Zahlen, Daten, Fakten – Bibu-Update XI

Wenn man die Bilanzbuchhalter-Prüfung nach der neuen Prüfungsverordnung (seit 2015) vor der IHK ablegt, muss man drei schriftliche Prüfungen à 240 Minuten schreiben.
Im ersten Teil geht es um „Geschäftsvorfälle erfassen und nach Rechnungslegungsvorschriften zu Abschlüssen führen“ und hier werden hauptsächlich Fragen zu den nationalen Standards gefragt, aber wir haben ja auch die internationalen Standards (IFRS) gelernt und deshalb wird auch das in der Prüfung abgefragt. Zusätzlich gibt es Fragen aus dem Bereich „Ein internes Kontrollsystem sicherstellen“ und „Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern sicherstellen“ (KFZ).
Im zweiten Teil wird „Jahresabschlüsse aufbereiten und auswerten“ (Berichterstattung), „Finanzmanagement des Unternehmens wahrnehmen, gestalten und überwachen“ und noch mal KFZ abgefragt.
Im dritten und letzten schriftlichen Teil kommt dann „Betriebliche Sachverhalte steuerlich darstellen“ und „Kosten- und Leistungsrechnung zielorientiert anwenden“.

Man kann in jeder der drei Prüfungen 100 Punkte, also maximal 300 Punkte erreichen und bestanden hat man den schriftlichen Teil mit mindestens 150 Punkten. Egal wie die sich zusammensetzen. Man muss also nicht jede schriftliche Prüfung für sich bestanden haben und hat somit auch keine mündliche Ergänzungsprüfung mehr. Das war mein Glück, denn in der Steuerprüfung hab ich etwas abgekackt und ich weiß nicht, ob ich das mündlich rausgehauen hätte.
Aus den drei schriftlichen Prüfungen wird dann das arithmetische Mittel gebildet und diese Punktzahl zählt dann 50% zur Gesamtnote.

Spätestens zur dritten schriftlichen Prüfung muss man das Thema für seine Präsentation zur mündlichen Prüfung einreichen. An der mündlichen Prüfung darf man nur teilnehmen, wenn man die schriftliche bestanden hat. Das Thema muss trotzdem eingereicht sein, ansonsten ist man nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen, wenn man die schriftliche bestanden hat.
Das Thema für die Präsentation zur mündlichen Bilanzbuchhalterprüfung muss aus dem Gebiet Berichterstattung kommen und man muss ein komplexes Problem aus der betrieblichen Praxis darstellen.
Das Problem dabei: Niemand sagt einem, was genau ein komplexes Problem aus der betrieblichen Praxis ist und so muss man erstmal richtig Gehirnschmalz in die Frage investieren, welches Thema man nun für die mündliche Prüfung wählt… Man muss auch aufpassen, dass man nicht zu sehr in ein anderes Themengebiet rutscht. Die Fächer überschneiden sich ja in vielen Sachen und gerade das Thema Berichterstattung hat viele Überschneidungen mit dem Fach Finanzmanagement. Wenn man nachher das Thema mit der Präsentation verfehlt hat, muss man trotzdem das Fachgespräch machen, aber uns wurde gesagt, man wäre mit einem verfehlten Thema durchgefallen.

Die mündliche Bibu-Prüfung besteht dann aus dieser Präsentation, die nicht länger als 15 Minuten dauern soll, und einem anschließenden 30-minütigen Fachgespräch, das sich zum Teil auf die Präsentation beziehen soll aber in dem auch sämtliche anderen Fachbereiche abgefragt werden können. Mindestens 3 verschiedene Fachbereiche sollten es schon sein.
In der Präsentation und dem Gespräch sind auch jeweils 100 Punkte zu erreichen, wobei das Fachgespräch doppelt gewertet wird. Maximal also wieder 300 Punkte, aus denen das arithmetische Mittel gebildet wird und auch hier muss man wieder auf mindestens 50 Punkte kommen. Dieses Ergebnis sind dann die anderen 50% zur Gesamtnote.

Die Durchfallquoten beim Bilanzbuchhalter sind ziemlich hoch. Leider gibt es keine öffentlichen Statistiken darüber. Das ist echt schade, weil man immer so von 70% Durchfallquote munkelt… Keine Ahnung, ob da was dran ist. Bei den großen IHK’n vielleicht, weil dort vielleicht die Anzahl derer, die sich nicht von der Prüfung abmelden oder auch zwischendrin abbrechen vielleicht größer ist.
Ich kann jetzt nur von mir sprechen und deshalb hier meine unrepräsentative Statistik der Durchfallquoten beim Bilanzbuchhalter im Herbst 2019:
Aus meinem Lehrgang waren 19 zur Prüfung angemeldet. Von externen Anbietern kamen noch 8 dazu. Einer aus meinem Lehrgang kam nicht zur Prüfung, der zählt automatisch als durchgefallen, weil er sich nicht rechtzeitig abgemeldet hat. Schriftlich bestanden haben von uns 9 und von den externen 3. Das ist schon hammerhart!
Die Durchfallquote in der schriftlichen Bilanzbuchhalter-Prüfung lag bei uns internen also bei satten 52,6%, bei den externen sogar bei 62,5%. Insgesamt sind es 55,55%.
In einer anderen IHK war es noch krasser, das hat uns Mr. Generalprobe erzählt, der dort im Prüfungsausschuss sitzt: 58 waren zur schriftlichen Prüfung angemeldet, von denen sind aber 7 einfach nicht gekommen und gelten damit automatisch als durchgefallen. Von den verbleibenden 51 haben 15 bestanden. Das entspricht einer Durchfallquote von 74%.

Und dass man die mündliche Bilanzbuchhalterprüfung dann nicht unterschätzen sollte, zeigt unser diesjähriges Ergebnis: einer ist tatsächlich durchgefallen. Nur weil man die schriftliche Prüfung bestanden hat, darf man sich nicht zu sicher fühlen. Die mündliche Prüfung klopft noch mal breites Grundwissen ab, gerade bei denen, die die schriftliche Prüfung nur knapp bestanden haben.

Von insgesamt 27 Prüflingen zur Bibu-Prüfung im Herbst 2019 haben es nur 10 geschafft und dürfen jetzt den Titel „Geprüfter Bilanzbuchhalter“ tragen.

Geprüfte Bilanzbuchhalterin – Bibu-Update X

Call me Weizen 😉

Ja… also auch wenn sich jetzt vielleicht einige denken „Das war doch klar, dass sie das besteht“… Nein, die mündliche Bilanzbuchhalterprüfung ist nicht nur Makulatur! Man kann durchaus durchfallen und hat den Titel nicht automatisch in der Tasche. Die verschenken den Titel nicht und gerade wenn man schriftlich nur knapp bestanden hat, muss man sich in der mündlichen darauf gefasst machen, dass breitgefächerte Grundlagen abgeklopft werden.

Ich war mittags mit meiner Prüfung dran, aber natürlich war ich morgens schon wieder um halb 6 wach und konnte nicht weiter schlafen. Also hab ich morgens noch mal gelernt. Eigentlich dämlich, weil, was bis dahin nicht im Kopf ist, bleibt so kurz vorher auch nicht mehr hängen.
Aber irgendwas musste ich ja tun, um die Zeit zu überbrücken.
Gegen 10 Uhr bin ich dann zur IHK gefahren. Ich konnte einfach nicht länger zu Hause rumsitzen und die Zeit abwarten.

Meine Lernmädels waren schon da, und noch zwei andere Prüflinge aus meinen Kurs saßen da und hatten es schon hinter sich. Natürlich hab ich gleich erstmal durch die Tür gespäht um zu gucken wer in meinem Prüfungsausschuss sitzt. Und natürlich tauscht man sich mit den anderen darüber aus, wie es gelaufen ist und vor allem, was für Fragen im Fachgespräch gestellt wurden. Das war das wichtigste, denn darüber findet man so gut wie gar nichts, wenn man googlet!

Als ich dann dran war, war mir ganz schön schlecht. Zuerst wird man natürlich gefragt, ob man gesund ist (nein, ich bin erkältet, aber das hab ich kurz mal ignoriert) und die Prüfung antreten will, dann wird man gefragt, ob man Vorbehalte gegen den Ausschuss hat, die persönlichen Daten werden überprüft und man wird darauf hingewiesen, dass die Prüfung nicht öffentlich ist und dass man diese eben nicht mitschneiden darf. Irgendwie ist das ja selbstverständlich, obwohl mich eine Tonaufzeichnung schon interessieren würde, denn an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern!
Dann gings los.
Meine Präsentation lief ganz gut. Sie war nicht so locker wie zur Generalprobe und schon gar nicht so locker wie zu Hause. Das fand ich echt schade, weil ich mit meiner Präsentation ja wirklich zufrieden war und sie sowohl optisch als auch inhaltlich echt gut fand.
Wenn da aber drei Leute vor einem sitzen, von der eine unentwegt was mitkritzelt und die anderen beiden mit relativ verbissenen Blicken an die Wand starren… Also irgendwie hat mich das irritiert… Wenigstens hat meine Stimme aber durchgehalten.
Danach wurde ich kurz rausgeschickt, und vermutlich haben die sich darauf geeinigt, wie viele Punkte sie mir für die Präsentation, das Auftreten und das Vortragen geben und wer jetzt die Fragerunde leitet und welche Themen sie abfragen werden.
Ich war erleichtert, als ich raus kam, weil ich kein schlechtes Gefühl hatte, aber ich hatte richtig Angst vor dem folgenden Gespräch…

Im Gespräch war ich dann tatsächlich auch ein bisschen blank… ich wusste bei ein paar Fragen nicht, worauf sie hinaus wollten, sie mussten mir doch öfter einen Stupser in die richtige Richtung geben. Zuerst kamen ein paar Fragen tatsächlich zu meiner Präsentation. Ich hatte in meinem „komplexen Problem aus der betrieblichen Praxis“ ein Unternehmen vorgestellt, das kurz vor der bilanziellen Überschuldung steht. Also haben sie mich gefragt, wann denn dieser Fall eintritt und welche Konsequenzen das hat. Danach sind sie übergegangen zu den Maßnahmen, die ich erläutert habe, um diese Gefahr abzuwenden. Sie wollten wissen, welche Auswirkungen das zB auf verschiedene Kennzahlen hat, welche Alternativen es noch gäbe und welche Nachteile das hätte.
Dann hat mein Dozent, der in meinem Ausschuss saß, das Gespräch übernommen und ich wusste jetzt kommen Steuern dran… weil der Dozent kann nur Steuern… ich hatte so Angst davor, weil das einfach nicht mein Steckenpferd ist… Auch er musste mich bei einigen Fragen doch etwas leiten. Aber im Groben wusste ich doch alles. Ich war nur relativ vorsichtig in meinen Antworten, weil ich Angst hatte, dass ich sie mit dem was ich sage auf dumme Ideen bringe, noch tiefergehend zu fragen. Also hab ich tatsächlich nur die Fragen beantwortet, ohne etwas weiter auszuholen. Das hat mich bestimmt Punkte gekostet, weil das ganze ja ein Gespräch und kein Frage-Antwort-Spiel sein sollte…
Er hat mich zwei, drei Sachen zu Umsatzsteuer gefragt, dann wollte er Sachen zu Gewerbesteuer wissen, anschließend hat er mich ein paar Sachen aus Abgabenordnung gefragt und dann war ich erlöst. Puh!
Ich wurde also wieder rausgeschickt und der Ausschuss hat sich beraten. Ich hab draußen gewartet und hab mich eigentlich ganz gut gefühlt. Ich war mir eigentlich sicher, dass es zu gut gelaufen war, als dass sie mir jetzt sagen würden, dass ich durchgefallen bin. Aber als sie mich dann wieder rein geholt haben und mir gesagt haben, dass ich bestanden habe, musste ich trotzdem vor Erleichterung anfangen zu heulen 😉

Hinterher wollten wir eigentlich mit Sekt anstoßen, aber irgendwie hatten wir alle drei da keine Lust drauf. Also haben wir noch auf die letzte aus unserem Lehrgang gewartet, die grad noch im Fachgespräch war und sind dann was essen gegangen.

Jetzt warte ich auf mein Zeugnis und den Brief, in dem mir die detaillierten mündlichen Ergebnisse mitgeteilt werden – das interessiert mich jetzt natürlich schon. Davon, dass ich meine Gesamtnote auf eine 3 verbessern könnte, hab ich mich inzwischen verabschiedet. Es ist jetzt halt so. Ich habe es trotzdem bestanden. Auch wenn ein ganz ganz kleiner Stachel in mir nagt, weil ich natürlich weiß, dass meine Lernmädels beide viel besser waren als ich und ich meinen Abschluss damit als minderwertiger empfinde… Aber dann hätte ich für die mündliche mehr lernen müssen. Ich hätte mehr lernen können, aber ich muss auch zugeben, ich wollte am Ende nicht mehr. Ich wollte nur noch, dass es vorbei ist und ich hab mir gedacht, wenn es mit dem, was ich kann und weiß nicht reicht, na ja, dann hab ich es vielleicht auch wirklich nicht verdient.
Aber es ist ja alles gut gegangen. Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss 😉

Keschu hat Husten – Bibu-Update IX

Weihnachten ist echt im Arsch, wenn ich die mündliche Prüfung nicht bestehe. Und meine Prüfung ist echt im Arsch, wenn meine Erkältung sich nicht zur Spontanheilung entschließt.

Ich bin im Arsch. Seit Tagen schlafe ich mal wieder schlecht. Ich träume von Präsentationen, von Fachgesprächen, von Fragen. Ich werde wach, weil die Nase verstopft ist oder vom Husten. Seit Tagen trinke ich Ingwertee mit Zitrone und Honig, Erkältungstees, habe Hühnersuppe gekocht und halte mich warm. Aber die Erkältung hält sich hartnäckig.
Ich habe Kopfschmerzen, konzentrieren fällt mir schwer, ich habe auch das Gefühl, mein Kopf ist leer und ich weiß gar nichts mehr. Ich habe Angst vor dem Fachgespräch.

Meine Präsentation zur mündlichen Bilanzbuchhalterprüfung finde ich echt gut. Meine IHK hat uns sogar einen Generalprobentermin organisiert, wo wir das ganze schon mal durchspielen konnten. Vor einem Fachmenschen, der selbst (an einer anderen IHK) die mündlichen Prüfungen abnimmt. Er weiß also, wovon er redet.

Und was soll ich sagen?! An meiner Präsentation hatte er nichts zu meckern! Außer, dass ich ein Quellenverzeichnis einfügen soll. Aber das ist ja die leichteste Übung. Er fand das Thema sehr gut, er fand es sehr gut aufbereitet und sehr schön strukturiert und übersichtlich dargestellt.
Und: er fand es rhetorisch sehr gut und mein anschließendes Kommunikationsverhalten war perfekt, hat er gesagt. F*ck you Wirtschaftsfachwirt-Prüfer, die mir damals empfohlen haben, doch mal einen Rhetorik-Kurs zu belegen!!
Ja, das nagt heute immer noch an mir, ich war und bin da echt beleidigt! Weil reden kann ich, wenn ich mir mein Thema selbst auswählen kann und mehr als 30 Minuten Zeit zur Vorbereitung habe. Reden kann ich, und in der Hinsicht habe ich auch auch meine Selbstsicherheit wieder. Reden kann ich, es sei denn meine Erkältung hat da andere Pläne für mich…

Ich habe eine sehr schöne Präsentation gebastelt, da steht auf jeder Folie jede Tabelle auf den Millimeter genau exakt übereinander. Da wackelt beim Weiterblättern nix rum! Und sie ist optisch ansprechend in grau und petrol gehalten (ich liebe petrol!). Ich habe super schöne Handouts gedruckt und gebunden und sogar Moderationskarten, die auf der Rückseite die Titelseite meiner Präsentation haben.
Ich weiß, das klingt super nerdig, aber ich finde, das sind die Kleinigkeiten, die eine Präsentation abrunden. Vielleicht fällt es niemandem auf, mir würde es aber auffallen und ich bin mir absolut sicher, dass ich mit meiner Präsentation punkten werde.

Aber ich habe richtig Schiss in der Hose vor dem Fachgespräch… Dazu findet man fast nichts im Internet. Und außerdem sind die Fragen ja extrem individuell. Sie sollen sich auf die Präsentation beziehen. Mit der kenne ich mich aus, und wenn sie tiefer gehende Informationen abfragen, kann ich da antworten. Aber sie müssen ja auch die Fachbereiche aus dem ganzen Unterrichtsstoff abdecken. Mindestens 3. Also muss ich auf alles vorbereitet sein. Es kommt auch sehr auf die Prüfer an, die fragen natürlich da, wo sie sich selbst am besten auskennen, mehr.
Ich hab Angst, dass mir spontan nicht die richtigen Sachen einfallen.
Ich habe Angst, dass sie Paragraphen abfragen (was richtig scheiße wäre, weil, die kann ich nicht auswendig, schließlich kann ich sie doch nachlesen, wenn ich sie brauche).
Ich habe Angst, dass sie meine Lücken finden, und sich daran festbeißen.
Und in der mündlichen noch durchzufallen, ist tatsächlich gar nicht so schwer. Laut Fachmenschen von der Generalprobe beträgt die Durchfallquote bei der mündlichen auch noch mal ca. 30%.

Aber: meine Präsentation ist gut und reden kann ich. Wenn ich annehme, dass ich allein mit der Präsentation nur 75% erreiche (was arroganterweise niedrig angesetzt ist), dann reichen mir 37% im Fachgespräch zum Bestehen. Und das werde ich doch wohl schaffen, oder nicht??
Man ich will jetzt einfach nur, dass es vorbei ist!

Zahl des Tages – Bibu-Update VIII

62.

Seit heute Nacht um 12 konnte man die Ergebnisse online abrufen. Ich mache heute extra Home Office, weil in den letzten Tagen meine Hoffnung so sehr geschwunden ist, dass ich dachte, ich muss in Ruhe zu Hause heulen können, wenn ich durchgefallen bin. Weil ich es natürlich nicht aushalte, erst nach der Arbeit zu gucken.

Am Montag hab ich eine Absage auf meine Bewerbung kassiert. Ich glaube inzwischen zu wissen, woran es immer lag. Ich glaube, dass ich mir einfach zu viel Aufwand gemacht habe. Mein Lebenslauf war zu ausführlich, vieles war einfach nicht relevant und er war komisch sortiert. Ich persönlich fand das sehr übersichtlich, aber es war eben nicht so chronologisch, sondern mehr nach Themen geclustert.
Ich habe meinen Lebenslauf jetzt also gekürzt und umgestellt. Jetzt passt er sogar auf eine Seite. Mal gucken, ob das jetzt was bringt.
Und auch im Anschreiben werde ich mir nicht mehr so einen Kopf machen. Ich hab die Anschreiben von meinen Lernmädels gelesen, die beide bei der ersten Bewerbung gleich eine Einladung und ein Jobangebot bekommen haben… Also, ich machs dann auch abgespeckter. Mal gucken, ob das was bringt.

Jedenfalls war ich am Montag dann echt geknickt und das hat sich auch auf meine Prüfungshoffnung ausgewirkt. Ich war absolut der Meinung, dass ich durchgefallen wäre. Tag 3 war einfach zu beschissen gelaufen! Und nach Tag 1 war ich ja auch nicht so glücklich… Also war ich die ganze Zeit eh unsicher, ob ich mit Tag 2, der wirklich gut lief, die anderen beiden ausgleichen konnte. Und eigentlich hab ich gedacht, dass es wahrscheinlich nicht so ist, aber gleichzeitig konnte ich nicht glauben, dass ich so schlecht gewesen sein soll, dass ich es nicht bestanden haben könnte. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es doch gereicht hat.
Aber am Montag war die komplett weg. Also hatte ich für heute Home Office angemeldet, damit ich in Ruhe heulen kann. Schließlich hätte ich nicht bis nach der Arbeit warten wollen, um mir das Ergebnis anzuschauen.

Gestern Abend wollte ich eigentlich auch bis 12 wach bleiben, um gleich zu gucken, aber dann war ich zum einen nicht sicher, ob das wirklich schon ab Mitternacht drin ist, und zum anderen hab ich überlegt, dass ich lieber schlafen als heulen will und bin um halb 12 doch ins Bett gegangen.
Aber so beschissen hab ich selten geschlafen! Um 12 war ich immer noch wach und hab kurz überlegt, ob dich doch gucke. Aber der Namenlose hat geschlafen und ich wollte nicht alleine heulen müssen. Um halb 2 war ich wieder wach. Das nächste mal um 3. Um halb 5. Um 5.
Um halb 6 bin ich wach geworden, weil ich geträumt hatte, dass ich bestanden hab und kreischend vor Freude im Bett sitze. Also hab ich nachgeguckt.

62. Im ersten Moment habe ich gedacht, das wäre nur das Ergebnis vom ersten Prüfungstag und hab runter gescrollt um nach den anderen Tage zu gucken. Aber da stand nichts weiter. Dann hab ich kapiert, dass das der Durchschnitt aus den 3 schriftlichen Prüfungen ist.
Bestanden.
Ok.
Ich dachte, es würde sich Freude und Erleichterung breit machen. Aber irgendwie hab ich es nur zur Kenntnis genommen und war/bin ehrlich gesagt sogar etwas enttäuscht. Ich weiß, dass das bescheuert ist. Zum einen fragt nachher niemand nach der Note. Und zum anderen weiß ich, dass immer viele durchfallen. Aber so richtig Freude kam trotzdem nicht auf. Vielleicht noch der Schock, dass ich doch bestanden habe… Ich muss aber auch sagen, dass ich irgendwie gar keine Lust hab, es jemandem zu erzählen. Ich hab nicht mal den Namenlosen geweckt, um es ihm gleich zu sagen. Ich hab gewartet, bis er wach war. Als er dann gefragt hat, musste ich zwar trotzdem ein kleines Freudentränchen verdrücken, aber naja… eine 4 ist eigentlich nicht mein Anspruch an mich…

Die aus meiner Lerngruppe, die so schlimm am ersten Tag geheult hatte, die hatte nachts um 3 schon geschrieben, dass sie geguckt hat. Und was ist? Sie hat bestanden. Mit 71 Punkten.
Ich bin neidisch.
Mich würde brennend interessieren, wie es bei den anderen gelaufen ist.
Dass ich mich aber auch immer vergleichen muss…

Na ja, jedenfalls geht es jetzt also echt in die letzten Züge und ich mir fehlt ein bisschen die Motivation. Mit der 4 im Mittelfeld kann ich nicht mehr so viel reißen. Ich kann mich ausruhen und auf der 4 hocken bleiben. Ich kann mich ein bisschen anstrengen und auf eine 3 kommen. Dazu reichen mir nachher 72%. Auf eine 2 würde ich es nur schaffen, wenn ich 100% in der Mündlichen schaffe und das ist ja wohl utopisch. Außerdem wäre es eine 2 an der untersten Untergrenze, also eigentlich auch eine 3. Wozu also soll ich mir den Arsch aufreißen?
Aber zumindest ist der ganze Spuk noch dieses Jahr vorbei. Und ja, ich versuche mich jetzt zu freuen und diesen Perfektionismus abzulegen. Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss 😉 Und nachdem ich inzwischen von ein paar Leuten das Ergebnis weiß, bin ich mit meiner mittelguten 4 momentan sogar die drittbeste… Wahnsinn…

Abwarten und Tee trinken

So… jetzt habe ich es also geschafft. Heute war mein erster Tag in vorläufiger Freiheit. Ich habe nichts gemacht. Ich habe aus dem Fenster gestarrt und ein Hörbuch gehört. Ich habe nicht mal selbst gelesen! 😀 Ich habe mir vorlesen lassen und dabei einfach nur rumgegammelt. Aber das war schön!

Ich kanns noch gar nicht glauben, dass es jetzt erstmal vorbei ist! Und ich bin froh, dass ich heute noch nicht arbeiten musste. Und dass ich das auch vorläufig noch nicht muss 😉 Zum einen hätte ich keine Lust gehabt, heute auf die Frage, wie es gelaufen ist zu antworten, zum anderen waren die letzten Wochen doch wirklich sehr sehr kräftezehrend und anstrengend und ich bin froh, über die Pause, die mir noch bleibt.

Morgen fahre ich erstmal zu meiner Schwester und dann geht’s für mich zwei Wochen nach Dublin. Mein Koffer ist gepackt. Das war das einzige, was ich heute gemacht hab. Hoffentlich hab ich nichts vergessen. Aber dann muss ich in Dublin wohl shoppen gehen 😁
Einen Stoffladen will ich da auch noch ausfindig machen, ich will mir dann was nähen, was mich immer an Dublin erinnert. Und am allerliebsten würde ich mir da einfach einen Job suchen und alles in Deutschland hinter mir lassen 🤷🏼‍♀️
Aber morgen geht’s erst mal mit dem Flixtrain los. Für die fünf Stunden Fahrt hab ich mir noch ein paar Hörbücher runter geladen. Ich hab viel zu wenig gelesen in den letzten Monaten!

Und wie wars nun?

Tja… ich kanns nicht einschätzen. Nur den zweiten Tag kann ich einschätzen, der lief super. Was die anderen beiden Tage betrifft… ich weiß es einfach nicht.
Tag 1 war im ersten Gefühl eigentlich okay. Je länger ich dann darüber nachgedacht habe und je mehr Kommentare ich im Internet gelesen habe, desto schlechter wurde mein Gefühl. Und auch für Tag 2 ist mein Gefühl nach Diskussionen und Kommentarelesen schlechter als unmittelbar danach.
Wo mein Gefühl gleich schlecht war und gar nicht noch schlechter werden kann ist in Bezug auf Tag 3. Die Prüfung war einfach wirklich schwer.
Aber klar, der Abschluss soll nicht geschenkt sein. Ist in Ordnung. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass ein bisschen was von dem dran gekommen wäre, was in den letzten 10 Prüfungen dran war…

Tja… Ich hatte eben einfach Pech mit der Themenwahl. Ich hab mich aber auch zu sehr darauf verlassen, dass die gängigen Sachen wieder dran kommen. Aber wenn man 10 Prüfungen durchgeht und sich immer wieder die gleichen 4 Themen abwechseln…
Hach… Ich kanns jetzt nicht mehr ändern.
Ich hoffe einfach, dass es gereicht hat, gleichzeitig frage ich mich, ob ich das verdient habe.
Ich meine, ich kann mir nicht vorwerfen, dass ich zu wenig gemacht habe. Ich kann so viel, ich hatte einfach ein bisschen Pech, dass davon so wenig abgefragt wurde und ich also nicht zeigen konnte, was ich alles kann. Von daher finde ich eigentlich schon, dass ich verdient habe zu bestehen. Und ich will das einfach nicht im Frühjahr noch mal schreiben müssen! Aber eigentlich hätte ich auch einen etwas höheren Anspruch an mich selbst, als gerade so über die Hürde zu kommen 🙄

Aber wie gesagt, jetzt kann ich es nicht mehr ändern. Jetzt kann ich nur noch abwarten und Tee trinken und hoffen. Meine Neffen und Dublin lenken mich hoffentlich erst mal ab und danach ist der Ärger über die Prüfungen und über mich hoffentlich erstmal verflogen.

T minus 7 Tage

Heute in 7 Tagen hab ich den ersten Teil schon hinter mir. Ich bin gespannt, ob ich dann entspannt bin oder hysterisch heule 😉

Gerade gönne ich mir eine kleine Pause – mehr oder weniger gezwungen. Unsere Putzfrau ist da und das stört mich in meiner Konzentration. Also mampfe ich einen kleinen Snack und dachte, ich geb mal einen kurzen Stand ab.

Nachdem ich mir ja letztens ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom diagnostiziert habe, muss ich das inzwischen revidieren. Ich habs mit klassischer Musik versucht. Ich weiß nicht, wieso ich da nicht vorher schon drauf gekommen bin. Auf der Arbeit hab ich das schon ab und zu mal gemacht, wenn ich mich ganz stark konzentrieren musste. Dann hab ich Kopfhörer reingesteckt und hab klassische Musik gehört. Letztens dachte ich, ich versuchs halt einfach und was soll ich sagen? Es läuft! Gott sei Dank! Es ist nämlich so frustrierend, wenn man sich ständig ablenken lässt… Wenn ich gesehen hab, welches Pensum vor mir liegt, dann dachte ich, dass ich das in dem Arbeitstempo niemals schaffen kann! Dann hab ich mich geärgert, dass ich so viel Zeit verplempert hab und gleichzeitig Panik bekommen, dass genau das dran kommt, was ich deshalb nicht geschafft hatte zu lernen…

Ich hab jetzt seit ner Woche Urlaub, stehe morgens mit dem Namenlosen auf, trinke mit ihm einen Kaffee und wenn er zur Arbeit geht, geh ich an meinen Schreibtisch. Klar gibts da auch unterschiedliche Tage, gestern saß ich hier 9 Stunden. Aber ich hab eigentlich nur 6 gelernt. Ja, ich bin trotzdem zufrieden, weil ich immerhin 6 Stunden gelernt hab. Irgendwann ist der Kopf auch dicht und dann geht nix mehr. Aber trotzdem hab ich mich irgendwie ein bisschen geärgert, weil vorgestern saß ich nur 8 Stunden und hab 6,5 h gelernt.
Also man sieht, irgendwann ist da auch ein Maß erreicht, dann ist Schluss.
Heute sitze ich seit 8 Uhr und ich denke, länger als bis 16 Uhr werde ich nicht machen. Es lohnt sich einfach nicht. Selbst, wenn ich dann noch was lese, das bleibt nicht hängen.

Aber auch wenn es mit dem Lernen ganz gut läuft und ich auch so kurz vorher immer noch Aha-Momente habe, schwanke ich immer mal wieder zwischen Panik, Resignation und Zuversicht. Die Zuversicht überwiegt, aber mich überkommen doch ab und an mal Wellen von „wie soll ich das alles in meinen Kopf kriegen?!“
Im gleichen Moment denke ich dann, das klingt, als hätte ich noch gar nix gelernt, aber das stimmt ja nicht! Aber bei manchen Prüfungsaufgaben, da hab ich das Gefühl, dass ich das noch nie gehört hab! Dann blätter ich in meine Gesetze, um mir die Sachen zu markieren, und stelle fest, dass sie schon markiert sind.
Aber wie gesagt, meistens bin ich zuversichtlich.
Meine Gesetze sind gut präpariert und die Grundlagen kann ich. Wenn ich sie nicht kann, dann weiß ich, dass es irgendwo im Gesetz steht und da steht eigentlich alles drin. Man muss es nur finden, aber dafür habe ich gesorgt. Also finde ich das und kann es auch lösen. Und man muss das ein oder andere vielleicht auch auf ganz neue Sachverhalte übertragen können. Das ist das schwierigste dabei, aber auch das kriege ich hin. Nicht zu 100% aber ich denke die Hälfte davon sollte auch drin sein.
Kennzahlen zur Jahresabschlussanalyse ballere ich mir noch kurz vorher in mein Kurzzeitgedächtnis, das sind einfach zu viele… Und dann hoffe ich, dass wir ein ordentliches Betriebsergebnis berechnen müssen, wie das geht, steht nämlich im Gesetz 😉 Oder ich hoffe, dass wir einen Kapitalflussrechnung machen müssen, dazu kriegen wir nämlich ein Schema, an dem man sich entlang hangeln kann.
Das, was nicht in den Gesetzen steht, hab ich gelernt. Ich kann ausrechnen, ob sich eine Investition lohnt oder nicht, ich kann eine Kapitalbedarfsermittlung durchführen, ich kann einen Finanzplan für mehrere Monate aufstellen. Ich kann einen Break-Even-Punkt berechnen, ich kann entscheiden, ob Eigenfertigung oder Fremdbezug günstiger ist, ich kann ein optimales Produktionsprogramm planen. Ich kriege auch eine Plankostenrechnung und eine Maschinenstundensatzrechnung hin, auch wenn das nicht meine Lieblingsthemen wären.

Insgesamt sollte ich also aufhören, mir einen zu großen Kopf zu machen, denn was ich nicht beeinflussen kann, das sind die Aufgaben. Die sind schon lange erstellt und die sind, wie sie sind. Ich muss einfach ein bisschen Glück haben, dass es genau die Sachen sind, die mir liegen. Ich kann Pech haben und es ist eine Archlochprüfung… aber davon gehe ich nicht aus. Erfahrungsgemäß sind immer ein paar Sachen dabei, von denen man denkt, das kann man nie.
Aber in der Prüfung arbeite ich immer noch mal anders, als bei einer bloßen Übung. Da bin ich noch konzentrierter, hab richtig Biss und gebe nicht auf. Dann denk ich so lange nach und blätter so lang in den Gesetzen, bis ich doch noch was passendes finde, womit ich das lösen kann. Und wenn ich bloß ein paar Teilpunkte damit raushole. Oder wenn die Grundlage falsch ist, kriege ich trotzdem Folgefehlerpunkte.
Bloß keine Aufgabe unbeantwortet lassen, das wäre das schlimmste, was man machen kann!

To do – Bibu-Update VII

Unterrichtsstunden 918/920
Im Grunde hab ich es geschafft. Unglaublich! Aber trotzdem haben wir noch 3x Schule. Morgen, Samstag und nächsten Dienstag.

Die letzte Woche war hammerhart. Eigentlich war es die letzte Sommerferienwoche, aber da die IHK sich ein wenig mit den Unterrichtsstunden verplant hatte, und wir die 920 nicht ganz voll bekommen hätten (was nachher für einige ein Anlass hätte sein können, gegen das Prüfungsergebnis Widerspruch einzulegen), haben sie uns letzte Woche eine „Repetitoriumswoche“ angesetzt. Mo-Do Unterricht, jeweils schon eine dreiviertel Stunde früher als üblich. Also war ich letzte Woche 21 Stunden in der IHK, zusätzlich zu meinen 38 Stunden Arbeit. Die Wäsche ist liegen geblieben, war ich nicht einkaufen, ich bin eigentlich nur morgens aufgestanden, abends zurück gekommen und wieder ins Bett gegangen.
Aber die Woche war schon sehr gut, das muss ich sagen. Der KÖ-Dozent, bei dem ich die ganze Zeit daran gezweifelt hab, dass er imstande ist, etwas simpel und kompakt zu erklären, hat sich von einer ganz anderen Seite gezeigt. Hätte er seinen Unterricht die ganze Zeit so gemacht, wie letzte Woche – ich hätte nie daran gezweifelt, dass KÖ eigentlich nicht so schwer ist!

Diese Woche ist ganz normal Unterricht, Dienstag noch mal ein zusätzlicher Tag, weil der Dozent ein paar mal eine Stunde früher Schluss machen musste und uns aber die Stunden nicht vorenthalten will. Ich finds gut, ich geh da auch hin. Das ist die letzte Gelegenheit noch mal Fragen zu stellen, er wiederholt sicher noch mal einiges und man nimmt immer was dabei mit!

Jetzt ist es nur noch ein Monat bis zur Prüfung… Ich schwanke stündlich zwischen Hoffnung, Zuversicht und Pessimismus.
In den nächsten 30 Tagen hab ich noch einiges zu tun…

Ich muss meine Gesetze neu präparieren.
In Abgabenordnung bin ich auf ein anderes Buch umgestiegen. Ich muss also meine Querverweise überarbeiten und auch die Post-its an den Seiten. Allerdings sind das so viele, dass ich eigentlich nicht genug Platz dafür habe. Da muss ich mir noch was überlegen.
In Einkommensteuer war ich zu faul meine tausenden Markierungen, Querverweise und Post-its in die Ausgabe von 2018 zu übertragen… Ich hab gedacht, ich arbeite einfach mit der aus 2017, ich hab geschaut, so viel hat sich tatsächlich nicht geändert. Jetzt bin ich aber doch unsicher, dass ich was übersehen haben könnte und überlege, ob ich doch noch mal alles übertrage. Aber das ist ne Sauarbeit!
In Umsatzsteuer hatte ich ja richtig doll Probleme, aber das hat sich inzwischen zu einem Großteil gegeben. Für USt hab ich mir jetzt ein neues Gesetz gekauft, weil ich die Markierungen neu machen will. Farbliche Unterscheidung nach verschiedenen Sachverhalten, damit man schneller findet, was man sucht.

Ich muss die Prüfungsaufgaben durchgehen.
Ich habe die Prüfungen der letzten zwei Jahre ausgedruckt und weil es in dieser Übergangszeit 2 Prüfungsverordnungen gab, hab ich also doppelt so viele Prüfungen zum lernen. Mit den Prüfungen zu lernen hat den Vorteil, dass man sich an die Art der Fragestellung der IHK gewöhnt und ein Gefühl dafür bekommt, was und wieviel die als Antwort hören wollen.
Außerdem schreibe ich nach Fächern und Themen sortiert alles auf, was mir dabei auffällt, worauf man achten muss. Das ist nachher ein guter kompakter Leitfaden zum Kurzzeitwiederholen zwei Tage vor der Prüfung. Schade, dass ich auf die Idee nicht schon vor einem halben Jahr gekommen bin.
Ich muss mir vor allem angewöhnen, meine Fragen nicht mehr auf Klebezettel zu schreiben, sondern am besten im Handy zu notieren. Klebezettel verschwinden nämlich ständig! Aber ich notier mir die Fragen ja nicht umsonst, ich will das mit meinen Lernmädels besprechen… Nächsten Freitag treffen wir uns wieder zum lernen. Dann sinds nur noch 3 Wochen. Oh man, ich hätts schon so gern hinter mir!

Ich muss mir die Kennzahlen und Formeln in den Kopf prügeln. Noch dazu, was sie bedeuten und wie man sie interpretiert.
Ich muss das Thema meiner mündlichen Prüfung anmelden. Dazu muss ich es ein bisschen ausformulieren und rechtzeitig bei der IHK abgeben.
Die erste Prüfung schreiben wir nicht im IHK-Gebäude. Ich muss gucken, wie ich da hin komme und wo ich da parken kann.
Ich muss nebenbei noch ein Geburtstagsgeschenk für den Namenlosen besorgen, und ein bisschen was zur Partyvorbereitung beitragen.
Ich muss meinen neuen Personalausweis beantragen und abholen.
Ich muss eine Packliste für Dublin machen. Ich muss ein Zugticket zu meinen Eltern buchen. Ich muss einen Rückflug aus Dublin buchen – dazu muss ich mit dem Namenlosen abklären, ob er am Freitag kommt und mich „abholt“ und ob wir dann noch bis Montag bleiben.
Und: Ich muss noch einen Stift suchen, mit dem ich die Prüfung schreiben kann. Die Kulis, die ich hab, sind entweder schon so alt, dass ich Angst habe, dass sie zwischendurch alle werden, oder sie liegen blöd in der Handy. Ich muss schließlich 4 Stunden lang damit schreiben…

Shortcut

Kurze Meldung, weil ich mich sonst in zehn Jahren ärgere, dass ich in dieser stressigen Zeit nichts geschrieben hab und somit nichts über mich weiß. Und mit nichts meine ich nichts. Ich weiß heute nicht mal mehr, was ich gestern für Klamotten an hatte!

1. ich bin maximal genervt
Der Monatsabschluss steht bevor und geht jetzt in die heiße Phase. Gestern saßen wir zusammen und haben die Kontensalden überprüft, damit genug Zeit ist, eventuell Korrekturbuchungen zu machen. Auf dem Bürgschaftskonto war ne Differenz… also haben wir gesucht, wo die her kommt und wer war Schuld? Natürlich Zeittotschläger, der dumme Idiot. Weil er einfach mal so gemacht hat, wie er in seinem dummen Kopf gedacht hat. Aber es kam ihm schon komisch vor, weil sowas hatte er ja noch nicht… Da frag ich mich, wieso er dann sein verdammtes Maul nicht aufkriegt und mal fragt! Nee, da bucht er wild drauf los…
Es hat sich herausgestellt, dass es keine Bürgschaft sondern eine Kaution war, die er buchen sollte. Irgendwie auch idiotisch bei einer Kundenzahlung von Bürgschaft zu reden. Vollidiot!

2. ich bin dauermüde
Variante 1: Ich gehe abends in Bett, schlafe ein, kaum dass mein Kopf das Kissen berührt und dann bewege ich mich die ganze Nacht nicht. Ich liege wie ein Stein und schlafe aber ich habe morgens trotzdem nicht das Gefühl, dass ich ausgeschlafen und erholt bin.
Variante 2: Ich gehe abends ins Bett, liege bis halb 2 wach und wälze mich hin und her. Immer wieder dämmere ich kurz weg, aber schrecke dann wieder auf, weil ich Mist träume oder weil da eine Mücke ist, oder vielleicht auch einfach nur, weil mein Körper meint, kurz aufschrecken zu müssen.
Wie auch immmer die Nacht ist, ich bin morgens nicht ausgeschlafen, nicht erholt, fühle mich nicht frisch. Das verstärkt leider auch die maximale Genervtheit.

3. ich fresse wie eine siebenköpfige Raupe
Ich esse nicht, weil ich Hunger habe, sondern aus Langeweile. Um einen Grund zu haben, mich vor dem Lernen zu drücken. Das ist mir die letzten Tage aufgefallen. Man siehts auch schon. Hintern ist breiter geworden, die Oberschenkel reiben noch etwas mehr aneinander… Vor allem hab ich auch nur Scheiß gefuttert. Jetzt versuche ich mich also zusammenzureißen, mich mal etwas länger am Stück zu konzentrieren und nur zu essen, wenn ich Hunger oder wirklich Lust hab und nicht nur aus Langeweile und Ablenkung.

4. ich habe vielleicht ein Alkoholproblem
Gestern und vorgestern habe ich mal nichts getrunken. Aber ich glaube die letzten vier Wochen jeden Tag… Ich bin nach Hause gekommen und hab mir erstmal einen Äppler gegönnt. Jeden Tag. Oder ein Bierchen. Blöd, dass wir überhaupt Alkohol im Haus haben, normalerweise ist höchstens mal ne Flasche Wein da, wenn wir Risotto oder Gulasch kochen. Aber irgendwie ist das eingerissen, dass jetzt immer Äppler oder Bier/Radler da ist.
Also diese Selbstverständlichkeit, mit der ich zu Hause direkt zum Kühlschrank gehe und erstmal was trinke, hat mich doch ein bisschen… erschrocken ist übertrieben, ich kann auch sofort aufhören, aber es ist wohl eine Stresshandlung. Also bleib ich die Woche erstmal abstinent.
Spielt übrigens auch in die Gewichtszunahme mit rein.

5. ich habe ein Aufmerksamkeitsdefizit
Ich setze mich hin, arbeite eine Prüfung durch und nach kurzer Zeit MUSS ich mich ablenken. Ich habe das Gefühl, dass ich sonst platze. Ich MUSS auf mein Handy gucken, oder was essen oder oder oder. 11 Minuten ist meine Aufmerksamkeitsspanne. Ich hab nämlich mal auf die Uhr geschaut, weil es mir noch kürzer vorkam. Vielleicht sollte ich mir mal Ritalin besorgen. 😉

6. ich werde bestehen
Am Samstag waren wir bei Mittelpunkt zum grillen. Ihr Freund macht auch gerade den Bibu-Kurs. Er hat ein Jahr nach mit angefangen und macht nächstes Frühjahr seine Prüfung. Es hat echt so gut getan ein bisschen mit ihm darüber zu quatschen, ein bisschen übers Pensum, ein bisschen sich über Arbeitsweisen auszutauschen. Ich weiß nicht, ob wir uns vor der Prüfung noch mal sehen, aber zumindest hat er mir schon mal viel Erfolg gewünscht und alle sind ein sein Mantra „Du wirst bestehen“ eingefallen. Das war schon motivierend und lässt die Hoffnung neu aufkeimen.

7. ich fahre nach Dublin
Weil der Großteil meines Urlaubs zum lernen und für die Zeit zwischen den Prüfungen drauf geht, hab ich gedacht, ich brauch mehr Urlaub dieses Jahr. Jetzt hätte ich ja einfach gelben Urlaub machen können, aber das mach ich ja sowieso nicht, also hab ich letztes Jahr schon in weiser Voraussicht meinen Bildungsurlaub von 2018 nach 2019 übertragen und mache nach der Prüfung zwei Wochen Bildungsurlaub in Dublin.
Gebucht und bestätigt ist es. Einen Flug hab ich noch nicht. Ursprünglich wollte ich mit dem Namenlosen schon ein paar Tage eher hin, aber daraus wird nichts. Er kann nicht weg, weil sein Vater nicht da ist. Somit kann keiner auf den Hund aufpassen, bzw. den würden wir schon unterkriegen, aber dann ist auch niemand in der Firma, das geht mal einen Tag, wenn man ein verlängertes WE macht, aber nicht ne knappe Woche… na ja. Aber es geht auch von meiner Seite nicht, ich muss nämlich mal wieder zu meinen Eltern. Also fahr ich nach der Prüfung zu denen und fliege dann von dort nach Dublin.

Ende.

Nervenbündel – Bibu-Update VI

Nur noch 9 Wochen.
Unterrichtsstunden: 888/920
Der Countdown läuft. Er läuft ja schon lange, ich zähl ja schon ewig die Tage runter… jetzt sind es also nur noch 9 Wochen. Und das hier wird ein richtiger Jammer-Eintrag.

Mir geht echt die Flatter. Ich bin innerlich so unruhig. Mir rennt die Zeit davon. Ich habe das Gefühl, dass ich so viel noch nicht weiß. Und dass ich vieles nur so ein bisschen kann!
Ich habe das Gefühl, dass ich keine richtigen Lernunterlagen hab. Ich hab tausend Sachen angefangen zusammenzufassen und kompakt zu schreiben, aber nix fertig. Das eine auf Karteikarten, das andere am PC, das dritte per Hand auf normalen Blättern… Weil ich nicht weiß, wie ich es anpacken soll. Ich finde alle drei Möglichkeiten blöd. Aber ich weiß auch nicht, wie ich es sonst will.

Ich frage mich, ob ich mir noch ein Buch kaufen soll. Aber wie viele Unterlagen will ich denn noch?? Ich hab Skripte von der IHK und Skripte von den Dozenten, ich habe Skripte von Endriss und massenhaft alte Prüfungen. Was will ich denn noch alles lesen, wenn ich doch das vorhandene noch nicht mal alles durch hab? Das geht doch nicht! Das schaffe ich auch zeitlich gar nicht mehr!

Ich schwanke momentan zwischen heulen und hysterisch lachen. Am liebsten würd ich mich einbuddeln. Ich kann mich auch so schlecht konzentrieren im Moment. Ich lese was, und verstehe nix. Dann lese ich noch mal, schreibe drei Stichpunkte und hab keine Lust mehr. Ich bin innerlich so angespannt und möchte manchmal aufspringen und schreien, um irgendwie den Druck loszuwerden! Ich hab Rückenschmerzen vom ständigen sitzen. Ich bin erschöpft und hab keine Lust was anderes zu machen. Gleichzeitig denke ich mir, dass ich mir gar keine Zeit nehmen darf, um was anderes zu machen. Aber dann bin ich frustriert, wenn ich nichts anderes gemacht hab. Und ich hab ein schlechtes Gewissen, wenn ich weder gelernt, noch was anderes gemacht hab…

In 6,5 Wochen hab ich Urlaub. Ich weiß nicht, ob und wie ich das aushalten soll bis dahin. Aber selbst wenn ich jetzt schon zu Hause wär… ich weiß nicht, wie viel ich zu Hause schaffen würde. Ich lasse mich ständig ablenken. Handy, Hunger, Klo, Handy, Vogel im Garten, Handy, Hund im Garten, Namenloser im Garten… So schön ich meinen Schreibtisch direkt am Fenster finde… sobald sich draußen was bewegt bin ich raus aus der Konzentration. Inzwischen sitze ich oft am Esstisch, mit dem Rücken zum Fenster. Und wenn ich mein Handy außer Reichweite hab, dann renn ich eben schon wieder aufs Klo oder an den Kühlschrank. Und wenn ich den Laptop an hab und was google, dann bleib ich garantiert bei irgendwas hängen und zack ist schon wieder ne viertel Stunde um.

Selbst auf der Arbeit fahr ich grad alles runter und mach hier nur das allerallernötigste… Schande auf mich… aber eigentlich passe ich mich da bloß an die allgemeine Arbeitseinstellung hier an… Ich hab mir ein paar IHK-Skripte eingescannt und schreibe hier Zusammenfassungen, aber auch hier gehts mir so, dass ich drei Stichpunkte schreibe und dann nicht mehr kann. Ich muss mich richtig doll zwingen, dass ich mal 15 Minuten am Stück konzentriert was mache… Aber dann ist doch wieder was anderes. Dann schreib ich ne Bewerbung zum Beispiel (drückt mir die Daumen) und aktualisiere nach dem dritten Stichpunkten schon wieder mein Postfach. Oder ich starre hier aus dem Fenster. Oder ich renn zum Tisch mit den Süßigkeiten. Und ich weiß nicht, wie ich das ändern soll. Das macht mir zusätzlich Druck und Angst, dass ich es nicht schaffen könnte.
Die verdammte Zeit rennt. Die letzten Wochen sind einfach so schnell vergangen. Selbst Kacktage wie Montage, die sich sonst wie Kaugummi ziehen, vergehen wie im Flug. Und ich komme nicht voran…

Montag war echt ein richtig beschissener Scheißtag. Ich hab mich vielleicht auch ein bisschen reingesteigert, aber ich schätze ich bin jetzt an einer Grenze angekommen.
Am Montag hab ich mich fürs heulen entschieden. Schon auf dem Heimweg im Auto. Dann musste ich zum Arzt ein Rezept holen. Ich hab extra angerufen vorher, damit sie das fertig machen, und musste trotzdem 25 Minuten warten. Das hat mich so genervt, weil ich nur daran gedacht hab, was ich in den 25 Minuten zu Hause hätte durcharbeiten können. Auch wenn ich mich bestimmt auch wieder ablenken lassen hätte, sodass ich sowieso effektiv nur 10 Minuten was gelesen hätte.
In der Apotheke hatten sie das Medikament dann nicht vorrätig, also musste ich am Dienstag noch mal da hin. Aber es hätte auch nichts gebracht, in eine andere Apotheke zu fahren, denn erfahrungsgemäß hat das nie eine da…
Dann musste ich noch zum Aldi, weil kein Brot mehr da war. Ich fress nämlich auch in letzter Zeit nur Scheißdreck. Einen Haufen Süßkram, der im Büro immer vorrätig ist, weil ich nie ein Brot dabei hab… Also wollte ich Brot holen. Und dann stand ich mit drei Sachen da und es war eine Kasse auf und gefühlt 100 Leute in der Schlange.
Ich hab kurz überlegt, ob ich einfach alles auf den Boden schmeiße, mich direkt dazu werfe und einen Heulkrampf kriege… Hab mich dann aber doch zusammen gerissen. Und Aldi war gnädig und hat zwei weitere Kassen aufgemacht.

Am Dienstag war ich dann trotzdem ohne Brot auf der Arbeit und hab mich von Hanuta, Oblaten und einem Apfel ernährt… Abends gabs dann Lasagne und ich hab mir auch gleich Brote für die Arbeit am Mittwoch gemacht.

Alles in allem war das ne Scheißwoche, daran wird auch heute und morgen nix mehr ändern, und ich mach mir ein paar Sorgen, dass das die nächsten 9 Wochen so weitergeht…

Freitags-Füller 26/2019

1. Mir gefällt meine neue Einstellung zu mir selbst. Ich frage mich aber, wieso es mir plötzlich so selbstverständlich vorkommt, mich gut zu finden. Und wieso ich es früher so selbstverständlich fand, mich wegen jeder Kleinigkeit zu kritisieren.

2. Nächsten Samstag sind wir bei Herrn und Frau Burger, die jetzt endlich offiziell Herr und Frau Burger sind, eingeladen. Dann weihen wir unser Hochzeitsgeschenk ein (eine Fackel für den Garten) und es gibt ein paar Leckere Sachen vom Grill.

3. Die Auswahl an Getränken ist einfach momentan: Wasser, Wasser, Wasser.

4. Im März hab ich ja meine Weisheitszähne raus bekommen. Eigentlich hätte ich zwei Tage später einen Termin bei einem normalen Zahnarzt gehabt, aber den hab ich dann natürlich abgesagt und natürlich keinen neuen vereinbart… Jetzt schiebe ich das wieder vor mir her. Sie wollte eine Füllung ersetzen… hach… allein der Gedanke… vielleicht warte ich noch mit dem Termin beim Zahnarzt.

5. Die Sommerferien sind fast da. Nur noch morgen Schule und dann hab ich 5 Wochen meine Ruhe! Fast. Lernen muss ich ja trotzdem und ich hoffe, dass ich mich oft genug abends zum lernen hinsetze. Aber das sollte kein Problem werden, denn ich habe in letzter Zeit so einige kleinere und mittelgrößere Erfolgserlebnisse bei Übungsaufgaben gehabt. Speziell bei den Steuerfächern. Es ist also nicht Hopfen und Malz verloren.

6. Der Gedanke an die Prüfung bereitet mir trotzdem ein flaues Gefühl im Magen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Rest Eiswein, der noch im Kühlschrank steht, morgen habe ich geplant, hochkonzentriert an der Steuer-Probeklausur zu arbeiten und Sonntag möchte ich ein bisschen lernen, ein bisschen rumgammeln, ein bisschen Eis essen und mich ein bisschen über die nahende Freiheit freuen!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Neunundneunzig – Bibu-Update V

99 nicht Luftballons… sondern Tage übrig bis zur Prüfung. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie schnell die Zeit rumgegangen ist. Es sind noch 3 Monate. Oder 14 Wochen. Oder eben 99 Tage. Und nur noch 18x zur Schule. Achtzehn! Ich fass es nicht!

Unterrichtsstunden: 840/920

Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsmethoden, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berichterstattung, Umsatzsteuer, Gewerbe-/Grundsteuer, Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards, Internes Kontrollsystem, Internationale Besteuerung

Im Grunde sind wir durch. In manchen Fächern sind wir durch mit dem Stoff. In Jahresabschluss national und international machen wir schon länger nur noch Übungen. Dabei besprechen wir dann alte Prüfungsaufgaben und gehen auf die Besonderheiten und Unterschiede dabei ein. Und man stößt irgendwie immer auf ein Thema, das man noch nie besprochen hat. Das macht mir auch für die Prüfung dann ein bisschen Sorgen, dass doch irgendwas dran kommt, was man noch nie besprochen hat.
Mit Kosten- und Leistungsrechnung sind wir auch durch. Ich weiß noch, wie ich nach der ersten Unterrichtsstunde geschockt von der Dozentin war und noch dachte, wir werden nie Freunde 😀 Aber inzwischen ist KLR eins meiner Lieblingsfächer. Ach… eigentlich ist es mein Lieblingsfach! Es liegt mir einfach. In diesen Prüfungsteil lege ich auch echt große Hoffnungen, denn der wird zusammen mit Steuern geschrieben. Und da sind meine Hoffnungen nicht ganz so groß :-/

Ich hab immer noch große Lücken in Umsatzsteuer, da muss ich mich noch mal richtig auf den Arsch setzen. Das hab ich bisher immer ein bisschen vor mir hergeschoben… Aber jetzt muss das sein. Internationale Besteuerung hab ich komplett aufgegeben, aber das kann eigentlich nicht so kompliziert sein. Da muss ich mich auch noch mal reinknien.
Abgabenordnung und Einkommensteuer waren die Fächer, in denen wir zum Jahresanfang einen Dozentenwechsel hatten. Der neue Dozent zieht sehr systematisch noch mal alles durch und hat mit dem Stoff bei null angefangen. Das war eine sehr gute Entscheidung. Inzwischen habe ich da einen ganz gute Einblick, aber ich weiß, dass wir noch bis zum Ende also in noch 6 Unterrichtseinheiten, Stoff Stoff Stoff machen werden. Es wird nicht allzuviel Zeit zum Wiederholen bleiben. Das müssen wir allein machen.
Der letzte Unterricht in Körperschaftsteuer liegt jetzt drei Monate zurück, wir haben im August noch mal einen Block als Repetitorium. Ich glaube ich hab alles schon wieder vergessen… Ich hatte ja da eh meine Probleme, aber wir haben oft samstags nach dem Unterricht gesessen und die KÖ-Hausaufgaben gemacht. Das hat mir mehr gebracht als der Unterricht und eigentlich hatte ich es dann ganz gut begriffen. Da muss ich also auffrischen.
Gewerbesteuer liegt jetzt auch schon lange zurück, das muss ich vor dem nächsten Unterricht noch mal wiederholen. Das war eigentlich wirklich nicht schwer. Grundsteuer besprechen wir dann auch noch. Das scheint nicht viel zu sein, daher reicht ein kurzer Unterrichtsblock.

Nächste Woche haben wir die letzte Stunde Finanzwirtschaftliches Management, da muss ich dringend am Wochenende noch mal meine Unterlagen durchgehen, um den Dozenten noch mal nach dem ein oder anderen zu fragen. Da haben wir nämlich auch kein Repetitorium, das muss ich dann so auf die Kette kriegen.
In Berichterstattung sind wir eigentlich auch mit dem Stoff durch. Eigentlich heißt das Fach „Jahreabschlüsse aufbereiten und auswerten“, aber ich kann jetzt trotzdem keinen Jahresabschluss analysieren… Die Dozentin hat selbst keine Ahnung, das merkt man immer daran, wie sie ins Schwimmen und Stottern kommt, wenn mal einer genauer nachfragt… Wir haben sämtliche Kennzahlen durchgekaut, aber mehr so „Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital. Die Kennzahl setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital.“ Toll. Danke. Und was genau sagt das nun aus?! Das hat sie uns dann nicht erklärt. Diese ganzen Interpretationen muss ich mir also selbst noch irgendwo herholen.

In den restlichen Laberfächern Führung, Kommunikation & Zusammenarbeit, Internes Kontrollsystem und Berufsausbildung planen sind durch, in Kommunikation und Führung haben wir noch mal je eine Stunde. Das sind so Fächer, wo ich mir echt keine Sorgen mache. In allen drei Prüfungsteilen können Fragen aus diesen Themen dran kommen. Aber das sind Sachen, die man auch mit gesundem Menschenverstand lösen kann. Sowas wie „Wie sollte ein gutes Mitarbeitergespräch vorbereitet und strukturiert sein?“ Da muss man sich eigentlich nur mal an sein eigenes MA-Gespräch erinnern und darüber nachdenken, was gut war und was nicht.

Mit den beiden Mädels aus dem Kurs, mit denen ich im April feiern war, hat sich jetzt auch eine kleine Gruppe herauskristallisiert. Wir sind in den nächsten Wochen zum Lernen verabredet. Ich glaube wir ergänzen uns ganz gut. Die eine hat einfach echt ein breites Wissen und kann zu allem was beitragen. Ich wette, sie würde die Prüfung jetzt schon bestehen, wenn sie schreiben müsste. Sie hat auch ihre Lücken, besonders auch in den Steuerfächern, aber mit ihr über die einzelnen Themen zu reden ist immer sehr effektiv und gewinnbringend. Die andere ist Steuerfachangestellte und hat uns schon bei den KÖ-Sachen viel geholfen. Ich hab durch ihre Erklärungen mehr verstanden, als durch den Unterricht. Mit ihr hoffe ich auch, dass ich Umsatzsteuer und internationale Besteuerung noch soweit checke, dass ich wenigstens den Großteil der Punkte holen kann.
Sie hat so ihre Schwierigkeiten mit KLR. Da können wir anderen zwei ihr dann im Gegenzug gut helfen.

Ich bin ganz froh um das kleine Grüppchen. Wenn wir nach dem Unterricht in so einer großen Runde zusammen gesessen hatten, war das nur effektiv, wenn wir einen Plan hatten. Aber niemand hat sich so richtig dafür verantwortlich gefühlt. Es waren auch immer die gleichen, die gefragt haben, ob wir nach dem Unterricht noch die Hausaufgaben machen wollen. Ich zum Beispiel, oder die zwei aus meinem Grüppchen. Der Rest hat sich halt dran gehängt und profitiert, aber selbst nichts beigetragen.
Einmal wollten wir nur Lernen, ohne Hausaufgaben. Das war dann ziemlich chaotisch, wir wussten nicht, wo wir anfangen sollen, jeder hatte ein anderes Problem. Das waren einfach zu viele Leute.

Jetzt ist tatsächlich der Punkt da, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Es gibt viele, die kaum oder gar nicht mehr zum Unterricht kommen. Es gibt einige, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie riesige Lücken haben. Es gibt auch ein paar, die schon gesagt haben, sie melden sich im Herbst nicht zur Prüfung an.
Von anfangs 22 Leuten ist einer schon ziemlich schnell gegangen, dann kam eine aus dem Vorgängerkurs dazu. Die hat uns aber auch wieder verlassen. Bleiben 21. Von zweien weiß ich ganz sicher, dass sie die Prüfung nicht im Herbst schreiben. 19. Fünf weitere kommen immer mal zum Unterricht, dann wieder nicht. Ich hab nicht drauf geachtet, ob das nur bestimmte Fächer betrifft… Wie machen die das? Arbeiten die das zu Hause alleine auf? Ich würde das nicht schaffen… Ich brauche diesen Kurs. Wenn ich jetzt nicht mehr hingehen würde, zu den letzten 18 Unterrichtsblöcken, ich würde zu Hause auch nichts machen! Ich bin in letzter Zeit relativ faul zu Hause. Wenigstens sitze ich vor dem Unterricht in der IHK und lerne da. Und dann freue ich mich auf die Lerntreffen und ich hoffe, dass wir das in den Sommerferien öfter machen. Ich brauch das wirklich. Ich will Weizen sein! 😉

Freitags-Füller 20/2019

1. Wenn ich an die mündliche Prüfung denke, wird mir schlecht. Gestern saß ich vor dem Unterricht wieder in der Cafeteria, wo wir uns vor dem Unterricht immer treffen und quatschen, und dann kam eine, die zur mündlichen Prüfung in den Raum gerufen wurde. Und prompt wurde mir richtig schlecht. Es ist total bescheuert, weil ich ja zuerst überhaupt mal die schriftliche schaffen muss. Sagt mir mein Unterbewusstsein etwa, dass ich mir darum keine Sorgen machen soll? 😉 Man muss ja alles positiv sehen...

2. In Kartoffelsalat muss auf jeden Fall genug Flüssigkeit sein. Wenn man fast daran erstickt, weil zu wenig Mayo oder Essig/Öl, dann ist das einfach kein guter Kartoffelsalat. Ich mag beide Varianten ganz gern. Aber Gürkchen sollten schon mit drin sein!

3. Es ist hart mit anzusehen wenn Leute zwei Räume nicht unterscheiden können… Wir haben zwei kleine Besprechungsräume, die haben wir in Raum 1 und Raum 2 benannt und es gibt für jeden einen eigenen Kalender um ihn zu blocken. Wenn jetzt jemand Raum 2 gebucht hat, seine Besprechung dann aber in Raum 1 abhält, dann triggert mich das! Kann das so schwer sein? Wenn der andere Raum leer ist, ist das ja eeeeeigentlich kein Problem (außer für meine nerdige Psyche), aber grad wenn im anderen Raum jemand ist, und danach wieder jemand und sich das überschneidet, dann verschiebt sich alles und dann sitzt man am Ende im falschen Raum und muss dann raus, weil ein anderer rein will, weil er gebucht hat… klingt kompliziert? Ich hab nie gesagt, dass ich ein einfacher Mensch bin 😉.

4. Ich hab ja früher auch schon immer gesagt, dass die Zeit rennt, aber momentan ist das richtig schlimm. Durch die Schule ist die Woche so getaktet und plötzlich war man schon 2x in der Schule und dann ist auf einmal Freitag. Und vom Wochenende hat man auch irgendwie nicht so viel. Und dann geht die Woche an einem vorbei und irgendwie sind alle Wochen gleich, alles ist ein Einheitsbrei, weil ich ja auch nicht viel was anderes mache… Der Schnee schmilzt, die Bäume werden grün, abends nach der Schule ist es noch hell, wenn ich nach Haue fahre und zack ist auf einmal fast Juni.

5. Ich wette heute bleibt wieder die halbe Belegschaft im sogenannten „Home Office“. Chef ist nämlich nicht da. Aber abgesehen davon mach ich das nächste Woche auch mal. Mein Auto muss zur Inspektion und zum TÜV und ich hab keinen Bock mich in den Bus zu setzen (ich weiß nicht mal, wie ich mit den Öffentlichen zur Arbeit komme) oder mich vom Namenlosen bringen und abholen zu lassen. Und was mache ich an dem Tag? Na klar, Wäsche waschen, essen kochen, auf der Couch rumlümmeln 😉 arbeiten natürlich. Ein bisschen. Und lernen.

6. Der Wind in den Bäumen,
der Regen auf meinem Gesicht,
bin momentan mehr in Räumen,
darum merke ich das nicht
.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein hoffentlich gutes Essen in so einem blöden Hip-Restaurant, wo es natürlich nur nachhaltiges, und natürlich auch veganes Essen gibt und Öko-Brause mit wiederverwertbaren Strohhälmen. Hoffentlich ist das auch alles laktosefrei, glutenfrei und mindestens doppelbio, damit sich der doppelte Preis auch richtig lohnt. Ach ja, aber Hauptsache ne essreife Flugavocado dabei… die ist ja auch so richtig nachhaltig und umweltschonend. Aber ok, meine Freundin will da mal hin. Es gibt auch drei Fleischgerichte, ich werde also nicht verhungern 😉 Das würde mir ja grundsätzlich an Aktivität fürs Wochenende ausreichen, aber dieses WE ist richtig voll, morgen habe ich geplant, nach der Schule den Junggesellinnenabschied meiner Freundin zu feiern. Und ich hoffe, dass es nicht regnet (drückt mir die Daumen!), eigentlich wollten wir nämlich vorher picknicken. Die Prognose ist nicht berauschend. Nach dem Essen machen wir eine Comedytour in einem Sightseeingbus, da kanns von mir aus auch regnen, aber wenn wir dann noch ein wenig durch die Kneipen ziehen, dann wärs schön, wenns trocken wär. Aber ob das was wird? Schließlich sind da auch wieder Muttis dabei, die „eine kleine Maus“ zu Hause haben… Warum haben alle Mäuse zu Hause?? Als ob da nicht auch mal der Vater aufpassen könnte. Das sind keine Säuglinge mehr… So, und Sonntag möchte ich dann eigentlich nichts machen, aber wir sind mit dem Vater und dem Halbbruder des Namenlosen verabredet. Erfahrungsgemäß wird das sehr lustig, aber ich hab trotzdem schon jetzt keinen Bock drauf. Danach hab ich eigentlich Urlaub nötig. Ist mir alles etwas viel auf einmal grad!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

Freitags-Füller 19/2019

1. Ich persönlich glaube, heute mal wieder, dass ich meine Prüfung schaffe. Wie das morgen aussieht, weiß ich nicht. Es schwankt immer mal wieder zwischen

  • Zuversicht: Das wird schon. 50+!
  • Hoffnung: Hoffentlich schaff ich das…
  • Angst: Oh man, nur noch 126 Tage!
  • Panik: Ach du scheiße, nur noch 126 Tage, wie soll ich das alles in meinen Kopf kriegen? Ich weiß gaaaar nix!!!
  • Arroganz: Wenn ich mir angucke, wer das vor mir schon geschafft hat…
  • Niedrigstapeln: 50%, du musst nur für 50% schaffen, das schaffst du, du kannst zu allem ein bisschen sagen.
  • Realismus: Sei mal ehrlich zu dir, klar kannst du nicht alles, aber es sind auch noch 4 Monate und den Rest kriegst du bis dahin drauf. Natürlich schaffst du die Prüfung!

Das Problem ist, dass für mich ein Durchfallen überhaupt nicht in Frage kommt. Diesen Gedanken habe ich bisher einfach nicht zugelassen. Auch wenn mich Panik ergriffen hat, der Gedanke war immer „Natürlich schaffst du das, durchfallen ist keine Option!“ Aber je näher die Prüfung kommt, desto hartnäckiger kratzt der Gedanke „Und wenn du doch durchfällst?“ an meinem Bewusstsein. Und ich stelle fest, dass mich dieser Gedanke komplett überfordert, weil ich nicht weiß, wie ich dann damit umgehen soll. Ich habe keinen Plan B. Klar, dann steht ein halbes Jahr später der Zweitversuch an, aber ich wär erstmal richtig niedergeschmettert.

2. Aber den Gedanken schüttle ich jetzt schnell wieder ab. Denn es überwiegt immer noch die Zuversicht, dass ich die Prüfung schon schaffe. und mich mit was anderem verrückt zu machen ist totaler Quatsch.

3. Meine Nachbarn haben sich eine schwarze Katze gekauft, die immer am Fenster sitzt und rausguckt. Ich schätze, das wird eine reine Wohnungskatze bleiben. Wenn ich mir nämlich vorstelle, die stromert durch unseren Garten und trifft auf den Hund… eieiei… Und die anderen Nachbarn sind ein Paar. Das klingt erstmal nicht ungewöhnlich, aber sie wohnen nicht zusammen. Der eine Nachbar wohnt über uns, der andere unter uns.

4. Neulich hab ich Schuhe gekauft, das hatte ich im letzten Freitagsfüller schon erwähnt… Seit dem hatte ich die Schuhe kein einziges mal an und davor auch nur höchstens drei mal… Eigentlich hab ich das im Laden schon gewusst, ich war nicht so richtig von ihnen überzeugt, obwohl sie total bequem und weich sind… Aber das war ein Fehlkauf.

5. Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten Gerberer. Die Tulpensaison ist ja vorbei, jetzt gibt es überall Gerberer zu kaufen. Die letzten haben sogar richtig lange gehalten.

6. Gestern hatte ich Schule und als ich zurück kam, hatte mir der Namenlose die Reste von vorgestern warm gemacht: Tortellini Bolognese mit Käse überbacken hatte ich gestern zum Abendessen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend zu zweit, morgen habe ich geplant, zur Schule zu gehen und gut aufzupassen und Sonntag möchte ich nicht schon wieder im Garten ackern, aber vermutlich komme ich da nicht drum rum 😉 Schließlich will ich ja auch, dass er schön ist!

Den FF von Barbara und alle anderen Mitmacher findet ihr wie immer hier.

ABC im April 2019

A wie ausgelaugt
Seit den letzten Ferien sind jetzt fast 13 Wochen vergangen. 13 Wochen, die vollgepackt waren mit Leben, Arbeit, Schule, Haushalt, Alltag, Gartenarbeit und sogar mit ein paar sozialen Interaktionen. Und ich muss wirklich sagen, es schlaucht und ich fühle mich richtig ausgelaugt. Ich bin so froh, dass wir wegfahren, denn Urlaub während der Namenlose arbeiten geht, ist alles andere als erholsam.

B wie bunte Eier
Ostereier wirds bei uns nicht geben. Ich hab das ab und zu schon mal gemacht, aber meistens bleiben die dann ewig liegen, keiner isst sie und am Ende werfe ich sie weg, weil ich mich dann ekle.

C wie Cortison-Salbe
Am Montag war ich shoppen, hauptsächlich, weil ich in die Apotheke wollte. Aber die Apotheke in dem Einkaufszentrum gibt es nicht mehr. Toll…
Ich brauch noch für die Reiseapotheke meine Cortison-Salbe, die ich immer auf meine Neurodermitis-Stellen schmiere, wenn sie schlimm werden. Aber dann hab ich überlegt, dass ich die noch nie im Urlaub gebraucht habe.

D wie durchtanzte Nacht
Am Samstag war ich mit drei Mädels aus dem Bibu-Kurs verabredet. Eine ist in der Woche vorher krank geworden, aber mit den anderen beiden bin ich abends losgezogen, nachdem wir Pizza gefuttert, gequatscht, gelästert und getrunken haben 😉 Wir sind in einen Club gegangen, die Musik war ganz gut, ich hab viel zu viel getrunken, aber irgendwie nichts davon gemerkt… Es hat echt viel Spaß gemacht und als ich irgendwann auf die Uhr geschaut hab, war es halb 4!!! Um 4 sind wir dann gegangen und um halb 5 war ich im Bett. Halb fünf!!!!
Schlauerweise hab ich noch vor dem Schlafen gehen 3 Gläser Wasser getrunken, so gings mir am nächsten Tag, abgesehen von der Müdigkeit, ganz gut 🙂

E wie Ende, Michael
Ich lese zum ersten mal Die unendliche Geschichte. Ich hab auch den Film noch nie gesehen!

F wie Frühjahrsmüdigkeit
Meine Frühjahrsmüdigkeit fällt dieses Jahr irgendwie schlimmer aus, hab ich den Eindruck. Vermutlich spielt aber alles zusammen: Stress, Zeitumstellung und dass es immer noch recht früh dunkel wird.

G wie Geocaching
Da der Urlaub vor der Tür steht, und wir da ja wieder cachen gehen, haben wir uns am Wochenende mal mit „Wherigo-Caches“ beschäftigt, die wir vorher noch nie gemacht haben. Bei uns in der Nähe ist einer, aber wir haben das noch nie gemacht, weil man dafür immer irgendwas runterladen musste und blabla… ich hab das immer nicht verstanden, wie das geht.
Neulich dachte ich aber, dafür muss es doch inzwischen eine App geben und Videos auf Youtube vielleicht… und so war es. Am Sonntag haben wir dann so einen Cache mal ausprobiert, haben verstanden wie es geht und können dann genau so einen Cache auch im Urlaub machen 😉

H wie Habit-Tracker
Seit dem 1.1. habe ich eine App, mit der man Gewohnheiten tracken kann. Das funktioniert bei mir tatsächlich ganz gut, weil ich eine Gewohnheit immer abhaken will 😉 Zum Beispiel bin ich seit Anfang Februar immer spätestens um halb 8 im Büro gewesen. Und bis auf 3 Tage hab ich jeden Tag gelesen. Auch wenns nur zwei, drei Seiten waren. Seit Mitte Januar halte ich mich auch an meine „maximal 30 Minuten Instagram am Tag“-Vorgabe.

I wie Intervallfasten
Seit Januar hab ich auch Intervallfasten ausprobiert und ich hab auch was abgenommen. Ich hab zumindest 2-3cm Umfang am Hintern verloren. Aber irgendwie ist es trotzdem nicht meins. Ich hab das 16/8-Fasten ausprobiert, dh. 8h Essen, 16 Stunden fasten. Die Schlafenszeit gehört in die Fastenzeit.
Ich hatte grundsätzlich kein Problem damit, erst ab 12 Uhr zu essen, aber es fiel mir die ganze Zeit total schwer, nach 20 Uhr nichts mehr zu essen. Das hat auch mit Habit-Tracker nicht funktioniert und ich hab das oft nicht eingehalten, sodass ich also kein wirkliches Intervallfasten gemacht habe, also lass ich das auch wieder sein und versuche mich einfach auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu besinnen, und mich von Zucker und Süßkram fernzuhalten.

J wie jammern
Nachdem ich den Eintrag jetzt fertig hatte, hab ich das ursprüngliche J durch jammern ersetzt. Weil es echt ein einziger Jammereintrag ist. Sorry dafür 😉

K wie Kosten-Leistungs-Rechnung
Am Samstag hab ich eigentlich KLR-Unterricht. Aber ich schwänze die Stunden, damit wir schon Freitag in den Urlaub fliegen können. Weil es Freitag einfach mal 400 Euro billiger war, als Sonntag zu fliegen.

L wie Lost Places
Für den Urlaub hab ich ein paar Caches rausgesucht, da sind auch wieder viele Lost Places dabei. Wir werden uns die Tage nicht so voll packen, wie beim letzten Mal, immerhin haben wir dieses mal mehr Zeit, aber ein paar Lost Places müssen sein! 🙂

M wie Motivationsloch
Im Moment bin ich so urlaubsreif und unmotiviert, dass ich seit 3 Wochen nichts gelernt habe! Ich hab mich vorher eigentlich immer 3x die Woche hingesetzt und hab was durchgearbeitet, abgeschrieben, gelernt… Seit 3 Wochen hab ich nichts mehr gemacht.

N wie nie wieder
Grad gestern haben wir uns vor dem Unterricht unterhalten, dass wir alle froh sind, wenns endlich vorbei ist. Die Chefin der einen meinte dann, sie soll sich doch mal gleich informieren, wie es mit dem Bilanzbuchhalter International ab Oktober aussieht. Unglaublich… Wir sind uns alle einig, dass wir nie wieder eine Weiterbildung machen 😉

O wie offline
Im Urlaub werde ich wieder so ziemlich offline sein. Ich hab ein Handy dabei, aber ohne Whatsapp, mal schauen, ob ich es im Flugmodus lasse, oder nicht. Aber zumindest gibts keine Mails und kein Whatsapp!

P wie Pausenbrot
Ich bin auch seit Wochen zu faul, mir ein Pausenbrot zu machen. Jedes mal, wenn ich mir in der IHK-Cafete was kaufen muss, ärgere ich mich über deren Preise… Aber selbst Schuld.

Q wie Quasselstrippe
Die eine Kollegin, die einem immer ne Kassette ins Ohr schiebt… Das ist auch die, die immer flüstert. Super ätzend! Ich weiß gar nicht, ob ich für die schon mal einen Namen hab. Aber Quasselstrippe trifft es auf den Punkt!

R wie Rasen
Die letzten Wochenenden haben wir mal wieder einiges im Garten gemacht, weil der momentan einfach scheiße aussah. Wenn alles wieder anfängt zu blühen, dann versucht man doch, es irgendwie schön zu machen… Mal schauen, ob wir dieses Jahr mal den Rasen hinkriegen… Die letzten zwei Jahre hatten wir Maulwürfe und Wühlmäuse, die alles umgegraben haben. Und vor allem haben wir sau viel Moos, Klee und Unkraut. Es ist halt auch leider ziemlich schattig und noch dazu Nordseite, sodass das mit dem Rasen echt nicht so leicht ist…

S wie Strand
Am Freitag! Endlich!

T wie Tolinohülle
Seit ich meinen Tolino habe, weiß ich jedes mal nicht, wie ich ihn einpacken soll, wenn ich in unterwegs dabei habe. Ich habe nämlich keine Hülle. Diese Cases finde ich blöd, und andere Hüllen waren einfach teuer oder hässlich. Oder beides. Jetzt habe ich letztens Filz gekauft und nähe einfach selbst welche. Eine für mich und eine für den Namenlosen.

U wie Unruhe
Wenn ich an die Prüfung und die wenige verbleibende Zeit denke, dann befällt mich eine Unruhe, die nicht mehr schön ist. Gerade auch, weil ich seit drei Wochen nichts mehr gelernt habe… Ich weiß, was ich noch alles tun muss… In Umsatzsteuer und internationale Besteuerung muss ich richtig aufarbeiten, in den anderen (Steuer)-Fächern ist es nicht so schlimm, aber trotzdem lückenhaft. Ich muss die Prüfungen durcharbeiten und die Besonderheiten rausarbeiten. Ich muss meine neuen Gesetzestexte präparieren… und ich habe Angst, dass mir die Zeit davon läuft.
Ich hoffe, ich kann im Urlaub wirklich abschalten.

V wie Vorabend-Check-in
Weil wir morgens um viertel vor 5 fliegen (was haben wir uns bloß dabei gedacht???), werden wir uns und unsere Koffer schon abends einchecken. Wir habens nicht weit zum Flughafen, da lohnt sich das, wenn man dafür morgens erst um 4 da sein muss, statt 3.

W wie Wasser
In letzter Zeit schaffe ich meine 2 Liter am Tag nur schwer…

X wie xxx
Ich mach drei Kreuze, wenn alles endlich rum ist!

Y wie Yay
Yay, nur noch 2 Tage arbeiten.
Yay, nur noch 5 Monate bis zur Prüfung, nur noch 4 Monate, bis die Schule vorbei ist. Das sind wegen der Sommerferien nur noch 10 reguläre Woche und eine Woche Repetitorium. Das bedeutet nur noch noch 33x Unterricht. Jetzt bloß nicht wieder unruhig werden…

Z wie Zähne
Ich glaube in letzter Zeit beiße ich im Schlaf meine Zähne sehr fest aufeinander. Morgens fühlt es sich jedenfalls so an. Ich bin auch echt unter Druck und kann mich echt nicht entscheiden, ob ich langsam einfach nur will, dass es vorbei ist, oder ob ich noch ein halbes Jahr länger bis zur Prüfung hab…

Bibu-Update IV

Noch 7 Monate bis zur Prüfung. Noch 7 Monate, bis ich wieder frei bin.
So langsam kann ich es kaum erwarten, dass es zu Ende geht.

Unterrichtsstunden: 648/920
Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsmethoden, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berichterstattung, Umsatzsteuer, Gewerbe-/Grundsteuer, Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards, Internes Kontrollsystem, Internationale Besteuerung

Die letzten zwei Fächer sind nun auch endlich dazu gekommen.
Internes Kontrollsystem ist genau so ein Laberfach, wie Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit. Da kann man sich zur Not immer was aus den Fingern saugen, wenn man einfach mit logischem Menschenverstand nachdenkt. Der Dozent ist ganz okay, der ist ganz neu bei uns in der IHK. Aber er arbeitet schon als Dozent an einer Uni.
Ich frag mich immer, wie die Dozenten das machen… die haben alle einen Hauptjob, machen irgendwas noch nebenbei und sind noch Dozent. Haben die kein Leben?? Der von IKS ist bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angestellt, hat nebenbei noch eine Anwaltskanzlei, dann doziert er noch an einer Uni und nun auch noch bei uns. Die Dozentin von Kommunikation und Zusammenarbeit ist nebenbei auch noch in einem Verein tätig, dann noch freiwillig beim DRK und doziert bei uns… echt, ich frag mich wie die das machen. Ich werde einfach nur froh sein, wenn ich am Ende wieder Zeit für mich habe 😉

In Jahresabschluss haben wir letzten Samstag eine Übungsprüfung geschrieben. Unangekündigt. Und der Dozent hat sie sogar eingesammelt und will sie zum nächsten Unterricht zurückgeben und mit uns besprechen. Ich bin ja gespannt. Ich habe eigentlich kein schlechtes Gefühl und ganz ehrlich: Es würde mich wundern, wenn ich nicht mindestens 50 Punkte habe. Ich hoffe, ich überschätze mich da nicht, aber es würde mich echt erschrecken und in leichte Panik versetzen, wenn ich weniger als 50 Punkte hab.

Wir schreiben am Ende drei Prüfungen über jeweils 4 Stunden. In jeder kann man 100 Punkte erreichen und insgesamt muss man mindestens 150 Punkte haben, um den schriftlichen Teil bestanden zu haben. Natürlich ist mein Ziel nachher mehr als 150 Punkte zu haben, aber ich will mich mal nicht allzu stark unter Druck setzen 😉 50+ lautet die Devise 😉
Zeitlich bin ich zumindest ganz gut hingekommen. Zwischendurch wusste ich mal nicht weiter und hab gefühlt ne halbe Stunde was im Gesetz gesucht und gelesen, und trotzdem war ich noch 40 Minuten vor der Zeit fertig. In der echten Prüfung hätte ich dann noch mal alles gelesen, das hab ich jetzt nicht gemacht.
Aber ich fands wirklich gut. Ich sehe, wo ich stehe, der Dozent merkt auch, dass er das eine Thema unbedingt noch mal mit uns besprechen sollte 😉

Die Steuerfächer sind gewohnt schwierig… In Abgabenordnung und Einkommensteuer haben wir zumindest einen neuen Dozenten. Der holt jetzt nach, was das blöde Dozenten-Duo vorher nicht gemacht hat. Ich glaube das macht es uns auch in den anderen Steuerfächern so schwer… Weil uns einfach Grundlagen aus AO und ESt fehlen, verstehen wir das ein oder andere in Körperschaftsteuer nicht.
Internationale Besteuerung baut am Ende auch auf alles auf… Der Dozent war etwas erschrocken, als wir ihm gesagt haben, was für Lücken wir noch haben, aber er hat dann halt das ein oder andere einfach erklärt. Im Gegensatz zu anderen, die erstmal 10 Minuten diskutiert hätten, wieso wir das nicht wissen und dann noch mal 5 Minuten sich aufregen, dass sie nicht den Unterricht anderer machen können…
Es wird hoffentlich. Ich bin mit dem neuen Dozenten doch ziemlich zuversichtlich. Und in Körperschaftsteuer sind wir jetzt öfter samstags nach dem Unterricht noch im Raum sitzen geblieben, haben die Hausaufgaben gemacht und so einiges dabei durchgesprochen. Wir haben eine Steuerfachangestellte dabei, die hat uns das alles ganz gut erklärt. Die Prüfungsfragen sind auch einfacher und weniger komplex, als die Hausaufgaben, die wir von ihm immer kriegen.

Unsere Dozentin in Berichterstattung hat im letzten Jahr immer mit allen Teilnehmern über die mündliche Prüfung gesprochen. Aus diesem Fach muss ja die Präsentation für die Prüfung sein und sie hat mit den Leuten eben über das Präsentationsthema gesprochen und ihnen Hilfestellung gegeben, was zu wenig Stoff wäre usw. Uns hat sie nun mitgeteilt, dass sie das bei uns nicht machen wird, weil sie nämlich im Prüfungsausschuss sitzt.
Toll… Logisch, dass sie uns dann nicht zur mündlichen Prüfung beraten kann. Da kommt sie ja in einen Rollenkonflikt. Aber komisch, das hätte sie doch letztes Jahr schon merken müssen. Da war sie nämlich auch schon im Prüfungsausschuss… Wir haben also niemanden, der uns sagt, ob wir mit der Themenwahl gut oder daneben liegen…
Noch dazu haben wir erfahren, dass auch der Dozent aus Finanzwirtschaftliches Management im Prüfungsausschuss sitzt. Also, auch wenn ich den gut leiden mag, aber ich weiß nicht, ob ich mir von dem meine Prüfung abnehmen lassen möchte. Ich versteh das auch nicht, dass die das dürfen. Ich würde niemandem, den ich unterrichtet hab, eine Prüfung abnehmen wollen. Da bin ich doch beeinflusst. Wenn ich den mag, stell ich ihm ganz leichte Fragen und bin bei der Beurteilung nicht so streng. Oder erst recht streng… hm… wie auch immer. Bis dahin ist es noch wirklich viel Zeit.

Alles in allem weiß ich nicht genau, ob ich schon panisch werden muss/soll oder nicht 😉 Ich habe eigentlich ständig ein leichtes Flattern in der Magengegend. Ich schwanke ständig zwischen Angst und Zuversicht. Ich stelle immer wieder fest, wie viel ich noch nicht kann, wie viel mir im Unterricht zu schnell geht und irgendwie komme ich mit nacharbeiten nicht hinterher. Ich muss aufpassen, dass ich nicht das Gefühl bekomme, ein unüberwindbarer Berg würde vor mir liegen. Diese Gefühl kenne ich nämlich nur zu gut, da neige ich dazu dicht zu machen… Ich muss mich in so einem Anflug immer wieder runterholen und darf nicht daran denken, was noch fehlt, sondern ich muss es einfach Stück für Stück abbauen. Und mir vor allem auch bewusst machen, wie viel ich auch schon kann! Ich hoffe, dass mir diese Übungsprüfung da ein Stück Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zurück gibt und es nicht noch weiter einreißt…

Tja… also noch 7 Monate. 30 Wochen. 211 Tage.

Jahresrückblick-Stöckchen 2018

Auch für 2018 gibt es den alljährlichen Jahresrückblick.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2019! Lasst das alte Jahr Revue passieren und kommt zur Ruhe. Es ist wie es ist, mit allen positiven und negativen Erfahrungen,die euch zu dem Menschen machen, der ihr seid. Und wenn euch etwas nicht gefällt, dann ist das neue Jahr ein guter Zeitpunkt, um Veränderungen anzugehen. Macht, was euch gut tut und haltet euch fern von dem, was euch nicht weiter bringt. Klingt so einfach. Ist es aber nicht, ich weiß. In diesem Sinne: wir strengen uns an 😉

Zugenommen oder abgenommen?
Ich glaube, auch wenn mir alle meine Klamotten noch passen, habe ich ganz schön zugenommen. Insgesamt ernähren wir uns zwar schon gesund. Essen Obst und Gemüse, kochen mindestens 5x die Woche frisch, würde ich sagen. Aber natürlich kochen wir nicht nur kalorien-/fettarm. Im Sommer essen wir viel Salat, dazu Pute oder Hähnchen, aber es gibt eben auch Nudeln, Soßen mit Sahne und auch deftiges Essen und klar gibts auch mal Döner, Pizza, Chips und Co 😉 Es fehlt definitiv die Bewegung um die Kalorienzufuhr irgendwie auszugleichen. Die Jeans sind enger als letztes Jahr, auch Oberteile kaufe ich manchmal doch lieber eine Nummer größer… Aber zumindest war ich jetzt im Dezember 3 Kilo leichter als im Mai. Meine Schwester hat nämlich ne Waage 😉

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr. Ich hab ja auch keine Zeit viel auszugeben 😉 Wobei ich in den letzten zwei Monaten doch ganz schön auf dem Shoppingtrip war. Ein kleiner Anfall von „Ich hab nix zum anziehen!“ und Kleidungsstiländerung um irgendwie an meiner Ausstrahlung zu arbeiten.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht war es ein bisschen hirnrissig alleine in den Urlaub zu fahren. Als ich angekommen war, hab ich jedenfalls ziemlich schnell nach Rückflügen gegoogelt, aber im Nachhinein war es doch ganz schön und gar nicht so hirnrissig.

Schlimmstes Ereignis?
Mit Udo liegen zu bleiben. Ich muss gestehen, dass das mein Vertrauen in das Auto etwas erschüttert hat… Auch wenn ich weiß, dass das jetzt repariert ist, hab ich immer noch ein leicht unwohles Gefühl, besonders dann, wenn er irgendwelche Geräusche macht, die mir neu sind. Also… das wird keine große Liebe mehr zwischen uns…

Schönstes Ereignis?
– meine langjährige Freundin zum ersten mal zu treffen
Paragliden in Südtirol

Die gefährlichste Unternehmung?
Autofahren auf Teneriffa
– Paragliden in Südtirol

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Meine Urlaube, wenn man das als Anschaffung betrachten möchte. Aber das war mir egal. Ich bin sonst so sparsam!

Das leckerste Essen?
Die rote Mojo in San Antonio war einfach der Hammer und die Schlutzkrapfen und Strauben in Südtirol waren auch soooooo lecker!

Das beeindruckendste Buch?
Ich hab auch dieses Jahr meine Leselisten weiter geführt. Die Geschichte der Bienen war tatsächlich beeindruckend. Nicht weil das Buch irgendwie wahnsinnig herausragend wäre, aber das muss man sich mal überlegen: In China werden Obstbäume per Hand bestäubt, weil es keine Bienen mehr gibt…

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– aber gefühlt mit dem dem Bibu-Kurs

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– aber auch mit dem Bibu-Kurs 😉

Die größte Veränderung des Jahres?
Ich glaube ich habe mich dieses Jahr gar nicht so verändert. Zumindest nicht optisch offensichtlich. Und innerlich… na ich hoffe, dass die Veränderung noch kommt. Dass ich mich vielleicht selbst besser akzeptieren kann. Dass ich selbstbewusster auftreten kann…

2018 zum ersten Mal getan?
– alleine im Urlaub gewesen und das auch noch auf Teneriffa, wo ich vorher auch noch nicht war und da bin ich auch noch zum ersten mal im Ausland Auto gefahren
– in Südtirol gewesen
– Paragliding

2018 nach langer Zeit wieder getan?
2018 bin ich mal wieder auf die hirnrissige (das hätte vielleicht auch gut oben hingepasst) Idee gekommen meine Gitarre rauszukramen. Irgendwie war ich der Meinung, ich bräuchte einen Ausgleich zum Bibu-Lernen 😉 Aber ich hab das nach kurzer Zeit direkt wieder aufgegeben, weil ich mich nicht traue zu spielen, wenn mich jemand hören könnte 😉

2018 leider gar nicht getan?
Den Job gewechselt. Aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich mir gesagt habe, dass es nun erstmal zu spät ist. Mit dem Lernpensum, das ich noch habe, wollte ich mir irgendwann nicht mehr zumuten, mich in einen neuen Job und ein neues Team einzufinden. Also akzeptiere ich die Situation wie sie ist und nutze die Zeit, in der ich sonst aus dem Fenster schauen würde, zum lernen.

Wort des Jahres?
Immer noch und noch mehr als 2017: Bilanzbuchhalter. Dieser Lehrgang bestimmt derzeit tatsächlich mein Leben. Meinen Urlaub, meine Familienbesuche und meine sozialen Kontakte richte ich komplett danach aus. Wer damit nicht umgehen kann… tja… ehrlich gesagt, für den tut es mir leid, aber der Lehrgang ist absolut Prio 1. Alles andere steht erstmal hinten an.
Es gibt ein paar Leute, die das verstehen können. Meine Hochzeitsfreundin sagt auch immer, dass sie das versteht, aber ich glaube sie ist eigentlich beleidigt. Immer kommen so kleine Spitzen. Jetzt ist sie ja das zweite mal schwanger und ja, es war bestimmt schon 6 Wochen her, dass wir uns das letzte mal gesehen hatten… aber wir haben uns vorher auch nicht ständig getroffen. Als wir jetzt eine Verabredung zum Brunch nach Weihnachten ausgemacht hatten, kam direkt ein „Schade, dass es nicht früher klappt“ und „du erkennst mich bestimmt gar nicht wieder“ zurück.

Erkenntnis des Jahres?
Dass ich mich mögen muss… Und dass meine Mutter genauso wenig gewollt war, wie ich.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Streit mit dem dynamischen Dozenten-Duo in unserem Lehrgang
– die Lautstärke im Büro
– vorgeschobene Gründe um nicht mit uns Silvester zu feiern. So wirkt es zumindest…

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich einen Vertreter brauche. Und das habe ich geschafft. Auf einmal ging das… 2019 bin ich zu zwei Abschlüssen definitiv nicht da. Und ich wäre auch gern mal zu noch mehr Abschlüssen nicht da, weil ich gern auch mal meinen Urlaub so ausrichten würde, wie es mir passt… Und vielleicht wär ich dann irgendwann gern auch gar nicht mehr da 😉

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaube die Westernhagen-Konzertkarten sind super angekommen 🙂

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe mir selbst Ed-Sheeran-Karten für 2019 geschenkt 😉

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung… Es war schön, von der IHK-Tante bestätigt zu bekommen, dass alle Dozenten uns super finden, und dass wir eine tolle Lehrgangsgemeinschaft sind. Und es war schön von fast allen Dozenten zu hören, dass wir die Prüfung schon schaffen werden.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ach Gott, ich hab so viel gesagt…

2018 war mit einem Wort?
Lernreich

Bibu-Update III

Unterrichtsstunden: 536/920
Fächer: Erstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen, Finanzwirtschaftliches Management, Kommunikation und Zusammenarbeit, Kosten- und Leistungsrechnung, Abgabenordnung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Berufsausbildung planen, Berichterstattung, Umsatzsteuer, Gewerbe-/Grundsteuer, Erstellung von Abschlüssen nach internationalen Standards

Ich habe mich tatsächlich zu einem richtigen Streber entwickelt. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so viel gelernt wie jetzt. Weder fürs Abi, noch für die Ausbildung. Im Studium auch nicht. Mangelndes Interesse, wie ich mir eingestehen muss und somit fehlende Motivation. Deshalb hab ich das ja auch gegen die Wand gefahren. Aber selbst für den Wirtschaftsfachwirt hab ich nicht so viel gelernt. Rückblickend muss ich echt sagen, dass ich den ganz schön auf die leichte Schulter genommen hab, und das meiste nicht mit der Ernsthaftigkeit durchgearbeitet hab, die ich jetzt habe, die aber auch damals schon nötig gewesen wär und mir heute sicher auch ein bisschen was einfacher machen würde 😉 Für die Wirtschaftsfachwirtprüfung hab ich eine Woche vorher Bulimielernen betrieben. Aber das ist etwas, das beim Bilanzbuchhalter nicht funktioniert. Man muss es verstanden haben, man muss die Zusammenhänge herstellen und den Überblick haben.
Und was soll ich sagen? Vorhin hatte ich eine Hammererleuchtung 😀
An dieser Stelle könnt ihr überspringen, wenn es euch nicht interessiert 😉

Aber mir ist was völlig Banales klar geworden: Wenn ich die Körperschaftsteuer ermitteln will, muss ich das zu versteuernde Einkommen ermitteln. Und das geht alles vom Gewinn in der Handelsbilanz aus. Aber der muss korrigiert werden um verschiedene Sachen. Und manche Gewerbetreibenden müssen zusätzlich zur Handelsbilanz eine Steuerbilanz aufstellen. Und genau das ist der erste Teil der Korrekturen. Und wenn man dann weitere Korrekturen durchführt, erhält man den Gewinn aus Gewerbebetrieb, mit dem man weiterrechnen kann, um die Gewerbesteuer zu ermitteln. Gleichzeitig ist er die nächste Stufe, wenn man das zu versteuernde Einkommen einer Körperschaft ermitteln will. Im dritten Schritt werden nun noch die letzten Korrekturen durchgeführt und dann kann man die Köperschaftsteuer berechnen…
Ich sag ja, völlig banal.

Ab hier könnt ihr weiterlesen 😀
Wieso mir da jetzt erst ein Licht aufgegangen ist? Wieso das nicht gleich klar war? Keine Ahnung… frag ich mich jetzt auch. Der Gesamtzusammenhang hat halt irgendwie gefehlt. Vier unterschiedliche Dozenten für handels- und steuerrechtliche Abschlüsse, Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer…
Aber diese Erleuchtungen und Momente, in denen ich richtig hören kann, wie der Groschen fällt, die sind so schön! Und die geben mir die Motivation zurück, die mir vor ein paar Monaten anfing zu fehlen. Ich muss es an der Stelle mal sagen: Ich hab doch echt mein Ding gefunden! 🙂 Ich bin glücklich mit der Weiterbildung, es macht mir inzwischen richtig Spaß und daher sitze ich freiwillig jeden Tag nach der Arbeit und sogar am Wochenende am Schreibtisch und lerne. Ich gehe den Stoff durch, schreibe Sachen noch mal neu und ordentlich auf, mache Übungen… Und es zeigt Wirkung. Ich habe nicht mehr das Gefühl, nichts zu wissen, weil sich immer mehr Zusammenhänge erschließen und nach jetzigem Stand und Gefühlslage habe ich keine Angst mehr vor der Prüfung.
Dafür vernachlässige ich aber weiterhin soziale Kontakte, Familie, Wäsche und Hobbys. Ich nähe nicht mehr, ich stricke nicht mehr. Das kostet zu viel Zeit. Aber ich lese abends immer mal oder whatsappe auch mal, aber ich versuche mich gerade zu erinnern, wann ich zB meine Hochzeitsfreundin zuletzt getroffen hab. Oder die Burgerfreunde. Das ist alles schon wieder länger her…

Was den Unterricht angeht haben wir gerade einen ziemlichen Disput mit den Dozenten, die Abgabenordnung und Einkommensteuer unterrichten. Ich hatte ja schon im letzten Update berichtet, dass die beiden schwierig sind, aber es ist halt noch schlimmer geworden.
Letzten Samstag haben wir dann um ein Gespräch gebeten, weil ich gehofft hatte, dass man das irgendwie klären kann, aber die sind überhaupt nicht auf unsere Argumente eingegangen, die wollten das Problem überhaupt nicht einsehen und sind nur wieder darauf rumgeritten, dass wir zu dumm für den Lehrgang sind, weil uns ja die 3-jährige Ausbildung zum Steuerfachangestellten fehlt. Tja… das ist nicht sonderlich motivierend. Inzwischen wissen wir, dass der Dozent in Gewerbesteuer auch für Einkommensteuer einspringen würde und deshalb haben wir jetzt angeleiert, die beiden Dozenten abzusetzen. Nach diesem ergebnislosen und unbefriedigenden Gespräch haben wir alle keine Lust mehr auf die. Und die auf uns ja offenbar auch nicht. Sie betonen ja immer wieder, dass wir der letzte Kurs sind, den sie unterrichten und dass sie keine Lust mehr haben, weil das Niveau ja so gesunken ist… Im Gespräch haben sie dann gedroht, dass sie sich bis Weihnachten überlegen, ob sie den Unterricht im Januar überhaupt noch weiter führen wollen.

Mit keinem anderen Dozenten haben wir so ein Problem und ich verstehe nicht, warum sich die Fronten mit denen so verhärtet haben. Selbst mit der KLR-Dozentin, die in der ersten Stunde auch ziemlich herablassend war, kommen wir inzwischen sehr gut zurecht. Sie hat einfach einen Plan in ihrem Unterricht. Sie geht strukturiert vor, zu jedem Thema macht sie eine einfache Übungsaufgabe mit uns zusammen, um das System zu erläutern und danach machen wir zwei schwierigere Aufgaben allein.

In Umsatzsteuer und Gewerbesteuer läuft es genauso: Wir gehen das Gesetz Paragraph für Paragraph durch und zu jedem wird eine Übung gemacht um zu verstehen, was der meint. Am Ende setzt man das Puzzle zusammen.

Körperschaftsteuer ist weiterhin etwas schwieriger, weil der Dozent nicht ganz so strukturiert vorgeht. Aber bei dem haben wir zumindest ein dickes Skript, in dem alles (und noch viel mehr) drin steht und damit kann man sich das trotzdem irgendwie erarbeiten. Aber happig ist es trotzdem. Seine Übungsaufgaben sind auch immer noch sinnlos, weil sie so schwer sind und direkt so komplex, dass es schwer ist, alleine damit zurecht zu kommen. Da muss ich also trotzdem noch einiges nacharbeiten, aber wie gesagt, vorhin gabs ja eine Erleuchtung und ich gebe die Hoffnung für KÖ noch nicht auf 😉

Jahresabschlüsse nach internationalen Standards ist neu dazu gekommen… Ich finde das ein bisschen ätzend und das wird wohl das einzige sein, bei dem ich eher Mut zur Lücke beweise… nach der Prüfungsverordnung von 2015 wird das Fach auch nicht mehr so stark gewichtet. Nach der alten Verordnung hat man für dieses Fach eine eigene 90-minütige (? oder sogar länger??) Klausur geschrieben, in der es 100 Punkte zu erreichen gab und man musste mindestens 50 Punkte holen. Bei mir ist das nachher anders: Wenn ich Glück habe, so wie die Prüflinge jetzt im Herbst, dann wird zu dem Thema gar nichts abgefragt. Wenn ich „Pech“ habe, gibts ein paar Teilfragen, mit hoffentlich höchstens 10 Punkten.
Wen das interessiert, der kann ja nämlich noch den Abschluss Bilanzbuchhalter international machen.

Und alle anderen Fächer laufen auch ganz gut. Wir haben, wie gesagt, mit keinem anderen Dozenten so ein Problem, wir kommen mit allen gut aus, was für eine entspannte Unterrichtsatmosphäre sorgt. Alle Kursteilnehmer kommen gut miteinander aus und dass der Kurs so einen Zusammenhalt hat, das gab es wohl seit Jahren nicht bei der IHK 🙂
Meine Unterlagen sind total ordentlich, ich hab alles abgeheftet, keine Zettelwirtschaft! Vielleicht sind die Mitschriften nicht immer in Schönschrift 😉 Aber zumindest das, was ich zu Hause lerne und nacharbeite, ist sehr übersichtlich und ordentlich.
Und ich glaube ich habe auch irgendwie doch langsam meinen Platz in der Gruppe gefunden. Ich bin da sehr akzeptiert, stelle ich fest und das freut mich riesig 🙂 Das schweißt doch ganz schön zusammen und ich hoffe, der ein oder andere Kontakt bleibt danach bestehen.

ABC im September 2018

A wie Ausnahmezustand
Unsere Wohnung sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Mein Koffer aus dem Urlaub liegt noch immer im Schlafzimmer und ist noch nicht vollständig wieder ausgeräumt… In der Küche stapelt sich das Geschirr, weil wir die Spüma noch nicht wieder ausgeräumt haben. Wenigstens haben wir eine Putzfrau… Die hält das Chaos einigermaßen in Grenzen. Auch wenn ich mit ihrer eigentlichen Putzleistung nicht so zufrieden bin, zumindest räumt sie auf und das ist diese Woche echt ganz bitter nötig.
Irgendwie muss ich mein desaströses Zeitmanagement besser in den Griff kriegen… Einkaufen, Wäsche machen, aufräumen, lernen… ich frage mich immer noch, wie die Mütter das in meinem Kurs hinkriegen. Ich schaff das irgendwie nicht gleichzeitig.

B wie Bücherausgabe
Die IHK macht für uns Sammelbestellungen, wenn wir neue Gesetzesbücher brauchen. Hat nur leider den Nachteil, dass ich manches jetzt doppelt habe… Wir haben solche Gesetzessammlungen bekommen, wo alles wichtige drin ist. Aber Dozent X will lieber mit der Beck-Ausgabe arbeiten und Dozent Y lieber mit der BMF-Ausgabe… jetzt hab ich zB das Einkommenssteuergesetz drei mal und das Umsatzsteuergesetz zwei mal. Besser wärs gewesen, vorher eine Liste zu kriegt, welche Gesetze wir alle brauchen und nicht welche Bücher die Dozenten haben wollen. Na ja, hinterher ist man immer schlauer.

C wie Teil C
Teil C ist die mündliche Prüfung. Die ist noch soooo lange hin… Denn auch wenn immer davon geredet wird, dass der Lehrgang zwei Jahre geht, und dass die Prüfung im Herbst 2019 geschrieben wird – damit bin ich noch lange keine Bilanzbuchhalterin im Herbst 2019. Wenn ich Glück habe, bekomme ich die Prüfungsergebnisse aus dem schriftlichen Teil noch vor Weihnachten. Wenn ich dann noch mehr Glück habe, dann ist die mündliche Prüfung schon im Januar direkt… Ansonsten zieht sich das noch länger hin

D wie dauermüde
Mir reicht der Schlaf momentan wirklich nicht aus. Wenn wir um 10 ins Bett gehen, kann ich ewig nicht einschlafen, wenn wir um halb 12 gehen, schlafe ich sofort. Aber es reicht mir morgens einfach nicht. Und sonntags werde ich auch um halb 8 wach… das kann man ja wohl wirklich nicht ausschlafen nennen! :-/

E wie Eremit
Ich kapsel mich immer mehr von allen ab. Ich hab ja bisher wenigstens über Whatsapp einige Kontakte gehalten. Zumindest auch mal zu meiner Familie. Die haben wenigstens über die Whatsapp-Familiengruppe mal was von mir gehört. Inzwischen gebe ich da allerhöchstens einen Kommentar ab, wenn meine Schwester Neffi-Fotos schickt.
Und auch Freunde müssen gerade ganz schön zurückstecken. Meine Hochzeitsfreundin hat vor fast zwei Wochen das letzte mal was von mir gehört. Nachdem sie gefragt hat, wies mir geht. Davor lagen bestimmt vier Wochen zwischen dem letzten Lebenszeichen… Aber ich hab auch keine Lust… ich hab keine Lust zu reden oder zu schreiben. Ich will einfach nur in die Luft starren, wenn ich abends Ruhe hab.

F wie Freunde finden
Das leidige Thema… Ja, im Kurs mögen die Leute mich. Und ich mag sie auch. Und trotzdem mache ich Übungsaufgaben allein, weil links von mir zwei sitzen, die zusammenarbeiten und rechts von mir genauso… Ich hock also wie immer dazwischen, gehöre nirgends so richtig dazu und mach mein Ding mal wieder alleine…

G wie Gewohnheit
Dass ich dienstags und donnerstags nach der Arbeit zur IHK fahre ist tatsächlich so richtig zur Gewohnheit geworden. Ich stelle es auch überhaupt nicht in Frage, ich fahre einfach hin. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, denn mich zwingt ja niemand. Nicht mal zum Sport hab ich damals so eine Gewohnheit gehabt und da hat mich auch niemand gezwungen.

H wie Halbzeit!!!
Fast genau vor einem Jahr bin ich zu meiner ersten Unterrichtstunde gegangen. Wie schnell die Zeit vergangen ist!! Und ja, ich merke, wie mir das Pensum in den Knochen steckt. Gerade jetzt, wo so lange Sommerferienpause war und wo jetzt wieder die dunkle Jahreszeit kommt. Wenn ich jetzt abends nach Hause fahre, dann ist es stockdunkel und es wird nicht mehr lange dauern, dann ist es auch morgens noch dunkel, wenn ich samstags zum Unterricht muss.

I wie innere Unruhe
Ich weiß nicht so richtig, wohin mit mir. Ich bin unruhig, fühle mich rastlos und bin irgendwie voller Tatendrang, aber kann mich gleichzeitig schlecht konzentrieren. Ich schreibe hier einen halben Satz und schweife mit den Gedanken ab.

J wie Jahresabschlussanalyse
Aus diesem Fach muss mein Thema für die mündliche Prüfung sein. Und auch wenns noch so lange hin ist, fang ich natürlich schon an, mir Gedanken zu machen. Ich kann mir ehrlich gesagt noch nicht vorstellen, was ich da machen soll. Die Dozentin meinte, zB eine Eigenkapitalquote berechnen. Ok… das dauert 20 Sekunden. Ich finde nicht, dass das genug hergibt, um eine 15-minütige Präsentation zu halten. Vielleicht denke ich aber auch nur schon wieder zu kompliziert und mach es mir selbst schwer.

K wie Kopfschmerzen
Sind neuerdings mein ständiger Begleiter… :-/

L wie Lernplan
Mo, Mi, Fr, Sa. Jeweils 1-2h. Das ist der Plan. Aber Pläne sind bekanntlich da, um nicht eingehalten zu werden. Aber letzte Woche hat es ganz gut geklappt, deshalb sie aber die Wohnung auch aus wie Sau (siehe Punkt A)

M wie Motivation
Wie kann man nur so zweigeteilt sein: Für die Weiterbildung ist die Motivation gleichbleibend hoch. Ich bin etwas überrascht darüber, geb ich zu, aber ich freu mich auch. Für die Arbeit ist die Motivation allerdings total am Boden. Ich hab keine Lust mir für irgendwen hier den Arsch aufzureißen. Ich mach was ich muss und kein Stück mehr.

N wie Nervennahrung
Snickers, Yes, M&Ms… Kaffee mit Karamellsirup… Kakao… also ich war selten so ein Süßmaul wie in letzter Zeit. Der Arsch dankt!

O wie Ohropax
Sollte ich dringend mal ausprobieren. Auch in Hinblick auf die Prüfung. Ich habs gern still um mich herum.

P wie Prüfungsaufgaben
In fast jedem Unterricht kriegen wir Prüfungsaufgaben zum üben. Und auch wenn ich mich anstrenge, irgendwie schaffe ich es meistens nicht, die Ernsthaftigkeit dazu an den Tag zu legen, die ich in der echten Prüfung nachher an den Tag legen würde. Deshalb schneide ich bei den Übungen immer nur eher mittelmäßig ab, was mich auf Dauer frustriert.

Q wie q
q = 1+i. Und q kommt in vielen Formeln vor: Abzinsungsfaktor, Aufzinsungsfaktor, Annuitätenfaktor, Diskontierungsfaktor, Kapitalwertfaktor, Rentenbarwertfaktor, Endwertfaktor… ein paar Begriffe davon bezeichnen dasselbe. Ich seh aber nicht mehr durch und kriege auch die Kurve nicht, wann ich welchen Faktor einsetzen muss. Und das ganze dann noch in den Taschenrechner zu tippen ist Herausforderung Nummer drei, nachdem man die zweite Hürde, nämlich ob man mal oder geteilt rechnen muss, gemeistert hat… aaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

R wie Rente mit 50
Neulich haben wir eine Reportage gesehen, über Leute, die mit Anfang 40 in den Ruhestand gegangen sind. Weil sie viel gespart haben, weil sie passive Einkünfte haben und weil sie einen gemäßigten Lebensstandard haben. Es gibt ja die Typen, die 80h die Woche arbeiten und Kohle anhäufen und sich dann drei Autos, ein Boot und eine Villa kaufen. Und dann gibt es die, denen diese Statussymbole nicht wichtig sind. Die arbeiten normal bis vielleicht etwas mehr und sparen, weil sie einfach ein normales Leben führen, ohne viel Luxus. Und dann zehren sie von den Ersparnissen.
So viel Geld zu sparen, dass ich mit Anfang 40 mich zur Ruhe setzen kann, das schaff ich nicht 😉 Aber Rente mit 50 wär der Hammer! Und wenn dann die ersten schlimmen Zipperlein kommen, dann ist das Geld vermutlich aufgebraucht, dann geht man in die Schweiz und trinkt einen Cocktail und niemand muss mir den Sabber aus dem Mundwinkel wischen. Guter Plan, finde ich. Jetzt muss ich noch rausfinden, wie ich mein Geld bis dahin noch am gewinnbringendsten vermehren kann 😉

S wie Stille
Stille gibt es hier niemals. Weder im Büro, noch zu Hause. Ich höre ständig irgendwas. Uhrenticken, Lüfterrauschen, Flüstern, Kauen, Schmatzen, Schniefen, Nasepfeifen, Handyvibration, Gemurmel, Gerede, Fingertrommeln, Stöhnen, Seufzen, Klicken, Mausrad scrollen, Tastaturenklappern. Das sind die Hauptgeräusche im Büro. Wenn ich in der Teeküche bin, rauschen da zwei Kühlschränke, der Wasserkocher und/oder die Spüma ist garantiert grad an und die Kaffeemaschine reinigt sich selbst. Außerdem ist man da niemals auch nur 10 Minuten am Stück alleine. Und niemand schafft es, einfach mal nichts zu sagen.
Selbst auf dem Klo höre ich die Kollegen wenn sie in der Teeküche johlen… Wenn ich dann zu Hause bin, höre ich Flugzeuge, die Bahn, die Straße. Wenn der Wind andersrum steht, die Autobahn. Die Musik der Nachbarn. Die Kinder der Nachbarn. Den Hund, der die Leute hinterm Zaun anbellt.
Fenster zumachen dämpft es nur, aber es ist trotzdem nie still. So wie in Schottland. Da war das einzige, das ich gehört habe, mein Tinnitus.

T wie Taschenrechner
Mein Schultaschenrechner gibt allmählich den Geist auf. Bzw. er hat schon zum Wirtschaftsfachwirt langsam seinen Geist aufgegeben. Damals hab ich exakt das gleiche Modell noch mal gekauft, damit ich durch die Prüfung komme. Dieser neuere ist aber kaputt und der alte gibt noch immer seinen Geist auf. Also hab ich mir einen neuen gekauft, voll super was der alles kann. zB Gleichungen mit zwei Unbekannten auflösen. Toll! Brauch ich vermutlich für die Prüfung nicht. Aber egal. Plus und Minus kann er auch 😉 Leider hab ich noch nicht herausgefunden, wie die Speicherfunktion an dem Ding funktioniert, denn die würde ich wirklich oft benutzen…

U wie urlaubsreif
In drei Wochen hab ich wieder Urlaub, und ich weiß, dass ich ihn brauche, ich merke es. Aber am liebsten würde ich ihn verschieben, weil der Namenlose keinen Urlaub hat, wir wieder nicht gemeinsam wegfahren und ich also nicht ausschlafen werde, weil er morgens aufsteht und arbeiten geht… Vielleicht fahr ich doch zu meiner Schwester. Obwohl das auch nicht erholsam ist… außerdem hab ich keine Lust auf den Stress in den das alles wieder ausartet!

V wie Verlust
Einen haben wir wohl aus unserem Lehrgang verloren. Er hat schon vor dem Sommer wochenlang gefehlt und kam auch nach den Sommerferien nicht zurück… Irgendwie hatte ich gehofft, dass wir alle durchziehen.

W wie Wunschkonzert
Wenns nach mir ginge, würden wir in den Herbstferien wegfahren. Oder in den Weihnachtsferien. Wenn ich den Rente-mit-50-Plan über Board werfe vielleicht auch in beiden Ferien 😉 Aber so läuft das nicht. Ich muss arbeiten. Am 1. und 2. Oktober. Und zwischen Weihnachten und Neujahr, an Silvester und am 2. und 3. Januar auch… Warum bloß hab ich mir den verkackten Abschlussjob aufzwängen lassen??

X wie X-AG
Wird oft als beispielhafte Firma benutzt. Wenn nicht X dann auch gern A.

Y wie Y-GmbH
Ist immer der Geschäftspartner der X-GmbH. Wenn nicht Y, dann gern auch B 😉

Z wie Zottelhund
Ich weiß jetzt, wieso der Hund so fett geworden ist, dass ihr das Halsband zu eng wurde: Ich hab letztes mal blöderweise Seniorfutter gekauft. Allerdings ist sie noch so agil, dass sie keine zusätzlichen Nährstoffe braucht 😉 Mal gucken, ob sie das wieder runter kriegt, oder jetzt so speckig bleibt 😀

Frei heraus

Tja, nun sitze ich hier und weiß nicht, was ich schreiben soll. Die Tage dachte ich, dass ich viel zu wenig blogge, viel zu wenig für mich festhalte. Also dachte ich, vielleicht könnte ich wenigstens ab und zu mal eine kleinere Zusammenfassung geben…
Also versuche ich es mal. Das ist wie kreatives Schreiben, eigentlich geht es nicht darum was man schreibt, sondern dass man erstmal schreibt. Um in eine Art Flow zu kommen. Dann ergibt sich schon das, was man erzählt.

Eigentlich gibt es nämlich bei mir nichts neues. Und nur Jammern will ich eigentlich auch nicht… :-/
Aber die Bürosituation ist langsam wirklich unerträglich für mich. In meinem Kopf spielen sich wilde Szenen ab, wie ich die Störenfriede zur Ruhe bringe… Ich ärgere mich immer wieder darüber, dass wir hier so faule Säcke rumsitzen haben und muss mir gleichzeitig an die eigene Nase fassen. Ich habe derzeit echt nur sehr sehr wenig zu tun. Was damit zusammenhängt, dass ich mein ursprüngliches Tätigkeitsgebiet tatsächlich losgelassen habe. Ab und zu gibt es Situationen, wo sich mir die Fußnägel bei den Gesprächen hochrollen, und wenn es ganz ganz gravierend ist, dann greife ich ein, aber ich lasse alle machen. Ich mische mich fast gar nicht ein, ich korrigiere nichts, ich helfe nicht aus der Patsche, solange ich nicht darum gebeten werde. Denn das ist nicht meine Aufgabe.
Meine Aufgabe beschränkt sich derzeit auf das, was Kollege Doppelname früher gemacht hat. Und genau wie er, sitze ich dabei viel sinnlos rum. Ich warte darauf, dass der Zeittotschläger endlich mal alles geschnallt hat und diese Aufgaben übernehmen kann, damit ich endlich Zeit habe, mich in wieder andere Sachen einzuarbeiten. Bisher geht das nicht, weil das zeitlich miteinander kollidiert. Mein Ziel wäre ohnehin das von Doppelname komplett abzutreten und das vom Schwäbischschwätzer zu übernehmen. Der geht nämlich auch bald in den Ruhestand und das was er macht, hat viel eher was mit Bilanzbuchhaltertätigkeiten zu tun.

Aber gerade hält sich die Motivation dafür dann doch eher in Grenzen, weil ich diese Geräuschkulisse hier absolut nicht mehr ertragen kann. Mein Chef ist jetzt in Urlaub, vielleicht gehe ich danach zu ihm und bitte ihn, mich woanders unterzubringen. Er hat Kontakte, er könnte das.

Aber hilft es mir? Das Gras ist immer auf der anderen Seite grüner. Und grad in meiner Firma gibt es nur noch und überall Großraumbüros. Und auch extern bei immer mehr anderen Firmen ist das so.
Eine aus meinem Lehrgang hat gestern erzählt, dass bei ihnen auch Wände herausgerissen werden und eine „offene Bürowelt“ geschaffen wird. Ich könnt schon kotzen, wenn ich dieses Wort nur höre.

Vielleicht müssen wir doch auswandern! 😉 Nach Schottland. Wir machen einfach eine Schafzucht auf und verkaufen Wolle und selbst gestricktes an Touristen 😉
Hach… aber im Ernst, dieser Drang auszubrechen, dieses Hamsterrad zu verlassen ist einfach gerade wieder sehr groß.

So… ansonsten… keine Ahnung…
Ich hab mir letzte Woche Wolle gekauft… Ist ja nicht so, dass ich keine mehr zu Hause hätte. Aber ich hatte einen Gutschein für Dawanda und die Seite ist ja nun dicht gemacht worden… Also musste irgendwas her, am Besten etwas nicht sinnloses… Aber da es nun auch wieder kalt wird, kann ich wieder anfangen zu stricken 🙂 Das entspannt mich auch ein bisschen. Man kann sich nicht nur mit Arbeit und Schule beschäftigen, der Kopf braucht auch mal was anderes.

Gestern im Unterricht hab ich in einer Prüfungsaufgabe richtig gut abgeschnitten, ich hätte 18 von 20 Punkten gehabt. Das hat mich doch ein bisschen stolz gemacht und gibt mir Hoffnung 😉 Nur die Steuerfächer sind irgendwie noch ein Buch mit 7 Siegeln für mich… Da muss ich mich noch ganz schön durchbeißen. Wenigstens ist die Dozentin in Umsatzsteuer wirklich gut, die fängt echt bei null mit uns an und baut es ganz systematisch auf. Das hätte ich mir für Körperschaftsteuer auch gewünscht. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert.

Sonstige Lehrgangs-News: einer kommt wohl nicht mehr, zwei sind schwanger.

Neulich hab ich übrigens versucht, mir Schuhe zu kaufen, weil ich meine schon ewig habe. Die hatte ich schon, als ich mit den Weibern im Urlaub war, und das war 2015! Jedenfalls sind sie langsam doch ein wenig abgewetzt und sehen nicht mehr ganz so frisch aus. Aber es gibt ja nix!
Also… die 90er sind wieder da. Es gibt Plateauschuhe. So Buffalo-mäßig. Es gibt weiße, spitze Stiefel, und ansonsten gibt es nur Schuhe, die aussehen, als wären es orthopädische Schuhe. Oder sie sehen aus, als wären sie aus dem Sofabezug von Ludwig XIV. persönlich! Also laufe ich noch ein bisschen in meinen alten Schuhen. Mir macht das nichts, sie sind bequem.

Tja… aber sonst gibts wirklich nichts neues.

Zurück im Trott

Das mit der senilen Bettflucht hat sich so schnell wieder erledigt, wie es gekommen ist… Die dritte Woche nach den Sommerferien ist um und ich bin müde wie vorher. Es schlaucht wirklich. Und jetzt war es noch nicht mal hart, weil wir am ersten Samstag schon um 12 Schluss gemacht haben, letzte Woche nur dienstags Unterricht hatten und diese und nächste Woche Samstag frei haben… Aber alles ist wieder beim alten: Ich komme morgens nicht aus dem Bett, weil ich gar nicht richtig wach werde. So kenne ich mich.

Trotz allem, trotzdem das anstrengend ist, und obwohl die Prüfung weder rum, noch überhaupt in greifbarer Nähe ist, träume ich schon davon, wie es weiter geht… Ich war nie im Ausland. Eigentlich möchte ich noch gern ins Ausland. Wieso also nicht im Ausland noch einen Master machen? hach…
Und weg will ich hier auch schon mal wieder.

Wir kriegen im Oktober einen neuen Studenten. Bin ja gespannt, ob das auch so ein hochintelligenter Kosmopolit ist ;D Chef hält ja jetzt schon wieder sehr hohe Stücke auf ihn… „Der studiert, der soll hier alles lernen was ihr macht und als Springer einsetzbar sein. Und wenn ihn das geistig nicht auslastet, dann schicken wir ihn noch ins Prozessmanagement.“
Aha.
Also: 1. Glaubt er ernsthaft, das Prozessmanagement wäre anspruchsvoller als das was wir machen?
2. Warum sollte ihn das geistig nicht auslasten? Nur weil er Student ist? Ist er damit automatisch gleich Einstein?
Und am wichtigsten: 3. Er könnte also zu intelligent für den lahmen Scheiß sein, den wir hier stupiderweise machen und uns fragt niemand, ob uns das auslastet? Sind wir offenbar dumm genug um das zu machen??

Ja… offenbar bin ich dumm genug, dass ich hier immer noch sitze.
Letzte Woche habe ich überstürzt meinen Lebenslauf auf eine Stellenanzeige von Robert Half geschickt. Das ist ein Personaldienstleister/-vermittler. Ist ja erstmal nix bei, solche Firmen wachsen wie Pilze aus dem Boden. Ich hab ja schon mal mit Page Personnel meine Erfahrungen gemacht (die ich nicht wiederholen muss…)
2 Tage später rief mich einer von denen an, er würde mich ja sehr gern kennen lernen, wann wir denn mal einen Kaffee trinken gehen… Termin war ausgemacht, er schickte mir dann noch eine Mail, mit Unterlagen, die er vorab wollte. Inzwischen war ich von Carrie vorgewarnt, dass das eigentlich nur Datensammler sind. (Carrie, wenn du nicht möchtest, dass das verlinkt ist, sag mir bitte bescheid ;))
Und tatsächlich: Sie wollten, dass ich ihnen vorab meinen Lebenslauf als Worddokument zur Verfügung stelle, wo ich mich frage, wozu die den als Word brauchen. Die haben den ja schon als PDF vorliegen. Vorab wollten sie dann auch noch eine Profilvorlage ausgefüllt haben, die eigentlich nur die Sachen aus meinen Lebenslauf aufgreift: Berufserfahrung von wann bis wann war ich wo und was hab ich da gemacht, welche Sprach- und EDV-Kenntnisse hab ich. Ebenfalls als Worddokument.
Zum Termin sollte ich dann ein Skillsheet mitbringen, auf dem angekreuzt ist, welche Fähigkeiten ich habe. Eigentlich auch noch mal das, was schon im Lebenslauf und in der Profilvorlage steht: Sprachkenntnisse, Fachbereiche Buchhaltung, Controlling, Steuern usw., Branchenerfahrung, Studium vorhanden, Führungserfahrung vorhanden, IT-Kenntnisse…
Im Registrierungsformular, das ich ebenfalls zum Termin mitbringen sollte, sollte ich natürlich sämtliche persönlichen Informationen eintragen und noch mal Sprachkenntnisse und Schulbildung/Ausbildung. Außerdem sollte ich darauf eine Aussage treffen, ob ein Straf- oder Ermittlungsverfahren wegen zB. Diebstahl oder Unterschlagung gegen mich anhängig ist.
Der Knaller, den sie aber von mir wollten, waren (Achtung Zitat!) „zwei persönliche Referenzen vorzubereiten (bitte nur Firma und Kontaktdaten der Personen benennen). Dies können (auch ehemalige) Vorgesetzte, Kollegen oder Mitarbeiter sein, die Zusammenarbeit sollte nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.“ Natürlich würden sie diese nicht ohne Rücksprache mit mir kontaktieren…

Im Registrierungsformular steht dann noch was zum Datensammeln, warum sie was erheben. Lebenslauf, Gehaltsabrechnung, Kontaktperson für Notfälle (was bitte für Notfälle? Muss ich eine Stelle innerhalb von 2 Minuten zusagen??), Personalausweisnummer, Informationen über Gesundheit und/oder Strafregister (natürlich im gesetzlich zulässigen Rahmen). Diese Daten können aber auch auf einem Server in den USA übertragen werden.

Puh… also das fand ich alles schon irgendwie heftig und ich hatte kein gutes Bauchgefühl bei der Sache, vor allem, weil der mir am Telefon auch nichts, aber auch gar nichts über die Stelle gesagt hat, auf die ich meinen Lebenslauf geschickt hatte. Wahrscheinlich weil es diese Stelle gar nicht gibt! Sondern weil die nur ein Lockangebot ist, um an die Daten zu kommen. Schön naiv war ich da…
Ich hab den Termin dann abgesagt, als Grund hab ich vorgeschoben, dass meine spontane Bewerbung mir Bauchschmerzen bereitet, weil ich mich nicht auf die Weiterbildung und eine Einarbeitung gleichzeitig konzentrieren will. Er wollte mich erst überzeugen, trotzdem einen Termin zu machen, um zu besprechen, wann wir dann mit einer Vermittlung starten wollen und was ich mir so vorstelle, aber das konnte ich abwimmeln.

Also… das wirkte alles auf mich sehr… na ja irgedwie unseriös. Klar, ich hätte fragen können (und vielleicht sollen), wieso die meinen Lebenslauf als Word haben wollen, wieso die überhaupt alles doppelt und dreifach wollen, aber mich hat das echt so abgeschreckt, dass ich aus der Nummer nur raus wollte.
Na ja, war mal wieder eine Erfahrung… Eine, die ich auch nicht wiederholen muss!