Der Super-GAU

Tag 229 im Home Office

Nach vielem nachdenken, reflektieren, mich doch mal einer Freundin anvertrauen, reden, nachdenken und reflektieren, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Ausbruchswille und das teilweise extremste Genervtsein von Kleinigkeiten doch Symptome sind, die auf das Ende der Beziehung hindeuten. Je mehr ich diesen Gedanken ausgesprochen und zugelassen habe, desto klarer wurde mir mein Wunsch: Ich möchte diese Beziehung nicht mehr. Ich liebe ihn nicht mehr. Deshalb ertrage ich auch die körperliche Nähe nicht mehr, deshalb nervt es mich so abartig, wenn er was dreckig macht, was ich gerade eben sauber gemacht habe.

Das Eingeständnis ist aber noch weit entfernt davon, es auszusprechen und durchzuziehen… aber natürlich belastet der Gedanke. Will ich 9 Jahre einfach so wegschmeißen? Gibt es wirklich keine Chance mehr? Will ich dem ganzen keine Chance mehr geben? Ich muss mit ihm reden. Aber wie? Wie soll ich das sagen? Und vor allem, was denkt er? Das finde ich natürlich ohne Gespräch nicht raus. Aber wie führt man dieses Gespräch? Und wann? Garantiert nicht an einem Sonntagabend. Oder Montag nach der Arbeit… aber es gibt den richtigen Zeitpunkt natürlich nicht.

Es gab zig vertane Chancen und bei jedem Mal hab ich mir stärker in den Arsch gebissen, dass ich es nicht einfach sage. Inzwischen hatte er natürlich gemerkt, dass etwas nicht stimmt und hatte nachgefragt. Also hab ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und ihm gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe und nicht mehr mit ihm zusammen sein möchte. Und ich habe gesehen, wie es ihn schockiert hat und wie etwas in ihm zerbrochen ist… Es war natürlich auch nicht die beste Wortwahl. Ich hätte es anders ausdrücken können, aber ich war so unter Druck, dass ich es schon tagelang vor mir hergeschoben habe und ich wusste, das Zeitfenster, es jetzt zu sagen, wird immer kleiner… ich habs einfach nur loswerden wollen…

Spoiler: wir trennen uns nicht, wir wollen es noch mal versuchen. Ich will es noch mal versuchen.

Das Osterwochenende war emotional sehr aufwühlend, auch für mich. Wir haben so viel geredet, wie noch nie, würde ich sagen. Wir haben ganz offen geredet, über alles, wirklich alles. Auch über Sachen, über die wir sonst wahrscheinlich nie gesprochen hätten, die auch unangenehm sind, die dem anderen vielleicht auch weh tun.
Natürlich war es für ihn am wichtigsten zu wissen, warum ich ihn nicht mehr liebe. Und seit wann. Aber das kann ich ihm nicht beantworten. Es gibt rational keinen Grund. Alltag, sich selbstverständlich nehmen, sich nicht mehr viel umeinander bemühen. Und zwar ich genauso wie er. Nur dass das mit mir eben was gemacht hat. Dass ich mich dabei unbewusst emotional zurück gezogen habe. Das Ding ist: Ich war der Meinung, dass er es genauso sieht wie ich, dass er mich auch nicht mehr liebt und dass wir nur noch aus Gewohnheit und Bequemlichkeit zusammen sind. Aber ich hab ihn da total falsch eingeschätzt. Weil er es mir aber auch nicht mehr gezeigt hat, dass es anders ist.
Aber ich will gar nicht mit Schuldzuweisungen anfangen.
Ich will es also noch mal versuchen. Natürlich ist mir und auch ihm klar, dass man Gefühle nicht einfach an und aus schalten kann, und dass man sie nicht erzwingen kann. Und uns und vor allem ihm ist bewusst, dass es auf eine erneute Verletzung für ihn hinauslaufen könnte. Ich hab auch Angst davor, ihm Signale zu senden, die er falsch interpretiert. Ich hab Angst, dass er so viel Hoffnung hat, die am Ende doch enttäuscht wird. Ich kann halt nicht sagen, ob bei mir wieder was aufflammt. Aber ich weiß auch, was ich an ihm hab, ich schätze ihn ja auch sehr – aber momentan eben eher als Freund, denn als Mann. Und ich möchte ich 9 Jahre eben nicht einfach so wegschmeißen. Ich muss aber eben schauen, ob nicht einfach nur die Nähe und Vertrautheit, die sich durch die intensiven Gespräche am Wochenende wieder angefangen hat zu zeigen, mit Liebe verwechsle. Aber das sehen wir in ein paar Wochen oder Monaten.

Frei von der Leber weg

Tag 217 im Home Office

(Achtung hier kommt viel mimimi kotz und jammer)

Der März ist zu mehr als der Hälfte um und heute jährt sich das Home Office. Seit einem Jahr arbeite ich also von zu Hause. Das hätte ich damals auch nie gedacht… Immer wieder gab es damals Verlängerungen um zwei Wochen und immer wieder hatte ich Angst, dass ich ins verhasste Großraumbüro zurück muss. Inzwischen kümmern mich die Ankündigungen, dass das Home Office bis dann und dann verlängert wird nicht, weil ich nicht glaube, dass ich so schnell wieder zurück komme. Und wenn, dann wird es auf freiwilliger Basis sein.

Tja, der Februar ist rum. Es war ein Achterbahnmonat. Der kürzeste Monat, aber gespickt mit den meisten Emotionen… Ich war ja eh schon in einer schwierigen Verfassung im Januar, aber dass unser Hund gestorben ist, hat mich dann richtig in ein Loch gerissen. Inzwischen gehts, aber manchmal muss ich trotzdem noch ein bisschen heulen.

Nachdem ich fast drei Wochen nur geheult, lethargisch rumgesessen und in die Luft gestarrt und mich zurückgezogen hab, hab ich auf den Rat meiner Freundin gehört und bin einfach spazieren gegangen. Auslöser war eigentlich, dass ich ein paar Tage vorher vom Einkaufen zurück kam, und der Sonnenuntergang über dem verschneiten Feld und in der eisigen Luft einfach wunderschön aussah. Also hab ich mich angezogen, hab mein Hörbuch angemacht und bin losgelaufen. Ich wollte ungefähr an die Stelle, wo ich mit dem Auto langgefahren war, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Da gibts eine Brücke, über die Felder kommt man ziemlich direkt hin, das sind ungefähr 2,5km von zu Hause.
Beim Losgehen hab ich mich eigentlich schon gehasst, weil ich solche Spaziergänge jeden Tag mit dem Hund hätte machen können, aber nur ganz selten gemacht habe… Der Hund war einfach immer den ganzen Tag in der Firma und da war er gut aufgehoben. Trotzdem hätte sie sich riesig gefreut, wenn ich jeden Tag oder wenigstens jeden zweiten Tag mit ihr spazieren gegangen wäre…
Unterwegs hab ich dann ausgerechnet auch megaviele Hunde getroffen… ganz schön ätzendes Gefühl, wenn man allein und sinnlos da rumläuft… Ein Hund hat mich angeguckt und ich hab ihn auch angeguckt und konnte auch nicht weggucken, was ihn dann wohl animiert hat auf mich zuzukommen. Der hat mich dann angesprungen und sich auf den Boden geworfen und wollte gekrault werden… da musste ich dann heulen.

Als ich dann an dieser scheiß Brücke angekommen war, sah der Sonnenuntergang wenigstens auch schön aus, aber dann musste ich ja zurück laufen. Und natürlich wurde es dann dunkel… irgendwie hatte ich das nicht so richtig durchdacht. Ich bin dann nämlich an der Straße zurück gelaufen, weil ich im Dunkeln nicht über die matschigen Feldwege laufen wollte. Es wurde immer dunkler, der Weg gefühlt nicht kürzer und dann hab mich mich noch mehr gehasst, weil ich so eine blöde Idee hatte und mir schon alles weh tat… am Liebsten hätte ich den Namenlosen angerufen, dass er mich abholt.
Weil ich am nächsten Tag Muskelkater hatte, hab ich gedacht, ich lauf gleich noch ne Runde, weil mir Bewegung immer gegen Muskelkater hilft. Am dritten Tag hab ich wieder eine kleine Runde gemacht, weil ich gedacht hab, ich könnte mir das irgendwie angewöhnen. Aber danach hatte ich dann keine Lust mehr zu laufen. Jetzt kenn ich ja quasi alle Wege in Laufnähe. Wo soll ich hingehen? Das war auch immer ein bisschen die Ausrede, wieso wir fast immer nur die gleiche Gassirunde gegangen sind. Weil es irgendwie auch nicht viele Möglichkeiten in der direkten Umgebung gibt. Und außerdem war immer noch der Gedanke und das Schuldgefühl so präsent, dass ich jetzt auf einmal spazieren gehe und das früher mit Hund nie gemacht hab.

Wie auch immer. Eine weitere Woche war übestanden und irgendwie sinnvoll gefüllt. Tatsächlich hat es mir ganz gut getan, mal raus zu kommen. Wenistens ab und zu sollte ich das wirklich mal machen. Und ich musste ja wenigstens auch nicht mit meinen Gedanken alleine sein, weil ich ein Hörbuch hatte. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch schlechter gefühlt.

Dann hatte ich Geburtstag und obwohl ich allen gesagt hatte, dass ich nichts will und nichts brauche, hat meine Mutter mir trotzdem ein riesen Paket geschickt, auf das ich dann schon mal aus Prinzip keine Lust hatte… Aber das hängt mit ihrer Person zusammen.
Das Ding ist, sie hatte ein Geschenk für mich. Trotzdem hat sie mich dann noch gefühlt 20x gefragt, was ich mir denn wünsche, weil sie in ihrem beschränkten Kopf wieder denkt, das Geschenk wäre nicht genug. Nicht groß genug und erst Recht nicht teuer genug… eine Diskussion, die ich schon tausend mal mit ihr geführt habe. Aber sie kriegt es einfach nicht in ihren Schädel, dass es bei Geschenken auf den Geste und nicht auf den Preis ankommt.
Jedenfalls waren in dem Paket zusätzlich zu dem eigentlichen Geschenk noch mehrere kleine Päckchen, in die dann Süßigkeiten, Likör und Kram eingewickelt war… alles einzeln. Ach ja und der Namenlose hatte auch ein Geschenk dabei, damit er nicht nur zugucken muss, wie ich auspacke… ja, der hätte sonst bestimmt angefangen zu weinen.

Ach, ich bin gemein. Bei jedem anderen hätte ich es nett gefunden, wenn für ihn was mit dabei gewesen wär. Aber das geht bei ihr nicht. Und das Geschenk hat mich auch fertig gemacht… Und nicht im positiven Sinne. Sie hat was selbst gemacht und ich kann mir richtig vorstellen, wie sie da Spaß dran hatte uns ich gefreut hat, dass sie das für mich macht und wie stolz sie dann war und hofft, dass ich mich freue… und ich kann es einfach nicht wertschätzen. Ich will es nicht wertschätzen. Weil ich mich von ihr nicht wertgeschätzt fühle und immer nur das Gefühl hatte, ich bin ihr zu viel und unerwünscht. Ich weiß, dass ihr das heute leid tut und dass sie da heute drunter leidet und das gern wieder gut machen würde. Aber es geht verdammte scheiße nun mal nicht! Und ich bin nicht bereit, es einfach unter den Tisch zu kehren.
Eher im Gegenteil. Ich hab im letzten Jahr so viel über die Situation mit ihr nachgedacht und mir sind so viele Sachen bewusst geworden, dieses Ablehnungsgefühl ist so präsent in mir, dass es einfach alles überlagert. Ich kann und will es nicht ausblenden und ich will das Geschenk beschissen finden und am liebsten hätte ich es direkt in den Müll befördert, aber dazu bin ich zu anständig. Da ist noch genug Skrupel in mir, dass ich mich das nicht traue. Also steht es jetzt im Karton im Schrank. Ich will es nicht sehen, schon gar nicht benutzen. Einfach vergessen, dass es da ist.

So und jetzt überlege ich, ob ich diesen Absatz wieder lösche, weil ich mich schlecht fühle, sowas so offen zu sagen… Ich komme mir undankbar vor… na ja…

Tja und generell ist es auch grad irgendwie schwierig. Ich stelle momentan vieles in Frage… Besonders die Beziehung zum Namenlosen. Seit Wochen habe ich das Bedürfnis auszubrechen. Am liebsten würde ich mir mal für 4 Wochen eine Ferienwohnung an der Ostsee mieten und mein Home Office dort hin verlagern. Eine Zeit lang ist mir hier extrem die Decke auf den Kopf gefallen. Im Moment geht es wieder, aber der Gedanke an eine eigene Wohnung ist trotzdem noch ziemlich präsent in mir. Und das zieht natürlich Gedanken nach sich. Ich will ausziehen. Will ich auch Schluss machen? Ich weiß es nicht.
Fakt ist, dass mich viele Sachen und Kleinigkeiten immer mehr stören und aufregen. Ich sag ihm das immer wieder, aber so richtig ändert sich da nichts und wenn ich es zum dritten mal angesprochen hab, komm ich mir langsam auch blöd und nörgelig vor.
Fakt ist aber auch, dass wir uns ja nicht streiten oder sonst irgendwie blöd anmachen. Bis auf diese Kleinigkeiten verstehen wir uns ja. Und diese Kleinigkeiten nerven mich auch unterschiedlich doll. Je nach dem, wie die Grundstimmung bei mir ist. Deshalb weiß ich nicht, ob ich dem ganzen eine so schwerwiegende Bedeutung geben soll. Wird es besser, wenn ich ausziehe? Zumindest ist mein Bad dann sauber und in der Küche nichts verkleckert. Aber macht mich das glücklicher? Jetzt will ich lieber alleine sein, aber wenn ich es dann wirklich bin? Wenn ich dann immer alleine essen muss… würde ich für mich allein überhaupt was kochen? Ist es nicht total deprimierend, wenn man dann am Wochenende alleine zu Hause rumgammelt?
Eigentlich will ich das alles nicht in Frage stellen. Wir verstehen uns ja gut, wir haben den selben Humor, wir haben sehr ähnliche Vorstellungen so ganz generell vom Leben. Trotzdem drängen sich doch immer wieder Fragen in den Vordergrund. Ob wir nicht einfach nur noch aus Gewohnheit zusammen sind. Weil wir die Vorzüge zu schätzen wissen und weil es bequem ist… Ich kann auch überhaupt nicht einschätzen, wie er das ganze sieht. Vielleicht empfindet er das genauso wie ich. Vielleicht fällt er aber auch aus allen Wolken und ist komplett vor den Kopf gestoßen, wenn ich das anspreche. Ich müsste es ansprechen, aber ich weiß nicht wie. Also lass ich es…

Jahresrückblick-Stöckchen 2019

Der alljährliche Jahresrückblick… hier für 2019.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2020! Ein neues Jahrzehnt startet. Endlich wieder eins, das man ordentlich aussprechen kann. Die 20er. Die neuen 20er… Obwohl ja genau genommen das neue Jahrzehnt erst am 1.1.21 beginnt… Aber wir wollen mal nicht so sein.

Zugenommen oder abgenommen?
Auf jeden Fall zugenommen! Mein Konsum an Süßigkeiten (insbesondere Snickers und Lachgummi-Milchgeister), Chips und vor allem Alkohol hat sich über die letzten Monate des Jahres auf ein Level gesteigert, von dem ich nicht wusste, dass ich es vertrage. Eigentlich wird mir bei Süßkram schnell schlecht. Aber meine Toleranzgrenze ist da deutlich angestiegen. In einer Tüte Milchgeister sind angeblich 11 Portionen. Aha… Bei mir waren es höchstens 1,5. Manchmal sogar nur eine Portion 🤷🏼‍♀️ Und für Silvester mit den Burger-Freunden bin ich bestens vorbereitet. Ich werde alle unter den Tisch saufen!

Mehr Geld oder weniger?
Dank tariflicher Erhöhung mehr. Ich kann meinen Arbeitgeber eigentlich nicht verlassen 🤔

Der hirnrissigste Plan?
Überstunden anhäufen zu wollen, um meine Frei-Zeit vor und nach der Prüfung auszudehnen… Ich wollte nämlich hinterher zwei Wochen richtig schön weit wegfahren und vorher brauchte ich aber auch Zeit, weil ich noch mal alles durchgehen wollte. Druck, Druck, Druck… Wie viel kann man in zwei Wochen vorher schon noch lernen?? Wenn man es bis dahin nicht drauf hat, ist es eh zu spät. Und wie immer macht man sich nur total verrückt, je mehr Ruhe man vorher hat.
Im Endeffekt hatte ich genug Zeit vorher, aber das tat mir auch gut. Und auch mein Bildungsurlaub hinterher war das beste, was ich machen konnte!

Schlimmstes Ereignis?
Krebsdiagnose von meinem Stiefvater.

Schönstes Ereignis?
– Bildungsurlaub in Dublin ☘️
– Bestandene Bilanzbuchhalterprüfung 🎉

Die gefährlichste Unternehmung?
Vielleicht war es ein bisschen gefährlich, in die Bunker auf Mallorca hinunter zu steigen. Da ging mir schon ein bisschen die Pumpe. Und auch der kleine Ausflug auf die Beleuchterbrücke im Es Fogueró Palace in Alcúdia könnte man wohl als gefährlich bezeichnen. Wer weiß denn schon, ob das alles noch hält???

Die teuerste Anschaffung?
Der Plan war eigentlich eine Overlockmaschine. Damit wollte ich mich zum Bibu-Abschluss belohnen. Aber da ich nicht weiß, welche es werden soll, beschäftige ich mich damit in Ruhe, und verschiebe diese Investition ins neue Jahr.

Das leckerste Essen?
In diesem Jahr war essen doch meistens auch nur Nahrungsaufnahme… Nach meiner bestandenen Prüfung waren wir beim Perser essen. Da ist es immer super lecker. Aber es gab bestimmt noch viele anderen leckere Sachen, die ich bloß einfach vergessen habe.

Das beeindruckendste Buch?
An dieser Stelle kommt mein alljährlicher Verweis auf meine Leselisten. Dieses Jahr bin ich auf den Geschmack von Hörbüchern gekommen. Ich hab sogar auch einige Sachbücher gelesen und gehört, zusammen gefasst über Blinkist. Ich finde das ganz praktisch. (Wenn ihr euch über diesen Link anmeldet, bekomme ich eine Woche Premium-Zugriff.)

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– meinen Lernmädels
– meinen Lernunterlagen

Die schönste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– meinen Lernmädels
– Dublin

Die größte Veränderung des Jahres?
Ich glaube ich bin selbstsicherer geworden. Ich hab mal wieder festgestellt, wie ehrgeizig ich sein kann und dass ich Biss habe und durchhalten kann. Und ich habe angefangen mich selbst zu mögen. Ich kann noch nicht von Selbstliebe sprechen, aber ich habe einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, auch wenn ich in den letzten Wochen einen krassen Rückfall in alte Gewohnheiten und alte Denkmuster hatte. Daher fühlt es sich momentan soan, als hätte ich auch wieder zwei Schritte zurück gemacht…

2019 zum ersten Mal getan?
– Bildungsurlaub gemacht
– in Dublin gewesen
– mich richtig richtig richtig entspannt

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Mallorca besucht
– beim Ed Sheeran Konzert gewesen
– eine Prüfung geschrieben
– feiern gewesen
– Trauzeugin gewesen

2019 leider gar nicht getan?
Den Job gewechselt. Immer noch nicht…

Wort des Jahres?
Bilanzbuchhalterprüfung

Erkenntnis des Jahres?
Ich bin genug. In jeglicher Hinsicht. Ich muss es mir aber immer wieder bewusst machen, denn noch vergesse ich es öfter.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– auf die Krebsdiagnose von meinem Stiefvater
– auf die Wartezeit auf die schriftlichen Ergebnisse
– auf den Anflug von Minderwertigkeitskomplexen zum Jahresende

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich davon, dass ich genüge.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hab ich dieses Jahr überhaupt was verschenkt? 🤔 Ich kann mich nicht erinnern. 2019 ist genauso schnell an mir vorbei gegangen, wie 2018. Beide Jahre waren so schnell rum und sie sind so ineinander verschwommen, dass ich manchmal überlegen muss, wann was gewesen ist. Aber ab nächstes Jahr kann ich mir da wieder ordentliche Gedanken drum machen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Als ich vor der Prüfung frei hatte, um noch mal einen Lernendspurt hinzulegen, hat die Post bei mir geklingelt und ein Paket gebracht. Da ich nichts bestellt hatte, war ich äußerst verwundert, was ich da bekommen sollte. Es war Nervennahrungs-kühlen-Kopf-bewahren-Glücks-Überraschungspaket! Darüber hab ich mich riesig gefreut! 😊

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich bin sehr stolz auf dich!

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Es war nicht nur ein Satz, es war ein ganzer Brief von meinem vergangenen Ich an mein heutiges Ich. Das hatte ich komplett vergessen und umso gerührter war ich.

2019 war mit einem Wort?
Kräftezehrend.

An acoustic evening with a-ha in der Festhalle Frankfurt

Der Namenlose ist äußerst aufmerksam. Als ich mitbekommen habe, dass a-ha in der Festhalle in Frankfurt spielt, habe ich das mal erwähnt und gesagt, dass ich eigentlich ganz gern hingehen würde. Ich hab dann sogar selbst nach Tickets geschaut, muss aber gestehen, dass ich um die 70 Euro für ein Ticket in der letzten Preiskategorie, also ganz ganz hinten, ein bisschen happig fand. Ein bisschen was sehen will man ja vielleicht auch, die Preise staffelten sich entsprechend hoch… 90 Euro für mittige Plätze… Und außerdem wusste ich, dass der Namenlose a-ha jetzt nicht so den Brüller findet und dann dachte ich, muss ich ihn da nicht mit hinschleppen, aber alleine gehen wär ja auch doof…
Als ich dann Anfang Dezember bei meiner Schwester war, ist a-ha ein einer Show im Fernsehen aufgetreten und hat Take on me live in der Akustik-Version gespielt und ich muss gestehen, dass ich etwas geschockt über die Leistung war. Es war schief, der hat irgendwie die Töne nicht getroffen… und da sag ich noch zu ihr: „na, dann ist es ja vielleicht doch nicht so schlimm, dass ich nicht zum Konzert gehe!“ 😉
Trotzdem habe ich ne Woche später noch mal nach der Ticketsituation geschaut, aber nicht gekauft.

Als ich dann zu Weihnachten mein Päckchen aufgemacht hab, und die Tickets gesehen hab, hab ich mich echt riesig gefreut und musste mir wirklich ein Freudentränchen verdrücken!
Gestern wars also nun soweit und heute bin ich arschmüde, weil wir erst um halb 12 zu Hause waren und ich dann natürlich noch nicht sofort schlafen konnte 😀

Pünktlich um 7 waren wir im Parkhaus, haben da noch 3x umgeparkt, weil wir nach der Erfahrung bei Ed Sheeran vor gut 3 Jahren noch wussten, wie lange das rausfahren gedauert hat, wenn hunderte Leute auf einmal ausparken wollen 😉 Wir haben gestern direkt vor der Ausfahrt gestanden und so hat das rausfahren dann auch nur 2 Minuten gedauert 😉

Bei milden 12 Grad sind wir vom Parkhaus zur Festhalle geschlendert, es war vollkommen entspannt, weil das ganze Konzert bestuhlt war, gab es kein Gerenne um die besten Plätze ganz vorne.
Wir hatten Plätze im ersten Rang hinten, also mit Frontalblick auf die Bühne. Über Leinwände konnte man auch ganz gut sehen, aber darauf kams eigentlich nicht an, weil sie keine Mega-Show gemacht haben. Morten Harket hatte einen Barhocker, von dem er sich eigentlich kaum wegbewegt hat und die anderen waren ja auch hinter ihren Instrumenten. Es ging eigentlich nur ums hören und die Akustik war wirklich gut!

Als der Vor-Act gespielt hat, kam der Bass etwas verzögert an, und obwohl der Typ deutsch gesungen hat, hat man eigentlich nichts verstanden. Ich hatte schon Schiss, dass das bei a-ha dann genauso kacke wird, aber die haben das super hinbekommen. Ton und Technik waren super aufeinander abgestimmt, man hat jedes Wort glasklar verstanden, kein Echo oder überlagerte Basstöne.
Es war ein Akustik-Konzert, die bekannten Hits wurden neu arrangiert und in fast besinnlichen Tönen gespielt und gesungen, und nicht geschmettert. Einige Songs von a-ha gehen ja eigentlich gut ab, aber auf dem gestrigen Konzern wurde aus allen das Tempo etwas rausgenommen und das war wirklich richtig schön!

Ich hatte mir vorab schon das unplugged-Album „Summer Solstice“, was nämlich Sommersonnenwende heißt, angehört. Diese CD ist die Aufnahme des eigentlichen unplugged-Konzerts, auf dem die Tour aufbaut. Das Video zu der Aufnahme hab ich gestern schon hier gepostet Ich seh gerade, es wurde gesperrt. jaja, ist das mit den Urheberrechten, man darf nicht einfach Sachen hochladen, die einem nicht gehören. Damit ist dann noch mal anhören und ansehen gestrichen. Schade, denn es war gestern einfach wirklich richtig toll! Ich habe drauf verzichtet Videos zu machen, der Klang übers Handy ist eh kacke und ich wollte es einfach nur genießen. Und das habe ich!

Es war einfach richtig gut, auf der Bühne waren drei Streicher, Klaviere, ein Cembalo, Klarinette… natürlich Schlagzeug und Gitarre… Diese reduzierte Begleitung hat einfach ein ganz besonderes Flair ausgestrahlt, es war so gut aufeinander abgestimmt, kein Instrument hat ein anderes übertönt oder ausgestochen, es war melancholisch, ruhig und trotzdem total kraftvoll, so dass es Gänsehaut bei mir erzeugt hat. Bei Stay on these roads sind bei mir irgendwie die Dämme gebrochen, ich weiß nicht, wieso mich dieses Lied so tief berührt, ich verbinde es mich nichts besonderem. Aber einfach alles… das ganze Arrangement, es ist so total anders, als die Studioversion. Klavier, Streicher, dazu haben sie über die Leinwände Landschaftsaufnahmen aus Norwegen gezeigt, die Stimme… irgendwie hats einfach den Nerv getroffen. Auch schon beim ersten Lied. This is our home. Ich war einfach völlig geflasht vom Klang, von den Instrumenten, von der ganzen Atmosphäre… da hab ich schon Gänsehaut bekommen.

und die Zeit ging viel zu schnell rum. Auf einmal haben sie sich schon verabschiedet. Nicht enden wollende standing ovations und Füße trampeln – alle haben eine Zugabe eingefordert, die sie auch zwei mal gegeben haben.

Es war wirklich toll, ich hab mich riesig gefreut, dass wir da waren, ich finde, ich hätte sonst was verpasst 🙂 Der Namenlose fands auch okay 😉 Er mag a-ha eigentlich nicht und sagt, er hat immer weggeschaltet, wenns mal im Radio lief. Er kannte auch bloß 3 oder 4 Lieder. Tja… wenn man auch immer wegschaltet 😀 ich kannte eigentlich alle, konnte nicht alle mitsingen, aber bis auf eins hatte ich alle zumindest schon mal gehört. Und ich fands jedenfalls total schön, dass er mir die Karten geschenkt hat und mitgekommen ist *Herzaugensmiley* 🙂

Jahresrückblick-Stöckchen 2017

Auch für 2017 möchte ich einen kleinen Jahresrückblick machen. So macht man sich doch viel mehr bewusst, was man alles gemacht hat und ruft sich noch viel mehr in Erinnerung.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2018!

Zugenommen oder abgenommen?
Neulich hab ich gedacht, dass ich echt richtig zugelegt hab. Das ist mir auf einem Foto aufgefallen, dass ich im Gesicht richtig rund geworden bin. Tja… also zwei Abende die Woche, in denen ich mich doch noch mal meinen Fressgelüsten hingebe, wenn ich um halb 10 zu Hause bin, machen sich wohl doch nun auch sichtbar bemerkbar. Einen richtigen Essrhythmuss muss ich da noch finden. Und auch die Chips reduzieren, das hat sich in letzter Zeit auch wieder sehr gehäuft.

Mehr Geld oder weniger?
Es ist mehr. Im Oktober kam noch der letzte Schritt der letzten Tarifrunde oben drauf, und ich bin ja grundsätzlich sparsam.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht Bilanzbuchhalter werden zu wollen. Ja, es ist eine Umstellung, aber noch ist es nicht so hart, wie ich es befürchtet habe. Ich befürchte im gleichen Atemzug, dass ich es zu leicht nehme. Durch zwei Abende Schule die Woche ist so eine Woche unglaublich schnell um und die kommenden gut 1,5 Jahre werden auch schnell vergehen. Aber ich merke jetzt schon, dass ich meine Urlaubspläne in 2018 einfach mal in die Tonne treten kann, weil sich nämlich Schulferien und Arbeitsaufgaben nicht zusammen gehen. Ostern ist um den Monatswechsel März/April. Da muss ich halt arbeiten. Urlaub? Vergiss es. Aber ok, Abstriche muss man halt immer machen.

Schlimmstes Ereignis?
Mein Verkauf von Peter. Für den ein oder anderen mag das eine Lappalie sein, aber mich von meinem ersten Auto zu trennen ist mir tatsächlich unglaublich schwer gefallen. Und auch heute, fast ein halbes Jahr später, denk ich immer noch manchmal wehmütig an ihn, auch wenn der Neue so viel Komfort bietet.

Schönstes Ereignis?
Der Harry-Potter-Marathon an bzw. nach den Weihnachtsfeiertagen 🙂
Der Namenlose war fertig mit lesen und wir haben die restlichen Filme geguckt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich nur die Filme 1-3 und 5 gesehen habe. Den 4. und 7.1 nur teilweise. Aber ich hätte geschworen, dass ich die Filme kenne und ich war wieder total beeindruckt und begeistert, wie gut die Filme zu meiner Fantasie gepasst haben, rein von der optischen Umsetzung! Hammer! Deshalb hätte ich nie bezweifelt, die Filme gesehen zu haben 😀
Aber: was die da alles weggelassen, verdreht und sogar dazuerfunden haben! Man man man…
Für alle, die Harry Potter nur gesehen haben: Der Fuchsbau wird nicht niedergebrannt!
Und: Wer von den Nicht-Lesern weiß, was es eigentlich mit dem Ring auf sich hatte und was das mit der Spiegelscherbe im Keller der Malfoys war. Was es mit dieser Scherbe überhaupt auf sich hatte? Und wisst ihr, dass Wurmschwanz eigentlich tot ist? Und wieso die Todesser so plötzlich herkamen, als sie bei Xeno Lovegood waren?

Die gefährlichste Unternehmung?
Ach dieses Jahr war ich so vernünftig, ich habe nichts gefährliches unternommen. Ich habe das Wort „gefährlich“ in 2017 nicht mal benutzt! 😉

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das teuerste in diesem Jahr war mein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Wenn ich mich daran bloß erinnern könnte… also bei unserem Lieblingsperser schmeckts immer hervorragend! Oh und als wir zum Jahrestag bei diesem Italiener waren, das war auch sehr sehr lecker. Aber auch die Burger bei unseren Freunden sind gut. Aber da ist es auch das Umfeld, was es einfach so lecker macht. Mit denen Zeit zu verbringen ist immer lustig und einfach schön!

Das beeindruckendste Buch?
2017 habe ich auch wieder einiges gelesen. Wer stöbern mag, kann das gern tun. Ich habe mich bemüht alles konstruktiv zu betrachten, was mir nicht immer gelungen ist 😉 Beeindruckend war dabei aber nichts.

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– mit der Ostsee

– mit meinem großen und meinem kleinen Neffen, die ich ein paar mal besucht hab und mit denen ich sogar ein paar Tage zusammen im Urlaub war.

Die größte Veränderung des Jahres?
Tatsächlich der Umzug und das nun dauerhafte „Aufeinanderhocken“ des Namenlosen und mir. Meine Wohnung war zu Ende Januar oder Februar gekündigt (ich weiß es schon gar nicht mehr genau) und seit dem gibt es eben keine wirkliche Rückzugsmöglichkeit mehr. Klar ich kann mich natürlich im Arbeitszimmer auf die Couch legen und lesen oder ich sitze da und nähe, während der Namenlose im Wohnzimmer fernsieht. Oder er arbeitet lange oder was weiß ich. Seit September mach ich ja nun auch noch die Weiterbildung, da reduziert sich die mögliche Aufeinanderhockzeit wieder. Aber sich wirklich jeden Tag zu sehen und das Bewusstsein, nicht mal ausweichen zu können (grad wenn man krank ist zB), ist halt doch was anderes.

2017 zum ersten Mal getan?
– auf Lanzarote gewesen

2017 nach langer Zeit wieder getan?
– Umgezogen und mit jemandem zusammen gezogen. Ich habe 6 1/2 Jahre in meiner kleinen, feinen Wohnung gewohnt, Höhen und Tiefen gehabt, Besuch gehabt, gekocht, getrunken, gekichert, geheult; sie im Urlaub tagelang nicht verlassen, sie später lange leer stehen lassen; umgeräumt, gestrichen, ausgemistet, in Chaos verwandelt und auf Hochglanz poliert und ich glaube ich habe ganze 2x die Fenster geputzt 😀
– die Haare kurz geschnitten. Tja, meine Schnittlauchlocken waren ziemlich lang, ungefähr bis zur Taille hingen sie und sie waren dünn und dann doch kaputt in den Spitzen. Ich wusste nie, was ich mit denen machen soll, hab immer nur einen Zopf getragen, niemals offen… tja, also die mussten ab und es war eine sehr gute Entscheidung!

2017 leider gar nicht getan?
Mich von Facebook fern gehalten. Ich verbringe wirklich zu viel Zeit dort am Handy. Aber ich kann es auch nicht über mich bringen, mich da anzumelden… Inzwischen habe ich auch angefangen, meine genähten Sachen dort zu posten um mein Ego zu streicheln… :-/ Bzw mehr um zu gucken, was andere so machen (und sich trauen anzuziehen)

Wort des Jahres?
Bilanzbuchhalter

Erkenntnis des Jahres?
Die Abendschule ist gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Selbstzweifel, zu wenig Selbstbewusstsein und zu viel Kritik an mir selbst.
Ich habe am letzten Freitag im Jahr, als kaum einer im Büro war, zum ersten Mal in meinem Leben ein Kleid zur Arbeit angezogen. Ein selbst genähtes legeres Hoodie-Kleid. Also nicht megaschick oder besonders weiblich. Trotzdem habe ich gemerkt, wie die Kollegen geguckt haben. Ob es kacke aussieht, war mein allererster Gedanke dazu… Das ist echt wieder typisch ich. Und selbst wenn es ihnen nicht gefällt, könnte es mir egal sein.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Andere, dass es unklug ist, mich zu unterschätzen. Hat (noch) nicht so geklappt, wie ich mir das dachte, aber die werden schon noch alle gucken!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, also ich glaube, dass eine gewisse Eulenhose ganz gut ankam 😀 Ich hätt sie am liebsten selbst behalten 😀

Eulenhose

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Und ja, ich hatte Pipi in den Augen 😉

Herzaugensmiley

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Im Ernst, gestern ist mir was eingefallen, was hier hin gemusst hätte, aber es ist mir wieder entfallen. Dann halt der hier: „Jetzt bist du wieder schön!“ Sagte mein großer Neffe zu mir, als ich bei meiner Schwester mit frisch geföhnten Haaren und frisch geschminkt morgens aus dem Bad kam. *Herzaugensmiley*

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Nur ein Strich! 😉

2017 war mit einem Wort?
Vollgepackt.

Feuerberge, Bücher & Bars – 12.-14.05.2017

Weiter gehts mit dem Lanzarote-Bericht. Oh man ich komm hier echt zu nix…

Wir wollten ja auch noch in den Timanfaya-Nationalpark. Ein paar typische Touri-Sachen machen wir ja schon mit 😉 Vulkane gehören dazu.
Wir wollten eigentlich schon am Mittwoch hin, aber als wir an der Einfahrt vorbei kamen und die Schlange an der Schranke gesehen haben, sind wir woanders hingefahren.
Freitag waren wir etwas früher dran und wir hatten nur zwei Autos vor uns.

An der Schranke: „Two persons? Twenty Euros please.“ Wir, völlig paralysiert, holen das Portemonnaie raus und zahlen 20 verdammte Euro für den Eintritt…
Auf der Zufahrt wurde uns das erst bewusst 😉
Am eigentlichen Centro wurden wir wild winkend von einem Einweiser in einem Ranger-Kostüm in unseren Parkplatz eingewiesen. Kaum ausgestiegen wies uns ein zweiter Ranger den Weg. „The orange bus!“ Hä?? Kann ich mich erstmal umsehen? Was ist das hier? Wo sind wir eigentlich? Himmel und Menschen!! Ein Bus nach dem anderen quälte sich durch die Massen. Da war ein Gebäude. Was ist da drin? „German? English? The orange bus, please!“
Wie die Lemminge sind alle aus den Autos zu dem Bussen getrottet und eingestiegen. Als wir drin saßen, hab ich erstmal total abgekotzt. Sowas regt mich ja tierisch auf. Das hab ich regelrecht als Entmündigung empfunden. Ich hätte mich gern erstmal akklimatisiert. Hätte gern erstmal geguckt, was da alles ist. Das ging da auch bergauf, man hatte eigentlich eine nette Sicht…

So, wir saßen also in diesem scheiß Bus und mussten warten, bis der voll ist. Bloß gut fehlten nicht mehr viele Leute, denn es war extrem warm.
Der Bus fuhr los, durch die neuen Menschenmassen, die da ankommen, und fuhr um die Vulkane rum. Dazu lief ein Band auf Spanisch, Englisch und Deutsch und hat was zur Geschichte von Lanzarote und den Vulkanen erzählt. Immer mal wieder hielt der Bus an und die Menschen klebten an den Scheiben um Videos und Fotos zu machen. „Links sehen Sie…“ Ein Wunder, dass der Bus nicht umgekippt ist, bei der plötzlichen Gewichtsverlagerung…
Ja, also diese Tour ging ungefähr eine halbe Stunde und war ja aber dann ganz nett. Man darf halt selbst nicht mit dem Auto da rumgurken. Verständlich.

Als wir zurück waren, kamen wieder die Ranger und haben die ganzen Lemminge gleich zu nächsten Attraktion geleitet. Dem Loch im Boden, wo sie Stroh anzünden. Überall standen da Mitarbeiter in ihren Kostümen, und haben den Leuten Steine in die Hand gegeben. Kleine Steinchen, die da überall rumlangen. Die waren scheiß heiß! 😉 Dann standen alle um das Loch, und der Ranger hat einen trockenen Busch reingesteckt. Der hat sich dann allein durch die vorhandene Erdwärme entzündet.
Die andere Variante um die Erdwärme zur Schau zu stellen, ist die Wasserfontäne. Es gibt da ein paar „Schornsteine“ die aus dem Boden ragen, da qualmt es die ganze Zeit raus. Dann gießen sie da einen Eimer Wasser rein und nach ein paar Sekunden schießt eine Wasserdampfwolke heraus. Alle erschrecken sich, weil das auch noch zischt und Krach macht 😉

So, wenn du das alles gesehen hast, wars das fast. Es gibt noch einen Grill, der auch nur mit der Erdwärme funktioniert. Da grillen Sie Hähnchen, die man in dem Restaurant sicherlich bestellen kann.
Dann gibts noch einen Souvenir-Shop aber das wars. Eigentlich sollst du dann auch schnell wieder weg, damit dein Parkplatz für den nächsten frei wird…

Echt der Hammer, wie viele Leute die da am Tag durchschleusen. Und wir waren jetzt im Mai da. Im Hochsommer ist ja da noch mehr los…
Hätten wir diesen Ausflug übrigens bei unserem Reiseveranstalter gebucht, hätten wir noch ein Essen dort im Restaurant dabei gehabt und hätten pro Person 54 Euro bezahlt. Die Rundfahrt und die Feuer- und Wasser-„Show“ wäre aber genau die gleiche gewesen. Aber klar, der Busfahrer muss ja bezahlt werden und TUI will auch noch seinen Anteil.

So, der Tag war noch jung, aber wir waren eigentlich mit unserem Programm durch. Also sind wir einfach blind drauf los an die Küste gefahren, in einen winzig kleinen Ort. Tenesar. Dort war nichts, außer ein paar Häuschen. Selbst die Straße war nur ein Sandweg. Wir haben uns etwas abseits direkt an der Küste dort auf die Steine gesetzt und zugeschaut, wie das Meer hochpeitscht und welche Strömungen da so wirken. Also da will man echt nicht ins Wasser fallen. 😉
Je nach dem wie hoch da das Wasser steigt, werden die Steine überspült und in den Löchern sammelt sich das Wasser. Da die Steine schwarz sind und die Sonne drauf knallt, verdunstet das Wasser und zurück bleibt nur das Salz. Wir hätten uns also eigentlich unser eigenes Fleur de Sel mitnehmen können 😉

Nun ja, irgendwie hatten wir alles gesehen, was wir sehen wollten, so richtig wussten wir nicht mehr, was wir noch machen wollen, also sind wir zurück gefahren ins Hotel. Unterwegs haben wir in einem kleinen Restaurant angehalten und etwas gegessen und haben den Nachmittag dann lesend im kühlen Hotelzimmer verbracht und den Abend dann wieder im Irish Pub 🙂

Samstag waren wir zu Fuß in die andere Richtung vom Hotel aus gesehen in Puerto del Carmen unterwegs. Mittags haben wir in einem kleinen englischen Imbiss gegessen (wie viele Engländer und Schotten da sind! Unglaublich!!), aber es war echt eklig. Wir haben uns hinterher geärgert.
Auch Samstag haben wir sonst nur gelesen und gefaulenzt.

Sonntag hatten wir dann noch den ganzen Tag Zeit. Das hat hervorrangend gepasst, weil der Namenlose gern Formel 1 gucken wollte ;D in unserem Stammpub war das möglich. Anschließend haben wir an der Poolbar im Hotel noch einen Smoothie getrunken und sind dann zum Flughafen gefahren und hätten fast noch das Tanken vergessen 😀 das ist echt so typisch wir 😉

Insgesamt war das ein sehr schöner Urlaub. Wir haben wieder alles richtig gemacht XD außerhalb der Hochsaison, Mietwagen und natürlich durchs Geocaching auch wieder Ecken gefunden, die wir sonst nicht gesehen hätten. Auch, dass die letzten beiden Tage so gechillt waren, war perfekt. Ich hab nämlich mal wieder echt viel gelesen 🙂 

Jahresrückblick-Stöckchen 2016

Letztes Jahr hab ich gar keins ausgefüllt, aber dieses Jahr wollte ich es wieder machen. So macht man sich doch viel mehr bewusst, was man alles gemacht hat und ruft sich noch viel mehr in Erinnerung.

Zugenommen oder abgenommen?
Es schwankte immer mal etwas, aber ich glaube langsam aber stetig wird es mehr. immer ein bisschen, so dass man es kaum bemerkt… Sollte ich mir mal wieder vornehmen, mehr Sport zu treiben??

Mehr Geld oder weniger?
Mehr

Der hirnrissigste Plan?
Je älter man wird, desto vernünftiger wird man ja 😉 Aber mit dem Camper in Edinburgh irgendwo übernachten zu wollen, war ne ganz schön hirnrissige Idee!

Schlimmstes Ereignis?
Dass uns die Fahrräder am letzten Urlaubstag noch geklaut wurden… Das ist jetzt nichts wirklich Dramatisches, ich hatte einfach das Glück, dass mir dieses Jahr nichts wirklich schlimmes passiert ist.

Schönstes Ereignis?
– noch mal Tante werden 🙂
– verschiedene (Kurz-)Urlaube

Die gefährlichste Unternehmung?
Das gefährlichste in diesem Jahr war, in Schottland über die Straße zu gehen. Speziell in Edinburgh. Also eigentlich nur in Edinburgh. Man hätte überall höchstens von Schafen überrannt werden können, aber in Edinburgh konnte ich mich einfach nicht daran gewöhnen, dass ich zuerst links gucken muss 😉

Der beste Sex?
immer 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das teuerste, was ich gekauft hab, waren wohl die Schubladen und Einlegeböden für den Kleiderschrank. Ich war dieses Jahr dann doch recht sparsam, dafür waren wir viel im Urlaub.
Die „sinnloseste“ Ausgabe war aber die für ein Portemonnaie. Wochenlang bin ich im Laden um das Ding geschlichen und habe mir irgendwann gedacht, ich gönns mir dann mal. Dann habe ich festgestellt, dass die Geldscheine nicht reinpassen, weil das kein deutscher Hersteller produziert hat… *Augenverdreh* Was die Ausgabe aber richtig sinnlos gemacht hat, war der Fakt, dass mir vor Weihnachten beim Einkaufen ein Becher Sahne im Einkaufskörbchen ausgelaufen aus. Das Portemonnaie lag natürlich ganz unten und war komplett eingesaut…

Das leckerste Essen?
Ich habe sehr viel leckere Sachen gegessen in 2016. Ganz frisch in Erinnerung ist noch das Silvesteressen.  Das war echt grandios! Aber auch zum 5-Jährigen, als wir in diesem Steakrestaurant waren, da haben wir fantastisch gegessen. Und nach einem vollgeladenen Tag in Schottland, an dem wir viel umhergefahren sind, viel gesehen haben und dann noch mit dem Fahrrad in den Pub gedüst sind, da haben die Tortellini mit Soße aus dem Glas ganz hervorragend geschmeckt 🙂

Das beeindruckendste Buch?
2016 habe ich richtig viel gelesen!  Fand ich etwas davon beeindruckend? Hm… Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich fand einige Bücher gut, aber manche auch richtig schlecht. Ich habs vorhin zu Bellona schon gesagt, ich bin irgendwie „satt“. Ich hab zu viel von der gleichen Sorte gelesen und ich bin allem überdrüssig. Irgendwie ist es alles immer das gleiche, es werden nur noch Klischees bedient, Charaktere sind nur noch misanthropische Arschlöcher… Irgendwann ist eben alles erzählt.

Die meiste Zeit verbracht mit?
– dem Namenlosen
– Außerdem mit Harry Potter, weil ich immer noch und wieder die Hörbücher gehört hab ❤

Die schönste Zeit verbracht mit?
– auch mit dem Namenlosen
– und mit meinem großen Neffen, den ich doch relativ oft besucht habe, dieses Jahr

Die größte Veränderung des Jahres?
Ich ziehe um! So richtig verändern wird sich das erst jetzt im Laufe des Januars, aber sich von Sachen zu trennen, alles zu kündigen und zu verkaufen hat was von Abschied und das ist schon Veränderung. Vor ein paar Wochen stand ich doch mit Tränen in den Augen in meiner Wohnung. 6 1/2 Jahre hab ich dort gewohnt. Auch wenn ich in den letzten zwei Jahren immer weniger dort war. Aber das war mein Zuhause, mein eigenes Heim. In dem ich mich so viel verändert hab, in dem ich gewachsen bin und wohin ich mich immer zurück ziehen konnte.

2016 zum ersten Mal getan?
– in einem Wohnmobil Urlaub gemacht
– auf einen Berg gestiegen mit der Seilbahn hochgefahren.  Und das sogar gleich noch ein zweites mal

2016 nach langer Zeit wieder getan?
– Umgezogen (ich bin noch dabei)

2016 leider gar nicht getan?
Die Haare abgeschnitten 😉 Aber das kommt noch. Ich weiß nur noch nicht wie. Ich dachte eigentlich an einen Bob, aber dann haben meine Mutter und meine Schwester Fotos von sich nach dem Friseurbesuch geschickt und ich will nicht auch noch aussehen, wie die beiden…

Wort des Jahres?
Wohnmobil

Erkenntnis des Jahres?
Aktivurlaub ist doch auch was echt schönes. 2016 waren wir superaktiv. Deshalb soll der nächste Urlaub dann doch auch wieder an den Strand gehen, denn das ist auch sehr schön 🙂

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Neurodermitis
– eine eingeschlagene Scheibe
– Großraumbüro

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
– Dass ich mehr kann, als man mir zutraut. Das hat bei meinem Chef vielleicht jetzt hoffentlich funktioniert – bei den ganzen Arbeitgebern, die meine Bewerbungen bekommen haben aber nicht.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
– Ich glaube die Kalender, die ich zu Weihnachten verschenkt habe, sind gut angekommen. Und die Weihnachtssocken für meine Mutter auch. Ach und die Decke für meinen zweiten Neffen auch.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
– hmmm… die selbstgebackenen Muffis und der große Strauß Tulpen zu meinem Geburtstag haben mich sehr gefreut 🙂

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Willst du nicht doch langsam mal offiziell bei mir einziehen?“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Jaaa!“ 😉

2016 war mit einem Wort?
Urlaubsreich

Freitags-Füller 49/2016

1. Es gibt Tage, da fühle ich mich einfach nicht wohl in meiner Haut. Momentan ist es wieder so. Ich habe echt richtig schlimme Haut. Auf der einen Seite ist sie meeegatrocken und juckt und schuppt sich, auf der anderen Seite hab ich Pickel ohne Ende und meine Haare muss ich alle zwei Tage waschen, sonst sehen die am dritten Tag sowas von eklig strähnig aus, das ist echt nicht schön… Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich hab auch immer noch Neurodermitis in den Armbeugen und Kniekehlen, oder vielleicht halte ich es nur dafür und es ist was anderes… Es ist immer ein paar Tage gut, so dass die Haut einfach nur trocken ist, aber so vorzeigbar ist, dass ich kurzärmelig laufen würde (bloß gut, dass Winter ist…), aber dann wird es aus irgendwelchen Gründen auch wieder so schlimm, dass ich nicht mal lange Ärmel hochschieben will.
Ich bin jetzt mal auf den Trichter gekommen, dass zumindest die fettig-trockene Haut an der Pille ligen könnte… Ich weiß nicht, wieso mir das noch nicht eher in den Sinn gekommen ist. Zwei Blister hab ich noch, die nehm ich noch. und einen neuen Frauenarzt hab ich auch schon, der kam mir auch supernett vor, als ich das erste mal da war. Ich werde das beim nächsten Termin mal ansprechen
.

2. Der Namenlose und ich haben schon doch relativ unterschiedliche Ansichten, was Ordnung und aufräumen betrifft. Ich bin jetzt definitiv keine Ordnungsfanatikerin, aber so chaotisch wie er bin ich dann auch nicht. Er zieht zB. wenn er abends heim kommt, sein Hemd aus und hängt es über einen Stuhl. Da bleibt es hängen, bis es irgendjemand wegräumt… Für die Wäsche zu sauber, für den Schrank zu schmutzig, willkommen auf dem Stuhl, oder wie war das? 😉 Er zieht dann am nächsten Tag ein neues an, und am übernächsten noch ein neues, und am vierten Tag wieder ein neues… Am Ende der Woche hat er keins der Hemden zwei mal getragen, wieso tut er sie also nicht gleich in die Wäsche?? Wenn er dann auf der Couch liegt, zieht er seine Socken aus, die er dann einfach auf den Boden fallen lässt. Da bleiben die auch liegen, bis sie jemand aufhebt. Überhaupt lässt er alles da fallen und liegen, wo er gerade steht. Deshalb findet er auch nie etwas wieder. Er würde tatsächlich seinen Kopf verlieren, wenn der nicht angewachsen wär… Aber das sind letztlich wirklich nur Kleinigkeiten, und wir verstehen uns gut.

3. Ich finde es unterhaltsam, den Freitags-Füller auszufüllen. Zu dieser Lücke fällt mir aber irgendwie nichts Vernünftiges ein...

4. Bloggen ist immer eine gute Sache. Dadurch dass ihr mich nicht persönlich kennt und zum Teil nicht mal ein Gesicht von mir vor Augen habt, reagiert ihr ganz anders auf Sachen, als zB. der Namenlose. Das hilft mir oft wirklich ungemein. Selbst wenn es nur das Wissen ist, dass es jemand, der für mich ebenso gesichtlos ist, das ganze liest. Aber wenn ich Antworten bekomme, dann hilft es mir immer, mal die Perspektive zu wechseln.

5. Mandarinen riechen immer super. Wenn einer welche isst, zieht der Duft immer durchs ganze Büro. Komischerweise verbinde ich Mandarinen nur in der Weihnachtszeit mit Weihnachten. Ansonsten einfach nur mit Frische.

6. So langsam muss ich mich mal auf die Geschenkejagd machen. Wie jedes Jahr habe ich überhaupt keine Idee, was ich schenken soll… ich weiß auch gar nicht, wie das ganze dieses Jahr überhaupt läuft. Letztes Jahr haben wir ja mal in der Familie gewichtelt, das fand ich wirklich schön! Der Vorteil dabei war, dass man nur eine Person hatte, für die man sich was überlegen musste. Dieses Jahr haben wir nicht gewichtelt und ich werde ja nicht mal da sein. Ich schicke dann ein Päckchen für alle. Darin werde ich dann Geschenke einpacken.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Feierabend, der aber aufgrund eines technischen Problems heute wohl nicht so zeitig ausfallen wird, wie sonst freitags, morgen habe ich schwimmen, Kleiderschrank ausmisten und Wohnung zeigen geplant und Sonntag möchte ich vielleicht mal mit Freunden was zusammen kochen!

Den FF von Barbara gibt es immer hier.

Henne vs. Ei oder: Die Krux beim Individualurlaub

Ach es ist tatsächlich jedes Jahr das gleiche. Deshalb hab ich dieses Jahr überhaupt nicht über das Entscheidungsdrama berichtet 😉 Ich fasse es nur kurz zusammen:

Ich im Juni: Hey, wo wollen wir denn dieses Jahr in den Urlaub hin?
Er: Ach, weiß nicht, ist ja noch Zeit. Schottland wär doch mal schön. Oder wieder Karibik. Oder Thailand?

Ich im Juli: Hey, guck mal hier, der Lidl-Reiseprospekt. Thailand, Kuba…
Er: Joa, cool. Oder doch Schottland?

Ich im August: Also ich würde jetzt doch gern mal langsam was buchen. Schottland finde ich gut.
Er: Ja dann machen wir das.
Ich: Ja gut, dann sollten wir mal nach Wohnmobilen gucken.
Er: Ich würde zuerst nach einem Flug gucken.
Ich: Na ja, fliegen kannst du fast täglich, vielleicht sollten wir zuerst gucken, ob und wann wir ein WoMo kriegen, dann wissen wir, wann wir überhaupt fliegen können.
Er googlet nach Wohnmobilen, ich nach Flügen. Er kontaktiert ein paar Vermieter.
Er: Oder guck mal hier, doch Thailand? 13 Tage
Da bin ich ganz leicht ausgeflippt und hab ihm aber ganz sachlich gesagt, wie anstregend ich seine Sprunghaftigkeit und Entscheidungsunfähigkeit finde…

So, das dazu, wie gesagt, jedes Jahr das gleiche Theater.
Gestern haben wir Flüge nach Edinburgh gebucht und ein WoMo haben wir auch. Das war echt nicht so einfach. Flüge von Frankfurt sind nicht grad günstig. Wir hatten überlegt von Düsseldorf zu fliegen. Fast um die Hälfte günstiger. Aber die konnten wir ja nicht buchen, solange wir kein WoMo hatten… nachher stehen wir in Edinburgh und brauchen ein Zimmer…
Das war ja auch das gleiche Problem, als wir über Silvester nach Oslo wollten.
Wenn du einen Flug hast, hast du vielleicht kein Zimmer. Wenn du ein Zimmer hast, kriegst du vielleicht keinen Flug. Henne, Ei, was war zuerst da?? Wie einfach ist es da bloß, einen Pauschalurlaub zu buchen 😉 Individualtourismus ist echt anstrengend!!

Ich glaube das größte Problem dabei ist aber die Kurzfristigkeit… Und das ärgert mich auch. Dass wir im September Urlaub machen, das wissen wir schon ewig. Das machen wir schon seit drei Jahren so, weil es für ihn die beste Zeit ist, von der Firma weg zu sein. Wir hätten also auch schon früher buchen können, hätten dann für September freie Auswahl für ein WoMo gehabt und hätten entsprechend nach den günstigen Flügen planen können. Aber nein, wir machen es wieder auf den letzten Drücker, sodass es fast in Stress ausartet. Ursprünglich wollten wir schon am 1.9. los. das wäre in gerade mal 3 Wochen gewesen…
Jetzt haben wir wenigstens noch 4,5 Wochen Zeit, in der ich einen Plan machen kann.

Er: Was willst du denn da planen? Wir fahren einfach los. Ich will nicht, dass das in Stress ausartet.
Ich: aber ich möchte wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Ich will einfach vorher wissen, was ich mir angucken kann und will mir davon dann was aussuchen. Ich will schon einen groben Plan haben…

Ihr seht, wir haben soooo unterschiedliche Herangehensweisen an die Urlaubsplanung, die uns beide Nerven kostet 😉 Aber am Ende wirds schön. Ich freu mich jedenfalls wie in Keks!

Von Berg zu Berg – 27.05.

Unser Zimmer war mit einem Wasserkocher und Kaffee und Tee ausgestattet und so gabs am nächsten Morgen einen Kaffee auf dem Balkon, mit Blick auf die Berge 🙂
Danach haben wir in Ruhe ausgecheckt, die Sachen ins Auto gebracht und im strahlendsten Sonnenschein ein kleines Frühstück genossen, bevor es weiter ging in Richtung nächstem Berg: dem Matterhorn.

Auf der Fahrt war es unglaublich warm und sonnig und irgendwie zog sich die Fahrt wie Kaugummi…
In Frankreich hatten wir noch tanken wollen, weil es in der Schweiz teurer ist. Wir haben also erst eine Tankstelle gesucht und nur eine gefunden, wo man vorher sagen musste, für wie viel man tanken will und man durfte auch nur 30 Liter tanken.
also haben wir eine andere Tanke gesucht und sind noch durch ein Nachbarörtchen gegurkt, haben hier und da Halt gemacht, um die schönen Häuschen anzuschauen und haben eine Sesselliftstation gefunden, die so richtig idyllisch aussah.
Mit vollem Tank gings dann weiter, ein Stück des Weges zurück, den wir am Vortag gekommen waren. Man kommt eben nur diesen einen Weg über den Berg. Durch den Mont-Blanc-Tunnel zu fahren hätte sich nicht gelohnt, das wär ein ziemlicher Umweg geworden. Unterwegs haben wir auch noch mal angehalten, weil wir einen Kaffee trinken wollten und noch Geld tauschen mussten.

Wir kamen dann endlich irgendwann in Täsch an. Nach Zermatt darf man ja nicht mit dem Auto fahren, es sei denn, man hat eine Sondergenehmigung.
Da wir die nicht hatten und auch keine 400 Euro Strafe zahlen wollten, mussten wir das Auto in Täsch parken und mit dem Taxi nach Zermatt fahren. Es gibt auch eine Bahn, aber wir waren dafür zu bequem 😉 Vor allem weil wir einen Koffer dabei hatten… jaaa… für eine Nacht… aber wir mussten ja alles einpacken, was wir brauchten. Wintermantel und so mussten wir auch mitnehmen, weil es oben auf dem Berg einfach scheiß kalt ist und Schnee liegt.

Unsere Unterkunft war ein ziemlich großes Apartment mit zwei Zimmern, einer kleinen Küchenzeile und Bad mit Fenster. Einen Balkon mit Blick aufs Matterhorn hatten wir sogar auch 🙂 Allerdings hatte es sich im Laufe des Tages etwas zugezogen, sodass wir es nicht sehen konnten.
Zuerst haben wir uns ein wenig geärgert, dass das Apartment so am Arsch der Welt ist, aber als wir dann durch Zermatt gelaufen sind (was auf dem Plan auch viel größer aussah als es ist) und uns das kleine nette Örtchen angeschaut haben, haben wir festgestellt, dass wir im Grunde eine Toplage haben.
Denn aus kaum einer anderen Unterkunft hat man das Matterhorn gesehen, weil immer ein anderes Gebäude die Sicht versperrte.

Zermatt besteht ja im Grunde echt nur aus Hotels, Apartments, Restaurants und Souvenirshops.
Und die Preise sind echt gepfeffert! Also die Schweiz ist ja generell ziemlich teuer, aber für eine Portion Spaghetti Bolognese zahlt man da 26 Franken. Und ein Crêpe geht bei 11 Franken los. Um in Euro umzurechnen muss man ungefähr mal 0,9 rechnen.

Wir hatten schon vorher überlegt, dass wir ja in Zermatt auch selbst was zu essen kochen können, wir haben ja schließlich eine komplett eingerichtete Wohnung mit Küche zur Verfügung. Und nachdem wir uns die Füße platt gelaufen hatten, zwei Caches gesucht, aber nicht gefunden hatten und einfach hungrig waren, haben wir das dann wirklich so gemacht. Einen Mann mit Hund haben wir angesprochen, weil wir dachten, dass der da wohnen könnte, wenn der da einen Hund hat 😉 war auch so, der konnte uns dann sagen, wo wir einen Supermarkt finden. Also haben wir eingekauft und haben uns total reich gespart 😀 Für zwei Personen haben wir mit Wein ca. 30 Franken ausgegeben und hatten ein sehr leckeres Essen auf dem Balkon mit Blick aufs Matterhorn 🙂 Und wir konnten danach direkt auf die Couch, von wo aus wir den Berg auch sehen konnten. Also fast… es hingen leider immer noch Wolken dran.

So viel laufen, gucken, fahren und auch das warme Wetter hat uns ganz schön geschlaucht, so dass wir einigermaßen pünktlich ins Bett gegangen sind. Wir wollten ja auch am nächsten Tag pünktlich raus, wir wollten ja noch auf den Berg.