Urlaubsplanung

Dienstag, 19. Mai 2020
Tag 41 im Home Office

Ich hab mal wieder Luxusprobleme. Ich muss noch diese Woche meinen Urlaub für den Rest des Jahres verplanen. Jetzt hab ich noch 6 Tage übrig, und weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll… immer hat schon jemand Urlaub. Im Juni der eine, im Juli die andere, im August wieder der eine. Im September hab ich dann, im Oktober erst die andere, dann wieder der eine. So, dann könnte ich im November noch ne Woche nehmen…
Ich muss das nachher mal mit dem Namenlosen besprechen. Wobei es ihm wahrscheinlich auch egal ist. Solange jemand da ist, der den Hund nehmen kann. Sofern man dann überhaupt wegfahren könnte. Und selbst wenn, würden wir es machen?! Vielleicht eine Ferienwohnung, als Selbstversorger-Urlaub irgendwo, wo man mit dem Auto hinkommt. Das lassen wir einfach auf uns zukommen.

Aber das ist halt ein bisschen das nervige daran. Wenn ich Urlaub hab, weil ich ihn ja nun mal nehmen muss, und wir nicht wegfahren, dann ist das ein bisschen ätzend für mich, weil der Namenlose trotzdem aufsteht, weil er dann nicht frei nimmt. Und dann werde ich jeden Morgen wach und kann nicht ausschlafen und mich so richtig erholen. Noch mal weiterschlafen, wenn er aus dem Haus gegangen ist, ist alles andere als wirklich erholsam. Das hab ich oft genug durch. Vielleicht frag ich mal meine Schwester, wie es bei ihr aussieht. Sie hat ja auch irgendwann Urlaub und wegfahren ist ja vielleicht eher schlecht. Dann könnte ich vielleicht dort hin fahren. Obwohl das natürlich auch alles andere als erholsam wäre 😉

Flachgelegt

Letztens war ich mit meiner Hochzeitsfreundin essen und da hab ich noch zu ihr gesagt, dass ich wieder so richtig entspannt bin. Zack! Da hat ein kleiner Virus zugeschlagen und mich so richtig flachgelegt! Also echt, so schlimm krank war ich wirklich schon lange nicht mehr. Letzte Woche lag ich komplett flach. Schüttelfrost, Fieber, Schlappheit… Ich hab mich krank schreiben lassen und hab eigentlich die ganze Woche fast nur geschlafen. Ich bin auch gar nicht aus dem Haus gegangen. Wenn ich am Montag nicht zum Arzt gemusst hätte, wäre ich gar nicht vor die Tür gegangen. Ich bin auch nicht mit dem Hund Gassi gegangen. Ich hab die ganze Woche nur vor mir hin vegetiert und der Namenlose hat sich um alles gekümmert.
Am Mittwoch hab ich das erste mal den Fernseher angemacht und noch den Rest von Punkt 12 gesehen. Dass das immer noch läuft! Früher in den Ferien hab ich das immer geguckt 😀
Am Donnerstag hab ich dann die (gar nicht mehr sooo) neuen Folgen von Gilmore Girls geguckt. Schade… ich hätts lieber so in Erinnerung behalten sollen, wie es war…
Am Freitag bin ich vormittags einkaufen gefahren, weil ich mich wieder ganz fit gefühlt habe, aber ich war danach ganz schön kaputt und hab erstmal ein Mittagsschläfchen gemacht.

Am Wochenende ging es mir dann wieder besser, ich hab sogar genäht. Das hab ich als gutes Zeichen gewertet 😉 Und heute hat mich der Alltag wieder… Im Büro war letzte Woche total Kahlschlag, hab ich mir sagen lassen. Aber heute sind die meisten wieder da.

Ich bin froh, dass der Namenlose sich nicht bei mir angesteckt hat, denn nächste Woche Mittwoch fahren wir in den Urlaub!!! 🙂 Juhuuuuuu! Wir machen eine Kreuzfahrt und ich bin schon ganz gespannt. Das wollte ich ja schon lange mal machen. Jetzt machen wir eine kleine, feine Einsteigerkreuzfahrt um die Kanaren und nach Madeira. Da waren wir schon mal, da können wir auf jeden Fall alleine rum und müssen uns nicht in einen Reisebus mit 50 anderen Leuten setzen. Ich bin gespannt, ob ich diese Art von reisen toll oder kacke finde. Ich glaube es gibt nur die beiden Extreme. Ich finde es toll, jeden Tag woanders zu sein, aber vielleicht nervt mich genau das. Man ist dann so unter Druck, dass man das bestmögliche aus dem Tag rausholt. Deshalb ist es gut, dass wir die Kanaren zum Teil schon kennen. Dann haben wir diesen Druck nicht. Ich hab nur ein bisschen Angst, dass mich die vielen Leute ankotzen. Auch wenn jeder sagt, dass sich das auf dem Kutter verläuft. Zumindest haben wir eine Balkonkabine und müssen uns nicht wie die Ölsardinen an den Pool legen. Das sieht nämlich ganz schön ätzend aus.

ABC im November 2019

A wie audiobook
Ich bin inzwischen echt auf den Geschmack von Hörbüchern gekommen. Und in letzter Zeit auch auf den Geschmack von englischen Hörbüchern. Wieso hab ich das nicht schon früher gemacht? Der nächste Schritt wäre dann jetzt wohl, auch mal Serien/Filme auf englisch zu schauen.

B wie Banane
Im Frühjahr haben wir überlegt, dass wir uns ruhig mal ein paar Pflanzen auf den Balkon stellen können. Da wir aber Nordseite haben, geht da auch nicht alles. Meine Tomaten zB waren nicht richtig geschmackvoll, obwohl es kleine Cherrytomaten waren. Aber die Sonne hat da wohl nicht ausgereicht.
Jedenfalls haben wir Bananenpflanzen gekauft, weil der Mieter über uns welche hat und die so schön aussehen und man gleich ein bisschen Urlaubsgefühl hat. Wir haben aber eine kleinere Sorte als er, was uns jetzt aber zugute kam, als wir die Töpfe ins Wohnzimmer geschleift haben. Mal schauen, ob sie den Winter bei uns überleben. Bei uns müssen Pflanzen hart im nehmen sein 😉

C wie Chemotherapie
Mein Stiefvater hat Lungenkrebs. Wir haben die Diagnose vor ungefähr 3 Monaten bekommen. Inzwischen ist er operiert worden und bekommt jetzt Chemo. Jetzt sind seine Leukozytenwerte total im Keller und er muss aufpassen, dass er nicht krank wird… oh man… ich hoffe so sehr, dass er alles gut übersteht!

D wie dunkel
Die Zeitumstellung vertrage ich dieses mal relativ gut. Wahrscheinlich, weil ich jetzt quasi wieder in der „Dublin-Zeit“ bin 😉 Aber dass es um 17 Uhr schon dunkel wird, ist nicht so schön. Und auch morgens ist es jeden Tag etwas dunkler, wenn ich zur Arbeit fahre. Ich sollte mal wieder anfangen, Kerzen anzuzünden, dann ist die dunkle Zeit gleich viel gemütlicher.

E wie Ergebnisse
Die Prüfungsergebnisse sind noch nicht da. Als ich in Dublin war, hab ich kaum daran gedacht. Aber jetzt, wo ich zurück bin, bin ich hibbelig und will jetzt endlich wissen, ob ich mich auf die mündliche oder die erneute schriftliche Prüfung vorbereiten muss…
Geplant sind die Ergebnisse in etwa 1,5 Wochen. Gesagt hab ich aber allen, dass sie erst Ende November kommen. Dann kann ich zwei Wochen still leiden, bevor ich es allen sagen muss…

F wie Freunde zum Altwerden
Letztens waren wir wieder bei den Burger-Freunden zur Geburtstagsfeier eingeladen. Es ist echt immer sooo unglaublich lustig mit denen und ich möchte sie in meinem Leben nicht mehr missen! Und sie uns auch nicht. Am nächsten Tag haben sie sich für den schönen Abend bedankt und gesagt, dass sie mit uns alt werden wollen 🙂

G wie Gesicht
Ich hab schon mal erzählt, dass man in meinem Gesicht lesen kann, wie in einem offenen Buch… ich krieg das auch nicht unter Kontrolle, ich seh mich ja nicht… Manchmal glaube ich aber, dass ich einfach ein blödes Gesicht mache, wenn ich konzentriert bin. Eine Lehrerin in der Schule hat damals schon immer gesagt, ich würde immer so böse gucken. Gut, ich mochte sie auch nicht, also vielleicht hat sie also einfach nur gesehen, was ich gefühlt habe 😉 Aber trotzdem glaube ich, dass mein Gesichtsausdruck im konzentrierten, gelangweilten, angestrengten oder auch entspannten Zustand immer genervt aussieht. Ein sogenanntes resting bitch face. Ja, ich musste das auch erstmal googlen 😉

H wie Hundepups
Unser Hund wird jetzt alt… Letztes Jahr mussten wir sie ja operieren lassen, weil sie einen Knoten an einer Zitze hatte… Tja… jetzt hat sie einen Knubbel an der Seite. Könnte ein Fetteinschluss sein. Könnte aber auch ein neuer Knoten sein. Wir werden es mal beobachten, ob es größer wird.

I wie Inselhüpfen
Der Wohnmobil-Urlaub in Schottland war einer der schönsten, den ich je gemacht habe. Ich will das auch noch in Irland, Island und Skandinavien machen. Da müssen wir erstmal rausfinden, ob man da mit dem WoMo frei stehen kann, wie in Schottland. Aber nichtsdestotrotz will ich auch unbedingt noch mal mit dem WoMo nach Schottland und die verschiedenen Inseln besuchen.

J wie Jobsuche
Läuft wieder.

K wie Klassentreffen
Vor vier Wochen oder so hatte ich in unserer Bibu-Whatsapp-Gruppe gefragt, ob wir nicht noch ein „Klassentreffen“ machen wollen, bevor die Ergebnisse da sind. von 22 Leuten haben sich 5 zurück gemeldet… und zwei von den 5 sind die Mädels aus meiner Lerngruppe. Zwei von den restlichen 3 hatten zugesagt, aber am Wochenende abgesagt.
Tja… also das wars dann wohl. Ich renn den Leuten nicht hinterher. Ich finds aber trotzdem schade. Zwei Jahre lang reden alle davon, wie toll unser Zusammenhalt in der Gruppe ist und dass wir unbedingt einen Stammtisch hinterher machen müssen. Ja, so viel also dazu.
Dann gehen meine Lernmädels und ich eben allein weg!

L wie lernfaul
Seit der Prüfung hab ich jetzt echt nichts mehr gemacht. Ich habe nichts für die Präsentation in der mündlichen Prüfung vorbereitet, nichts mehr gelernt… Weil ich ja noch nicht weiß, ob ich zur mündlichen zugelassen bin. Aber eigentlich ist es fatal, weil zwischen Ergebnissen und mündlicher Prüfung ist nicht mehr soooo viel Zeit. Warum sollte man sich also eigentlich diesen Druck machen?? Aber wenn ich sowieso nicht zugelassen bin? Tja, dann hätte ich trotzdem schon was machen können, weil ich es ja dann im Frühjahr noch mal versuche.

M wie müde
Auch wenn mir die Zeitumstellung dieses Mal nicht so sehr zu schaffen macht, fühle ich mich trotzdem jeden Abend wie erschlagen. Auf der Couch fallen mir die Augen zu und manchmal komme ich dann gar nicht mehr richtig zu mir. Das muss an der Dunkelheit liegen, denn tagsüber gehts.

N wie Nein!
Memo an mich: Ich werde mich nicht einmischen, solange ich nicht nach Hilfe gefragt werde!
Der schwule Kollege ist krank. Der, der hier immer alles irgendwie reißt und sich um alles kümmert. Der leider das meiste von dem abgefangen hat, seit ich mich raushalte. Jetzt ist er krank und ich muss mich zusammenreißen, dass ich nicht in alte Gewohnheiten verfalle. Ich hab spaßeshalber mal geschaut, was so anliegt… zwei E-Mails hab ich gelesen und mich gefragt, wieso… hätten die richtig gelesen, hätte das schon erledigt sein können.
Aber nein, solange ich nicht um Hilfe gebeten werde, mische ich mich nicht ein!

O wie Overlock
Ich hab jetzt wirklich wirklich lange nicht genäht. Ich würde schon mal gern wieder, aber ich trau mich nicht, was anzufangen, weil ich weiß, dass ich eigentlich ganz andere Sachen machen müsste. Präsentation für die mündliche Prüfung vorbereiten. Lernen, damit mein Wissen nicht in den hintersten Ecken meines Gehirns verschwindet…
Ich hatte gesagt, dass ich mir, wenn ich bestanden habe, eine Overlock-Nähmaschine schenke. Als Belohnung. Irgendwann bin ich aber dazu übergegangen zu sagen, dass ich mich mit einer belohne, auch wenn ich nicht bestanden habe. Allerdings… wenn ich nicht bestanden habe, werde ich wohl auch erstmal nicht nähen, weil ich dann für die nächste Prüfung lernen muss…
Oh man, ich will es jetzt endlich wissen!!!!!

P wie Pssst
Ich hätt so gern Stille um mich rum… Aber solange ich mich nicht selbstständig mache und in einem kleinen Kämmerlein allein vor mich hin arbeiten kann, wird mir das wohl nie vergönnt sein…

Q wie Quitte
Ich hab einen neuen Lieblingsapfelwein. Bisher mochte ich am liebsten den Rosé-Apfelwein, der mit Johannisbeere versetzt ist. Aber jetzt wo ich den mit Quitte kenne, finde ich den Rosé viel zu süß!

R wie Rauchentwöhnung
Ich hätte ja gern, dass der Namenlose aufhört zu rauchen. Aber er will das eigentlich nicht. Also kann ich da nicht viel machen. Als mein Stiefvater die Krebsdiagnose bekommen hat, war er natürlich gleich sehr sensibilisiert, aber inzwischen hat sich das auch wieder gelegt… :-/

S wie Selbstbewusstsein
Letztens ist mir der Unterschied zwischen meinen Kollegen und mir aufgefallen: Wenn auf der Arbeit irgendwas ist, wenn zB. einer anruft und einen Fehler meldet, dann suche ich als allererstes bei mir. Mein Kollege nicht, der geht mal selbstbewusst davon aus, dass die Lieferung, auf der aufbauend er was bearbeitet hat, fehlerhaft gewesen sein muss. Der zieht überhaupt nicht in Betracht, dass er was falsch gemacht haben könnte.
Diese Einstellung sollte ich mir auch mal aneignen.

T wie Tannenbaum
Weihnachten nähert sich mit großen Schritten. Wir werden dieses Jahr wieder bei uns sein und es uns hier gemütlich machen. Heiligabend sind wir dann wieder beim Vater vom Namenlosen, hoffentlich kocht er was Leckeres 😉 Auf jeden Fall wird das wieder ein sehr entspannter Abend, abgesehen von der komischen Freundin von ihm. Das ist so eine, die immer alles besser weiß und irgendwie sone blöde Art hat, dass ich einfach nicht widerspreche. Es ist einfach entspannter, wenn man der einfach zustimmt und sich seinen Teil denkt. Die bringt nämlich sonst einfach nur Totschlagargumente, gegen die man sowieso nicht ankommt. Die Nerven kann ich mir gleich sparen und trink lieber einen großen Schluck Wein, statt zu reagieren 😉

U wie Unternehmenskultur
Jetzt hat es mal ein Bauernopfer gegeben. Bei uns ist jemand fristlos wegen Arbeitszeitenbetrug entlassen worden. Nicht in meinem unmittelbaren Umfeld, aber in der Firma. Bekannt wurde es, weil der Betriebsrat das als Anlass gesehen hat, die „Unternehmenskultur“ in Frage zu stellen. Kollegen haben per Hand aufgeschrieben, wann derjenige gekommen und gegangen ist. Offenbar war denen mal auffällig geworden, dass er spät kommt und früh geht und haben sich gefragt, wie das funktioniert, dass er dann trotzdem Gleittage nehmen kann, oder freitags noch früher gehen kann.
Ja, petzen ist irgendwie Kindergarten und jemanden in die Pfanne hauen ist auch nicht die feine Art. Aber ich muss ehrlich sagen, ich stelle in der Sache trotzdem lieber die Einstellung des Zeitbetrügers in Frage und nicht die Einstellung der Petzer.
Wir haben keine Stechuhren, aber auch keine Vertrauensarbeitszeit. Wir müssen unseren Zeiten selbst im System eintragen, und da sind schnell mal 5 oder 10 Minuten mehr eingetragen. Ich finde es also viel schlimmer, dass man seine Zeit bescheißt, als dass man petzt. Was ist das für ein Mensch, der offenbar ohne schlechtes Gewissen seine Pflichten als Arbeitnehmer nicht erfüllt? Spät kommt, früh geht, Gleittage nimmt, trotzdem bezahlt wird und andere die Arbeit für ihn mit machen? Welche Kultur ist denn das bitte?

V wie Vierzig
Die Zeit rennt, wir werden langsam doch älter. Unglaublich, aber wahr. Jetzt gabs im Freundeskreis schon mehrmals die 40 zu feiern. Zu meinem 40. will ich eine Harry Potter Überraschungsparty 😀 Die Vorbereitungszeit ist ja lang genug und ich hab das auch schon kundgetan 😉 Jetzt muss ich das nur noch bis dahin wieder vergessen 😉

W wie was wäre wenn…?
Das ist eins meiner „Lieblingsspiele“. Stundenlang können sich meine Gedanken um hypothetische Sachen drehen. Was wäre, wenn… …ich damals nicht dieses Studium angefangen hätte? …ich damals in der S-Bahn sitzen geblieben wäre? …ich mich damals gegen den Umzug entschieden hätte? …ich mich für die andere Ausbildung entschieden hätte?
Manchmal wüsste ich gern, ob es doch Paralleluniversen gibt, in denen es alternative Realitäten gibt. Wo wäre ich? Und wer wäre ich dann heute?

X wie X
10 Jahre bin ich jetzt schon in dieser Firma und im Großen und Ganzen ist es schon ok hier. Ich mag halt meine Kollegen nicht so… Ich hoffe einfach, dass ich bald woanders unterkomme. Was hier mich am meisten stört, ist die Einstellung der meisten Leute. Schon in der Ausbildung wurde mir gesagt, ich solle langsamer arbeiten, sonst hätte ich ja nachmittags nichts mehr zu tun. Und diese Einstellung wird jedem Ausbildungsjahrgang aufs neue vermittelt. Daher wird sich hier niemals was ändern. Ich kann diese Einstellung nicht leiden. Das ist doch nichts, worauf man am Ende des Tages stolz sein kann…

Y wie why?
Das ist doch die ganz große Frage im Leben. Warum? Ich will gar nicht zu philosophisch werden, aber man fragt sich doch oft nach dem Warum, ich zumindest, auch wenn ich weiß, dass es keine Antwort gibt. Ich suche trotzdem immer nach einem Grund, nach einer Erklärung, warum die Dinge so gekommen sind, wie sie gekommen sind. Irgendwann gebe ich mich zufrieden und nehme es als gegeben hin und hinterfrage nicht mehr. Bis ein Kamel das Gras abfrisst, das gewachsen ist.
Es gibt keine Antwort. Höchstens: Darum. Weil das Leben so ist. Gläubige Menschen sagen wohl, weil Gott es so wollte und sie sind mit dieser Antwort zufrieden. Manchmal frage ich mich, ob gläubige Menschen glücklicher sind, weil sie immer jemanden verantwortlich machen können. Manche Sachen sind einfach so unglaublich (egal ob positiv oder negativ), dann frage ich mich, ob da vielleicht doch jemand ist, der die Strippen zieht. Der entscheidet, dass einem dieses widerfährt und jenes nicht.

Z wie Zahlen
Zurück zu was rationalem: Ich arbeite in der Buchhaltung und ich bin hier genau richtig. Ich liebe Zahlen, ich will immer, dass alles stimmt, ich bin in vielen Sachen ziemlich pedantisch. Eigentlich will ich, dass in den M&M’s-Tüten von jeder Farbe gleich viel drin sind… Ich zähle Stufen, Schritte, Güterzugwaggons, Brückenpfeiler, Besteck beim Spülmaschine ausräumen… und das mach ich schon seit ich denken kann. Ich konnte schon im Kindergarten bis 100 zählen, weil ich immer wissen wollte, welche Zahl danach kommt. System verstanden, also ging das zählen immer weiter. Tja, seit dem lassen mich Zahlen nicht mehr los.

Ostern auf Malle reloaded

Vor drei Jahren haben wir einen Malle-kompakt-Trip gemacht, als wir über Ostern 4 Tage dort waren. Damals haben wir, ganz entgegen unseres normalen Verhaltens, schon 2 Monate vor dem Reisetermin gebucht.
Dieses Jahr habe ich auch die Woche vor Ostern frei. Wegen der Schule geht es halt auch nicht anders, aber ich nehme nie wieder in den Ferien Urlaub 😉
Dieses mal haben wir das mit dem Urlaub buchen wie immer gemacht: 3-4 Wochen vorher. Sonntag haben wir also endlich Urlaub gebucht. Nachdem ich den Namenlosen fast dazu gezwungen hab!

Ich wollte jetzt endlich was buchen. Ich hatte mir auch eigentlich schon was rausgesucht, weil er es ja nicht geschafft hatte, sich zu äußern, wo er überhaupt hin will.
Erst war Ibiza im Raum. Dann Griechenland. Dann Kroation, Schottland und wieder Ibiza. Ich hatte dann was auf Gran Canaria rausgesucht, aber er wollte das nicht. Wie eigentlich immer, wenn ich was rausgesucht hab. Wozu mach ich mir die Mühe also? Kostet mich nur Nerven!
Sonntag hab ich ihn also nach dem Frühstück an den Schreibtisch gezwungen, weil wir sonst dieses Wochenende wieder nichts gebucht hätten. „Wir können auch drei Tage vorher last minute buchen.“ Jaaaa… können wir. Dann müssen wir aber nehmen was wir kriegen und vor allem wird es sicher nicht günstiger! So drei Tage vorher last minute können wir nächstes Jahr machen, wenn ich nicht auf Ferientermine angewiesen bin. Und außerdem wollte ich jetzt mal langsam einen Lichtblick haben.

Wir saßen also, haben ungefähr 3 Stunden lang gegooglet, gesucht, verglichen… ich hab mich aufgeregt, geärgert, rumgemotzt. Immer mal wieder fiel, dass das Hotel auf Malle doch so schön war und dass wir doch da noch mal hin könnten. Mir war es am Ende mal wieder herzlich egal, wo es hingeht. Ich wollte einfach nur wissen, DASS es irgendwo hingeht. Es wurde immer später, der Namenlose hat sich regelrecht in Trance gegooglet, ich war angepisst, dem Hund war langweilig, weil die das natürlich doof findet, wenn wir sie so lange ignorieren.
Letztendlich haben wir also das gleiche Hotel wie vor drei Jahren gebucht. Das war schön. Wir wissen, was wir kriegen. Malle war auch schön und wir haben ja in den 4 vollgepackten Tagen längst nicht alles gesehen. Im Megapark waren wir auch nicht, den Cache in Palma haben wir nicht gefunden. Es gibt noch ein paar Lost Places, die wir besuchen können, ein paar Höhlen. Und das Hotel hat jetzt einen Infinity Pool auf dem Dach 😀
Ich freu mich jedenfalls. Noch 24 Tage! (Und ich schwänze dafür den Samstag die Schule, weil es einfach mal 400 Euro teurer gewesen wäre, wenn wir erst Sonntag geflogen wären…)

Neues Jahr…

… neues Glück. … altes Ich? … neues Ich? 365 neue Chancen 😉

Ich weiß gar nicht, ob ich mir großartig Vorsätze machen möchte. Für dieses Jahr gibt es eigentlich nur einen einzigen Vorsatz: Die Prüfung zu bestehen!

Aber ein paar Kleinigkeiten möchte ich dennoch im neuen Jahr umsetzen. Es sind keine so richtigen Vorsätze, einfach ein paar alltägliche Dinge.
Ich möchte zum Beispiel genug trinken, um mal was ganz banales zu nennen. Bisher schaffe ich das immer ganz gut, auf der Arbeit trinke ich mindestens 1,5 Kannen Tee, zu Hause oder in der Schule trinke ich auch noch mal ganz gut und so komme ich unter der Woche eigentlich immer auf mindestens 2 Liter. Am Wochenende fällt mir das schwerer und das macht sich öfter im Laufe des Sonntags als Kopfschmerzen bemerkbar.
Ich möchte jeden Tag lesen. Abends, direkt vor dem Schlafen, hab ich die Angewohnheit, noch mal am Handy rumzuspielen. Dann scrolle ich durch Instagram oder spiele Candy Crush. Das lasse ich weg und lese stattdessen jeden Abend vor dem Schlafen noch mal ein bisschen. Und wenns nur eine Seite ist.
Dann habe ich mir vorgenommen, netter zu mir selbst zu sein. Mich nicht mehr, (bzw. für den Anfang erstmal weniger) zu kritisieren. Mich im Spiegel anzuschauen, ohne etwas Abfälliges zu denken.
Ich hab da noch ein paar mehr Sachen. Ich möchte zB mal Intervallfasten ausprobieren, ich möchte gern jeden Tag spätestens um halb 8 im Büro sein, dazu muss ich morgens etwas eher aufstehen. Ich möchte öfter eine Bluse und/oder einen Blazer ins Büro anziehen, ich möchte am Wochenende größere Runden mit dem Hund laufen, ich möchte (meiner Haut zuliebe) nicht mehr so heiß und so lange duschen… Um das umsetzen zu können, habe ich mir eine Gewohnheits-App runtergeladen. Und immer, wenn ich zB. gelesen habe, oder nur kurz geduscht habe, oder wenn ich um spätestens halb 8 im Büro war, dann kann ich die Sache darin abhaken. Und das ist ein kleines psychologisches Phänomen, denn ich WILL diesen Haken machen können 😉 Gestern und heute war ich zB um 5 nach halb 8 im Büro und finds dann doof, dass ich den Haken nicht kriege 😉 Ganz simples Belohnungssystem also, das irgendwie bei mir zu funktionieren scheint.
Wenn ich nach dem Bilanzbuchhalter wieder Zeit habe, versuche ich das mit Sport 😉

Ansonsten überlege ich ja schon länger, dass ich nach der Prüfung gerne wegfahren möchte. Das würde ich natürlich gern mit dem Namenlosen zusammen machen, aber ich kenn uns ja… er plant nicht so langfristig, was mir normalerweise egal ist, aber ich möchte zwischen Prüfung und wegfahren nicht viel Zeit verstreichen lassen, sonst muss ich ja wieder arbeiten gehen 😉 Außerdem könnte es sein, dass sein Vater grad auch weg ist und also keiner den Hund nehmen kann. Das muss ich einfach mal klären.
Als Alternative hatte ich dann schon überlegt, ob ich nach der Prüfung Bildungsurlaub mache, eine Sprachreise irgendwohin. Am liebsten nach Schottland oder Irland 😉 Das muss ich mit ihm mal besprechen, weil sowas muss man ja rechtzeitig beantragen usw. Das könnte ich mir jedenfalls auch gut vorstellen. Dann könnten wir beide einfach im Januar wegfahren. Das ist erfahrungsgemäß eine ruhige Zeit bei ihm und solange ich keine anderen als die aktuellen Aufgaben habe, ist das auch für mich eine ganz gute Zeit zum wegfahren.

Urlaubsdrama again

Aaaach… dieses mal ist es wirklich ein Drama! Seit September weiß ich, dass ich dieses Jahr nur in den Ferien Urlaub machen kann. Geht wegen der Weiterbildung ja nicht anders. Jetzt sind Ferien. Ab Montag hab ich zwei Wochen Urlaub. Aber gebucht haben wir nix.
Das hat Gründe. Der Namenlose kann dieses Jahr definitiv nicht weg. Zumindest nicht jetzt im Juli. Auf gar keinen Fall. Das weiß ich, und damit habe ich mich arrangiert. Dieses ganz klare Nein gab es aber erst vor ein paar Tagen so richtig. Also hab ich auch erst vor ein paar Tagen überlegt, dass ich dann eben alleine wegfahre. Was er erst nicht so toll zu finden schien. Also hab ich nicht weiter gesucht, wo ich hin will und auch nix gebucht. Jetzt ist das aber geklärt, ich könnte alleine fahren.

Aber jetzt kommt das wirkliche Drama: Ich habe Angst. Ich wollte zB erst eine Kreuzfahrt auf der Ostsee machen. Die war dann aber leider ausgebucht, nachdem ich endlich mal den Arsch in der Hose hatte, das Thema mit dem Namenlosen final zu klären.
Ok, also keine Kreuzfahrt. Aber ich will nicht irgendwo bei 40 Grad rumschwitzen. Dann hab ich einen Wander-Zug-Urlaub in Schottland gefunden. Geht in Glasgow los, ein paar Etappen zu Fuß, ein paar mit dem Zug. Und alles organisiert: Unterkünfte, Zugtickets, Gepäcktransport für die Wanderetappen. Eigentlich ziemlich geil. Aber: ich hab Schiss alleine zu wandern. Außerdem ist es ein kleines bisschen kurzfristig, so etwas würde ich gern etwas besser vorbereiten. ZB. noch mal ne neue Hose kaufen, die auch etwas Regen abhält usw.
Ok, also auch nicht Schottland.
Dann vielleicht Kanaren? Da ist es warm, aber nicht so pralleheiß. Hoffe ich. Der Namenlose meinte, dann soll ich doch auf die Kanaren fliegen, mir da einen Mietwagen nehmen, dann kann ich ein bisschen rum fahren… Aaaaah… Da keimt in mir wieder Angst auf. Mietwagen? Ich? Im Ausland? Wo ich mich nicht auskenne? Um Gottes Willen!! Ich trau mich nicht, da zu fahren. Auch wenn ich weiß, dass Lanzarote zB nicht so schlimm war. Da hätte ich auch fahren können. Wieso trau ich mich nicht? Hier fahr ich doch auch.

Und das ist das eigentliche Drama daran: Ich trau mir selbst nix zu!
Deshalb wär die Kreuzfahrt so schön gewesen: Da hätte ich zB Ausflüge buchen können. Oder auch in Schottland. Es wäre alles organisiert und „vorgekaut“ gewesen. All Inclu auf Teneriffa? Wär ne Möglichkeit. Aber nach den eher aktiveren Urlauben, die wir gemacht haben, kann ich dem gar nicht mehr so viel abgewinnen. Ausflüge könnte ich dann zwar auch buchen… Oder mir dann vor Ort noch ein Auto für einen Tag mieten. Hach man, wieso bin ich bloß so schissig?

ABC im Februar 2018

Die Idee hab ich mir von sternenkratzer abgeguckt. Ich find das ne nette Idee um mal ein bisschen meinen derzeitigen Alltag und meine Gedanken festzuhalten.

A wie Arbeit
Im Moment bin ich da ziemlich emotionslos. Es nervt mich nicht besonders, aber es macht mir auch nicht besonders viel Spaß. Eigentlich ist es ziemlich langweilig grad. Ich helfe mal hier mal da aus, weil der Krankenstand im Moment ziemlich hoch ist und ich es nicht sehen kann, wie die übrigen alles auf den schwulen Kollegen abwälzen und der ist einfach zu nett um mal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, die sollen ihren Scheiß selbst machen… Der Zeittotschläger allen voran natürlich. Der war letzte Woche auch krank und ich hab mit dem Azubi sein Aufgabengebiet aufgeräumt. Heute sieht es da wieder aus wie Sau. Ich hab langsam keine Lust mehr!

B wie Bilanzbuchhalter
Nach und nach kommen jetzt einige Fächer dazu. Bis dato gabs zwei große und wichtige Fächer, die anderen waren mehr so Laberfächer… aber jetzt kommt noch Körperschaftssteuer und Abgabenordnung hinzu, im März dann Kosten-Leistungs-Rechnung… Ich will mich ja nicht jetzt schon verrückt machen, aber ich muss doch mehr lernen. Ich sollte also den Stoffkauf eher einschränken 😉

C wie Candy Crush
Ich sollte mehr lesen, statt abends vor dem Schlafengehen Candy Crush zu spielen! Allerdings bin ich immer so müde, dass ich sowieso nur zwei, drei Seiten schaffe, bevor mir die Augen zufallen, und dann kriege ich schon die letzten Sätze gar nicht mehr richtig mit. Lesen ist also abends nicht mehr so richtig effektiv.

D wie depressive Stimmung
Die dunkle Jahreszeit macht mir etwas zu schaffen. Vielleicht sinds auch nur die Hormone 😉 Aber grad macht sich eine leichte depressive Stimmung breit. Im Dunkeln aus dem Haus gehen, im Dunkeln wiederkommen… Meine Woche ist so voll, dass ich mich frage, ob ich mir zu viel vorgenommen habe. 2x die Woche abends und Samstagvormittag Schule, dann hab ich mir Freitagnachmittag (der einzige Tag, an dem ich eigentlich super früh Feierabend machen würde) Yoga auferlegt. Das wiederum tut mir sehr gut, aber ich habe eben das Gefühl, dass ich kaum noch zu Hause bin… Das eine Wochenende haben wir rein gar nichts gemacht, außer mit dem Hund ums Eck zu gehen. Wenn wir den nicht hätten, wären wir vermutlich gar nicht vor die Tür gegangen. Dieser Sonntag war soooo verschwendet. Wenn ich dann so da rumliege, denke ich, dass ich ich diese Faulizeit auch brauche, aber gleichzeitig finde ich es so sinnlos und irgendwie auch frustrierend.

E wie Essen
Ich könnte momentan schon wieder alles in mich reinschaufeln! Verfressen wie eine siebenköpfige Raupe! Aber wenn ich dann im Laden stehe, weiß ich trotzdem nicht, was ich einkaufen soll und worauf ich Appetit hab. Also greife ich auf die altbewährten Sachen zurück. Neulich gabs Lasagne, Gulasch, Kartoffelsuppe… Aber so richtig zufrieden stellt mich das nicht. Und wenn ich fürs Wochenende einkaufen muss, dann verzweifle ich fast immer, weil mir wieder nix einfällt.

F wie Facebook
Ich überlege schon länger, dass es mir sicher gut tun würde, mich bei Facebook zu löschen. Ich poste da nichts, ich stalke höchstens Leute 😉 Und schaue in diese Nähgruppe, allerdings wird die auch immer oberflächlicher und der Ton wird immer rauer.
Ich verpasse nichts, wenn ich offline bin und deshalb schreibe jetzt einen Post, dass ich mein Konto deaktivieren werde und gebe jedem die Gelegenheit mir noch seine Handynummer mitzuteilen (bin mal gespannt, wie wenig Reaktion da kommt…) und nächsten Donnerstag lösche ich mein Profil.

G wie Gleittag
Nächsten Freitag habe ich mir frei genommen, da baue ich meine Überstunden ab und werde einen entspannten Faulitag mit Kaffee ans Bett gebracht kriegen genießen 🙂

H wie Haut
Langsam weiß ich nicht mehr weiter, was machen soll. Cortisonsalbe ist mein ständiger Begleiter. Morgens und abends schmier ich die schlimmsten Stellen ein. Wenn ich es mal nicht mache, dann blühen sie gleich wieder auf. Dazu ist mein Haut so trocken und juckt ohne Ende. Meine Kopfhaut dagegen fettet, sodass ich alle zwei Tage die Haare waschen muss. Es geht gar nicht anders.
Jetzt habe ich mir mal wieder Aloe Vera besorgt, damit hab ich vor Jaaaahren schon mal gute Erfahrungen gemacht. Also wieso nicht.

I wie Instagram
Noch sowas wie Facebook. Aber ich nutze es nicht so exzessiv. Seit Janaur hab ich da einen Account, aber so richtig weiß ich auch nicht, wie ich das überhaupt finden soll.

J wie Jubiläum
Dieses Jahr wird 10 Jahre in Hessen gefeiert. Mein Gott wie die Zeit vergeht und was da nicht schon alles los war… Ich würde behaupten, dass ich hier inzwischen angekommen bin. Ich fühl mich ganz wohl hier, wozu der Namenlose aber ja den größten Teil beiträgt. Ohne ihn weiß ich nicht, ob es mich nicht doch schon woanders hin verschlagen hätte. Vielleicht ans Meer 🙂

K wie Karma
Tief in mir habe ich den unerschütterlichen Glauben, dass jeder das bekommt, was er verdient. Es gibt genug Situationen, die mich zweifeln lassen, aber ein Hoffnungsfunke, dass es sowas wie Karma gibt, habe ich trotzdem.

L wie lernen
Früher musste ich nie viel lernen. In der Schule ist mir das meiste eigentlich zugefallen. Was mir nicht zugefallen ist, hab ich aber trotzdem nicht gelernt. Das war mir egal, und wenns dann in Physik ne 3 im Zeugnis war, war mir das egal, weil ich Physik nach der 10. Klasse sowieso abgewählt habe.
Nun sieht das ganz anders aus. Lernen muss ich. Und eigentlich müsste ich das Lernen erstmal lernen.

M wie Meer
Das Meer ist immer noch mein Liebslingsort. Egal welches Meer, aber wenn ich entscheiden müsste, würde ich die Ostsee bevorzugen. Ich hatte damals, bevor ich den Namenlosen kannte, kurz überlegt, was ich nach der Ausbildung mache. Ob ich zurück gehe, nach Berlin. Ob ich hier bleibe. Ob ich ganz woanders hingehe. Tja, das war dann hinfällig, weil ich ihn ein paar Wochen vor meiner Abschlussprüfung kennen gelernt hatte. Aber ich habe kurz überlegt, ob ich mir an der Ostsee einen Job suche und dort hinziehe.

N wie nähen
Nähen ist wie stricken und häkeln. Es entspannt mich. Zumindest in dem Moment, wo nicht die Maschine den Stoff frisst, der Faden reißt oder grad alle ist, wenn ich mitten in der Naht bin 😉

O wie Ordnung
Ich mag ja Ordnung. Bin nur eher schlecht darin, welche zu halten. Aber es ist nicht mehr so schlimm wie früher. Grundsätzlich leg ich alles erstmal ab wo Platz ist, aber alles was eigentlich einen Platz hat, wird dann auch dorthin abgelegt, alles was keinen Platz hat, räume ich dann trotzdem alle paar Tage weg. Oder schmeiße weg. Das Chaos hält sich also in Grenzen.

P wie Pause
Ich muss dringend mein Verhalten ändern, denn ich mache auf der Arbeit nie eine richtige Pause. Ich esse immer nebenbei. Gut, ich blogge auch während der Arbeitszeit, aber das ist keine richtige Pause. Letztes Jahr hab ich mir schon vorgenommen, wirklich eine Pause zu machen. Dieses Jahr sollte ich das noch mal in Angriff nehmen und wirklich eine halbe Stunde rausgehen.

Q wie Qualität
Meine Arbeit wird immer in sehr guter Qualität abgeliefert, da können sich alle meine Kollegen drauf verlassen. Schade, dass nicht jeder so viel Wert darauf legt… Letzte Woche hab ich mit dem Azubi alles durchgekaut und aufgeräumt. Diese Woche ist der Zeittotschläger wieder da und es sieht prompt wieder aus wie scheiße im Postfach!

R wie Rücken
Ich bin oft verspannt im Rücken und habe Rückenschmerzen. Ich weiß, dass ich auch eine schlechte Haltung habe, die die Verspannungen begünstigen, aber ich falle immer unbewusst in die schlechte Haltung. Und wenn ich bei der IHK im Unterricht sitze, dann kann ich gar nicht anders, als schlecht zu sitzen. Ich bin nämlich zu klein für die Tisch-Stuhl-Komination bin…

S wie schmutzige Witze
Mein Chef mag früher mal ein charismatischer Mann gewesen sein, aber er ist jetzt Mitte 60 und hat seinen Zenit mehr als nur etwas überschritten. Allerdings weiß er das wohl nicht. Wenn er mitten im Büro steht und schmutzige Witze erzählt, oder mit Kolleginnen erörtert, wann ein Mann einer Frau die Hand auf den Po legen darf, dann fange ich an mich als Zuhörer unwohl zu fühlen. Langsam kommt er an den Punkt, wo ich sein Verhalten grenzwertig finde. Abgesehen davon, dass dieses Verhalten in seiner Position sowieso unangemessen ist. Am schlimmsten daran finde ich aber, dass einige Kolleginnen auch noch darauf einsteigen.

T wie Tee
Tee trinke ich literweise. Auf der Arbeit eine Kanne, in der Schule eine zweite Kanne. Fast nur Früchtetee, weil ich mich für Kräuter und Rooibos nicht begeistern kann. Grünen Tee mag ich auch nicht und schwarzen Tee nur tassenweise.

U wie Urlaub
Urlaub ist bei uns immer ein relativ spontanes Ding. Ich muss meinen zwar planen (dieses und nächstes Jahr noch mehr als sonst), aber ob und wohin wir wegfahren entscheidet sich oft erst kurz vorher. Aber flexibel wie wir sind wR das nie ein Problem. Ich befürchte, dass das dieses Jahr, wenn wir auf die (Sommer)-Ferien angewiesen sind nicht so unproblematisch sein könnte.

V wie vergleichen
Es gibt viele Situationen, in denen ich dazu neige, mich zu vergleichen. Und weil ich so einen großen, blöden inneren Kritiker habe, ziehe ich dabei oft den Kürzeren.

W wie Wissen
Ich mag Wissen. Ich lerne eigentlich auch gern neues, solange es mich interessiert und freue mich dann immer, wenn ich es irgendwo anwenden kann. Oder wenn mir auf der Arbeit Sachen begegnen, die ich im Unterricht grad hatte.

X wie X-Chromosom
Ich hab zwei davon 😉

Y wie Yoga
Freitags nach der Arbeit entspanne ich mich jetzt immer beim Yoga. Das stimmt mich wirklich ganz gut aufs Wochenende ein und trägt dazu bei, so eine Woche hinter mir zu lassen. Ab nächster Woche fällt Yoga aber erstmal aus, weil die Yogalehrerin im Urlaub ist.

Z wie Zähne
Die neuen Zahnbürsten, die wir uns zu Weihnachten geschenkt haben, sind wirklich super. Die Zähne sind damit so glatt und richtig sauber. Und ich hab auch kein Zahnfleischbluten mehr. Ab und zu hatte ich das früher. Trotzdem müsste ich mal wieder zum Zahnarzt gehen…

1.495 km durch Schottland

Noch 2x arbeiten, noch 3x schlafen bis Schottland 🙂
Die Route steht. Es soll ja keine ganz festgelegte Route sein, es ist nur eine Orientierung.
Schottland
Es gibt nur zwei Punkte, die mir wichtig sind, die ich unbedingt dabei haben muss: das ist einmal das Glenfinnan Viaduct (zwischen F und G), wo der Jacobite Steam Train drüber fährt. Bekannter ist er wohl unter dem Namen Harry-Potter-Zug 😉
Jaaa ich würde eigentlich gern damit fahren, aber wir werden keine Zeit dafür haben. Außerdem müssten wir hin und zurück fahren, wir müssen ja wieder zum WoMo… Mist… 12 Tage sind viel zu wenig!!!

Das nächste, was für mich unbedingt dabei sein muss, ist der Besuch der letzten Highland Games des Jahres (bei L). Vielleicht ist es total unspektakulär, aber ich wills mal sehen.
Das einzig ungünstige dabei ist, dass die genau in der Mitte unserer Zeit liegen, aber nicht in der Mitte der Route, deshalb hab ich jetzt eine Schleife eingeplant. oh maaaaan… 12 Tage sind einfach viiiieeeel zu wenig 😉

ich freu mich schon wie blöd! Ich habe ungefähr eine Million Fotos von meinem Handy gelöscht. Eine neue Kamera hab ich mir nicht gekauft, denn ich hatte andere Ausgaben… Am Samstag waren wir beim Globetrotter und haben uns ordentliche Wanderschuhe gekauft und dazu gleich noch eine Softshell-Jacke.
Jetzt sind wir gut ausgerüstet und wehe ich kriege nasse Füße! dann bring ich die Schuhe direkt wieder zurück.
Ich hoffe so sehr, dass das Wetter einigermaßen hält. Wolken und Wind sind nicht schlimm, ein bisschen Niesel auch nicht, aber einigermaßen trocken wär schon toll…

Henne vs. Ei oder: Die Krux beim Individualurlaub

Ach es ist tatsächlich jedes Jahr das gleiche. Deshalb hab ich dieses Jahr überhaupt nicht über das Entscheidungsdrama berichtet 😉 Ich fasse es nur kurz zusammen:

Ich im Juni: Hey, wo wollen wir denn dieses Jahr in den Urlaub hin?
Er: Ach, weiß nicht, ist ja noch Zeit. Schottland wär doch mal schön. Oder wieder Karibik. Oder Thailand?

Ich im Juli: Hey, guck mal hier, der Lidl-Reiseprospekt. Thailand, Kuba…
Er: Joa, cool. Oder doch Schottland?

Ich im August: Also ich würde jetzt doch gern mal langsam was buchen. Schottland finde ich gut.
Er: Ja dann machen wir das.
Ich: Ja gut, dann sollten wir mal nach Wohnmobilen gucken.
Er: Ich würde zuerst nach einem Flug gucken.
Ich: Na ja, fliegen kannst du fast täglich, vielleicht sollten wir zuerst gucken, ob und wann wir ein WoMo kriegen, dann wissen wir, wann wir überhaupt fliegen können.
Er googlet nach Wohnmobilen, ich nach Flügen. Er kontaktiert ein paar Vermieter.
Er: Oder guck mal hier, doch Thailand? 13 Tage
Da bin ich ganz leicht ausgeflippt und hab ihm aber ganz sachlich gesagt, wie anstregend ich seine Sprunghaftigkeit und Entscheidungsunfähigkeit finde…

So, das dazu, wie gesagt, jedes Jahr das gleiche Theater.
Gestern haben wir Flüge nach Edinburgh gebucht und ein WoMo haben wir auch. Das war echt nicht so einfach. Flüge von Frankfurt sind nicht grad günstig. Wir hatten überlegt von Düsseldorf zu fliegen. Fast um die Hälfte günstiger. Aber die konnten wir ja nicht buchen, solange wir kein WoMo hatten… nachher stehen wir in Edinburgh und brauchen ein Zimmer…
Das war ja auch das gleiche Problem, als wir über Silvester nach Oslo wollten.
Wenn du einen Flug hast, hast du vielleicht kein Zimmer. Wenn du ein Zimmer hast, kriegst du vielleicht keinen Flug. Henne, Ei, was war zuerst da?? Wie einfach ist es da bloß, einen Pauschalurlaub zu buchen 😉 Individualtourismus ist echt anstrengend!!

Ich glaube das größte Problem dabei ist aber die Kurzfristigkeit… Und das ärgert mich auch. Dass wir im September Urlaub machen, das wissen wir schon ewig. Das machen wir schon seit drei Jahren so, weil es für ihn die beste Zeit ist, von der Firma weg zu sein. Wir hätten also auch schon früher buchen können, hätten dann für September freie Auswahl für ein WoMo gehabt und hätten entsprechend nach den günstigen Flügen planen können. Aber nein, wir machen es wieder auf den letzten Drücker, sodass es fast in Stress ausartet. Ursprünglich wollten wir schon am 1.9. los. das wäre in gerade mal 3 Wochen gewesen…
Jetzt haben wir wenigstens noch 4,5 Wochen Zeit, in der ich einen Plan machen kann.

Er: Was willst du denn da planen? Wir fahren einfach los. Ich will nicht, dass das in Stress ausartet.
Ich: aber ich möchte wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Ich will einfach vorher wissen, was ich mir angucken kann und will mir davon dann was aussuchen. Ich will schon einen groben Plan haben…

Ihr seht, wir haben soooo unterschiedliche Herangehensweisen an die Urlaubsplanung, die uns beide Nerven kostet 😉 Aber am Ende wirds schön. Ich freu mich jedenfalls wie in Keks!