben, die 11 Franken kosten sollte. Als wir gesagt haben, dass wir nur Euro haben, war das kein Problem. Uns wurde der Preis in Euro genannt: 11 😉

Lange Rede… Ein Kaffee und ein Milchshake sollten 7,50 CHF kosten. Euro ging, aber sie hat nur Scheine genommen. 10 Euro also, das Rückgeld war wieder in Franken. 1,60 CHF, was viel zu wenig ist, wie uns hinter aufgefallen ist. Aber egal. Umgerechnet ca. 6,70 für einen Kaffee und ein Mini-Milchshake war schon zu viel 😉

Wir haben dann am riesigen Genfer See gesessen und getrunken, bevor es dann weiter ging Richtung Frankreich.
In Chamonix angekommen haben wir erstmal ins Hotel eingecheckt und ich hab mich sogar getraut, das auf Französisch zu machen. Ich hab allerdings nichts von dem verstanden, was er mir danach erzählt hat 😀
Das Highlight des Tages war dann die Seilbahnfahrt auf den Aiguille du Midi, einem Vorgipfel am Mont Blanc-Massiv.

Auf 3777 m Höhe war es eiskalt und extrem windig. Leider schien die Sonne auch nicht, so dass wir uns darin nicht aufwärmen konnten. Aber wir waren ja warm angezogen und es gab ja auch Räumlichkeiten, in denen man sich aufhalten konnte. Bevor wir die letzte Seilbahn nach unten genommen haben, hab ich zum Beispiel im Café noch einen Tee für schlappe 3,50 getrunken 😉
Einen Cache gab’s da oben auch zu finden und da gefühlt nur drei andere Leute mit uns auf dem Berg waren, hat uns auch niemand gesehen, als wir den gesucht haben.

Das eigentliche Highlight da oben ist aber der Glaskasten. Step into the void – der Schritt ins Leere.
Wir haben unten schon Werbung dafür gesehen und ich wollte da unbedingt rein 😀 von der Bergstation fährt man mit einem Fahrstuhl noch mal ca. 60 m hoch, auf den Gipfel des Aiguille du Midi, auf 3842 m und dort ist noch mal eine kleine Aussichtsplattform und eben dieser Glaskasten. Der Warteschlangen-Aufbau zeigte ein Schild „Ab hier warten Sie 45 Minuten“ und wir waren wieder froh, dass keine Saison war und nur so wenig Leute oben waren. Wir konnten ohne zu warten mit dem Fahrstuhl hoch fahren und direkt in den Glaskasten steigen 😀
Oh man, ging mir die Muffe 😀 ich wusste nicht, ob ich lachen oder heulen soll, ich hab gezittert wie Espenlaub und mein Puls war mindestens auf 180 😀 aber es war ziemlich cool!

Von da ganz oben haben wir dann noch mal versucht den Mont Blanc zu sehen, aber es war sehr wolkig und er hat sich uns nicht gezeigt. Man sieht auf dem Bild, wo die Tafel mit drauf ist, wo er sein müsste 😉

Dann gings also mit der letzten Bahn wieder runter. Pro 150 m ein Grad wärmer, haben wir irgendwo gelesen… Kann hinkommen. Unten empfingen uns 23 Grad und wir haben uns erstmal wieder ausgezogen.
Ab ins Hotel, das eine Tür am Bad hatte 😉 und dann haben wir erstmal gepennt. Das war alles doch ganz schön viel für einen Tag!

Als wir gegen halb neun wieder wach waren, hatten wir Hunger und sind noch mal los und haben uns ein leichtes 3-Gänge-Menü gegönnt 😉 und sind dann kaputt und satt ins Bett gefallen.

Schloss Neuschwanstein und Stau heimwärts – 02.01.

Weil wir ja nun grad in der Gegend waren und ich noch nicht da gewesen bin, sind wir gleich noch zum Schloss Neuschwanstein gefahren, bevor wir den Heimweg angetreten haben.

Also wirklich: Deutschland ist wirklich schön! Auch zu dieser Jahreszeit. Es sieht einfach sooo schön aus, wenn der Nebel da an den Bergen hängt oder über den Feldern steht.
Unser Vorteil zu dieser Jahreszeit war, dass es nicht so voll war. Und das ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn es war voll! Ich sags auch hier gern noch mal: ich will ü-ber-haupt-gar-nicht wissen, was da im Sommer los ist!
In dem Dorf „unter“ Neuschwanstein sind sämtliche Hinweisschilder auch auf japanisch. Das ist wahrscheinlich das ultimative Ziel in Deutschland 🙂
Es ist aber auch ein wirklich schönes Schloss. Leider waren wir nicht drin, weil wir erst oben gecheckt haben, dass es Tickets dafür nur unten im Ort gab… Wir Trottel 😉
Aber gut, es war auch von außen sehr schön und eigentlich steh ich eh nicht so drauf, mich mit Menschenmassen im 5-Minuten-Takt durch abgesteckte Wege zu drängen…
Dafür haben wir oben am Schloss noch einen Cache gemacht. Unbemerkt von allen anderen, weil die ja nur Augen fürs Schloss hatten 😉

Vom Schloss oben hatte man dann einen schönen Blick auf die Marienbrücke und den Pöllatfall in der Pöllatschlucht. Wegen Steinbruchgefahr waren die Wege in die Schlucht leider abgesperrt. Wir wären sonst gern mal runter gegangen, denn auch die Schlucht an sich stellte einen Cache dar. (ein sog. Earth-Cache, falls das jemanden interessiert 😀 )

Unten im Ort sind wir dann auch noch mal zum Alpsee gelaufen, denn dort gab es ein altes Bootshaus, wo auch ein Cache versteckt war. So dicht am Tourismustrouble und doch so idyllisch und ab vom Schuss! Richtig schön war das da.

Anschließend haben wir uns in den Stau nach Hause gestellt. um 15 Uhr sind wir losgefahren. Wir hätten in vier Stunden daheim sein können. Es hat dann aber 6,5 Stunden gedauert, weil wir von einem Stau in den nächsten gerollt sind…
Zu Hause gabs dann wieder Pizza und wir waren froh, dass der Supermarkt am Hauptbahnhof sonntags geöffnet hat, sonst hätt es Sonntag schon wieder Pizza geben müssen 😉
Und überhaupt war es ganz gut, dass wir schon samstags zurück waren, so konnten wir den Sonntag noch mal ausruhen, bevor es heute wieder losging mit dem Ernst des Lebens.

Zugspitze – 01.01.

Nach dem Ausschlafen haben wir uns wieder dick eingepackt. Das Ziel war die Zugspitze! Was für ein Start ins neue Jahr! 🙂

Erstmal sind wir nach Garmisch-Partenkirchen gefahren, weil von da die Zugspitzbahn fährt. Wir wollten ja nicht hochwandern 😉 Dazu war es eh auch schon zu spät. wir sind ja erst um elf oder so aus München losgefahren.
In Garmisch sind wir ein bisschen umher gefahren und ich ägere mich ein bisschen, dass ich nicht aus dem Auto heraus versucht hab die Skisprungschanze zu fotografieren. Aber man hat sie immer nur so kurz gesehen und wir sind dann leider nicht näher herangefahren. war ja wegen des Neujahrsspingens alles dicht 😉 Um das Eisstadion herum, von wo scheinbar ein Shuttlebus gefahren ist, gab es keinen einzigen feien Parkplatz mehr. Keine Ahnung ob und wie man zur Schanze direkt gekommen wär, aber gut. Wir haben sie ja trotzdem gesehen. Zumindest kurz.

Dann haben wir uns da in ein Wirtshaus gesetzt und haben erstmal Mittag gegessen und noch mal gegooglet, wie man jetzt auf die Zugspitze kommt.
Von Garmisch dauert das mit der Zugspitzbahn (eine Zahnradbahn) über eine Stunde… Mit Stopps in ein paar Orten zwischendurch. und die letzte Bahn fuhr scheinbar nicht mehr nach Garmisch sondern nur noch nach Eibsee, von wo aus auch ne Seilbahn fährt, was die zweite Möglichkeit ist, da hoch zu kommen… Also haben wir entschieden, dass wir selbst nach Eibsee fahren (was mitm Auto höchstens 20 Minuten gedauert hat) und von dort überlegen, ob wir die Seilbahn oder die Zahnradbahn nehmen.

Hoch sind wir mit der Seilbahn gefahren, weil das schneller ging. 2 Kilometer in 10 Minuten. Unten war alles grau und nebelig. Man konnte nicht mal sehen, wo die Seilbahn hinfährt, weil der Nebel am Berg hing.
Aber als wir dann durch die Nebel- und Wolkenschicht durch waren, empfing uns strahlender Sonnenschein. es war uuuunglaublich schön! Echt! Schade, dass man wegen der Wolken nicht nach unten gucken konnte, aber wie die Gipfel aus den Wolken rausgucken, das hatte auch was für sich!
Kalt wars da oben! -7 Grad. Aber die Sonne hatte richtig Kraft und wenn man an einer windgeschützten Stelle stand, dann wars gar nicht kalt.
Da oben sind wir dann auch mal schnell nach Österreich rüber gegangen und haben da einen Kaffee und einen Tee getrunken 😀
Über 1,5 Stunden haben wir uns da oben aufgehalten, bevor wir mit der Gletscherbahn vom Gipfel zum Zugspitzplatt rüber gefahren sind und von dort mit der Zahnradbahn nach unten.

Leute, wenn ihr da hoch und runter wollt und keine Höhenangst habt, dann nehmt die Seilbahn! Es dauert einfach mal nur 10 Minuten und man sieht was. (es sei denn man hat Nebel 😉 )
Die Bahn fährt von oben nach Eibsee nur durch einen Tunnel, man sieht einfach gar nix und es dauert ewig. 45 Minuten. Von Eibsee nach Garmisch fährt sie draußen und dann mag das wieder nett sein, aber das Stück nach oben lohnt sich mit der Bahn überhaupt nicht.
Und mir gings auf einmal dreckig. Mir ist oben auf einmal übel geworden. ich konnte nicht mehr stehen. Mir wurde kalt. Ich war froh, dass wir in der Kack-Bahn einen Sitzplatz hatten. Ich hätte das nicht stehen können, dann wär ich umgekippt. Der Namenlose hat gesagt, dass es in der Bahn unglaublich warm war, völlig überheizt… aber ich hab gefroren. Ich saß da dick eingepackt in die Jacke, mit Schal, Mütze und Handschuhen und hab am ganzen Körper gezittert.
Ich konnte es kaum abwarten, aus dieser Bahn auszusteigen.
An der frischen Luft wurde es dann auch langsam besser. Der Namenlose hat mir dann erstmal ein Stück Schoki aufgeholfen, um den Blutzuckerspiegel zu heben. Ich hab mich zur Bewegung gezwungen und bin zügig umhergelaufen, als der Namenlose noch eine geraucht hat, um den Kreislauf anzuregen…
Ganz seltsam.
Trotzdem war es ein wahnsinnig schöner Ausflug nach da oben! 🙂

Achso: einen Cache haben wir da oben natürlich auch gemacht 😉 aber wegen der Baustelle kam man nicht direkt zu der Dose. Ein Foto hat dann gereicht.