Bye-bye Aida – 18./19.02.2020

Der zweite Seetag verlief ähnlich unspektakulär wie der erste. Es war leider etwas kühler, sodass wir dieses mal nicht das Bett auf dem Balkon gebaut haben.
Stattdessen sind wir ein bisschen übers Schiff gelaufen, sind durch die Geschäfte getingelt und haben Kuchen gegessen. Man hat die Zeit schon ganz gut rumbekommen.
Am Nachmittag fand dann die „nautische Stunde“ statt, da stellt sich der Kapitän den Fragen von den Passagieren. Das war wirklich sehr interessant, weil einige Leute wirklich sehr interessante Fragen gestellt haben. Ich hab natürlich alles auch wieder vergessen 😉 Aber es war wirklich interessant und kurzweilig.

Am Abend hatten wir wieder einen Tisch in einem À-la-carte-Restaurant reserviert. Wir gingen ins French Kiss, da gab es auch sehr sehr leckere Sachen. Selleriesüppchen, Bouillabaisse, Tartar, Rinderfilet, Creme Brûlee… nomnom. Vooooollgefuttert waren wir dann noch mal im Pub und haben anschließend die Koffer schon mal gepackt.

Am Mittwoch war es dann auch schon so weit. Wir gingen von Bord. Leider war auch am Abreisetag nicht mehr genug Zeit, um einen Ausflug auf Teneriffa zu machen, also blieb uns nur, in Ruhe zu frühstücken. Wir wollten uns eigentlich im Snack-Corner, wo es belegte Brote und Brötchen gab was mitnehmen, für die Heimreise, aber das durfte man nicht. Man man man… Also haben wir beim Frühstück Brötchen geschmiert und heimlich eingepackt. Ich hatte vorausgeplant und hatte extra Tüten dafür im Rucksack 😉

Danach fuhren wir mit dem Bus zurück zum Flughafen und mussten uns dann in einer kilometerlangen Schlange zum einchecken anstellen. Boah wie die Leute da gekotzt haben. Die haben sich so maßlos aufgeregt, wie es nur Deutsche können 😉 Ich war drauf und dran das Pärchen hinter uns anzuranzen, dass sie doch mal die Klappe halten sollen, weil sie es doch eh nicht ändern können.
Irgendwann kam dann die Durchsage, dass alle Passagiere von unserem Flug sich separat anstellen sollen. Wir hatten die Zeit gar nicht im Blick, aber es war schon eine Stunde vor Abflug.
Wir also raus aus der Schlange und an den anderen Counter. Wir waren dann die letzten, die noch eingecheckt werden mussten und man teilte uns mit, dass man das nicht könnte, weil es ein technisches Problem gab.
Inzwischen wurde dann auch die Durchsage gemacht, dass die Passagiere eines anderen Fluges sich dort anstellen sollen und was ist passiert? Alle Leute sind aus der Schlange rausgerannt und nach vorne an alle Counter (und nicht nur den separaten Counter)… oh man 😀

Wir standen derweil immer noch am Check-in und hatten keine Plätze, aber man versicherte uns, dass noch welche für uns frei wären 😉
Irgendwann war es dann soweit, wir mussten dann aber noch durch die Sicherheitskontrolle, aufs Klo wollte ich auch noch mal und dann waren wir echt die letzten, die eingestiegen sind, aber man hat auf uns gewartet 😉 Unser Gepäck wurde auch noch eingeladen und dann konnten wir mit ca. 30 Minuten Verspätung abheben und uns auf den Weg in die Heimat machen.

Fazit:
Eine Seefahrt die ist lustig… jep… Ich würde nicht ausschließen, noch mal eine Kreuzfahrt zu machen. Ich fand es grundsätzlich cool, jeden Tag woanders zu sein, auch wenn ich zwischendurch dachte, dass zwei oder drei Tage auf der gleichen Insel auch schön wären.
Die vielen Leute haben mich echt genervt. Auch wenn ich das eigentlich wirklich nur beim Essen gemerkt habe, aber essen ist mir wichtig. Ich möchte nicht hektisch in mich rein schaufeln, das macht man im Alltag leider oft genug. Wenn ich im Urlaub bin, will ich in Ruhe und in schöner Atmosphäre essen.
Das Schaukeln fand ich im Nachhinein nicht so schlimm, nachdem ich mich daran gewöhnt hatte. Das Knarzen von irgendwelchen Teilen in der Kabine bzw. auf dem Balkon war allerdings schon manchmal nervig.
Das Schiff war mir persönlich auch zu groß und zu unübersichtlich, aber es war schon alles schön gemacht. Wenn man mit dem Fahrstuhl hoch und runter gefahren ist, waren die Decks unterschiedlich beleuchtet und eingerichtet. Ich frage mich gerade, ob da ein System hintersteckte. Ich glaube die Kabinendecks waren alle rot und da wo man bespaßt wurde, war es blau oder grün… hm… das hätte mir mal vorher auffallen sollen.
Naja, also wenn noch mal Kreuzfahrt, dann auf jeden Fall mit einem kleineren Schiff! Und von mir aus auch mit einer anderen Reederei. Einfach um mal zu gucken.

Auf See – 16.02.2020

Vor 7 Uhr war für mich mal wieder die Nacht vorbei. Ich weiß nicht warum, das ist aber bei mir oft so, wenn ich frei hab. Dann werde ich früh wach. Und wenn ich arbeiten muss, könnte ich noch ewig weiter schlafen…
Wir fanden heraus, dass es eine Bar gab, in der man schon ab 6 Uhr morgens Kaffee bekam, also sind wir aufgestanden und dorthin gegangen, haben dann draußen gesessen und den Sonnenaufgang angeschaut.
Dann sind wir um 8 Uhr pünktlich zum Frühstück gegangen und haben uns anschließend unser privates Sonnendeck eingerichtet.

In der Kabine war ja eine Couch. Die kann zum dritten Bett aufgeklappt werden. Und über der Couch ist eine Klappe in der Decke, dort kann man ein viertes Bett ausklappen. So hatten wir also zwei Matratzen, die aus Allergiegründen mit einem gummiartigen Bezug überzogen sind und die wir uns dann ohne schlechtes Gewissen auf unseren Balkon gelegt haben. Mit Allergieüberzug wurde wenigstens nichts schmutzig 😉 Dort haben wir also stundenlang gelesen, gedöst und die Sonne genossen als sie nachmittags rum kam.
Irgendwann ziemlich spät sind wir Mittag essen gegangen und es war trotzdem total voll…

Abends haben wir auf dem Balkon den Sonnenuntergang angeschaut und sind nach dem (nervigen) Abendessen im Buffetrestaurant ins schiffseigene Fernsehstudio gegangen, wo „Wer wird Millionär“ gespielt wurde. Die ersten 400 Zuschauer in dem Studio bekamen Abstimmgeräte und so war der Andrang auch echt groß, aber wir waren rechtzeitig da. Leider waren wir bei der Auswahlfrage nicht schnell genug und konnten nicht auf den heißen Stuhl 😉
In diesem TV-Studio wird fürs Bordfernsehen produziert. Es gibt immer eine Art Late Night Show (die wir uns aber nie angeschaut haben) und solche Unterhaltungs-/Quizsendungen, die man dann nämlich auch auf der Kabine im Fernsehen schauen kann.
Bei den Quizsendungen kann man dann kein Geld aber Punkte gewinnen. Das geht dann los bei zB einem Cocktailgutschein über einen Gutschein in einem der Spezialitätenrestaurants bis hin zu einem weiteren Urlaub mit Aida als 1.000.000-Punkte-Gewinn.

Anschließend waren wir noch was trinken und sind dann zurück ins Schaukelbett gegangen. Weiter gings nach Madeira.

Gran Canaria – 15.02.2020

Ach ja, auf Gran Canaria hatte ich mich ja auch echt gefreut, weil ich da noch nicht war. Weil wir da sogar beide noch nicht waren. Aber irgendwie hatten wir beide schlechte Laune an dem Tag.
Ich hatte mal wieder scheiße geschlafen und war trotzdem um 7 wach. Beim Frühstück haben mich die Leute genervt. Ich wollte einfach bloß meine Ruhe und wir hatten für Gran Canaria mal wieder keinen Plan.

Hach… der Tag fing also super an. Zumindest gab es heute keine Schlange bei der Autovermietung. Wahrscheinlich, weil Gran Canaria An- und Abreisehafen war und daher gar nicht so viele Leute auf Ausflüge gegangen sind, wie in den anderen Häfen. Wir hatten wieder ein Auto reserviert und ich weiß nicht, was für eins für uns vorgesehen war, aber der Typ von der Vermietung hatte uns vor Ort noch die Schlüssel getauscht. Er hatte erst andere in der Hand, dann fragte er uns, ob wir nur zu zweit sind und dann hat er unter den Tisch gegriffen und einen anderen geholt. Vermutlich hat er auch noch gedacht, dass er uns einen Gefallen damit tut: Es war ein Fiat 500L… Cabrio… hach…
Auf der Fahrt hat mich das offene Dach eigentlich nur genervt, weil die Sonne reingeknallt hat und ich einfach nur Angst hatte, mich höllisch zu verbrennen. Also haben wir es wieder zu gemacht und zu gelassen.

Jaja… klingt super, ne? Mir ging meine Laune selber auf den Sack. Also hab ich versucht mich zusammen zu reißen.
Wir sind dann erstmal nach Maspalomas runter gedüst. Komplett für den Arsch sag ich euch! Spart euch das. Ja, da ist diese riesige Düne und die sieht schon cool aus, aber es ist windig und der Sand weht auch überall hin. Vor allem in die Augen. Und Maspalomas und die ganze Ecke da unten, ist nun auch echt nicht schön. Es ist voller Menschen und echt groß. Parken ist ne Katastrophe und es steht einfach bloß ein großer Hotelklotz am anderen.

Aber wir waren tatsächlich wegen der Düne da, weil ich halt gern hin wollte. Ich wär da auch gern ein bisschen rumgelaufen, hätts mir ein bisschen angeschaut, wenn ich nun eh schon da bin, aber der Namenlose hat sich nicht mal die Mühe gemacht seine Schuhe auszuziehen… Dann wollte ich da eigentlich gern einen Cache machen, dazu sollte man ein sogenanntes „Pano-Dash“ machen. Das ist ein Panoramafoto, wo man selbst mehrmals drauf ist.
Naja, der Namenlose hat da nicht so richtig viel Geduld für sowas. Wir haben eins gemacht, aber ich bin darauf verwackelt, und deshalb wollte eigentlich noch ein oder zwei machen, aber er hatte da ganz offen keinen Bock drauf.
Ja ok… Die Stimmung war am Tiefpunkt.
Ich hab mir dann überlegt, dass ich mich lieber mal mit Sonnencreme eincreme, weil die Sonne da ganz schön runtergeknallt hat. Mir war mega warm, ich hatte zu viel an, ich hab geschwitzt und mich eklig gefühlt, ich hatte Durst und langsam bekam ich auch Hunger. Ganz schlechte Kombi.

Also haben wir uns auf die Suche nach Futter gemacht, obwohl es noch gar nicht so spät war. Wir fuhren weiter nach Westen nach Lomo Quiebre. Das ist der letzte kleine zugängliche Ort von der GC1 aus gesehen. Alle anderen dahinter liegenden Orte sind nicht mehr so komfortabel zu erreichen.
Ja gut, Lomo Quiebre war sehr klein, sehr voll und touristisch erschlossen. Wir hatten im Vorbeifahren aber eine Einheimischenkneipe gesehen und wollten hin, aber obwohl da Leute draußen saßen und was getrunken und Domino gespielt haben, wurde uns gesagt, man hätte geschlossen… ok, also sind wir weiter gefahren. Weg vom Meer rein ins Inselinnere.
In Mogán sind wir von der Hauptstraße abgebogen und haben eine schöne Tapas-Bar gefunden, in der wir dann wirklich gut gegessen haben. Die Portionen waren riesig, obwohl wir gesagt haben, dass wir nur halbe Portionen wollen… Dass keine Preise auf der Karte standen, hätte uns stutzig machen sollen und wir hätten schlauerweise vorher fragen sollen, denn die Rechnung war unerwartet teuer, verglichen mit dem was wir sonst bezahlt haben, wenn wir am Arsch der Welt was gutes zu essen bekommen haben. Ich wette, wir haben Touristenpreise bezahlt! Ein paar der Google-Bewertungen vermuten übrigens das gleiche 😉

Zumindest war die Laune wieder gestiegen und wir hatten während des Essens einen Plan gemacht: Auf einen Berg klettern und dort einen Cache suchen.
Die Fahrt zum Ausgangspunkt hin ging über meistens gute Straßen stetig bergauf. Der Namenlose war wieder super gelaunt, weil er mit der kleinen Schlurre gut um die Kurven kam, mir wurde mulmig, weil die Serpentinen eng waren und man einfach nicht sehen konnte, ob etwas entgegen kommt und weil manchmal auch keine Leitplanke an der Seite war. Obwohl die uns eh nicht groß aufhalten würde, wenn wir da durchbrettern würden…
Der Parkplatz als Ausgangspunkt lag dann auf etwa 1500m und war selbst zu dieser Jahreszeit recht voll. Ich schätze, im Sommer muss man da sehr früh dran sein, weil der jetzt auch nicht allzu groß ist. Von dort ging ein Weg Richtung Roque Nublo, was ein ca. 80m hoher Vulkanfelsen ist, der da rumsteht. Die tatsächliche Größe lässt sich nur einschätzen, wenn man einen Menschen als Größenverhältnis dagegen sieht. Am Fuße dieses Felsens lag also der Cache und das bedeutete für uns etwa eine halbe Stunde noch ca. 250 Höhenmeter überwinden.
Klingt pillepalle, aber es war doch ganz schön herausfordernd und wir haben gepumpt wie ein Maikäfer! Alle Leute, die uns entgegen kamen, wirkten so cool und fit und ruhig und wir kamen uns noch unsportlicher und unfitter vor, als wir eh schon sind 😉 Aber wir haben es geschafft bis ganz oben, haben den Cache gefunden und hatten eine ganz nette Aussicht. Aber auch hier war es etwas trüb, was wohl an der Kalima lag.
Nachdem wir uns ausgeruht und akklimatisiert hatten, sind wir auch wieder zurück gelaufen und haben bemerkt, dass wir auch nicht mehr schnaufen, im Gegensatz zu allen, die uns entgegen kamen 😀 Damit hatte sich unser schlechtes Gefühl vom Hinweg doch ein bisschen relativert.
Unten am Parkplatz stand ein kleiner mobiler Verkaufsstand. Dort gab es Obst, Getränke und Eis. Ooooh ja, das war genau das richtige zur Belohnung 🙂

Weiter ging es über die Insel, grob Richtung Las Palmas. Aber natürlich wieder über kleine Straßen, durch Eukalyptuswälder und kleine Siedlungen. In einem kleinen Dorf tranken wir noch einen Cortado condensada für 90 Cent pro Kaffee! Wahnsinn. Wir hätten mit dem Essen also auch noch ein bisschen warten sollen und weiter ins Inselinnere fahren müssen.

Aber gut, inzwischen war es 18 Uhr und wir wussten nicht so richtig, wann wir auf dem Schiff sein müssen. Ups… 😀 Wir wussten, dass wir um 22 Uhr ablegen und an den anderen Hafentagen war es so, dass man 30 Minuten vorher an Bord sein musste.
Als wir auf Teneriffa angekommen sind, haben wir auch um 22 Uhr abgelegt, aber die an-Bord-Zeit war schon 20:30 Uhr. Jetzt waren wir uns also unsicher, wie das hier in Las Palmas war – es war ja auch ein An-/Abreisehafen.
Der Namenlose wollte eigentlich gern noch ein bisschen rumfahren und gucken, aber irgendwie wussten wir dann auch nicht richtig wo hin und so sind wir also doch zurück nach Las Palmas. Schließlich mussten wir auch noch tanken, und wir hatten keine genaue Adresse, wo wir das Auto zurück geben mussten. Wir wussten nur grob, wo wir hin müssen, allerdings ist der Hafen in Las Palmas etwas größer als der in Fuerteventura.

Zurück in Las Palmas war es dann auch schon ziemlich dunkel. Die Palmen waren alle mit Lichtschläuchen umwickelt, das sah echt schön aus. Ich konnte nur leider keine Fotos machen, weil wir das Handy brauchten, um zu einer Tankstelle zu navigieren. Direkt am Hafen war nämlich keine.
Nach zweimal verfahren, weil das Navi komische Ansagen gemacht hat, tanken, Wasser kaufen, Einfahrt zum Parkhaus suchen und Auto in die asozial kleine Lücke quetschen (weil die anderen einfach nicht parken können!!), kamen wir um 19:45 Uhr an der Sicherheitsschleuse an und fragten erstmal, wann wir denn zurück sein müssen. 20:30 Uhr – wie auf Teneriffa. Bloß gut sind wir nicht noch weiter über die Insel gefahren 😉

An diesem Abend hatten wir keinen Tisch reserviert, wir gingen also wieder in eins der Buffetrestaurants. Wegen der Seenotrettungsübung für die neuen Passagiere, waren die abendlichen Essenszeiten anders, da die komplette Besatzung ja auch wieder eine Evakuierungsübung gemacht hat.
Als wir dann zur späteren Öffnungszeit in das Restaurant gegangen sind, war kein einziger Tisch besetzt. Über 700 Plätze in diesem Restaurant waren leer, das war doch mal eine angenehme Atmosphäre 😉 Wir suchten uns einen Tisch am Fenster, genossen die Ruhe (zumindest für etwa eine halbe Stunde, dann wurde es doch noch voll) und waren nach 2 Tagen superleckerem Essen dann wieder etwas enttäuscht vom Buffetessen.
Um 22 Uhr liefen wir aus und machten uns auf den Weg nach Madeira. Dorthin waren es ungefähr 550 km, aber das Schiff fuhr sehr langsam, um die Reisezeit auszudehnen und so stand uns also der 1. Seetag bevor.

Trotz anfänglicher schlechter Laune fand ich Gran Canaria ganz schön und würde noch mal hinfahrne. Im Inneren der Insel war es wirklich schön und der Norden ist sehr grün und bestimmt entspannt. Es gibt sicher noch sehr sehr viele Orte zu entdecken, aber wir hatten eben nur die paar Stunden Zeit.

Hier noch mal ein kleiner Einblick, wie es eine Woche später in Gran Canaria aussah. Wegen des Sandsturms konnten keine Flugzeuge landen und starten. Passagiere kamen nicht aufs Schiff, bzw. waren am Flughafen gestrandet. Wir hatten echt Glück. In der Woche bevor wir gefahren sind war es scheinbar recht stürmisch und in der Woche nach uns dann der Sandsturm…

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Lanzarote – 14.02.2020

Als wir in der Nacht noch ankamen, hab ich ein Foto vom Balkon aus gemacht. Die Lichter von Arrecife sahen einfach schön aus. Als ich dann am nächsten Morgen wieder sehr sehr früh wach wurde (um 6.45 Uhr) hab ich mich noch ein bisschen zusammengerissen, damit der Namenlose weiter schlafen kann. Aber eine halbe Stunde später war auch er wach und ich hab quasi exakt das gleiche Bild noch mal bei Tageslicht gemacht 😀

Da wir ja vor knapp drei Jahren schon mal auf Lanzarote waren, haben wir uns kein Auto vorab reserviert, sondern wollten uns spontan überlegen, was wir machen. Die Idee war nämlich, dass wir auf dem Schiff bleiben und die Gelegenheit nutzen uns alles in Ruhe anzuschauen. An einem Hafentag ist ja auch weniger los, weil die meisten Leute ja doch einen Ausflug machen.
Da es noch so früh war, saßen wir also auf unserem Balkon und haben die Leute beobachtet, die alle ausgestiegen und auf die Busse zugelaufen sind. Ein bisschen haben wir gelästert, weil die jetzt zusammengepfercht über die Insel geschaukelt werden. Vermutlich fährt die eine Hälfte in den Timafaya-Nationalpark und lässt sich heiße Steine in die Hand drücken 😀 Die Andere Hälfte fährt wohl zur Jameos del Agua und guckt sich die kleinen blinden Krebse an 😉
Wir hatten dann überlegt, dass wir noch mal an den Surfer-Strand fahren wollen und dann wieder in dieser abgelegenen Tapas-Bar essen gehen.

Also haben wir uns nach dem Frühstück aufgemacht zur Autovermietung und haben uns auch heute in die Schlange gestellt. Allerdings hatten wir Pech. Alle vorhandenen Autos waren reserviert. Wir hätten 1-1,5h warten können, dann hätten sie uns vielleicht eins geben können, von Leuten, die nicht aufgetaucht sind.
Nö, darauf hatten wir dann auch keine Lust. An der Marina haben wir dann einen Kaffee getrunken und sind dann zurück aufs Schiff um unseren ursprünglichen Plan umzusetzen.

Auf Deck 17 hatten wir Glück und haben eine freie Strandmuschel gefunden. Die haben wir gleich erstmal mit Handtüchern, Wasserflaschen und Tolino blockiert und dann haben wir die Rutschen und Pools getestet.
Es gab drei Rutschen an Bord. Zwei, die „Racer“ gingen direkt parallel und unten war sogar eine Digitaluhr, die die Zeit gemessen hat 😀 die haben wir mehrmals benutzt. Die andere ging allein und man hatte ein größeres Stück, an dem die Rutsche transparent war. Aber das ging so schnell, dass man eigentlich nicht viel gesehen hat.
Als wir genug vom rutschen hatten, sind wir auf Deck 16 in den überdachten Poolbereich (der sogenannte Beachclub) gegangen und haben uns da ein bisschen im Wasser treiben lassen, bevor wir wieder auf Deck 17 hochgegangen und im Außenbereich noch in einen Whirlpool gegangen sind.
Danach haben wir Siesta in der Muschel gemacht und haben den Tag so vor uns hin gechillt.

Es war wirklich ganz nett, ohne die vielen Leute an Bord. Wir haben dann spät Mittag gegessen im Fuego-Restaurant, das als einziges Buffetrestaurant auch am Nachmittag noch bis 16:30 Uhr geöffnet hat.
Das Fuego-Restaurant ist so das Familien-Restaurant. Hier gibts auch Pizza, Burger und Nudeln und es gibt die Möglichkeit Babybrei warm zu machen und einen Spielbereich für Kinder.
Wenn man da keinen Bock drauf hat, kann man auch an der Street-Food-Meile fast den ganzen Tag essen. Dort gibt es Döner (der sich nicht so gelohnt hat, finde ich), Currywurst (haben wir nicht probiert, die Schlange war uns immer zu lang) und belegte Brote und Brötchen (die man aber nicht einpacken und mitnehmen darf).

Am frühen Abend haben dann vom Balkon aus zugesehen, wie alle Leute zurück gekommen sind, wie ein leichtes Chaos bei der Mietwagenrückgabe stattfand, weil es einfach mehr Autos als Parkplätze gab, wie die Sonne über der Insel untergegangen ist und wie wir ausgelaufen sind.
Es war relativ trüb, es gab wohl Kalima und wie ich am Wochenende auf Instagram-Fotos gesehen habe, gab es nach unserer Abreise einen Sandsturm auf Gran Canaria und die Flugzeuge konnten nicht starten und landen. Somit konnten einige Passagiere nicht aufs Schiff und andere kamen nicht vom Flughafen weg. Wir hatten da echt Glück!

Abends hatten wir wieder einen Tisch in einem À-la-carte-Restaurant reserviert, dieses mal im Fischrestaurant Ocean’s. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich da nichts zu essen finde, weil ich ja mit Fisch so ein bisschen pienzig bin… Aber es gab was mit Lachs und Spinat, das war wirklich sehr lecker. Vorab gab es ein geeistes Gurkensüppchen mit Krabben, die ich natürlich nicht gegessen habe, aber die Suppe war sehr sehr lecker.
Im Ocean’s gab es noch ein Buffet an dem man sich nach der Vorspeise einen Salat oder ein Fischbrötchen holen konnte, aber ansonsten wurden das Essen und die Getränke am Tisch serviert. Getränke haben wieder extra gekostet und es gab wieder unverschämt teure Weine, aber auch akzeptable Alternativen.
Anschließend saßen wir noch ein bisschen draußen an der Lanai-Bar und haben was getrunken, bevor wir wieder ins schaukelnde Bett gegangen sind, das uns über Nacht nach Gran Canaria gebracht hat…

Fuerteventura – 13.02.2020

Gegen 8 Uhr morgens haben wir in Puerto del Rosario auf Fuerteventura angelegt. Ich war schon laaaange wach. Schon seit halb 7. Konnte ja bei dem Geschaukel nicht schlafen…
Leider konnten wir auf dem Schiff unsere „wir trinken morgens immer einen Kaffee auf dem Balkon“-Tradition nicht weiterführen, denn gefühlt 3km zum Restaurant laufen und Kaffee holen war mega umständlich. Außerdem durfte man auch keine Getränke aus den Restaurants mit rausnehmen.

Also gabs den Kaffee in der sogenannten Lanai-Bar am Heck auf Deck 7. Da konnte man draußen sitzen, man durfte rauchen und so haben wir eigentlich jeden Morgen verbracht. Erstmal Kaffee (und für den Namenlosen ein Kippchen 🙄)
Danach haben wir auf dem Lanai-Deck draußen gefrühstückt. Es war zwar ein bisschen frisch, aber draußen war es nicht so voll und daher entspannter zum essen.
Alles drängelte sich am Buffet, die Schlange am Omelette war ewig lang, sodass ich einfach das bereits fertige Rührei genommen hab. Das Frühstück war insgesamt ganz gut. Es gab alles, was das Herz begehrte. Rührei, Spiegelei, Bohnen, Würstchen. Milchreis, Porridge, Müsli und Joghurt. Obst, Smoothies aber natürlich auch Brot und Brötchen, Wurst, Käse und Marmelade. Frühstück war also ok, und wir haben uns auch den Teller vollgeladen, damit wir nicht noch mal ans Buffet mussten.

Direkt am Pier war auch gleich ein Autovermieter. Wir waren schlau und hatten die Mietautos schon von Deutschland aus reserviert. Aber anstellen mussten wir uns trotzdem, weil noch viele andere genauso schlau waren 😉
Als wir da so in der Schlange standen, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass der Boden schwankt… Dabei hatten wir echt wenig Seegang in der ersten Nacht! Aber offenbar reagiert mein Körper da sehr schnell drauf, ich hatte auch am ersten Tag nach dem Urlaub noch ein Schwankgefühl.

Für Fuerteventura hatten wir keinen Plan und sind also, wie immer, einfach drauf losgefahren. Spontanes Ziel war Piedras Caídas im Süden von Fuerteventura. Hier lag der Cache, der die meisten Favoritenpunkte hatte.
Auf dem Weg dorthin sind wir nicht über die Hauptstraße gefahren, sondern über Land, durchs Innere der Insel. Eigentlich wollten wir nämlich auch in einem Supermarkt Wasser kaufen, denn wir hatten ja nix dabei. Wir fuhren also über schmale Straßen, durch karge Landschaften und fanden keinen Supermarkt bis wir durch Tuineje kamen, was relativ zentral auf Fuerteventura liegt.
Dort machten wir ein kurzes Päuschen, haben Wasser gekauft und einen Cortado condensada getrunken.
In Tuineje standen überall Dromedarfiguren rum, weil im 18. Jahrhundert der Ort von Engländern angegriffen wurde. Und dabei hat der Heilige Michael den Bauern im Ort mithilfe einiger weniger Dromedare, die sie hatten zum Sieg verholfen, weil die Engländer eine Michael-Statue beim Angriff kaputt gemacht haben. Tjaha, der Micha, die alte Hupe, war wohl ein bisschen rachsüchtig 😉 Und deshalb stehen da jedenfalls die Dromedarfiguren und es gibt ein Fest, das die Rache des Heiligen Michael ehrt.

Weiter gings dann also nach Süden. Wir haben den Cache gefunden (bei dem ich die Anzahl der Favoritenpunkte jetzt ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann, aber ok…) und sind dann noch weiter nach Süden, nach Morro Jable gefahren. Dort wären wir ein bisschen durch die Altstadt geschlendert, denn dort gab es einen Stadtführungs-Cache, aber wir haben keinen Parkplatz gefunden, und überhaupt war es da nicht so schön. Eine Touri-Bude mit Flipflops und Strandtüchern an der anderen und Himmel und Menschen unterwegs… Also sind wir umgedreht.

Es war inzwischen 13 Uhr und so allmählich fingen wir an, darüber nachzudenken, was wir noch machen können, was wir noch schaffen, bevor wir das Auto zurück geben und rechtzeitig an Bord gehen müssen. Obwohl es erst 13 Uhr war und wir erst um 19 Uhr an Bord sein mussten, setzte uns dieses Zeitlimit irgendwie unter Druck. Das kannten wir ja bisher nicht. Die Fahrt zurück würde etwa 45 Minuten dauern. Mit Auto betanken und zurückbringen also etwa eine Stunde. Dann müssen wir spätestens um 18 Uhr los. Wo fahren wir denn jetzt noch hin? So ganz ohne Plan wars irgendwie auch ein bisschen unkoodiniert.
Von der Straße aus konnten wir dann den endlosen Strand und das türkise Meer um die Gegend von Costa Calma sehen und wir wollten da hin. Also fuhren wir von der Autobahn runter und versuchten da hinzufahren. Wir fanden aber nur Sackgassen, Bauzäune und halbfertige Gebäude. Wir haben den Weg nicht gefunden, den die Wohnmobile genommen habe mussten, die wir da stehen sahen. Dafür fanden wir Streifenhörnchen 😀 Die sind da überall rumgesprungen und waren ja sowas von süß! Und so zutraulich. Die kamen immer ganz dicht rangelaufen, waren aber auch sofort wieder weg, wenn man sich bewegt hat. Und ich hab immer weggezuckt, weil ich ein bisschen Angst hatte, wenn sie zu nah kamen, dass sie mich beißen.

Als wir dann weiterfuhren, fanden wir einen Aussichtspunkt, an dem wir kurz anhalten wollten, und da fanden wir dann auch einen Zugang zum Strand über einen Schotterweg.
Ach das war so schön dort! Feiner, endloser Sandstrand. Keine Steine, keine Algen, keine Quallen und keine Fische! Nichts! Aber auch keine Liegen, keine Palmen, keine Hütten, kein Schatten. Im Sommer ist es bestimmt voller am Strand, aber ich schätze, dass sich über diesen Sandweg auch nicht allzuviele Leute dorthin verirren. Und wenn doch, dann ist da trotzdem genug Platz, weil der Strand an sich sehr breit ist und sich eben kilometerweit an der Küste entlang zieht.
Ich bin natürlich sofort ans Wasser und hab mein Standard-Füße-im-Wasser-Foto gemacht. Es waren sogar Leute baden! Die Sonne schien warm von oben, der Sand war warm, das Wasser hat sich auch an den Füßen gar nicht sooo kalt angefühlt, sodass ich den Namenlosen dazu überredet hab, spontan dort baden zu gehen.
Er wollte erst nicht. Wir hatten keine Handtücher dabei, aber ich hab ihn überredet. Wenn ich schon mal so spontan bin, dann muss er da doch mitmachen! 😀
Also sind wir im Februar im Atlantik baden gegangen 🙂 sind durch die Wellen gehopst, haben uns treiben lassen und haben uns anschließend vom Wind und von der Sonne trocknen lassen. Das war so schön und alles andere als kalt, das Auto hat 28 Grad angezeigt 😉

Schwimmen, frische Luft und rumwandern hatte uns nun hungrig gemacht und wir waren auf der Suche nach was leckerem zu Essen. Eine „Einheimischenkneipe“ sollte es natürlich wieder sein. Irgendwas abgelegenes. Also bogen wir ab nach Giniginamar. Ein winziger Ort direkt am Meer mit schwarzem Kiesstrand, aber leider ohne Kneipe. Beziehungsweise, das stimmt nicht ganz. Es gab eine Bar, aber die hatte geschlossen. Und wir haben ein Schild zu einem Restaurant gesehen, aber der Hinweis auf „Deutsche Küche“ hat uns abgeschreckt 😉
Also fuhren wir weiter zurück Richtung Hafen und machten einen Futterstopp in El Matorral direkt am Flughafengelände. Von der Autobahn sah es im ersten Moment aus, wie ein Gewerbegebiet. Aber das kam uns ganz recht. Dort fanden wir eine kleine abgelegene Tapas Bar und haben was leckeres zu Essen bekommen.

Wir hatten jetzt zwar noch Zeit, aber wir sind trotzdem zurück zum Schiff gefahren. Wir hatten Fressnarkose, waren kaputt und müde. Und wir mussten das Auto noch tanken und zurück bringen und wollten dann noch ein bisschen Siesta machen.
Abends hatten wir heute einen Tisch beim Italiener Cassa Nova, einem der À-la-carte-Restaurants, reserviert. Das hatten wir schon zwei Wochen vorher vorab gemacht.

Aida hat ein Reiseportal, wo man solche Sachen schon vorab buchen kann. Und es empfielt sich tatsächlich, nicht bis zum Reiseantritt damit zu warten. Wir hatten für 3 Abende Tische reserviert und wollten nach der Erfahrung im Buffetrestaurant vom ersten Abend vor Ort gern auch für die restlichen Abende noch Tische haben, aber das konnten wir vergessen! Es war alles voll!
Also: Spa, Massage, Tische… unbedingt schon vorher reservieren. Gerade mit den
À-la-carte-Restaurants macht man definitiv nichts falsch! Selbst Mäkelheinis wie ich finden da überall was zu essen. Das Essen war super lecker und vor allem heiß und man kriegt es serviert. Sehr angenehm. Nur die Getränke muss man dort extra bezahlen, die sind auch nicht in eventuell gebuchten Getränkepaketen enthalten. Aber rückblickend war es mir das wirklich wert! Eine Flasche Wasser, zwei Gläser Wein, da kam man etwa auf 15 Euro, wenn man nicht den übertrieben teuren Wein für 10,90 pro 0,2-Glas genommen hat 😉 Ich glaube ehrlich gesagt, so gut kann ein Pinot Grigio nicht sein, dass ich dafür 11 Euro bezahle, aber gut. Es gab ja Alternativen 😉
Aber wie gesagt, man sitzt in ruhiger Atmosphäre (außer man hat Pech und sitzt am Gang, dann laufen da ne Menge Leute vorbei…), muss nicht zum Buffet laufen und kann aus vier oder fünf Gängen auswählen. Hinterher ist man also genauso vollgefressen, wie in den Buffetrestaurants. Aber wenigstens ist man mit sehr guten Essen vollgefressen 😉
Daneben gibt es dann noch die Spezialitätenrestaurants auf dem Schiff, da muss man aber neben den Getränken auch das Essen noch extra bezahlen. Dort waren wir nicht, aber auch dort hätten wir für die übrigen Abende keinen Tisch mehr bekommen.

Beim Italiener gabs wirklich gute Sachen. Rindercarpaccio, Büffelmozzarella, Safranrisotto, bei einem Gericht waren Jakobsmuscheln dabei, es gab was mit Fisch, was mit Rinderfilet, Ricottacreme… die Speisekarte wechselt offensichtlich, denn ich hab beim googlen eine gefunden, auf der andere Sachen stehen, als wir angeboten bekommen hatten.
Vollgefressen wie wir waren sind wir hinterher in eine Bar auf dem Schiff gegangen, die mit Pub-Atmosphäre geworben hat. Es gab sogar Cider und Guinness. Aber beides hat nicht so gut geschmeckt. Dass Guinness außerhalb von Irland nicht schmeckt hab ich ja schon öfter gehört, aber ich hab das für ein Gerücht gehalten. Offenbar wird aber für den Export irgendwas anders gemacht. Das Bier war viel dünner aber viel bitterer als in Dublin. Und bei Cider ist es wie bei Apfelwein: die eine Sorte schmeckt, die andere nicht so.
Im apub wars trotzdem ganz nett. Voll aber nicht überlaufen. Wir bekamen einen Platz an der Theke, aber auch an einigen Tischen war noch was frei. Die Band die gespielt hat war auch nicht schlecht.

Fuerteventura ist sicherlich noch mal eine Reise wert. Auf den ersten Blick scheint die Insel zwar einfach bloß karg zu sein, aber ich denke das täuscht. Lanzarote war auf den ersten Blick damals auch einfach bloß karg, aber wir haben eine ganze Woche dort verbracht und jeden Tag was neues und abwechslungsreiches gesehen und erlebt.
So ist es sicher auch mit Fuerteventura. Im Norden waren wir jetzt beispielsweise gar nicht. Und auch die Westküste der Insel haben wir gar nicht gesehen. Ein Tag, bzw. 10 Stunden sind natürlich nicht genug. Aber zumindest konnte man einen Eindruck gewinnen und so überlegen, ob man noch mal hin möchte, oder nicht.

Bevor wir heute ins Bett gegangen sind, waren wir sogar schon am Zielhafen angekommen: In Arrecife auf Lanzarote. So weit ist es von Fuerteventura bis dahin ja auch nicht. Und ich hab mich auf eine Nacht mit weniger Schaukelei gefreut 😉

Kreuzfahrt ins Glück – 12.02.2020

Los gehts mit dem Urlaubsbericht von unserer Kreuzfahrt! Ein paar erste Eindrücke konnte man ja schon in den 12 von 12 bekommen, aber für die Erinnerungen will ich das alles noch etwas ausführlicher aufschreiben.

Ich wollte ja unbedingt mal eine Kreuzfahrt machen. Das ist ja so ähnlich wie mit dem Wohnmobil und das fand ich in Schottland ja so toll. Man hat all seinen Krempel dabei und ist jeden Tag woanders, aber man muss nicht immer alles ein- und auspacken, wie man das bei einem Roadtrip mit dem Auto und Airbnb’s oder Pensionen hätte.

Wir sind mit der AIDAnova eine Woche um die Kanaren und nach Madeira gefahren. Von Mittwoch bis Mittwoch. Von Teneriffa nach Teneriffa. Die gleich Route kann man auch von Freitag bis Freitag, von Gran Canaria nach Gran Canaria machen.
Wir hatten eigentlich ganz günstige Flugzeiten. Nicht zuuuu früh, allerdings waren wir dann mittags auf Teneriffa und es war leider nicht genug Zeit, um dort noch was zu unternehmen und anzuschauen. Aber da grad der Anreisetag ja doch aufregend ist, war das schon ok. Es waren genug Eindrücke für den ersten Tag!
Wir hatten alles über Aida gebucht, also war auch der Transfer vom Flughafen zum Schiff dabei und so sind wir also in den Bus eingestiegen und haben uns damit begnügt, Teneriffa durch die Scheibe zu sehen.
Natürlich hätte die Zeit noch gereicht, um sich Santa Cruz den Tenerife anzuschauen, aber wir waren dann doch neugierig aufs Schiff.

Am Schiff angekommen haben wir unsere Bordkarten bekommen, die man dann immer dabei haben muss. Ohne die Karte kommt man nicht mehr aufs Schiff. Beziehungsweise, man kommt sicher trotzdem rauf, aber es kostet einfach mehr Zeit. Und das ist bei bis zu 6.600 Passagieren schlecht. Alles auf dem Schiff ist auf Effizienz getrimmt. Mit der Bordkarte identifiziert man sich, man bezahlt damit überall, egal ob Bordshop oder Bar und muss nicht umständlich mit Geld rumhantieren. Bei dieser Anzahl an Menschen, muss es schnell gehen.
Wenn man aufs Schiff geht, wird ein Foto von einem gemacht, das wird mit der Bordkarte kombiniert, sodass man also nicht mit einer fremden Karte aufs Schiff kann oder etwas bezahlen kann.
Geht man dann vom Schiff, zieht man die Karte durch einen Lesegerät. Für den Mitarbeiter erscheint das Foto auf dem Bildschirm und man ist gebucht als „an Land“. So weiß dass Schiff auch ganz genau, wer noch da ist, und wer nicht. Wenn man dann wieder aufs Schiff will, kommt man ohne die Karte vorzuzeigen gar nicht aufs Hafengelände. Dann muss man vor der Sicherheitskontrolle noch mal vorzeigen, damit man nicht versehentlich am falschen Schiff durch die Kontrolle geht. Dann geht man durch eine Sicherheitsschleuse, wie am Flughafen. Der Rucksack und man selbst wird gescannt und auf verbotene Gegenstände untersucht. Waffen darf man natürlich nicht mitnehmen. Aber auch offene Lebensmittel wie zB frisches Obst darf man nicht mit aufs Schiff nehmen.
Wenn man dann das Schiff betritt, zieht man die Karte wieder durch einen Scanner, der Mitarbeiter sieht, dass Person und Foto übereinstimmen und das Schiff weiß, dass man wieder „an Bord“ ist.

Aber selbst, wenn das Schiff weiß, wie viele und welche Passagiere nicht zurück an Bord sind, fährt es zur angegebenen Zeit ab. Man muss also selbst dafür sorgen, rechtzeitig zurück zu sein.

Beim Bezahlen an Bord funktioniert es genauso: Der Mitarbeiter scannt die Karte mit einem Smartphone. Für den Mitarbeiter erscheint das Foto und dann muss man auf dem Touchpad unterschreiben. Wie beim Paketdienst. Damit spart man sich also das Kleingeldgesuche und durch das Foto ist ausgeschlossen, dass ich mit einer fremden Bordkarte bezahle.
Eigentlich, wie gesagt, effizient und praktisch, aber man verliert auch sehr schnell den Überblick über seine Ausgaben.
Aida ist nämlich keine All-Inclusive-Reederei. Auf dem Schiff hat man Vollpension. Zum Frühstück bekommt man Kaffee, Tee und ein paar Säfte und Smoothies. Cappuccino kostet aber zB extra. Zum Mittag und Abendessen gibt es den Tischwein, Bier, Wasser und Softdrinks dazu. Wenn ich aber einen anderen Wein möchte, oder einen Cocktail, dann kosten diese Getränke ebenfalls extra. Und genauso eben auch an den Bars und in den Cafés. Da muss man alle Getränke extra bezahlen.
Es sei denn, man bucht sich eins der diversen Getränkepakete dazu, die zwischen 10 und 30, je nach Route bis zu 35 Euro pro Tag und pro Person kosten. Wir haben das nicht gemacht, weil im Ernst: Wie viel kann man am Tag schon vertrinken? Vor allem, wenn man ja tagsüber unterwegs und eben nicht auf dem Schiff ist?
Wir haben uns an Land Wasser gekauft, weil das auf dem Schiff einfach unverschämt teuer war (aber das ist ja in allen Hotels so), und ansonsten haben wir auch mal einen Cappuccino oder in der Bar abends ein Bier getrunken. Wir kommen auf ca. 10 Euro pro Person und pro Tag, aber das ist eher sparsam. Nicht bewusst, aber wir waren abends meistens so platt, dass wir nicht mehr lange irgendwo an der Bar gehockt haben, sondern immer einigermaßen pünktlich im Bett waren.

Als ich gestern meine Fotos fertig sortiert hatte und für meine Eltern und ein paar Freunde eine kleine Dia-Show fertig gestellt hatte, ist mir erschreckend bewusst geworden, dass ich so gut wie keine Fotos vom Schiffsinneren gemacht habe. Ich hab nur von der Kabine ein paar Fotos gemacht, aber das wars. Keine Fotos von den Decks, keine Fotos von den Restaurants oder Bars…
Für einen Eindruck vom Schiff, kann ich also nur dieses Video anbieten:

Ich weiß nicht, wieso ich keine Fotos gemacht habe. Normalerweise mach ich immer Fotos von der Hotelanlage, aber auf dem Schiff hab ich das nicht gemacht.
Vermutlich, weil ich nicht restlos begeistert von allem gewesen bin. Ich bin auch heute selbst nicht so sicher, wie ich das ganze nun finden soll 😉

Wir sind also am 12.02.20 auf das Schiff gegangen und haben das natürlich erstmal erkundet. Ich war von der Größe doch etwas überfordert und auf Anhieb hab ich mich nicht so richtig gut zurecht gefunden. Man kommt nicht überall so direkt hin. Wenn zB der Ausgang auf Deck 3 war, dann kam man im hinteren Treppenhaus nur bis Deck 5 und musste dann vorlaufen zum mittleren Treppenhaus, um dort runter zu gehen aufs 3. Deck. Wenn mans weiß, kein Ding. Man muss es aber wissen.
Ich fands jedenfalls alles doch recht verwirrend und ich kann schon verraten, dass sich das bis zum Schluss nicht so richtig gegeben hat. Ich fand das Schiff einfach zu groß und sehr unübersichtlich und ich fand es auch sehr schlecht ausgeschildert.

Wie mir von vielen vorher prophezeit wurde, verläuft sich die Masse an Menschen dort aber tatsächlich recht gut. Ich war wirklich überrascht. Nur beim Essen hat man gemerkt, wie viele Menschen dort an Bord sind.
Essen gehen war echt zum kotzen. Es gibt bei Aida keine festen Tischzeiten. Was auf der einen Seite praktisch ist, weil man total flexibel zwischen 18 und 22 Uhr in einem der fünf Buffet-Restaurants zu Abend essen kann, ist auf der anderen Seite genauso ätzend, weil es egal ist, wann man geht. Wenn man früh geht, ist es voll, wenn man spät geht genauso. Es gibt Leute, die warten um fünf vor 6 vor der Absperrung, um als erste am Buffet zu sein. So wie manche aussahen, sind die um 18 Uhr und noch mal um 21.30 Essen gegangen 😉
In zwei der größeren Buffet-Restaurants gibt es zwei Essenszeiten, um die Leute etwas zu verteilen. Einmal von 18-19.30 Uhr und einmal von 20-21.30 Uhr. Das wussten wir am ersten Abend nicht. Ich weiß nicht, ich glaube wir haben da auch irgendein Einsteigerseminar „Aidanova für Anfänger“ oder so verpasst… Also gingen wir am ersten Abend um 19 Uhr essen und wurden von den Kellnern direkt begrüßt mit „Wir schließen aber in einer halben Stunde.“
Das Essen war okay. Es war nicht heiß, es war mittelmäßig lecker, wenns länger auf den Buffet-Schalen lag war es oben angetrocknet. Es hatte etwas von Kantine. Haben nur noch die Tabletts gefehlt. Für manche Leute wär das wohl auch sehr praktisch gewesen, die sind da teilweise gleich mit zwei Tellern rumgelaufen und haben sie sich vollgeschaufelt.
Eine feste Tischordnung gibt es bei Aida auch nicht, so dass zum Frühstück und zum Abendessen immer erstmal die Sucherei losgeht… das hat mich auch genervt, muss ich zugeben.

Um 21 Uhr mussten wir dann zur obligatorischen Seenotrettungsübung. Das war gleichzeitig eine Evakuierungsübung für das gesamte Schiffspersonal. Für uns Passagiere gabe es dabei im Grunde nichts zu tun. Wir mussten nur auf „unser“ Notsignal warten und zum Sammelpunkt gehen. Im Endeffekt ging es für uns wirklich nur darum, dass wir wissen, wie die Schwimmweste angelegt wird und wo unser Sammelplatz ist. Bei 6.600 Passagieren muss das ja geordnet ablaufen und es gibt mehrere Sammelpunkte an Bord.
Auch hier war die Kommunikation aber ziemlich unklar. Eine Info besagte, dass wir uns im Theater treffen sollten, eine andere Info besagte, dass wir an unsere zugewiesene Sammelstation gehen sollen (was ja viel sinnvoller ist, dann kennt man gleich den Weg).
Nun gut. Wir waren also evakuiert, wir waren satt, wir waren platt und müde. Es waren unglaublich viele Eindrücke an dem Tag und so haben wir um 22 Uhr noch auf dem Balkon gesessen und beim Ablegen zugeschaut und sind dann anschließend ins schaukelnde Bett gegangen.

Ich habe so unfassbar beschissen geschlafen in der ersten Nacht, dass ich am liebsten direkt wieder abgereist wäre. Das Schaukeln hat mich wahnsinnig gemacht, weil es sich im Liegen angefühlt hat, als wär ich besoffen. Speziell in diesem Bruchteil der Sekunde, bevor das Schiff wieder zurück schwankt. Das war ein ziemlich ekliges Gefühl. Noch dazu hat die Kabine leicht geknarzt… Klar, wenn sich so ein Koloss bewegt, dann herrschen da Kräfte, irgendwo muss das Material ja ein wenig nachgeben… und dann knarzt es.
Na ja… Also der Einschiffungstag wurde mit gemischten Gefühlen beendet… ich hab mich zumindest auf den Landgang am nächsten Tag gefreut. Es ging über Nacht nach Fuerteventura. Da war ich vorher noch nicht.

12 von 12 im Februar 2020 – Urlaubsedition

Am 12 eines jeden Monats ruft Caro von „Draußen nur Kännchen“ dazu auf, den Tag mit Fotos zu dokumentieren und 12 davon zu posten. Früher hab ich das öfter gemacht, aber inzwischen mach ich das nur zu besonderen Anlässen. Und wenn ich dran denke. Hier kommt also mein 12. Februar 2020. Eine Urlausedition. Wer sich die anderen Fotos von 12 von 12 anschauen möchte, findet bei Caro die anderen Teilnehmer.

Der Countdown auf meinem Handy zählte doch tatsächlich seit einem Monat die Tage herunter, bis zu unserer Kreuzfahrt ins Glück. So „langfristig“ buchen wir selten 😉 heute ist es also soweit. Der Wecker klingelte früh, schnell Zähne putzen und den Rest einpacken. Der Teddy ist nur ein kurzes Stück bis zur Hundeunterkunft mitgekommen 🙂

Am Flughafen ging es dann beim Check-in ziemlich schnell. Wir haben keine Sitzplätze nebeneinander bekommen. Leider auch wieder nicht am Fenster. Dafür war einer der beiden Sitze am Notausgang. Perfekt für den Namenlosen, der dann endlich mal seine Beine ausstrecken konnte!
Vor der Sicherheitskontrolle noch schnell ein teurer Kaffee (aber zumindest nicht so teuer wie bei Starbucks) und im Flugzeug gab’s dann mitgebrachtes essen. Heutzutage bekommt man ja im Flieger nix mehr und ich bin ehrlich gesagt zu geizig, mir für 5 Euro ein belegtes Brötchen zu kaufen.

Welcome back to Tenerife 🙂 Es ist so schade, dass wir nicht noch einen Tag mehr auf Teneriffa haben. Ich wäre so gern auf den Teide rauf gefahren (natürlich nicht gewandert!) und ich hätte dem Namenlosen so gern die geile Tapaskneipe gezeigt, wo ich essen war… Naja, aber das passt schon.
Im Bus mussten wir noch kurz eine Bestätigung ausfüllen, dass wir in den letzten zwei Wochen nicht in China waren und uns nicht potentiell mit Corona angesteckt haben.

Und dann waren wir endlich am Schiff. Was für ein Riesenkutter! Nach einer ersten Erkundungstour, wo es nette kleine Orientierungsschilder zu entdecken gab, haben wir uns einen Begrüßungsdrink gegönnt und mussten abends nach dem Essen noch zur obligatorischen Seenotrettungsübung.

Ein langer, aufregender Tag!

Stürmischer Abschied – 19.04.2019

Heute gings in die nordöstliche Ecke. Der Namenlose wollte uuuuuunbedingt nach Cala Millor an der blöden Faneteria von den Büchners vorbei schauen. Ich kam mir vor wie ein blöder Gaffer 😒 Aber ok. Kurz einen Blick geworfen… Irgendwie ist das schon komisch, wenn man Orte, die man nur aus dem Fernsehen kennt, plötzlich real sieht. Irgendwie sieht es genauso aus, aber irgendwie doch ganz anders.
In Cala Millor wars extrem windig am Freitag. Eigentlich schon richtig stürmisch. Die Wellen waren sehr hoch, der Strand war teilweise komplett bis zur Promenade mit Wasser überspült. Gischt spritzte rum, sodass meine Brille nach kürzester Zeit schon total von Salz überzogen war und die Lippen salzig geschmeckt haben. Ein Kite-Surfer fand aber die optimalen Bedingungen und flog ziemlich hoch durch die Luft.

Ich persönlich fand schon beim letzten Mal und jetzt auch dieses Mal Cala Millor nicht schön, daher fand ich den Ausflug dahin auch eher langweilig. Wir tranken in der Fußgängerzogen dann eine heiße Schokolade und fuhren Weiter nach Cala Ratjada. Eeeeeigentlich hätte ich da gern diesen einen speziellen Cache gemacht, für den wir ja grad erst ein paar Wochen vorher einen Testlauf bei uns zu Hause um die Ecke gemacht haben, aber der Namenlose hatte keine Lust. Der hätte auch etwas länger gedauert und es war auch in Cala Ratjada sehr stürmisch und kalt im Wind.
Also so richtig viel gesehen von Cala Ratjada haben wir nicht, wir sind da nur ein kleines Stückchen am Strand entlang spaziert, aber dann weiter gefahren nach Capdepera, weil wir Hunger bekommen hatten. Dort gab es aber nur schmale Straßen, keine freie Parkmöglichkeit und überhaupt war der Ort irgendwie total ausgestorben, also sind wir immer der Nase nach gefahren und landeten in Provensals, wo zufällig noch ein Cache lag und sich eine interessante Steinformation und wegen des stürmischen Wetters ein tolles Naturschauspiel bot!
Die Wellen klatschen gegen die Felsen und spritzten hoch in die Luft, das sah richtig toll aus.

Da wir nun aber immer noch Hunger hatten, aber sich dort am Arsch der Welt nichts fand, fuhren wir zurück in Richtung Hotel und beschlossen in Manacor noch mal zu suchen und wurden nicht enttäuscht. Mit Händen und Füßen, drei Wörtern Spanisch von uns und 3 Wörtern Englisch und Deutsch von der Bedienung, bekamen wir viel und lecker zu essen und waren am Ende satt und glücklich. Ich hatte Baguettes mit Ibericoschinken und der Namenlose hatte irgendwas fischiges. Wir haben dann den Kellner gefragt, was das für Fisch ist, er wusste es halt nicht auf Englisch, also hab ich ihm mein Handy zum googlen gegeben. Gato meinte er, aber da spuckte Google nur Katzenbilder aus 😀 Das war der Lacher des Tages. „What? Cat? Is it a cattail?“, fragte der Namenlose empört 😀 Der Kellner war kurz nervös, aber dann hat er gemerkt, dass er gegrinst hat und nicht wirklich geglaubt hat, dass das Katze war. Am Ende fand er auch ein passendes Bild bei Google und sokamen wir drauf, dass es Katzenwels oder sowas in die Richtung gewesen sein muss.

Zum Abschluss des Urlaubs gingen wir noch mal in den Bierkönig, wir ertranken uns noch ein T-Shirt (man braucht ja mal eins zum Wechseln ;)) und flogen am nächsten Tag wieder zurück nach Hause. Dieses mal nebeneinander und am Fenster 🙂 Bei mir aber dann leider mit beginnender Erkältung… ich hatte mich beim Namenlosen angesteckt. Der Hund hat sich auch gefreut, dass wir wieder da waren und ich hab dann über die restlichen Ostertage meine Erkältung auskuriert und frierend auf der Couch vor mir hin vegetiert, obwohl das Wetter ja so toll war. Tja, so ist das manchmal.

Unter dem Meer – 18.04.2019

Gesund wird man am besten, wenn man schläft. Also ließ ich den Namenlosen schlafen, bis er alleine wach wurde. Nach einem verhältnismäßig späten Frühstück sind wir dann zum Aquarium Palma gelaufen, das nicht weit von unserem Hotel weg war. Da es ihm nicht soo gut ging, haben wir mal was ohne viel Action gemacht.
Vor dem Aquarium stellten wir fest, dass es das Doppelpack-Ticket nur online gab. Zwei Erwachsene konnten so beim Eintritt 10% sparen. Die Schlange war eh unendlich lang, also kauften wir vor der Tür online das Doppelticket und konnten uns dann an der kurzen Online-Schlange anstellen. Ein Hoch auf das mobile Internet und die Abschaffung der Roaming-Gebühren 😉

Am Donnerstag war das Wetter nicht so berauschend. Es war bewölkt, windig und frisch, so dass viele Leute die gleiche Idee hatten wie wir… Oh man… Was ist denn da bloß im Sommer erst los?! Es war voll und laut, man schob sich von einem Aquarienfenster zum nächsten… Und es waren nicht die Kinder, die genervt haben! Sondern da waren einige Erwachsene, die scheinbar keine gute Kinderstube genossen haben. Da gabs welche, die sich echt schonungslos nach vorne gedrängt haben, dann ihr riesiges Tablet hochgehalten haben und minutenlang gefilmt haben, wie die kleinen bunten Fische da rumschwimmen…
Neben den vielen kleinen Becken mit Fischen aus den verschiedensten Regionen der Erde gab es noch eine „Jungle-Area“, mit einem angelegten Wasserfall, Schildkröten und Bananenpflanzen in ziemlich feuchtwarmer Umgebung. Beim Rausgehen standen zwei Mitarbeiter mit einem bunten Papagei, mit dem man sich fotografieren lassen konnte. Natürlich nicht mit der eigenen Kamera.
Am Ausgang konnte man die Bilder dann käuflich erwerben. Genauso wie die Fotos, die direkt am Eingang vor einer bunten Pappwand mit aufgemalten Korallen geschossen wurde.

Um halb 2 sollten die Haie im großen Becken gefüttert werden und natüüüüürlich strömte Himmel und Menschen dort hin um zuzusehen. Man kam kaum noch durch. Das Haibecken ist das tiefste Becken in Europa erstreckte sich über zwei Etagen in dem Gebäude. Wir liefen also erstmal an der Menschentraube vorbei, da hätten wir ja eh nichts mehr gesehen und gingen nach unten, wo Sitzkissen auf dem Boden vor dem Becken lagen und man dort sehr gemütlich das Treiben im Becken beobachten konnte. Wir konnten zwar die Fütterung von dort nicht sehen, aber das war jetzt auch nicht so schlimm.
Wir saßen da sehr gemütlich auf den Kissen direkt vor der Scheibe. Das blaue Licht war beruhigend, immer mal wieder schwommen Haie, Rochen und andere Fische an uns vorbei und eigentlich war das der perfekte Platz um zu beobachten. Und zack! war bestimmt ne Stunde vorbei.

Am Ausgang wird man noch durch einen Souvenir-Shop geführt, wo man alles mögliche kaufen konnte. Schmuck, Plüschtiere… So eine Plüsch-Muräne ist doch super 😀 In dem Shop wurden wir auf die „Mallorca-Perlen“ aufmerksam. Wir hatten die Tage vorher auch schon neben der Autobahn Werbung für die Perlen gesehen und ich dachte bloß, dass ich noch nie von Mallorca-Perlen gehört hab. Ihr??
Google erklärte uns dann, dass das künstlich hergestellte Perlen sind, die nicht mal aus Perlmutt bestehen. Interessant… ist uns nicht aufgefallen, als wir das letzte mal dort waren.

Abends waren wir wieder im Bierkönig, denn wir hatten gesehen, dass Tim Toupet auftreten sollte. Also hat sich der Namenlose mit Medikamenten gedopet und wir sind hin. Wo wir doch schon Mickie Krause verpasst hatten!! 😉 Wir hatten ja gelernt und waren pünktlich da und ich hatte noch tagelang einen Ohrwurm von… ah ja… also… wenn man nüchtern und im seriösen Alltag drüber nachdenkt, ist es schon ein bisschen assi 😉 Aber im Bierkönig war es lustig 😉
Wir sind dann auch mal auf die Idee gekommen zu fragen, ob man für 1 Liter Sangria auch ein T-Shirt bekommt, weil ich schon gern eins haben wollte 😀 hätten wir ja schon mal eher fragen können, aber wir dachten halt, das gilt nur bei Longdrinks, so wie es auf allen Schildern stand. Aber es galt eben auch für Sangria und so konnte ich mir doch ein T-Shirt holen, das ich auch gleich ganz stolz angezogen hab 😀

Mandarinen pflücken – 17.04.2019

Für heute war auch gar nicht so viel geplant. Dem Namenlosen ging es nicht so richtig gut, der hatte sich scheinbar irgendwo eine Erkältung eingefangen. Vermutlich im Flieger, es war nämlich wirklich richtig kalt auf dem Hinflug. Oder als wir in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken haben, da war es nämlich auch ganz schön windig und frisch im Schatten und er hatte keine Jacke an… Tztztz…

Wie auch immer. Wir fuhren einfach mal drauf los. Auf der Liste standen Caches an einer Bucht, an einer ehemalige Schule und an einer ehemaligen Ferienanlage.
Los gings Richtung Bucht in Cala Pi. Weil der Namenlose wieder ohne Navi fahren wollte, sind wir erstmal durch El Arenal gefahren. Eieiei… Hat mich ein bisschen an Los Christianos auf Teneriffa erinnert. Enge Straßen, hohe Häuser, unten Geschäfte oder Cafés oben Balkons. Irgendwann kamen wir raus aus dem Ort und es ging weiter. Immer mal wieder sind wir in einen der kleinen Küstenorte abgebogen um zu gucken. Überall wird da gebaut und wahrscheinlich werden das auch alles mal Ferienfinkas oder Hotelanlagen.

In Puigderrós haben wir uns auf einem noch unbebauten Grundstück an die Steilküste gesetzt und die warme Sonne genossen bevor wir dann weiter gefahren sind nach Cala Pi, wo ein Cache versprach, dass wir dort einen der schönsten Ankerplätze auf ganz Mallorca finden sollen. Und es sah auch wirklich ganz hübsch aus da. Wir ließen uns ein bisschen im Sand nieder und hörten zu, wie das Wasser sacht ans Ufer plätscherte. Wir beobachteten Leute, wie sie versucht haben möglichst perfekte Fotos zu machen. Aus den unmöglichsten Winkeln und in den unentspanntestens Posen. Wir haben ihnen mal einen Instagram-Account unterstellt, der noch ein paar Likes braucht 😉 Ach schlimm unsere Lästereien… Ich will ja schließlich auch schöne Fotos und keine schiefen und unscharfen Schnappschüsse 😉
Weiter gings danach Richtung Campos zu einer ehemaligen Schule, die später in ein Restaurant umgebaut wurde, aber jetzt leer steht. Apropos Restaurant, wir bekamen Hunger! Da wir schon mal in der Nähe waren, fuhren wir nach Ses Salines, wo wir vor drei Jahren schon mal gut gegessen hatten. Und was soll ich sagen?! Da standen Orangenbäume an den Straßen!!
Zuerst wollten wir dort in das gleiche Restaurant wie vor drei Jahren, dann haben wir aber überlegt, dass wir doch auch mal was neues probieren könnten und setzten uns in eine andere kleine Tapas Bar. Da aber niemand kam, um zu fragen, was wir essen wollen (wir waren uns auch nicht sicher, ob das überhaupt offen war. Drinnen war niemand zu sehen) sind wir dann doch wieder in das Restaurant von vor drei Jahren gegangen.
Dem Namenlosen gings dann richtig kacke und so sind wir anschließend wieder zurück zum Hotel gefahren, nicht ohne vorher zwei Früchte vom Baum zu pflücken. Es waren zwar keine Orangen, sondern Mandarinen, aber die waren sooooooowas von sauer… kein Wunder, dass die da einfach so rumstanden und nicht abgeerntet waren. 😀
Statt das saure Vitamin C zu essen ist der Namenlose dann lieber in die Apotheke gegangen, weil ich in meiner Reiseapotheke mal wieder alles hatte, außer das, was er brauchte bzw. wollte: Ibu oder Aspirin Complex. Tja… so ist es doch immer. Den restlichen Tag habe ich lesend, der Namenlose schlafend, verbracht. War auch mal ganz schön und das Buch war ohnehin sehr spannend.

Touristenfrust – 16.04.2019

Ein etwas verkorkster Tag war das…
Zuerst wollten wir zu den Quellen Ses Fonts Ufanes in Campanet. Was uns aber nicht bewusst war, war der Fakt, dass es sich nicht um „normale“ Quellen handelt, sondern um intermittierende Quellen, aus denen nur Wasser sprudelt, wenn es viel geregnet hat. Wir haben also nur das trockene Flussbett vorgefunden.
Dann sind wir auf einer ganz schmalen Straße weiter gefahren Richtung Pollença. Vorbei an vielen Finkas und Landgütern. Da fragt man sich doch immer, wieso man da wohnt… Oder ob man da überhaupt wohnt oder ob das nur an Urlauber vermietet wird. Man hat halt völlig seine Ruhe, aber es ist echt richtig am Arsch der Welt. Wenn man da mal einen Notarzt braucht… puh…

In Pollença war dann gleich mal wieder richtig viel los. Menschenansammlungen… alle wollten zur Carrer del Calvari, einer Treppe, die hoch zu einer Calvari-Kirche führt. Es sind 365 Stufen, für jeden Tag eine. Man soll beim Hochgehen das vergangene Jahr reflektieren und beim Runtergehen Ziele fürs neue Jahr setzen.
Ziemlich schlecht getimed waren wir genau zur Mittagszeit da und ausgerechnet der Dienstag war der wärmste Tag der Woche. Nicht, dass das bei 23 Grad viel ausgemacht hätte, aber in Pollença ging kein Lüftchen und es zeigte sich kaum ein Wölkchen am Himmel.
Wir sind also zwischen den anderen 4893 Touristen in der Sonne die Treppe hochgedappelt. Bis Stufe 100. Dann sind wir wieder umgekehrt 😉 Weg von der Plaça dels Seglars, wo die Treppe und somit das touristische Zentrum mit all den Schnickschnack-Läden beginnt, waren wir dann im Schatten der Gässchen auf der Suche nach was zu futtern. So richtig fanden wir nichts, also tranken wir bloß einen café con leche und fuhren nach Port de Sóller, um dort etwas zu essen.

Bei Kitchen Impossible war der Mälzer mal in Port de Sóller zum kochen und der Namenlose fand, dass das lecker aussah und wollte da essen.
Dort angekommen stellten wir aber fest, dass dieses Restaurant erst abends auf machte. Toll… hätten wir bloß vorher gegooglet. Also spazierten wir nur eine Runde durch den Ort, hatten aber auch hier keine Lust auf die überfüllten Restaurants. Hungrig fuhren wir nach Sóller, das war nicht so touristisch, aber leider gab es in der Bar, die wir uns ausgesucht hatten, nichts zu essen, weil die Bedienung an dem Tag alleine war. Neeeeeeeein!!!

Im Supermarkt um die Ecke holten wir uns ein Frust-Eis, verdrückten noch ein plattgedrücktes Schokobrötchen aus dem Rucksack und fuhren zurück nach Hause und warteten darauf, dass das Abendessen losging.

So ein Theater! – 15.04.2019

Der Montag war zweigeteilt. Am Vormittag fuhren wir nach Santa Maria del Camí. Eigentlich wäre es sinnvoll gewesen, hier am Sonntag hinzufahren, denn sonntags findet dort ein Markt statt.
Wir haben darüber zufällig vor ein paar Wochen einen Bericht gesehen und der Markt wurde als traditionell und schön beschrieben. Mit frischen Oliven, Wurst und und und. Und überall an den Ständen dürfte man probieren.
Warum wir trotzdem montags in das Städtchen gefahren sind? Weil sonntags der Stoffladen geschlossen hat 🤷🏼‍♀️😁

Als ich vor gut zwei Jahren angefangen hab zu nähen, hab ich diverse Nähseiten und Nähblogs durchstöbert und eine hat vom mallorquinischen Zungenstoff berichtet. Da hab ich noch gedacht, wie schade, dass ich noch nicht vorher schon genäht habe, sonst hätte ich mir im Jahr davor Stoff als Mitbringsel kaufen können.
Dieses Jahr bot sich also die Chance!
Vorab hatte ich Geschäfte gegoogelt, in denen man die bekommt und mich wegen der Preise fast auf den A…llerwertesten gesetzt… Aber die sind wirklich aufwendig herzustellen und es ist alles Handarbeit.
In dem Laden in Santa Maria del Camí wo wir jetzt waren, konnte man sich die alten Webstühle anschauen, auf denen die Stoffe gewebt werden. Die sind um die 100 Jahre alt und tun noch fleißig, aber sehr laut ihren Dienst. Was die Stoffe aber so teuer macht, ist nicht das Weben, das ist schnell gemacht. Es ist das Färben vorher und das Auslegen auf dem Webstuhl. Das ist natürlich ein Firmengeheimnis, das haben sie nicht gezeigt.
Fakt ist, dass die Fäden in unterschiedlichen Abständen eingefärbt werden und diese Färbung ergibt dann nachher beim spannen auf dem Webstuhl das Muster. Echt abgefahren! Also, nicht die fertige Stoffbahn wird bedruckt, sondern das Muster steht schon vor dem Weben fest!
Der Laden wo wir waren hatte nur kleine Webstühle, sodass es auch nur 70cm breiten Stoff zu kaufen gab. In den anderen Geschäften (ich glaube eins war in Pollença, das andere weiß ich nicht mehr), hatten sie die „Standardbreite“ 1,5m im Angebot. Aber so viel brauchte ich ja gar nicht.
Nach ein wenig rumstöbern und fasziniertem zuschauen, hielt ich also meine Tüte mit Stoff für eine Tasche in der Hand 😊

Weiter gings nach Norden Richtung Alcúdia. Als wir vor drei Jahren dort entlang gekommen sind, haben wir von der Straße aus ein riesiges Gebäude gesehen, das durch die Grafittis außen und das verwilderte Gelände von uns direkt als Lost Place identifiziert war. Auch damals wusste ich schon, dass dort ein Cache ist, aber irgendwie hatte ich den nicht eingeplant. Ziemlich blöd von mir 😄 Denn dieses Gebäude war richtig cool!
Das ehemalige Revue-Theater Es Fogueró Palace in Alcúdia wurde 1989 eröffnet und 1992 wieder geschlossen, weil es sich nicht gelohnt hat. Zur damaligen Zeit gab es nicht genügend Besucher, der Tourismus war in dieser Ecke von Mallorca scheinbar noch nicht so ausgeprägt… Das mag man heute kaum glauben 😉 Also wurde der Laden dicht gemacht und verfällt seit dem leider. Die Leute haben alles, was nicht niet- und nagelfest ist geklaut und entfernt, sodass dort tatsächlich nur noch der Rohbau steht. Aber was für einer!
Unten in den Kellerräumen war offenbar mal eine Küche und auch Garderobe für die Schauspieler. Vom Keller aus kam man nämlich auch auf und hinter die Bühne.
Für den Cache haben wir im gesamten Gebäude, auf den Tribünen und der Terrasse nach versteckten Zeichen gesucht, um die Finalkoordinaten für die eigentliche Dose zu ermitteln, was uns am Ende auch gelungen ist.

Hungrig fuhren wir nach Alcúdia aber da gab’s nix zu essen für uns. Der Strand war unglaublich weiß und schön, aber es war super windig und bereits vor Ostern total voll. Also fuhren wir nach Sa Puebla, einem „Wohndorf“ und suchten uns da eine Tapas Bar.
Ich hatte dieses Mal leider total daneben gegriffen, denn ich wusste nicht, dass die für den „mallorquinischen Eintopf“ Innereien verwenden. Also hab ich nur die Kartoffeln und Paprika rausgepickt und die Niere dem Namenlosen überlassen 🤢 ich habs mich dann abends am Buffet satt gegessen.

Weil es immer noch einigermaßen früh am Nachmittag war, sind wir noch ein bisschen durchs „Hinterland“ gefahren und haben die schöne Landschaft genossen. Wir waren auch immer noch auf der Suche nach einem Orangenbaum, aber alle waren nur hinter Zäunen und ich bin natürlich nicht aufs Grundstück gegangen, um eine zu pflücken.

Abends wollten wir es doch noch mal im Megapark versuchen. Dieses Mal war keine große Schlange davor und wir sind direkt rein gegangen. Es war laut und voll da drin, es waren massenhaft Tische aufgereiht, an denen massenhaft Leute standen mit 1-Liter-Biergläsern und Ballermannstrohhälmen… Ich war etwas erschlagen von den Eindrücken und bin erstmal reingelaufen, um mich zu orientieren. Ich war außerdem auf der Suche nach der Bar und vor allem einer Karte mit der Getränkeauswahl und den Preisen. Der Namenlose kam gar nicht hinterher, weil ein Typ ihn am Arm gepackt hatte und an einen Tisch dirigieren wollte. Aber das wollten wir gar nicht, bzw. wir wollten den Tisch selbst aussuchen und überhaupt einfach erstmal gucken. Ich hatte gar nicht kapiert, was der Namenlose mit dem Typen da zu schaffen hatte, er hat es mir erst draußen erzählt. Wir sind nämlich nach zwei Minuten wieder raus, weil der Typ so aufdringlich wurde und ihn an den Tisch zerren wollte und gesagt hat, dass wir gehen sollen, wenn wir nichts trinken wollen.
Total unverschämt. Wir hätten ja was getrunken, aber wir lassen uns doch nicht so rumschubsen! Vor allem wissen wir gar nicht, was das für einer war. Erst dachte ich, ein Türsteher, aber im Nachhinein denke ich, es war ein Kellner, der da auf Provisonsbasis arbeitet. Deshalb wollte der uns an diese bestimmten Tisch zerren und am Tisch besteht Konsumpflicht.

Also haben wir den Abend wieder im Bierkönig ausklingen lassen. Da gibt es nämlich auch Kellner, die dich beim reinkommen schon fragen, was man trinken will, weil die scheinbar ne Provision dafür bekommen, aber die lassen einen in Ruhe, wenn man sagt, dass man es noch nicht weiß.

Militärzone – 14.04.2019

Carpe diem! Ja, das machen wir, und so war es erst kurz nach 8, als ich schon lesend auf dem Balkon gesessen hab, dick eingemummelt, weil es recht frisch war, und gewartet hab, dass der Namenlose wach wird.

Wir sind heute wieder Richtung Santa Ponça gefahren. Von El Toro kommt man zu einer ehemaligen Militärzone auf diesem Landzipfel, die als Naherholungsgebiet genutzt wird und dort sind noch Bunkeranlagen vorhanden. Dort liegt gleich eine ganze Cache-Serie und zwei davon wollten wir uns anschauen.
Ausgerüstet mit Wanderschuhen und Trekking-Hosen, Taschenlampen, Wasser, Sonnencreme und ein paar Keksen, sind wir losgelaufen. Auf dem Schotterweg waren wir ganz froh, dass wir so festes Schuhwerk hatten.
Zuerst suchten wir den Zugang zu der Bunkeranlage. Ich hatte ein paar wenige Fotos vorher gesehen und war mir nicht sicher, ob ich da runterklettern möchte. Nicht die Dunkelheit hat mich nervös gemacht, sondern die Angst, dass da Spinnen sein könnten 😉
Als wir oben am Schacht standen, hörten wir unten schon Leute da drin. Das Runterklettern erwies sich mit den Wanderschuhen als eher schwierig, denn man hatte durch die dicke Sohle nicht so viel Gefühl. Aber es ging schon. Ich war zwar am zittern, weil mir plötzlich eine nicht gekannte Höhenangst bewusst wurde, aber ich kam heile unten an. Ich hoffte nur, dass wir da nicht wieder hoch mussten 😉 Der Zugangsschacht war doch relativ schmal, und zur Höhenangst kam auch eine leichte Beklemmung deswegen, aber unten im Tunnel wars dann ziemlich geräumig. Der Tunnel war recht hoch und breit. Und ein Luftzug wehte auch, also alles gut 🙂

Der Cache-Beschreibung folgend kletterten wir dann allerdings durch eine Gittertür in einen schmalen Stollengang. Da war dann doch gleich wieder ein leichtes Beklemmungsgefühl da. Aber wir fanden den Cache und gingen zurück. Dann stromerten wir durch die gesamte Tunnelanlage. Früher wurden da offenbar Granaten gelagert. Es gab Aufzugsvorrichtungen, an denen man die wieder zur Oberfläche befördern konnte. In anderen Räumen standen früher wohl mal Generatoren oder so. Es roch teilweise nach Öl. Ansonsten war da unten außer Grafitti nichts zur finden.
Nachdem wir alle Gänge abgelaufen waren, fanden wir einen bequemen Ausgang mit Treppe.
Wir zogen weiter auf dem Gelände und schauten uns noch einige Ruinen an, die da rumstanden. Alles Gebäude aus der Zeit des Militärs. Wir suchten den zweiten Cache, fanden auch den Zugang, der uns auch wieder in den Tunnel führte, aber den zweiten Cache haben wir nicht gefunden. Also sind wir wieder raus. Inzwischen hatten wir nämlich auch Hunger bekommen.

Wir fuhren nach Santa Ponça und suchten etwas zu Essen, aber dort standen nur Villen. Scheint auch eine eher noble Gegend zu sein. Sogar die Villa Colani haben wir zufällig entdeckt. (Goodbye Deutschland-Gucker kennen den Fürst von Sayn-Wittgenstein 😉)
Wir fuhren weiter, Richtung Strand und fanden auf der Suche nach einem Parkplatz auch ein Restaurant nach unserem Geschmack. Und wir wurden wieder nicht enttäuscht. Es war sehr lecker und günstig. Keine Touristenpreise, wie direkt an der Strandpromenade.

Dort haben wir aber trotzdem einen Kaffee getrunken bevor wir weiter gefahren sind nach Peguera, wo wir einen kurzen Blick auf Krümels Stadl und das Schwarzwald-Café geworfen haben 😄 kurz den medialen Voyeurismus befriedigen 😉

An diesem Abend waren wir mal nicht im Bierkönig, sondern sind in die andere Richtung gegangen, denn da gab’s ein Pub. Da haben wir einen Abend der Schottland-Tradition mit Bier und Cider gefröhnt 😊

Höhlen und Knochen – 13.04.2019

Bevor wir am Samstag zum Frühstück gegangen sind, gab es unseren traditionellen morgendlichen Balkon-mit-Meerblick-Urlaubskaffee 😊 Der Hängekorbsessel war echt perfekt dafür. In den hab ich mich verliebt, den will ich hier auch 😍

Der Plan für heute sah eine Tropfsteinhöhle und einen Lost Place, ein verlassenes kleines Häuschen, vor.
Wir fuhren gemütlich gen Norden und die Spanier haben ja teilweise Kreisel auf der Autobahn statt Auf- und Abfahrten. Und weil das Navi schon 5x gesagt hatte „Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen“ haben wir auch kurz vor Manacor die zweite Ausfahrt genommen, und das war versehentlich eine zu früh. Aber das war natürlich Absicht, denn so sind wir ein bisschen durch Manacor gekurvt und im Vorbeifahren hab ich eine Trabrennbahn entdeckt, an der wir dann kurz gehalten und ein bisschen zugeschaut haben, wie sie ein noch recht junges Pferd trainieren.

Weiter gings vorbei an Mandelbaumplantagen, die in den letzten Zügen der Blüte waren. Das sieht bestimmt wirklich schön aus, wenn das alles rosa ist!

Beim letzten Mal Malle mussten wir uns von gewissen Leuten belächeln lassen, weil wir uns ja nur die Touristenecken angeschaut haben. Palma, Es Trenc, Cap Formentor, Ballermann… Eben nur die Küste. Und überhaupt, Ballermann ist ja auch eine Zumutung. Man müsste doch auch mal durchs Hinterland fahren. Das Hinterland wär doch viel schöner.
Ach ja…
Also haben wir das dieses Mal gemacht. Von Manacor ging es durch kleine schmale Straßen, die durch halbhohe Steinmauern gesäumt waren. Es hat mich fast ein bisschen an Schottland erinnert. Auch die Schafe, die immer mal wieder zu sehen waren. Wir fuhren an unzähligen Orangen- und Zitronenplantagen vorbei und haben immer darauf gehofft, dass mal ein Baum so dicht am Zaun steht, dass man Orangen pflücken könnte, wenn sie über den Zaun hängen.
Wenn es keine Orangenbäume waren, dann Olivenbäume oder einfach nur weitläufige Wiesen, auf denen sattgelbe und hellgelbe Blumen blühten. Und das beste: es begegnete uns kaum eine Menschenseele.

Am Ende kamen wir an unserem Zielort an: die Coves d’Artà in der Nähe von Canyamel. Das ist eine große und imposante Tropfsteinhöhle. Aber natürlich wollten wir nicht in diese Tropfsteinhöhle. Wir sind Geocacher und ein Cache führte uns ca. 200m entfernt in eine kleine, versteckte Tropfsteinhöhle. Eine, die nicht touristisch erschlossen ist. Eine, für die man keinen Eintritt zahlt. Und eine, von der, abgesehen von Geocachern und wohl dem ein oder anderen Anwohner, vermutlich kaum einer weiß 😊
Vor dem Eingang hingen zwei große Spinnennetze, man kam aber daran vorbei in die Höhle, ohne sie kaputt zu machen.
Zuerst kam man in einen Vorraum der Höhle in der uns aber schon Tropfsteinformationen in rötlich und grünlichen Färbungen begrüßte. In dem Bereich war Tageslicht, denn es gab vom Eingang und von oben Lücken im Gestein.
Wie sahen uns um und fanden einen Zugang in den hinteren Teil der Höhle und da war es wirklich stockfinster! Wie gut, dass wir vorher extra zwei Taschenlampen gekauft hatten. Einmal haben wir die Lampen ausgemacht, weil wir kaum glauben konnten, dass hier einfach kein Licht vordringt, aber es war echt einfach nur dunkel! Weil ich immer wieder an „The descent – Abgrund des Grauens“ denken musste, haben wir die Lampen schnell wieder angemacht 😄
Wir standen also in einem großen, hohen Raum und und waren umringt von Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagnaten. Ehrlich, mir ist fast die Luft weggeblieben. Es sah einfach so schön aus, welche Formen auch dabei entstehen. Manche Säulen waren fast glatt, wie Eiszapfen, andere sahen aus, als wären sie aus einzelnen Elementen gestapelt.
Sicher ist das in der Höhle von Artà noch mal spektakulärer, weil die noch größer ist, aber diese kleine Höhle war schon der Hammer. Und wir waren da allein! Wenn man leise war, konnte man es überall tropfen hören. Ich hätte tausende Fotos machen können, aber im Schein der Taschenlampe kommt das alles gar nicht so raus!

Ziemlich beeindruckt haben wir uns irgendwann von dem Anblick losgerissen und haben in Canyamel am Strand einen Kaffee getrunken. In dem Wissen, dass wir gerade wieder ein kleines Abenteuer erlebt hatten 😉 aber für heute stand uns noch eines bevor, nämlich ein verlassenes Häuschen in der Nähe.
Davon gibt es echt viele auf Mallorca. Da stehen Rohbauten jahrelang leer, oder ganze Häuser verfallen über die Jahre und niemand kümmert sich. Ich frag mich dann, ob das niemandem mehr gehört… Auf jeden Fall ist dieses Häuschen schon so lange verlassen, dass sogar ein Schaf (?), das da gestorben ist bis auf die Knochen verwest war 😕 Armes Schafi… Naja. Wir haben Fliesen und Fenstergitter gezählt und am Ende den Cache auch gefunden.

Nach so viel Abenteuer hatten wir Hunger und sind nach Son Servera in die nächste Seitenstraße gefahren, wo eine kleine Kneipe war und wir uns einen wirklich kleinen Snack gegönnt haben. Ganz simpel Baguette mit Schinken oder Hähnchen, dazu Oliven. Das war echt lecker!
Eigentlich wollten wir dann nach Hause fahren aber der Abzweig nach Costa des Pins klang schön und entspannt. Also sind wir da noch hin. Ein ziemlich nobles Wohnörtchen. Große Villen mit sehr hohen und blickdichten Zäunen. Da will keiner zeigen was er hat 😉 Und überall große Pinien. Es war wirklich ganz ruhig und entspannt da. Am Ende des Ortes ist an der Steilküste ein Aussichtspunkt aufs Meer. An einem Zaun hängen unzählige Liebesschlösser. Ein bestimmtes haben wir gesucht, weil man mit den Daten die Koordinaten zu einem Cache ermitteln konnte, aber den Cache haben wir dann nicht gefunden. Aber egal. Schön wars da trotzdem.

Abends im Bierkönig haben wir uns dann darüber gewundert, wieso der Grundpreis von einem kleinen Sangria günstiger ist, als bei einem großen. Ja… Typisch ich halt 😄

Zurück an der Playa – 12.04.2019

Alle saßen pünktlich um 4:30 Uhr im Flieger, wir beide hintereinander am Gang wohlgemerkt, bereit zu starten. Eigentlich sollte es um 4:45 Uhr losgehen, worüber wir uns schon gewundert hatten, denn eigentlich ist bis 5 Uhr Nachtflugverbot. Und so war es auch, der Pilot hat dann durchgesagt, dass wir bis 5 Uhr warten müssen. Was sich aber noch länger verzögert hat. Ich glaube wir sind letztlich erst kurz vor halb 6 gestartet. Ich frage mich, wo morgens um 5 bei den ersten Flugzeugen schon eine Verspätung herkommen kann, aber gut, man nimmt es hin.

Irgendwann sind wir dann gelandet und als wir auf unsere Koffer gewartet haben, wär ich am liebsten schon wieder nach Hause umgedreht, weil ich mein Handy vergessen hatte. Ich wollte eigentlich offline sein im Urlaub. Zumindest bei Whatsapp. Aber Whatsapp kann man ja nicht ausschalten. Also hatte ich mein Diensthandy soweit vorbereitet und wollte das mitnehmen. Das hat ja auch sone tolle Kamera und ich wollte schließlich ein paar „schöne“ Fotos machen. Ich hatte alle Apps drauf geladen, die wir brauchen, alle Caches in Offline-Listen gespeichert und wäre somit nicht mal aufs Hotel-Wlan angewiesen gewesen. Auf dem Handy war kein Whatsapp, ich hätte also einfach meine Sim-Karte da reingesteckt und wäre offline gewesen, aber hätte auch online gehen können, ohne dass Whatsapp-Benachrichtigungen eingehen. Weil man guckt ja dann doch und liest es. Und antwortet dann doch…
Aber das Handy war nicht da. Toll. Ich hätt echt kotzen können! Mich hat das so aufgeregt, vor allem, weil ich extra noch dran gedacht hatte, das andere Ladekabel einzustecken. Und dann lass ich das Scheißhandy zu Hause liegen… Oh man… Super Start in die Woche also.
Dann haben wir den Pick-up-Point für den Shuttle zur Mietwagen-Station fast nicht gefunden, was mich dazu bringt, nächstes mal lieber wieder ein Auto direkt am Flughafen zu holen… Auch wenns teurer ist. Und in der Station gabs dann ein Auto mit ungefähr 60% vollem Tank, das wir auch ungefähr 60% voll wieder zurückgeben sollten.
What?? Entschuldigung, wir haben „voll zu voll“ gebucht, wir hätten das auch gern so… Wir sind schließlich überkorrekte Deutsche. Wir wollen das so, wie gebucht! 😉 Tja… is nich. Dem Vormieter haben sie wahrscheinlich noch ne Pauschale aufgedrückt, als er ihn nicht voll zurück gegeben hat, aber haben sich die Pauschale eingesteckt und verkaufen uns das Ding dann 60 zu 60, statt an der Tanke direkt nebenan (!) vollzutanken.
Oh man… Und noch dazu gabs einen Nissan Micra und ich dachte erst, das ist nicht wahr! Ich komme mir grad sowas von urdeutsch vor, wenn ich das so schreibe 😀 Aber dann hätten wir ja doch die Miniklasse buchen können und hätten knapp 100 Euro weniger für die Woche bezahlt. Aber es war ein neuerer Nissan Micra, der war nicht so nuckelpinnig, wie wir das beim Namen erst befürchtet hatten. Er hatte zumindest 5 Türen, so haben wir die Koffer besser reingekriegt.

Gegen halb 10 im Hotel angekommen, hieß es dann, dass wir um halb 11 ins Zimmer könnten, also haben wir die Koffer abgestellt und sind ein bisschen an der Promenade entlang und haben da in einer Bar einen Kaffee getrunken.
Zurück im Hotel wurden wir vertröstet, es würde noch etwas dauern. Ja… ist ja nicht schlimm. Aber wir hatten gleich gesagt, dass wir sonst auch einfach was unternehmen und sie müssen sich mit dem Zimmer nicht beeilen. „Nein, nein, um halb 11 ist es fertig!“ Ja, das wurde dann nix. Also haben wir in der Lobby rumgesessen, wurden allmählich richtig müde. Und aus der „halben Stunde“ wurde eine ganze und dann noch mal 20 Minuten und wir haben uns eigentlich ein bisschen geärgert, dass wir nicht direkt doch gesagt haben, dass wir nachmittags zurück kommen und dann unser Zimmer beziehen…

Na ja, aber im Zimmer war dann alles gut, es war sehr schön, ganz oben mit schönem Blick und geräumig, weil wir uns eine Juniorsuite gegönnt haben 😉 Weil wir jetzt genug rumgegammelt hatten, sind wir losgefahren Richtung Santa Ponça. Da waren wir nämlich beim letzten mal gar nicht, in der Ecke. Unterwegs sind wir durch ein „Wohndorf“ gekommen. So haben wir Orte genannt, in denen es (fast) keinen Tourismus gibt, weil man kein Meer sehen kann 😉 Son Ferrer hieß der Ort. Es war ganz nett da, aber da war auch echt nix weiter. Da wohnt man einfach nur. Und zwar wohnen da die Einheimischen. Zu wenig bling bling für die Touris. Genau richtig also für uns. Im Restaurant El Capricho konnte der Besitzer fast kein Englisch, Deutsch auch nicht und wir ja nur mehr schlecht als recht Spanisch 😉
Zur Siesta ist es da wohl ziemlich üblich, dass es in den Restaurants dann ein Menü gibt. Sowas wie den Mittagstisch. Man kann für zwei Gänge und ein Dessert aus jeweils drei oder vier Möglichkeiten auswählen. Da ich ja mein „richtiges“ Handy dabei hatte, konnte ich ja den Google Übersetzer benutzen. Das hat ganz gut funktioniert, wir hatten am Ende was leckeres zu essen und waren hinterher satt und zufrieden.
Anschließend waren wir noch schnell im Supermarkt und haben Wasser und Milch gekauft und sind dann zurück gefahren ins Hotel, wo wir erstmal einen Kaffee (mit Milch) auf dem Balkon getrunken haben, denn wir hatten eine Nespresso auf dem Zimmer und ich war schlau genug, unsere alte Packung Kapseln mitzunehmen, die zu Hause rumlag, seit wir unsere Nespresso ausgemustert haben.

Dieses Mal hatten wir im Hotel Halbpension gebucht, weil wir 1. nicht jeden Abend suchen wollten, wo wir was essen gehen und es 2. an der Playa jetzt auch nicht so die megaguten Sachen gibt 😉 Currywurst und Pommes oder Pizza ist ja mal nett, aber wenn man ne Woche weg ist, wärs ja auch schön, mal was vernünftiges zu essen.
Also haben wir ein bisschen Schlaf nachgeholt, sind dann relativ spät was essen gegangen, weil das Essen in Son Ferrer doch mehr und später war, als wir eigentlich geplant hatten, und wollten uns dann auf den Weg in den Megapark machen, denn zuuuuuuufällig hatten Mickie Krause da heute einen Auftritt! Um halb 9. Uiuiuiuiui 😀 Also wenn man schon mal da ist, kann man das ja ruhig mal mitnehmen. Ist bestimmt ganz witzig. Und halb 9… pf… als ober um halb 9 anfängt mit seiner Show!

Joa. Hat er aber. Es war schon ca. 21:15 Uhr als wir am Megapark ankamen, da war ne Riesenschlange davor und wir überlegten, ob wir uns da jetzt anstellen… Dann kam eine Mitarbeiterin und hat die Plakate vor der Tür gewechselt, für das Programm am nächsten Tag, die hab ich dann gefragt, ob Mickie Krause schon spielt. „Ja, der ist gleich fertig. Viertelstunde vielleicht noch.“ Und auf meine entsetzte Nachfrage, wieso der schon so früh angefangen hat, meinte sie nur „Bei uns immer pünktlich.“
Also Leute merkt euch das 😉 Wenn 20:30 Uhr auf dem Plakat steht, dann heißt das auch 20:30 😉

Also sind wir in den Bierkönig gegangen, haben da einen Sangria getrunken, oder vielleicht auch zwei, und waren schon um 23 Uhr zurück im Hotel und waren einfach geschafft von dem Tag.
Wir sind langsam zu alt, um morgens um 2 aufzustehen und dann den ganzen Tag durchzuhalten 😉

Ostern auf Malle reloaded

Vor drei Jahren haben wir einen Malle-kompakt-Trip gemacht, als wir über Ostern 4 Tage dort waren. Damals haben wir, ganz entgegen unseres normalen Verhaltens, schon 2 Monate vor dem Reisetermin gebucht.
Dieses Jahr habe ich auch die Woche vor Ostern frei. Wegen der Schule geht es halt auch nicht anders, aber ich nehme nie wieder in den Ferien Urlaub 😉
Dieses mal haben wir das mit dem Urlaub buchen wie immer gemacht: 3-4 Wochen vorher. Sonntag haben wir also endlich Urlaub gebucht. Nachdem ich den Namenlosen fast dazu gezwungen hab!

Ich wollte jetzt endlich was buchen. Ich hatte mir auch eigentlich schon was rausgesucht, weil er es ja nicht geschafft hatte, sich zu äußern, wo er überhaupt hin will.
Erst war Ibiza im Raum. Dann Griechenland. Dann Kroation, Schottland und wieder Ibiza. Ich hatte dann was auf Gran Canaria rausgesucht, aber er wollte das nicht. Wie eigentlich immer, wenn ich was rausgesucht hab. Wozu mach ich mir die Mühe also? Kostet mich nur Nerven!
Sonntag hab ich ihn also nach dem Frühstück an den Schreibtisch gezwungen, weil wir sonst dieses Wochenende wieder nichts gebucht hätten. „Wir können auch drei Tage vorher last minute buchen.“ Jaaaa… können wir. Dann müssen wir aber nehmen was wir kriegen und vor allem wird es sicher nicht günstiger! So drei Tage vorher last minute können wir nächstes Jahr machen, wenn ich nicht auf Ferientermine angewiesen bin. Und außerdem wollte ich jetzt mal langsam einen Lichtblick haben.

Wir saßen also, haben ungefähr 3 Stunden lang gegooglet, gesucht, verglichen… ich hab mich aufgeregt, geärgert, rumgemotzt. Immer mal wieder fiel, dass das Hotel auf Malle doch so schön war und dass wir doch da noch mal hin könnten. Mir war es am Ende mal wieder herzlich egal, wo es hingeht. Ich wollte einfach nur wissen, DASS es irgendwo hingeht. Es wurde immer später, der Namenlose hat sich regelrecht in Trance gegooglet, ich war angepisst, dem Hund war langweilig, weil die das natürlich doof findet, wenn wir sie so lange ignorieren.
Letztendlich haben wir also das gleiche Hotel wie vor drei Jahren gebucht. Das war schön. Wir wissen, was wir kriegen. Malle war auch schön und wir haben ja in den 4 vollgepackten Tagen längst nicht alles gesehen. Im Megapark waren wir auch nicht, den Cache in Palma haben wir nicht gefunden. Es gibt noch ein paar Lost Places, die wir besuchen können, ein paar Höhlen. Und das Hotel hat jetzt einen Infinity Pool auf dem Dach 😀
Ich freu mich jedenfalls. Noch 24 Tage! (Und ich schwänze dafür den Samstag die Schule, weil es einfach mal 400 Euro teurer gewesen wäre, wenn wir erst Sonntag geflogen wären…)

Geschafft! – 16.07.2018

Es ist Montag 7 Uhr, als der Wecker klingelt. Alles ist gepackt, die Klamotten sind schon rausgelegt. Schnell Zähne putzen, Kaffee und ab zum Flughafen!

Mein Flug ging um 11 Uhr und dieses mal war ich schon eingecheckt, denn mir war ein Fensterplatz zugewiesen worden. Yaaay! 😉 Und ich hatte noch Juan und musste nicht um 8 Uhr mit dem Transferbus losfahren. Yaaay! 😉 obwohl ich das zeitlich fast geschafft hätte. Ich war pünktlich um halb 8 beim Frühstück, hab mir noch ein Toast für später gemacht und war um 8 zurück auf dem Zimmer. Jetzt hatte ich irgendwie noch so viel Zeit… Die Fahrt zum Flughafen würde nur 20 Minuten dauern. Ich hab also noch mal alle Schränke kontrolliert, dass ich ja nix vergesse, ausgecheckt hatte ich schon vor dem Frühstück, weil da grad niemand an der Rezeption stand.
Tja, also bin ich losgefahren. Ob ich nun im Hotel blöd rumsitze oder am Flughafen ist auch egal. Das Auto zurück zu geben war noch ein bisschen abenteuerlich: Die hatten keine eigene Station dort, sondern einen Briefkasten, wo der Schlüssel rein sollte. Den musste ich erstmal suchen. Bloß gut war ich nicht unter Zeitdruck! Und bloß gut hatte ich schon getankt, das hätte ich sonst vergessen 😀

Am Flughafen ging es recht flott durch den baggage drop-off. Dann hab ich meine eine Wasserflasche noch leer getrunken und hab die zweite durch die Sicherheitskontrolle geschmuggelt 😉
Bei den ganzen Souvenirshops fiel mir dann auf, dass ich dem Namenlosen gar nichts mitgebracht hatte!! Also hab ich die Zeit genutzt und alles angeschaut. Aber das war alles nur richtiger Scheiß, also hab ich ein Gläschen rote und grüne Mojo-Soße gekauft.
Und dann gings zurück. Der Rückflug hat sich irgendwie gezogen, aber wenigstens konnte ich aus dem Fenster gucken und dann, endlich, konnte ich den Namenlosen wieder in meine Arme schließen!

Fazit: ich bin kein Alleinreisetyp. Ich möchte mich immer gleich mitteilen, wenn ich mich über irgendwas freue. Ich möchte mich unterhalten, ich möchte einfach alles direkt teilen! Ich glaube nicht, dass ich noch mal alleine wegfahre, aber es war auf jeden Fall eine Erfahrung. Gut, schlecht? Gemischt.
Ich hab doch einiges über ich gelernt: Ich brauch nicht immer so schissig sein. Ich kann aufhören mir tausend Gedanken zu machen. Ich kann ruhig selbstbewusster davon ausgehen, dass ich Dinge schaffe. Ich muss einfach viel mehr Selbstvertrauen haben. Und ich darf mich nicht so im Selbstmitleid suhlen. Das hat mich eigentlich am meisten runter gezogen. Klar ist es schade, wenn man Erlebnisse nicht direkt teilen kann, und alleine zu essen ist echt kacke, aber so ist es. So hatte ich es mir ausgesucht.
Ich finde im Nachhinein, dass ich eigentlich zu wenig aus der Woche gemacht habe. Mit dem Namenlosen zusammen hätte ich mehr als doppelt so viel erlebt! Aber: Ich habe so viel daraus gemacht, wie ich konnte. Ich bin für meine Verhältnisse sehr über meinen Schatten gesprungen, sehr aus meiner Komfortzone herausgetreten und habe mich allen möglichen Ängsten gestellt. Ich empfinde ein bisschen Stolz, dass ich alles alleine gemeistert habe, auch wenn das jetzt wirklich pathetisch klingt und das natürlich keine Raketenforschung war, sondern bloß ein Urlaub. In einem europäischen Land. Mit lateinischer Schrift 😉
Ich möchte auf jeden Fall noch mal mit dem Namenlosen hin. Zum einen gibts da auch einige Lost Places, die ich mich natürlich nicht alleine getraut hab aufzusuchen. Aber wenn ich da zu dem verlassenen Staudamm laufe und knicke um, oder rutsche einen Abhang runter oder was weiß ich, dann ist da eben niemand, der Hilfe holen kann. Zum anderen möchte ich dem Namenlosen das Pub und die Tapas Bars zeigen 😉 Ach ja und auf den Vulkan will ich ja auch noch hoch! Und ich denke zu zweit wird der Urlaub dann richtig toll!

Entspannung – 15.07.2018

Mein Plan für Sonntag sah genau so viel vor:
Richtig. Nichts. Außer der Massage. Ich hab also auch wirklich nichts weiter gemacht, als auf dem Balkon zu sitzen und zu lesen. Ich hatte auch keine Lust an den Pool zu gehen. Es war sowieso kein Platz mehr im Schatten frei. Mittags bin ich noch mal ans Meer und hab noch mal bei schönem Wetter Fotos gemacht. Der Wind war nicht so viel besser geworden, perfekt für die Surfschule, die in der Nähe war. Außerdem ist mir aufgefallen, wie kurz die Schatten über die Mittagszeit sind 🙂
Zurück auf dem Balkon hab ich Besuch von Taubi bekommen. Hab mich voll erschrocken, als die da auf einmal auf dem Geländer lang lief und auf jedem Balkon geschaut hat, ob sie was zu fressen findet 😀
Als die Sonne rum kam, bin ich wieder rein und habe meinen Koffer schon mal gepackt. Das hatte ich echt noch nie! Niemals vorher war es so, dass ich wieder nach Hause wollte! Aber an diesem Sonntag war ich irgendwie doch froh, dass ich es fast geschafft hatte.
Am späten Nachmittag hab ich mich dann noch im Spa verwöhnen lassen. Das war echt richtig schön! Peeling und Massage… ich krieg jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke 😉
Abends war ich wieder im Pub. Wieder alleine. Wieder ohne bestellen zu müssen. Die Musik war wieder toll, ich hab nach dem großen noch einen kleinen Cider bestellt, den der Keller mir nicht abkassiert hat 😉

 

Boot auf dem Trockenen – 14.07.2018

Da war er nun dahin, der Plan, den ich mir gemacht hatte… Ursprünglich war der Plan, freitags auf den Teide zu fahren und samstags dann nach La Orotava. Nun war ich Freitag schon in La Orotava und wollte da heute nicht noch mal hingurken. Irgendwie war der ganze Samstag total vergammelt. Obwohl ich am Vortag festgestellt hatte, dass Autofahren üüüüberhaupt nicht schlimm ist, konnte ich mich nicht aufraffen, am Samstag noch mal loszufahren. Ich saß nach dem Frühstück auf dem Balkon, hab gelesen, Postkarten geschrieben und festgestellt, dass die Kalima so viel besser geworden ist, dass man sogar La Gomera sehen konnte!. Aber die ganze Zeit hab ich gedacht, dass ich meine Zeit besser nutzen müsste… Zu Fahren bereitete mir trotzdem ein Flattern im Magen. Was ist, wenn ich dann keinen Parkplatz finde… Wirklich dämlich.

Um 15 Uhr, als die Sonne voll auf meinen Balkon geknallt hat und ich nicht mehr draußen sitzen konnte, hab ich mich einfach zusammen gerissen, mich mit Juan im Partnerlook angezogen und bin noch mal losgefahren. Und als ich dann am Fahren war, war es auch wieder überhaupt nicht schlimm. Völlig selbstverständlich irgendwie. Ich bin noch mal nach Costa Adeje gefahren, da war ein Boot an der Straße. Daneben eine ganz winzige, alte Kirche. Den Cache, der da in der Nähe war (natürlich, sonst hätte ich das Boot wohl nie gefunden ;)), hab ich allerdings nicht gefunden.

Zufrieden mit mir, dass ich doch noch mal aus meiner Komfortzone rausgekommen bin, bin ich wieder zurück gefahren.
Auf dem Rückweg hab bin ich noch zu einer Tankstelle gefahren. Ich hatte Juan 3/4-voll bekommen und sollte ihn auch 3/4-voll zurück geben. Um mir also den Stress mit dem Tanken am Montag auf dem Weg zum Flughafen zu ersparen, wollte ich das gleich erledigen. Sehr clever von mir, fand ich 😉 Nicht so clever war allerdings, dass ich mir nicht hatte zeigen lassen, wo der Tankdeckel auf geht. Ich stand also vor der Zapfsäule (bloß gut auf der richtigen Seite!! :D) und hab auf der Fahrerseite nach einem Knopf gesucht, um den zu öffnen… hab keinen gefunden. Dann dachte ich, vielleicht geht der Deckel ja so auf und muss dann mit dem Schlüssel aufgeschlossen werden.
So war es auch. Die Klappe ging auf, nur war da kein Schlüssel, sondern direkt die Öffnung zum tanken, die allerdings irgendwie versperrt aussah. Also ich hab geguckt, wie ein Schwein ins Uhrwerk und hab auch nur gedacht, wie blöd, dass ich mir das nicht erklären lassen hab! Dabei hatten wir noch übers tanken gesprochen, weil ich noch 2x nachgefragt hatte, was ich tanken muss und wie das auf Spanisch heißt…
Ich hab dann einfach mal den Tankrüssel genommen und reingesteckt, diese Verschlussklappe ging dann auch zur Seite (ich hatte mit dem Finger gedrück, da hat die sich keinen Millimeter bewegt), aber tanken ging dann nicht. Hab gedrückt, aber da kam nix… Ich kam mir wirklich langsam vor, wie der erste Mensch. Wenigstens war niemand hinter mir, der sieht, wie blöd ich mich anstelle! 😉 Heute denke ich mir, wenn einer hinter mir gewesen wäre, hätte der mir helfen können. Auf einmal piepte dieser Tankrüssel 3x, dann fing die Zapfsäule an zu rauschen, als wär sie aktiviert worden und dann ging das auch mit dem Tanken.
Ganz seltsame Technik haben die da in Spanien! 😀

Zufrieden, dass ich auch dieser Hürde gemeister hatte, bin ich zum Hotel gefahren und hab einen noch viel besseren Parkplatz gefunden. Puh! Ich hatte irgendwie einen Lauf 😉 Das Essen abends war auch wieder sehr lecker, der Sonnenuntergang war richtig schön, nur fürs Pub hatte sich niemand gemeldet. Da bin ich halt alleine gegangen und kaum saß ich an der Bar, hatte ich meinen Cider vor mir. Der Kellner vom Vortag war da und wusste, was ich trinke 😉

Nuckelpinne – 13.07.2018

Der Tag der Tage! Autofahren im Ausland. Warum mich das vor so eine Herausforderung gestellt hat… ich weiß es nicht. Ich hab es mir halt einfach nicht zugetraut.
Ich bin zu der Tiefgarage gebracht worden, wo die Vermietung die Autos stehen hatte und bin da noch mal eingewiesen worden. Ich war sowas von aufgeregt, dass ich sehr froh war, dass die Mitarbeiterin eine Deutsche war! Ich kann gut Englisch, aber ich glaube ich hätte die Hälfte nicht verstanden.
Ich bin also mit dem Fiat Panda (ich hab ihn liebevoll Juan genannt) aus der Tiefgarage rausgefahren und wollte zum Pico del Teide und stand dann irgendwie mitten in Los Cristianos an einem vollen, zweispurigen Kreisel. Aber statt dass dieser Moment Panik in mir ausgelöst hätte, bin ich da einfach rein und rausgefahren, als hätte ich nie was anderes gemacht. Ich mein… es ist ja auch nicht anders als hier. Die Verkehrsregeln sind die gleichen, die Schilder sind ziemlich die gleichen… Es war einfach nur eine fremde, neue Situation, die mir (wie üblich) Angst gemacht hat.

Am Vortag hatte ich eine E-Mail bekommen, dass meine Seilbahnfahrt auf den Teide storniert wurde, weil die Wetterbedingungen zu schlecht waren. Es war zu windig, da fährt die Seilbahn nicht. Ich bin trotzdem hingefahren, weil ich dachte, vielleicht entscheiden sie sich spontan anders…
Der Teide war ausgeschildert und es gibt ja im Grunde auch nur fünf Straßen auf Teneriffa 😉 deshalb bin ich ohne Navi gefahren, weil ich mir meinen Akku für eine Rücknavigation aufsparen wollte. Ich hatte nämlich kein Kfz-Kabel dabei und Fotos wollte ich ja auch noch machen… Das war auch wirklich kein Problem, denn als ich erstmal auf der Straße zum Vulkan war, gabs keine Möglichkeit mehr sich zu verfahren.

Natürlich war die Seilbahn trotzdem geschlossen. Das war echt schade. Laut Vorhersage auf der Homepage sollte am Sonntag wieder geöffnet sein, aber alle Zeitslots, für die man Karten vorab kaufen konnten, waren bis 16 Uhr ausgebucht… Das ging natürlich nicht, weil ich am Sonntag um 16 Uhr meine Massage hatte.
Sehr schade. Also bin ich da „nur“ im Nationalpark ein bisschen rumspaziert, hab einen Cache gefunden und bin dann weiter Richtung Norden. Ich wollte nach La Orotava, weil das wohl ein hübsches Städtchen wär und da gabs auch einen Sightseeing-Cache.
Ich war inzwischen auf der Nordseite des Berges/der Insel angekommen. Dort hingen die Wolken fest und plötzlich war durch die Feuchtigkeit dort auch alles grün bewachsen. Ich musste durch die Wolkendecke fahren und kam mir kurz vor wie in Schottland, als wir durch die Wolke über den Gebirgspass gefahren sind 😉

Auch nach La Orotava konnte man sich nicht verfahren, denn vom Teide aus führte genau eine Straße dorthin. Im Ort wollte ich dann irgendwo parken, ich bin da also durch die Straßen gefahren, war dann mitten in der Altstadt mit ihren schmalen Gässchen und wirklich hübschen Häusern, aber es gab nirgends einen Parkplatz und die Straßen waren teilweise so schmal, dass genau ein Auto durchgepasst hat. Also auch nix mit anhalten und googlen, wo man parken kann, weil dann niemand hinter mir mehr durch kommt. Irgendwann war ich am Ortsausgang und dachte, ich fahr einfach zum nächsten Kreisel und dreh da um und guck noch mal. Aber wie es dann so ist: es kam kein Kreisel. Erst ewig später, da waren auch freie Parkplätze, also hab ich mich kurz da hingestellt um zu gucken, wo ich überhaupt bin und wie weit es jetzt zu dem Cache ist. Ich hätte ja vielleicht laufen können.
Inzwischen war es 14 Uhr, bis zum Cache waren es zwei, drei Kilometer und ich hatte irgendwie keinen Bock mehr. Ich war in San Antonio, was scheinbar ein Ortsteil von La Orotava ist, aber etwas außerhalb des eigentlichen Ortes liegt. Ich bin da etwas rumgelaufen, hab direkt um die Ecke von dem Parkplatz eine Tapas Bar gefunden und erstmal was gegessen. Die Kellner konnten so gut wie kein Englisch, ich ja kein Spanisch, aber irgendwie haben wir es trotzdem hingekriegt, dass ich Essen auf dem Tisch hatte 😉 Und die rote Mojo-Soße war unfassbar lecker!

Als ich dann um 3 fertig war mit essen, hatte ich die Wahl, noch mal nach Orotava oder nach Hause? Laut Google Maps brauchte ich noch 1,5h zurück zum Hotel. Auf der Nordseite der Insel war es zwar kühler aber die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Ich war klitschenass, kaputt und hatte eigentlich keine Lust mehr, also bin ich zurück gefahren. Den weiteren, aber sicher komfortableren Weg um die Nordspitze rum und über die einzige Autobahn zurück an die Südecke von Teneriffa. Da hab ich dann doch das Navi angemacht und hab tatsächlich 1,5h gebraucht. Die Autobahn war sogar teilweise 4-spurig, da hab ich mich doch gleich gefühlt wie zu Hause 😀 Mit einem Parkplatz hatte ich dann auch Glück (das war nämlich meine andere Sorge!)

Der Tag war der einzige, an dem es abends mal nicht geschmeckt hat, und das wo das der kanarische Abend war! 😉 Abends hab ich mich noch mal mit dem Paar vorm Vorabend im Pub getroffen, aber dieses mal gings nicht so lange.

Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass ich an diesem Tag nichts sinnvolles gemacht habe. Ich bin eigentlich ziemlich sinnlos einmal quer über die Insel gefahren, hab so zwar viel gesehen, aber ich hatte halt nichts von dem gemacht, was eigentlich der Plan war… trotzdem war das ein ziemlich guter Tag, weil ich mal ganz deutlich festgestellt hab, dass ich mir nicht immer so einen Kopf machen muss. Dass ich mir ruhig viel mehr zutrauen kann. Irgendwie, dass ich doch alles schaffen kann, was ich will.