Leseliste September 2019

Ich. Darf. Nicht. Schlafen von S. J. Watson

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Jetzt, wo die Prüfungen rum sind, hab ich mir endlich mal wieder die Zeit genommen zu lesen. Bzw ich bin auf den Geschmack von Hörbüchern gekommen. Dieses hier hab fast am Stück durchgehört, weil es wirklich spannend war. Und weil ich trotzdem bis zur Auflösung nicht wusste, dass es so ausgehen würde. Hat mir echt gut gefallen.
Das Buch ist sogar verfilmt worden.

Wenn du mich tötest von Karen Winter

Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren …

Als ich mal auf der Suche nach Buchempfehlungen war, hab ich dieses Buch gefunden. Ich bin eigentlich nur hängen geblieben, weil es in Schottland in den Highlands spielt. In der Ecke, wo das Buch spielt, waren wir damals nicht, aber als von Oban, Ullapool und Inverness die Rede war, hatte ich Erinnerung vor Augen. Aber das wars dann auch schon. Ich hatte mich auf mehr Landschaftsbeschreibungen gefreut, aber davon gab’s wenig. Und die Story war am Ende auch ein bisschen dünn. Es bestätigt leider wieder mein Klischee, dass Frauen keine Krimis und Thriller schreiben können 🤷🏼‍♀️

Das Jahr in dem ich dich traf von Cecilia Ahern

Das Jahr, in dem sich mein Leben veränderte – das Jahr, in dem ich zu mir fand – das Jahr, in dem ich dich traf.
Der Spiegel-Top-Bestseller von Cecelia Ahern jetzt im Taschenbuch: Vier Jahreszeiten voller Aufbruch, Freundschaft, Liebe und Hoffnung.

Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe.
Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr, das alles verändert.

Den Klappentext dazu lese ich grad zum ersten Mal. Ich hab es als Hörbuch angefangen zu hören, weil ich „PS: Ich liebe dich“ so toll fand.
Aber dass Jasmin Selbstgespräche mit Matt führt ist mir erst nach einem Drittel bewusst geworden. Ich hab die ganze Zeit gedacht, Matt wäre schizophren oder so, und deshalb würde sie ihn in der Mehrzahl ansprechen.
Also insgesamt war das Buch okay. Ich hatte keine Erwartungen, also konnte auch nichts enttäuscht werden. Aber es spielte zumindest in Dublin, was ich dann jetzt doch auch ganz passend fand.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Leseliste April/Mai 2019

Die ewigen Toten von Simon Beckett

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren verlassen und heruntergekommen, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche aufgefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Leiche, das sieht Dr. David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als der forensische Anthropologe sie näher untersucht, stellt er fest, dass es sich um eine Frau handelt. Eine schwangere Frau. Beim Versuch, die Tote zu bergen, entdeckt die Polizei ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Tjahaaa… nahtlos weiter 😉 Und gewohnt gut. So, wie ich die anderen auch in Erinnerung hatte. Ich hab das Buch im Flugzeug angefangen zu lesen, weil ich leider einen Gangplatz hatte und somit meine Zeit nicht mit aus dem Fenster schauen rumgekriegt habe. Nach 6 oder 7 Tagen war ich damit durch!
Mir war zwar irgendwann klar, wer der Täter ist, aber nicht die ganzen Abgründe, die sich dann auftaten.

Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Begeistert liest er von den Abenteuern des Helden Atréju und seinem gefährlichen Auftrag: Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, zu retten. Zunächst nur Zuschauer, findet er sich unversehens selbst in Phantásien wieder. TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach einer langen Suche. Denn seine wahre Aufgabe ist es nicht, Phantásien zu beherrschen, sondern wieder herauszufinden. Wie aber verlässt man ein Reich, das keine Grenzen hat?

Hach, wie ich mir als Kind immer gewünscht hab, dass ich in der Geschichte dabei sein könnte… 🙂 Ich hätte Phantásien auch retten können 😉 Rückblickend schon schade, dass ich das Buch nicht schon als Kind gelesen hab.
Obwohl es schon von 1979 hat es nicht nicht viel an Aktualität verloren: Bastian wird gehänselt und gemobbt, er fühlt sich nicht gut genug und eifert einem Ideal nach um anerkannt zu sein und um sich wehren zu können, als er die Möglichkeit dazu hat. Aber am Ende merkt er, dass das nicht alles ist, und dass ihm Stärke und Mut nichts nützen, ohne Liebe.

Cottage mit Kater von Hermien Stellmacher

Schwere Zeiten für die Krimiautorin Nora: die Mutter gestorben, der Lebensgefährte auf und davon. Da kommt ihr die Einladung in ein Cottage an der Küste Cornwalls gerade recht. Endlich alles hinter sich lassen, Spaziergänge durch leuchtend bunte Blumenwiesen, Sonnenuntergänge am Strand und in Ruhe schreiben – wunderbare Aussichten!
Doch wieder einmal macht das Leben ihr einen Strich durch die Rechnung. Ein kleiner Kater, den sie von einer Klippe rettet, weicht ihr fortan nicht mehr von der Seite. Immer wieder schmuggelt er sich heimlich ins Haus und wirbelt ihren Alltag durcheinander. Mit dem neuen Manuskript geht es auch nicht wie erhofft voran. Es ist zum Verzweifeln!
Aber da ist noch Phil, der nette, gut aussehende Nachbar, der immer wieder seine Hilfe anbietet.

Über das Buch bin ich im Hugendubel-Newsletter gestolpert, und ja, ich habe es eigentlich nur gekauft, weil auf dem Cover eine Katze über den Titel läuft 😀
Ich glaube, ich bin nicht ganz die Zielgruppe für den Roman, ich konnte mich jedenfalls nicht so richtig mit Nora identifizieren. Dafür konnte ich mir das kleine Örtchen in Cornwall umso besser vorstellen, in dem sie gelandet ist. Sehr idyllisch und am liebsten wäre ich da jetzt auch und hätte dann natürlich auch gern so einen kleinen Kater 😉

Das Erbe der Insel: Isle of Wight Teil 1 von Wendy K. Harris

Die Schriftstellerin Jane erbt ein altes Cottage auf der Isle of Wight – von Lilly, der stets totgeschwiegenen Schwester ihrer Mutter. Auf der Suche nach Antworten fährt Jane auf die Insel und lernt Lillys Familie und Freunde kennen: den schweigsamen Fischer Neptun, die kauzige, aber warmherzige Emmeline und Marguerite, Lillys verträumte Tochter. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sich Jane willkommen und geliebt. Begeistert lauscht sie Emmelines Erzählungen von der wilden Zeit vor vierzig Jahren – doch die drängendsten Fragen bleiben unbeantwortet: Warum haben Janes Eltern die Insel damals Hals über Kopf verlassen? Und warum hüllen sich alle darüber in Schweigen? Bald wird Jane klar, dass die Antworten ihr Leben für immer verändern werden.

Dieses Buch ist 2005 schon mal unter dem Titel „Die fremde Schwester“ erschienen und ich finde ihn etwas passender. Der aktuelle Titel impliziert, dass es noch Folgebände gibt, aber die anderen Bücher von ihr, die auf der Isle of Wight spielen, handeln von völlig unabhängigen Sachen.
Das Buch hat mir rückblickend wirklich gut gefallen. Es war sehr bildlich. Ich sehe es alles vor Augen, das Cottage, die Personen… Als ich etwa ein Viertel gelesen hatte, dachte ich allerdings zu wissen, wie das Buch ausgeht und war erst etwas enttäuscht, weil ich dachte, es wäre so vorhersehbar. Das war aber nur ein Vorgeschmack auf das Drama, das nach und nach aufgedeckt wird.

Sturm von Uwe Laub

Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. Australien: Extreme Wasserverdampfung bringt Ökosysteme zum Einsturz. Sibirien: Nach einem signifikanten Temperaturanstieg taut der Permafrostboden. Gebäude sacken zusammen, Straßen und Städte werden zerstört. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Zahllose Tote und Verletzte werden geborgen, die Nation ist im Schockzustand. Es beginnt der Kampf gegen einen Feind, der uns alle umgibt …

Ich habe mich während des Lesens immer wieder gefragt, ob es diese ganzen Behörden und Institute wirklich gibt, von denen im Buch berichtet wird. Organisationen, die das Wetter beeinflussen. Oder zumindest damit experimentieren. Und wenn es nicht so spannend gewesen wär, hätte ich mehr zwischendurch gegooglet. Tatsächlich hat China 2008 vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking Wolken geimpft, damit es regnet und zur Eröffnungsfeier schönes Wetter ist. Im Nachwort wird gesagt, dass es die ganzen Institute wirklich gibt und was von den genannten Wetterkatastrophen Realtität war und was er sich ausgedacht hat.
Vom Wolkenimpfen an sich hatte ich schon mal gehört, das ist echt so abgefahren! Und natürlich hat alles eine Auswirkung, wenn man in die Natur eingreift. Im Buch wird das Schreckensszenario dargestellt, was passieren könnte, wenn man die Natur kontrollieren will.
Sehr spannend und gut zu lesen, auch wenn es mir zum Ende hin etwas zu hollywoodmäßig wurde.

Intuitiv abnehmen von Elyse Resch und Evelyn Tribole

Schluss mit dem Diätwahn und zurück zu einem natürlichen Körpergefühl und Essgenuss ohne schlechtes Gewissen – diese Botschaft vermitteln die beiden Autorinnen in ihrem Buch „Intuitiv Abnehmen“. Denn wer bewusst und ohne Schuldgefühle isst und auf seinen Körper hört, der wird lernen seinen Körper zu akzeptieren. So fällt es ganz leicht, stressfrei und auf natürliche Weise abzunehmen.

Bellona hat drüber geschrieben, Sternenkratzer dann auch. Da bin ich neugierig geworden.
Ich hab ein Vierteljahr lang Intervallfasten 16/8 ausprobiert. Ich hab sogar drei oder vier Zentimenter Umfang am Hintern verloren, aber so richtig hat es trotzdem nicht funktioniert. Ich hab es zwar hinbekommen, vor 12 Uhr nichts zu essen, aber es ist mir sehr schwer gefallen, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das 8 Stunden Essens-Intervall war mir zu kurz. Ich hatte abends manchmal richtige Heißhungerattacken, besonders dienstags und donnerstags nach der Schule und auch vormittags habe ich irgendwann immer richtig Hunger bekommen. Das ging dann zwar auch wieder weg und bis 12 Uhr oder sogar länger durchzuhalten war kein Problem, aber ich bin schon immer der Meinung, dass man auf sein Hunger- und Sättigungsgefühl achten muss aber dass man das erstmal wieder lernen muss, überhaupt wahrzunehmen. Nichts anderes beschreibt das Buch.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Leseliste Februar/März 2019

Purple Sky von Lucia Vaughan

Zane McNamara hat das, wovon viele nur träumen: Eine glänzende Karriere, Geld im Überfluss und ein blendendes Aussehen. Doch hinter der schillernden Fassade lauern Dämonen, die ihn seit einem schweren Unfall verfolgen. Nie hätte er geglaubt, sich wieder einer Frau öffnen zu können, bis er der reizvollen Trish begegnet. Die charismatische Krankenschwester mit den türkisblauen Augen geht ihm sofort unter die Haut. Gleichzeitig ist sie ihm ein einziges Rätsel. Was steckt hinter ihrer Panikattacke, über die sie partout nicht sprechen will, und warum ist sie mit einem Mann liiert, den sie offenkundig nicht liebt? Als Trish nur knapp einer Entführung entgeht und um ihr Leben fürchten muss, legt Zane sich mit einem der mächtigsten Männer von Baltimore an – wohlwissend, auf welch gefährliches Terrain er sich begibt.

Ach ehrlich… es lohnt sich in der Regel nicht, 2-Euro-Ebooks zu lesen.

Totenfang von Simon Beckett

Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.
Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.
Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…

Als vor ein paar Jahren Die Chemie des Todes erschienen ist, war ich ziemlich gefesselt von den Thrillern um Dr. Hunter. Bei Totenfang war ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Seit Verwesung, dem vierten Buch in der Reihe, war ja jetzt doch ne ganze Menge Zeit vergangen.
Totenfang ist doch ziemlich actionreich, es passieren ganz schön viele gefährliche Sachen, die ich fast schon abstrus finde, vor allem in der Häufigkeit. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob auch die anderen Bücher so waren. Ich kann mich dunkel an ein paar Sachen erinnern… Also er entrinnt doch öfter mal dem Tod, der gute Hunter 😉
Dass jetzt so viel Zeit dazwischen lag, hat der Geschichte ein wenig einen Abbruch getan. Vieles, was in den vorhergehenden Bänden passiert, wird aufgegriffen und natürlich gibt es eine kurze Rückschau auf die Dinge. Aber wenn ich nicht vorher noch mal die Zusammenfassungen bei Wikipedia gelesen hätte, hätte ich das alles vermutlich nicht mehr so richtig einordnen können.
Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen, auch wenn das Ende mir dann doch ein paar Wendungen zu viel hatte. Das hatta ja schon fast was von Fitzek… *Augenverdreh* 😉
Der nächste Band, Die ewigen Toten, ist auch gerade erschienen. Mal sehen, obs da für mich weiter geht. Irgendwie muss ich ja bis zum nächsten Sebastian Bergman überbrücken 😉

Die Haarteppichknüpfer von Andreas Eschbach

In einer fernen Zeit … Schon seit je fertigen die Haarteppichknüpfer für den Kaiser Teppiche, die aus den Haaren ihrer Frauen bestehen. Von dem Erlös eines Teppichs kann eine ganze Generation der Knüpfer leben. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Welt, um dem Geheimnis der Haarteppiche auf den Grund zu gehen – einem Geheimnis, das alle Vorstellungskraft übersteigt.

Ich hab mich mal wieder an einen Eschbach gewagt. Und ich weiß auch dieses mal nicht so richtig… Das Geheimnis um die Haarteppiche (eigentlich ne ganz schön widerliche Vorstellung 😉 ) wird nach und nach aufgedeckt. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Person geschrieben, die mehr oder weniger ihren Teil zu dem Geheimnis und der Lösung beiträgt. Fast wie einzelne Kurzgeschichten. Zuerst geht es um einen Haarteppichknüpfer und seine Familie, dann um einen Haarteppichhändler, dann um die Passagiere eines Raumschiffs usw. Zwischendurch hat man Kapitel, die man so gar nicht einordnen kann, wo auch keine Personen benannt werden, aber am Ende… ja… wird alles aufgelöst und ergibt es alles einen Sinn.
Ich bin wohl einfach kein Sci-Fi-Fan… Und Eschbachs doch teilweise nüchterne Art ist auch nicht so meins.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Leseliste Januar 2019

Die Opfer die man bringt von Hjorth & Rosenfeldt
Ich spare mir an der Stelle den Klappentext, denn er steht ja schon hier. Ich war ratzfatz damit durch und frage mich nun:
Wann kommt der nächste Band raus????
Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich bis nachts um halb 3 gelesen habe, weil ich es einfach nicht aushalten konnte, wegen der letzten 100 Seiten noch zu warten und den Lesefluss durch sowas unnötiges wie schlafen zu unterbrechen! Und das Ende… Oh! Mein! Gott! Das Ende ist wieder der absolute Knaller!
Mir ist es vorher nie aufgefallen, aber ich finde, dass es dieses mal spürbar war, dass zwei Autoren an diesem Buch geschrieben haben. Vielleicht haben sie auch nur einfach was neues ausprobiert. An einer Stelle gab es so einen richtigen Bruch im Schreibstil. Plötzlich erfuhr man als Leser etwas, was der Figur noch gar nicht passiert ist. Statt „Er bog um die Ecke und erlitt den Schock seines Lebens, als er die Leiche sah“ verwendeten sie „Er wusste nicht, dass er gleich den Schock seines Lebens erleiden würde, wenn er die Leiche fand, die um die Ecke lag.“ Ich weiß wie gesagt nicht, ob sowas in den vorherigen Büchern auch schon vorkam… Tat dem Buch jetzt auch keinen Abbruch. Ich bin nur drüber gestolpert.

Wenn du mich siehst von Nicholas Sparks

Erkenne die Liebe. Erkenne die Gefahr. Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße bleibt Marias Auto liegen. Ein Wagen hält, ein bedrohlich aussehender, muskelbepackter Mann steigt aus – und wechselt ihr freundlich den Reifen. Colin Hancock hat schon viele dumme Entscheidungen in seinem Leben getroffen und bitter dafür büßen müssen, eine Beziehung ist das Letzte, was er sucht. Doch so wenig Maria und Colin zusammenzupassen scheinen und so sehr sie sich auch dagegen wehren: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus ihrer Vergangenheit holt Maria ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Werden die alten Dämonen alles zerstören, oder kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten?

Ich hab mir für zwischendurch ein paar Bücher von Nicholas Sparks ausgeliehen, weil ich irgendwie dachte, das wär ganz nett. Die Verfilmungen sind ja schon ganz nett. So zur Abwechslung.
Aber das hier… Also man kann sich ja denken, wie die Bücher der männlichen Rosamunde Pilcher enden… Das Buch ist voller Klischees und entwickelt sich unpassenderweise von einem Kitschroman zu einem Thriller und zurück zu einem Kitschroman.

Ohne ein einziges Wort von Rosie Walsh

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Eins der wenigen Bücher, bei dem ich tatsächlich nach dem Lesen noch mal durchgeblättert und reingelesen habe, weil mir einiges unlogisch erschien. Ich muss auch sagen, dass mich dieses Buch beim Lesen geärgert und frustriert hat. Im Buch wechseln sich Erzählungen über Sarah in der Gegenwart mit Erzählungen aus der Woche mit Eddie ab. Dazu kommen zwischendurch Briefe, die an eine nicht benannte Person geschrieben werden. Die Briefe sind auch nicht mit Namen unterschrieben. Also weiß man eigentlich nicht von wem und an wen sie sind.
Ich möchte nichts spoilern… nur so viel: man macht sich beim Lesen natürlich Gedanken darüber, wer den Brief schreibt, und man reimt sich aufgrund dessen Hintergründe zu der Geschichte zusammen. Wenn dann aber ungefähr auf Seite 200 von 350 rauskommt, dass die Briefe von und an jemand anderen sind, als die ganze Zeit gedacht und somit die gesamte Geschichte, die man im Kopf hatte, komplett einstürzt und sich um 180 Grad dreht, dann finde ich das echt frustrierend.

Ich glaub, ich lese einfach noch mal Harry Potter. Da muss ich mich nicht ägern 😉

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Leseliste 4. Quartal 2018

Unterleuten von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Mein erster Gedanke war, was bildet sich diese Trulla aus Bonn eigentlich ein, über Brandenburger zu schreiben? Denn immer wenn es um das Ost-West-Thema geht, fühle ich mich schnell angegriffen und stigamtisiert. Und was zu meinem Stigma-Gefühl hinzu kommt: Ich bin nicht nur aus dem Osten, ich bin aus Brandenburg. Ja, ich kenne das Lied „Brandenburg“. Jeder Brandenburger kennt es, glaubt mir. Und jeder Brandenburger ist es leid, dass das das einzige ist, was man zu hören bekommt, wenn man sagt, dass man aus Brandenburg ist…
So, also ich dachte, was bildet die sich ein, über Brandenburger zu schreiben? Bis ich dann herausgefunden habe, dass Juli Zeh in Brandenburg lebt. Ok. Gut. Dann zieht sie sich ja nicht alles aus den Fingern. Es soll also ein Gesellschaftsroman 20 Jahre nach dem Mauerfall sein. Es geht um Wessis, die im Osten wohnen, um Ossis, die mit den neuen Dorfmitbewohnern aus dem Westen auskommen müssen… ich verstehe, dass Brandenburg sich da anbietet, weil nun mal Berlin mittendrin liegt.

Also, um aber mal zum Buch zu kommen… es hatte ja ziemlich gute Kritiken überall, wurde doch ganz schön gehypt, Spiegel Bestseller… ich hatte schon mit Leere Herzen so meine Probleme und ich fand auch Unterleuten jetzt nicht so den Brüller. Vielleicht, weil ich mich permanent als dummer Brandenburger Ossi dargestellt fühle, der noch der guten alten Kommunistenzeit hinterher trauert.
Ich weiß, dass das im Grunde einfach mein Problem ist, dass ich mich bei sowas so schnell persönlich angegriffen fühle, aber ich weiß auch nicht, was ich dagegen tun soll. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einige Leute kenne, die genau in das Klischee vom „Früher war alles besser!“-Ossi, der sich nicht davon lösen kann, passen.
Aber auch so: Ich bin kein Fan von Juli Zeh. Ich mag ihre nüchterne Art zu schreiben nicht. Ich hatte bei Leere Herzen immer nur graue und wenig ausgeformte Bilder im Kopf. Und auch hier, obwohl ich bei Unterleuten in Farbe gedacht habe, waren es doch erstaunlich wenig Bilder, die sich beim Lesen formiert haben und das finde ich eigentlich schade. Das ist ja das, was Lesen für mich ausmacht.

Zeit im Wind von Nicholas Sparks

Es ist das letzte Highschool-Jahr für den draufgängerischen, überall beliebten Landon, als er sich beim Schulball notgedrungen mit der Außenseiterin Jamie arrangieren muss. Vollkommen überraschend aber wandelt sich Landons anfängliche Herablassung Jamie gegenüber, sobald er sie näher kennenlernt, und eine zarte erste Liebe erwächst. Allzu schnell ziehen Schatten über dem jungen Glück auf, als Jamie Landon ihr lang gehütetes erschütterndes Geheimnis preisgibt. Er wehrt sich mit allen Mitteln gegen das scheinbar Unabwendbare: Er ist bereit, alles für seine große Liebe zu tun.

Was ne Schnulze 😉 Aber ganz ok für zwischendurch. Ganz ok, wenn man einschlafen will, nachdem man sich aufgeregt hat und sich nachts um halb 2 immer noch die Gedanken im Kopf überschlagen.

The girl before von JP Delaney

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches. Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Auch wenn jedes Kapitel mit „damals“ oder „heute“ überschrieben war, fiel es mir doch schwer zu unterscheiden, bei welcher Person ich mich gerade befinde. Aber so sollte es wohl auch sein. Die Grundstory war ganz interessant, die Geschichte baut sich gut auf und löst sich nach und nach auf. Das Ende war überraschend und mal wieder hab ich vorher nichts gemerkt 😉 Ein ganz guter Krimi für zwischendurch.

Die Opfer die man bringt von Hjorth & Rosenfeldt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun? Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.

Mein Lieblingsarschloch Sebastian Bergmann!! Ich hab zwar nach dem letzten Band gesagt, dass es eigentlich reicht, aber als ich wusste, dass es doch einen weiteren Band geben wird, habe ich doch drauf hingefiebert. Über ein Jahr musste ich auf die Fortsetzung warten und normalerweise hätte ich das Buch jetzt auch noch gar nicht, weil ich eigentlich zu geizig für Hardcover bin 😉 Ich hätte mir das Buch eigentlich, wie die anderen alle, als Taschenbuch für 3 oder 4 Euro auf ebay geschossen… aber der Weihnachtsmann kam mir zuvor 😀
Ich weiß nicht, ob ich es dieses Jahr noch schaffe, aber ich strenge mich an.
Im vorherigen Band haben sich ja die Einzelschicksale des Teams zugespitzt und jetzt bin ich einfach gespannt, wie es weiter geht!

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Zusätzlich zu diesem recht schwachen Lesequartal habe ich Blinkist entdeckt. Blinkist ist eine App (bzw. es geht auch am PC), in der Sachbücher so zusammengefasst sind, dass man sie in durchschnittlich 15 Minuten lesen kann. Oftmals ist es ja so, dass Sachbücher ellenlange Ausführungen beinhalten, die sich tatsächlich auf wenige Kernaussagen runterbrechen lassen.
In der kostenlosen Basismitgliedschaft kann man jeden Tag ein zufälliges Blink (so heißen die zusammengefassten Bücher) lesen. Wenn man sich anmeldet, hat man zu Beginn 24h lang einen kostenlosen Premium-Zugriff und man hat in der Zeit Zugriff auf alle Bücher und kann so viel lesen, wie man in 24h schafft 😉 Der Premium-Testzugang läuft dann ab, man ist danach Basis-Mitglied und es entstehen keine Kosten, man hat kein Abo an der Backe oder so. Man muss nicht mal seine E-Mail-Adresse verifizieren, wenn man nicht will. Die App funktioniert trotzdem.
Ich finds echt gut, es ist alles gut leserlich und kurz und knackig zusammengefasst. Aufgrund meiner persönlichen Situation habe ich direkt mal ein paar Bücher gelesen, in denen es um Selbstfindung und so geht Sowas wie „Am Arsch vorbei führt auch ein Weg“ und sowas 😉 Falls ihr das interessant findet, und wenn ihr euch über den Link da oben registriert bekomme ich übrigens 7 Tage kostenlosen Premiumtarif 😉 Vielen Dank 😉

Leseliste 2. Quartal 2018

1984 von George Orwell

»Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst.«
Der Klassiker über einen allmächtigen Überwachungsstaat ist und bleibt beklemmend aktuell: Mit 1984 schuf George Orwell eines der einflußreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.

Ja, beklemmend ist es wirklich. Schon auf den ersten Seiten, wo über den Teleschirm erzählt wird, der in jedem Wohnzimmer hängt und Sender und Empfänger zugleich ist, wurde mir ganz anders. Alexa ist wohl nichts anderes… Wenn Fernseher anfangen Webcams zu haben, dann kann wohl auch niemand mehr erkennen, ob sich da jemand eingehackt hat und die Zuschauer auf dem Sofa beobachten…
Ich finde es immer noch unfassbar erstaunlich, wie man kurz nach dem 2. Weltkrieg, als die technische Entwicklung lange nicht so weit fortgeschritten war, wie heute, wie man also damals so eine unfassbare Fantasie haben konnte, wie man sich sowas, für damalige Verhältnisse, vollkommen abstruses ausdenken konnte! Und heute ist die Realtität so nah dran, dass es einem unheimlich sein muss!
Der große Bruder beobachtet dich. Ja, das macht er jetzt auch schon. Nur noch nicht so offensichtlich.
Was auf den ersten Seiten tatsächlich beklemmend war, hat sich im zweiten Teil eher zu einem politischen Manifest entwickelt und war im dritten Teil eigentlich nur eine Demonstration eines vollkommen totalitären Systems und es geht nur noch darum, ob es gewinnt oder nicht.
Ich fand es etwas anstrengend zu lesen, obwohl ich eine neuere Übersetzung hatte. Und obwohl es jetzt schon länger her ist, dass ich mit dem Buch fertig bin, kann ich nicht sagen, was ich davon halten soll. Irgendwie gleichgültig. Leer. Undefiniert.

Heidi Teil 2 von Johanna Spyri
War genauso heimelig und kurzweilig wie Teil 1.

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Neulich bin ich über „Mein Herz in zwei Welten“ gestolpert und dachte, das ist was seichtes für zwischendurch. Dann habe ich gemerkt, dass es eine Fortsetzung von Ein ganzes halbes Jahr sein muss und habe dann festgestellt, dass das bereits der dritte Teil ist. Also hab ich noch was auf dem Lesestapel 😉
Den Film Ein ganzes halbes Jahr kannte ich schon, von daher hat mich nicht schockiert oder überrascht was im Buch passiert ist. Es ist eine schöne Geschichte, ein polarisierendes Thema, das sich aber gar nicht so in den Vordergrund drängt, sondern der Liebesgeschichte den Vortritt lässt.

Sofies Welt von Jostein Gaarder

Mysteriöse Briefe landen im Briefkasten der 15jährigen Sofie Amundsen in Oslo. Was sollen diese Fragen: »Wer bist du?«, »Was ist ein Mensch?« und »Woher kommt die Welt?«. Sofie ist irritiert. Die Briefe werden ausführlicher und entführen sie in die abenteuerliche und geheimnisvolle Gedankenwelt der großen Philosophen. Ihr unbekannter Briefeschreiber erzählt Sofie die Geschichte Europas, der Antike, des Mittelalters und der Renaissance und dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung.

Noch so ein Klassiker, den man irgendwie gelesen haben sollte. Ich weiß noch, wie meine Mitbewohnerin damals davon geschwärmt hat… Ich weiß nicht, ob ich irgendwie komisch bin… ich hab mich ziemlich schwer getan mit diesem Buch. Hab mich die ganze Zeit gefragt, was dieser Typ davon hat, diesem Mädchen Briefe schreibt und dass das alles kein Roman sondern einfach ein Abriss der Geschichte der Philosophie ist… Tja und dann hat es sich aufgelöst und ich habe nach über der Hälfte dann doch einen Zugang dazu gefunden und fand es wirklich charmant!

Die amerikanische Nacht von Marisha Pessl

Tief unten im Schacht liegt Ashley – sie ist tot – erst 24 Jahre alt – eine Leiche in einer verlassenen Lagerhalle Manhattans. Ein Unfall? Oder Selbstmord? Und was hat Cordova, der übermächtige Vater und besessene Filmemacher mit ihrem Tod zu tun? Der Schlüssel zum Geheimnis liegt in seinen magischen Filmen, die nach und nach zu einer Wirklichkeit werden, aus der es kein Entkommen gibt. Gnadenlos, packend und zuweilen verstörend ergründet Marisha Pessl die dunklen Seiten des Lebens.

Puh… ein dicker Wälzer, den ich in zwei Tagen weggelesen hab, weil er mich einfach gepackt hat! Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal bis um 2 Uhr nachts gelesen habe, weil ich ein Buch unbedingt zu Ende lesen wollte…
Die amerikanische Nacht ist eine Filmtechnik, bei der eine tagsüber gedrehte Filmszene mit Filtern und Beleuchtung in eine Nachtszene verwandelt wird. Was sagt dieser Buchtitel nun über das Buch? Dass es nicht so ist, wie es scheint? Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob es am Ende des Buches heißt „Cut, danke das wars!“ und damit die gesamte Handlung als ein Film abgetan wird… Oder dass sich am Ende alles als ein Traum herausstellt…
Ich meine, natürlich ist das eine ausgedachte Geschichte. Aber die Zufälle waren so kontruiert, dass cih zwischenzeitlich wirklich ein eine gescriptete Realität gedacht habe.
Der Tod von Ashley wird aufgeklärt. Zwei mal. Und wie war es nun wirklich? Das bleibt offen.
Gutes Buch, hat mich echt gefesselt!

Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes

«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.» Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.

In meinen Augen hätte es keine Fortsetzung gebraucht und angeblich war sie auch nicht geplant. Angeblich hätten die Leser alle gefragt, wie es mit Lou weiterging, deshalb hat Moyes dann diese Fortsetzung geschrieben. (Und weils dann wohl eine kleine Goldgrube war auch noch einen dritten Teil….)
Aber es ist trotzdem toll zu lesen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, auf Lous Schulter zu sitzen und direkt am Geschehen zu sein. Vielleicht aber auch nur, weil ich selbst jemanden verloren hab und eben genau weiß, was danach kommt. Lou geht in eine Trauergruppe und was da über Verlust und Verarbeitung erzählt wurde, konnte ich an ganz vielen Stellen genau so unterschreiben. Auch das Gefühlschaos, als sie einen neuen Mann kennen lernt.
Was ich etwas übertrieben und für die Geschichte nicht sonderlich förderlich fand, war der Konflikt der Eltern. Da habe ich mich immer gefragt, was das soll, das kam mir eher seitenfüllend vor. Aber gut. Es war trotzdem ein schönes Buch. Trotz der Thematik etwas seichtes für zwischendurch.

Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes

„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“ Diese Sätze hat Will Louisa mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Es hat lange gedauert, aber endlich ist sie bereit, seinen Worten zu folgen und wagt in New York den Neuanfang. Die glamouröse Welt ihrer Arbeitgeber könnte von Lous altem Leben in der englischen Kleinstadt nicht weiter entfernt sein. Dort ist ein Teil ihres Herzens zurückgeblieben: bei ihrer liebenswert chaotischen Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou versucht, New York zu erobern und herauszufinden, wer Louisa Clark wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zuhause ist?

Irgendwie seltsam, wie sehr ich mich auch in dieses Buch verloren hab, obwohl ich es eigentlich kitschig finde. Vielleicht, weil ich mich einfach gut mit Lou identifizieren kann. Es ist nicht nur der Verlust, sondern auch dieses sich selbst finden. Eigentlich nicht richtig zu wissen, wer man ist und was man will, weil man immer versucht hat, es anderen Recht zu machen. Vielleicht hat es mir deshalb so gut gefallen.

Flugangst 7A von Sebastian Fitzek

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein seelisch labiler Passagier.
Und ein Psychiater, der diesen Passagier dazu bewegen soll, die Maschine zum Absturz zu bringen – sonst stirbt der einzige Mensch, den er liebt.

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.

„In der Tradition…“ Also ob man das jetzt als eine Tradition bezeichnen will… weil da ein Buch war… man man man… Also… Das war besser als die früheren Bücher, hatte nicht ganz so viele obskure Wendungen. Ich glaub ich habs schon tausend mal gesagt, aber ich möchte manchmal Bücher noch mal lesen, wenn ich weiß, wie sie ausgehen, nur um Ungereimtheiten zu entdecken. Aber ich hab keinen Bock, das noch mal zu lesen.
Fitzek und ich werden wohl nie Freunde, aber ich wollte was zum schnell weglesen für zwischendurch, weil ich keine Lust auf sowas Anspruchsvolles wie Buddenbrooks hatte, was ich mir mal vorgenommen hab, weil ich das nicht kenne…

Ich finde dich von Harlan Coben

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Ich hab den Klappentext gar nicht gelesen, bevor ich das Buch angefangen hab. Und als dann das „Unglaubliche“ schon ziemlich weit am Anfang geschieht, hab ich mich gefragt, wie die restlichen Seiten nun mit „Ich finde dich“ gefüllt werden sollen. Aber es war gefüllt. Ich fand, es war nicht wirklich unvorhersehbar, wie sich alles entwickelt hat. Anfangs bestand noch die Möglichkeit, dass es in eine andere Richtung geht, aber als das ausgeschlossen war, war es doch irgendwie klar, wohin es geht. Vielleicht habe ich aber wirklich schon zu viele Krimis gelesen…
Aber nichtsdestotrotz hat mir die Art des Autors gut gefallen. Er spricht die Leser zwischendurch an. „Sie können sich vorstellen, dass…“ oder so. Ich fand das nett. Außerdem hält er sich nicht mit Namen von unwichtigen Leuten auf, die man nach drei Seiten wieder vergessen hat. Er gibt ihnen Spitznamen, die sich aus markanten Eigenschaften ableiten. Glitzeranzug für einen Typen, dessen Anzug leicht glänzt. Oder Bienenkorb für eine Frau, deren Haare aufgetürmt und festbetoniert sind, dass sie an einen Bienenkorb erinnern. Da ist das hier auch mache, fand ich das super sympathisch, auch wenn das Buch jetzt nicht soooo megaspannend war, wie ich mir das vielleicht erhofft hatte. Aber ich glaube ich habe einen neuen Thriller-Autoren gefunden, von dem ich noch ein, zwei Sachen lesen werde, bis der neue Sebastian-Bergmann-Krimi rauskommt 😉

Zwei an einem Tag von David Nicholls

15. Juli 1988, Emma und Dexter, zwei eigentlich füreinander bestimmte Menschen, lernen sich mit zwanzig kennen, aber schon am nächsten Tag trennen sich ihre Wege. David Nicholls beschreibt über zwanzig Jahre hinweg jeden 15. Juli im Leben der beiden – wie sie sich immer wieder treffen und immer wieder verpassen.

Das ist der was-weiß-ich-wievielte Versuch dieses Buch zu lesen. Ich hab es vor ein paar Jahren mal als Hörbuch gekauft, aber konnte mich nicht wirklich darauf einlassen. Auf der Couch bin ich eingeschlafen, damals im Fitnessstudio auf dem Crosstrainer hatte ich irgendwann auch abgeschaltet… Ich hab das Hörbuch dann verschenkt. Jetzt hab ich im Bücherschrank auf der Arbeit die Taschenbuchausgabe gefunden – das war ein Wink und ich dachte, ich versuche es halt noch mal. Im Juni schaffe ich es nicht mehr. Vielleicht schaffe ich es auch nie, weil ich mich schwer dazu aufraffen kann, es in die Hand zu nehmen. Irgendwie hatte ich es mir romantischer vorgestellt, wie sich die Wege von Emma und Dexter immer wieder kreuzen…

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Leseliste 1. Quartal 2018

Jeder von Thomas Seidl

John Down, ein heruntergekommener Privatdetektiv, wird zu einem Auftrag ins beschauliche Dörfchen Steakbeaver in der Nähe von London gerufen, wo die Tochter der einflussreichen Familie Sterling seit zwei Monaten verschwunden ist. Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen, denn Susan hinterließ einen Abschiedsbrief. Je tiefer aber John Down in den Fall eindringt, desto mehr wird ihm bewusst, dass es hier um mehr geht, denn in diesem Dorf werden mehrere junge Mädchen vermisst, und anscheinend hat hier JEDER seine Geheimnisse. Ein spannender Krimi, der unter die Haut geht, und den man nicht einfach beiseitelegt. Verschachtelt, gewieft und verzwickt. Ein wendungsreicher Krimi mit vielen Thrillerelementen. Sie werden ihn verschlingen und sich immer wieder dabei ertappen, wie Sie versuchen, die Geschichte zu entwirren. Wer hat hier welche Geheimnisse, und wie wird das alles enden? Warum wurden die Frauen entführt? Oder sind es keine Entführungen? Welche Geheimnisse hat die Familie Sterling? Warum wurde ausgerechnet ein heruntergekommener Privatdetektiv engagiert? Was macht diese alte, kauzige Dame in diesem Dörfchen? Und wo steckt Susan Sterling? Oder ist sie schon lange tot? Viele dieser Fragen werden Sie sich während des Lesens stellen, und ich warne Sie vor, denn Sie werden mitfiebern und es nicht erwarten können, die ganze schreckliche Wahrheit zu kennen.

Also im Ernst, das Buch war so schlecht, dass ich dazu eigentlich nichts sagen möchte. Der Krimit ist in einem Doppelband „Bis sie alle schweigen“, aber das zweite Buch da drin hab ich nicht mehr gelesen.
Es war sprachlich nicht so der Knaller, ich bin immer wieder über eine Redensart gestolpert, die ich schon wieder vergessen habe, die aber gefühlt auf jeder zweiten Seite vorkam und die sich für mich umgangssprachlich angehört hat.
Außerdem war diese ganze Story so emotionslos und hölzern geschrieben… da findet der eine gefolterte, vergewaltigte Frau und der entstehenden Dialog ist eher so „Oh, ich habe dich gefunden. Du lebst ja noch. Alle dachten du wärst schon tot. Keine Angst! Ich hole dich hier raus!“ Und dann sie: „Oh, ich hoffe du holst mich hier raus! Ich kann langsam nicht mehr. Er foltert und vergewaltigt mich!“ Und dann wieder er: „Keine Sorge Katy, ich hole dich hier raus!“ Furchtbar. Es kommt null rüber, wie zerstört sie emotional nach so einer langen Zeit wär.
Und dieser heruntergekommene Detektiv, der noch dazu Down heißt, ist natürlich auch wieder so ein Typ, der ne psychische Störung hat…
Es war ein Versuch. Nicht jeder kann schreiben. Und nicht jeder kann Krimis schreiben.

Oliver Twist von Charles Dickens in Die beliebtesten Klassiker der Kinderliteratur in einem Band: Romane, Bildergeschichten, Märchen und Sagen

Als ich meinen Tolino gekauft habe, hab ich mir auch diesen Sammelband gekauft, weil ich so viele Kinderbücher gar nicht kenne. Nach und nach hole ich das dann mal nach 😉
Oliver Twist kannte ich gar nicht und ich hab es jetzt auch nicht fertig gelesen, sondern mir den Artikel bei Wikipedia durchgelesen. Ehrlich, Oliver Twist fand ich total schrecklich und ich bezweifle stark, dass man das in die Kinderliteratur einordnen kann! Laut Wikipedia ist es ein Gesellschaftsroman.

Oliver Twist wird als Findelkind in einem Waisenhaus abgegeben und wächst später, als er zu alt fürs Waisenhaus wird, in einem Armenhaus auf. Die Umstände sind katastrophal, es gibt nicht genug zu essen, schon gar keine menschliche Nähe und Zuneigung. Er wird, weil er nach mehr essen fragt, an einen ortsansässigen Leichenbestatter verkauft und flieht nach Schlägen und Demütigung mit nichts nach London. Dort wird er von einem Hehler aufgegabelt, der ihn als Taschendieb „ausbilden“ will…

Ja, das geht dann so weiter, er rutscht irgendwie von einem Missverständnis ins nächste, keiner hört ihm zu, egal was er sagt, man glaubt ihm nicht, man glaubt immer dem anderen. Also so ein richtig armer Junge, der halt schon im zarten Alter von 9 Jahren die Ungerechtigkeiten des Lebens mitmachen muss.
Abgesehen davon, dass es vom Schreibstil sehr anstrengend zu lesen war, hab ich eben was ganz anderes erwartet. Ich wusste ja, dass Oliver ein Waisenjunge war, aber dass die Geschichte so krass ist, und eigentlich eine Anprangerung der damaligen Lebensumstände war, wusste ich nicht. Deshalb finde ich das Buch in einer Kinderbuchsammlung deplatziert.

Heidi von Johanna Spyri in Die beliebtesten Klassiker der Kinderliteratur in einem Band: Romane, Bildergeschichten, Märchen und Sagen

Ich weiß nicht, ob jeder von euch Heidi kennt. Ich kannte es nicht. Meine Oma hat es mir mal zum 9. oder 10. Geburtstag geschenkt, und ich wusste, dass es um das Mädchen beim Almöhi ging, aber ich hab das Buch nie auch nur angerührt. Heidi… da musste ich automatisch an das Musikantenstadl denken 😉
Heute lese ich es also und finds ganz heimelig. Inzwischen wirkt es sprachlich altmodisch, aber grundsätzlich hat die Geschichte an nichts verloren.

AchtNacht von Sebastian Fitzek Oder: Ich lerne nicht aus meinen Fehlern 😉

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch.

Blockbuster… wenn ich das schon lese. Ja, ich weiß nicht, was mich geritten hat, das Buch zu lesen, wo ich Fitzek so abgeneigt bin!! Ziemlich bescheuert von mir… Schon auf den ersten Seiten geht es genauso so los wie immer: Es gibt zwei Zeitschienen. Einen Monat danach und einen Monat davor. Einen Monat danach gibt es wieder einen Psychiater (ich glaube es ist auch der gleiche, wie schon in anderen Büchern und langsam komme ich mir vor wie bei GZSZ, wo auch immer die gleichen Charaktere in ihrem Mikrokosmos handeln), der mit einer Patientin spricht. Und einen Monat davor beginnt, wieder mal mit Ultimatumsanzeige über den Kapiteln, die Rückblende und die Geschichte wird erzählt.
Also, es ist mal wieder so, dass ich ja nicht sagen kann, es wäre nicht spannend. Aber am Ende kamen die Fitzektypischen unerwarteten Wendungen… und immer diese Rosamunde-Pilcher-Happy-Ends… ich wollte nie wieder was von Fitzek lesen, ich weiß nicht, wieso ich mich nicht einfach dran gehalten hab.

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. >Was man von hier aus sehen kann< ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

Das Buch ist auch eins, das ich aus den Buchvorstellungen von Lesen in vollen Zügen habe. Da ich ja mal von den ganzen Krimis weg wollte, hab ich mir da die ein oder andere Inspiration geholt.
Mit diesem Buch hab ich mich am Anfang ein wenig schwer getan. Ich hab mich schwer getan daran, dass Fülle durch Banalitäten erzeugt wurde. Dass also tausend mal gesagt wurde, wie seltsam ein Okapi ist oder dass ihnen nie aufgefallen ist, dass Selma aussieht wie Rudi Carell. Obwohl man das doch sieht. Jeder sieht das doch sofort, jetzt kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie man das nicht vorher schon bemerken konnte. Es ist doch so offensichtlich. Ähm ja. Dann habe ich mich schwer daran getan, dass die Autorin immer wieder die gleichen Motive aufgreift. Etwas ist so schwer, wie das Herz eines Blauwals. Oder so groß wie die Zunge eines Blauwals. Und immer wieder wird darauf aufmerksam gemacht, dass Haare angeklatscht sind, bis auf eine Haarsträhne. Und diese Wiederholungen beziehen sich nicht nur auf Motive, sondern auf ganze Sätze, die genau so mehrfach im Buch wiederholt werden.
»Warum bist du so ruhig?« – »Ich bin so ruhig weil du nervös bist.«
oder
»Möchtest du mit uns zurückfahren, Marlies?«
»So weit kommt das noch«, sagte sie, schulterte ihr Paket und ging.
»Könnten Sie mir die Anschrift von Ihrem Buddhisten geben?«, fragte Doktor Maschke.
»So weit kommt das noch«, sagte ich, und dann rannte ich mit meinem Brief über die Straße, hin zum Optiker, und fiel ihm in die Arme.
oder
Alaska erhob sich. Es dauerte, bis etwas so Großes, etwas so Steinaltes sich fertig erhoben hatte.
Ich bin da immer wieder drüber gestolpert und habe erst im Verlauf des Buchs kapiert, wie damit die Verbundenheit betont werden soll. Kitschig? Vielleicht ein bisschen, aber eigentlich auch nicht, weil es nicht so pathetisch ist, sondern eigentlich eher banal. Eigentlich ist es fast kunstvoll, wie inszeniert das alles ist. Einer steht an einer bestimmten Stelle im Haus und die Erzählerin hält Rückschau, wie jeder genau dort gestanden hat und sein Erlebnis an genau diese Stelle hat.
Doch… schönes Buch. Ich muss nur gestehen, dass ich nicht weiß, was der Titel zu bedeuten hat. Und dass ich gern gewusst hätte, was mit Marlies los ist.

Der Vorleser von Bernhard Schlink

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

Viel mehr will ich fast gar nicht sagen, ohne zu spoilern, falls irgendwer das noch nicht gelesen hat. Bei meiner Schwester stand es in Deutsch auf dem Lehrplan, ich habs nicht in der Schule gelesen und wusste auch überhaupt nicht worum es geht.
Anfangs dachte ich, es ist eine Erzählung. Dann dachte ich, es ist eine Autobiographie. Tja, bis zum Schluss weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Irgendwie fand ichs blöd. Vielleicht hab ich es nicht verstanden. Vielleicht hab ich mir mehr Roman und weniger eine Abhandlung über juristische und ethische Fragen in Bezug auf Schuld und Täterschaft im Nationalsozialismus erwartet. Überhaupt ist das Buch streckenweise ziemlich nüchtern. Personen sind namenlos und für mich gesichtslos. Es wird kaum auf Empfindungen eingegangen, weil die Geschichte einzig aus der Sicht von der Hauptperson erzählt wird. Deshalb hat es für mich auch einen Autobiographie-Charakter. Zum Ende hin nimmt es wieder mehr den Roman-Charakter an, aber das Mittelstück war echt zäh. Kann man gelesen haben, muss man aber nicht, finde ich.

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Leseliste Dezember 2017

Ja, es sind noch vier Tage, aber mehr wirds diesen Monat nicht 😉
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Blackout – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg

Ist Fortschritt ein Rückschritt? – Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es bald nicht mehr. Der Countdown läuft …

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Also wie ich in der letzten Leseliste gesagt hab, hab ich mich mit dem Buch echt unglaublich schwer getan. Zum einen waren es so unfassbar viele Leute, die an so vielen verschiedenen Orten und in so vielen verschiedenen Organisationen und Regierungsämtern gearbeitet haben, dass ich schon am Anfang Probleme hatte durchzublicken. Einer war von einer Stromgesellschaft, einer von Europol… Paris, Brüssel, Österreich… Zum anderen hab ich mich irgendwie mit dem Stil sehr schwer getan. Ich bin nicht in Lesefluss gekommen und hatte das Gefühl, dass ich über die Sätze regelrecht stolpere. Ich hab mindestens jeden dritten Satz von vorne anfangen müssen. Und nicht, weil sie so lang gewesen wären! Ich kann nicht sagen, woran es lag.
Ich hab mich ewig an den ersten 200 Seiten aufgehalten, dann habe ich das Hörbuch gehört. Beim Hören hab ich gestrickt, da war ich dann ganz gut konzentriert dabei. Mir war es dann egal, wer die Person gerade war, irgendjemand Wichtiges. Wer auch immer. Im Grunde war es auch egal. Es ging um die Auswirkungen eines Stromausfalls.
Was Europol tut. Nämlich versuchen den Hacker zu ergreifen und den Fehler zu finden und zu bereinigen. Grob gesagt.
Was die Regierung in diesem Fall tut. Katastrophenfall ausrufen, Hilfsorganisationen mobilisieren und Lebensmittel und Wasser verteilen, Notlager einrichten usw.
Welche Krisen es auslöst. Atomkraftwerke können nicht mehr gekühlt werden, wenn der Diesel für die Notstromaggregate leer ist. Krankenhäuser können ihre Patienten nicht versorgen. Milchbetriebe können ihre hunderte Kühe nicht melken, wenn kein Strom für die Melkmaschinen da ist. Tankstellen funktionieren nicht, es gibt kein fließend Wasser mehr, Toilettennutzung ist nicht möglich, keine Heizung. Supermärkte funktionieren nicht, es wird geplündert. Menschen werden kriminell, wenn es um die Existenz geht. Zumindest, wenn so ein Zustand länger als ein, zwei Tage anhält.
Aber auch, wenn der Strom wieder da ist, so ist das Chaos nicht automatisch sofort beseitigt. Bis sich die alltäglichen Abläufe, zB. gefüllte Regale in den Supermärkten, wieder normalisiert haben, vergeht auch noch mal viel Zeit.

Tja, also es ist ein echt bedrückendes Thema, wenn man sich überlegt, wie abhängig man heutzutage vom Strom ist.
Wir wären mit die ersten, die sterben würden. Wir würden verdursten, denn wir trinken nur Leitungswasser und haben keinen Tropfen Vorrat daheim! Es gibt einen Flyer vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Darin steht, dass man für 2 Wochen Vorräte haben sollte. Das wären dann schon mal 28 Liter Wasser pro Person! Und da ist noch nicht bedacht, dass man vielleicht auch Wasser zum kochen, Klo spülen und waschen braucht… Und für die Haustiere.

Übertrieben? Ja, ich glaube wenn mir einer erzählen würde, er hätte Vorräte für 2 Wochen völlig autarkes Leben, würde ich ihn für verrückt erklären. So wie die Prepper in de USA. Die treibens ja nun echt auf die Spitze 😉 Aber wenn man sowas gelesen hat, dann denkt man da, zumindest kurzzeitig, doch etwas anders.

Leseliste September/Oktober 2017

Ich muss dringend meinen Handykosum reduzieren, dann würde ich vielleicht wieder mehr lesen. Es wäre vielleicht von Vorteil, so manche Apps zu löschen, aber ich bin noch nicht soweit.
Als ich im September Urlaub hatte, hab ich wieder angefangen zu lesen und habe mir endlich mal das letzte Eschbach-Buch vorgenommen. Den zweiten Teil hatte ich schon im Juli fertig, aber keinen Leselisten-Eintrag erstellt, wird hiermit nachgeholt. Den für September und Oktober gibts dann jetzt schon, auch wenn der Oktober noch nicht rum ist, weil ich das neu angefangene Buch eh nicht mehr innerhalb der letzten paar Tage schaffe.
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Hide Out von Andreas Eschbach

Hunderttausende Menschen, die im Gleichtakt denken, handeln, fühlen: Das ist die Kohärenz, die größte Bedrohung der Menschheit. Nur Christopher wagt es, den Kampf mit dieser gigantischen Macht aufzunehmen. Doch dann stellt Christopher zu seinem Entsetzen fest, dass er es mit einem ganz besonderen Gegner zu tun hat – einem Feind in seinem eigenen Kopf …

Time Out von Andreas Eschbach

Christopher und Serenity sind im Hide-Out zum Nichtstun verdammt. Während die Kohärenz ihre Fäden immer dichter spinnt, verlieren sie jeden Mut. Doch dann hat Christopher eine Idee, wo die Schwachstelle des globalen Netzwerkes Lifehook liegen könnte. Gemeinsam mit Serenity macht er sich auf, um das Unmögliche zu wagen.

Den ersten Teil Black Out fand ich ja wirklich ganz spannend zu lesen. Die Grundidee ist, dass man den Menschen Chips implantiert, mit denen sie in der Lage sind, sich zu vernetzen und auf alles Wissen in den Köpfen der anderen zuzugreifen. Einen Nachteil hat es aber, ein Teil der Kohärenz zu sein: Man ist nicht mehr man selbst. Man hat keine Vorlieben mehr, Essen ist beispielsweise nur noch Nahrungsaufnahme und hat keine Präferenzen in Geschmack oder Zutat.

Um dem Ziel, die gesamte Menschheit in die Kohärenz aufzunehmen, näher zu kommen, wird der Lifehook entwickelt. Das ist quasi ein Facebook für den Kopf. Die Jugend ist ganz scharf drauf, sich den einpflanzen zu lassen, über diesen können sie direkt in ihren Gedanken mit ihren Freunden kommunizieren, man kann Empfindungen vermitteln und muss nicht mal im selben Raum sein.
Wie Facebook, Whatsapp und Co.

Gruselige Vorstellung. Sicher hätte es Vorzüge, aber es ist auch gruselig. Ich bin ja heute schon manchmal von mir erschrocken, wie abhängig ich von meinem Handy bin (da wären wir wieder dabei, dass ich meinen Handykonsum reduzieren muss ;))
Na ja, die Bücher waren jedenfalls, trotz Jugendbuch, wirklich gut geschrieben. Das dritte Buch hab ich an zwei Tagen weggelesen und war sogar vom Ende positiv überrascht.
Klare Leseempfehlung, auch um sich mal kritisch mit dem Thema Technologieabhängigkeit auseinander zu setzen.

Das Mädchen das verstummte von Hjorth und Rosenfeldt

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe.
Konfrontiert mit seiner größten Angst:
Wieder ein Kind zu verlieren.
Die Bewohner von Torsby stehen unter Schock: Die Familie Carlsten wurde ermordet. Erschossen, im eigenen Haus. Kommissar Höglund und seine Kollegen von der Reichsmordkommission finden bald heraus, dass es eine Zeugin gegeben haben muss: Nicole, die zehnjährige Nichte der Carlstens. Ihre Fußabdrücke führen in den Wald. Und ihre Überlebenschancen schwinden stündlich.
Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman berührt der Fall, Nicole erinnert ihn an seine eigene Tochter. Die jetzt im gleichen Alter wäre. Die er nicht retten konnte. Bergman setzt alles daran, das Mädchen zu finden. Doch Nicole wechselt ihre Verstecke planvoll, getrieben von Todesangst. Denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass Nicole erzählt, was sie gesehen hat.

Mein Lieblingsarschloch Sebastian Bergmann! In diesem Buch hat er allerdings etwas überzogene Vaterallüren an den Tag gelegt. Seine Aufopferung für das Mädchen war mir etwas zu viel. Das passte einfach nicht zu ihm.
Aber ansonsten war das Buch wieder gewohnt gut. Der Teil davor (Die Toten die niemand vermisst) war ja etwas schwach, aber hier wurde es wieder besser. Nicht so viel an Nebenhandlung, dass die Haupthandlung untergeht, aber auch die bücherübergreifenden persönlichen Schicksale haben sich weiter entwickelt.

Die Menschen die es nicht verdienen von Hjorth und Rosenfeldt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe.
Er ist hochintelligent. Er liebt die Herausforderung.
Aber reicht das aus, um Leben zu retten?

Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Fernsehstar tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang.
Während Kommissar Höglund von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld sucht, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen.
Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler …

Jaaa, sehr interessanter Ansatz! Und sehr gut auf die Gesellschaft anwendbar 😉 Es stehen wirklich so viele Leute im Mittelpunkt und verdienen sich eine goldene Nase, die es eigentlich nicht verdienen. Weil sie zwar keine Intelligenzbestien sind, aber gleichzeitig auch schlau genug, sich zu vermarkten.
Daniela Katzenberger hat mal gesagt, dass sie eigentlich nichts kann, außer sich gut zu vermarkten. Ja… Das Konzept funktioniert. Hat es schon vor Jahren bei ihr und heute sind es noch viel mehr Leute, die eigentlich nichts können, außer sich zu vermarkten, und dadurch zu Stars und Influencern werden.
Ich bin ja froh, dass ich heute kein Teenie mehr sein muss. Das wär mir viel zu anstrengend, irgendwelchen Trends und Leute, die mir erzählen wollen, was ein Trend wäre, hinterher zu laufen…
Na ja, jedenfalls, das Buch: Das war wieder gewohnt gut! Keine übertriebenen Vaterallüren, keine lahme Handlung. Die buchübergreifenden Schicksale haben sich richtig zugespitzt. Ich weiß nicht, wie es weiter geht! Ob es überhaupt weiter geht. Das Ende ist offen genug, um weitere Bände zu schreiben, jedoch stellt dieses offene Ende paradoxerweise einen richtigen Abschluss dar. Ich schätze, das wars einfach, und das reicht dann eigentlich auch.

Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen …

Oh man ey… im Ernst in bin jetzt echt durch mit Fitzek. Ich hab jetzt bestimmt 5 Bücher von ihm gelesen und fand keins so herrausragend, wie er dargestellt wird. Ich hab nicht mal Lust, zu diesem Buch was zu sagen, außer dass ich nach wie vor finde, dass Fitzek maßlos überbewertet wird!
Es gibt auch zu Fitzek offenbar nur zwei Lager: die, die ihn überragend finden und sich in eine gefühlt 5km lange Schlange auf der Buchmesse stellen um sich ein Autogramm zu holen, und die, die ihn halt kacke finden. Dieser Typ verdient sich eine goldene Nase mit hingerotzten Büchern. Wenn der weiter in der Taktung Bücher veröffentlicht, dann kann das doch auch nichts gutes sein. Überlegt doch mal! Und wenn man dann seine Meinung öffentlich vertritt, dann wird man abgestraft von den Fitzek-Liebhabern.

Nein, von meiner Seite gibts für Fitzek definitiv keine Leseempfehlung und ich werde mir auch kein weiteres seiner Bücher antun.

Leseliste Mai 2017

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge.

Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt…

Schon wieder ein Fitzek… Tja und schon wieder war ich nicht so begeistert. Ich bin irgendwie unschlüssig. Auf der einen Seite liest man die Bücher zwar echt schnell weg und ich will schon auch wissen, wie es weiter geht, bzw. wie es ausgeht, wer der Täter ist, was sein Motiv ist, aber trotzdem fehlt es seinen Büchern und speziell seinen Charakteren an Tiefe. Dass ich das Buch gelesen habe, ist gerade mal 4 Wochen her. Noch nicht mal, ich habe es erst im Urlaub fertig gelesen, aber ich kann mich nicht mal an den Namen der Hauptperson erinnern.
Auf jeden Fall war er mal wieder ein Psychologe. Er war mal Polizeipsychologe und arbeitet aber jetzt als Journalist, weil er wegen eines Vorfalls, der auch am Anfang aufgegriffen wird, nicht mehr in diesem Beruf arbeiten kann. Ich versuche mich gerade zu erinnern, ob das für die Story in irgendeiner Weise wichtig war… Irgendwie nicht.

Das ganze Buch spielt sich in einem gewissen Zeitrahmen ab, nämlich in den 45 Stunden, die das Ultimatum für die Suche läuft. Damit bleibt er sich wieder mal sehr in seinem Stil treu. Beim Seelenbrecher hießen die Kapitel immer „Noch 3 Stunden 25 Minuten bis zu Angst“. Hier hieß es immer „Noch 3 Stunden 25 Minuten bis zum Ablauf des Ultimatums. Auch beim Paket waren die Kapitelüberschriften ähnlich gestaltet.

Der Täter kam natürlich wieder mal aus dem unmittelbaren Umfeld, was man natürlich wieder bis zum Schluss überhaupt nicht geahnt hat. Hat er doch so sehr versucht zur Ermittlung beizutragen… Manchmal, wenn es so unerwartete Wendungen gibt, möchte ich noch mal lesen, um auf Hinweise oder Unstimmigkeiten zu achten… Aber das wollte ich mir hier nun nicht antun.
Fakt ist, am Ende werden Identität und Motiv des Augensammlers gelüftet. Ich hab natürlich keine Ahnung, wie ein Psychopath denkt, aber diese Denkweise erscheint mir doch sehr naiv und konstruiert. Ich finde Fitzeks Bücher immer konstruiert. Trotzdem lese ich sie weg wie nix.
Allerdings muss man auch sagen, dass da nicht viel drin steckt in den Büchern. Große Schrift, dickes Papier und allzu dick sind sie auch nicht. Es gibt vergleichbare Bücher mit mehr Inhalt.

Da der Augensammler am Ende aufgedeckt wird, könnte es zu Ende sein. Allerdings ist das Ende offen. Nicht nur offen, sondern man erwartet eine Fortsetzung. Ja, die gibt es natürlich. Der Augenjäger… Toll… also muss ich noch ein Fitzekbuch lesen. Danke.

Amokspiel von Sebastian Fitzek

Heute ist ein guter Tag zum Sterben Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören … »Unterhaltsamer als Amokspiel kann eine Jagd quer durch die Hauptstadt kaum sein.« Focus Online

Der Namenlose ist Fitzek-Fan und hatte noch das Amokspiel mit im Urlaub. Na gut… Also (schon wieder) Kriminalpsychologin Samin will sich nach dem Tod ihrer Tochter umbringen. Alles ist vorbereitet. Jetzt fehlt ihr nur noch eine Coca Cola Lemon. Also so oft, wie die Cola Lemon vorgekommen ist, hab ich mich gefragt, ob er einen Werbevertrag mit Coca Cola hat… Das zog sich echt durchs ganze Buch. Etwas nervig.
Jedenfalls, ihre Giftpillen will ist mit Coca Cola Lemon trinken. Da sie keine mehr da hat, muss sie runter zur Tanke wo sich ein Türke und ein Russe gerade gegenseitig abknallen wollen. Ok, es spielt in Berlin, aber trotzdem… etwas übertrieben. So, sie, Kriminalpsychologin und Stamm-Coca-Cola-Lemon-Käuferin an der Tanke, will dazwischen gehen, aber dann kommt plötzlich das SEK und sie wird abeführt? What?? Ja, denn obwohl sie Alkoholikerin ist und nicht mehr so wirklich diensttauglich, will ein Geiselnehmer nur mit ihr verhandeln.

Soweit so unrealistisch und übertrieben. Das alles spielt sich schon auf den ersten Seiten ab. Der Geiselnehmer hat sich spektakulär in eine Radiostation eingeschleust und hält da den arroganten Morning Show Moderator und ein paar Radio-Besucher fest. Die hatten alle eine Führung beim Sender gewonnen. Der Geiselnehmer auch. Das hat er alles irgendwie gedreht.
Übers Radio will er nun, das alle Leute hören, was er zu sagen hat. Er sucht seine Verlobte, die seit 8 Monaten tot ist, aber obwohl sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, hat sie ihn noch kurz danach angerufen und gesagt, dass er nichts glauben soll, was ihm erzählt wird.
Nun sucht er sie also, will die Wahrheit wissen und weiß sich keinen anderen Rat, als im Radio Leute zu erschießen, wenn er nicht zum Ziel kommt.

Der Geiselnehmer ist natürlich auch wieder ein Psychologe, ein sehr guter, und so battlen sich er und die Alkoholikerin die ganze Zeit.

Meine Güte, ihr merkt, mir hat das Buch nicht sonderlich gefallen. Es war mir einfach alles zu übertrieben, zu abgehoben, zu konstruiert. Es ist voll von Korruption im deutschen Staats- und Polizeiapparat. Das könnte ja sogar sein, aber als es dann noch Verbindungen zur Mafia gibt…
Das ist irgendwie alles einer zu viel.
Auch hier wieder eine rasante Wendung nach der anderen… Eigentlich hätte ich vor lauter Augenverdrehen überhaupt nicht mehr lesen können dürfen. Aber trotzdem wollte ich auch hier wissen wie es ausgeht. Wie kann das nur so zwiegespalten sein? Wie kann man an etwas, was man blöd findet, doch so kleben?

Blackout von Andreas Eschbach

Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik – ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.

Das Buch ist Teil 1 von 3. Ich stecke gerade mitten in Teil 2, habe allerdings seit dem Urlaub kaum noch gelesen. Dabei ist es eigentlich echt ganz spannend. Bei Eschbach bin ich mir ja auch immer nicht so ganz sicher, ob ich den mag oder nicht. Die Bücher sind ja gut geschrieben, haben Tiefe, man merkt, dass die Themen nicht einfach oberflächlich angerissen werden, sondern dass er sich echt damit beschäftigt hat, gut recherchiert hat. Aber am Ende war ich bei Eschbach immer irgendwie ernüchtert. Für mich waren die Bücher an der Stelle immer noch nicht zu Ende.
Ich bin gespannt wie es hier ist.
Diese Trilogie ist eigentlich ein Jugendbuch, haben wir hinterher herausgefunden. Der Namenlose hat sie einfach mal gekauft. Es dreht sich eben auch die ganze Zeit nur um die Jugendlichen und auch deren pubertäre Probleme in Bezug auf Figur, das andere Geschlecht usw. werden angerissen. Aus meiner erwachsenen Sicht eher plump und klischeehaft. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, wenn ich mein Tagebuch lese, als ich 15 war, da standen genau diese Sachen drin 😉
Ohne der Geschichte zu viel vorweg zu nehmen… Es ist ein Thriller, ein Science-Fiction-Thriller für Jugendliche eben, aber mal ehrlich, so unrealistisch erscheint mir das gar nicht. Es geht darum, dass Menschen Chips implantiert werden, die es möglich machen, dass man jederzeit in den Kopf des anderen einsteigen kann. Als würde man also beide Gehirne benutzen, sein eigenes und das von dem anderen der einen Chip hat. Man kann auf alle Gedanken, Erinnerungen und auf alles Wissen zugreifen, der andere natürlich auch.
Christopher ist ein Hacker und er schafft es durch seine Fähigkeiten den Chip zu kontrollieren und auszuschalten und mit Jeremiah will er nun versuchen die Welt zu retten, denn die Chip-Entwickler haben vor, jedem Menschen auf der Welt so einen Chip einzupflanzen.

Es werden ziemlich aktuelle Themen angesprochen, gewissermaßen auch übertrieben, aber dafür ist es nun mal Sci-Fi und wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass das gar nicht soooo weit hergeholt ist. Lasst uns noch mal 20, 30 Jahre warten, dann geht das los.
Aber es geht sonst auch darum, wie abhängig man sich von der Technik macht und es zeichnet eben ein Szenario, wo das hinführen könnte.

Bisher finde ich es wirklich spannend, ich stecke wie gesagt mitten im 2. Teil und hoffe, dass ich nicht am Ende des 3. Teils wieder ernüchtert vom Ende bin 😉

Leseliste April 2017

Ja, ich mache jetzt einen Fitzek-Marathon. Ich möchte mir eine Meinung bilden. Ist er wirklich so gut oder wird er überbewertet? Das kann ich nun mal nach zwei Büchern nicht sagen, deshalb lese ich noch ein paar andere. Und möglichst in der Reihenfolge, damit ich eine Entwicklung sehen kann.
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Die Therapie von Sebastian Fitzek

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

Es erinnert mich ein wenig an das Paket. Der Aufbau des Buchs ist gleich und Fitzek bleibt sich da offenbar treu. Was bei der Therapie funktioniert hat, sollte dann eben auch beim Paket funktionieren…
Die Therapie ist Fitzeks erstes Buch und ich muss sagen, dass es mich doch wirklich gefesselt hat. Es war so, dass ich es kaum weglegen konnte. Abends vorm Einschlafen war das ziemlich schlimm, denn immer hatte ich die Uhr im Blick. Ach, nur noch ein Kapitel. Aber ich wollte wissen, wie es weitergeht, wie es ausgeht, wie es sich auflöst. Ist alles eine Wahnvorstellung?
Tja, die Auflösung hat mich echt überrascht, aber auch hier gab es am Ende noch eine überraschende Wendung, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Für mich war das dann wieder der eine Moment zu viel, der bei mir dann eher ein Augenrollen verursacht 😉 ein unnützes Überhängsel wie der Epilog bei Harry Potter. Trotzdem hat es mir wirklich gut gefallen. Klare Lesemepfehlung 😉

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde.

Auch hier bleibt sich Fitzek wieder seiner Geschichte in der Geschichte treu. Studenten lesen in einem Experiment eine Patientenakte, die übrigens von Professor Viktor Larenz stammt. Diese Akte erzählt, wie der Seelenbrecher in der psychiatrischen Klinik mit Ärzten und Patienten eingeschlossen wird. Es ist aus der Sicht eines Patienten erzählt, der sich nicht einmal an seinen eigenen Namen erinnern kann, geschweige denn, wie er in diese Klinik gekommen ist. Im Verlauf der Akte kommt sein Gedächtnis zurück. Als Rahmen dieser Akte ist da der Psychologieprofessor, der ein paar Studenten eingeladen hat, die diese Akte als Experiment lesen sollen.
Ich muss sagen, dass es mir schwer gefallen ist, mich in das Buch zu finden. Dass die „Patientenakte“ wie ein Buch geschrieben ist, fand ich im ersten Moment ziemlich blöd, aber wie soll man es sonst anders machen. Außerdem waren da oft Sprünge drin, die ich schlecht nachvollziehen konnte. Eine Szene spielte beispielsweise im Röntgenraum, aber da war auch ein Aufzug?? Ich bin auch laufend mit den Personen durcheinander gekommen, konnte dann nicht mehr richtig zuordnen, wer wer ist… Das hat sich später gegeben, aber anfangs musste ich eben öfter zurück blättern.
Insgesamt war es schon spannend. Auch hier habe ich ziemlich hintereinanderweg gelesen. Aber auch hier gab es eine ach so überraschende Wendung am Schluss. Naja zwei Überraschungen. Eine hatte sich allerdings schon ziemlich zu Beginn angedeutet, war also am Ende eher eine Bestätigung als eine Überraschung… Hm… Überzeugt bin ich von dieser Wendung nicht. Wenn ich so nachdenke finde ich es doch seltsam, dass das so funktioniert haben soll.
Was am Ende mit den Studenten wird, bleibt völlig offen. Das Lesen der Patientenakte war ein Experiment. Am Ende wird aber gar nicht weiter drauf eingegangen. Es heißt nur, dass sie sich melden können, wenn sie sich komisch fühlen.
Warum die Akte jetzt ausgerechnet noch aus dem Patientennachlass von Viktor Larenz aus dem ersten Buch sein musste, habe ich nicht verstanden.
Also insgesamt war es nicht schlecht, aber die Therapie war besser.

Jetzt habe ich übrigens gerade „Der Augensammler“ von Fitzek angefangen. Er bleibt sich treu. Wieder gehts um einen Psychiater.

Leseliste Januar bis April 2017

Tja, das war dann dieses Jahr bisher nicht so viel. Irgendwie macht mich nichts mehr so richtig an. Ich hätte es gern wieder, dass mich ein Buch so richtig fesselt und nicht, dass ich während des Lesens denke „ah… wieder so ein Arsch, der zwar ein absoluter Soziopath aber dafür natürlich ein absolutes Genie in seinem Gebiet ist“ Wie zB. Maarten Snijder, äh Verzeihung Maarten S. Snijder… *Augenverdreh*
Also… meine drei wenigen Bücherchen in den letzten Monaten:
Todesmärchen von Andreas Gruber
Das Paket von Sebastian Fitzek
Ihr liebt sie nicht von Belinda Bauer
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Wollen wir uns die Bücher doch mal genauer betrachten.

Todesmärchen von Andreas Gruber

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann …
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus.
Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon.
Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Tja… Also dieses Buche habe ich zu Gunsten des „Pakets“ sogar unterbrochen, so gut hat es mir gefallen 😉 Ich habe mich an Schluss durchgekämpft. Snijder ist ein Arschloch mit Cluster-Kopfschmerzen und tätowierten Akupressurdruckpunkten auf den Händen. Er kifft laufend gegen die Schmerzen und ist teamunfähig, weil er egoistisch ist und den Fall alleine lösen will.
Es werden zwei Handlungsstränge erzählt, die einen Abstand von ein paar Tagen haben und sich im Laufe des Buches annähern und am Schluss treffen. Einmal der Erzählstrang von Arschloch-Snijder und Nemez und dann der Strang von der Psychologin Hannah, die natürlich ein Kindheitstrauma erlitten hat, deshalb Psychologie studiert hat und nun frisch nach dem Studium Schwerstverbrecher therapieren soll. Ja, das ist bestimmt total realistisch. Piet van Loon, der eine Patient ist natürlich ein hyperintelligenter Sadist, der Hannah direkt durchschaut, aber sie ist natürlich super taff und hat sich voll unter Kontrolle, als er aus der Reserve locken will…
Oh man… also insgesamt fand ich das Buch echt nicht gut. Das mit den zwei Handlungssträngen hat mich hier gestört. Immer wenns dann doch mal spannend wurde, wurde die Handlung durch ein Kapitel aus dem anderen Strang unterbrochen. Und das hatte keinen spannungssteigernden Effekt bei mir, sondern es hat mich nur genervt. Die Auflösung war zwar unerwartet, aber es passte dann irgendwie zu dieser Story.
Von mir gibts keine Empfehlung, ich fand tatsächlich alle Personen unsympathisch und habe mich überhaupt nicht so richtig reingefunden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es auch gar nicht erst versucht habe, nachdem ich die ersten Arschlochallüren von Snijder erlebt habe. Der Namenlose hingegen fand das Buch gut.

Das Paket von Sebastian Fitzek

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt …

Das zwar mein zweites Buch von Fitzek. Passagier 23 fand ich ja wirklich gut. Das kann ich vom Paket allerdings nicht sagen. Nach diesem Buch bin ich eher zu der Aussage gekommen, dass Fitzek überbewertet wird. Aber nach zwei Büchern kann man so eine Aussage nicht treffen, daher lese ich grad wieder eins.
Jedenfalls, das Paket… War im Grunde eine Story in der Story. Die Psychiaterin ist im Gespräch mit ihrem Anwalt und erzählt die Geschichte. Es gibt also auch hier zwei Handlungsstränge. Die Gegenwart einige Zeit nach dem Überfall, und die eigentliche Geschichte. Der Überfall, und die Zeit danach. Wie einfach es ist, jemanden in den Wahnsinn zu treiben. Das Hotelzimmer, in dem sie untergebracht war, existiert nämlich gar nicht. Und überhaupt hat sie ja gar nicht in das Hotel eingecheckt. Wenn man dann psychisch labil ist, fängt man bestimmt wirklich an, an sich zu zweifeln.
Na ja, jedenfalls war das Buch jetzt insgesamt nicht so der Brüller. Irgendwie hat es mich nicht so gefesselt. Die Charaktere waren alle irgendwie nur oberflächlich angerissen, ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, ich kann nicht mal mehr sagen, wie der Mann von Emma hieß… oder der Hund… Am Ende löst es sich jedenfalls auf, denkt man, aber dann kommt eine überraschende Wendung. Ok, dann löst es sich halt anders auf, aber nein, dann kommt noch eine überraschende Wendung… eine hätte auch gereicht. Es war mir dann doch irgendwie zu konstruiert.
Der Namenlose fand das auch ein bisschen schwach.

Ihr liebt sie nicht von Belinda Bauer

Es ist Jagdsaison im englischen Exmoor. Doch die Beute ist nicht das Wild. Es sind die Kinder.Erst die dreizehnjährige Jesse, dann der neunjährige Pete. Innerhalb kurzer Zeit verschwinden zwei Kinder aus dem Auto ihrer Eltern. Zurück bleibt in beiden Fällen nur eine handgeschriebene Notiz: „Ihr liebt sie nicht.“ Mitten im Hochsommer fallen dunkle Schatten über Exmoor. Irgendjemand scheint Kinder zu stehlen – Jesse und Pete waren nur der Anfang. Es gibt keine Spuren, keine Lösegeldforderungen und keine Hoffnung. Der Polizist Jonas Holly versucht, sich in den Kopf des Entführers zu versetzen, um ihm auf die Spur zu kommen. Doch zumindest einer in dem kleinen Örtchen Shipcott ist überzeugt, dass der psychisch instabile Holly der Letzte ist, dem man vertrauen sollte …

Auf dem Buchrücken wird Belinda Bauer als die Thriller-Queen bezeichnet und irgendeine Zeitung nannte es in seiner Rezension „perfekt“. Tja, das kann ich jetzt nicht bestätigen. Beides nicht. Es ist lange nicht perfekt. Es werden mir zu viele Sachen angerissen, auf die im Buch dann aber nicht weiter eingegangen wird. Zum Beispiel wurde Steven im letzten Sommer angegriffen und fast ermordet. Was das genau mit der aktuellen Geschichte zu tun hat, ist mir ein Rätsel. Außer dass Steven dadurch erwachsener und ernsthafter geworden ist. Und der psychisch instabile Jonas Holly ist in Therapie und löst in einem Moment eine derartige Panik bei der Therapeutin aus, dass sie ihn für diensttauglich erklärt, weil sie nicht mehr weiter mit ihm allein in einem Raum zur Therapie sein will. Aber so genau wird nicht drauf eingegangen. Außerdem wird ihm vorgeworfen, dass er seine Frau ermordet haben soll und er hat immer wieder Erinnerungsfetzen, wie sie blutend auf der Vortreppe lag und dass er ein Messer in der Hand hat, aber auch darauf wird nicht weiter eingegangen…
Wer der Täter ist, war mir ziemlich schnell klar, es wird auch in der Mitte des Buches schon aufgelöst. Das Motiv wird dann auch klar und letztlich geht es dann nur darum, ob die entführten Kinder überleben oder nicht. Ein paar Sachen, die Jonas Holly betreffen versteht man im großen Finale vielleicht aus dem Zusammenhang heraus, offenbar hat er eine Art gespaltene Persönlichkeit und kann sich dann zeitweise nicht daran erinnern, was er getan hat. Vermutlich liegt das in seiner Kindheit begründet, denn er hat große Narbem am ganzen Körper und der Satz „Manche Menschen tun Kindern weh“ wird mehrfach wiederholt. Aber weiter drauf eingegangen wird nicht. Das erklärt aber vielleicht auch die Panik der Therapeutin, weil er plötzlich das Böse irgendwie ausstrahlt oder so… und vielleicht hat er seine Frau dann doch umgebracht? Man weiß es nicht.
Ich hab schon wieder vergessen, wie der leitende Ermittler hieß, obwohl ich das Buch erst am Sonntag fertig gelesen hab… aber der hatte auch irgendwie ne Störung. Ganz komische Personen da insgesamt… Und sprachlich hab ich mich auch nicht so gut reingefunden. Ich musste immer wieder Sätze neu anfangen zu lesen, weil ich über irgendwas gestolpert bin. ein Lesefluss ist das gar nicht aufgekommen.

So. Das wars. Hab ich mal wieder alles ganz schön zerrissen…

Leseliste Oktober 2016

Die Toten, die niemand vermisst von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt
Tiefschwarze Melodie von Catherine Shepherd
Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. von Paula Hawkins
Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Die Toten, die niemand vermisst von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe
Ganz nah am Abgrund.
Beruflich und privat.

In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab. Sie überlebt. Jemand anderes hatte dafür weniger Glück: Aus der Erde vor ihr ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei vor Ort birgt sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Alle per Kopfschuss getötet.
Stockholm wird um Verstärkung gebeten, und Kommissar Höglund reist mit großem Tross in die Provinz. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand vermisst sie.
Als Höglund und Bergmann endlich auf eine brauchbare Spur stoßen, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein…

Sebastian Bergmans dritter Fall

Das ist bereits das dritte Buch um Sebastian Bergmann von dem Autoren-Duo, das ich gelesen habe und ich fand es ein wenig enttäuschend. Es waren dieses mal doch ziemlich viele Handlungsstränge die parallel liefen, der eigentliche Mordfall rückte dabei in den Hintergrund und schien mir irgendwie selbst nur eine Nebenhandlung zu sein.
Die ersten beiden Bücher mochte ich sehr. Sebastian Bergmann ist so ein richtiges Arschloch, irgendwie war mir das sympatisch 😉 Persönlich würde ich ihn sicher einfach nur ätzend finden, aber als Buchcharakter mag ich ihn sehr, gerade weil er so sehr aneckt.
Ich will gar nicht zu viel von seiner Vorgeschichte verraten, aber er hat sich im vorhergehenden Band in eine Sachen hinein manövriert, die nur nach hinten losgehen kann. Ich denke im nächsten Band wird das ganze ans Tageslicht kommen und eskalieren.
Die Kriminalgeschichte, in der im dritten Band ermittelt wurde, war mir insgesamt dann doch ein wenig konstruiert, es kamen mir viel zu viele Personen vor, zu denen ich als Leser keinen Bezug hatte und deren Namen ich deshalb durcheinander gebracht habe, aber am Ende hat sich der Fall aufgeklärt und damit war ich dann zufrieden 😉
Man kann die Bücher natürlich unabhängig voneinander lesen, aber ich denke es macht mehr Spaß, wenn man Sebastian von Anfang an kennen lernt.
Und ich werde es wohl riskieren und auch das vierte Buch lesen, in der Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Tiefschwarze Melodie von Catherine Shepherd

Zons 1497: Eine junge Novizin wird gekreuzigt in der Kirche aufgefunden. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg entdeckt eine Rose ohne Blütenblätter bei der Leiche des Mädchens. Noch bevor er ihrem Mörder auf die Spur kommt, muss eine weitere Frau ihr Leben lassen. Wieder schmückt ein Pflanzensymbol den Körper der Toten. Bastian steht vor einem Rätsel. Bei seiner Jagd nach dem raffinierten Frauenmörder stößt er auf ein grausames Geheimnis, das von einer tiefschwarzen Melodie wachgerufen wird …

Gegenwart: Oliver Bergmann ermittelt in einem neuen Fall. Eine Frau wurde ans Bett gefesselt und brutal erstochen. In der Hand hält sie einen Notenzettel mit einer mittelalterlichen Melodie und zwei beunruhigenden Worten: »Fortsetzung folgt«. Der Kölner Musikprofessor Engelbert findet heraus, dass der Notenzettel nur ein kleines Stück der gesamten Komposition beinhaltet. Doch bevor die Ermittlungen richtig anlaufen, wird bereits eine zweite Frau ermordet – und wenn der Professor recht behält, war das noch lange nicht das letzte Opfer. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Diese E-Book hab ich von Hugendubel kostenlos bekommen, als Dankeschön, weil ich mir die Tolino-App installiert habe 😉
Ja im Nachhinein bin ich auch froh, dass ich dafür kein Geld bezahlt hab… Es ist der 5. Band der Autorin, die eigentlich Katrin Schäfer heißt, sich aber den internationalisierten Künstlernamen Catherine Shepherd gegeben hat.
Die Bücher kann man auch alle unabhängig von einander lesen, aber „Kennste eins, kennste alle“, würde ich behaupten. denn alle sind gleich aufgebaut. Ich hab mir die restlichen Klappentexte durchgelesen und war beim zweiten schon gelangweilt.
Die Story ist ja irgendwie ganz nett, so im ersten Moment. Es auf 5 (und keine Ahnung wie viele noch folgen…) Bände aufzubauschen ist einfach sinnlos. Weil man als Leser dann beim zweiten Mal einfach weiß, wie der Hase läuft.
Auch ohne dass ich die anderen Bücher kannte, war Tiefschwarze Melodie furchtbar vorhersehbar für mich. Ich fands langweilig und bestätigt wieder mein Vorurteil, dass Frauen keine Krimis/Thriller schreiben können. Die Geschichte hatte für mich außerdem Lücken, da waren Zeitsprünge drin, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Außerdem waren Handlungspassagen drin, die meiner Meinung nach völlig überflüssig waren und die Geschichte null vorangetrieben haben und die meiner Meinung nach nur dazu da waren, um die Seitenzahl zu erhöhen.

Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. von Paula Hawkins

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Noch so ein Beispiel dafür, dass Frauenphantasie nicht krank genug für Thriller ist… Rachel beobachtet etwas Schockierendes. Ja da dachte ich, dass sie beobachtet, wie die Frau abgestochen oder erwürgt wird, oder was weiß ich. Aber es ist viel Banaler…
Tja, also von den 450 Seiten waren 300 ziemlich schleppend. Es ist nicht wirklich was passiert, man hat viel Vorgeschichte erfahren, und die Geschichte, die nach dem Ereignis, das Rachel gesehen hat, hat sich echt langsam aufgebaut.
Aber ab dann ist es etwas besser geworden und die letzten 100 Seiten waren dann doch noch ganz spannend. Die Geschichte löst sich auf, man erfährt, was mit „Jess“ passiert ist.
Warum das ein Platz-1-Spiegel-Bestseller ist, ist mir trotzdem ein Rätsel.

Das Buch wurde auch verfilmt und läuft aktuell im Kino. Wir sind in Edinburgh darauf aufmerksam geworden, die Werbung dafür war überall an den Bussen. Ich wollte aber erst das Buch lesen, bevor ich den Film sehe und wenn der Namenlose es gelesen hat, dann werden wir uns den Film ausleihen. (Laut Mittelpunkt war der übrigens auch im Kino sehr schleppend und erst in der letzten halben Stunde spannend)

Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach

Eine Verbindung von Mensch und Maschine: ein perfekter Soldat? Oder ein schwacher Invalide?

In einem kleinen irischen Fischerdorf lebt ein Mann, der ein Geheimnis hütet. Nein, mehr als das, er ist das Geheimnis …

Sie hatten ihm übermenschliche Kräfte versprochen. Stattdessen wurde er zum Invaliden. Er hatte gehofft, ein Held zu werden. Stattdessen muss er sich vor aller Welt verbergen. Denn Duane Fitzgerald ist das Ergebnis eines geheimen militärischen Experiments, eines Versuchs, der auf tragische Weise fehlgeschlagen ist. Für seinen Opfermut erhielt er die Freiheit, den Rest seines Lebens dort zu verbringen, wo er es sich wünschte. Im Gegenzug musste er sich verpflichten zu schweigen.

Doch es gibt da jemanden, der sein Geheimnis kennt – und er ist ihm bereits auf der Spur.

Mit seinem Roman Der Letzte seiner Art hat Bestsellerautor Andreas Eschbach eine Mischung aus Science Fiction- und Wissenschaftsthriller geschrieben, der bis zur letzten Minute fesselt!

Auch von diesem Buch war ich ein wenig enttäuscht. Im Grunde ist überhaupt nicht viel passiert. Ich habe auch das Gefühl, dass das Buch gar nicht fertig war. Mensch und Maschine? Ja, darauf wird sehr viel eingegangen, wie er zu dem geworden ist, das er ist. Und auch ein bisschen, was er damit ausrichten kann. Aber jemand kennt sein Geheimnis… wie ist er darauf gekommen? Das wird nur kurz angerissen. Was verspricht er sich davon, wenn er es aufdeckt? Auch das wird nur kurz behandelt.
Er bleibt nicht der einzige, der das Geheimnis kennt, was passiert mit den anderen Mitwissern? Wozu waren die überhaupt da? Ich hab denen viel mehr Bedeutung beigemessen und immer gedacht, dass da jetzt noch irgendwas wichtiges mit denen passiert. Aber nö…
Irgendwie war das Ende äußerst frustrierend, aber vielleicht ist das Eschbachs Art? Ich war auch vom Ende von „Eine Billion Dollar“ frustriert.
Vielleicht muss ich noch ein Buch von Eschbach lesen, aber ehrlich gesagt finde ich nach den zwei Erfahrungen, dass er überbewertet wird.

Leseliste September 2016

Drei Bücher im September. Trotz Urlaub. Normalerweise schaffe ich allein im Urlaub schon drei Bücher, aber dieses Jahr war das alles ein bisschen anders. Abends war ich meistens viel zu kaputt um noch was zu lesen 😉

Sie sehen mit dem Herzen, Mylord! von Sophia James
Der Sommer der Sternschnuppen von Ava Jordan
Passagier 23 von Sebastian Fitzek
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Sie sehen mit dem Herzen, Mylord! von Sophia James

Ein Kutschenunfall in einer eiskalten Winternacht beschert Beatrice ein unvergessliches Erlebnis: Sie und ihr Mitreisender Lord Taris Wellingham müssen in einer abgelegenen Scheune Unterschlupf suchen, wo sie sich überraschend schnell näher kommen. In seinen starken Armen, unter seinen zärtlichen Berührungen erwacht in ihr eine nie gekannte Leidenschaft. Doch als der Morgen graut, blickt Taris ihr nicht in die Augen. Voller Scham glaubt Beatrice, dass der Lord sie für zu unscheinbar hält und die Liebesnacht bereut. Sie ahnt nichts von seinem düsteren Geheimnis …

Lord Wellingham… allein schon der Name ist furchtbar schnulzig 😉 Das Buch war Schnulze pur, aber ich fand es trotzdem schön zu lesen. Es war doch sehr gewählt ausgedrückt, das war mal was anderes zu lesen! Als Leser ist einem natürlich klar, was passiert und wie es ausgeht, aber es war sehr entspannend zu lesen und ein bisschen in der Romantik zu schwelgen.

Der Sommer der Sternschnuppen von Ava Jordan

Ella ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Sie verlässt überstürzt New York und fährt nach New Harbor, den Ort ihrer Jugend. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendfreundin Tara wieder, sondern lernt auch den Schriftsteller David kennen. Aber das mit David ist kompliziert. Mindestens genauso kompliziert wie mit ihrem Ehemann Tom. Und was soll sie mit Mo tun, die viel zu früh Verantwortung für ein eigenes Kind übernehmen muss? Ein Roman übers Erwachsenwerden, übers Elternwerden und darüber, wie viel das Leben uns abverlangt. Nämlich immer grad so viel, wie wir aushalten können, auch wenn wir das nicht glauben. Auftakt zu einer neuen Reihe. Die einzelnen Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Der Sommer der Sternschnuppen Ein Regenbogen im Winter (folgt im Herbst 2016) Teil 3 – N.N. (folgt im Frühjahr 2017)

Ich hab den Klappentext vorher nicht gelesen. Ich dachte, es wär auch so eine seichte Lektüre, perfekt für den Urlaub. Ja, leicht war es auch, aber eigentlich überhaupt nicht mein Thema. Es ging ums Kinderkriegen, den Kinderwunsch an sich … na ja. Es war ok um die Zeit im Flieger und anschließend zwei, drei Abende vorm Schlafengehen zu füllen. Aber die Folgebände werde ich nicht lesen.

Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund zwanzig Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.

Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Dieses Buch haben wir am Flughafen noch gekauft und der Namenlose hat es ziemlich schnell weggelesen. Als er jetzt fertig war, hab ich es mir geschnappt und hab es ebenfalls ziemlich schnell weggelesen.
Es war mein erstes Buch von Fitzek. Ich weiß nicht, warum ich bisher immer einen Bogen um ihn gemacht hab… bei Thrillern war ich bisher immer sehr auf die skandinavischen Autoren eingeschossen, wahrscheinlich deshalb.
Aber es war sehr spannend, irgendwie auch mal schön, vertraute Städtenamen und Personennamen zu lesen.
Am Schluss gabs eine Wendung, die ich anfangs kurz in Betracht gezogen hab, von der Fitzek mich aber schnell wieder abgelenkt hat. Umso überraschter war ich, dass es dann am Ende doch so war und wie einfach ich mich davon abbringen lassen hab. Ganz schön naiv von mir 😉
Also… ich hatte kurz überlegt, ob wir eine Kreuzfahrt machen sollen im nächsten Urlaub… aaaber… hm… nach diesem Buch vielleicht lieber nicht 😀
Also insgesamt wirklich gutes Buch. Sehr fesselnd geschrieben und weglegen war eigentlich keine Option, weswegen ich es auch nach vier Tagen durch hatte.

Leseliste August 2016

Etwas verspätet kommt hier meine Leseliste für August. Ja, die erste Lese-Euphorie hat etwas nachgelassen, allerdings habe ich auch ein Stück gehäkelt und gestrickt an den letzten Wochenenden.
Im August waren es also nur zwei Bücher, eigentlich sogar nur 1,5… Aber das sind immerhin 1,5 mehr als die das ganze letzte Jahr zusammen 😉

Das Messias-Projekt von Markus Ridder
Totes Sommermädchen von B. C. Schiller
Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.

Das Messias-Projekt von Markus Ridder

Craig erwacht mit einem schrecklichen Kater. Der 40-Jährige ist vollkommen orientierungslos, weiß noch nicht mal, wo er ist. Doch langsam dämmert es ihm: Er ist in Zürich, und es sind nur noch wenige Minuten, bis ein wichtiger Vortrag beginnt. Ein Vortrag, den er selbst halten muss. In aller Windeseile zieht er sich an und hastet zum Veranstaltungsort. Dort angekommen wundern sich die Leute: Craig kommt fast auf den Tag genau ein Jahr zu spät. Und keiner weiß, was er in diesem einen Jahr gemacht hat. Auch Craig nicht. Er setzt alles daran, herauszufinden was passiert ist. Doch nicht alle haben ein Interesse an der Wahrheit.

Dieses Buch war wirklich sehr spannend und fesselnd. Man sucht gemeinsam mit der Hauptperson nach dem verlorenen Jahr. Er kann sich an den letzten Tag erinnern und dann ist plötzlich alles weg. Er fährt wieder nach Zürich, wo sein verlorenes Jahr begann und begibt sich auf Spurensuche. Als Leser sucht man genauso mit, denkt mit, versucht aus dem Gelesenen Schlüsse zu ziehen…
Am Ende löst sich tatsächlich alles auf. Die Erinnerung kommt zurück. Craig erlebt Flashbacks, die sich mit der Gegenwart vermischen, aber am Ende ein logisches Gesamtbild ergeben.
Mit diesem Ende hätte ich definitiv nicht gerechnet! Es hat mich überrascht und irgendwie richtig zufrieden gestellt.
Gutes Buch! 🙂

Totes Sommermädchen von B. C. Schiller

An einem heißen Sommerabend brechen die Zwillinge Ulla und Britta gemeinsam mit ihrem Freund auf, um im Böhmerwald die Sommersonnenwende zu feiern. Doch in dieser Nacht passiert etwas Schreckliches, und am nächsten Morgen ist nur noch einer von den dreien übrig.
Zur selben Zeit erwacht das junge Medium Olin aus einem dreimonatigen Koma und sieht beunruhigende Bilder …
Inspektor Tony Braun und sein knapp vor der Pensionierung stehender Chef Greg Keller müssen ein blutiges Rätsel lösen, denn es gibt nur eine Leiche …

„Totes Sommermädchen“ geht 7 Jahre zurück und erzählt den Werdegang von Tony Braun bis zum Chefinspektor. Für neue Leser ist der Thriller der optimale Einstieg in die spannende Welt von Chefinspektor Tony Braun.
Für bestehende Tony Braun Fans, ist es interessant zu erfahren, wie alles begann.

Mit diesem Buch hab ich mich ein kleines bisschen schwer getan. Ich habe mich eigentlich bis kurz vor Schluss gefragt, was der Titel des Buchs mit dem Inhalt zu tun hat… Es hat sich dann am Ende aufgelöst und der Gedanke, dass das die Lösung sein könnte, kam mir auch am Anfang recht schnell… Allerdings fand ich das dann doch ziemlich abstrus, sodass ich den Gedanken wieder verworfen habe.
Ich fand, dass die Geschichte gerade zum Ende hin ziemlich konstruiert gewirkt hat und die Autoren (B. und C. sind ein Ehepaar) haben zu lange die Auflösung zurück gehalten, weil sie den Spannungsbogen noch nicht abbrechen wollten und dem Leser noch mal falsche Fährten legen wollten. Allerdings hätte die Geschichte es erfordert, dass man es auflöst. Oder man hätte es irgendwie charmanter verstecken müssen. Stattdessen war aber nur von „dem Besucher“ die Rede, oder von den weißen Sneakern, die das einzige waren, das man von „der Person“ sehen konnte. Im nächsten Kapitel lagen dann zufällig auch weiße Sneaker achtlos im Raum…
Ja… also es war ok, stellenweise auch spannend, aber irgendwie etwas holprig.

Leseliste Juli 2016

Mein Tolino ist jetzt 4 Wochen alt und ich habe ihn viel genutzt 🙂 Ich hab in den ersten Tagen, als ich ihn hatte, massig Bücher runtergeladen, vieles davon kostenlos. Ich glaube ich hab mir 20 Bücher runtergeladen und insgesamt nur 35 Euro bezahlt 😉 Ein Buch davon ist sogar eine riesige Sammlung von Kindergeschichten, Alice im Wunderland, Die Abenteuer von Huckleberry Finn usw. hab ich alles noch nie gelesen und dachte, das ist bestimmt immer mal nett für zwischendurch.

Das ist also meine Leseliste vom Juli 2016. Auf Seite zwei steht meine Meinung dazu, falls es irgendwen interessiert 😉

Inseltage von Jette Hansen
The Blue Teil 1 von Jenny Bollow
The Blue Teil 2 von Jenny Bollow
Aschekinder von Wilhelm J. Krefting
Heiße Küsse à la carte (Die Kelly Brüder #1) von Crista McHugh
Dunkelkammer von Kurt Jahn-Nottebohm
Das Galgenweib von Swantje Berndt
Die Spinne von Paul Finch (Kurzthriller)
Das Messias-Projekt von Markus Ridder (erst halb durchgelesen)

Klappentexte sind von der Hugendubel-Homepage zitiert.